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protokolliren und das von ihm vorgeschlagene Vorgehen als einen Beschluß des Hauses zu betrachten. (Beifall). Das Haus trat hierauf in die Tagesordnung ein; von der Linken war bis dahin Niemand in der Sitzung erschienen.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Gorrrspsrrdenz-Burea«.

Berlin, 15. Mai. Dem Vernehmen nach wird die Kaiserin von Ruß­land am 20. Juni auf der Durchreise von Petersburg hier eintreffen.

Der Reichskanzler Fürst Bismarck wurde deute in längerer Audienz von Sr. K. und K. Hoh. dem Kronprinzen empfangen.

In der nächsten Zeit wird die Großherzogin von Baden zum Besuche Sr. Maj. des Kaisers hier erwartet.

Berlin, 15. Mat. Das Abgeordnetenhaus berteth heute in dritter Lesung das Gesetz über die Untervnngung verwahrloster Kinder. Der Regierungscommtssar, ®e» Heimer Rath v. Bitter, erklärte hierbet. daß dre Regierung die bedingungslose Aus­dehnung der Zwangserziehung bis -um 18. Lebensjahr als ein Bedürfmß nicht an­erkennen könne. Ferner empfahl derselbe dringend die Ablehnung des bet der zweiten Lesung von dem Hause angenommenen Zusatzes bezüglich des RuhenlassenS der väter­lichen Gewalt; mit diesem Zusatz lege dre Regierung auf die ganze Vorlage feinen Werth mehr. Bet der Abstimmung wurde drr Zusatz ^gestrichen und Im Uebrigen dte Vorlage unverändert angenommen. , np

Für morgen wurden mehrere Heinere Vorlagen und Wahlprüfungen auf die Tagesordnung gesetzt.

In der heutigen Sitzung nahm der Reichstag dte Maß- und Gewichts- ordnung in 3. Lesung an. Dte Wahl deS Abg. Mahla wurde beanstandet, und die Petri onen um Rückerstattung des Zolls für Marmorplatten, sowie um nachträg­liche Gewährung von Invaliden beneficlen wurden nach dem Anträge der Commission der Regierung zur Berücksichtigung, resp. Kenntnißnahme Überwiesen. Bet der hierauf folgenden 3. Beratdung der Sprengstoffvorlage beantragte der Abg. Munckel zu § 8, den Besitz von Sprengstoff nicht mit Zuchthaus, sondern mit Gefängnttz zu bestrafen. Dec Staatssecretär Schelling hielt den außergewöhnlichen Nothständen gegenüber auch außergewöhnliche Mittel für geboten und bat deßhalb um Ablehnung des Antrags. Der Abg. Windthorft erklärte sich zwar mit dem Wegfall der Zucht» Hausstrafe einverstanden, hielt aber dafür, daß das einjährige Strafminimum bleiben müsse. Der Antrag des Abg. Munckel wurde hierauf abgelehnt und der 8 8 mit dec redacttouellen Modification, daß nur der wissentliche Besitz strafbar sei, angenommen. Die übrigen Paragraphen, sowie das ganze Gesetz gelangten sodann ebenfalls zur Annahme.

Die nächste Sitzung, für welche der Präsident den Tag und dte Tagesordnung bestimmen soll, wurde bis nach Pfingsten verlegt. Falls inzwischen dte Grundstein­legung zu dem Reichstagsgebäude stattfinden sollte, würde das ganze HauS hierzu ein» geladen werden.

Die Commission des Reichstags für das Unfallgesetz tagte gestern Abend bis Mitternacht und erledigte hierbei dte §§ 57 bis 67. Zu § 58 wurde auf Antrag des Abg. Schrader der Zusatz angenommen, daß, falls nach 13 Wochen noch eine ärzt­liche Behandlung nöthig wäre, bis zur definitiven Feststellung der Entschädigung eine vorläufige Entschädigung zugebilligt werden könne. Bei 8 67 wurde dte Bestimmung, in welcher für entfchädigungsbedürfttge Ausländer dte Möglichkeit einer einmaligen Abfindung für die Rente in Aussicht genommen wird, auf Antrag des Abg. Barth ge­strichen. Der Vorsitzende der Commission sprach die Hoffnung aus, die Berathungen in dem Maße beschleunigen zu können, daß bet dem Wtederzusamwentritt des Reichs­tags der Bericht ferttggestellt sein würde.

Berlin, 15. Mai. Seine Majestät der Kaiser hatte Nachmittags 4 Uhr eine längere Conferenz mit dem Fürsten Bismarck und empfing Abends IO1/» Uhr in halb­stündigem Besuch den Prinzen Wilhelm, welcher sich vor seiner Abreise nach Peters­burg verabschiedete.

Prinz Wilhelm ist mit Graf Waldersee, ^Hofmarschall Liebenau und den Adjutanten v° Krosigk und v. Bülow Abends kurz nach 11 Uhr nach Petersburg vom Centralbahnhofe abgereist, wo sich der Botschafter Orlow, Fürst Dolgorukt und sämmtliche Mitglieder der russischen Botschaft in großer Uniform etngefunden hatten.

Bern, 15. Mat. Die von hier verbreitete Meldung, der Bundesrath beschäftige sich mit gesetzgeberischen Arbeiten bezüglich der wegen Fürstenmordes nach der Schweiz Flüchtenden, wird von unterrichteter Sette als nicht richtig bezeichnet.

London, 15. Mai. Im Unterhause erklärte Fttzmaurtce, daß England die Ein­ladung Italiens zur Conferenz behufs präliminarer Prüfung der Frage zur Ausführung ausländischer Gertchtserkenntnisse auf der Basis der Beschlüffe des Vereins zur Reform der Codificirung des Völkerrechts annehme. Gladstone thetlte mit, daß die Pfingstferten vom 27. Mai bis zum 15. Juni festgesetzt seien.

Wien, 15. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses waren die Mitglieder der Linken fast vollzählig erschienen. Der Abg. Tomazczuk verlas eine Erklärung des Inhalts, daß nach der Ueberzeugung der Linken das Meliorationsgesetz nicht die Zustimmung der Mehrheit des Hauses gesunden habe und daher nicht den Gegenstand weiterer verfassungsmäßiger Behandlung bilden könne. Zugleich überreichte derselbe einen Antrag auf Ergänzung der Geschäftsordnung zur Vermeidung ähnlicher Fälle. Der Präsident erwiderte, daß es seine Pflicht gewesen, den Willen des Hauses nach seiner Ueberzeugung zu verkündigen, und bemerkte, daß von keiner Seite die Feststellung des Stim­menverhältnisses verlangt worden sei. Das Haus beschließt einstimmig, beide Erklärungen wörtlich in das Protokoll aufzunehmen. Der Antrag auf Ergän­zung der Geschäftsordnung wird geschäftsmäßig behandelt werden.

Hanau, 15. Mai. Die Prinzessin von Wales nebst drei Töchtern ist heute auf Schloß Rumpenheim eingetroffen.

Kairo, 14. Mai. Die englische Negierung hat die Absendung egypti- scher Truppen nach Wadi-Halfa Seitens der egyptischen Militärbehöroen unter­sagt. Der Gouverneur von Dongola ersucht fortgesetzt, ihm Verstärkungen oder wenigstens Waffen und Munition zu senden ; es heißt aber, diesen Bitten werde in Rücksicht auf die geringe Zuverlässigkeit der Truppen nicht stattge­geben werden.

Vermischte-.

Gießen, 16. Mai. sTurnerisches.^ Nächsten Sonntag, den 18.d.M., kommen die Turnwarte und Vorturner der Turnvereine des Gaues Hessen hier in der städtischen Turnhalle zu einer gemeinschaftlichen Vorturnerstunde zusammen. Das practische Turnen mit vorausgehenden Frei- und Ordnungsübungen wird ca. 3 Stunden dauern, hieran knüpft sich spater in der Restauration Schnell eine Vorturnerversammlung, worin die durchgeturnlen Themas und die auf diesem Gebiet seither gemachten Erfahrungen discuttrt werden. Der hiesige Turnverein wird sich nunmehr laut Bestimmung an nachfolgenden Turnen in diesem Jahre officiell betheiligen. Am 15. Juni: Gauturn­fahrt nach Münzenberg, 20.21. Juli: Gauturnen in Homberg a. d. Ohm, 15. bis 19. August: Mittelrheinisches Turnen in Wiesbaden. Auch wird der Turnverein in diesem Jahre sein 38jähriges Stiftungsfest am 13. Juli in Wenzel's Garten abhalten. Das vorläufige Programm ist wie folgt: Feftzug, Turnen, großes Doppel-Concert und Abends Tanz im Saale. Die seit Anfang dieses Jahres bestehende Gesangs- abtheilung wird bei dieser Gelegenheit das erste Mal öffentlich auftreten. Außerdem wirb der Verein noch im Laufe des Sommers verschiedene halb- und ganztägige Turn- fahrten unternehmen und soll am Himmelfahrttage eine ganztägige stattfinden.

Die Mttgliederzahl des hiesigen Turnvereins beträgt nicht 272, wie in Nr. 113 unterVermischtes" angegeben, sondern 372.

Neuhof, 13. Mai. Gestern Abend hatte Se. König!. Hoheit der Landgraf von Heffen das Glück, im Nonnenröder Forste einen Hirsch und einen Rehbock zu erlegen. Der Herr Baron von Teines, welcher sich im Gefolge des Herrn Land­grafen befindet, sing heute Morgen in der Kemete im landgräflichen Fischwasser mit

der Angel 28 prachtvolle Forellen, von denen viele das Gewicht von beinahe eine» Pfund hatten.

Spangenberg, 14. Mai. Ein Gewitter, welches heute Nachmittag über unser Städtchen zog und allgemein als Segenspender freudig begrüßt wurde, hat in dem nahegelegenen Dörfchen Landefeld den größten Jammer angerichtet. Der Blitz schlug daselbst in ein Wohnhaus, daS sofort in Flammen stand, aber nicht genug daran, er tödtete auch einen betagten Vater nebst zwei Töchtern, die sich in der Wohn­stube befanden und nahm dann feinen Weg in den Stall, woselbst eine Ziege gleichfalls getödtet wurde.

Orb, 12. Mai. Die diesjährige Auer- und Birkhahnbalz ist zu Ende. Das Jagdergebniß rft hier im Speffart, rote es scheint, ein recht günstiges gewesen und liefert die Zahl der erlegten Hahnen den besten Beweis, daß der Spessart noch einen recht guten Bestand der genannten Wildarten aufzuweisen bat. So erlegte feer Herr Baron von Holzbaufen aus Frankfurt während eines mehrtägigen Jagdausfluges aus dem von ihm hier angepachtettn Jagdrevier und auf benachbarten bayerischen Revieren allein 4 Birkhähne und 3 Auerhuhne.

Ockstadt, 13. Mai. Gestern Nacht zog ein starkes Gew tier über unseren Ort, während dessen der Blitz zweimal einschlug.

Bingenheim, 13. Mai. Bei dem Gewitter in vergangener Nacht schlug der Blitz in die Stallung des früheren Polizeidieners ein und erschlug den darin stehenden Esel eines Federviehhändlers und eine Ziege, ohne jedoch besonderen Schaden an dem Gebäude anzurichten. (O. A.)

Mainz, 13. Mai. An dem Bau der festen Brücke stürzte heute Vormittag gegen 8 Uhr der Theil eines Gerüstes zusammen, wodurch 4 Arbeiter unter den Balken begraben wurden; einer der Arbeiter ist lebensgefährlich, die übrigen sind mehr ober minder schwer verletzt.

Melsungen, 12. Mai. Heute Nachmittag i/25 Uhr hatten wir ein besttges Gewitter, wobei der Blitz etnschlug, die Scheune des Ockonomen Bemhauer einäscherte und auch das daranstoßende Wohnhaus des Töpfers Kellner theilweise zerstörte. Menschenleben sind glücklicher Weise nicht zu beklagen, dagegen töbtete der Vl'tz in dem von obiger Unglücksstätte wett entfernt liegenden Stalle des Oekonomen Bar zwei Kühe.

Hamburg, 10. Mai. Die hundertste volle Reife nach Amerika hat Capiläa Nie. Chr. Franzen (DampferWestphalia", welcher von Ne vyork kommend am 9. Mai in Hamburg etntraf) zurückgelegt. Ec wurde am 5 April 1867 Capttän des Dampf­schiffes der Hamburg-Amerikanischen Packttfahrt-Aciien-GeseUfchaftBorussia" und führte seitdem rühmlich dieBavaria",Vandalia",Thuringia",Sueoia" und zuletzt dieWestphalia". Der Kaiser hat dem wackeren Capttän Franzen heute Morgen, aus Anlaß seines seltenen Jubiläums, durch den preußischen Gl sandten Herrn v. Wentzel den Rothen Adlerorden IV. Elaste überreichen lassen. Capttän Franzen hat stets mit außerordentlichem Geschick und großer Umsicht sein Schiff geführt und ist von allen Unfällen glücklich bewahrt geblieben.

London, 10. Mai. Ein junger Deutscher, Namens Max Walter, miethete am Freitag in Dalston im Norden Londons eine Droschke, um nach der Agricultur Hail zu fahren, wo eben jetzt die Mödelausstellung abgehalten wird. Kaum hatte sich das Gefährte in Bewegung gesetzt, so erschallte ein SÄuß. Der Kutscher öffnete den Wagenschlag und sand seinen Fahrgast blutüberströmt uud leblos im Wagen sitzen. Em rasch herbeigeholter Arzt conftattrte den eingetretenen Tod. Der unglückliche junge Mann hatte sich mit einem Revolver eine Kugel durch den Kopf gejagt. In seinen Taschen fand man einen namhaften Geldbetrag und etn an einen der Aerzte im deutschen Hospital gerichtetes Schreiben vor. In dem kleinen Garten in Leicester Square, gegenüber dem Albambra-Theater, erschoß sich am Mittwoch Abend ein Mann, derben bei ihm Vorgefundenen Papieren zufolge ein Deutscher ist. Heber die Personalien des Unglücklichen, sowie über das Motto der That ist bis jetzt noch nichts Näheres bekannt.

Einem Bericht derTimes" zufolge beabsichtigt man, in der Schweiz dem­nächst eine elektrisch-Bergbahn zu bauen, die das Hotel des Alpes in Chillon (Montreux) mit dem Hotel de Mont Fleury, welches auf der steilen Bergsette unmittelbar über Chillon liegt, verbinden soll. Die Höhendifferenz zwischen beiden Hotels beträgt 180 Meter; vor einigen Tagen machte man mit dem für die Bahnanlage projectirtm System einen Versuch. Mtt 50 Ctm. Spurweite waren auf einen Theil des Abhanges auf einer Länge von 50 Meter Schienen gelegt und zwar mit einer Steigung von 30p(5t. Zwischen den Schienen liegt eine Stange zum Eingriff für ein gezahntes Rad und an jedem Ende war eine Cmve, um den Vorlheil des projccttrten Systems über das gewöhnliche System, welches keine sehr starken Curven zuläßt, nachzuweisen. Der Wagen trägt eine dynamo-elektrische Maschine, welche mittelst Vorgelege ein auf der Axe sitzendes Zahnrad treibt. Dttses letztere greift in die zwischen den Schienen liegende Zahnstange ein. Eine elektrische und eine gewöhnliche Bremse setzen den Führer in den Stand, nach Belieben die Schnelligkeit des Wagens zu ändern. Für den Versuch wurde der Strom durch eine dynamo-elektrische Maschine von 5 Pferde­stärken erzeugt, welche durch eine Locomobile bewegt wurde. Man beabsichtigt, bei der wirklichen Ausführung der Bahn eine Turbine als Motor zu benutzen, für welche vollauf Wasser vorhanden ist. Der Apparat zur Uebertragung des elektrischen Stromes auf die Dynamomaschine des Wagens besteht aus kupfernen Kabeln, welche zwischen den Schienen längs der Zahnstange liegen und der Contact wird durch Metallbürsten in bekannter Weise vermittelt. Der Wagen, in welchem zwei, drei und zeitweise vier Personen saßen, hatte mit Belastung ein Gewicht von 300 bis 500 Kilogramm, be­wegte sich auf der stärksten Steigung mit der Gefchwindigkett von 1 bis 2 Meter pro Secunde, die Fahrt bergab konnte durch die sinnreiche Verbindung der beiden genannten Bremsen sehr gut regulirt werden. Wenn das Project seitens der Bundesregierung gutgeheißen wird, so könnte nach dem Ausfall der Versuche die Entfernung zwischen beiden Hotels in sieben oder acht Minuten zurückgelegt werden. Der Correspondent derTimes" bespricht die Aussichten elektrischer Bergbahnen in der wasserreichen Schweiz und schildert die Ausdehnung, welche diese Bahnen vielleicht einmal in der Weise nehmen könnten, daß man die balbc Höhe der Jungfrau oder des Matterhorns mittelst solcher Bahnen in bequemster Weise ersteigen könnte. Der in Montreux gemachte Versuch soll in Genf bereits das Project angeregt haben, das Wasser der Arve in ähnlicher Weise zum Ersteigen des Salöoe zu benutzen.

In der Provinz Hannover findet der Obstbau an der Landstraße eine muster­gültige Pflege. Derselbe ist der provinzialständischen Verwaltung unterstellt, an deren Spitze bekanntlich R. v. Bennigsen steht- Man kann nur wünschen, daß diese Pflege, wodurch eine rationelle Obstcultur der besten Sorten erzielt wird, auch die Beachtung von Seiten der Verwaltungsbehörden in anderen deutschen Gauen findet. In einer der letzten Sitzungen des provinzialständischen Ausschusses in Hannover wurde über den Stand dieses Zweiges der Verwaltung berichtet. DerHann. Cour." schreibt darüber: Bekanntlich hat die Provinz an ihren Chausseen ganz bedeutende Obstbaum­pflanzungen ; dieselben haben im Jahre 1883 die hohe Einnahme von 100,000 ergeben. Das Jahr 1883 war ein sehr obstreiches und vieler Orten ist die Verwerthmig des Obstes eine sehr schwierige gewesen. Es regt sich deshalb namentlich auch in landwilthschaftlichen und Gartenbauvereinen das Bestreben, für die Conservirung des Obstes bessere Methoden zu verbreiten und so auch höhere Ertrage zu erzielen. Die amerikanischen Landwirthe sind uns darin weit voraus, sie senden nicht unerhebliche Quantitäten getrockneter oder in anderer Weise conteroirter Früchte nach Deutschland; der Werth der Einfuhr nach Deutschland beziffert sich auf mehrere Millionen Mart für jedes Jahr. Im Hildesheimischen sind bereits Versuche gemacht, amerikanische Obsttrockenöfen einzusühren und das Ergebniß kann als sehr befriedigend &e8tid)nel werden. Die Provinz ist natürlich sehr dabei inieressirt, daß diese Art der Obstver- werihung größeren Umfang gewinnt, sie kann dann auf bessere Preise rechnen. C4 wird nun beabsichtigt, im Hilkesheimischm ober Gottingenschen eine derartige Der- suchs-Obsttrockenanlage zu errichten, um zu weiteren gleichen Anlagen anzuregen Dafür sind die erforderlichen Mittel bewilligt. Außerdem soll in Erwägung genomwer werden, ob Private durch Bewilligung von Prämien ober Beihülfen ober auch maßlS verzinslichen Darlehen zu gleichen Anlagen anzueifern sind.

(Ein zärtlicher Vaters In die Expedition eines in Springfield im Staab Massachusetts erscheinenden Blattes trat kürzlich ein biederer Farmer und bat um dtt gern ertheilte Erlaubniß, die allmonatlich in Hefte gebundenen Nummern des Blatte? Nachsehen zu dürfen. Er meinte dabei zu dem die verschiedenen Bände herbeischleppender Expedienten:Wie mir vor zwei Monaten mein Nachbar mittheilte, hat um diese Zeit in Ihrem Blatte gestanden, daß mein Sohn in Mexikck ermordet worden ist; i« möchte gerne die näheren Einzelheiten wissen; ich wäre gern früher gekommen, aber unsereins hat immer zu viel zu thun."

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