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W, vvn , \o möge er solche im ptcui. Landtage habe, daß man die be ablürzen wallen, entgegengetreten fei. ;er Parla-mentarier lern liberalen Can- en feiner politischen hvhimg der Getreide- Is Grundlage unseres ung der Getteidezolle rütcr ausgedrückt zn utzzvll dem Auslände nicht beurteilt sehen t wolle rcactionären von herm Dr. G»t-
imen, daß, wahrend Msche und wahrend atuier to** otwn«IibK«l“ I*- 1« gitmd-z»-->»- alte °b «« f* **"* a Ui, ««* ™e^9: J) d-s ** feine P-tn b!t vninj treibe« «*• L Sinnmi i*® % einet eta* -andern bie B» Sen«bie$»n *
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Tampf bethätigten sich die Nationalliberalen in trauriger Weise als Gegner der wahren $relI)Uhierauf schloß Herr Dr. Dittmar mit einem begeistert uusgenommenen Hoch auf das Vaterland die in ihrem Verlause äußerst interessante Versammlung.
Vermischtes»
oiu§ Oberschlesien bertckten die „Schles. VolkSztg." und der „Oberschles- An»w über einen Bauerntumult, der sich aus Anlaß der Landvermessung in und bei Guhrau ereignet hat. Wir entnehmen den beiderseitigen Angaben das Folgende: Die Aeckcr des Fürsten von Pletz werden durch die mitunter ganz kleinen Parzellen der bäuerlichen Grundbesitzer von Guhrau durchkreuzt und unterbrochen. Behufs Arrondirung derselben beantragte der Fürst tn diesem Jahre die Separation. Am 15. d. M. kam ein Feldmesser nach Guhrau, um zunächst tue Bonitirungsarbeiten zu beginnen, aber schon betm Betreten der ersten Feldmark wurde er von einigen Einwohnern insultirt; die Leute wollten auf ihren A-ckern feinen Spatenstich machen lassen; daher nahm derselbe von der Fortsetzung der Arbeiten Abstand mit dem Bemerken, er werde bald wieder kommen aoer er werde bann nicht allein kommen. Dienstag den 23. d. M- kam er daun auch tn Begleitung mehrerer Beamten wieder; außerdem waren einige Grnda-m-n iuae^en. Die Bauern widersetzten sich nichtsdestoweniger und es mußte irr Ne'rbaltuna eines derselben geschritten werden. Wahrend sich dieses vollzog, wurde, nachdem die übrigen Dorf'nsassm von dem Vorgänge seitens der Ruhestörer in Renntnifi aesltzt worden waren, die Sturmglocke geläutet, worauf sammtliche Einwohner nan ®ubrau, Manner, Frauen und Kinder, mit Knitteln, Sensen rc. bewaffnet auf bem betreff nden Feldtheile erschienen und den Gefesselten mit aller Gewalt befreien wollten. Trotzdem die Leute wiederholt zur Ruhe und zum Gehorsam verwiesen wurden drohten sie fortwährend unter den gröbsten Beschimpfungen den Mitgliedern der Comrnffsion, insbesondere dem obersten Leiter derselben, m'.t Todrschlag. In Folge der wi-dcrbolten Verweisung auf die Folgen der Ruhestörung wurden die betreffenden Rustikalbesitzer nur noch ungestümer, ja sogar thätlich, weshalb b^e Gendarmerie ge- nolhrot war, Feuer zu geben und zwar ist hierbei einem Hauptaufwtegler ein Schuß durch den Oberschenkel gegangen, so daß er zusummenbrach. Demnächst wurde der Gefesselte nach dem Gerichtsgefängniß zu Pleß transportirt, während die übrigen Ruhestörer den Verwundeten umstanden. Die BonitrrungScommtssion begab sich, da es inzwischen Abend geworden war, nach Pleß, wobei ihr seitens der Bauern abermals die größten Beschimpfungen und Drohungen zu Thetl wurden. Es sind noch an diesem Tage 25 Mann Ulanen aus Pleß nach Guhrau zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung commanbht worden und bleiben dieselben auf Kosten der Gemeinde so lange dort, die Bonitirung beendet ist. Der tn Pleß zufällig anwesende Staatsanwalt hat die Untersuchung sofort eingeleitet. Der „Oberschles. Anz." fügt diesem Bericht hmzu, daß Rückfragen seinen Jnbalt voll bestätigen.
Theater.
—a. Gießen, 6. October.
Wir sahen gestern die Gesangsposse „Ehrliche Arbeit". Es ist sehr erklärlich, daß das Stück ein Repertoirstück des Berliner Wallner-Theaters ist, denn eS ist „berlinerisch" durch und durch, von dem Namen „Schultze" bis zu den Plötzenseeer Pfahlbau-Witzen; und wenn auch nur der Obergeselle den Namen „Kalan" trägt, so hindert das nicht, daß wir fast auf Schritt und Tritt jenen zwerchfellerschütternden Kalauern begegnen, die man immer wieder gerne belacht. Doch nicht das allein sichert dem Stück auch an anderen Orten eine günstige Aufnahme, es hat tn der That einen tieferen Gebalt. Die Lächerlichkeit des plötzlich oder rasch reich gewordenen Geldprotzen, d-ssen Bildung der Geldfack und dessen Ideal der Adel ist. die Erbärmlichkeit eines »eist- und gewissenlosen Bettel-Adels, der auf die ehrliche Bürgerarbeit mit Verachtung herabsieht. — die Vertreter der wirklich „ehrlichen Arbeit", die mit Luft und Liebe an ihrem Stande hängen, das alles hat der Dichter lebensklar und warm gezeichnet; und wmn auch die landesübliche Verlobung das Interesse fefthält, so ist doch die Einkehr des Speculanten Schultze in sich selbst und die Rückkehr zu seinem früheren Beruf der sittliche Schlußstein der Handlung.
D e Darstellung war durchweg gut und ging flott von Ststten. Herr Voigt (Schultze) bot eine tresfl che Leistung; Frau Größer spielte die Schwiegermutter, die schlimmer ist „als zwei Feldzüge" ausgezeichnet und mit aller nothwendigen hoch-
fahrenden Adels. Arroganz; ihre Tochter Lydia, Schultzes zweite Frau, wurde durch Fräulein v. Jagemann mit Chique und Noblesse wtedergegeben; ihre Toilette in dem letzten Acte belehrte uns, daß auch auf der Bühne Geschmack mehr wirkt aI8 aller Luxus. Die drei unverheiratheten Baroneffen Athalia, Flamin«, Eulalia (Fräulein Barnow, Frau Voigt, Fräulein Fr. Eng) zeichneten sich au8 durch gut geschulte unterschiedliche Ohnmächten. Auch die übrigen Vertreter der Aristokratie waren durch die Herren Haupt und Achenbach gut oertretcn. Die Volkspartei zeigte uns ein munteres und spielsicheres Völkchen. Die Damen Fräulein Sommer (Margarethe) und Fräulein A> Eng (Lottchen, Köchin bei Schultze) spielten und fangen recht brav; sie verfügen über angenehme, geschulte Stimmen und ein sicheres Gehör. Der Conditor und Mondscheindichter August Rentze (Herr Halm) trug durch seine köstliche Erscheinung, unterstützt durch tüchtiges Spiel nicht wenig 'zur allgemeinen Heiterkeit bei; Herr Schwaz bemühte sich, seine recht schwierige Rolle nach Kräften zu lösen. Ueber die Leistung des Herrn Director Herrmann (Kalau, Obergeselle) ein Wortde8Lobes zu sagen, wäre Ueberfluß; man muß selbst das Stück sehen, um den stürmischen Beifall des Publikums zu verstehen; wir hoffen sicher auf eine Wiederholung.
Die Musik ließ trotz aller Bemühungen des Theater-CapellmeisterS (Herr Grämlich) zu wünschen übrig; daS hinderte übrigens nicht, daß die netten Couplets der Herren Voigt und Schwarz den reichlichen Beifall des Publikums errangen*
Handelt und
(Srünberg, 4. October. (Fruchtpreise.) Weizen Jk 17.10, Korn Jk 16.90, Gerste Jk 14.50, Hafer Jk 12.50, Erbsen Jk 16.00, Linsen Jk 00.00, Lein Jk 00.00, Samen Jk 00.00, Kartoffeln Jk 3.00, Wicken 0.00.
Frankfurt, 4. October. Aus dem heutigen Markt kostete der Centner Heu Jk 2.85—3.20, Stroh Jk 2.00—2.20, Eier das Hundert Jk 5 40—6.00, Butter 1. Qualität Jk 1.15, 2. Qualität Jk 1.20, Kartoffeln per Centner Jk 2.25—2.75, Kohlrabi 3-4 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 24.00—32.00 Rothkraut pr. St. 10—20 Poularden Jk 0—0, Huhn jk 1.00—2.00, 1 Ente Jk 2.00—2.70, 1 Taube 40—60 Habn 1.90—2.00, Gans Jk 4—7.00, Welsche Jk 5.00-8.00
Farbige seidene Surah, Satin merveilleux, Atlasse, Damaste, Seidenripse und Taffete Mk. 2.20 per Wteter bis Mk. 12.25 versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik-Depot von G. Henneberg «König!. Hoflieferant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20 H Porto nach der Schweiz. 6533
Repertoir der vereinigten Ztadttheatcr;u Frankfurt a. M.
Opernhaus.
Dienstag den 7. October: Carmen.
Mittwoch den 8. Ociober geschlossen.
Donnerstag den 9. October: Mtgnon.
Freitag den 10. October geschlossen.
Samstag den 11. October: Martha.
Sonntag den 12. October: Teil. (Oper.)
Schauspielhaus.
Dienstag den 7. October: Spielt nicht mit dem Feuer. Hierauf: So sein fe!
Mittwoch den 8. October: Nanon. (Operette.)
Donnerstag den 9. October geschloffen.
Freitag den 10. October: Das Käthchen von Heilbronn.
Samstag den 11. October: Zum ersten Male: Don Jüans Ende. Trauerspiel in 5 Akten von Heyse.
Sonntag den 12. October: Rosenmüller und Finke.
Montag den 13. October: Der Salontyroler.
Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde.
Heute, Montag, Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Apostel- gesch. Kap. 13, van Vers 44 an. Pfarrer Dr. Naumann.
Hohvcrßcigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 13. October 1884, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den Districten Neuhege, Heingesboden und Qberhag nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz.
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.
Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Nadel 78 337,3 28 3610
B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 20 Fichtenstämme mit 5,09 Festm. 89 Fichtenstangen „ 11,63 „
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der 1. Schneise.
Gießen, am 6. October 1884.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
6552_____A. Bramm.________
Pferde- Versteigerung.
Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags Vgll Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier 1 Reitpferd (Damenpferd) und 2 Fahrpferde öffentlich versteigert werden. 6513
Darmstadt, den 3. October 1884.
Großherzogliches Hofmarstall-Amt.
Frhr. von Nordeck zur Rabenau.
Berfleigenmgs-Anjeige.
Donnerstag den S. Octoder l. I., Nachmittags 12Vr Uhr, werben in der Hofraithe der Conrad Stubl V. Wittwe zu Garbenteich
1 größere Parthie Gerüststangen und 1 vierräderiges Handwägelchen
öffentlich gegen Baar versteigert.
Enget, 5651 Gerichtsvollzieher zu Gießen.
Allgemeiner Anzeiger.
TricMmUm LL7.L""
«M. Retter.
6538
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Giessen.
(Frankfurter Waaren-Bazar.) 6496
6548 Ein braves, reinliches Dienst- i 6545 Ich suche einen Laufdienst.
Mädchen gesucht. „Zum Lindenhof." 1 Frau Schnegelöberger, Wetzsteing. 19.
Lieferung von Bettzeug.
Die Lieferung von Strohfäcken, Betttüchern rc. für das Provin- zial-Arresthaus dahier, veranschlagt zu 1041 «X 50 sowie die Lieferung von 138 Stück wollenen Teppichen, veranschlagt zu 1232 <M. 40 z^, soll im Submissionswege vergeben werden. Voranschlag, Bedingungen und Muster liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen, woselbst die Angebote bis
Samstag den 11. l MtS.,
Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei einzureichen sind.
Gießen, den 3. October 1884.
Großh. Kreisbauamt Gießen.
Walter. 6500
Pstasterarbeit- Verftergeruug.
Donnerstag den 9. October,
Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Nathhaus zu Hungen die sofortige Anlieferung von circa 60 Cub.-Meter I. Sorte Pflastersteinen, sowie die Pflasterung selbst, öffentlich versteigert werden.
Hungen, am 4. October 1884.
In Auftrag: 6546
Heineck, Bezirksbauaufseher.
Eine neue Nähmaschine amerikanische Singer, ist billig zu verkaufen. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bl. 5979


