V
1884,
Samstag den 8. März
Rr. 58
ireclor,
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag».
Bwita» t Schulstraße 7.
Abschluß.
Ausstände
2.
Kreise
Summe der Einnahme . 6785,56
3078,40
Ausgabe
Beckenhaub.
<^n Gemäfibeit des Art 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. ^ Giessen am 23 Februar 1884. Der Vorsitzende des Provinzralausschuffes der Provmz Oberheffen.
p ’ o Dr. Boekmann.
w
über
Besoldungen
Diäten und
nm'tielbarer egene
4) Lehr- und Hülfsmittel zum Dienst des landwirthschaftlichen Unterrichts.
5) Bienenzucht.
6) Thierschutz.
Laut an den Unterzeichneten Seitens des Königlich Niederländischen Generalconsulats zu Frankfurt ergangenen Mittheilung soll in den Tagen vom 25. August bis 6. September l. I. zu Amsterdam eine internationale landwirthschaftliche Ausstellung abgehalten werden.
14.
15.
16.
17.
1114,67
85,35 3750,—
200 — 1635,54
"ES können daselbst ausgestellt und prämiirt werden:
1) Pferde, Kühe, Schafe und Schweine; erstere beide von 100—250 FrS. pro Stück, letztere beide bis zu 50 Frs. pro Stück.
2) Butter, Käse, Milch rc.
3. Beiträge der
4. Kapitalzinsen
5. Proceßkosten
Betreffend: Die Abhaltung einer internationalen landwirthschaftlichen Ausstellung zu Amsterdam 1884.
ohne Umlabunn, sme Glos, Porzellan ic. bc- r Garantie Bender, Mackstr. 2.
Der Rechner der Provinzialkaffe Oberheffen. Grüneberg.
Prei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Brtngerlohra.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Ausrna aus der von Großherzoglicher Ober-Rechnungskammer abgeschlossenen Rechnung der Provinzialkasse der Provinz Oberhessen für 188l|83.
Revidirt, ohne daß sich für vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 18. December 1883.
Großherzogliche Ober-Rechnungskammer.
Hahn.
Gegen diese Ausführungen wendet sich Ministerialrath Fink, indem er darauf hinweist, daß Preußen wett weniger Bahnen habe wie das Großherzogthum und noch lanae Rett 30-40 Millionen jährlich verwenden könne, bis es den Stand des Groß- herzoathums erreiche. Auf solche Weise werde sich die Etsenbahnschuld Hessens verdoppeln und man müsse deßhalb mit großer Vorsicht zu Werk gehen. Die Kammer habe der Regierung geradezu das Messer an die Kehle gesetzt, eine Secundärbahnvorlage »u machen und hätte die Regierung nun darin ihr Möglichstes gethan. UebrigenS seien die meisten derartigen Forderungen übertrieben; wenn nichis mehr angeführt werden könne, so käme man mit Steinen, deren Transport möglich sei, und wenn alle Stetn- brüche aufgeschlossen werden sollten, wären noch mehr Bahnen zu bauen. Es handle sich nicht darum, nur Bahnen zu bauen, sondern die Brvölkerung müsse sie auch verstehen zu benutzen und deßhalb habe die Regierung geglaubt, vorerst nur einzelne Bahnen zum Bau Vorschlägen zu sollen; damit sei keineswegs ausgeschlossen, daß auf jedem Landtag neue Anträge Seitens der Regierung an das Haus kämen.
Die Abgg. Sturmsels und Pfannstiel sprechen sich gegen Zurückweisung der Vorlage aus und auch die Abgg. Heinzerling und Schröder nehmen einen ähnlichen Standpunkt wie Großh. Regierung ein, mdem sie betonen, daß mit b efer morTaae ein Anfang gemacht werde zu einem Sccundarbahnnetz. Die Abgg. Wolfs- kehl°° Metz und Maurer vereinigen ihre Stimmen auf die Anträge der Ausschuß. Majorität und wollen sämmtliche weiteren Amendements der Reg erung zur möglichsten Berücksichtigung anheimgeben, während Abg. Ellenberger m längerer Rede sich gegen jede beabsichtigte Opposition in Bezug auf die Vorlage wendet.und die Regierung des Dankes der oberhesstschen Bevölkerung versichert, die jetzt gesehen habe, daß sie doch nicht, wie angenommen, das Stiefkind der Regierung sei.
Die Fortsetzung der Generaldtskussion wird hieraus auf morgen Vormittag 9 Uhr vertagt.
Berlt«. 5 März. Das Abgeordnetenhaus berieth in der heutigen Sitzung runächst Über den Antrag WIndthorst, betreffend die Aufhebung des Sperrgesetzes. Die Abgeordneten Windihorst, Schorlemer, Mojunke, sowie G-rlich (konservativ) ver- tbetdigten den Antrag, während die Abgeordneten Hammerstetn und Mmnigerode erklärten, daß der größte Theil der Conservattven gegen den Antrag stimmen werde. Der Cultusmtnister gab die Erklärung ab, daß die Regierung wie das Centrum die Herbeiführung des Friedens wolle und daß sich nur die Wege bei beiden unterschieden. Für dd! Regierung könne der Weg nur 1n dem Rahmen gesetzlicher Bestimmungen iiegen sie könne nicht In merttortsche Verhandlungen über die verschiedenen einschlägigen Fragen eintreten und werde sich dem Anträge gegenüber ablehnend verhalten. Die Reaierana könne sich nicht an einer Diskussion betheiligen, welche nur die Le den- schaftm errege^ und fördere. ®er Abgeordnete Richter sprach für den Antrag Windt- horst indem er äußerte, die Regierung habe bei der Anwendung des qu. Gesetzes die Staatsauiorität nicht gewahrt; die Politik der Regierung sei -'ne reine Handelsvolitik. Bei dem Schlußwort sagte der Abgeordnete Windthorst, das Haus habe nicht nur d°8 Geld zu bewilligen, sondern auch das Recht, auf Beschwerden eine ausreichende Antwort zu verlangen; sonst könne es diese Gelder verweigern. Er verlange wenigstens darüber Auskunst ob eine Verlängerung der diskretionären Vollmachten beabsichtigt werde. Der Antrag Windthorst wurde in namentlicher Abstimmung mit 209 gegen
»Ä i «K*-
M------ n
;r Neufundländer- g Kn Namen „ßcctor"" feit. Dem Sieber: jelÄmng. Var Än- rornt. Abzugebm m 157o
Gesammtsumme der Einnahme . . „ „ Ausgabe . • _
Verglichen, bleibt Rest .
welcher besteht:
a. in Vorlagen . . . 529,17
b. in baarem Vorrath 2549,23 Gleiche Summe wie oben ———
Gießen, den 20. Juli 1882.
11 Anzeigen.
den Vorzug.
_____Wetzsteins 7, Derrn Peters
£utt8 iu -er Ferne.
n ein schwarzes Tuch rwd) dem Seltersweg. 8fi eine Belohnung in
Gebühren.....i •
Botenlohn und Verkündigungskosten . . - Für Bureaugegenstände und Geräthschaften .
Summe der Ausgabe
" W,ooo
Fransportg
von M
g Bender J essen. V
einer |u °m
-iroei Logiz 5 nin,_ °ermiethkn ' Ekp-d. d. BI.
1375,- 1591,56 173,63 566,97
3707,16
,e Archer BeMstiguug aus der ahütte in Haiger._
. 6785,56
. 3707,16
. 3078,40
aß geeignet, 0 sogleich zu sei der
Rllbr -Nr. Gi»«ah«e.
1. Kaffevorrath aus vorhergehenden Jahren
i-schAk
2^- —
fflhl. II.
tehem'r Anzetger
Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen.
M Mogramme und jede Nähere Auskunft ertheilt das Königlich Niederländische Generalconsulat für: das. Großherzogthum Hessen zu Franksurt. Fr?edelhausen, am ^25. Februar 1884.
Darmstadt, 6. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute Nachmittag halb 2 Uhr das aus den Herren Kugler, Muhl, Heinzerling und Wolsskehl bestehende Bureau der zweiten Kammer der Landstände.
_]. Darmstadt, 6. März. fZwcite Kammer der Landstände.j Heute Morgen fand die 62. Sitzung der zweiten Kammer statt. Nach Eröffnung derselben verkündigte der Präsident einen neu eingelaufenen Antrag d-r Abgeordneten Schade und G r ü n e- walb auf Errichtung einer Eisenbahn von Hersfeld über Alsfeld nach Köln und gab der Kammer ein Schreiben des Präsidenten Großh. Finanzministeriums zur Kenntniß, wonach derselbe seine Bereitwilligkeit erklärt, die Interpellationen: 1) des Abgeordneten Schaum und Genossen, die Baumpflanzungen an Staatsstraßen betreffend, und A des Abgeordneten Lautz, die Fahrb'llets der Hessischen Ludwigsbahu betreffend, zu ^""t^Sodann erstattete Abg. Theobald Namens deS 1. Ausschusses mündlichen Bericht über die eingelaufenen Vorstellungen und Anträge Zwecks Erbauung von Secun- därbahnlinien. Die meisten dieser Eingaben re. werden nach dem Ausschußantrag der Regierung zur eingehenden Prüfung und event. Berücksichtigung für nächsten Landtag empfohlen; die Minorität im Ausschuß tritt diesem Anträge jedoch nur mNer dem Vorbehalte bei, daß ihre Anträge im Bericht über die Vorlage in glcrchem Betreff reine Abänderung u. s. w. erlitten. , .... . m ,n. .
Die Kammer trat hierauf in die Tagesordnnng ein und eröffnete der Präsident die Generaldiskufston über die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betr. ,
Abg. Arnold brachte sofort verschiedene Amendements ein, deren Zweck die Errichtung von Secundärbahnlinien im südlichen Odenwald ist, und begründete dieselben mit der Vernachlässigung des Odenwalds in der rubr. Vorlage, da auch die projecttrte Bahn Reinheim-Reichelsheim in keiner Weise ausreichend sei.
Abg. Frank ist in hohem Grade erstaunt über die Vorlage und will nicht die geringste Spur von System in derselben entdecken können. Er vertritt die Ansicht, daß man das Gesetz der Regierung einfach zurückgäbe, damit man, nach solcher Vertagung, nicht noch einmal eine Vorlage erhalte, die so gut wie gar nichts erreiche und sieht sich schließlich veranlaßt, im Falle die Amendements des Abg. Arnold keine Zustimmung finden, gegen das ganze Gesetz zu stimmen. n
Auch Abg. v. Rabenau ist damit einverstanden, daß die ärmsten Landestheile berücksichtigt werden, er will aber nicht mit Verwtlligung der Vorlage einen Sprung in'S Dunkle hinein machen, wie dies bei den Oberh. Eisenbahnen seinerzeit geschehen, und ist überzeugt, daß in diesem Falle hierbei das nämliche Resultat herauskäme. Der Redner plaidirt also für Zurückgabe des Gesetzentwurfs an die Regierung, möchte aber doch schleunigst auf diesem Gebiete vorgegangen wiffen, weil man in andern Staaten zum großen Nachtheil unserer ärmeren Landestheile wett voraus sei. Er exemplificirt auf Preußen, welches 272 Millionen schon jetzt verwendet habe und wo 60 Millionen weiter jährlich verwendet werden sollten, um das Land wirthschostlich aufzuschließen. Im Staat Hessen müßten mindestens 10 Millionen bereits verbaut und jährlich mindestens 2 Millionen geopfert werden, damit die Concurrenz mit den übrigen Staaten bestanden und die hierzu erforderlichen 450 Kilometer Nebenbahnen erreicht I würden.


