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irnzeis HM Bellevue r bis dato sehr gering in Theil der Gemälde lachen deshalb daraus iS Donnerstag Abend in dürste, zu billigem
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isere Stadt zog, schlug WehreS ein und zer-
mrwäb'.ger, weist in erzwungenen Verträgen ausbedungener Kaufpreise und Aufgelder sorlgesttzt wurde. Den Grund zu diesem jahrelangen wucherischen Treiben findet die Anklage In der großen Abneigung der Landbevölkerung, dritten Personen Einblick in Ihre VermögenSverhältnisse zu gestatten, ferner in der fett 10 Jahren bestehenden gedrückten Lage der Landwtrthschaft. In der heutigen S'tzung wurden sech« Fälle behandelt, der denen nach Zeugenaussagen daS wucherische und bettügerische Treiben deS Angeklagten erdl ch erhä tet wurde.
Karlsruhe. 9. August. In dem Wucherproceh wurde HauSmann nach sechS- tägiger Verhandlung zu sechs Jahren Gefängntst. 8000 JL Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurtheilt. . , r .
Schermbeck. 6. August. KieSbaggerer haben auS der Lippe bei Schermbeck einen oorweltltchen. versteinerten, vollständig gut erhaltenen Backenzahn eines MammuthS (Elephas primigenius) gehoben. ES 'st ein sogenannter Blätterzabn, der eine Länge von 28 Ctm. eine Bre i< von 15 Ctm. und eine Dicke von 8 Ctm. hat. Die Krone dieses RiejknzahneS bildet eine Ellipse, von welcher der große Durchmesser 16 Ctm. und btr kleine 8 Ctm ist; sie enthalt somtt einen Flächeninhalt von 113,04 Qu.-Ctm. DaS Gewicht ist 25 Kgr. Ganz besonders ist hier zu erwähnen, daß der Schmelz oder das Zahnbein, die äußere Bekleidung dieses Zahnes, sehr gut erhalten ist, wetzhald man die Blätter desselben auf der Kronenfläche deutlich unterscheiden kann. Dieser oo geschichtliche Fund b>findet sich in dem Besitze dcS GasthofbtsitzerS Bümmtng htersttdst^^^. g Die Hinrichtung deS Anarchisten und mehrfachen Mörders
Hermann Stellmacher wurde bereits 5 Minuten vor der festgesetzten Zett um 5 Uhr Vollzogen Die Straßen vor dem LandeSgertcht waren von der StcherhettSwache ab« gesperrt, doch war. weil über die Hinrichtung nichts in die Olffentttchkett gedrungen war, keinerlei Zudrang Neugieriger -u verspüren. So waren denn außer massenhast vertretenen Just'zsoldaten kaum 20 Personen anwesend. Die Hinrichtung wurde nickt im gewöhnlichen Leichenhofe, sondern ausnahmsweise 'm ersten Btnnenbof deS Gerichts- gebäudes vollzogen. Stellmacher schritt mit gebundenen Händen ruhig und gefaßt hinter dem Kerkermeister her zum Pflock, wo der Scharfrichter Willenbacker, sichtlich aufgeregt, feiner wartete. Der Scharfrichter that nun rasch seine Pflicht. Der TodeS- kampf war h-ftig und dauerte vier Minuten. Der Pfarrer Koblisckrk sagte, Stellmacher habe seinen Zuspruch hartnäckig zurückgewtesen und sei in seinen Jrrthümern gestorben. Das sonst üvltcke Todtengebtt unterblieb. Stellmacher blieb trotzig bis zum letzten Augenblick; er hinterließ seinem Verthetdiger einen Adschiedsbrtef au seine Frau, welche er crmabme, ihre zwei Kinder gut zu erziehen.
— sVacante Stell,n für Militäranwärter im Bezirk diS 11. Armeekorps Bezirk des König!. Eisenbahn«BetrtebsomteS Altena. 9 Aspiranten für den StationS- und Cxpeditionsdtcnst. beim Eintritt 75 JL Monatsremuneration, steigend. — Auf der Strecke Cassel-Frankfurt, bezw. Friedberg «Hanau, Eisenbahn « Betrtebsamt zu Cassel, 4 StationSaspiranten, je 75 JL monatlich, steigend. — Blankenhain. Dircctorium dcS Karl - Friedrich «HoSpttals, 2 HülfSwärter bet Geisteskranken und SiechtN, V 220 JL jährlich und freie Station. — Büdingen. Postamt, Landbrtef- träger, 550 JL Gehalt jährlich und 60 J4. Wohnungsgeldzuschuß. — Casiel, Bahnpostamt Nr. 26, Postschaffner, 800 JL Gehalt jährlich und 180 v4L WohnungSgeld- zusckuß. — Guntersblum. Postamt, Postverwalter, 950 JL Gehalt jährlich und 180 JL WohnungSgeldzuschuß. — Weblhrtden. Köntgl. Strafanstalt. 900 JL Gehalt jährlich und freie Dienstwohnung; Aussicht auf Verbesserung. — Wiesbaden, Postamt, Landbriefträger, 720 JL Gehalt jährlich und 180 JL WohnungSgeldzuschuß. Daselbst , Bürgermeisteret, 4 Nachtwächter, je 504 JL. jährlich. — W'ndecken, Amtsgericht. GerichtSdtener, 800 JL Gehalt jährlich nebst dem gesetzlichen WohnungSgeld- -usckust. ___
Literarische-.
Laueregurkenzeit und Entenbraten. Alle Zeitungen haben ihren Lesern bereits vermeldet, daß jetzt die Rett der saueren Gurke und mit ihr die der Enten da sei. Die Entenjagd der Presse hat begonnen. Interessant dürfte nun die Mtttbeilung
sein, daß eS der Verlag von Richard Eckstein Nachfolger (6or! Hammer) in Berlin unternommen hat, eine ganze Entenzucht, in sauberem Bändchen vereinigt, in die Welt zu führen. DaS Werkcken hat Schulte v. Brühl, einen jüngere», höchst begabten und humorvollen Schriftsteller und Caricaiuristen, von dem auch demnächst bei Braun u. Schneider in München ein humoristisches, reich IllustrirteS Merkchen erscheint, -um Vcrfaffer und betitelt sich: Meine Entenzucht. — Schulte v. Brühl ist derzeit Redacteur einer mitteldeutschen Zeitung und, wie eS beißt, find die in dem Büchlein vereinigten Entrn bereits in vielen Zeitungen gedruckt erschienen und haben fast ganz Dttitschland durchschwommen. Man darf auf daS in seiner 2H einzig in unserer Literatur dastehende, originelle Merkchen gespannt sein und werden wir beim Erscheinen desselben nüber darauf zurückkommen.
Eingesandt.
", n Gießen, 12. August.
Gestern Nackmittag kurz nach 4 Uhr hatten die Passanten der Lahnbrücke Gelegenheit, einen seltsamen Vorgang wahrzunebmen. Es Ihf nämlich ein Soldat, wie ihn Gott geschaffen, vom Badeplatz deS Militärs, also jenseits der Lahn dem Ufer entlang über die Lahnbrücke. biS es Herrn Bade-Annalt«Besitzer Franz gelang, am Neustädter Viadvct dem Menschen den Weg abzufverren und festzuhalten. AuS welcher Veranlassung der Mann solchen ungewöhnlicktn Gang genommen, konnte Einsender nicht bestimmt genug erfahren. Hoffentlich wird jedoch die Sacke von zuständiger Seite einer näheren Betrachtung unterzogen. x. Y. Z.
Handel und Verkehr.
Gießen, den 12. August. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund vA 0.80—1.00, Hühnereier pr. Stück 5—6 Enteneier pr. Stück 6—0 Käse St. 4—7 Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 22 O», Linsen 32 Tauben per Paar 0,50—0.60 Hühner per Stück JL 1.00—1.60, Hahnen pr. Stück JL 0.50—0.70, Enten per Stück v«. 1.10—1.30, Gänse per Stück 0.00—0.00, Welsche JL 00.00—00.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 Hammelfleiich 60—70 Kalbfleisch 50—54 4. Kartoffeln per 100 Kilo JL 5^0—7.00, Milch per Liter 13—18 H, Zwiebeln per Ctr. 10—11.
Frankfurt, 11. August. (Getreide-Preise.l Weizen eff. hiesiger und Wetterauer JL 18‘/4—’.j, fremd. JL 18-Vg, Roggen eff. hies. X 16—fremd, jl 15—16»/., Gerste eff. hies. u. Wetteraucr JL 00—00, fremde JL 00—00, Hafer eff. hiesiger ** 15—Vr, fremder JL 15—3/«. — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. v4L 37. Branntwein eff. ohne Faß JL 42.
Frankfurt, 11. August. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- ftieben waren 300 Ochsen, ca. 20 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 225 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 70—00, 2. Qual. JL 60—66, Kühe und Rinder 1. Qual. 60-00, 2. Qual. JL 40—50, Kalber 1. Qual. JL 60-00, 2. Qual. v4L 52—54 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
3m? gest. Beachtung.
Schriftliche Anfragen wegen Auskmfftserthrstung über Inserate k. können h*c nur daun beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigelegt t'st. Heber Jnicrate bezüglich deren Offerten ehuu reiften sind, ist die n «i
keinerlei Auskunftsenhciluugen befugt. Off<rteu-riLf«.«n"d — soweit keine bekimmtei- <Mhrfnrbintae?t arh-f-n.1^ wnrb-n — m hff
Temperatur am 12. August (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr).
Wasserwärme der Lahn 18Vi0 R- — Luftwärme 23° R. tm Schatten. Rübs amen.
|tn Strafkammer ein Wd bt^nntn, m ist anßttlaflt drs eS Betrugs, der Ae^ ift bildet ein umfang; den weih man nicht, oder über die naive - der Hineingesallenen isgang dn 60er Zahle in den Würtiernberg- nten Biehhandel, mit et Weise zu verbinden reicher Mann, desicn a LtegenschastSbesid In idltchenSLuMtlnen tr die ihm mehr alS mb rücksichtslose Hack lang«
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Allgemeiner Anzeiger.
Im Kamen des Grohher^ogs!
In der VrivatKlagesache der Ehefrau desJacobKrämerlV. D! a r g a r e t h a geb. Hohen st ein in Steinbach, vertreten durch Großh. Rechtsanwalt Dr. Reatz, Privatklägerin, gegen
den Karl Krämer IV. in Steinbach, Angeklagten, wegen Beleidigung
hat das Großh. Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung oom 26. Juni 1884 für Recht erkannt:
Angeklagter wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von fünfzehn Mark, eventuell in eine Haftstrafe von vier Tagen, und zur Tragung der Kosten des Verfahrens einschließlich der der Privatklägerin erwachsenen noth- wendigen Auslagen verurtheilt. Der Privatklägerin wird die Be- fugniß zugesprochen, das Urtheil in seinem entscheidenden Theile einmal im „Gießener Anzeiger" binnen einer Woche nach Zustellung einer Urtheilsabschrist auf Kosten des Angeklagten bekannt zu machen.
(gez.) Gebhardt.
F. d. A.:
(L S.) Reidhart, Gerichtsschreiber.
Für die Abschrift pro Dr. Reatz
Dr. Zimmer nt ann, Gerichts-Accessist. 5310
5291 Zum Jugcndfest empfehle Cpheu- .kränzchen, pr. Stück 20 u. 25 H, sowie Aähnchen in allen Farben. F. Rüger, Kreuz.
Submission.
Die zux Erbauung eine- Maschinenhauses erforderlichen Lieferungen und Arbeiten, und zwar: «X Backsteinlieferung, veranschl. zu 180,00 Maurerarbeit, „ „ 1927,77
Steinhauerarbeit:
a. aus Lungsteinen, veranschl. zu 549,50
b. aus Sandsteinen, veranschl. zu 407,00
Zimmerarbeit, veranschl. zu 447,83 Dachdeckerarbeit, „ „ 263,64
Schreinerarbeit, „ „ 212,02
Schlofferarbeit, „ „ 239,40
Glaserarbeit, „ „ 96,28
Weißbinderarbeit, „ „ 283,58
Spenglerarbeit, „ „ 85,10
sollen mittelst Submission vergeben
werden.
Die Offerten hierfür sind bis
längstens
Montag den 18. l. Mts., Uormittags 11 Nhr, auf dem städtischen Baubureau, Gartenstraße 2, einzureichen, woselbst vorher in den üblichen Amtsstunden die einschlägigen Pläne, Voranschläge und Uebernahmsbedingungen zur Einsicht offen liegen.
Gießen, den 12. August 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5312 A. Bram m.
Die Anfertigung von
Steppdecken
übernehme in schönster Ausfühmng zu billigen Preisen.
Herrn. Äug. Müller^
3278________Seltersweg.______*
5309 Gesucht ein junges ordnungsliebendes Mädchen aufs Land, zu einer ruhigen Familie. Marburgerstr. 7.
Mittwoch den 13. d. M.,
Nachmittags 2 Uhr,
soll die der Friedrich Fürst Wwe., entweder im
Ganzen oder getheilt, einer freiwilligen Versteigerung an Ort und Stelle ausgesetzt werden.
Gießen, den 9. August 1884.
Großherzogliches Ortsgericht.
5282 Lüdekiug.
Bekanntmachung.
Zur Vergebung der Lieferung des bei der untengenannten Verwaltung erforderlichen Bedarfs an Lager» stroh. ca. 616 Gentner, ist ein öffentlicher Submissionstermin auf Dienstag den 19» August er., Vormittags 10 Uhr, in deren Bureau, anberaumt, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsichtnahme ausgelegt sind. 5285
Gießen, den 9. August 1884.
Großh. Garnison-Verwaltung.
Donnerstag den 14. August,
Nachmittags 1 Uhr, soll das Gemeinde-BrauhauS zu Treis a/Ld a. auf den Abbruch, jowie die innere Einrichtung öffentlich versteigert werden-
Dasselbe hat eine Frontlänge von 12,00 Meter und eine Tiefe von 8,50 Meter mit Kühlschiffvorrichtung, massivem Sockel, 1,25 Meter hoch, Stockwerk von Fachwerk 3,25 Meter hoch, desgl. Kniestock 1,25 Meter hoch (gesundes Holz) und Ziegeldach.
Treis a/Lda., den 9. August 1884. Großh. Bürgermeisterei Treis a/Lda.
Benner. 5297
Täglich frische Preiselbeeren
sowie alle Sorten
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Obst- und Gemüsehandlung von I. Weisel, Seltersthor.
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