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gesichert werden und würde eine Verzögerung in Befriedigung solcher VerkehrSbedürf- nisse ein Zurückbleiben in der Entwickelung und damit wachsende Schädigungen aur unausbleiblichen Folge haben.

Ebenso liegt ein Antrag des Abgeordneten Möllin g er vor, die Kammer wolle beschließen, Großherzogl. Regierung zu ersuchen, unter Hinweis auf das Gesetz vom 14. Juli 1884, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betreffend, eine Vorlage zu machen für den Bau einer Bahn von Worms über Horchheim, Heppenheim. Offstein an die bayerische Grenze.

Motive: »Diese Bahnlinie ist längst projectirt, wird in letzter Zeit von den an­liegenden Bewohnern dringend gewünscht nnd erhält wachsende Bedeutung durch die jetzt in Betrtrb befindliche Zuckerfabrik Offstein.

Kommenden Dienstag den 9. bs. MtS., Vorm'ttagS 9 Uhr, tritt sowohl der Finanzausschuß, wie auch der 3. Ausschuß der 2. Kammer zu einer Berathung zu- sammen, wobei sich ersterer mit dem Budget, letzterer mit den oorzunehmenden Wahl- vrüfungen beschäftigen wird. v

Berlin, 6. December. Die Commission der Conferenz berieth heute über den Bericht der Sub-Commission in Betreff der Schifffahrtö-Akte für den Congo. Der Bericht der Sub-Commission schlägt Folgendes vor: Die Schiff­fahrt auf dem Congo und seinen Nebenflüffen, sowie der Verkehr auf den eoen- tuellen Seitenkanälen und Eisenbahnen ist frei. Es dürfen nur Taxen für die Bestreitung der Kosten der Schifffahrt und des Verkehrs erhoben werden. Eine eventuell von Stanley Pool behufs Umgehung der Katarrakte nach dem unteren Theile des Congo zu bauende Eisenbahn soll derjenigen Macht übertragen wer­den, welche an den Katarrakten am Ufer liegt. Diese Macht kann den Bau einer Eisenbahn einer Gesellschaft übertragen. Die einzusetzende internationale Commission kann eventuell behufs des Eisenbahnbaues eine Anleihe negociiren mit Genehmigung der in der Commission vertretenen Regierungen. Seitens der internationalen Commission wird an der Congomündung eine Quarantäne errichtet. Die Ausführung der Schlfffahrts'Akte unterliegt der Ueberwachung der internationalen Commission. Der Bericht der Sub-Commission enthält ferner unter anderen Vorschläge Deutschlands und Belgiens, betr. die Neutra­lität des Congo und seiner Nebenflüsse. Von Amerika wurde ein Vorschlag wegen Neutralisirung des ganzen Congogebiets vorbehalten.

Köln, 6. December. Der Rhein zeigte heute früh an dem hiesigen Pegel eine Wasserstandshöhe von 2,60 Meter; die seit Wochen gestörte Schiff- fahrt konnte daher wiederum in vollem Umfange ausgenommen werden.

Stuttgart, 6. December. Die zweite Kammer hat die in der Reichs- postsparkassen-Angelegenheit von der Commission gestellten Anträge mit 82 gegen 5 Stimmen angenommen. Staatsminister v. Mittnacht erklärte 'Namens des Ministeriums, die Regierung gehe von der Ansicht aus, daß Württemberg ver- fassungsmäßig keine Verpflichtung habe, die Landespost zum Betrieb der Spar­kasse herzugeben. Angesichts der Nützlichkeit, sowie der höheren Bedeutung der Reichsoorlage in socialpolitischer Hinsicht und der Vortheile einer Reichsanstalt, werde die Regierung aber zustimmen, wofern das württembergische Neservatrecht im Neichsgesetze ausdrücklich gewahrt und die Unterstellung ver Beamten unter die württembergische Postverwaltung anerkannt werde. Selbstverständlich sei die Voraussetzung, daß der Weg einer selbstständigen Verständigung zwischen der Rerchspost unv der württembergischen Poft eingeschlagen werde. Materiell ermähnte der Staatsminister v. Mittnacht in seiner Erklärung noch einiger beim Bundesrath gestellten Anträge Württembergs, namentlich bezüglich der Repartition und Verwaltung der Sparsonds, endlich auch des freien Zustim- mungsrechts Württembergs bei allen ferneren Stadien des Reichs-Gesetzentwurfs.

Hamburg, 6. December. Das schwimmende DockBlohm Voß'' ist im Laufe des heutigen Tages aus seiner gefährlichen Lage glücklich befreit und ui Sicherheit gebracht worden, nachdem es gelungen war, das Dock sinken zu lassen und den englischen DampferAthens" herauszubringen. Der Eisgang ist bedeutend geringer geworden.

Oesterreich.

_ Agram, 6. December. In der Proceßsache gegen den Redacteur der Sloboda" beantworteten die Geschworenen die Fragen wegen Aufreizung zu Haß und Verachtung gegen die Staatsgewalt und wegen Störung der öffent­lichen Ruhe und Beleidigung des Banus in amtlicher Stellung mit Nein, worauf der Angeklagte freigesprochen wurde.

Krankreich.

Paris, 6. December. Der Municipalrath sprach sich heute mit 50 gegen 23 Stimmen betreffs ver Ausstellung im Jahre 1889 zu Gunsten des Marsseldes aus.

V"riS, 6. December. Die hiesige Handelskammer hat gegen die Er­höhung der Getreide-Eingangszölle Protest eingelegt.

Durch Straßen-Anschläge war in der vergangenen Nacht zu einem morgen m Belleville abzuhaltenden Meeting aufgefordert worden, in welchem über eine vor dem Elysse zu veranstaltende Massenkundgebung berathen werden sollte; die Plakate wurden von der Polizei entfernt.

,, PariS, 7. December. In dem Saale Favier fand heute eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von arbeitslosen Arbeitern statt die Verhand- lungen verliefen äußerst stürmisch, auch kam es in dem Saale zu Thätlichkeiten Das Weggehen der Teilnehmer aus dem Saale erfolgte aber ohne jeden Zwi­schenfall und auf der Straße kam keinerlei Kundgebung vor.

December. Senat Im Fortgang der Berathung über die Wahl, reform gaben die von Naquet (radikal) und von dem Herzog von Broalie (Reckte') Angebrachten Amendements, wonach die Wahl deS Senats mittelst des allgemeinen

Stimmrechts erfolgen soll, zu längerer Debatte Veranlassung. Mlnisterpläsident Ferrv sprach sich gegen die Amendements aus und wie5 darauf hin, daß das Hervoraehen demselben EntstehungSmoduS das gegenwärtige Astem voll­ständig umstürzen und dem parlamentarischen Regime widersprechen würde. DaS Amendement Naquel'S, welches daS allgemeine dtrecte Stimmrecht für die Senats­wahlen Vorschlag, wurde abgelehnt, ein Amendement Laremty'S, welches für die Senatswahlen daS allgemeine Stimmrecht mit zwet Abstufungen angewendet wiffeu woll.e, wurde mit 146 gegen 86 Stimmen abgelehnt. Fortsetzung Montag.

England.

London - 6. December. Beide Häuser des Parlaments wurden heute nachdem die Resormbill Die königliche Sanction erhalten hatte, bis rum 19. Febr' k. Js. vertagt. °

Vermischte-.

... 6. December. @8 trttt <ry alle diejenigen RetchSbürger hier, welche

Ä\0 C <Ö Ortsbürger, aber doch schon 4 Jahre hier anwesend sind, jetzt wieder die Pflicht heran, ihr Gemetndewahlrecht geltend zu wachen und sich zu diesem Behufe vor dem 31. December auf der Bürgermeisterei zu melden. ES ist selbstverständlich, daß wer fick schon einmal gemeldet, nicht mehr nölhig hat, dies zu wiederholen. Die vielen welche nach den letzten Wahlen sich anmeldeten, brauchen sich also " T Jne6<?nac.3UJ?Ldbe1Il\ Dagegen gibt es noch Manche, welche damals vor, aber auch "0^ der Wahl sich nicht vormerken ließen und deshalb das nächste Mal gerade so von ver Wahlurne zurückgewiesen werden, wie voriges Jahr, wenn sie sich in den nächsten eintragen laffen. Die Erfahrungen, die bet der letzten Wahl gesammelt wurden, machen es Jedem, der sein Wahlrecht noch nicht an, Semeldet hat, - und eS sind in diesem Jahre wieder Viele dazu gekommen, die es daS letzte Mal noch nicht thun konnten - zur Pflicht, dies jetzt vor dem 31. December mcht zu versäumen. Schiebe eS Keiner auf, sondern thue es sofort.

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Handel und Verkehr.

Grünberg, 6. December. (Frachtpreise.) Weizen JL 16.60, Korn Jt 16.20, Gerste «4L 14.30, Hafer JL 12.50, Erbsen JL 16 66, Linsen jl 00.00, Lein JL 00 00, Samen JL 22.00, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 0.00.

Frankfurt, 6. December. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Heu JL. 2.503.30, Stroh JC 2.202.30, Eier das Hundert JL. 5 709.50, Butter 1. Qualität JL 1.05, 2. Qualität JL 1.15, Kartoffeln per Centner JL 1.902.25, Kohlrabi 30 H pr. St-, Erbsen 100 Äg. 22.0030.00 X, Rothkraut pr. St. 1535 A Poularden JC. 00, Huhn^L 1.002.00, 1 Ente JL 2.002.70, 1 Taube 4060^ Habn .X 1.902.00, Gans JL 610,00, Welsche JL 5.00-8.00 '

Kirchliche Anzeigen Ser evsngei. Gemeinde.

Heute, Montag, Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostel- gesch. Kap. 20. Pfarrer vr. Naumann.

Theater.

unserer Gästin, Frau Charlotte Lange, wird nach unS zuge­gangenen Berichten ein ganz außerordentlicher sein. 6 ü

» ??^oben Anklang eine derartige Vorstellung mit einer bestrenommirten

ersten Kraft als Gast bet dem hiesigen Publikum findet, beweist die Thatsacke daß bereits am Freitag Abend bet dem ersten Bekanntwerden des Auftretens der berühmten Künstlerin die ersten Rethen des Sperrsitzes reseroirt werden mußten. Da, abgesehen von dem hohen künstlerischen Genuß, die Dtrection auf diese Weise auch materiell die ^^?ft"ft°!^^telt, so wird es gewiß angezetgt sein, daß sich dieselbe ernstlich bemüht, statt des einmaligen Gastspiels ein mehrfaches zu erzielen. Frau Charlotte Lange wird jedenfalls von dem hiesigen Publikum auch bann wieder mit freudiger Begeisterung für die Vertreterin der wahren Kunst empfangen werden.

"" Weihnachten und die Lebensversicherung.) Nur roch wenige Wochen trennen uns Dom WethnachtSfeste, zu dessen würd ger Feier schon jetzt vielfach mit den Vor­bereitungen begonnen wird.

Da ist eS denn auch an der Zett, alle Diejenigen, welche für irgend Jemand zu sorgen haben, darauf hinzuwetsen, daß sie ihrer Familie keinen besseren Beweis ihrer Liebe zu geben vermögen, alS wenn sie ihr Leben zu Gunsten derselben versichern und b??ur£bJren»3urunft 0eßen bte äMfelfäHe des Schicksals zu sickern suchen. Wie ost reißt der Tod mit unerbittlicher Hand den Ernährer aus der Mitte der Seinen die dann nur in den seltensten Fällen in einer so glücklichen Lage zurückbleiben werden,' daß in ihren LebenSgewohnheiten und Ansprüchen keine allzu fühlbare Einschränkung einzutreten braucht. In der Regel aber wird mit dem Tode des Vaters die bange Sorge sich über die Schwelle des Hauses schleichen und nur durch die Bethilse der Mitmenschen gemindert werden können, die in Anspruch zu nehmen der Verstorbene sich selbst nie entschlossen hätte. Zum M ndesten wird c8 aber der Wittwe ohne Ver­mögen kaum mögl ch sein, ihren Ktndern die Erziehung und Ausbildung »u Tbetl werden zu lasten, die der Vater für sie beabsichtigt hatte. Darum ist es Pflicht eines jeden denkenden Menschen, so viel an ihm ist, auch für den Fall seines unerwartet frühen Todes Vorkehrung zu triften, daß feiner Familie es erspart bleibt, sich auf die Barmherzigkeit Anderer angewiesen zu sehen. Es sollte aber auch Jeder, der diese Nothwendtgkeit für sich selbst erkennt und ihr Rechnung getragen hat, seine Verwandten Freunde und Bekannten anregen, mit der Versicherung ihres Lebens nicht zu warten bis es zu spät ist, sich vielmehr zu versichern, so lange sie sich noch im Vollbesitz ihrer Gesundheit und Erwerbsfähigkeit befinden.

Eine LebensverstcherungSpol-ce auf den Weihnachtstisch, daS ist gewiß tu vielen Fallen das fckönste Weihnachtsgeschenk!

Briefkasten.

Herrn 8. So gern wir auch Berichte über Vereins-Versammlungen rc. auf. nehmen, so müssen wir jedoch von Ihrer Einsendung Abstand nehmen. Der Bericht ^Er^wtssenschaftltch^ Vorträge, betreffend .Forellensamen^,HärtngS, zucht" undUnterschied zwischen den Land- und Bäckerschweinen" dürste eher für eine Earneoalszeitung vasten.

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