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i Freitag Mittag 12 Uhr der Hautkranlhetteu hatten M Studrntm etngetunden, Ittn, ba Hm Schweninger Kundgebungen, weiche da? fi, als eia Student daraus ^enhauie befinde. E.wähui i 3 Wochen für dieselbe Zeil Ohne fich mit diesrin Heini Iteres sein Colleg ebendaselbst deffea gevöihtgt, ein anderer

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dierenigen die Augustinerstraße passiren konnten, welche ruhig ihres WegrS gingen. Sinter der Poltet und dem Mtlttäc standen zahlreiche Gruppen, welche ununterbrochen unter wüstem Geschrei, Drohungen und Hochrufen auf Vollmar ihrer Mißstimmung Ausdruck gaben. Wie ur.S mitgetheilt wird, bemächtigte sich der Arbeiter, als ihr Miß­erfolg vorauSzuschen war, eine furchtbare Aufregung, und wenn die Polizei nicht mit aller Energie etngeschrttten wäre, so hätten sie denFrankfurter Hof" gestürmt. Außer dem Militär war auch die Gendarmerie im Dienste. DaS Gebrüll der Massen in der Augustinerslraße war entsetzlich. In anderen Straßen wurden ruhig deS WepeS gehende Bürger insulttrt. besonder« solche, die durch ihre Kleidung katholischen Geist­lichen ähnlich sahen. AlS Herr Rackö nach Hause fuhr, wurde sein Wagen in der Bauerngasse von einem Trupp Leuten unter Hohnrufen verfolgt; eS kam darauf zwischen ,wei hiesigen Bürgern, die sich dies verbaten und den Heranftürmenden zu einem Kampf aber in demselben Moment kam eine Militärpatrouille und nahm verschiedene der Skandalmacher fest. Während der ganzen Nacht waren die gesammte Polizet- mannschast und Militärpatrouillen beordert, die Straßen zu passiren, auch stand eine Abthetlung vom 117. Infanterie-Regiment marschbereit in der Caserne.

sWahlkosten-l Ein Berliner Blatt schreibt: Wählen und Wählen war die Signatur der letzten Wochen. Was eine solche Wahl wohl kostet? Diese Fragen baden wir von nachdenkenden Leuten oft aufwerfen hören. Leider aber gibt es darüber keine Statistik. Um eine solche herzustellen, müßten sämmtltche Wahl-Comitäs ihre Ausgaben die Buchdrucker, Schreiber, Briefboten, die ReichSpoft, die Wirthe und Saal- vermiether und wer sonst noch im deutschen Reiche mit den Wahlen zu thun gehabt, Ihre Einnahmen daraus feststellen. Und daS geht nicht. AuS einzelnen Vorgängen kann man nur auf die immense Summe der Wahlkosten schließen. Für einen etnziaen Abgeordneten der Berliner freisinnigen Partei wurden noch in letzter Stunde 60,000 Girlulare in 60.000 Couverts mit 5 x 60,000 Pfg. Port» beftebt auSgegeben, zu welcher Expedition ca. 50 Arbeiter nothtg waren. Das war.nur eine kleine nachträg­liche Manipulation für ca. 3500 JL zu dem Zwecke, dem Publikum zu sagen: wählt nicht Diesen, wählt mich! Könnte man die Zahl der Circulare, Plakate, Flugschriften und nun gar erst der ZettungSarttktl auf einem Haufen erblicken, so würde dieser wohl eine Kirchthurmhöhe erreichen, nicht minder würden die bei den Wahlzwecken genossenen Gettänke einen ansehnlichen Teich füllen. Alles in Allem kann man die Kosten der Wahlen zum Reichstage gewiß auf viele Millionen Mark schätzen, aufgewendet lediglich zu dem Zwecke, den Gegen-Candidaten tu den Augen der Menge herabzufetzen und seine Wahl unmöglich zu machen. DaS schöne Geld! wird mancher ausrufen. Doch der Kostenpunkt ist im Grunde nicht so schlimm, denn das Geld geht nur auS einem Topf tn den andern und bleibt doch wenigstens auf deutschem Boden unb zu den Wahl­unkosten steuern nur solche bei, die es machen können.

Berlin. Eine der reichsten Erbinnen ist die junge Gemahlin des Prinzen Radziwtll, SohneS des General,Adjutanten des Kaisers, eine geborene Gräfin Branitzka, welche derselbe zum Sckmerz vieler Bewerber au« Parts nach der preußischen Hauptstadt hetmführte. Man schätzt ihr Eingebrachtes auf die Kleinigkeit von 35 Millionen Mark. K

Einen guten Witz machte ein Berliner Blatt, »Die Wahrheit", indem es schreibt:Es werden einige gute Haare gesucht, welche sich die verschiedenen Parteien bet den Wahlen noch übrig gelassen."

Köln, 7. November. Vergangene Nacht wurde im hiesigen Männer-Arrest- Hause am Kltngelpütz ein schändliches Verbrechen vollführt. Der berüchtigte, tn den Jahrbüchern deS kölnischen VerbrecherthumS vtelgenannte Jerusalem brach mit zwei andern Strafgefangenen zwischen drei und vier Uhr aus dem Schlafzimmer aus, dann Überfielen sie den Aufseher Arnold und erwürgten ihn. Durch die Wache wurden alle drei festgenommen. Der Ermordete war verheiratbet und Vater von 4 Kindern. Heute Vormittag stellte die Staatsanwaltschaft den Thatbeftand fest.

Neber einen recht höflichen Banknotenfälscher wird auS Lemberg be- richtet: Bei der Posthauptkaffe wurde dieser Tage eine falsche Zehnguldennote bean­standet, bei welcher an dem unteren Theile, wo sonst alS Text der auf Notenfälschung bezügliche PassuS auS dem Strafgesetzbuch- sich befindet, folgende Inschrift angebracht ist: »Verzeihung, wenn ich hier nicht die Worte, wie sie im Originale zu lesen sinn, anbrtnge. Doch würde mir dies besondere Schwierigkeiten machen, da ich doch nicht alle Sätze in so kleiner Schrift hätte schreiben können. Zum Drucke aber fehlt mir der Apparat. Ich bitte deßhalb wegen dieser kleinen Unregelmäßigk-tten um Ver­zeihung. Gleichzeitig zeige ich an, daß diese Note einen höheren Werth aI8 den sonst üblichen habe, weßhalb ich auch nicht viel machen kann. Aber drei habe ich doch schon. 12 Uhr. Krakau 1884."

SchissSuachrichten.

Bremen, 10. November. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Ems. Capt. Chr. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. October von Bremen und am 31. October von Southampton abgLgangeu war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehalten tn Newyork anaekommen.

handel und Verkehr.

Gieß en, den 11. Nooeinber. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund 1.000(0, Hühnereier pr. Stück 78 H, Käse St. 49 Käsematte 23^, Erbsen pr. Liter *20 Linsen 26 Tauben per Paar 0,500,60 H, Hühner ver Stück vtL 0.901.50, Hahnen pr. Stück JL 0.70-1.30, Enten per Stück JL 1.401.70, Gänse per Pfund 3654 H, Welsche 0.000.00, Ochsenfleisch per Pfund 6870 H, Kuh- und Rindfleisch 5660 H, Schweinefleisch 5460 Hammelfleisch 6070 H, Kalbfleisch 5660 Kartoffeln per 100 Kilo ,/M 3004.40, Milch per Liter 1216 H, Zwiebeln ver Ctr. A 4.005.00, Weißkraut pr. Stück 37 H.

Frankfurt, 10. Noumbr. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer JL 1717' fremder JL 17, Roggen eff. hies.M 157a3/<, fremd. 1574-16, Gerste eff. hies. u. Wetterauer JL 17V,I8O2, fremde JL 181972, Hafer eff. hies. JL 13723/j, fremder Jt 137?141,4. Nüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 30. Branntwein eff. ohne Faß JL 42.

Frankfurt, 10. Novmbr. Der heutige Viebmarkt war stark befahren. Ange­trieben waren 366 Ochsen, ca. 22 Bullen, ca. 240 Kühe und Rinder, ca. 308 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 6870, 2. Qual. «A 6265, .Kühe und Rinder l.Qual. .X 5560, 2. Qual. X 4250, Kälber 1. Qual. -^L 6000, 2. Qual. JL 5254 per 100 Pfund Schlachtgewicht.

ßnr geft. BeochtunG,

Schriftliche Anfragen wegen Austtinftsercheilung über Inserate rc. ksnnrar w*t mir dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für bk Rückantwort beigelcgß ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzuretchen sind, ist die Gx^dttion :a> keinerlei Auskunftserthenungen befugt. Offrrtenbrktze sind soweit keine befämm^p oeaentheifiaen Abmachunaen getroffen wurden in der Expedition abrubol-"'

Herzog! Baugewerkschuie Holzminden® § damit verbunden Maschinen-,Mühlenbau- u.MüllerschuleJ gg Winters 4. Nov. Vorunt. 6. Oct. Pensionat. Dir.: G. Haarmann. WW

Bekanntmachung.

Von der städtischen Sandgrube am Schiffenbergerweg und von einem städtischen Graben am Leifertsrod soll die EiSnutzung für den Winter 1884/85 _

Samstag den 13. d. Mts.,

Vormittags 11 Uhr, auf dem Bürgermeisterei - Bureau öffentlich versteigert werden.

Gießen, den 11. November 1884.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm. 7463

Mittwoch den 12. d. Ms.,

Vormittags 11 Uhr, in der Br amm'schen Hofraithe zu Gießen (Neustadt 55) werden:

3 neue Decimalwaagen, 2 Farb­mühlen und 1 noch wenig gebrauchter Urnenofen

öffentlich gegen Baar versteigert.

Die Bersteigeruug findet bestimmt statt.

Gießen, den 8. November 1884.

Engel, 7431 Gr. Gerichtsvollzieher.

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Allgemeiner Anzeiger.

Die Mitglieder des

Vereins hessischer Lehrerinnen" sowie Alle, welche den Zwecken desselben (Gründung eines Heimes rc.) ihre wohlwollende Theilnahme gewähren, werden hierdurch auf

Mittwoch den 19. November, Nachmittags V23 Ahr, zur allgemeinen Versammlung in den oberen Räumen des Nathhauses zu Darmstadt eingeladen.

Tagesordnung: Vorlage des Vereins-Statuts, Wahl des Vorstandes.

Darmstadt, im November 1884.

Für den einstweiligen Vorstand: 7476 L. Pfnor, Pfarrer._____________

Generalversammlung des Gesellschaftsvereins.

Die ordentlichen Mitglieder des Gesellschastsvereins werden in Gemäß­heit der Bestimmung im § 38 der Statuten zu der im Gesellschaftssaale

Mittwoch den 19* November, Abends 6 Uhr stattfindenden ordentlichen Generalversammlung mit dem Anfügen ergebenst eingeladen, daß die Tagesordnung in dem Lese- und Spielzimmer zur Einsicht offen gelegt ist.

Gießen, den 8. November 1884.

Der erste Director.

7475 __________________________________Engisch.

Zur Berichtigung:

Nachdem ich in Erfahrung brachte, daß mein Name bei Wahl­aufrufen für Herrn Dr. Gutsteifch, tetr. Neichstagswahl, miß­braucht wurde, erkläre ich hiermit, daß ich diese Wahlaufrufe nicht unterzeichnete, und ich hier von unberufener Seite, gegen meinen Willen, vertreten wurde.

A. S5ei!sti*ens

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