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Oeffklltliche AWrderung.

Die Erbschaft des am 19. Mai l. I. verstorbenen Karl Straub von Gießen ist von dem Vormunde dessen minderjährigen Kindes erster Ehe Namens dieses ausgeschlagen, von der Mutter dessen minderjähriger Kinder zweiter Ehe Namens dieser aber nur unter der Nechtswohlthat des Erb- verzeichnisses angetreten morden.

Alle, welche Ansprüche an fraglichen Nachlaß zu bilden haben, werden daher aufgefordert, solche bis zum 12. August l. I. dahier in der Gerichtsschreiberei anzumelden, widrigenfalls sie bei Ord­nung des Nachlasses Berücksichtigung nicht finden können.

Gießen, den 15. Juli 1884. Großherzogliches Amtsgericht Gießen.

Stammler 4804

Temperatur am 18. Juli (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr). Wasserwärme der Lahn 19« R. - Lustwärme 18° R. im Schatten. _______________ Rübs amen.

Bekanntmachung.

Die am 17. d. Mts. im Franzen- wald abgehaltene Holzversteigerung i|t genehmigt.

Die Abfuhrscheine können von Dienstag den 22. dss. Mts. an auf Großh. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden.

Holzüberweisung und erster Holz- abfuhrtag: Mittwoch den 23. d. Mts.

Gießen, den 18. Juli 1884.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg.

I. V.:

Eingesandt.

_ r e Gießen, 17. Juli.

Schon seit Jahren sind in der Lindengasse die Canalschächte mit tannenen Prügeln gedeckt, während die für dieselben bestimmten Steindeckel zum großen Aerger der Bewohner in der Straße herumfahren. Schon längst wundert man sich darüber, daß nicht hierdurch einmal ein Unglück passirt ist und sind auch schon verschiedene Male Anregungen zur Abänderung dieses Mißstandes geschehen.

Am Mittwoch Vormittag nun brach ein Pferd der Actienbrauerei durch diese tannene Prügeldecke durch und konnte dasselbe nur mit großer Mühe und Anstrengung unter großem Menschenauflauf aus seiner gefährlichen Lage befreit werden. Zum Glück trug es keine schwere Verletzungen davon, doch dürfte dieser Fall eine Mahnung sein, endlich einmal Abänderung dieses bedenklichen Zustandes zu treffen, zumal das Material, wie schon bemerkt, längst vorhanden.

Würde das Pferd durch diesen Fall untauglich geworden sein, wer hätte wohl den Schaden tragen müssen, der Stadtsäckel, resp. die Steuerzahler?

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Thür und stellte einen Mann davor, um den Capitän nicht wieder herauSzulassen. Dann lief ich wieder zum Feuer, welches jedoch beinahe gelöscht war. Ich suchte nun den Capitän in der Cajüte, konnte ihn aber nirgends finden, auch an Deck suchten wir vergebens. Der Capitän konnte demnach nur über Bord sein. Blutige Fingermale auf der Steuerbordriegelung bestätigten am Morgen diese Annahme. Das Schiff lief zur Zeit ca. 8 Knoten, es war dunkele Nacht und mithin au eine Rettung nicht mehr zu denken. Eine nähere Untersuchung ergab, daß der Capitän überall zwischen in Stroh verpackte Flaschen ganze Bünde amerikanische Schwefelhölzer gesteckt und dieselben theilweise angezündet hatte. In einer Schublade brannten mehrere ganze Packele derselben, die wir sofort über Bord warfen. Eine spätere nochmalige Untersuchung förderte noch ein glimmendes Knäuel baumwollenes Segelgarn zu Tage. Wir hielten scharf Wache, doch entdeckten wir während der Nacht nirgends weiteres Feuer. So wett daS Tagebuch, welches unterzeichnet ist: F. WiggerS, Obersteuermano, P. Fischer, Untersteuermann, W. Meiwitz, R. Luschnat, Matrosen, I. Wertgen, Schiffsjunge.

sSo geht's j Eine Frau, welche dieser Tage in Düsseldorf vor Gericht den OffenbarungSeid leisten sollte, erschien in großer Toilette und mit goldener Uhr und Kette geschmückt. Dies veranlaßte den Gerichtsvollzieher, sofort die beiden letzteren Gegenstände zu beschlagnahmen. Die rfetne" Frau machte zwar ein ganz ver­dutztes Gesicht, sah aber doch schließlich ein, daß gegen diese Maßregel nichts zu machen war.

Stuttgart, 14. Juli. (Allgemeiner Deutscher VersicherungSverein.j Im Monat Juni 1884 wurden 365 Schadenfälle anaemeldet und zwar 321 äußere Ver­letzungen und 44 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 12 den sofortigen Tod und 22 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat Juni 15. Neu ausgenommen in den Verein wurden in diesem Monate 2504 Personen. Alle vor dem 1. April 1884 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und JnvaltditätSfälle sind bis auf die von 21 noch nicht genesenen Perwnen vollständig regulirt. 4749

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Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag, denl 9. Juli.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann-

6. Sonntag nach Trinitatis, den 20. Juli

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schlosser Feier.des heiligen Abendmahls.

f T J $e' Vormtttagsl 1 Uhr snach dem Abendmahls, Pfarrer Schlosser, kap-ll- P^r-7Ding°-ld-y Mädchen, Vormittags 11 Uhr, in der Friedhafs- bern Juli, wird in der Kirche zuHausen di- di-sjährig- Dekanats-Synode abgehalten werden; der Gottesdienst, an den die Verband- lungen sich anschlreßen, beginnt um halb 10 Uhr.

Schlo?s^e r^^^^üeschafte in der Woche vom 20. bis 26. Juli besorgt: Pfarrer

Anmerkung. Für den Kirchenbaufonds gingen im Avril, Mai und Juni c rKClr c.in Lüon Ungenannt 100 von einem Herrn in Leipzig 10 aus den

Opferbüchsen tn der Kirche 35 52 Gesammtbetrag bis jetzt 5993 JL 71

Katholische Gemeinde.

m _ 7. Sonntag nach Pfingsten.

Von 6 Uhr an: Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- mon. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Sakramentalische Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

~ -.Freitag Abend 7's Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 815 Uhr.

Verkäufe und Verpachtungen, Beiheiligungen, Stellen-Vakanzen re. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufenden Offerten werden den Inserenten im Orlginal zugesandt. Nähere Auskunft ertbeilt die Annoncen-Expedition von Rudolf ^^^"ukfu rt a. M., Noßmarkt Nr. 3. Vertreter in Gießen: Heinrich Wallach, Marktplatz 8. 3975

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Submission.

Nachfolgende zum Umbau des Durch- lasies aus der Staatsstraße Gießen-Geln- ^?usen, Abth. 120121 (Gemarkung Berstadt) erforderlichen Arbeiten und Ma- teriallleserungen sollen auf dem Sub­missionswege in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 449*37 Mauersteine (Schichtstein) Lieferung

32 Cbm. 144.

Sandlieferung (Wülfersheimer)

30 Cbm. 135.

Schwarzkalklicferung, 80 Ctr. 96. Cementlieferung, 4 Tonnen 40.

Die Offerten wolle man längstens bis zum Samstag den 26. d. Mts., Vor­mittags 11 Uhr, portofrei und versiegelt bei unterzeichneter Stelle einreichen, wo­selbst Voranschlag und Bedingungen vom ^2. an zur Einsicht offen liegen.

Nidda, den 17. Juli 1884.

Großh. Kreisbauamt Nidda.

Samstag den 23. August,

Vormittags 11 Uhr, soll Our dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe der Jost Belloff's Wwe.

Flur XXXVI/3,5 319 Mtr. Hofraithe unter den alten neuen Eichgärten am Steinweg,

Flur XXXVI 3 1 606 Mtr. Grabgarten daselbst.

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 14. Juli 1884.

Großberzogliches Ortsgericht.

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