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_ Der MZdchee d-s Raubmörders Schm L«v,S SSL»« Mlebenm Bnest welch tührkn von derselben H- warm, der bk Tb^esia Bedachte stand, sie 0<ci( vttschiebenr Wohunaen l bd seinem Bruder Km Nr, 1. In der ersibeze' technlker auS Jablunlm sor einem halben Jahr« damals eine grvsise fr sudelie. nach ihrer eigen Ehrte Wohnung bein NM So oft er aber Schwester, bald für fdr Schenk tn der Wohnung bir ihm gegenüber aber zu spielen schien. Am : Quaitlngeber einen M werbe in den nächsten Ta Janaar berichtigen. Ki schiene und sich nach S sich bandle, übergab er b anlGr bin Patzzeiraih! wa? bltanEch nicht ge Karl Schrnt rnst Hugo; kinz polizeilich gemeldet Frau auSgad. Die W> der Wohnung SLenlS t Bette ab. - Mr

. einer Verbrechen einen dingfest gemachten Mat

<nni meiflen befriedigten noch Herr Schöler mann als Tell unb ^cri^nff nr§ (ueMcr Der erstere hielt sich im äußeren Auftreten frei von den Mamerirtherten, in d^ manche Darsteller verfallen und die mit dem schlichten Sohn der Berge dem Manne der That, in grellem Widerspruche stehen. In der.h^bramatlschen Wfelschnx- sceuc und im großen Monologe des vrerten Actes (dur ch diese hohle Gaste ) ^icite er eine bedeutende Wirkung- Wir freuen uns. diesen so verstandinßvoll gestaltenden Künstler nach langer Pause wieder auf der Bühne $u sehen- Herr M u ff war mehv 3 die gewalthatige, rohe Natur des Geßler IN den Vordergrund treten ZU lassen, während der lauernde, planvoll teuflische Zug weniger zur Geltung kam. Herin Rickelts -Attinghauscn war zufriedenstelleno. Herr Schb nw ass er (Arnold) Ueß sich von stimm Temperament gar zu sehr hinreißen, so daß man ihn bei einem weniger bekannten Texte kaum noch verstanden haben würde. Herr toici) re in er aj§ %krntx Ctauffadjer aenüate seiner Rolle. Wenn wir noch der Hedwig der nicht leicht eine Rolle üerberben* gen M. Kohrsen L und der Armgard des Hl Po an er I-, die von der Dame sehr eindrucksvoll dargestellt wurde, gedenken, so sind damit die besseren Leistungen der ^i.mbetbeiliaten erschöpft. Einen besonderen Beifall fand die kleine Emma Hoff-- ,nann bt?e i&S)et recht verständig sprach. Auch Herr Wolff war als Baum- garten am Platze.^ 3nfcenirung wußte vieles, was zur stimmimgs-ollen G-staMinz des Ganzen beigetragen hätte, außer Acht ßclailen werden, aber der Gesang des Fescher- knaben im ersten Aufzuge, in den der Kuhreigen und das Geläute der Heerdenglockeu so anheimelnd hineinkliugt, hätte nicht ted en dürfen. Auch die Versäm,orung--seene auf der Wiese erreichte nicht die beabsichngte Wirkung. Wenn L>tauffacher bei der Auszählung der (stimmen ausdrücklich conftatirt: Es ist -m Mehr von zwanzig gegen zwölf, so müssen doch zweiunddreißig Theilnehmer aus der Bühne stehen.

Wir glauben vor dem Verdachte einer unfreundlichen Gesinnung gegen unser Stadttheater durch unsere bisherige Haltung geschützt zu sein, wir äußern unsere Be- . denken die wir um viele vermehren könnten, nur darum, weil wir die Direction fit ihrem und des Publikums Interesse vor Aufführungen - großartiger Dramen rvarnerr möchten, soviel an uns ist. Was wir wünschen, ist ein gutes Lustspiel und allenfalls, eine gute Posse. Das Haus war dicht besetzt.

Gietzen, 14- Januar. Der Gießruec Turnverein feie: te am vergangenen Samsiag im großen Saale des Wenzel's Garten sein Winterfest. SämmtlicheLocalttäten waren bis aut den letzten Platz dicht besetzt. Punkt 8 Uhr wurde das Concert mit dem Tuiner- marsch (1883) von Capellmeister Krauße eröffnet, es wechselten Musikstücke, die Ansprache deS ersten Sprechers Herrn Uhl, sowie Gesangsauffübrungen der Sängn der Bürgergesellschaft mit einander ab. Unter den sonstigen Aufführungen heben wir besonders hervor: Variationen für V oline von David, vorgetragen von Herrn Franz. Bauer die Bergstimme, Doppelqusrtett von V. E. Neßler, Traumbilder, Fantasie mit Esther-Solo von Lumby, Potpourri aus der OperttteDer Bettelstudent" von Millöcker, sowie Sckmetterlmg, Chor von Solle, welche alle äußerst erheiternd wirkten. Nach einer sehr reichhaltigen Verloosung begann der Tanz, welcher Jung und Alt bis zum frühen Morgen zusammenhirlt, wo man sich mit dem Bewußtsein trennte, ein von ächt turnerischem Geiste beseeltes Fest gefeiert zu haben. Gut Heil!

Wie aus dem Jnseratentheil zu ersehen, sollen die am Samstag Abend in der Garderobe des Wenzel's Garten vertauschten Garderobengegenstände morgen Dienstag Nachmittag in Wenzel's Garten umgetauscht werden.

Gießen, 14. Januar, lieber einen in der Nacht vom Freitag zum Samstag auf dem Sclttrtzberg stattgehabten Raubanfall erfahren wir nachstehende zuverlässige M-ttheilungen : Em Bewohner des Seltersbergs begab sich 2V» Uhr Nachts, von einer kleinen Feier heimkchrend-, nach seiner Wohnung. Ja der Nähe d-s Or. Dteffenb a ch- schen Hauses eih'elt der ruhig seines WegS gehende Mann plötzlich von einer vor ihm ouftauchenden Gestalt einen Fauftschlag tn das Gesicht, so daß ihm heftig die Nase blutete. Erschrocken über solches Gebahren, fragte der Angefaüene, was solchrs zu bes deuten habe? Es wurde ihm von dem Strolch, denn als ein solcher stellte sich der Kerl heraus, die Antwort: Sie stehen auch auf meiner List, Sie sind zwar der Schlimmste noch nicht, Sie haben aber Geld und müssen mir solches geben. Der An- gefallene versuchte zu pailamenttren und zu verhandeln, um Zeit zu gewinnen, bam!t er event. eintrefsinde Hülfe erwarten könne. Ec gab dem Strolch ein Fünfmarkstück mit dem Bemerken: Habe ich solches um Euch verdient, daß Ihr mich auf offener Straße anfallt? Doch dieser erflade nach Erhalt des Geldes unter Bedrohung mst einem offenen Taschenmesser: es schickt naui! Nach Erhalt eines 2. Fünf- markstücks wutde von lhm. die Bemerkung laut: es schickt als noch naut! Nun überkam den Angefallenen der Zorn und er packte ftinen Gegner an der Halsbinde, dieser desgleichen, beide sich würgend, der Angefallene laut um Hülfe rufend. Diese wurde ihm denn auch tn Person eines eben heimkehrenden jungen Mannes, welcher in der Nachbarschaft wohnt. Der Strolch entwand sich den Händen feines doch stärkeren Partners und sprang durch den Hof des Rhein-Hofs nach der Hollergasse zu. Nach sofort am andern (Samstag) Morgen eingelesteten Recherchen konnte der Strolch in der Person eines seither bei einem hiesigen Kohlenhändler beschäftigten Arbeiter mir Namen Martin Wagner aus Geilshausen gebürtig ermittelt und am Samstu'g Abend zur Haft gebracht werden. Die gegen denselben z-ugenden Judicien sind zu gravtrend, daß nicht an dessen Authenticstät gezweifelt werden kann.

Wenn wir am Samstag nicht schon die M.ttheilung von vorstehendem Raub­anfall brachten, so geschah dieses in der Absicht, erstens ganz Genaues mitzuthetlell und zweitens auch der Untersuchung durch unnützes Vorgreifen nicht zu schaden. Wenn wir ferner über diverse Disbstahlgeschichten, welche bisher in der Stadt curfieten^ Stillschweigen beobachteten, so geschah solches auch nur in der Absicht, unsere Leser nicht unnöthig zu beunruhigen und auch auf der anderen Seite durch etwaiges Aus- plauschen nicht zu schaden. Wir theilen dies als Antwort auf verschiedene an uns gestellte Anfragen mit.

Vermischte-.

Wien, 11. Januar. sDer Raubmord in der Wechslerftube.l Noch beschäftigte die Entdeckung des Mörders Schenk und der von ihm begangenen Scheußlichkeiten das- Publikum, als die Kunde von einer neuen Schreckensthat die Stadt durcheilte. Gestern Abend um 6 Uhr wurde in der Mariahilferstraße 55, in der Wechselstube von Heinrich Eifert eine schändliche Blutthat verübt. Um halb 6 Uör Abends, es brannte das Gaslicht allenthalben, kamen zwei Männer tn die Wechselstube des Herrn H. Efferts vormals Eifert und Brunn, unb der Eine fragte Herrn Eifert, wie er Rubel nehme? Eifett nannte den Kaufpreis unb der Fremde griff nach der inneren Seitentaschr, als wollte er feine Brieftasche herausnehmen. Eifert sah ibn an und der Fremde warf- ihm eine handvoll Staub unb Sand in die Augen.Räuber!" schrie der Wechsler und flüchtete nach rückwärts links gegen die Glasthüre, die tn ein kleineres Neben- 06^10(0 führte, wo sich eine alte, beinahe achtzigjährige Dame eben mit den zwei Söhnchen des Bankiers befand, die sie im Französischen unterrichtete. Einer der Männer stürzte dem Flüchtenden nach, holte ihn aber erst tin, als er sich schon außerhalb der Thüre und des Nebengemaches in der Einfahrt innerhalb des Hausthores am Hof- raume befand. Hier schlug her Räuber mit einem Hammer auf den Unglücklichen los, £*?lÄra? ber Schläfe, dann auf den Schädel, schlug ihm das linke Auge unb ein - an der Oberlippe heraus, bis der WechslerMörder! Mörder!" stöhnend

niederflürzte. Das Blut quoll ihm über den Kopf unb aus dem Munde. Der Räuber ließ ihn liegen und eilte zurück in das kleine Gemach, mit dem Riegel von innen die spür verschließend. schlug auf die Kinder unb auf die alte Französin mit dem Hammer blindwüthend, wie ein Rasender, los. Der eine Knabe, Rudolf, 9 Jahre alt, erhielt einen Schlag auf den Kopf, daß ihm das quadratische Eisen den Schädel zer­schmetterte und er fast augenblicklich tobt blieb, das andere Kind Heinrich. 11 Jahre E/ erhielt einen oder zwei Schläge, die ihn wahrscheinlich tödtlich verletzten, ehe es ihm gelang, den Riegel zurückzuschieben unb zu seinem unglücklichen Vater hinauszutaumeln; auch die alte Frau erhielt einen Streifschlag an der linfen Stirn-

K Ä-U Moment besinnungslos machte Der Wechsler hatte eine kurze Weile zuvor die alte Bedienerin der Familie, die kleine, noch rüstige 60jährige Frau mnnt?a99irTa r?e2LÄ^er ^s^t nach einem Kistchen, weil er Einsiedegläser versenden nm?die entsetzlich hingestreckten Gestalten und wollte ^Ortdeutnf ftLanftar*e?b' naä) tbr «riff und murmelte:

h?r fffnfnhrt griff um sich und an der gelben Wand unter

Örj:)& und deutlich der blutige Abdruck seiner Hand sichtbar, wie er sich aufrichten wollte. Die Bedienerin vermochte den großen, etwas mnnnw n Und eilte zum Thor gegen die Gasse, umdenDienst-

mann zu Hilfe zu rufen, der dort zu stehen pflegt. In diesem Auaendlick«» fnm der Geschäftsführer der Wessely'schen Etuifabrik und gleich nach ihm ein Agent, Färber,

Telegraphische Depeschm,

telegr. Corrrspondenr-Brrrea«.

London, 13. Januar. Ein Telegramm desReuter fchen Bureaus aus Kanton von heute sagt, die Behörden der Provinz Kwangtung trafen ernst­liche Kriegsvorbereitungen, zwischen Kanton und der Grenze von Dongktng werde eine telegraphische Verbindung hergestellt, nad) garnn würben betra4t[i4e Truppenoerstärkungen geschickt. Eine Proklamation des Vicekünigs^ fordere dte Bevölkerung auf, sich auf den Krieg vorzubereiten und einen Angriff der Fran­zosen zurückzuweisen, der Ausruf gedenke schließlich des freundschaftlichen Ver­hältnisses zu den andern Nationen. , _ ,

Sofia, 13. Januar. Die Minister Stoiloff unv Maschevttsch haben ihre Entlaffung gegeben; wie es heißt, wären Dr. Pamenoff für das ^^6 feutfle der Justiz. Sarafoff für das der^Finanzen designirt.

Ein'Mörder von Profession?

Wien, 9. Januar.

In später Nachtstunde wurde hier eine von der Polizei 0^0^ ®^bhe^naofHbne/ kannt, welche die höchste Aufregung hervorgeiufen hat unb aUe ©emütber beschäftigt. Wir haben die Verhaftung eines gewissen Hugo Schenk schon gemewct undthestrn nunmehr aus den soeben eingetroffenen Wiener Blättern ausführliche Einzelhetten mit Wie schon berichtet, steht der hier verhaftete Schenk tn dem dringenden Verdacht, den Mord von Dienstmädchen, die er unter Versprechen der Hrirsth on stch -u locken wußte, zu dem Zwecke professionell betrieben zu haben, um sich ^brer Eisparrnffe zu bemäch tigen. Er befolgte die Methode, vorzugsweise die Bekanntschaft älterer Mädchen, von denen er oorauSsetzen durfte, daß sie während einer läneeren

zurückaelegt hätten, aufzusuchen und -war zumeist auf dem Wege deS Z^ungSinserates. Wie viel Mordthaten der Unmensch auf seinem Gewissen hat, P ^^^^ch nicht festgestellt, dagegen besteht bezüglich dreier von ihm begangener Verbrechen anscheinend kein Zwetfel mehr, während zwei weitere Mordthaten ihm ebenfalls zugeschoben WCtt)enaeber die einzelnen Verbrechen ist bis jetzt Folgendes bekannt: Im August 1883 verschwand auf gehetmnißoolle Weise die tn einem angesihenen Hause dienende Köchin Theresia Ketterl, während ihre Dienstherrschait auf Reisen war. D-e Ketteri, eine durch­aus solide und verläßliche Frauensperson, hatte ihre säwmtlichcn Piet'-oftn von nicht geringem Werthe und zwei Sparkassenbücher mit 1200 fl. Einlage mitgenommen. An­gestellte Nachforschungen ergaben, daß sie auf dem Wege des Inserats dte Bekanntschaft eines Mannes gemacht hatte, der auch in den letzten Tagen vor ihrem Verschwinden mit ihr gesehen worden war; am 4. August 1883 verließ sie das Hous, wie sie an­gab, um eine Vergnügungsreise zu machen. Sie kehrte nicht mehr zurück. Die Polizei konnte wohl das Signalement des Menschen erlangen, den man mit ihr zusammen gesehen hatte, seiner Person indeffen nicht habhaft werden.

Em Lichtstrahl tn die dunkle Gefch chie fiel durch eine Anzüge, welche am 20. December v- I. dem Rossauer Polizei-Commissariat erstattet wurde. Katharina Limas, Köchin, 47 Jahre alt, und deren Nichte Josephine (nach anderen Angaben Katharina) Ttmal, StubenmädchLn, 33 Jahre alt, seien tm Sommer 1883 mit einem gewissen Hugo Schenk, angeblich Bahningenier, nach Krakau abgerefft und hätten ihren Angehörigen bisher keine Nachricht gegeben. Die Anzeige wurde von den Schwestern der jüngeren Timal in Rossau erstattet. Die Aufmeiksamkett deS Polizei'atbs Breiten­feld lenkte sich nun sofort auf den Fall Ketterl und er brachte beide Affairen mit­einander in Verbindung. Es wurde bezüglich der beiden Timal Folgendes ermittelt: Bei der Privaten Frau Winkllmann in der Ungargasse stand seit geraumer Zeit die Katharina T'mal, ein sehr hübsches Mädchen, als Stubenmädchen tm Dienste. Neben ihr diente als Extramadchen die ebenfalls hübsche Marte Grausam. Die beiden Mädchen hatten eines Tages den unglücklichen Einfall, ein Inserat in ein hiesiges Journal etnzurücken, in welchem sie angaben, daß sie einige Ersparnisse bei Seite ge­legt hätten und sich zu verheirathen wünschten. Aus diese Annonce hin lief ein An­trag des Hugo Schenk ein unb zwar entschloß er sich für die ältere Katharina Timal. Er gab sich für einen led'gen Ingenieur au5, der tm Begriffe sei, einen besseren Posten tn der Provinz anzutreten und sich verheirathen wolle, weil das GasthauSleden zu theuer zu stehen komme. Da Schenk angab, daß er schnell httrathen müsse, mirbt schon nach einem zweiten Briefe desselben der erste Besuch verabredet. Schenk kam das erstemal Anfangs Mai zu Timal, hielt sich jedoch nur sehr kurze Zeit bei ihr auf. Er kam nur noch einmal wieder, aber da blieb er nur bei der Thüie stehen und machte dann einen Spaziergang mit der Timal. Es wurden bann gewisse Zusammenkunfts­orte bestimmt, an welchem die Timal den Schenk oufsuchte Schmk schrieb auch unter dem Namen Hamann Siegel an den Budweiser Pfarrer einen Brief m<t der Bitte, ihm poste restante einen Taufschem der Katharina Timal einzuschicken, erhielt aber die Antwort, daß ein Geburtsschein poste restante nicht geschickt werden könne. Am 25. Mai vorigen Jahres verließ die Kath. Timal ihren Dienst und ließ nichts wieder -von sich hören.

Nach einiger Zeit kam Schenk zu der damals in Vöslau bediensteten Schwester der Timal, zu der Josefine Timal, stellte sich als der neue Schwager vor unb machte ihr Vorwürfe, daß sie der Kathi auf zwei Briese keine Antwort geschrieben. Josephine Timal befeuerte, keine Briefe erhalten zu haben unb dann ließ sich der erzürnte Schwager beschwichtigen. Er erzählte, wie gut es seine Kathi habe, denn er habe soeben ein Gut geerbt. Die Kathi hätte beschlossen, die Tante in Budweis, die ebenfalls Katharina Timal hieß, zu sich als Wirthschafterin zu nehmen. Er ließ sich die Adresse derselben geben und bewog die Tante, mit ihm zu reifen. Dies geschah om 8. Juni 1883.

Nachdem die Polizei diese Thatsachen ermittelt hatte, begannen die Nachforsch­ungen nach den Leichen. Die der Ketterl wurde bisher nicht gefunden. Nun war am 17. Juli in einem Tümpel bei Mährisch-Weißkirchen die Leiche einer Frauensperson gefunden worden, die et am zwei Monate im Wasser gelegen haben mochte. Ihre Wäsche war mit I. T. gezeichnet. Aeußere Verletzungen scheint man nicht vorgefunden zu haben. Die Leiche ist offenbar mit der jüngeren Timal identisch gewesen. Am 24. Juli v. I. wurde ferner tn der Donau bei Pöchlarn der Leichnam einer zwischen 30 und 40 Jahre alten Frau gefunden. Sie war durch Schläge mit einem scharf­kantigen Instrument auf den Kopf ermordet und mit einem 31 Pfund schweren Steine belastet worden. In ihr glaubt man jetzt die ältere Timal gefunden zu haben.

Gestern Morgen um 43/< Uhr wurde Schenk, der einen Tag früher aus Linz hier angekommen war, in der Wohnung des Maschtnenmeisters Schlofsarek, Rudolfs- Heim, Sturzgasse Nr. 1, verhaftet. Schenk benahm sich bei der Vornahme der Ver- baftung sehr aufgeregt, zitterte an allen Gliedern und wurde gefesselt in das Polizei- Gefangenenhaus gebracht- Unmittelbar darauf wurde fein Bruder Karl verhaftet. Im Besitze Hugo Schenk's fand man fl- 6170 baares Geld, eine Permanenzkarte der Wrstbahn, zwei-Eheringe mit verschiedenen Buchstaben und zwei Damenphotographien, ferner einen Koffer mit Liebesbriefen gefüllt.

Man glaubt auch in Schenk den Mörder einer 40 Jahre alten Frauensperson gefunden zu haben, welche am 28. Juli 1879 im Payerbacher Graben aufgefunden ^urde. Schließlich sei noch erwähnt, daß in her letzten Zeit Schenk mit einem früher Te,n3tn9 bedienstet gewesenen Stubenmädchen zusammengelebt hat- Auch dieses Mädchen ist verschwunden.

L v £ a t * A.

cf, ÄJfSS1' 13- Januar. [Theater]. In der Zeit, als Schiller mit seinem l beschäftigt war, schrieb er an Körner:Wenn mir die Götter günstig sind, das «uszusuhren, was ich im Kopfe habe, so soll es ein mächtiges Ding werden und die Buhnen von Deutschland erschüttern". Erschüttert hat uns die heutige Aufführung gerade nicht, daran ist eben die Größe der Aufgabe Schuld, die über die Mittel und c ®u$ne hlnausgeht. Die Ausführung desWilhelm Tell" stellt die hochst^l Anforderungen an ein Theater. Nicht allein mit Rücksicht auf die ungewöhn-

Starke des ersorderlichen Personals an sich, sondern vielmehr mit Rücksicht auf Anzahl von Nollen, die mit durchaus guten Kräften besetzt sein müssen, v <! blscreditiren sollen. Außerdem verlangt die Beherrschung

-td-Ech'^s°rgfälttg/GnstL^ C°mpIiCirl£n fnitoen 21pvaratc§ eim

An einzelnen guten Momenten Hot es der Aufführung keineswegs gemangelt: W äUfammen' sie rott der Menge der