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gewidmet:

Zur Zeit, da laute Zwietracht der Parteien Die Luft durchhaMe Deutschland auf und nieder, Kamst Du mit einem Frühling süßer Lieder, Vom Tageslärm die Seele zu befreien.

Dir ward, waS feltne Sterne nur verleihen: Dein Lied klang in der Frauen Herzen wieder, Und strebend schwangst Du höher Dein Gefieder, Im Märmcikampf stets In den Vorderreihen.

Neidlos und treu den Jüngren zugewendet, Der hohen Kunst ein priesterlicher Hüter, Sahst Du im Sturme fnoßpen schon die Reiser. Nun ward Dein Ahnen wunderbar vollendet, Die Du geweissagt, unsere höchsten Güter, Siehst Du gewonnen: Freiheit, Reich und Kaiser.

geleiteten, gebildeten und unter besseren DerhSltnissen ausgewachsenen sog. politische« Verbrecher oft monatelang zusammengesperrt.

Von der chinesisch-russischen Grenze berichten diePet. Wed.", daß bei der letztenGrenzrcgultrung" Rußland ein Territorium von ca. 11.000 Quadralwerst ge­wonnen habe (was ungefähr dem Umfange deS Königreichs Boyern gleichkame) und daß sich darunter an Erz und Wald sehr reiche Gebiete befinden.

Chinefischen Blättern ist zu entnehmen, daß die Regierung des Reiches der Mitte ihre Westgrenze mit allen Mitteln zu befestigen sucht und von Dsin-Tu-Fu bis nach Zarkend eine Reihe von Forts anlegeu will; auch in Kaschgar sollen Befestigungen erbaut werden.

Zu Lübeck ist am SamStag früh Emanuel G-ibel gestorben so meldet lakonisch d-r Telegraph. Man wußte, daß der Dichter seit Langem leidend war, aber wohl Niemand hatte geahnt, daß sein L'edermund so bald für immer verstummen würde In dem schmucken StSdtletn an der Trave, seiner Vaterstadt, hatte sich Getbel vor 15 Jahren niedergelassen und hat nun auch dort an der Stätte, wo seine Wiege gestanden, seine Augen geschlossen. In stiller Abgeschiedenheit hatte er in den letzttn zwei Jahrzehnten ein beschauliches Poetendafiin geführt, fern vor^ dem Kampfe der Barteten, und selten wohl mag ein gefeierter Dichter bescheideneren Sinnes sein ganzes Lebenlang davor zurückgescheut sein, sich m die Ocffentlichkett zu drängen und das Publikum für andere Dinge, als für seine künstlerischen Gaben zu tnteressiren. So konnte es denn auch kommen, daß er für die große Menge in den letzten Jahre« bei­nahe ein vergessener Mann war und daß das große Publikum erst durch die ittngft begonnene Gesammt - Ausgabe seiner Werke wieder daran erinnert wurde, daß der $l$hÄetne schöneren Worte wüßten wir Emanuel Geibel nachzurufen, als die klingenden Verse Paul Heyse's, die dieser dem mannhaften Herold vor etlichen Jahren

N V e a L e

Gietzen, 10. April. Gestern Vormittag erschwindelte ein Frauenzimmer auf den Namen ihrer früheren Dienstherrschaft tn einem hiesigen Laden ein Paar Pantoffeln. Die Schwindlerin wurde in der Person einer lüderlichen Dirne von Leihgestcln ermUtelt uiiv von einem Schutzmann alsbald am Bergwerk etngeholt und verhaftet.

- Gestern Abend warf ein in der Wetzsteingasse beschäftigter Lacktrer mit einem Prügel nach Kindern, die ihn angeblich neckten und traf dabet einen 8jährtgen Jungen dicht an das Auge, so daß der Junge das Bett hüten und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muß. _____

Vermischtes.

Darmstadt, 8. April. Die tn Folge des Ablebens des Herzogs von Albany verschobene Vermählung des Prinzen Ludwig von Lattenberg mit der Prinzessin Victoria wird nunmehr gegen Ende Mat in Darmstadt stattfinden, allerdings unter Beschränkung des ursprünglichen Programms, aus dem namentticy die Aufführung Ä rfen te3Colombo" als Festoper ousfallen wird. Die Hochzeit der zweiten Tochter des Großherzogs, Prinzessin Elisabeth, mit dem Großfürsten Sergius von Rußland erfolgt im Juni tn Petersburg.

Berlin, 5- April. Es gewinnt täglich mehr den Arischem, daß wir hier tm Beainn einer Lohnbewegung stehen, die sich voraussichtlich auf die MehrzahlderGewerke auddehncn wird und die systematisch und von langer Hand vorbereitet ist. M't einem Strike der Klempner einer hiesigen Lampenfabrik wurde die Bewegung 'uscenirt, d e Klempner zweier enteren Fabriken folgten bald darauf nach. Nunmehr dehnte sich die Lohnbewegung auf das Tischlergewerk ans, vor wenigen Tagen haben die Tischler einer großen Tischlerei die Arbeit eingestellt und seit drei Tage« beschäftigt ein Strike der Arbeiter tn der Frisier u. Roßmann'ichen Nähmoschinenfabrck, die fetzt als Actten- gesellschaft besteht, die Berliner Arbeiterkreise in hotem Maße Ganz unerwartet tst die Arbeitseinstellung hier nicht erfolgt, bereits seit Wochen fanden unter den Tischlern der bedeutenderen Werkstätten Delegirtenconferenzen statt, in denen eine, den Sieg der Strikenden fördernde Organisation geschaffen worden ist. Wie in Dle\e"^ wo es sich um eine Agitation gegen angeblich oder ihatsLchiich arbe-terfeindliche Maß' regeln oder um eine Repräsentation der Arbeiter bandelt, scheinen auch bier dte Fach­vereine die bereits tn beachtensweriher Zahl vorhanden sind, die Träger der ganzen Bewegung zu sein. Wenn man dem zuversichtlichen Auftreten der Mrbe ier trauen darf, so sind die Strikmten ihrer Sache s-hr sicher, cs scheint, daß-in gehöriger Fonds vorhanden ist, um sie nicht wankend zu machen und vor dem Aergsten zu bewahren. Daß es den Tischlern diesmal in der Tbat sehr Ernst tst, geht auch aus dem Imstande Lervor, daß sie sich zur Leitung der diesjährigen Bewegung einen besoldeten Beamten enaaaUt haben; auch herrscht in Archeiterkreisen eine für einen derartigen Anlaß un- gewöhnliche Aufregung Gestern ist es vor dem Fabrikgebäude sogar wiederholt zu Ausschreitungen gekommen, die das Eingreifen der Polizei erforderlich machten. Be­sonders gegen diejenigen Arbei-er, welche noch fortarbeiten, richtete sich der Urimnth der Strikenden. Als die Frauen der Ersteren das Mittagessen brachten wurde dieses auf die Straße geworfen und als die bei der Arbeit verblietenen Tffckler daS HauS Nerl'eßen fehlte es nicht an Reibereien zwischen ihnen und den in dichten Schaaren die Fabrik belagernden Strikmten. Gegen Abend, nachdem eine Deputation der Strikendm mit der Direction conferirt hatte, machte diese durch Plakat bekannt, daß bte Fabrik bis auf Weiteres geschlossen ist. Heute Abend und morgen Vormittag werden Versammlungen ftaUfinten, in denen über weitere Schritte in der Angelegenheit berschen werden soll.

Erfurt, 4. Avril. Von Erfurt sind vor (inigenTagen l31. März) dieSechs, Mnbbrtifc'acr" nach Halle a. d. S- verlegt worden. In Folge dieses GarnffonwechselS haben sich, wie derN. A- Z" aus Halle als Kuriosum, aber thaisächlich begründetes gemeldet wird, an ein dortiges Vermiethungsbureau nicht wcr.tger als 40 letzt in Ersutt rn Diensten stehende Mädchen um Dienste in Halle gemeldet- Die Treue ste ist doch X'in leerer Wahn.

Petersburg, 3. April. Im Kasanschen Gebiet herrscht schon seit geraumer Zeit Hungerst oth; aber die Regierung scheint erst ganz kürzlich über die schreckliche Lage, in der sich die dortigen Bauern befinden, aufgeklärt worden zu fein. Augen­scheinlich gebührt das Verdienst, die sonst ziemlich tauben Behörden hörend gemacht zu Laben einem Dr. Popow, welcher in einem Kasanschen ßoealbatte eine ergreifende Schilderung von dem Elend der Landbevölkerung in den Kreisen Mamadysch am Wiotka und Swijaschsk bei Kasan am entgegengesetzten Wclqaufer entwarf. Nach dieser Quelle ist unter den noihleidenden Familien, welche natürlich von allen Hülfs- mitteln entblößt sind, der Hungertyphus ausgebrochen und' die, welche von diesem Hebel verschont blieben, sind tn Folge Genusses gesundheitschadlicher Nahrung Magen- rrankbeiten zum Opfer gefallen. Zu alledem mangelt es an Holz, Aerzten und Medi- etn; Brot ist in vielen Häusern lange nicht mehr gesehen worden, die tägliche Kost Lestand dort au8 Eichelvmehl und Baumrinde, kurz, das Elend soll entsetzlich sein. D'- Popow versichert, daß Augenzeugep die Thränen in die Augen traten. Heute nun meldet der Telegraph, daß am 1. April aus Kasan der vom Mirrifterium des Innern abkommandirte Boron UrxkÜll mit dem Gouverneur von Kasan in die nothleidende M-geud abaereist ist, der Präsident de« KreislandamieS und der Landpolizeimeister be- aleiim die beiden Bevollmächtigten. Damit ist indessen noch so gut w'e gar nichts gethan, denn die KreislandschastskLssen sollen vollständig erschöpft sein und durchaus Licht helfen können. Es wird also, wie das gewöhnlich der Fall zu sein pflegt wahr­scheinlich erst langer Berichte und Anordnungen bedürfen, chc ter darbenden Bevölkerung wirkliche Hülfe zu Thcil wird.

Der gröLte Dampfer der sogenannten Freiwilligen Flotte, derNishni- Nowaorod". welcher seit einigen Jahren bte verurthetlten Verbrecher aus Odessa nach der Insel Saghalin befördert, hatte auf seiner letzten Fahrt ungefähr 600 Verbrecher an Bord, von denen die gefährlichsten in großen Käfigen tm Zwischendeck eingesperrt waren. Einer dieser Käfige befand sich unmittclbar über der Rüstkammer des Schiffs und die tn diesem Käfig befindlichen Verbrecher hatten sich ein paar große Nägel zu Verschaffen gewußt, m't wachen sie so roe't eine tunte Offfnung in ten Boden ge­schnitten hatten, daß das Stück rur ausgestoßen zu werden b auchte, um den Insassen einen Ausgang zu gestatten. Die Verbrecher wollten um Mitternacht einzeln in die Rüstkammer steigen, sich bewaffnen, die Wachm niederschicßen und die ganze Mann- Mast des Schiffes ermorden. Da oerrietb einer von den Verschworenen den Plan. Es wurden Maßregeln dagegen ergriffen, allein die Beamten waren auch so schändlich, Len Verräther trotz seiner Bitten wieder in den alten Käfig zu sperren. Die Folge Dieser Grausamkeit war, baß die übrigen Verbrecher dem Verräthrr mit den Nägeln tote Äugen ausbohrten und denselben so zurichteten, daß er mehr tobt als lebendig Lerausgezogen wurde. Ehe das Schiff mit einer neuen Fracht von 500 gemeinen 7und politischen Verbrechern am 24. März Odessa verließ, verlangte ein wegen Mord Derurtbeilter Verbrecher eine Unterredung mit einem Officicr des Schiffes, um eben­falls eine Verschwörung zu verrathen. Er wurde verhört, aber während der Osficier die Aussagen des Mannes niederschrteb, spaltete derselbe mit einem versteckt gehaltenen Eisen den Schädel des Ofsicters, so daß derselbe auf der Stelle tobt war. Der Ver­brecher wurde darauf von dem Schiffe entfernt, um zum zweiten Male wegen Mordes serurtheilt zu werden. Und mit solchen brutalen Mordgesellen wurden die oft irre-

Kairo, 9. April. Nachrichten aus Berber melden die Ankunft eines Boten daselbst, der Khartum am 27. März verlassen hat und berichtet, daß die irreaulären Truppen in Khartum gemeutert hätten und die Situation daselbst eine' kritische sei. Irgend welche osftcielle Bestätigung dieser Nachricht liegt mch. vor. -^pesche des Generals Gordon an den General-Consul Baring aus Khartum vom 30. März meldet, daß mehrere Zusammenstöße mit den: Feinde stattaesunden hätten, in welchen Gordon bte Hand behalten habe. Gordon schätzt die Zahl der Aufständischen alff loOO bid 2000 Mann. Der Mahdi soll den Aufständischen 4 Gebirgs-Geschütze und 2 Nordenfeldt-Kanonen oeschickt haben. Gordon entwaffnete am 25. März 250 Baschi-Bvzuks, welche sich weigerten, zu marschiren; am Weißen Ail herrsche Ruhe; Khartum sei gut verproviantirt.

^Der hohen Kunst ein priesterlicher Hüter" das schlichte und doch fo stolze Wort ist tn der That ter beredteste Nekrolog, den mir dem tobten Dichter widmen könnten. Geibel war eine durch und durch abltge Natur, adlig tn dem Sinne des Sick elbft Treudleitens. Treu und unentwegt stand er als Dichter zu den künstlertschev, stand er als Deutscher, als Patriot zu den politischen Idealen seiner Jugend, und wenn in seinen letzten Dichtungen eine herbstliche Stimmung vorherrschend war, so war cs nicht die trübe Klage um den Verlust der Jugend, nicht ein schmerzliche« Lied vom Welken und Vergehen, sondern ein inniges Dankgefühl sür die reiche Erfüllung aller Hoffnungen, für den goldenen Ernttsegen der Erfahrung und Erinnerung, der dem Sänger an seinem Lebensabend bcschteden war. Dem Dichter, der einst, al8 er dem König von Preußen bet einem Besuche tn dem alten Lübeck den Willkommgruß der Vaterstadt entbot, mit dem sehnsuchtsvollen Wunsche geschlossen:

Daß noch deretnst Dein Äug' es sieht, W'e übet3 Reich ununterbrochen

Vom FelS zum Meer Dein Adler zieht .... demselben Dichter war cs noch vergönnt, tn schwungvollen Liedern die deutschen Siege, in rauschenden Strophen das wiedererstandene Retch und den Kaiser zu ver­herrlichen.

Emanuel Geibel war am 18. October 1815 zu Lübeck geboren und mit rührender Liebe hing sein Herz an der heimathlichen Scholle. Auch in der Feme vergaß er nimmer den Wellenschlag der blauen Ostsee und dad Rauschen der grünen Buchen­wälder, ja selbst auf dem klassischen Boden Griechenlands sehnte er sich zurück nach ter alten Stadt mit ihren Thürmm und Thoren.

In Bonn und Berlin hatte Geibel Theologie und Philologie studirt und unter­nahm bann tm Jahre 1839 gemeinsam mit seinem Lübecker Freunbe Ernst Curtius eine Reffe nach Hellas, ols deren letzte und reiffte Frucht wir wohl das köstliche Classische Liederbuch" beirachtcn dürfen. Gleich nach ferner Rückkehr im Frühtahr 1840 erschien das erste Bändchen seiner Gedichte, dem im nächsten Jahre bte männlich kraft­vollenZettstimmen" folgten. Dann zog ter junge Poer etliche Jahre hinburch manbernb in der Welt umher; tn St. Goar wurde Freiligrath begrüßt, in Weinsberg Justtnus Kerner, tn Schlesien Gras Strachwitz und als Abschluß dieser Wanderiahre Iteß der fahrende Sänger daö BändchenJumuStteder" erscheinen, das erfrischend tn die schwüle Stimmung jener Lage hineinschlug. Da erhielt er 1852 einen Rus na* München, wo ihn die Hochherzigkeit deS Königs aller Sorgen de« Kampfes um das täal che Brod zu entheben trachtete. Hier gründete sich Geibel den eigenen Herd; hier reisten dieNeuen Gedichte", hier entstanden die TragödienBrunhild" undSopho- nisde". Aber hier traf ihn auch der btttrrste Schmerz seines ß.ben§, denn nach nur dreijähriger glücklicher Ede ward ihm seine geliebte jugendliche Gattin Ada durch den Tod wieder entrissen. DaS Verhältniß zu Bayern und zur Tafelrunde des Königs löste sich im Jahre 1869; der Dichter legte alle seine Stellungen nietet und nahm wieder tn der Vaterstadt seinen bleibenden Wohnsitz. Für die ihm entzogene Pension aus der bayerischen Cabinetskasse verlieh ihm der König von Preußen duen 3atec§ödjalt. r n|$t beT Ort, auf daS poetische VermLchtniß Gdöel'S deS

Näheren etnzugehen; denn wir Alle wissen eS ja, daß der Dicktet den Schatz unserer Poesie um echte, kostbare Perlen vermehrt hat. An der durchsichtigen Schönheit und plastischen Form seiner Dichtung wird unser Volk allezeit stch erqaickm und erfreuen, an der geklarten und vertieften Welt- und Lebensanschauung des D-ckterS fick bildest und kräftigen. Seine Lieder werden alle Zeit gesungen werden und widerklingen, bevst es finb die alten, niemals ausgesungenen L'eder von der erwachenden Frühl'ngtzpracki, vom herbstlichen Blätterger.'cffel, von deS Winters befckaulicker Ruhe, von der Liebe Wonne unb Herzeleid, Lieder voll wunbersüßer Mclobie unb re zvoller Anmuth. Denst nimmer wirb die Welt an Gemüihern darben,bte auch das Lrise rührt", und darum ist auch Geibel ein ewiges Gedächtniß im Herzen seines Volkes g sichert.

Ein Ausschuß deS Senats des Staates Newyork hat, wie von dort tert Standard" gemfftet wirb, über die Resultate einer Untersuchung über die Verfälschung threrischer Producte berichtet. Die Details sind ekelerregend unb alarmtr-nh. Voll dreißig Proben von Butter waren zwei Drittel ohne jede Spur von M'lch hergeftelll. Das unbrauchbare Fttt von Schweinen und Rindvieh war ter hauptsächlichste und am meisten durchzuschmeckende Bestandtheil, aber oft war verdorbenes Fett angewandl, dessen Geruch durch salpetrige unb schweflige Säure von solcher Stärke beseitigt war, daß sie dickes Rtndsleber zerstören konnte. Auch wurde gefunden, daß bas Rohmcrteriüi. Besianbtheile enthielt, welche den Kindern schädlich sind Die beeidigten Aerzte erklärten, daß der Genuß dieser Producte einen entschiedenen Einfluß auf die Sterblichkeit Haven müsse. Der Ausschuß empfiehlt deshalb ein vollständiges Verbot der Herstellung von Oleomargarinbutter. Das Interesse an diesem Gegenstände ist nicht nur lokal, da die Exportlisten vom Februar eine Ausfuhr von nahezu 1 Million Pfund Butter Nachweisen und über 3 Millionen Pfund Käse.

Während tm Jabre 1856 Prinz Adalbert von Preußen die ihm bei der viertrn Säkularfeier der Universität Greifswald der Sitte gemäß honoris causa juerfanne Würde eines Doctors der Philosophie zurückwies und es von gewisser ^eite geradezu als eine Tactlosigkeit gerügt ward, daß eine preußische Facultat einem Gliede des regierenden Königshauses die Ehre des Doctorats anzutragen gewagt habe, ist letzt ott deutsche Kronprinz Ehrendocior der Universitäten Bonn und Oxford, m bayerischen Königshause sind zwei Prinzen (die Herzöge Karl Theodor und tfertenanb ßubrntflJ Doctoren der Medicin, tn Mecklenburg-Sttelitz ist der regierende Großherzog Dr. ofcini law und sein Neffe, der Herzog Georg, Doctor der Philosophie.

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