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ist die Wanderamcise. In dicht geschlossenen Reihen marschiren die nach Millionen zählenden Schaaren dieser Thüre durch den Wald. Als ein schwarzes, etwa zoll­breites Band zieht sich der Zug auf dem Boden durch das Gras dm. Sobald Wege oder freie Plätze zu überschreiten sind, werden zur Sicherung der Schaar die Soldaten ausgestellt. Diese haben die doppelte Größe der anderen Ameisen und biete, m t starken Zangen bewehrte Köpfe. Sie bilden zu beiden Setten des Zuges Spalter, die drohenden Waffen nach außen und in die Höhe richtend. Zwischen ihnen hindurch drangen sich neben und übereinander, immer vorwärts die Wandernden. Man kann stundenlang den Zug beobachten, ohne das Ende oder nur eine Verminderung der Wandererwahr­zunehmen. Sobald die volaufztehenden Plänkler drL wandernden Heeres eine Stelle gefunden haben, welche Beute liefert, breiten die Ankommenden sich über das Gebiet aus. Jeder Grashalm, jedes Blatt, jeder Zweig ist jetzt mit den Kerfen bedeckt. Was von lebenden Wesen nicht eiligst bet Annaheruna der Ameisen entflieht, muß Ihnen erliegen. Alles Ihterische Leben wird an der betreffenden Waldtsstelle vernichtet. Aber auch der Mensch muß sich hüten, an einen solchen von Wanderametsen überschwemmten Platz zu gerathcn, denn im Augenblicke sind Hunderte an den Beinen in die Höhe gelaufen und rächen sich für die Störung mit wüthenden Bissen.

In den Quellflüssm des Kamerun, namentlich im Wurt, sind die Flußpferde außerordentlich häufig; dort wimmelt es auch von den stetigen Begleitern jener Dick­häuter, den Krokodilen und in den Vorbergm des Kameiungebirg^s treten Elephanten in ungemeiner Häufigkeit auf. Nicht selten werden von den Eingeborenen Elephantev- zähne gebracht, welche ein Gewicht von 120-150 Pfund ousweisen.

Die Eingeborenen der Kamerungegend sind tm Allgemeinen von schönem, kräftigem Körperbau, haben aber häßliche Gesichtszüge, was besonders bei dem weib­lichen Geschlecht auffällt. Ihre Hautfarbe ist ein ziemlich Helles Braun. Hinsichtlich Ihrer geistigen Fähigkeit stehen sie hinter vielen anderen der westafrikanischen Küstcn- stämme zurück. Es ist ein stumpfes, träcus der Bildung wcn'g zugängl chetz Volk, daher auch die dort stationtrten englischen Missionare nur geringe Fortschritte machen. Die Kleidung besteht sowohl bet Männern wie bei Frauen nur tn einem schmalen, um die Hüften geschlungenen Streifen Baumwollevzeuges, welches von den Europäern etngeführt wird. In Ermangelung e n-s solchen wird em t l aus trockenen Bananenblättern angefertigt Kmder gehen ganz nackt. Die Weiber durchbohren ihre Ohrlappen, bisweilen auch die Nasenschetdewand und stecken durch die entstandenen Löcher, um dieselben zu erweitern, Propfen von GraS und Bananrnblättern, welche nach und noch mit größeren vertauscht werden, so daß die Odrlappcn schließlich tn einen großen Ring aufgezogen sind. Auch o-rwendm sie viel Sorgfalt auf die Her­stellung recht künstlicher Haartouren, inbem sic einen vom W'rbel spiralig nm den Kopf laufenden Scheitel oder eine Scheitelung von drei concentrischen Kreisen abtheilen und das Haar zwischen den Scheiteln tn zahlreich: kleine Flechten zusamm ndrehen, durch welche dann häufig ein recht künstlich aus Elfenbein geschnitzter und mit Ebenholz ausgelegter Pfeil gesteckt wirb.

(Schluß folgt.)

GerwischteS.

Hannover, 7. October, lieber ein ents.tzliches Verbrechen berichtet der Hann. Cur." wie folgt: Im Hause Ritterstroße 7 wohnt die von ihrem Ehemanne, dem Kohlenhändler Ernst Maßmeyer, getrennt lebende Frau Dorothea Maßrmyrr, geb. Lohmann, welche mit dem ebenfalls verwittweten damaligen Arbeiter Ernst Maßmeyer im Januar d. I. in die zweite Ehe trat und in diese drei Stiefkinder htnüberführte. Der eheliche Friede währte nicht lange, denn bereits im Juli trennten sich die Ebeleute, und während die Frau im Hause Nitterstroß: 7 verblieb, verzog der Gatte nach Klein-Vahrenwald. Heute früh gleich noch 6 Uhr erschien Maßmeyer, bewaffnet mit einem langen Messer, an der Wohnung seiner Ehefrau, sprengte ge­waltsam die Thür auf und drang sofort auf die wehrlose Gatt rr ein, der er einen Stich in den Hals und zwei Stiche tn den Unterleib versetzte; als der in demselben Hause wohnende Locomotioheizer August Schmktt, von dem Hilfegeschrei der Frau Maßmeyer herdeigerufen, deren Wohnung betrat und den Rasenden von weiteren An­griffen abhalten wollte, wurde er ebenfalls von Maßmeyer durch zwei Stiche tn den Hals schwer verletzt, worauf Maßmeyer sich selbst dos Messer nicht nur tn das Herz stieß, sondern mit demselben sich auch noch einen Schnitt tn den Hals beibrachte, worauf er alsbald verstarb.

Paris, 6. October. Der Polizei ist es gelungen, sich einer gefährlichen Diebes­bande, welche tn der letzten Zeit Paffy, Auteuil, Neuilly und Boulogne unsichn machte, zu bemächtigen. Dieselbe war vom 25. September bitz 2. October achtmal in ver­schiedene Häuser etngebrochen und hatte reiche Beute gemacht. Bei ihrem letzten Diebstahl sie brach des Abends um 8 Uhr bet einem Kohlenhändler ein, bei dem sie 3000 Frcs. tn Bankscheinen erbeutete wurde sie erwischt. Als sie tn das Haus etndrang, wurde sie von zwei Agenten bemerkt, welche nachdem sie den Polizei- commisfar benachrichtigt halten, ihnen nachfolgten. D e Diebe, vier an der Zahl, be­gaben sich nach Grenelle (Stadtthetl von Paris auf dem link n Setneufer), wo sie tn einer Kneipe etnkrhrten. Die Polizei folgte ihnen nach und drang in das Zimmer, wo sich die vier Strolche befanden. Zuerst überrascht, zogen sie alsbald ihre Revolver und Dolchmesser heraus. Ein heftiger Kampf entspann sich, bte Poltzeidiener behielten aber die Oberhand. Fast allen Kämpfern waren die Kleider vom Leibe gerissen; einer der Strolche war ganz nackt und man mußte für ihn Kleiber von b?r Präftciur holen. Ein Polizist war sehr Übel zugerichtet. Die vier Diebe wurden gesesselt und nach oer Polizeipräfectur gebracht. Der Polizei gelang es nicht, die ganze Bande dingfest zu machen. Sie nahm aber die Hauptmitglieder derselben fest, nämlich ihren ersten An­führer, der, erst 19 Jahre alt, Sohn eines Gendarmen und Schwager eines Polizri- dieners ist, den zweiten Anführer (26 Jahre) und zwei der Hauptmtzlleder, von denen der eine 21 und der andere 18 Jahre alt ist. Letzterer gehört einer guten Kausmanns- familie tn Grenelle an und war seit 6 Monaten verschwunden. Das Aude- Departement ist seit einiger Zeit tn Angst und Schrecken. Dort treibt fich eine Räuber­bande unter dem Befehl eines gewissen Campllla herum, welche alles ausplündert. Gestern erhielt die Polizei die Anzeige, daß Campill-r sich mit seinen Leuten in einem unbewohnten Hause in der Nähe von Orgeix aufhalte. Gendarmen wurden abgesandt und daS Haus umzingelt. Camptlla und seinen Leuten gelang es aber nach einem heftigen Kampfe dadurch zu entkommen, daß sie das Haus anzündeten und in den in der Nähe gelegenen F'chtenwald flüchteten, wohin man ihnen zu folgen sich nicht getraute. Die Gendarmen hatten auf die Räuber gefeuert, als sie über die Fels n hinübersprongen, aber keinen getroffen.

sDurchgebrannte Schafes DerFranks. Ztg." wird aus München ge­schrieben: DasDurchbrennen" scheint nachgerade kein Privilegium des homo bipes, sveciell der Kassirer, mehr zu sein, sondern auch bte vierbeinigen Bewohner unseres Erdballs anstreben zu sollen. Wie wenigstens demMünchener Fremdenbl." aus Haard bei Bad Kissingen gemeldet wird, hat daselbst in der Nacht vom 2. auf den 3. October die beim Wirthshause eingehegte Schafheerde des OrttS die Hürde durch- brochen und ist durchgebrannt. Die Zahl der Durchbrenner beläuft sich auf 108. Bei Menschen sind solche Massen-Echappements bisher noch nicht üblich und es war am andern Tage der Verbleib derselben noch nicht erutrt worden. Ob die Behörde nach Hamburg und Bremen telegraphirt hat, meldet der Correspondent desFremdenbl." leider nicht-

- Die Singhalesen, jene Ureingeborenen der Insel Ceylon, die 'feit Monaten durch ihre ethnographischen Vorstellungen in den Hauptstädten Deutschlands, so auch in Frankfurt, so viel Interesse erregt haben, sind vorgestern mit dem DampferElektra" der King-Sin Linie von Hamburg aus tn ihre ca. 10,000 englische Meilen entfernte Heimath abgedampft. In ihrer Begleitung befanden sich die Managers Mr. Johannes Casten und William Gander, bte die Söhne der Tropen im April d. I. mit dem DampferAglaja" nach Europa gebracht hatten. Die zahlreichen Elephanten die sich bei der Karawane befanden, sind in Hamburg zurückgeblieben, um demnächst an Zoologische Gärten, Menagerien rc. abgegeben zu werden.

^Italienische Weinproductlon.) DasMainzer Journal" vom 15. September probt: Faßt man die Weinvroduction im Verhältnis, zum Flächenraume tn8 Auge, so ist Italien das wichtigste Weinland der Erde; im Durchschnitte der letzten 5 Jabre hat galten ungefähr 29 Mill. Hektoliter Wein jährlich probudrt. Bei feiner Rangiruna der Weinbau treibenden Länder Europas tn Bezug auf absolute Menge der Production nimmt eS die zweite Stelle ein, da es in dieser Beziehung nur von Frankreich über­troffen wird. Trotz der schon längere Seit bestehenden großartigen Production hat der Export von Wein aus Italien stch bis vor Kurzem doch nur in sehr bescheidenen Grenzen bewegt, erst fett 1879 ist hierin ein sehr bemerkenswerther Aufschwung ein­

getreten. Im Jahre 1874 führte Italien nur 272,220 Hektoliter Wein aus, bier?8 Exportquantum ist im Jahre 1878 nur auf 536,830 Hectoliter gestiegen, im folgenden Jahre trat aber ein plötzlicher Aufschwung auf 1,076,580 Hektoliter ein und »m ver­gangenen Jahre ist fast das doppelte Quantum ixportirt worden. Die Bezüge des französischen Handels haben gegenwärtig den Hauptantheil an diesem Aufschwünge; Frankreich importirte tm Jahre 1874 aus Italien nur 73,926 Hectoliter Wein, tm Jahre 1876 war dieses Quantum auf 238,380 Hektoliter gestiegen, tm Jahre 1878 aber wieder auf 173,387 Hektoliter gefallen, tm folgenden Jahre trat bann eine plötzliche Steigerung auf 682,926 Hektoliter ein, dieses Quantum stieg im Jahre 1880 auf 1,831,086 Hektoliter, also auf fast das Dreifache des Vorjahres, sank seitdem wieder etwas, im vergangenen Jahre hat sich das aus Italien nach Frankreich importirte Weinquantum auf ungefähr l</2 Millionen Hektoliter belaufen. Außer Frankreich sind wichtige Abnehmer italienischen Weines tn Europa die Schweiz und Großbritannien, von überseeischen Ländern bte Laplata-Staaten, welche Länder zusammen, ohne daß sich erheblichere Schwankungen tn den jährlichen Bezügen für die einzelnen Staaten geltend machen, circa 180,000 bis 200,000 Hektoliter We'n pro Jahr aus Italien entnehmen. Die Bezüge italienischer Weine von Seiten Deutschlands waren früher sehr unter­geordneter Art, seit 1880 erst hat sich ein bedeutungsvoller Umschwung hierin voll­zogen, indem stch trotz der mit bem neuen Zolltarif engetretenen höheren Weinsteuer der Eingang italienischer Weine in Deutschland außerordentlich gehoben hat. Deutsch­land bezog au8 Italien tm Jahre 1874 8773 Hektoliter Wein, tm folgenden Jahre sank b'efeS Quantum plötzlich auf 1773 Hektoliter, bann stieg es 1876 wieder auf 2565, 1877 auf 5016, 1879 auf 6062 Hektoliter, 1880 aber trat eine plötzliche Steigerung der Weineinfuhr Deutschlands aus Italien auf 64,666 Hektoliter ein; nach der deutschen Waarenstatisttk bezifferte stch diese Einfuhr von Wein in Fässern im Jahre 1880 auf 1,694,600 Kg., im folgenden Jahre auf 2.077,500 Kg., 1882 auf 2,114,900 Kg. und 1883 auf 3,508,300 Kg., das ergibt also eine Steigerung feit 1880 auf mehr als da8 Doppelte. Allerdings hat Deutschland feil 1879 bis 1882 schlechte Weinernten und erst 1833 wieder ein besseres Wetnjahr zu verzeichnen gehabt und ein Theil der ver­mehrten Einfuhr italienischer Weine mag auf diese Rechnung zu stellen fein, allein da bekanntlich Die deutschen Weine wegen ihrer Eigenart so gut wie gar nicht durch Weine aus südlicheren Ländern zu ersetzen sind, so mag doch das Hauptquantum der ver­mehrten Einfuhr tn directer Concurrenz mit anderen fremdländischen, vornehmlich französischen Weinen und zwar Rothwein, sich das deutsche Absatzgebiet errungen haben; auch bte Eröffnung der Gotthardbahn mag »'n dieser Beziehung ihren Einfluß geltend gemacht haben. Nur in dieser Richtung dürfte die Bedeutung des italienischen Weinbaues für Deutschland liegen. Frankreich selbst, welches wegen der durch die Reblaus-Verwüstungen tn großen Proportionen konstant abnehmenden Production zur Drckung seines Weinbedarfs auf außerfranzösischeS Gebiet angewiesen ist, liefert und in seinen Ankäufen italienischer Weine den Beweis für die Ersatzfähigkeit derselben gegenüber seiner eigenen Production. Diese Thaisache schon erheischt mit Nothwendig- kett, daß das alte Vorurtheil gegen italienische Weine aufgegeben werde.

Innsbruck. Bei der Skarlirm'g der Gemeindeacten von Nied im Oberinnthal wurde jüngst nachstehendes Schriftstück aufgefunden:Abschrift. Königlich bayerisches Armeekorps. Tagesbefehl. Der Andrä Hofer, sogenannter Sandwirth und Haupt­rädelsführer in Tyrol, der so oft sein gegebenes Wort brach und nicht aufhörte, da? Volk durch falsche Eingebungen zu verführen, wurde soeben mit einem seiner Mit­schuldigen durch die Truppen Sr. Majestät des Kaisers der Franzosen, Königs von Italien, welche Südtyrol besetzt halten, aufgefangen. Jrn Hauptquartier Innsbruck, den 31. Jänrr 1810. Der Divisions-General, Commandircnder des königlich bayerischen Armeekorps. Unterzetchneter ReichSgraf von Erlon. Für gleichlautende Abschrift der Adjutant, Chef des Generalstabs. Boyer." Als Erledigung hat der damalige Gemeinde­vorsteher bte Worte dazu geschrieben:Au Weh!"

Unter der UeberfcbriftHundertjährige Jubelfeier des Exports amertkanifcher Baumwolle schreibt dieTtmeö": Vor 100 Jahren bestand die erste aus Amerika nach Liverpool gesandte Baumwolle aus acht Säcken. Die Zollbehörden hielten dieselbe eine Zeit lang zurück, weil e§ für unmöglich gehalten wurde, daß soviel Baumwolle in Amerika producirt werden könne I Jetzt finden wir, daß die Ernte deS vorigen Jahres 6,949,756 Ballen betrug, wovon 4,766,597 Ballen exportirt wurden.

Der Initiative des Staatsministers a. D. Freiherrn v. Starck ist cs zu danken, daß man von Staatswegen mit der Herausgabe eines Werke« über die Kunst- denkmale in Hessen an d'e Orffentlichkeit getreten ist. Wie nun bekannt wird, ist Herrn v. Starck der Vorsitz in brr Commission für die Herausgabe jenes Werkes belassen und der Ministerialprästdent Weber, wie schon früher der Fall gewesen, als dessen Stellvertreter bestellt worden. Außerdem ist der Geheime Staatsrath Knorr zum Mitglied der Commissinn ernannt worben. Letzterem Herrn, dem vor kurzer Zeit erst von der juristischen Facultät unserer LandeSuniversität der Doctorgrad honoris causa verliehen worben, ist damit eine erneute Anerkennung seiner Verdienste zu Theil geworden. Das mehrerwähnte Werk wird nun wohl so gefördert werden, daß es in der Bälde das Licht der Welt erblickt-

Stuttgart, 6. October. sAllgemeiner Deutscher Versicherungsverein.] Im Monat September 1884 wurden 414 Schadenfalle angemeldet und zwar 377 äußere Verletzungen und 37 innerliche Erkrankungen. Don den Unfällen batten 7 den sofortigen Tod und 31 eine gänzliche oder theilweife Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben im Monat September 16. Neu eufgenommen in den Verein wurden in diesem Monat 3326 Personen. Alle vor dem 1. Juli 1884 eingetretenen Schäden tncl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bis auf die von 27 noch nicht genesenen Personen vollsiändig regulirt. 6639

Die kunstvolle Uhr, welche auf dem OSwald'S Garten dahier aufgestellt ist, ist in jeder Beziehung sehenswerth und verdient allgemeine Beachtung. Mit großem Jntereffe haben wir das Kunstwerk in seinen verschiedenen Abteilungen betrachtet und waren sehr befriedigt. Wir können dasselbe Jedem zur geneigten Beachtung bestens empfehlen und ist es bei dem geringen Eintrittspreis von 20 Pfg. wohl Jedermann ermöglicht, daS mit großer Kunst und Mühe zu Stande gebrachte Werk m Augenschein zu nehmen. Wie wir hören, läßt Herr Muß, der Erfinder und Verfertiger dieser Uhr, dieselbe noch biS Sonntag den 12. October aufgestellt.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießers.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag, den 11. October.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dr. Naumann.

18. Sonntag nach Trinitatis, 12. Oktober. Vormittags 8 Uhr: P-arrer Dingeldey.

Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Schlosser- Seier des heiligen Abendmahls.

ormittags 11 Uhr (nachdem Abendmahls, Pfarrer Schlosser.

Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder­schule, Apostelgesch. Kap. 14- Pfarrer Dr. Naumann.

Anmerkung. Für den Kirchenbaufonds sind in den Monaten Juli, August und September durch die Opferbüchsen in der Kirche eingegangen 21 JC. 65 -3», an Kapttalzrnsen brs Ende Marz 1884 = Al Jt 61 Gesammtbetrag jetzt 6056 JL 97 ,3>.

Dre Pfarrgeschäfte in der Woche vom 12. bis 18. Oktober besorgt Pfarrer Schloff er.

Katholische Gemeinde.

19. Sonntag nach Pfingsten.

Von 6 Uhr an: Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl- Commu- nion. VzlO Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Die vom heiligen Vater vorgeschriebene Andacht, welche auch an allen Werktagen um 7 Uhr Morgens gehalten wird.

GMesdienst in der Synagoge.

Schlußfest.

Frertag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 61» Uhr, Sonntag Morgen 8 Uhr, Sonntag Mittag 4 Uhr, Sonnlaa Abend 610 Uhr.