Einzelbild herunterladen

«arten,

A Hausse,

Sik

Zien.

Masse 1.

icnften.

! zu beziehen.

§r. 35 Cts. zu Preise. Grbdn. cken pro Jahr-

lstik" erscheint f einer Karte, wt ist einzeln von 1'^Hesten Betrage mit

fctt

6 30 Pfg.

4600

__

ffen auf guter ib Modewaarcn-

d. A.

raen Mann mit doner Handschris!,: n einem en-gros-! b eine Stelle aus *ros- ober Fabrik: bescheibenen An-

rben unter H. W. Bl. beförbert.

teile

. Dranchekunbiek

4

2^

beitragen W*

16 Ö

16 29 nrt

, KseferL^ Pferdeknecht iör

^sichdmH»"

^gO-b -'M

? lt 1111

5S3***-

20

16 J

Nr. 158

Donnerstag den 10. Juli 1884

Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Vnrearr: Schulstraße 7.

PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark ö() Pf.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Boekmann.

9. Juni 1884.

Gießen, den 8. Juli 1884.

Nr. 18 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 4. d. M., enthält : 99 18o4

2!. SultiE55i ) Bekanntmachung, betreffend den Debit von Stempelmarken und gestempelten Blankets zur Entrichtung der Wechselstempelsteuer. Vom

Bekanntmachung.

® 6ri, ,r Sfle.16»-. »»* »«6 -» S >- *' »6luat 1875

S< Sch--, S-ch-- M ->-d d-- ---! d ««ich-»

Fristen dadurch nicht unterbrochen. $ Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen.

Gießen, am 8. Jul: 1884. £ Boekmann, Provinzial-Director.

sührer, der Mann des rücksichtslosen Drausgehens und Totleben's Namen ist in der breiten Maffe des russischen Volkes nie groß bekannt gewesen. Wenn daher in letzterer der Tod dieses genialen Mannes anscheinend keine große Be- weaung hervorgerufen hat, so ist dieses erklärlich, wenn aber auch das officielle Rußland sich den Manen Totleben's gegenüber in mehr als kühler Weise ver» halten sollte, so wäre dies ein Verfahren, für welches der Ausdruckundank­bar" noch zu gelind erschiene. .

In Portugal haben am 30. Juni die Deputirtenwahlen stattge- fanden. Die Regierungs-Candidaten haben hierbei eine starke Mehrheit davon- getragen und gewinnt die Regierungspartei 35 Sitze. Wie in maßgebenden Lissabonner Kreisen versichert wird, herrscht überall im Königreiche vollkommene Ruhe Nach Depeschen von der Insel Madeira, die Portugal gehört, haben auch dort die Wahlen den Sieg der Regierung über die Republikaner zum Re- sultat gehabt. Während der Abstimmung sanden Unruhen statt und wurden hierbei 7 Personen getödtet. m r , .

Im rumänischen Ministerium hat em therlweiser Personal- und Portefeuilles-Wechsel stattgefunden. Der Cultusminister Aurelian ist aus dem Cabinet ausgetreten und hat seine Stelle der bisherige Minister des Innern, Kitzou eingenommen. General Folcoianu wurde zum Kriegsminister ernannt und Bratianu, welcher das Präsidium des Minister-Conseils behält, übernahm außerdem die Leitung des Ministeriums des Innern. Die übrigen Minister verbleiben auf ihren Posten. Auf die auswärtige Politik des Cabinets Vratianu dürsten diese Veränderungen keinerlei Einfluß ausüben.

Nachdem erst kürzlich eine officiöse Depesche aus Kairo die Nachricht von der Einnahme Debbah's durch die Sudan-Rebellen dementirt hatte, ist es neueren Meldungen aus dem Sudan zufolge doch zu einem ernsten Kampfe um diese Stadt gekommen. Ein Telegramm des Mudrr von Dongola meldet, daß Debbah Ende Juni von ca. 13,000 Aufständischen angegriffen wurde die aber nach hartnäckigem Kampfe und großen Verlusten auf beiden Seiten zurückgeschlagen worden seien. Ob dies als ein großer Erfolg über die Aufständischen betrachtet werden kann, muß dahingestellt bleiben und ist über- Haupt die Bestätigung dieser Nachricht abzuwarten, denn die Meldungen des Mudir von Dongola stehen nicht im Gerüche besonderer Zuverlässigkeit.

Politische Ueberficht.

Gießen, 8. Juli.

Heber die dsiesjährige Badereise des Reichskanzlers ve^ lautet noch immer nichts Positives. Bald heißt es, er werde, wie früher, nach Kissingen und dann zur Nachkur nach Gastein gehen, bald versichert man, er werde sich in diesem Jahre birect nach Gastein begeben. Ebenso unbestimmt ist es wann Fürst Bismarck seine diesjährigen Sommerreisen anzutreten gedenkt und, da er es vortresflich versteht, seine Reisepläne bis zum letzten Moment m Dunkel zu hüllen, so muß man eben darauf gefaßt fein, daß ieder Tag uns die Kunde von der plötzlichen Abreise des Kanzlers von Varzm bringt.

Die Wahlbewegung anläßlich der nächsten Reichstags- wählen beginnt allmälig ihre Kreise zu ziehen, wenn auch sich dieselben vor­läufig noch in ziemlich unbestimmten Umrissen andeuten. Erst nach den Hunds- tagen wird die Campagne in kräftigeren Fluß gerathen, einstweilen handelt es sich für die einzelnen Parteien nur darum, das Terrain zu sondiren und .Anlehnungspunkte an befreundete Parteien zu suchen.

Die Ernennung des Mitgliedes des amerikanischen Con- g resses, John Kasson, zum Gesandten der Vereinigten Staaten m Berlin ist durch den Senat bestätigt worden. Hiermit besitzt die nordamerikanlsche Union wieder ihren osficiellen Vertreter bei der deutschen Reichsregierung, nachdem der Vorgänger John Kaffon's, Mr. Sargent, seinen Posten aus bekannten Gründen verlassen mußte. Hoffentlich versteht es Mr. Kaffon, bie freundschaftlichen Be- riehungen zwischen dem deutschen Reiche und der großen transatlanüschen Re­publik in besserer Weise als Mr. Sargent aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig ist nunmehr auch die Abberufung des bisherigen deutschen Gesandten in Washington, Herr v. Eisendächer's, erfolgt, über seinen Nachfolger scheinen noch keine positiven Bestimmungen getroffen zu sein. ,

Der Zwischenfall von Langson läßt wieder einmal den diploma- tischen Apparat zwischen Paris und Peking in seinem vollen Umfange spielen. In Paris conserirt der chinesische Gesandte Li-Fong-Pao unausgesetzt mit den leitenden Persönlichkeiten und in Peking thut der französische GesaMe Patre- notre das Nämliche mit den Mitgliedern des Tsong - li - Damen, des chinesischen Staatsrathes. Hebet den Ausgang dieser complicirten Verhandlung lassen sich indessen nur Vermuthungen aufstellen. Frankreich besteht darauf, daß Am China Genugthuung leiste und dieses Verlangen ist durchaus berechtigt, denn die Affaire von Langson charakterisirt sich unter allen Umständen als ein Bruch des Ver­trages von Tientsin chinesischerseits, da derselbe den Franzosen die Besetzung von Langson gestattete. Es fragt sich nur, in welchen Grenzen sich diese^Satis­faktion halten soll, und hierüber ist noch nichts Genaues bekannt. DieRepuvl. Fran^aise" fordert ungestüm das Bombardement der chinesischen Hafenstädte und ein Gerücht will wissen, Patrenotre sei in Peking mit Ueberreichung emes Ultimatums beauftragt. Falls die chinesische Regierung dasselbe binnen 2 Tagen nicht annehme, solle Admiral Courbet zum Bombardement der südchinesischen Küstenplätze schreiten. Da hätten aber die andern Mächte doch auch ein Wörtchen mitzusprechen und ist es überhaupt sehr zweifelhaft, ob die französische Regie­rung eine solche mehr als bedenkliche Maßregel angeordnet haben sollte.

Schon vor einer Woche brachte der Telegraph die Kunde von dem Ableben Totleben's, des Helden von Sebastopol und Plewna, und noch ist nicht das Geringste darüber bekannt, in welcher Weise Rußland das Andenken seines großen Todten zu ehren gedenkt. Freilich, Totleben, der stille ernste Jngenieur-Osficier, war kein nationaler Held, wie Skobeleff, der kühne Retter-

ßnglaud.

London, 7. Juli. (Oberhaus). Carrington bestätigt, ein britisches Schiff The Charthagena, welches von Marseille nach Cardiff fuhr, meldete aus Lissabon, es habe zwei Cholerafälle an Borb gehabt. D>- Localbehorben in Carbiff würben telegraphisch angeme en, dw Verorbnung vom ^ul 1883 gegen bas Schiff anzuwenben. Das Schiff wirb erst Montag ober Dienstag in Carbiff erwarttt.^^ ^^te, für bie nächste Sitzung ber Conseren; fei noch kein Tag festgesetzt, bie Finanz-Delegirten seien aber eifrig mit bm Arbeiten beschäftigt. Unterstaatssecretär Ashlay theilte mit, Derby habe de australischen Kolonien benachrichtigt, baß ein Ober-Comnnffarius ober: ein bepu- tirter Cormnissarius mit weikgehenben Vollmachten ^^erO-stkusteNeu. ober bereit Nähe stationirt werben solle, uni Namens, be: Königin ben.Schutz über jene Küsteauszuüben unb wenn bie Kolonien 15.0M Pst^t. für d » rttn i 4QQ5 Mausende Jahr Herstellern, solle der Commistarms sofort, ernannt werden. Die Kolonien haben soeben bisse Beisteuer bewlllgt. Die Er^ Nennung des Kommiffarius erfolgt baldigst.

Bekanntmachung.

Es wirb hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, baß nach § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875 ber Kreisausschuß wahrend ber Zeit °m 2L£jr?nb bkskrVm kknnen"öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhanblung gelangen, dagegen wirb ber Lauf ber gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen Der Kreisausschuß bes Kreises Gießen.

Gießen, am 8. Juli 1884. Dr Boekmänn.