Einzelbild herunterladen

Boote mit bewaffneten Mannschastrn wurden von derHyäne" abaesendet; als sie sich obec der Küste näherten, wurde aus sie von den Eingeborenen, die sich hn Gebüsch ver­steckt hatten, geschossen, und Kugeln, Pfeile und Speere flogen durch die Luft- Herr Dr- Müller wurde von einem Speer leicht verwundet, genas jedoch in kurzer Zeit, und daS war die einzige Verwundung, die vorkam. Die Mannschaften landeten, tndeß die -schwarzen Feinde waren verschwunden. DieHyäne" ging darauf nach Kapsu, etwa 3C Meilen in südöstlicher R'chtung entfernt. Dort traf man die Weißen vor der Station in Nusea. Sie erzählten, daß die Eingeborenen, ohne dazu gereizt worden zu sein, die Station überfallen und Alles geraubt, was des Raubes werth war, und dann angezündet hätten. Hierauf kehrte dieHyäne" nach Nusea zurück, »landete unter Eommando der Lieutenants Schultz und v. Bredow 40 Mann, die Ortschaft anzu- greifen, wobei die Kanonen durch das Werfen von Bomben sie unterstützten. Der Kampf dauerte 2 Stunden, worauf sich die Eingeborenen in den Busch zurückzogen, 3 der Wilden getödtet und mehrere verwunde! wurden, darunter der Häuptling Metanga, der eine Kugel durch die Schulter erhielt und, wie es heißt, an der Wunde bald darauf verstorben ist. Die Ortschaft wurde völlig zerstört. Die Eingeborenen suchten um Frieden nach, der ihnen unter der Bedingung bewilligt wurde, alles gestohlene Eigen« thum zurückzubringen und die Station wieder aufzubauen. Dies wurde angenommen und dieHyäne" ging nach Mattrpi auf New-Britain ab, um Kohlen einzunehmen. Von da ging sie nach Meoko, Duke of York-Insel. Dort erfuhr sie, daß der Capilän und die Mannschaft des deutschen SchonersMeoko" von den Eingeborenen auf Med- lik ermordet und das Schiff verbrannt war. DieHyäne" ging mit dem deutschen Generalkonsul Herrn Stübel und Herrn Farrell am Bord dahin ab und fand, daß der Bericht nur zu wahr sei. Eine Expedition wurde abgesendet, die Eingeborenen zu be­strafen, die indeß auf der Wacht gewesen und längst in den Busch grflohm waren. Verschiedene Gegenstände wurden am Landungsplatz aufgefunden, welche bewiesen, daß das verbrannte Schiff derMeoko" gewesen und Capitän und Mannschaft getödtet worden seien. Die Ortschaft, sowie alle anderen an der Küste gelegenen wurden zer­stört, die Mannschaft indeß nicht wieder gelandet, weil dazu eine größere Anzahl nöihig gewesen wäre wie zur Bestrafung der Eingeborenen verfügbar war. Von hier ging die Hyäne" über Meoko nach Sidney.

sEin Bezirksamtmann mitFortschnttSbeinen".j Eine praktische Ver­wendung hat das Velociped im Bezirk Zweibrücken gefunden. Der dortige Herr Bezirksamtmann bedient sich desselben auf seinen Dienstreisen. Ebenso bedienen sich Bezirks-Tht-rarzt H. und ein Beamter des Justtzdienstes tn Kirchheimbolanden dieses modernsten Vehikels.

Ist eine Lebensversicherung zu Gunsten eines in der Police bezeichneten Dritten genommen oder ist in der Police, in welcher ursprünglich eine empfangs­berechtigte Person gar nicht bezeichnet war, durch eine spätere Erklärung des Ver­sicherungsnehmers die Bezeichnung eines bestimmten Empfangsberechtigten erfolgt, so steht nach einem Urtheil deS Reichsgerichts, 4. CivilsenatS, vom 21. April d. I-, falls der Versicherungsnehmer seine Bestimmung später nicht widerrufen hat, nach dessen Tod der Anspruch aus der Police dem Dritten kraft eigenen Gläubigerrechts gegen die Versicherungsgesellschaft zu. Dieses erst mit dem Tode d«S Versicherungsnehmers ent­stehende Forderungsrecht bildet keinen Bestandtheil des Nachlasses deS Versicherungs­nehmers und kann demzufolge von den Nachlaßgläubigern nicht m Anspruch genommen werden. DteS gilt auch für den Fall, tn welchem der tn der Police bezeichnete Dritte zugleich Erbe, resp. die Gatt'n des Versicherungsnehmers ist, welche bei dessen Lebzeiten mit ihm in Gütergemeinschaft gelebt hat.

Der Verband der landwtrthschaftlichen Consumverelnr des Großherzog- thums Hessen gedenkt seinen ohnehin erheblichen Bedarf an künstlichem Dünger tn Lukunst in Gemeinschaft mit dem badischen und Pfälzer Verband zu beziehen, wodurch tn erster Linie sehr bedeutmde Frachtersparniffe erzielt werden, da in den meisten Fällen alsdann Schiffsladungen angckaust werden können.

Da der Moorrauch (Höhenrauch) wieder vielen Hunderitausenden den schönsten Frühling verdirbt, so werden einige Angaben darüber nicht ohne Interesse sein. Nach sachverständigen Schätzungen werden jährlich etwa 40,000 Morgen Moor durch Brennen der vorher gelockerten Moornarbe zum Buchweizen vorbereitet. D'ese Brandfläche vertheilt sich auf nahezu 70 Quadratmeilen Moor, welche an der Ems, zum größten Theile am linken Ufer, hauptsächlich im Kreise Meppen, weniger in Oft- Iriesland und Holland, gelegen sind. Wenn solche großen Flächen bei trockenem Wetter, gleichzeitig bei Nord- und Oftwind, brennen und ihren Rauch zu uns senden, dann verfinstert sich die Luft, die Sonne wird dunkelroth, alle Gegenstände bekommen ein fahles Aussehen, ein unangenehmer Geruch macht sich bemerkbar und durchdringt alle Räume, die Temperatur wird niedriger und empfindlich kalt, Nachtfröste sind häufige Folgen. Da durch das Brennen so großer Flächen ein umfangreicher Strom warmer Lust in die Höhe steigt, so wird in den unteren Luftschichten eine Lücke erzeugt; in diese dr ngt nach Mittag die kühlere schwere Seeluft ein und so haben wir den Nordwind und mit ihm den Rauch und die Kälte regelmäßig NachmsttagS 'und gegen Abend hier. Inwieweit der Moorrauch die Gesundheit schädigt, ist zwar noch streitig unter den Gelehrten; indeß sagt uns daS eigens, doch in diesem Falle gewiß auch sachverständige Gefühl, daß der Moorrauch schädlich für drn menschlichen Körper ist.

Ein sehr ergötzliches HetrathS-Gesuch, welches in kaufmännisch-technischer Weise abgefatzt, sich nicht damit begnügt, einen Gatten, sondern gleich für vier hoff­nungsvolle Jungfrauen die erforderlichen Begleiter füt6 Leben ausfindig zu machen, lesen wir imB. L. - Anz". Die Annonce lautet: Emissions ° Anzeige. DaS auS meiner Frau und mir im Jahre 1850 gebildete Confortum hat im Laufe der Jahre L Kinder gezeugt, 4 männlichen und 4 weiblichen Geschlechts. Mit der Vermehrung des Kindersegens hat die Zunahme unseres GesellschaftS - Vermögens ursprünglich 20,000 X betragend, durch günstige Geschäfis-TranSactionen gleichen Schritt gehalten

und die Hohe von ca. 240,000 X erreicht, bestehend in Baar und Liegenschaften. Nach übereinstimmender Ansicht der sämmtsichen Consortialbethttligren ist das Ausscheiden der vier jüngeren weiblichen Therlhnber und an deren Stelle der Eintritt von vier männlichen Mitgliedern in die Gesellschaft als wünschenswerth erschienen und demgemäß zum Beschluß erhoben worden. Der laut Gesellschaftsstatut dm ausscheidenden Mit­gliedern sofort zu zahlende Aniheil beträgt ca. 30,000 «X. bestehend tn 20,000 »X in Baar und 10,000 X in Mobilien. Die eintretenden Gesellschafter, welche in erster Linie im Vollbesitz der bürgerlichen Ehrenrechte sein und dem Kaufmannsstand ange­hören müssen, sino gehalten, die auSscheidenden Mitglieder, die sich in jeder Beziehung deS besten Renomees erfreuen, mit allen Activen (Passiven nicht vorhanden) zu über­nehmen. Meldungen unter Beischluß eines vollständigen curriculum vitae haben biS -um 20. dS. unter der Aufschrift:Ohne Risiko" in der Expedition desBerliner Local-AnzeigerS" zu erfolgen.

- Ein Nest mit jungen Wölfen wurde, wie dieLothr. Zig." meldet, am 24. Mai von einem Korbflechter im Gemeindewalde von Gelmmgen gefunden. Allein konnte der Mann nicht wagen, die Thiere wegzunehmen, er eilte deshalb nach Hause und suchte sich Hilfe. Mit Knitteln, Heugabeln und Revolvern bewaffnet rückte eine Gesellschaft von sechs beherzten Männern dem Wolfsneste zu. Dasselve befand sich in emer Schlucht, welche hauStief und mit fast undurchdringlichen Dornen und Gestrüpp verwachsen war. Wenn ein Kampf mit den alten Wölfen tn dieser Schlucht hätte stattfinden müssen, so hätten die Helden mit den unzureichenden Waffen sicher den Kürzeren gezogen und das Nest gewiß nicht ausgehoben. Nach den im VolkSmunde lebenden Erzählungen soll Frau Jsegrimm ja bekanntlich einen ganz erstaunlichen Muth und Todesverachtung bei Vertheidtgung ihrer Jungen an den Tag legen. Diesmal ging die Sache nun glatt ab, die Wolfßjäger erreichten daS offene Feld, ohne Meister Jsearimm gesehen zu haben. Neun Wölfe kamen glücklich in ihre Gewalt.

(Unfall beim Stapellauf desHabsburg".) AuS Bregenz wird berichtet: Als am Samstag das zweite österreichische DampfschiffHabsburg" unter Hurrah- rufen tn den Bodensee lancirt wurde, brach in dem Momente, als das Schiff sich nach abwärts zu bewegen begann, die Estrade zusammen, von der auS bei der letzten Feier­lichkeit die Taufpaten die Champagnerflasche an dm Kiel schleuderte und auf welcher sich eine größere Gesellschaft von Damen unter Führung der Frau Prinzessin Thurn und Tvxis versammelt harte. Die Damen fielen nun tn den an dieser Stelle sehr wenig tiefen See und kamen, außer der Durchnässung und einigen leichten Contusionen, mit dem Schrecken davon. Am meisten litt die Frau des Ooer-Jngenieurs v. Eysarrk; sie liegt fieber krank danieder. D-r Schtffbaudtrector hatte die Gesellschaft gewarnt, sich nicht so zahlreich auf die Estrade zu begeben. Dem Schiffe ist kein Unfall zuqeftoßen.

Stuttgart, 7. Juni. sAllgem iner Deutscher Versicherungs-Veretp.) Im Monat Mai 1884 würben 378 Sckaoenfälle angemtlbct und zwar 341 äußerliche Ver­letzungen und 37 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen batten 5 den sofortigen Tod und 31 eine gänzliche ober thttlweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekaffe starbrn im Monat Mai 24. Neu ausgenommen in den Verein wurden tn diesem Monate 2771 Personen. Alle vor dem 1 März 1884 eingetretenen SLaden iricl. der Todes- und JnvaliditätSfälle sind bis auf die von 20 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 4009

Handel und VerketzN.

Frankfurt, 11. Juni. Aus dem heutigen Markt kostete der Centner Heu. .X 2.803.35, Stroh x 2.753.20, Eier das Hundert <X 4 506.00, Butter 1. Qualität X 1.00, 2. Qualität -X 1.10, Kartoffeln per Centner «X 2.002.25, Kohlrabi 8 -10 H pr. St, Erbsen 100 Kg. 19.5027.50 X, Rothkraut pr. St. 0000 Poularden X 00, Huhn «X 1.502.20, 1 Ente «X 3.004.00, 1 Taube 6000 Hahn X 1.702.00, Gans X 0-0.00, Welsche <X 7-12.

Limburg, 11. Juni. Rotber Weizen «X 16.75, weißer Weizen «X 16.40, Korn X 12.50, Gerste X 9.50, Hafer X 8.55, Erbsen X, Kartoffeln X.

^Deutsche ReiLsbank ] Die hiesige Reichsbank-Nebenstelle theilt uns mit, daß vom 1. Juli ab für Einzahlungen zur Gutschrift auf die Girokonten auswärtiger Girokunden von Seiten solcher Personen ober Firmen, welche selbst ein Girokonto nicht besitzen, eine Provision von 10 Pfg. für jede angefangenen 1000 X erhoben wird. Dagegen werden diejenigen Beträge, welche aus Disconto- oder Lombardgeschäften mit mindestens 30tägiger Zinsberechnung berrühren; sowie baar eingezahtte Beträge, welche zum Ankäufe von Werthpapieren durch daS Comptoir der Reichshauptbank für Werth- papiere tn Berlin bestimmt sind, auch in Zukunft provisionsfrei angenommen. Erfolgt die Einzahlung Nachmittags, so ist, wie bisher, für jede einzelne Einzahlung bis 4 Uhr eine besondere Gebühr von 50 Pf., nach 4 Uhr eine solche von 1 X za enttichten.

731) Ueber die Hohe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine ©der mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASEWSTEIBI «t? In

Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath erthellt

MZafferwärme der Lahn.

Am 12. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 13° R. Luftwärme 17« R- Rübsamen.

Lebende Hummer, Kdende Suppenkrebse, Irisch gekochte Ostsee-

Krabben,

Irischen Hecht,

Irische Secrungen

empfiehlt 4024

Carl Scliwaabs

Delikatessenhandlung.

MeWeug-Nähmaschine eine sehr gute WhelerLWilson, ganz billig zu verkaufen.

-4013 Neustadt 48 III.

Senfe», Sicheln, Wetzsteine, Zlartosselhacken empfiehlt billigst

Wilhelm Seibert,

3848 Marktstraße,

Allgemeiner Anzeiger.

Plakat-Fahrplan

aller auf Station liessen ankommenden und abgehenden Züge für den Sommerdienst 1884 ist auf der Expedition dieses Blattes ä 20 Pfg. zu haben.

Bestellungen hierauf nehmen unsere Zeitungsträger entgegen. BrüMselw Oraackerei.

Seerosen (Nymphea alba) empfiehlt

Berger^

4008 Lindenplatz.

Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Mansarde und Garten in den äußeren Stadttheilen ist zu dem festen Preis von X 7200. zu verkaufen durch 3625 I. Blitz.

DickwurMausen

circa 50 Tausend Stück, im Felde ge; zogen, werden abgegeben.

4002 Oeconom Helfrich.

Geräucherten

Lachs

»Bei (Li. Ideinhen», 4016______Kreuzplatz 1______

Heu und Grummttgras verkaufe von meinen Wiesen. 4021 H. Becker, Südanlage 7.

4025 Dickwurzpftanzen, per Hundert 8 Bahnhofstraße 26.

Overndorser Dickwnrzpftnnzen bei «JhaniifflbBut, 3877 Promenadehaus.

Eine Parthie alter 393&

Sensen

verkaufen billig

Brüder Schmidt am Kreuz im Winüecker'schm Hanse.