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Frankreich

Versailles, 4. August.

sein Houvt und fuSpendirte die Sitzung.

Das niederländische Volk, seine Sprache, Sitten und Verfassung sind ihr bereits themr geworden. Vor Allem Hegt in ihrer engen Beziehung zu ihrem Kinde die beste Bürg­schaft, daß das Interesse und die Würde des KönigthumS von ihr werden gewahrt werden. Die sehr entfernt liegende Möglichkeit einer neuen Ehe kann bet diesem Gesetz­vorschlage ebensowenig als in Art. 31 der Verfassung außer Acht gelassen werden. Träte dieser Fall ein, so soll eine auf gleiche Weise zu beschließende Vorlage bestimmen, ob die Regentschaft Ihrer Majestät der Königin fortdauern oder ob in der Hinsicht andenS vorgesehen werden soll.

Nationalversammlung. Die Geschäftsordnung der Nationalversammlung vom Jahre 1871 wurde mit einigen Amendements im Ganzen angenommen. Ministerpräsident Ferry betrat darauf dir Rednertribüne, um die Vor­lage über die Revision der Verfassung einzubrtngcn, Andrieux und mehrere andere Mitglieder der Nationalversammlung legten aber dagegen mit dem Bemerken Ver­wahrung ein, daß dies der Geschäftsordnung zuwiderlaufe, da zunächst die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen zu erfolgen habe. Bet der darauf entstandenen tumultuarischen Bewegung Ministerpräsident Ferry und Andrieux befanden sich gleichzeitig auf der Rednertribüne, eine große Anzahl von Mitgliedern Jber Versamm­lung hatte sich vor derselben im Halbkreise aufgestellt bedeckte der Präsident Leroyer

Untttstützungsbedürftigkeit begründet, d. dem Nachweis von Thaisachen, welche die Überzeugung von dem ursachlichen Zusammenhang der Krankheit mit einer im Kriege von 1870-71 erlittenen Dienstbeschädtgung zu begründen vermögen, dem Kaiser befür, wortend vorgelegt werden. In diesem Jahre werden die königlichen General-Com- mandos durch besondere Superrevistons-Commissionen die Gesuchsteller militärarztlich untersuchen lasten und vorher Zeit und Ort der Untersuchung bekannt machen. Vom nächsten Jahre ab dagegen find etwaige derartige Gesuche so frühzeitig bei den Bezirks- Commanvos bezw. Bezirksfeldwebeln anzumelden, daß die Prüfung derselben bet dem Ersatzgeschäft vorgenommen werden kann. Gesuche, denen es ersichtlich an jeder that« sachlichen Begründung fehlt, werden schon in der Instanz der BezirkS-Commandos abgcwiesen.

sEngl'sche Piraten) Die Klagen über die Unverschämtheit der englischen Fischer und ihr Verhalten gegen die deutschen Fischerleute haben bekanntlich dazu ge­führt, daß ein deutsches Kanonenboot zum Schutze der deutschen Fischer in der Nord­see Station erholten hat. Die Engländer haben sich trotzdem wenig geändert, aber bis zum offenen Seeraub hatten sie es doch noch nicht gebracht. Jetzt ist auch dies der Fall und eS ist dringend zu wünschen, daß unsere Regierung energische Schritte thut, um für die Piraten Bestrafung zu erlangen, sei es, daß man sie fängt und hier ab- urtheilt, oder daß die englische Regierung sie zur Verantwortung zieht; denn wenn die« nicht geschieht, wird deutsches Eigenthum kaum mehr sicher sein. Der Seeraub, um den es sich handelt, ist nach derW- Z." folgender: Die hiesige Firma Radien besitzt einen zweimasttgen KutterDiedrich", Unierscheidungsfignal K. N. V. G-, 38 Reg.-Tons groß, welcher regelmäßig nach See fährt, um die Fischerflotten mit Prov ant und sonstigen Gegenständen zu versorgen. DerDiedrich" war nun vor einigen Tagen wieder mit Maaren im Werthe von etwa 1000 JL nach See gegangen und befand sich am Dienstag Abend gegen 7 Uhr auf der Doggerbank, als er sich plötzlich von vier englischen Kuttern umgeben sah. Von diesen kam zunächst ein Boot mit 5 Mann an denDiedrich", die der Führer desDiedrich", Capitän Varrelmann, auch an Bord ließ, weil er glaubte, daß sie Einkäufe machen wollten. Bald darauf kamen noch zwei weitere Boote mit je drei Mann an Bord. Ostwärts segelnd, war etne englische Flscherflotte in Sicht und Capitän Varrelmann, dem das Verhalten der an Bord gekommenen Leute verdächtig vorkam, versuchte dieser Flottille nachzusegeln. Hieran wurde er aber von den 11 an Bord gekomenen Enalänoern gewaltsam ver­hindert. Mit Todtschlägern, Messern, Dolchen u. s. w. bewaffnet, bemächtigten sie sich zunächst der Leitung des Kutters, legten die Fock back und das Ruder in Lee; der Koch und der Steuermann desDiedrich", welche den CurS de« Schiffes einzuhalten versuchten, wurden dreimal von den Piraten vom Steuer vertrieben. Darauf forderten die Engländer den Capitän Varrelmann vomDiedrich" auf. ihnen den Waarenraum des Schiffe« zu offnen, und bedrohten ihn, denDiedrich" niederzujagen, wenn er ihren Befehlen keine Folge leiste. Der Cavitän eines englischen Kutters mit dem Märk Y. H. 653 führte daS Commando der Räuber, welche nunmehr mit Gewalt und unter Drohungen, daß sie die Leute desDiedrich" tobten würden, in den Laderaum einbrongen und mit den dort vorhandenen Waaren, nicht allein Lebensmitteln, sondern auch Kleidungsstücken, Cigarren, Tabak Getränken rc. ihre Boote beluden. Es war eine regelrechte Plünderung desDiedrich", denn auch einen Barometer, eine gehende Uhr, Mester, Gabeln, Löffel und sonstiges Geschirr schleppten die Piraten in ihren Booten zu ihren vier Kuttern hinüber. Um Schiff und das eigene Leben zu retten, mußte die der Ueberzahl der Engländer gegenüber zu schwache Mannschaft desDied­rich" voll Ingrimm alles geschehen lassen, denn bte Engländer schienen selbst zur Er­mordung eines jeden von der ersteren bereit, der es wagen würde, sie an ihrem Rauben zu hindern. Während die Plünderung vor sich ging, war man jedoch an Bord des Diedrich" klug genug, sich heimlich die Merkzeichen der englischen Kutter, welche den ^Diedrich" umzingelt hielten, zu notiren. Es sind die vorerwähnte Y. H. 653, Y. H. 747 und L. 0. 270. Während dieser Vorgänge segelte ein anderer Kutter H. 654 westwärts steuernd vorüber, welcher den Vorgang mit angesehen haben dürfte. DaS Märk des vierten Kutters war nicht auszumachen. Nachdem die Piraten denDied- rich" vollständig ausgeplündert hatten, entfernten sie sich in ihren Booten, worauf Eapitän Varrelmann Segel setzte und nun der erwähnten englischen Flottille zusegelte, die er auch AbendS IO1/? Uhr erreichte. Mit falschen Lichtern, um die Piraten zu täuschen, segelte er dann ostwärts und setzte, als er sich außer Verfolg glaubte, O.-S.-O.-Curs nach der Weser, die er gestern Abend erreichte. Hier machte er sogleich Anzeige von dem Seeraube und es wurde von der hiesigen Behörde telegraphisch sofort daS Marine-Commando in Wilhelmshaven benachrichtigt. Hoffentlich folgt die Strafe der unerhörten Gewaltthat recht bald auf dem Fuße, denn sonst ist nicht abzusehen, was auS solchen Zuständen werden soll.

Melgien.

Antwerpen, 4. August. Während heute Abend der Municipalrsth versammelt war, um einen Protest gegen die neue Schulgesehvvrlage zu berathen, begab sich eine grobe, aus mehreren Vereinen mit Fahnen und Musik bestehende Menschenmenge in geordnetem Zuge nach dem Stadthause und verlangte, unter ZustimmungSkundgebungen für den Muntclpalrath, nach dem Bürgermeister. Dieser trat auf den Balkon, dankte der Bevölkerung für ihre Unterstützung gegen das Gesetz und versicherte dieselbe, daß sie auf den Municipalrath zählen könne. Gleichzeitig ermahnte er zur Ruhe. Die Menge zog hierauf nach der Wohnung des Gouverneurs und demonstrirte auch dort durch Rufe -egen daS Ministerium.

Kossand.

Haag, 1. August. Die Generalstaaten haben in Vereinigung beider Kammern heute das Gesetz, daS für den Fall, daß der König stirbt, der Königin Emma die Regentschaft überträgt, mit 97 gegen 3 Stimmen gutgeheißen. (Die drei, welche Ein­spruch thaten, sind die Liberalen Van Eck und Viruly-Verbrugge und der Ultrapro­testant Keuchenius.) Schon einmal, zu Anfang der Regierung deS Königs Wilhelms III. der am 17. März 1849 den Thron bestiegen, war der Fall einer Regentschaft gesetzlich Dorgesehen, und 1850 Prinz Heinrich, der Bruder des Königs, bet der Minderjährigkeit de« Prinzen von Oranten zum einstweiligen Letter der Regierung bestellt worben. Der König, für dessen Leben man damals fürchtete, hat Bruder und Söhne überlebt. Das Land hofft, daß er, jetzt im 68. Lebensjahre, noch lange regieren, und daß die Regent­schaft auch diesmal nicht wttklich eintreten möge. Diesem vom Ministerpräsidenten Heemskerk laut betonten Wunsche haben die Geveralstaaten freudig zugestimmt. DaS Gesetz wegen der Vormundschaft der Prinzessin Wilhelmine, der dereknstigen Thron, erbin, wird den Kammern erst im nächsten Monat, nach Eröffnung der regelmäßigen Session, vorgelegt werden.

Der der holländischen Kammer vorgelegte Antrag, betreffend die Regentinfrage, lautet wie folgt:

Wir Wilhelm III. u. s. w. Nachdem Wir in Erwägung genommen haben, daß nach Art. 41 der Verfassung noch bet Unfern Lebzeiten die Ernennung eines Regenten für den Fall der Minderjährigkeit Unseres Thronfolgers für den Zeitpunkt, wann er zum Throne gelangt, erfolgen muß, haben Wir nach Anhörung deS Staatsraths und mit Zustimmung der GeneralftSnde genehmigt und bestimmt und genehmigen und be­stimmen hiermit:Einziger Artikel. Im Falle der Minderjährigkeit Unseres Thron­folgers für den Zeitpunkt seiner Thronbesteigung wird zur Regentin deS Königreichs ernannt Unsere geliebte Gemahlin Ihre Majestät Adelheid Emma Wilhelmine Theresia, Königin der Niederlande, geborene Prinzessin von Waldeck und Pyrmont, während ihres Wittwenstandes."

Die Begründung lautet:

Wegen der Unsicherheit des menschlichen Lebens hat die Verfassung bestimmt, daß zu Lebzeiten des Königs ein Regent ernannt werden muß, wenn der König minder­jährig ist. In Folge des ttefbetrauerten Todes Sr. König!. Hoheit des Prinzen von Oranten mutz deßhalb nach Art. 1 des Gesetzes vom 4. Mai 1850 zur Ernennung einer Regentin Übergegangen werden. Die Regierung hegt das Vertrauen, daß unter den gegebenen Umständen bezüglich dieser Ernennung keine Meinungsverschiedenheit vorhanden sein wird. Es sind jetzt keine Prinzen auS dem Mannesstamme deS Stifters der Dynastie mehr am Ltben. Die voraussichtliche Thronfolgerin ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Wilhelmine, die noch nicht vier Jahre alt ist. Sollte Niederland daS Unglück treffen, daß der König stirbt, bevor sein Thronfolger mündig ist, so kann bte Wahrnehmung deS königlichen Amts Niemand besser anvertraut werden als dessen Gemahlin, her Mutter des Thronfolgers. Die Regierung ist überzeugt, daß diese Er­nennung mit den Wünschen des niederländischen Volkes übereinstimmt, welches bereit sein wird, der geliebten Königin die Treue und Ergebenheit zu beweisen, welche eS seit Jahren dem Fürstengeschlecht erwiesen hat, mit dem sie durch ihre Ehe verbunden ist.

Lrlegraphiiche LrpeMu.

Wolff*» telegr. Eorrespondeirz-Burearr.

Berlin, 5. August. Dem Vorstand deS Centralvereins der Deutschen Luther- stifiung ist folgende Allerhöchste CabinetSordre zugegangen:

Die Feier der 400jährigen Wiederkehr des Geburtstages Dr. Martin LutherS im vorigen Jahre hat zu Meinem besonderen Wohlgefallen Anlaß gegeben, unter dem NamenCentraloerein der Deutschen Luther-Stiftung" einen Verein zu begründen, welcher sich die dankbare Aufgabe gestellt hat, die Erziehung von Kindern evangelischer Pfarrer und Lehrer zu erleichtern. Es ist Mir ein erhebender Gedanke, daß auch auf diesem Wege das Gedächtniß des großen Reformators stets lebendig erhalten werden wird und daß aus seinem Gott geweihten Werke für die evangelische Christenheit un­aufhörlich neuer Segen sprießt, der sich von Geschlecht zu Geschlecht überträgt. Ich nehme daher auf den Antrag oom 3. v. M. daS Protectorat über den neubegründeten Verein hiermit an und gebe Mick der Hoffnung hin, daß derselbe sich in gedeihlicher Entwicklung zu erfolgreicher Wirksamkeit entfalten wird.

Bad Gastein, den 1. August 1884.

gJj. Wilhelm.

Gastein, 5. August. Die Abreise Sr. Majestät deS Kaisers Wilhelm erfolgte um IVz Uhr, begünstigt von dem schönsten Wetter. Eine Stunde zuvor hatten sich zahlreiche hiesige Kurgäste am Straubinger Platze, die Honorationen in den kaiserlichen Gemächern versammelt. Um 1 Uhr nahm Se. Majestät das Dejeuner ein und ver­abschiedete sich auf das Huldreichste. Auf der Treppe erwartete die Großherzogin von Sachsen-Weimar den Kaffer, welcher herzlichen Abschied von derselben nahm. Die Kurkapelle intonirteHeil Dir im Siegerkranz", das Publikum begrüßte Se. Majestät beim Herabsteigen der Treppe mit stürmischen Hochrufen. Alsdann verlietz der Kaiser Gastein mittelst Extrapost.

Salzburg, 5. August. Der Kaiser traf Nachmittags 5 Uhr 24 Min. hier ein und wurde vom Statthalter Grafen Thun, dem Landeshauptmann Grasen Chortnsky, dem Generalmajor Knöpfler und dem Botschafter Prinzen Reuß empfangen. Er stieg im Hotel Europe ad, wo er alsbald den Besuch des Erzherzogs Ludwig Victor empfing.

München, 5. August. In dem Städtchen Tölz brach heute Nachmittag Feuer aus. Neun Häuser sind niedergebrannt.

Bremerhaven, 5. August. Das Uebungs-Geschwader ist heute Nach­mittag in See gegangen.

Königgrätz, 5. August. Wie dem hiesigen Bürgermeister von dem Corps-Commando in Josesstadt mitgetheilt wurde, hat der Kaiser die Auflassung der Festung Königgrätz und die theilweise Demolirung der Schanzen gestattet. Königgrätz habe nicht mehr als befestigter Ort zu gelten.

Paris, 5. August. Präsident Gr^vy hielt heute Vormittag einen Ministerrath ab. Die Journale sprechen sich über die gestrigen Vorgänge in der National-Versammlung sehr mißbilligend aus und fordern die Versammlung auf, ihre Session möglichst abzukürzen.

Von gestern Vormittag 10 Uhr bis heute Vormittag 10 Uhr sind in Toulon 2, in Marseille 11 und in Aix 3 Personen an der Cholera gestorben.

Versailles, 5. August. Die National-Versammlung wurde um 1 Uhr eröffnet und begann alsbald die Vornahme der Wahl der Commission zur Vor- berathung der Revisions-Vorlage. Madier de Montjeau beschuldigte die Majo­rität, daß sie einen Druck aus'die Versammlung ausübe, und erklärte, daß die äußerste Linke sich der Theilnahme an der Wahl enthalten werde. Die Wahl­handlung schließt um 4^2 Uhr.

London, 5. August. DieTimes" läßt sich aus Foutchou von gestern melden, China habe Frankreich eine Entschädigung von V2 Million Taels ange­boten, der französische Gesandte Patenotre habe dieselbe abgelehnt.

London, 5. August.Daily News" erfährt, es werde sich ein englischer Staatsmann ersten Ranges, wahrscheinlich einer der Cabinetsminister, als Vertreter Englands mit ausgedehnten Vollmachten nach Egypten begeben.

Daily Telegraph" will wissen, der angekündigte wichtige Schritt der Re­gierung werde in dem Vorschläge der Uebernahme dcr Garantie für eine neue egyptische Anleihe bestehen.

London, 5. August. Lord Granville theilt mit, daß der erste Lord der Admiralität, Lord Northbrook, sich noch tm Laufe dieses Monats nach Egypten begeben werde, um zu untersuchen, welche Rathschläge der egyptffchen Regierung unter den jetzigen Ver­hältnissen zu geben und welche Schritte zu thun seien. Generalconsul Baring werde den Minister begleiten.

London, 5. August. Unterhaus. Gladstone erklärt, die Ernennung Northbrook'S sei die Folge der durch das Scheitern der Conferenz England aufgelegten ernstlichen Verantwortlichkeit. Northbrook bleibe Minister. Seine Stellung in Egypten fet eine temporäre und seine Pflichten auf Untersuchung und Rathschläge beschränkt, berühre also nicht direct Baring'S gewöhnliche Stellung. Northbrook habe eine direkte Mission von der Königin erhalten, keine speciellen Instructionen, da er als Cabinets-Mitglied d'e allgemeinen Ansichten und Grundsätze des Cabinets kennt. Er erhält wahrscheinlich den Titel Ober-Commiffarius; er könne sich mit finanziellen Fragen, Fragen ber inneren Verwaltung befassen. Definitive Maßregeln wären bis zum Empfange von North- drook's Bericht nicht beabsichtigt. Gladstone beantragt einen Credtt von drethundert- taufenb Lstrl. für die Eventualität einer Hülfsexpedition für Gordon gemäß den gemachten Zusagen. Der Credit fet nur ein Credrt des Prtnzipes, nicht des genauen Betrages, der erst feststellbar, wenn die Eventualität entfielt. Es fet nicht rathsam, in die Details der Vorbereitungen jetzt einzuaehen. Das HauS nahm den Gordon- Credit mit 174 gegen 14 Stimmen an. Die Minorität bildeten Parnelliten und Radicale.

Rom, 5. August. Nach offtcieHen vom 3. dd. MiS. 12 Uhr Nachts bis zum 4. dS. Mts. 12 Ubr Nachts reichenden Berichten sind in Cairo (Provinz Genua) ein Todesfall an der Cholera, in Porto Maurizio ein Todesfall und ein neuer Erkrank- ungdfall, in Carignano (Seffena) ein Erkrankungsfall, im Kanton Carnpagnino zwei Erkrankungsfälle, von denen einer tödtlich verlief, in OfaSco ein Todesfall, in Villa- franca ein Todesfall und im Lazareth zu Carignano ein Todesfall und 5 Erkrankungs- fälle vorgekommen. Auf dem DampferCitta di Napoli" ist ein Matrose gestorben. Der Dampfer wird einer 20t5gfgen Quarantäne unterworfen.

DieAgenzia Stefani" meldet aus Port-au-Prince, es fei eM italienischer Staatsangehöriger in ungebührlicher Sßetfe verhindert worden, sich von Goave-le-Petit nach Port-au-Prince zu begeben, der italienische Consul habe in Folge dessen eine Ent-