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Bande dingfest zu machen.
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— IProceß Schenks Die sensationell-Verhandlung gegen den vielfachen MLbchenmorder Hugo Schenk und Genosien, die in den nächsten Tagen vor dem Wiener Gerichtshöfe stattfinden wird, erregt überall lebhafteste Aufmerksamkeit und Interesse. Die bekannte Verlagshaudlung A- Hartlebe» in Wien begegnet diesem mit einer Broschüre, die den Proceß nach stenographischen Auszeichnungen, aus der Feder zweier bewährter Schriftsteller und geschmückt mit 20 authentischen Abbildungen, bringen wird. Das Heft (das 9. von A- Hartleben's „Chronik der Zeit") soll 8 bi? IO Druckbogen umfassm und wird trotz guter Ausstattung nur 30 Kr. (— 60 Pf ) kosten. Wir empfehlen dasselbe unseren Lesern bestens an.
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8 Eichensia Hohensolms, Fürstliche Dbi
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Darmstadt, 11. März. Bei Schluß des Blattes erhalten wir die Nachricht, daß in Klein-Zimmern heute Morgen -in Mensch bei dem«-rsuch eines Einbruchs durch einen Schuß tödtltch verwundet wurde. Dort hatten nämlich die Diebstähle so überhand genommen, daß die Bewohner eine Sicherbeitswache organistrt und hat einer dieser StcherheitSleute, wenn wir recht unterrichtet stnd, ein Schmied, aus die Diebe — es sollen 3 gewesen sein — den fraglichen Schutz abgegeben. Der Verwundete, welcher jede Auskunft über seine Complicen verweigert, dürfte vorausstchtltch bald mit dem Tod abgehen. (N- H- V)
Berlin, 8. März. fAus der Berliner Verbrecherwelt.) Wiederum hat sich vor den Schranken d-S Berliner Gerichts ein Proceh abgespielt, der nicht nur in kriminalistischer Hinsicht hochinteressant- Momente bot: der Proceß gegen di- Rixdorfer Bande von Taschendieben, welche systematisch und planmäßig in ganz Deutschland .arbeitete" und in Hamburg und Würzburg, in Königsberg und Buxtehude ihre Raubzüge vollführte. Wie ein Criminalroman, der der Phantasie eines Poltzetbeamten entsprungen, wirkt das Ergebnitz der viertägigen Verhandlungen vor der 2. Strafkammer des Berliner Landgerichts II, welche Enthüllungen eigenster Art brachten und das Publikum in einem Grade anzogen, wie dies fett dem Proceß Dtckhoff nicht der Fall aewesen. f
Ebenso, wie eine große internationale Gaunerbande die Fabrikation falschen
Oskar Klaußmann in der „Franks. Ztg"
Begebungen ausübten, frei machen. Die Nationalliberalen würden, wenn.sie ihre I Ausgabe verständen, künftig die Vertreter des wahren Liberalismus sein, welcher neben >em ConservatiSmus eine berechtigte Stelle im Staatsleben etnnehmen werde. Die Provinzial-Correspondenz fordert schließlich zu einem einheitlichen Zusammengehen und entschiedenen Vorgehen auf. „ , , , ,.r A k
Kiel, 12. März. Prinz Wilhelm traf heute früh 9 Uhr hier em und fuhr durch die festlich geschmückten Straßen, in welchen Mannschaften der In- fanterie, des Seebataillons und Matrosen Spalier bildeten, uach der Barbarossa- Brücke, um sich auf der Corvette „Blücher" sofort nach der Wreker Bucht zu begeben. Nach einem hier abgehaltenen Scheibenschießen mit Torpedos fuhr der Prinz auf der Corvette „Blücher" nach Friedrichsort.
— Se. König!. Hoheit der Prinz Wilhelm fuhr auf der Corvette „Blücher Nachmittags von Friedrichsort nach der Werst, besichtigte daselbst die Marine- Anlaaen, sowie die in der Ausrüstung befindlichen Ausfalls-Corvetten und kehrte um 4 Uhr nach dem Schlosse in Kiel zurück. Um 6 Uhr findet ein Diner im Ofstc'e^Casino^statt.^ Der „Standard" veröffentlicht in einer besonderen Ausgabe ein Telegramm aus Suakim von heute Nachmittag 2 Uhr 31 Min., worin gemeldet wird, daß heliographischen Nachrichten zufolge der Feind sich in einer Stärke von 5000 bis 6000 Mann der englischen Armee | gegenüber befinde. Derselbe sei nicht verschanzt und sollten die Engländer um 1 Uhr Nachmittags vorrücken. Wahrscheinlich komme es noch heute zur Schlacht. — Den Daily News" wird aus Suakim von heute Nachntittag 3 Uhr tele- araphirt daß der Feind 5000 Mann stark etwa 12 Meilen von Suakim ent- sernt stehe und daß die Schlacht heute Nachmittag erwartet werde.
— In dem Befinden Gladstone'S ist eine Besserung eingetreten, derselbe beabsichtigte, Nachmittags eine Ausfahrt zu machen. .
Royr, 12. März. In der Deputirtenkammer wurde em Schreiben Fannys verlesen, in welchem derselbe auf seiner Demission beharrt; dieselbe wurde angenommen und die Wahl eines neuen Präsidenten auf den 19. Marz
Paris, 12. März. Von d-r -nglifch-n Polizei hier angestellte Ermittelungen ergaben, daß keine B-th-iligung d-r hier Übenden Jlländer-Amerikancr bei dm längsten Attentaten ^^dg"rie^"zrsiolge besucht- Mac Mahon den Grasen von Parts. Letzterer habe anläßlich d«S Lyoner Zwischenfalls zahlreiche Adressen erhalten.
’ Petersburg, 12. Mär, Das Milftärbezirksgericht erkannte den Militär- fchreiber des HauvistabeS, Schumeikm, der Fälschungen unb Bestechlichkeit ^schuldig und verurthetlte ihn zur Entziehung der Standesrechle und Deportation nach Sibirien. Die Complicen Schumeikm'S, ausgenommen die Kausmannsfrau Pawlowa, stnd ebenfalls schuldig befunden und zu Correcttonsstrofen kondemnirt worden.
T _ In Nikslajew ist die Navigation auf dem Bugfluß und dem Dnteper eröffnet, r ^^ 12 märl Dem „Morgenbladet" zufolge hat der König in der gestrigen Sitzung des Staatsrathes bestimmt, daß d-r verurthetlte StaatSmtntst-r S-lmer aus dem Ministerium auszuscheiden habe. S-lmer hatte, nachdem am 1. Mar, daS Urtheil des Reichsgericht« dem Könige überreicht worden war, den Sitzungen des Staatsrath^Mcht ^^^^Tvktamen, betreffend den Abschied deS Ministers «Seltner, wird daran sestgehalten, daß das Urtheil des Reichsgerichts dem Könige di- ihm im Grundgesetze zuerthetlte Prärogative nicht aberkennen könne. -Die Verpflichtungen des Untonskönigs", erklärt der König, „fordern bestimmt, daß ich die Stellung der Staatsgewalt wahre, welche allein die zwischen den Reichen bestehende Vereinigung sichern kann" — Mittelst Handschreibens wird dem Minister Seltner die königliche Anerkennung unter Verleihung d-r Insignien des Serasfinen-OrdenS ausgesprochen-
Gieße«, 12. März. (Th-at-r.) Ein dramatisches Erstlingswerk: -DaS Kind vom Lande" von Adolf Müller fand heute seine erste Aufführung.
Di- theatralisch- Mache ist heute so weit vorgeschritten, daß die Bloßen, welche das Stück in dieser Beziehung aufweist, sich auch dem Nichtkenner unschwer enthüllen müssen. Dazu gehören der langsame, gezwungene Gang der Handlung in der ersten Abtheilung, die unverhältnißmätzige Kürze der zweiten, die übrigens den Vorzug hat, uns einen neuen, noch nicht brettgetretenen Pfad zu führen, und die gewaltsame Lösung in der dritten Abtheilung. Wie ein deus ex machina tritt hier Stieglitz auf und ,wingt mit der Pistol- in der Hand den armen Pachter zur Einwilligung in die Ver- heirathung seiner Tochter mit dem Verwalter Zeisig - ohne vorhergegangen- Verlobung. eine gewaltsame Art der Knotenlösung, wie sie schon d-r selige Alexander der Große einem sachgemäßen Entwirren vorzog. Aber die Bezeichnung d-S dramatischen -Ovusculum als „Genrebild" machen eS dem Zuschauer leicht, seine kritischen Gelüste den Gesühlen d-r P'.etät gegen einen lieb-nSwürdigen Gesellschafter gänzlich aufzuopfern- Wir wollen daher auch mit dem Verfasser nicht über Kleinigkeiten und unwahrscheinliche Vorgänge rechten, gerne erkennen wir an, daß di- Sprache, wenn auch zuweilen derb, natürlich, daß der Dialog leicht und nicht ohne witzige Potmen ist. Einzelne Figuren, wie der mit vielem Humor ausgestattete Hosjude Lobchen, d-r Präceptor Umweg, der Pachter Reps und seine Tochter Lieschen, wiikeo recht amüsant. Daß der Verfaffer unsere Lustspieldichter kennt, beweisen die stereotypen Redensarten, di- auch er seinen Gestalten in den Mund legen zu müssen glaubt: „Es steckt nichts drin" und: „Um mich eines trivialen Ausdrucks zu bedienen."
Die Darstellung, an welcher namentlich die Damen Kohrseu l., Br-d- und Pögner l. und die Herren Muff, Schreiner, Sauermann und Rick-It beteiligt waren, war eine recht flotte; auch daS Publikum, das alle Plätze des Hauses besetzt hatte, spielte seine Rolle deS BeifallSsp-nd-nS mit rühmenSwerther Wohl- g-wog-nheit. Zum Schluß jubelte eS den Autor hervor, der mit Herrn Muff an der Hand dem Rufe folgte und sich dankend verneigte.
DaS zweite Stück: „Ein gebildeter Hausknecht" von Kalisch stand unter keinem guten Zeichen. Die Darsteller schienen nicht in der besten Laune zu sein, die ganze Aufführung erinnerte uns an eine gewisse Sorte von Dilettantismus. Gut war nur der Hausknecht deS Herrn Brautlecht.
Den Besuch der Freitags-Vorstellung können wir aufs Wärmste empfehlen- Herr Julius Fiala, feiner Zeit Großh-Hofschauspt-l-r in Darmstadt (für erste Helden- und Liebhaberrollen) und erklärter Liebling des dortigen Theater-Publikums, wird in der Roll- des „R arciß" als Gast auftreten.
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Papiergelde« im Grotzen betreibt und trotz aller Anstrengungen d-r Behörden und der Criminalpoltzei immer wieder neue Filialen in England, Frankreich und Deutschland errichtet, so wird von einer internationalen „Gesellschaft" der Taschendtebstahl gewerbsmäßig und nach bestimmten Prtncipien betrieben- Jugendliche Kräfte, die sich besonders anstellig zeigen, werden nach Bedarf Den verschiedenen Abtheilungen zum Geschäfts, betrieb und zur weiteren Ausbildung überwiesen, und Russisch - Polen kann sich deS zweifelhaften Vorzuges rühmen, die geschicktesten und verwegensten Taschendiebe zu lteienn^ ber beutf(&(n Abtheilung dieser Gaunerbande war bisher die Frau PuSmentirer, ein Weib in den „besten" Jahren und mit allen Quallficaftonen versehen, um die Führerin dieser gemeingesährltchen Verbrecher zu bilden. Unermüdlich int Heranziehen neuer tüchtiger Kräfte, verschlagen und vorsichtig, mit Energie die geplanten Unternehmungen durchsübrend, so war die Frau, die im Geschäftsinteresse nicht nur stch sondern auch ihre Töchter den Männern preisgab, die sie an sich und ihre Unternehmungen fesseln wollte. Ihr Domicil hatte sie zuerst in Br-Slau, dann in Königsberg, von da verlegte sie es nach Hamburg und endlich nach Berlin, resp. in daS benachbarte Rixdorf, wo ihrer Thätigkeit endlich vor anderthalb Jahren ein Ziel ge- fefct wurde.^b gfj0J,ember 1882 ging dem Crimtnalcommiffar Herrn v. Hülleffem, deffen criminoltstischeS Ressort sich mit den Taschendtebm besatzt, die anonyme Mitthetlung zu, daß am nächsten Tage in Rixdorf in der Wohnung der PuSmentirer die Hochzeit zwischen deren Tochter ans erster Eh- Hulda Goldberg und dem berüchtigten Taschen- hiebe Nathan Weiß begangen werden würde. Eine große Anzahl von Hehlern und Taschendieben würde dabei zugegen sein und wahrscheinlich bet einer Haussuchung viel gestohlenes Gut entdeckt werden. Diese Denunctatton war aus Rache von einer andern Tochter der Pusmeuttrer, der verehelichten Bertha Füller, geschehen, die mit ihrer Familie in Differenzen gerathen war. Die Hochzeitsgesellschaft in Rixdorf wurde in der That polizeilich ausgehoben und eine außerordentliche Menge von Uhren, Ringen, Schmucksachen und anderen gestohlenen Gegenständen dabet gesunden.
Die crtminalpolizeilichen Erhebungen, die nach diesem Fange angestellt wurdem erforderten bet dem hartnäckigen Leugnen der Ergriffenen, bei der Geschicklichkeit, mit der sie Spuren zu verwischen und zu verschleiern verstanden. außerordentlich viel Zert I und Mühe und erst nach 15 Monaten konnte die gerichtliche Verhandlung gegen 17 Angeklagte wegen zwanzig verschiedener Diebstähle und Hehlereien., angesetzt werden. Diese zwanzig Fälle find natürlich nur ein Theil der in Wirklichkeit verübten ®aUn Unte?den Angeklagten interessitten vor allem zwei Familien', die Pusmnttirer mit drei Töchtern und einem jungen Sohn, sowie ihrem Schwiegersöhne Nathan Weitz, ferner die Marie Höhne, deren Söhne Salomen und Nathan Fuchs, sowie deren unverehelichte Schwester Martha Reichel. Die andern Angeklagten waren meist Hehler und „AuSbaldowerer", mit Ausnahme des alten Taschendiebe-Sowade und des ju^nd- licken Kochlowski, eines zum Taschendieb erzogenen Kindes, welche in Sold und Brod der Gesellschaft stehen. Kochlowski hat sich, nebenbei bemerkt, schon während der Untersuchung zu Geständnissen herbeigelassen.
Die Art und Weise, wie die Diebe operirten, war folgende: ES wurdeni aus Kalendern und Marktv-rz-ichniffen die Orte in den Provinzen °usgewäblt , in denen größere Vieh- oder Jahrmärkte stattfanden, bann wurden bestimmt- Mitglieder der I Bande ernannt, welche nach diesen Otten reiften, um dort „Markt zu halten . Diese Abgesandten wurden mit Reisegeld, mit gezeichneten Skizzen d» Umgegend der be, treffenden Orte, dem Verzetchntß d-r Etsenbahnanschlüsse und ähnlichen Instruktionen versehen und sendeten die erbeuteten Gelder sofort per Poft an die PuSmentirer nach Rixdorf, wo nach d-r Rückkehr die TH-tlung stattfand. Die „Deputirten" logftten unter faftchem Namen in den Gasthöfen und blieben mit d-r Zentrale Rixdorf durch Post und T-legrapht- in beständigem Verkehr. ES sind nach diesem Muster Di-osiShl- auf den Märkten in Sachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg, in Nord- und Süddeutschland auSgeführt worben. Aber auch Festlich ketten, wie daS Sängerfeft in Hamburg, das UntversitätSjubilSum in Würzburg, wurden als günstige Dtebstahlsgel-g-nhetten aufgefmbL Mitgfteder der Bande hatten vorgeschriebene Funktionen. D-r
Eine — gewöhnlich ein Haararbeiter — trieb sich auf dem Markte unter dem Verwandte herum, Haare, Zöpfe u. s. w- taufen und verkaufen zu wollen, und> „baldowerte bet dieser Gelegenheit Personen aus, welch- größere Geldsummen bei sich führten, -m Anderer „deckte", d. h. er drängte sich an bte zu bestehlende Person heran, um ibre Aufmerksamkeit auf sich unb von bem wirklichen, unterdeß opertrenben Diebe abzulenken. KochlowSkt gehörte zu ben geschicktesten Dieben unb in Ouebltnburg brachte er mit Nathan Weiß das Kunststück fertig, daß sie Beide gleichzeitig „deckten und stahlen- Sie hatten sich nämlich an einen biederen Landmann berangemacht und stahlen thm gleichzeitig aus der rechten Westentasche das Stldergeld, der andere aus der linken WestenMsch-obas^Gold.-^essant {g JU beobachten, wfe verschroben bte Rechtsbegriffe bet btefen Jndtvibuen sind, di- zumeist fett frühester Jugend d-n Taschendtebstahl betrieben haben und die sociale Frage, insoweit sie mit der ungerechten Verthetlnng der Güter zusammenhängt, durch systematisches Einheimsen fremden Eigenthums zu losen versuchten. Die Begriffe von Recht und Unrecht müssen doch entschieden bet einem Menschen wie Nathan Weiß verschroben sein, welcher an seine Frau schrieb: „Wtr haben hier schlechte Geschäfte gemacht, aber der liebe Gott wird schon w e i t e^b e l f^e «in verhältnißmäßtg junger Manu — aus Rußland
stammend — war noch berufen, in der Prozeßoerhandlung dadurch eine Rmle zu spielen, daß er, nachdem die Beweisaufnahme fast geschlossen war, stch zum Schrecken ferner Genossen plötzlich erhob und erklärte, ein umfassendes Gestandniß ablegen zu wollen. Er räumte auch rückhaltlos Alles ein, waS die Anklage von thm und seinen Complicen behauptete, schonte Niemanden, selbst seine Schwiegermutter nicht und versuchte nur seine Frau einigermaßen zu exkulptren. Dieses Geständniß erfolgte nicht etwa aus reumüthtgem Herzen, sondern in der Berechnung, stch durch dasselbe eine Strafmilderung zu verschaffen. Als Nathan Weiß nach seinen Enthüllungen, die er vom Zeugentische auö gemacht hatte, zur Anklagebank zurückkehrte, bemerkte er lächelnd zu seinem Nachbar: „Jetzt habe ich mir fünf Jahre Zuchthaus erspart!"
Durch das Urtheil des Gerichtshofes, welches am Frettag Nachmittag gefprochnr wurde, erhielt er ebenso wie seine Schwiegermutter und dre Retckel 7Jahre Zuchthaus, die anderen Angeklagten kamen mit geringen, zumeist Gesängnißstrafen davon. Eine Angeklagte, die Frau des Sowade, wurde fretgesprochen.
Für eine Reihe von Jahren ist diese Gesellschaft unschädlich gemacht, noch befinden stch aber eine Anzahl von Mitgliedern der Pusmenttererffchen Bande aus freiem Fuße und bald wird man auch wohl von ihrer Thättgkeit Horen. Der Prozeß hat aber deur Publikum wenigstens einen warnenden Einblick in das Treiben dieser Art Verbrechern ermöglicht und vielleicht gelingt es doch noch in nächster Zett, die Reste der
Handel und Verkehr.
Limburg, 12. März. Rother Weizen JL 16.85, weißer Weizen 16.70 Korn X 12.40, Gerste X 9.60, Hafer X7.45, Erbsen X—, Kartoffeln —
Frankfurt, 12. März. Auf dem heutigen Martt kostete der Centner Heu X 3.35—3.60, Stroh X 3.10—3.25, Eier das Hundert X 4 20—6.00 Butter 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität X 1.20, Kartoffeln per Zentner 2 25—2.59, Kohlrabi 5—6 $ per Stück, Erbsen 100 Kgr. 19-28 ^ Nothkraut per St. 20-25 L. Poularden X 0—0, Huhn 1.50—2.20, 1 Ente X 3.00—4.00, 1 Taube 50—00 H- Hahn X 1.70-2.00, Gans X 5-8.00, Welsche X 7-10.-
^tonfenberg,


