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Donnerstag den 11. September

Nr. 212

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Der Ches der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivi, hat der Besatzung der CorvetteSophie" süc ihr Verhalten bei dem Zusammenstoß mit dem DampferHohenstaufen" in einem Tagesbefehl ferne Anerkennung ausgesprochen und diese auch dem Kaiser berichtet.

Wie dieWeser-Zeitung" berichtet, hat Herr Lüderitz m Bremen aus Capstadt telegraphisch die Nachricht erhalten, daß die durch ihn geschehene Erwerbung de» ganzen Küstenstrich« nordwärts von seiner ,etzigen Besitzung Angra Pequena bis zum Cap Frio mit Ausnahme der von den Engländern besetzten Walsisch-Bai eine Strecke von etwa 120 geographischen Meilen, durch Aushiffen der deutschen Fahne anerkannt morden i[t.

Das große Ereigniß auf dem Gebiete der hohen Politik ist die Reise des Czaren nach Warschau. Die Reise des russischen Herrschers gilt zwar zunächst nur Mandverzwecken, ihre eigentliche Bedeutung ruht aber auf ganz anderem Gebiete, was schon aus dem Umstande erhellt, daß dreiher­vorragendsten Mitglieder der russischen Kaisersamllie und fast sämmtlrche Mmr- üer den Czaren und seine Gemahlin nach Warschau begleiten, denn rn der Be- oleitunq des kaiserlichen Paares befinden sich der Großsürst-Thronsolger und die Großfürsten Wladimir, Georg und Nicolai der Aeltere, sowie dre Münster v Giers Gras Tolstoi, Possiet, Wannowski und Graf Worowzow - Daschkow. Namentlich die Thatsache. daß Herr v. Giers, der Leiter der auswärtigen An- aeleaenheiten Rußlands, seinen kaiserlichen Herrn nach Warschau begleitet, ver­leibt der Czarenreise einen hochpolitischen Charakter und macht es zur Gewiß, beit, daß nicht nur Truppen-Besichtigungen Kaiser Alexander nach Polen fuhren, sondern daß den eigentlichen Zweck seiner Reise d.e schon seit langer Zeit ven ilirte Begegnung mit den Kaisern von Deutschland und Oesterreich blldet All Anzeichen deuten darauf hin, daß es sich zunächst nur um eine Zusammenkunst zwischen dem Czaren und dem österrerchi chen Monarchen handelt, wahrend die Entrevue des Ersteren mit Kaiser Wilhelm vorläufig wieder zurücktritt. Wann

Politisch- U-b-rficht.

Gießen. 10. September.

Der Reichskanzler gedenkt um Mitte vieles Monats von Barzrn nach Berlin zurückzukehren, um die Vorbereitungen sur die Einberufung des Staatsrathes^zu treffen und dem Vorsitzenden desselben, dem Kronprinzen, die erforderlichen Vorträge zu halten. Es würde hiermit die politische Herbst Campagne in bester Form eingeleitet sein und dies um so mehr, als zu dieser sieit jedenfalls ftbon bie osficielle Bekanntgebung des Wahlterinuis für die Reichstaaswahlen erfolgt fein wird. Herr v. Bötticher, der Staatsfeeretär ttn Reichsamt de» Innern, hat sich noch am Samstag nach Varzm begeben un betrifft seine Reise speciell die Feststellung des Wahltermms. Rach seiner Rück­kehr nach Berlin wird derReichs-Anz." die Publikation über die Auflösung des Reichstages und den Wahltermin des neuen Reichstages bringen. 3n,»Wn tiaben die Bundes-Regierungen bereits mit den nöthigen Vorbereitungen fut b Wahlen begonnen. Bekanntlich sinb bie preußischen Behörden schon Ende vorigen Monats durch den Minister des Innern angewiesen worden, mit der Abgrenzung der ReichstagS-Wahlbezirke nach den Vorschriften des Reglements unverzüglich vorzugehen und bie Aufstellung ber Wählerlisten anzuordnen. Da aus mehreren Staaten gleiche Vorkehrungen gmieldet werden, so hegt biefet Bestimmung wohl eine Abmachung mit bem Bundesrathe zu Gmnbe. Der Bundesrath dürste seine Sitzungen wohl in der zweiten Hälste des September

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Erruzpiatz^

miel^en- beziehbar

Gießen, den 10. September 1884.

Betreffend: Die Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes. e

Du« Woffcrwll* teisamt ®*

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sein werden, haben eine Disciplinarstrafe von 5 Mark zu geroarttgen.^ ^ekmann.

------ ®rei# vierteljährlich 2 Mars 20 Pf. mit «ringerlotzn. ^sch^int täglich mit de4 Mont«gS. Durch die Poft bezogen vierteljübriich 2 Mark 50 1".

icßeuer Anzeiger

Amts- und Anzeigcblatt für dm Kreis Gießen.

unterzeichnete Commando wenden. .

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erlittenen inneren Dienstbeschädigung begründen vermogm, Lebenswandels bis jetzt;

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41 beu Beweis der vorhandenen verminderten Erwerbsfähigkeit.

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Gießen, den 16. August 1884. $$ ® Röder^, Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur. ----------------

und wo sich der Czar und Kaiser Fran, Joses begrüßen Eben, ist indessen

^riedensvartei am Pekinger Hose vollständig. unter den Stuhl gekommen is. SmRmtcr'sch--" D-l,,--m m-ld,i. b«t « Mi>,li-i-- d-, a

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wird daher Abnnral Courbet sich doch noch zur Beletzung v «

Truppen und bis zu deren Eintreffen wird er sich wohl schwerlich an größere Unte*996UrttTom Montag in Neapel eingetroffen, um durch seine Anwelenbeit der durch die Cholera-Epidemie vollständig deprimirten Bevölkerung SSt rniemleuen Tuch em"zufl°ßen Sie. «e: ta Steg g« anläßlich de« bösartigen Austretens der Cholera e.nen für d,e°sienMche Ruhe und Ordnung höchst bedenklichen Charakter erhalten und es ,st m Folge der

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