'einer nordamerikanischen, theils im Bau befindlichen, theils projectirten Bahn w Innern des Landes gemacht wurde.
Von den Bevollmächtigten derBahn wurde eine 6procentlge Airst-Mortgage-Anleihe zu circa 75 pCt. angeboten, und in Betreff der Zahlungs-Modalitäten weitgehende Concessionen in Aussicht gestellt, And außerdem als bonus die unentgeltliche UeberlassunK des Vierten Theils der Aktien versprochen. Wie es um die innere Sicherheit eines Papiers bestellt ist, welches unter solchen Bedingungen offerirt wird, braucht nicht erörtert zu werden.
Der so unerwartet erfolgteTod Eduard Lasker's hat in der deutschen Presse zahlreiche Necrologe hervorgerufen, welche fast alle in warmem Tone gehalten sind nnd der parlamentarischen Wirksamkeit des Dahingeschie- denen gerecht werden. Eigenthümlich berührt aber, daß es der Präsident des Abgeordnetenhauses unterlassen hat, einem Mitglieds, welches fast anderthalb Decennien und in so hervorragender Weise wie Lasker, dem Hause angehörte, auch nur einige Worte des Andenkens zu widmen. Freilich war Lasker seit 1879 nicht mehr preußischer Abgeordneter und Herr v. Köller erschien somit formell berechtigt, den Nachruf zu unterlassen. Nichtsdestoweniger glauben wir, daß trotzdem der Mann, dessen Namen die stenographischen Berichte, die Acten Les Hauses, die preußische Gesetzsammlung beinahe auf jeder Seite nennen, Wohl ein paar ehrende Worte der Erinnerung von Seiten des Präsidiums verdient hätte, anstatt osficiell so ganz' und gar vergessen zu werden.
Am Mittwoch fand in Berlin die Conferenz des Verbandes der mitteleuropäischen Eisenbahnen behufs Feststellung des Sommer-Fahrplanes statt. Als Hauptresultat der Conferenz erscheint dj/Annahme des von der Generaldirection der Württembergischen Staats-Eise,nbrchnen gestellten Antrages, den Sommer-Fahrplan ausnahmsweise statt am 1. Juni schon am 20. Mai in Kraft treten zu lassen, da heuer das Pfingstfest gerade aus den 1. Juni fällt und es angezeigt erscheint, den Fahrplan in Hinblick auf die starke Per- lonensrequenz zu Pfingsten schon vorher in Kraft zu setzen.
Für Frankreich bildet der am Dienstag erfolgte Zusammentritt des Parlaments zu seiner neuen Session das hervorragendste Ereigniß der Woche. Zum Kammer-Präsidenten wurde Brisson mit bedeutender Majorität wiedergemählt, worin man eine gewisse Bürgschaft dasür erblicken kann, daß die gemäßigt-republikanischen Elemente in der Deputirtenkammer auch ferner das Uebergewicht behalten werden. In der neuen Session werden wichtige innere Fragen mit zur Erörterung gelangen, vor Allem die von dem Cabinet Ferry angeregte Revision der Verfassung; indessen sollen die hierauf bezüglichen Vorlagen dem Parlamente erst nach den Osterferien zugehen, so daß einstweilen noch die Tongking-Frage die Situation beherrschen wird. In Bezug auf Tong- king sind auch wieder einige neuere Nachrichten zu verzeichnen. General Bichot hält das erstürmte Sontay mit 1000 Mann besetzt und ist dessen Umgebung vom Feinde gesäubert worden. Derselbe verlor bei der Einnahme von Sontay 400 Todte und 600 Verwundete, unter letzteren befindet sich der Anführer der „Schwarz-Flaggen", unter den Getödteten sind mehrere chinesische Officiere. Der Feind ließ in Sontay 89 Geschütze aus Bronce oder Gußeisen, darunter 7 gezogene, sowie 400 Kgr. Dynamit und 150,000 Geschosse zurück. In Hanoi sand am 28. v. Mts. — wie man glaubt, zufällig — eine furchtbare Explosion statt, durch welche die französischen Batterien und Kasernen stark beschädigt wurden. Am gleichen Tage griffen 2000 Annamiten ein von 50 Marine- Soldaten verteidigtes Außenwerk von Hanoi an, wurden aber mit großen Verlusten zurückgeworfen. Oberst Briomal hat die aufständischen Banden in der Provinz Namdinh vollständig geschlagen.
In England spielt die egyptische Frage plötzlich wieder eine Hauptrolle. Mit meisterhafter Berechnung hat das englische Cabinet den Moment abgewartet, in welchem die Regierung des Khedive durch die Erfolge des Mahdi in eine wahrhaft verzweifelte Stellung gerathen ist, aus welcher Egypten nur durch englische Hülfe befreit werden kann. Vorläufig beeilt man sich in England indessen anscheinend noch nicht so sehr mit der abermaligen Intervention am Nil, vielleicht will man erst abwarten, was der Khedive für sein- Rettung bietet.
Ein erhebender nationaler Act hat in dieser Woche in Rom ftattgefunden. Es galt, den vor einigen Tagen nach dem Pantheon überqe- führten Gebeinen Victor Emanuells, des Befreiers Italiens von der Fremdherrschaft, die letzte Huldigung des Volkes zu erweisen und so bewegte sich denn am Mittwoch ein Festzug mit ca. 25,000 Personen, Deputationen aus ganz Italien darstellend, 1500 Fahnen und 80 Musik-Capellen nach dem Pantheon wo das Grabmal Victor Emanuel's unter Blumen ganz verschwand. In der Kirche waren sämmtliche Mitglieder der römischen Communal- und Provinzial- räthe, mit Ausnahme einiger klerikalen, sowie eine große Anzahl italienischer Bürgermeister anwesend. Die königliche Familie wurde aus der Hinfahrt zum Pantheon wie auf der Rückkehr mit begeisterten Zurufen begrüßt. Nachdem der Zug am Grabmal vorbeidefilirt hatte, löste er sich allmälig wieder auf
Vermischte-.
. Frankfurt, 7. Januar. Etwas ganz „Rares", ganz Apartes wird sich hier gekannt ist es, daß in Frankfurt das weibliche Geschlecht an Zahl das oe6 ßa^ bedeutend übertrifft. Die vielen armen „Mädercher", die so allein ^ben laufen müssen, haben schon lange das Bedauern einer Anzahl Stamm L »w'ck! d«- ,Sgltch in einer hiesigen feinen R-st-urati-n °n ein und demMn ÄÄÄ Jie baben guten Herzens, wie sie sind, in der Syloesternacht den edel" herzigen Beschluß gefaßt, ein Mittel zu ergreifen, dieser beängstigenden Juuafram-nl LinmMhi!?«^!t einem gewaltigen Schlage ein Ende zu machen. Man gelangte" also rinmüihig nach langer parlamentarischer Debatte am ersten Tage des neuen Jahres r» solennen „Junggesellenball- abzuhalten Man bat sick
E^^sinnten Collegen und Freunden in Verbindung gesetzt und die Idee tftfn ?er Sn/JÄÄ Ausführung nahe. 15,000 Einladungen und ebenso vüle Tan^^n alt galten nur Junggesellen SÄft
tragen und Hochzeit halten zr?wollem tra0C' b e ßßnjen Äoften bc§ Arrangements
D- tn den Häusern mehrere °«sch°nt
welche sich nicht v-rstchert habens so trifft diese bet L mi)6ncn-
kosten niemals zu scheuen. — Der hiesige Bahnhofsbrand hat der Eifenbahnverwaltung einen Verlust von ca. 900,000 JL verursacht. Die abgebrannte Ladehalle ist bereits wieder sufgebaut. t ... . .
Nüdesherm, 7. Januar. Die Zahnradbahn nach dem Niederwalde wird von der Firma Soenderop u. Co. in Berlin tn aller Kürze tn Angriff genommen. Mit dem Ankauf der Güter, welche sich tn Privatbesitz befinden, wird bttfe Woche schon begonnen; bei gutem Fortgang der Kaufoerhandlungen würde noch in diesem Monat zur Anlage des Schienenwegs geschritten werden, während die Betrtedsmaschiukn tu Eßlingen
angefertigt werden.
London, 7.Januar. Ein schweres Unglück ereignete sich am Samstag Morgen auf der Nordwestbahu zwischen den Stationen Standlsh und Coppull, fünf Meilen nördlich von Wigan- In kurz-r Entfernung von Coppull sollte eine alte Etsevbahn- brücke abgetragen werden. Während der Arbeit stürzte dieselbe plötzlich ein und begrub eine Anzahl »on Arbeitern unter ihren Trümmern. Sieben wurden als furchtbar verstümmelte Leichen und sechs in schwer verletztem Zustande auS dem Schutt hervorgezogen. Unter den Getödteten befinde» sich auch der Brückrninspector Ham- tnonb, welcher die Arbeiten leitete, und der Werkführer de» Arbetterpirsonals. Wenige Stunden vor dem Einsturz der Brücke war ein Personenzug unter derselben durchgefahren.
— sDie Bevölkerung Deutschlands und dfejenige Frankreichs.^ Manchem Leser mag es von Interesse sein, zu erfahren, in welchem Zahleuverhältmß beide Nationen zu einander stehen und wie sich bis zur Gegenwart die Bevölkerungszu-, bezw. Abnahme bei der einen und der andern gestaltet hat. Wir entnehmen hierüber einem geößeren wissenschaftlich ausgearbeiteten Aufsatz Folgendes im Auszug:
Die Bevölkerung Deutschlands betrug im Jahre 1880 rund 45V« Mill on, diejenige Frankreichs im gleichen Jahre 37V« Mill. Deutschland hat vom Jahre 1860 bis dahin 1880 eine Zunahme von 7Vs Million Köpfen, Frankreich dagegen nur eine solche von rund 800,000 erfahren. Die Kopfzahl Deutschlands überragt die Frankreichs demnach um 8 Million oder ca. um 20 pCt. Ersteres würde also auch tm Falle eines Krieges zwischen beiden Staaten ca. 20 pCt. mehr Soldaten als letzteres in's Feld stellen können.
Es kommen in Frankreich die Eheschließungen nicht weniger häufig als in Deutschland vor, allein sie stnd dort weniger als hier mit Kindern gesegnet. In ersterem Staat kommt jedoch noch außerdem hinzu, daß in den letzten Jahrzehnten nicht nur die absolute Zahl der Eheschließungen abnimmt und die Fruchtbarkeit derselben immer eine geringere wird, sondern es stieg auch die Sterblichkeitsz ffer gegenüber Deutschland. Es stellt sich der jährliche Zuwachs in Deutschland achtmal so hoch als in Frankreich, was lediglich auf die Höhe der Geburtsziffer zurückzuführen ist. Es mutz übrigens bemerkt werden, daß die allgemeine Sterblichkeitsziffer tn Deutschland größer als tn Frankreich ist. So kamen im Jahre 1880 auf je 1000 deutsche Bewohner 25,9 Sterbe- sälle, in Frankreich dagegen nur 23, dagegen hatte Deutschland 11,6 Geburten mehr als Sierbrfällk, während in Frankreich nur 1,7 Geburten mehr zu verzeichnen sind und zwar ebenfalls auf je 1000 Bewohner.
Muß sich uns beim Anblick dieser vergleichenden Zahlen nicht unwillkürlich die Frage aufdringen, was wohl daS Schicksal Deutschlands bet seiner stetigen Bevölkerungs- zunahme und dasjenige Frankreichs bet seiner ebenso gleichmäßigen Abnahme sein muß? Leiden wir in Deutschland nicht schon jetzt an Uebervölkerung?
Allerdings kann unser Gleichmuttz sehr in's Schwanken gerathen, wenn man bedenkt, daß bet fortgesetzt derselben stetigen Zunahme unsere Nation nach 60 Jahren die doppelte Bevölkerungszfffer, also rund 90 Millionen betragen würde, während bet Frankreich hierzu 433 Jahre nothwendig sein würden. — Aber wie überall die Natur susgleichend einwirkt, so auch hier. Bereits machen sich hierin zwei sehr bemerkbare Erscheinungen geltend, die darin bestehen, daß in Frankreich der Auswanderungstrieb fast ganz verschwunden ist, dagegen ein fortwährender Zugang voll frischen Kräften aus dem AuSlande (den französischen Colonien) stattfindet. Es ist dies Deutschland gegenüber eine sehr bemerkbare Beobachtung, denn tn diesem Staat liegt das Ver- hältniß gerade umgekehrt. Bei uns ist nämlich der Auswanderungstrieb feit den letzten Jahrzehnten ein sehr lebhafter, während ein Zuzug frischer Kräfte von auswärts nicht stattfindet.
Man kann also noch nicht sagen, wie sich die Bcvölkerungsziffer zwischen diesen Heiden Nationen etwa nach 116 Jahren, also im Jahre 2000, stellen wird.
- Heber den Brand der Klosterschulr in Belleville, Illinois, sind weitere SHllderungen eingrtroffen. Beim Ausbruch des Feuers, welches in einem Kamine des Erdgeschosses seinen Ursprung hatte, lagen in den Schlafsälen im vierten Stockwerke des Klostergebäudes etwa zwanzig Klosterschwestern und sechSzig Schülerinnen im tiefen Schlafe. Das Feuer hatte schon die Treppe ergriffen, als der erste Feuerlärm gegeben wurde. Eine entsetzliche Verwirrung entstand. Der Hausordnung gemäß waren alle Thüren drr Schlafgemächsr von außen verschlossen und im Besitze der Oberin. Die Nonnen und die ihrer Obhut anvertrauten jungen Mädchen wa;en daher gefangene und sahen sich den Weg über die Stiegen verschlossen. Die Flammen ^'^rten uno prasselten immer deutlicher; die Helle Lohe schlug zu den Fenstern empor und bei ihrem flackernden Scheine sahen die aus der Stadt herbeigeetltcn Personen, die bei dem Mangel an Leitern keine Hülfe lristen konnten, die armen Mädchm tm bloßen Nachtkleide lammernd umherlaufen und die Nonnen bemüht, sie zu beruhigen und ru ermuthigen. Das Verhängniß rückte aber unaufhaltbar näher. Die Gluth nnRhA»« 1 Sterner ein, an den Fenstern erschienen die Gestalten der armen ..sie stiegen zagend auf die Fensterbrüstung und sprangen dann von der gewaltigen Hohe durch Flammen und Rauch herunter. In kurzer 8eit lagen fünfzehn Menschenkorper zerschmettert als Leichen oder tn Todeszuckungen auf dem fteinernS linhMädchen, von Todesangst erfüllt, hielten sich an ein Gesimse und schwebten so über der unheimlichen Tief-; endlich beleckten sie 2em ^chlbaren Aufschrei ließen sie ihren Halt fahren und lagen Augenblicke als gräßlich verstümmelte Leichen neben ihren verunglückten mreisi^n^De? M^-l^udorte versammelte Menschenmenge war in heller Ver- zweiflung. Der Mangel aller Rettungswerkzeuge machte es unmöglich. Hülfe zu leisten und das Klof^rthor widerstand allen Anstrengungen, es aufzusprengen. Endlich brachte man eine mächtige Eisenstange, mit welcher das Thor eingestotzen wurde. Eine Schaar beherzter Männer drang nun in das brennende Gebäude, eilte über eine Hintertrevve Raum Lhkn'LL ^lug mit Achten die Thüren^ein unbnun bÄ ?/U? betäubten Mädchen mit eigener Lebensgefahr inS Freie. Nur oterria Leben wurden so gerettet; außer denen, die durch den gewagten Sprung aus den Fenstern Trümme?»kl" Person. . Als man die ,ä=u sä ttÄ/anä srsxsst
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geboren, die Feier mit öftrer ^‘Uiungatelt und ersuchen wir Ew. Wohl-
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Glocke von Schiller. 2) Der Svariernnnn Vorttaae zu erfreuen: 1) Die
aus dem 30jährigen Krieg von Schiller und $le erfien drei Kapitel
Die Wahl fernerer (!) Nummern würde nafflrftrhCc4r^en QU§ Homers Odyssee, bleiben. Sehr erwünscht würde es sein wenn ß?t<ßen, Ermessen überlassen
Costumen halten wollen. Eberlbräubier frei"k^- agAJnc!>en rntsprechenden entgeltlich, ^ocb0^tung§oo^ Seramann^fi^ bt? 311 2 Mark un-
nachdem der erste Lachanfall glücklick^über^,nh-» .Der Künstler setzte sich sofort, Herren! Trotz meiner angesLngtefi Thätwk t k'.^ ^^Ewortete: „Sehr geehrte n°$ ^°nd°r Du°mas
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