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Whanhos zwischen Hue und dem südlichen Arme bc8 DeltaS. In dem occupirten Thcile von Tongking seien keine MassacreS vorgekommen, die Ruhe sei dort wieder hergestellt. Die Massacres von Phanhoa seien älteren Datums. Die Depesche Puginier's bringe nur genauere Nachrichten von Thatsachen, über welche man bisher keine genauen Mittheilungen halte.

Nach einer Depesche aus Hongkong ist General Millot in der Bay von Along angekommen: es bestät'gt sich, datz zwischen den Chinesen und Annamtten tn Bacninh Uneinigkeit herrscht.

London, 12. Februar. Zahlreiche Offictere beabsichtigen, Abends via Neapel nach Egypten abzureisen. Gerüchtweise verlautet, t§ sollten Truppenoerstärkungen nach Egypten gesandt werden. Es ist indeß noch nichts Definitives bekannt. In den Arsenalen und den Departements des Kriegs und der Marine herrscht lebhafte Thätig- keit. Man spricht davon, daS Kanalgeschwader unter dem Herzog von Edtnburg habe Befehl erhalten, nach Egypten abzugehen.

Die Regierung hat beschlossen, ein Detachement der gegenwärtig in Egypten stehenden Truppen zur Unterstützung von Tokar abzusenden. Die Truppen werden von General Grabam befehligt-

London, 12. Februar. Oberhaus. Bei Berathung des SallSbnry'schen Tadelsvotumtz gcgen daS Cabiuet erklärte Granville, der Sudan habe weder für Eng­land und Indien Interesse, noch dauerndes Interesse für Egypten. Die Garnisonen m Stukat und Tokar reprüsenttrten nur etwa ein Fünfzigstel aller egyptischen Truppen rm Sudan. Die Regierung müßte darauf bedacht sein, die Absichten Gork-on's nicht zu durchkreuzen. Er schätze sich glücklich, zu konstatiren, daß nach den jüngsten Nach­richten Gordon nicht gegen bie Entsendung von Truppen zu Operationen in der Um­gegend von Suakim sei. Demzufolge befahl die Regierung, Tokar beizustehen, wenn es sich halten könne. Die Regierung beabsichtige nicht. Egypten zu annektiren, sondern nur ss lange dort zu bleiben, als nothwendig sei, eine stabile Regierung zu sichern. Es sei unmögl'ch, Egyoten von Downtgstrect aus zu regieren. Alles, was die Re­gierung thun könne, sei, Männer ersten Ranges zur Vertretung Englands in Egypten zu ernennen und geeignete Männer zur Ausfüllung der Civtl- und Militärftellungen zu empfehlen. Wir müssen aber unsere Verbindungen mit Egypten auf bas bezeichnete Ziel beschränken.

Christiania, 12. Februar. Eine Flugschrift aufrührerischer Tendenz wurde confiscirt und deren Verfasser, ein Mann von unbedeutender Stellung, verhaftet und das gerichtliche Verfahren gegen denselben eingeleitet.

Madrid, 12. Februar. Der gestrige Jahrestag der Proklamirung der Republik verlies hier und in den Provinzen sehr ruhig; die ang kündigten großen Kundgebungen fanden nicht statt. Die Comitös in den Provinzen erließen einige Adressen, denselben wird aber, da sie auch wenig zahlreich waren, keinerlei Bedeutung beigelegt.

Petersburg, 12. Februar. DerRegier.'Anz." veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas an den Senat, wodurch die Umwandlung der beim ersten Departement des Senats bestehenden Section für Lauern-Angeleaenheiten in ein selbstständiges zweites Senats-Departement angeordnet wird.

Charkow, 12. Februar. Gegen Mitternacht gelang es, das auf dem Moskauer Kaufhofe ausgebrochene Feuer zu localisiren, es sind 10 Magazine niedergebrannt und 4 andere beschädigt. Der Feuerschaden wird auf mehr als 1 Million Rubel geschätzt.

London, 12. Februar. DerStandard" meldet in einer Extra« Ausgabe aus Suakim von heute, Sinkst sei in die Hände der Aufständischen gefallen. Die Garnison habe einen Ausfall gemacht und längere Zeit die An­griffe der Insurgenten zurückgeschlagen, sei endlich aber überwältigt und bis auf einige Gefangene niedergcmacht worden. Das Schicksal der Frauen und Kinder sei unbekannt.

Kairo, 12. Februar. (Telegramm desNeuter'schen Bureaus.") Nach einem Telegramm aus Suakim vom heutigen Tage, Vormittags 11 Uhr, hatte der Gouverneur von Sinkat, Tewsik Pascha, die Forts in die Lust sprengen und die Kanonen vernageln lassen und sodann gestern früh mit der gelammten 600 Mann zählenden Garnison einen Ausfall gemacht. Wie es heißt, sind sämmtliche Mannschaften dabei niedergemetzelt worden. Die Aufständische haben Sinkat besetzt.

Der Transport - DampferOrontes" mit 400 Mann Landungs- Truppen ist von Port Said nach Suakim abgegangen. Die Kriegsschiffe Monarch" undHccla" folgen morgen nach. Gordon telegraphirt, er hoffe trotz der Niederlage Baker'S noch immer auf Erfolg. Baker ernannte den eng­lischen Oberst Coetlogon zum Commandanten von Khartum und berief eine Versammlung der Führer verschiedener (Stämme ein.

New-Bork, 12. Februar. In einer gestern hier stattgehabten von etwa 500 deutschen und böhmischen Socialisten besuchten Versammlung, in welcher auch der Socialist Most das Wort ergriff, wurden mehrere Vorschläge angenommen, in welchen den österreichischen Socialisten empfohlen wird, sich noch gefürchteter zu machen als bisher und keinen Aristokraten und Fürsten zu verschonen.

Die Ueberschwemmungen nehmen noch zu. Velare (Ohio) stehen ganz unter Wasser. 50 Häuser sind fortgeschwermut. Das Elend ist groß.

Washington, 12. Februar. Der Congreß hat eine Bill wegen Unter­stützung der Ueberschwemmten angenommen.

Lokales.

G. Gießen, 13. Februar. ^Sterblichkeit in Gießen s Die Sterblichkeit während der Woche vom 3. bis 9. Februar war eine mittlere, da 3 Kinder und 5 Erwachsene, im Ganzen also 8 Personen hier starben. Von 2 Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an Darmcatarrh, eins an Stimmritzenödem, ein 4jähriger Knabe erlag dem Scharlach. Bei den erwachsenen Personen wurde als Todesursache bezeichnet: Herz- deutelentzündung, Herzfehler, Eitervergiftung, Ohnmacht, Brightische Krankheit je einmal.

Gießen, 13. Februar. Wie wir hören, hat Herr Professor Dr. (Stammler in Marburg einen Ruf an die juristische Facultät der Universität Gießen an Stelle Pescatores als ordentlicher Professor erhalten und angenommen.

Gießen, 13. Februar. Kommenden Samstag, den 16. d. Mts., wird Herr Dr. H of im Saale zumEinhorn" einen Vortrag überdas Rettungswesen an den deutschen Küsten" halten- Die Gesellschaft, welche das Rettungswerk an den stürmischen Küsten der Nord- und Ostsee etablirt hat, zählt auch in unserer Stadt die stattliche Anzahl von weit über hundert Mitgliedern, und gerade für diese wird e8 von höchstem Interesse fein, über die Thätigkrit derDeutschen Gesellschaft zur Rettung Sch'ff- brüchiger" ein klares Bild zu bekommen, aber auch abgesehen von der Mitgliedschaft ^ur gedachten Gesellschaft wird es jeden gebildeten Deutschen intereffiren, zu wissen, wie die gefährlichen Küsten unseres Vaterlandes bewahrt und welche Anstalten getrosten sind, um den Unglücken zur See möglichst vorzubeugen und den Schiffbrüchigen in der Stunde der höchsten Noth Hilfe zu bringen.

Wir machen auch an dieser Stelle auf den hoffentlich interessanten Vortrag aufmerksam.

S e ! i f t e t

Gießen. Bei dem provisorischen Rechner der Hessischen Lutherstiftung Herrn H. Döring zu Gießen sind bis zum 2. Februar die folgenden Beiträge eingegangen: Durch Herrn Dekan Müller in Alsfeld gesammelt 119,70 A aus den Kirchenkassen Freienseen 10 X, AngerSbach 10 X, Rudlos 3 X, Meiches 20 A Lardenbach 10 A Melbach 15 X, aus der hannöortschen Stiftung in Fränkisch Crumbach 100 X, ou8 den Kirchenkassen Harbach 10 X, Bessungen 20 A Rothenberg 20 A in Kirchgöns

gesammelt 25 A au? den Kirchenkassen Nledet-Bcerbach 5 A Frankenhausen 3 A Ober-Beerbach 5 X, tn der Gemeinde Meiches gesammelt 15 X, aus dem Kugelhaus­fond in Butzbach 50 A aus den Kirchenkassen Ulrichstein 15 X, Feldkrücken 5 X, Weinolsheim 5 X, Wimpfen a. B. 9 X, Södel 10 X, Zwingenberg 15 X, aus oer Sparkasse Gießen 200 X, aus den Kirchenkassen Schlechtenwegen 15 X, Reichels­heim t. W. 20 X, Altenschlirf 25 X, Büdesheim 38 X, au8 den G.meindekassen Ober-Mockstadt 10 X, Nieder-Mockttadt 10 X. von Herrn Bürgermeister König in Heegheim 10 X, m der Gemeinde Hamm gesammelt 6 X, aus der Gemeindrkasse Seeheim 10 X, au9 den Kirchenkassen Bickenbach 12 X, Wallenrod 10 X, Schotten 100 X, auS der Gemeindckosse Wölfersheim 15 X. aus der Kirchenkasse Vilbel 6,63 X, von Privaten auS Mossenheim 5 X, auS der Klrchenkasse Dorn-Dürkheim 6 X aus dem evangelischen Kirchenalmosenfond in Vielbrunn 7 X, auS den K'rchenkassen Nieder-Erlenbach 25 X, Busenhorn 10 A Kirchberg 20 A Ranstadt6 X. Effolderbach 100 X. Weninas 25 X, von Er. Durchlaucht dem Fürsten von Solms-Lich 20 X, aus den Kirchenkassen AlSbach 10 X, Nieder-Bessingcn 15 A Roßdorf 100 A Rainrod 50 X, Rudingshain 50 X, Birkenau 10 X, Rieder-Modau 50 X, Lumda 10 X, Voitsberg 5 X, Wirberg 5 X, Beltershain 5 X. Lindenstruth 5 X, Groß-Eichen 10 X, Frisch dorn 10 X, Wendelsheim und Erles-Büdesheim 24,31 X, Hrtzkirchen 30 A Dalheim 18 X, Friesenheim 30 X. Oppenheim 100 X, Ober-Nosbach 10 X, Nieder-Eschback 10 X, Worsau 2,13 X. von Pfarrer Daudt daselbst 5 X. aus den Kirchenkassen BrcnSbach 10 X, Windhausen 50 X. Groß-Felda 30 X, aus der Gemeinden Nieder-Jngelhkim 100 X, Nieder-Olm 26,90 X, aus den Kirchenkassen Essenheim 10 X, Dauernheim 10 X, Michelbach 50 X Ossenheim 20 X, Landen- Hausen 10 X, Groß-Bieberau 50 X, Homberg a- d. Ohm 15 X, Güttersbach 8 X, Groß Karben 20 X, von der Stadt Gießen 500 X, aus dem Decanote Alsfeld 174,68 X, auS demselben (Romrod) 7,41 X, aus dem Decanate Schotten 84,62 X, aus dem Kirchspiel Groß-Felda 27,30 X. aus Homberg a- d. Obm 15,80 X, Bingen 400 X, aus Ober:Ing»'lbeim 125 X, von Herrn Commerzienrath Dr. Carl Clemm in Ludwigs­hafen a. Rd- 100 A von Herrn Stiitsdechant Dr. L. Clemm tn Lich 100 X. cu8 den Kirchenfonds Burg Gräfenrod 10 X Hänlein 5 X, von Herrn Decan Pullmann in Grünberg 50 X. aus den Kirchenfonds in Grünberg 20 X Stangenrod 20 X, Breungeshain 10 X, Eichelsachscn 50 X. Wingershausen 150 X, aus den Gemeinden Ulrichstein 30 X, Feldkrücken 2 X, aus der Kirchenkasse Cberstadt a- B- 50 X Summa 4117,48 X

Ferner wurden bewilligt und sind zu verschiedenen Terminen zur Zahlung an­gewiesen worben:

Von den Gemeinden Allendorf a. L. 10 X, Hausen 30 X, Lang-Göns je 10 für 1884/85 und 1885/86, Steinbach 50 X Wstieck 100 X, Nieder-Jngelhnm 30 X, Stadecken 10 X, Elsheim 10 X, Wockcnheim 10 X, in Summa 270 X

Berlin, 4. Februar. Die Erwartung in der Gesellschaft für Erdkunde, den Dirccior der kaiserlichen Seewarte tn Hamburg, Geb. Aomiralrtäisrath Dr. Neumayer, über die Dämmerungs-Erscheinungen der letzten Monate sprechen zu hören, halte am Sonnabend den großen Saal des Archttectenhauses bis in seinen letzten Winkel gefüllt.

Das Jahr 1883, sagte der Redner, wird für unsere Erde, roaS die Eruptionen betrifft, e ne he,vorragende Rolle spielen, denn beinahe ununterbrochen drängten sich Ereignisse von erheblicher Bedeuiung, wte sie seit Menschengedenken noch nicht vorge- kommen sind. Aber nicht nur die in Rede stehende vulkanische Erscheinung, sondern auch Alles, was mit ihr zusammenhängt, darf unser Interesse in hohem Grade in Anspruch nehmen. Hierbei set vor Allem au bemerken, daß die Wiffer.schaft noch nicht im Stande ist, ben Zusammenhang ber Dämmerungs-Erscheinungen mit ben furcht­baren Erdbeben auf den Sunda-Jnseln nachzuweisen, da die entsprechenden Unters uchungen erst noch anzustellen sein würden. So wolle er, der Redner, über den Gegenstand denn auch nur so weit sprechen, als er das Material, welchrS ihm zuge­gangen sei. erwähne. Von tefonbtrer Bedeutung seien hierbei die Mittheilungen ber Schiffsjournale und zwar feien sie um so werthvoller, als die Capttäne von den Er­eignissen auf den Sunda-Jnseln nichts wußten und ihr Interesse sich ausschließlich der prachtvollen Naturerscheinung znwandte, über deren Ursprung sie nichts wußten. In fast allen Fällen stimmen die Seeleute darüber überein, daß sie noch nie Gelegenheit gehabt haben, begleichen zu sehen. Hieraus läßt sich constatiren, baß bie Erscheinung eine ganz außtrordentlrche gewesen ist, sowohl was die Intensität und die lange Dauer an jenem Abmd, als auch daS monatelange Austreten und das zeitweilige Verschwinden und die Verbreitung über die ganze Erde betrifft In ben Tagen vom 26. bts 30. No­vember, alö die Erscheinung zuerst in Deutschlanb bemerkt würbe, erging ein Aufruf ber Seewarte, bie Erscheinung zum Gegenstände ber Beobachtung zu machen und bie Resultate einzusenben. Infolge dessen ist ein enormes Material ringegangen, viel werthvolles, aber auch viel phantastisches. Inzwischen traf ein Brief ber Royal Society in London ein, wonach biefdbe die enorme Wichtigkeit der Erscheinung erkannt und den Vorschlag gemacht habe, eine Commission von Physikern zu bilden- welche eine wissenschaftliche Untersuchung anstellen sollten. Zu diesem Zwecke bittet die Royal Society um zeitweilige Ueberlassung alles einschlägigen Materials. Die Kaiserliche Seewarte hat sich entschlossen, dieser Bitte Folge zu geben; die Resultate der Commission sind noch nicht abgeschlossen, werden aber feiner Zeit veröffentlicht werden-

Den Verlaus der schrecklichen Naturereignisse selbst glaubte Dr. Neumayer als bekannt voraussetzen zu dürfen, da über denselben bie Zeitungen ausführlich berichtet haben unb derselbe auch tn ber Gesellschaft selbst wiederholt beleuchtet worden ist. Den Karten, bie aber bereits die Neubildung jenes Striches ber Erdoberfläche zeigen, fei nicht sehr zu trauen, da an eine feste Gestaltung des Landes noch mcht gedacht werden kann- Denn die Aschrnkegel verschwinden nach unb nach; Inseln erscheinen unb gehen unter. Ganz unglaubliche Mengen von Asche hat der Vulkan in die Lüfte geschleudert unb zwar bis zu einer ganz enormen Höbe. Bis nach Batavia fiel die Asche an jenem Unglückstage; Schiffe, bie 400 bts 500 Kilometer vom Vulkan entfernt waren, haben niedergefallene Asche eingesandt. Einige Tage später hatte der Wind den Rauck bis nach Australien getragen, das ganze Land war von Bimsstein auf Tausende von Meilen wie übersäet. Die nach Hamburg etugesandien Proben dieser Asche erregen um so größeres Interesse, weil das Quantum ein sehr beträchtliches ist, so daß größere Versuche mit demselben angestellt werden können. Es ist eine Thatfacke, daß selbst in Europa, so am Rhein und in Holland, dos Sinken vulkanischer Asche beobachtet ist und daß dieselbe der Asche des Vulkans völlig gleicht; doch ist diese Angelegenheit noch nicht vollständig erledigt. Die Höhe, bis zu welcher der Vulkan die Aschenmassen emporschleuderte, ist auf 40,000 Fuß berechnet worden; das Meer war in gewaltiger Aufregung, bis auf 2000 Meilen hörte man das Donnern des wilden, entfesselten Vulkans. An daS Fabelhafte grenzt die Masse ber mit unendlich feinem Staube ge­wischten Wasserdämpfe, welche in die Höbe gttrieben wurden und bis an dre äußerste Grenze ber Atmosphäre gelangten. An zahlreichen Orten der Erde sei die Sonne rote von einem Schleier verhüllt gewesen, so selbst in Schlesien; erwiesenermaßen sei es kein kosmischer Staub gewesen. Es ist übrigens nicht daS erste Mal. datz derartige Dämmerungs-Erscheinungen beobachtet worden sind, b's zurück ins 13. Jahrhundert gehen deren Beschreibungnr, die aber keinen wfffenscbafilichkn Werth besitzen, da man deren Ursache nicht kannte. Erft aus den Jahren 1783 unb 1831 liegen beglaubigende Nachrichten vor, wonach bie damaligen Dämmerungs-Erscheinungen mit kurz zuvor stattgehabten gewaltigen Erdbeben in Zusammenhang gebracht werdrn können.

Zur vorjährigen Katastrophe sich wendend, bestätigte Redner, daß auf zahlreichen Punkten ber Erbe die Sonne völlig glanzlos geroesen sei und eine kuvferbraune ober azurgrüne Farbe gezeigt habe, unb gab alsdann einige Andeutungen über bie Zeiten, in denen man tn verschiedenen Ländern zuerst die DämmerungS-Ersche nungen beobachtet habe. Die ersten fallen tn die Tage vorn 5. bis 7. September, wo man aus Indien darüber berichtet. Dann kommt eine große Pause bis zum 16. Oktober, roo an der Ostküste von Südamerika die prachtvolle Dämmerung zuerst auftrat; an der amerika­nischen Westküste war sie schon fünf Wochen früher gesehen worden. Am 9. November wurde sie tn England, am 26. November zuerst auf der Reichsseeroarte conftatirt. Die Fluthwelle, welche durch das Auftauchen unb Versinken von Land entstand, erreichte die furchtbare Höhe von 35 Metern unb hat mit alles zerstörenber Gewalt in ben Sunbainseln gehaust. Noch in Südgeorgien, auf der deutschen meteorologischen Station, also auf eine Entfernung von 7800 Mellen bin, sind bte Wellen beobachtet unb gemessen worben, natürlich ohne baß bie bärtigen Gelehrten wußten, woher btefe ihnen rätsel­hafte Bewegung stamme. WaS bie Luftroogen betrifft, welche bieseS Erbbeben aufwarf, so sind bereu sieben in Berlin unb Hamburg klar unb berrtlich bemerkt worben; ein Weiteres verhinberte bte Depression, bie in jenen Tagen über Deutschlanb lag. UeberauS werthvoll sind die Resultate aus ben Messungen der barometrischen Woge.

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