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Allgemeiner Anzeiger. Vorzügliches Bayrisch Cryortbier (aus der Brauerei von Zaum & Friedel in Aschaffenburg) im Zapf im Cafe Schtcinn,
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Darmstadt, 5. Jull. Nach einer Mittheilung der in Berlin erscheinenden «Deutschen vauzetttmg" hat Herr Dr. Adaun, Prtvatdocent an der technischen Hochschule In Darmstadt, ein Verfahren erfunden, um Cement für stereochromctische Bemalung tauglich zu machen. Das Verfahren ist ein einfaches und freies, so daß bet gleichzeitiger Billigkeit beffdben der umfangreichsten Verwendung zur Polychromirung von Bau-Ornamenten und plastischen Bildwerken nichts tm Wege steht; dies folgt daraus, daß die Farben nach stattgefundener Erhärtung des CemeniS einfach mittelst Pinsel aufgetragen würden. Herr Dr. Adami hat der Redaktion deS genannten Fach- blattes gleichzeitig ein mit 3 Farben — grün, blau und roih — polychromtrteS Orna- mentstück aus Cement emgefenbet. welches allerdings den Beweis liefert, baß die Er- finbung von großer Bedeutung für die Architektur werben kann, besonberS tm Hinblick auf die Wetterdeständtgkrit, bte ber Cement in jedem Klima besitzt. Insbesondere wäre ein Ersatz für GypSornamente gefunden, ein um so willkommenerer, alS das Ornamentstück aus Cement gee'gnet ist, als regelrechter Thetl dem Mauerwerk unmittelbar em« gefügt zu w.rden, statt deS bloßen Anklebens des StuckornameniS.
Crumstadt, 5. Juli. Bet dem heutigen Gewitter wurde ein auf dem Felde arbeitender Mann, als er unter einem Baume Schutz suchte, vom Blitz erschlagen. An dem Baume selbst sind Spuren des Blitzes nicht sichtbar. Unmittelbar vor dem traurigen Ereign ß hatte der Mann seinen 13jährigen Sohn zu d'm wenige Schritte von ihm entfernten Pferde geschickt und biteben der Junge wie das Pferd wunderbarerweise völlig unversehrt
Straßburg, 3. Juli. Der erste Staatsanwalt beim hiesigen Landgericht, Herr Popp, ist, wie die „Straßb. Post" meldet, gestern Abend wegen der Untersuch- ungßsache gegen die muthmaßlichen Mörder deS Apothekers Lienhard und des Soldaten Adels nach Wien abgereist. Es handelt sich wohl um den bevorstehenden Proceß gegen den Anarchisten Kammerer, dem Genosien von Stellmacher und Kumitsch.
Frankfurt a. M, 6. Juli.^ Von zuverlässiger Sette erfahren wir, daß sich die hiesigen und wohl auch die auswärt'gen Gerichte abermals mit einer Anzahl junger Leute zu beschäftigen haben werden, werk sie sich vom Militärdienst befreiten. Die Ursache dieser erneuten Anklagen sind die Agenten, welchen eS zum größten Thetl gelungen ist, ihre Person durch rechtzeitige Auswanderung in Sicherheit zu bringen. Von ihren sicheren Schlupfwinkeln aus denunctren sie jetzt Diejenigen, durch deren Geld sie ein Vermögen erlangt haben, und ist es namentlich der aus Mainz rechtzeitig verduftete Agent Wolff, welcher tn dieser Beziehung seinen sauberen College» vorangeht.
Eingesandt.
r Gießest, 9. Juli.
Geehrte Redaction!
Gestatten Sie gütigst, daß ich tn Ihrem Blatte einen Mißstand zur Sprache bringe, der von vielen empfunden wird und zu dessen Beseitigung der Stadtvorstand, dm es angeht, wohl nur eines Hinweises bedarf. Allen gesitteten Menschen gebietet es die Pietät, bte Gräber ber Verstorbenen tn wohlgepflegtem Zustanb zu erhalten Auf dem hiesigen Friedbofe ist btes aber eine schwere Aufgabe. Wo Wasser fehlt, gedeihen keine Blumen und das Wasser bei der heurigen tropischen Hitze aus bedeutender Entfernung außerhalb des Friedhofs herbeizuschaff.n. ist eine Aufgabe, die vieler Leute Kräfte übersteigt. Die Folge davon ist, daß die Pflanzungen auf den Gräbern vielfach verkümmern.
Wenn die Beschaffenheit befl Frtedhofterrains die Anlage waffersührender Brunnm auSschlteßt, so ist es gewiß ein leichtes, von der tn der Nähe befindlichen städtische» Wasserleitung ein Rohr abzuzweigen und damit im Centrum des Friedhofs einen Brunnen zu speisen, wodurch beregtem Mißstand abgeholfen wäre. Es ist doch anzunehmen, daß die Quelle, welche selbst Stoff für die städtischen Gießfäss.r hat, auch noch etwas für den Friedhof übrig haben wird.
Hochachtungsvoll
____________________________________________P. L.
Dr. med. H. Gcnsch. ^°Cf- rr™j?« S t * L“ $1-at5? 8£ »u?
Haut- u. Geschlechtskrankheiten «»phiUs"
10—1 und 3-5. Stiftetrisae 22 I. Auswärts brieflich.
Temperatur am 9. Juli (Mittags zwischen H und 12 Uhr).
Wasserwärme der Lahn 19° R. — Luftwarme 22° R.
Rübsamen.
Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde.
Die K a t e ch i s m u s l e h r e wird diese Woche, statt am Mittwoch, amSamstaa gehalten. Schlosser.
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Bekanntmachung.
Wegen Umbau ist die Brücke bei der Gänsmühle an der Straße nach dem Philosophenwald bis auf
Weiteres unpasstrbar.
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Auf Grund des § 40 des Statuts theilen wir hierdurch unfern Mitgliedern mit, daß der Zinsfuß vom 1. Juli er. ab auf 3 % festgesetzt worden ist und zwar:
a. für Beleihung von Werthpapieren, auch bei successiver Rückzahlung und
b. für Wechsel nicht unter Mk. 100 mit drei guten Unterschriften, welche bei Verfall baar bezahlt und nicht prolongirt werden und in Gießen oder an Orten Zahlbar sind, die zum Giro- Verbande gehören.
Eine Liste unserer Giro- und Jncasso-Genossen liegt auf unserem Bureau zur Einsicht offen.
Gießen, 30. Juni 1884.
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