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«ietzen, 5. December. Oeffentltche Sitzungen des ProotnztalausschusfeS der Provinz Overhessen finden statt und kommt zur Verhandlung:
Mootag den 15. I. MtS.:
1. Reklamation gegen bte Bürgermeisterwahl In Mrtzlos.
2. Herstellung der Kreisstraße von Badenrod nach Storndorf, hier Expropriation
von Privateigentum.
Klage des Ortsarmenverbandes Eichelsachsen gegen den O-tSarmenverband
Betzenrod wegen Unterstützung des Heinrich Repp II
A°ae des OrtSarmenverbandes Frankfurt a. M- gegen den OrtSarmenoerband
Mittel-Seemen wegen Unterstützung der Margacetba Bopp.
Klage des OrtSarmenvclbcrndeS Schalke gegen den Ortsarmenoerband Nieder-
Moos wegen Unterstützung des Georg Hoffmann.
Klage des Onsarmenverbandes Nteder-E'senhausen gegen den Ortsarmen- verband Melbach wegen Unterstützung des Daniel Seemann resp. Kinder.
Gießen, 5. Decembcr. tThi-rsch utz-V - re in^ In der AuSschußsitzuna y°m Dec-moer wurde beschloßen an 13 Dlenfthoten, bie sich in Wartung und PN-g- der Ihnen anoeriraukn Thiere besonders gut bewähr, bähen und schon eine Neide " in Dienst stehen, UN Ganzen die Summe
von 90 vÄ als Prämien zu Wkibnachten zu verthetlen
Der von dem Rechner vo gelegte Voranschlag für das Jahr 1885 wurde genehmigt.
Dienstag den 16. l. Mts.:
3. Klage des OrtSarmenverbandes Gießen gegen den OrtSarmenoerband Rieder- Erlenbach wegen Unterstützung deS Lorenz Klrtnhenz.
Klage des OrtSarmenverbandes Friedberg gegen den OrtSarmenoerband Wolf wegen Unterstützung der Barbara Nos.
,, „ dks ausgeschiedenen Herrn Major Beck wird als Mitglied deS Aus
schusses des Landes-Vereins der Schriftführer des Vereins erwählt.
»rei6nmftrhef?°Knnn hVn r“8,tbtiIt mlt' ba& leine Eingabe an das Großh. Shnn^nnm1? ^inrf Localreglements für Hundefuhrwerke (Verhandlung tn der Sitzung vom /. April 1884) von dem Kretsausschusse ablehnend beschteden worden sei. h 1 «r Ausschuß des Thterschutz-Vereins außer Stande, noch Angelegenheit zu thun und muß eg den Hundefuhrwerksbesitzern über assen selbst bte geeigneten Maßregeln zu ergreifen.
srhitrfrtHh sn,^raMamS[u,l9ab^ Spar- und Lethkasse-Veretns Gießen hat dem ? e^cn ba§ Jahr 1884 50 jl Beitrag überwiesen; es wird bei
schloffen, der Directton den Dank schriftlich abznstatten.
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Telegraphische Depeschen.
Wolff'S Correwondenr-Nureav.
ar . 4 December. Der Retchstaa verwies in seiner heutigen Sitzung den
^*%fiCrb''ZBabfiDTr?fun0H:^ommtfJlon auf Abänderung der Geschäftsordnung an die GisLaftsordnungs-Commission. Sodann wurde der Erat drs Reichstags genehmiat. Bet dem Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei traten gegenüber den Aus, lossuugen des Abgeordaet-n Richter der Graf Bismarck und der Reichskanzler Fürst Bewill^nng der Zulagen für die Canzle beamten ein, weiche von früh 8 Uvr bis 10 Uhr Abends ununterbrochen zur Disposition stehen müßten, was sonst in keimm Ressort gefordert werde. Die belrtffende Mehrsorderuna wurde schli-ß- uch an die BudgetCommtsfion überwiesen, worauf der Rest dttscs Etats debattcloS zur Annahme gelangte.
, , , D'e -weite Berothung des Militär-Etat« wurde begonnen und alle auf Rat'onen bezüglichen Forderungen der Budget-Commiffion überwiesen.
Fortsetzung morgen.
.. or ~ -Der BundeSratb genehmigte heute in erster Lesung den Gesetzentwurf über ?er fir1?rmn/*Unrb Unfalloelstcherung und nahm dm Handels- und Seeschtfffahrtövertrag mit Griechenland an.
„,aw ~ Se. Maj. der Kaiser confertrte Nachmittags längere Zeit mit dem Fürsten Bismarck. u
. - ?er ReichSanzriper- veröffentlicht einen E-laß deS Kaisers an den Reichs
kanzler, wodurch die Unterstaatssecretäre Busch, Herrfurth und der G'h. Ober . Re- mXnn bm.?,erlretuo0 bc8 Äatfer§ ,m BundrSrathe entbunden
n»Trer P?"kamer, Lucius, Goßler, Hutzfeldt werden zu Bevoll- mSchttgten, die UnterstaatSficretäre Busch, Herrfurth und Geheimerath Lohmann sind za stellvertretenden Bevollmächtigten ernannt worden.
5ubfl,et * 1 2 * * * * * l'tzte die Beratbung deS MtlitSr-EtatS fort und
genehmigte einstimmig die für Errichtung von Landwehrinspcktionen Im 1. und 2. älrmcesSorp«, sowie des CavallertedtotsionsstabS in Königsberg geforderten mummen ebenso nach längerer Debatte die Forderung für Errichtung eines Landwehrbrigade- stabS und »weiten RegimentScommandoS in Berlin mit Maßgabe, daß die Stellen mit inaktiv:» Offtcteren besetzt werden. Eine Mehrforderung für den General-Quartter- metper wurde bewilligt, dagegen der Gehalt für zwei GeneralstabSosficiere für Königsberg und Thorn adgelehnt. ö
Köln, 4. Decbr. Wie die „Allg. Anz. für Rheinland und Westfalen" melden, fand auf der Zeche Mont Cenis bei Herne gestern eine Explosion schlagender Wetter statt, wobei ein Bergmann getödtet und fünf schwer verwundet wurden.
L Braunschweig, 4. December. Die Landessynove wurde im Auftrag des RegentschaftsratheS vom Minister Wirk eröffnet
Laibach, 4. December. Gegenüber dem Beschlüsse des Gemeinderaths, kerne deutsche Schule aus Gemeindemitteln zu errichten, sprach sich heute der Landesschulrath für eine Verpflichtung der Gemeinde zur Errichtung solcher Knaben- und Mädchenschulen auf Gemeindekosten aus und erließ eine entsprechende Anordnung.
Haag, 4. December. Die erste Kammer hat mit 27 gegen 5 Stimmen den Gesetzentwurf, welcher eine Aenderung in der Verfassung während der Regent- schäft, mit Ausnahme der Artikel, betr. die Thronfolge, gestattet, angenommen.
Paris, 4. December. Einer Depesche des Generals Briöre vom 2. December zufolge ist in einem Dorfe bei Lochnan eine vom Vicekönig der beiden Kuang-Provmzen unterzeichnete Proklamation aufgefunden worden, in der zur Vergiftung der Franzosen aufgefordert wird.
— Die Kammer-Commission beschloß eine Erhöhung des Eingangszolles auf ausländischen Weizen auf 2 Frcs. 40 Cent., eine Zollerböhung für Mehl bis 7 Frcs., für Hafer bis V/2 Frcs., für Gerste bis 2 Frcs. vorzuschlagen.
— Der Ministerrath trat gestern Abend um 9 Uhr im Palais Elyss zu- sammen, um über die Lage zu berathen. Die Berathung dauerte bis gegen Mitternacht. Aus dringendes Ansuchen des Präsidenten Gr^vy und der Minister erklärte sich der Minister des Innern bereit, auf seinem Posten zu verbleiben. Der Ministerrath entschied sich gleichzeitig dafür, die Wahlreform- Vorlage im Senat einzubringen und von letzterem die Annahme des von der Commission der Deputirtenkammer acceptirten Systems zu verlangen. Der Ministerpräsident und der Minister des Innern werde heute in der Commission der Kammer erscheinen.
London, 4. December. (Unterhaus). Fitzmaurice erklärte: Die Anerkennung der internationalen Association ist jetzt Unterhandlungs-Gegenstand in Berlin. Soweit die Regierung weiß, hat keine europäische Macht irgendwelche Verantwortlichkeit für Handlungen der internationalen Association übernommen.
— Das Oberhaus erledigte in Einzel-Berathungen die Reformbill ohne Amendement. Morgen findet die dritte Lesung statt; Samstag vertagt sich das Parlament.
auch nicht, welches Urtheil die Wähler über die wahren Ursachen der Finanz- Calamität fällen würden, welche von der fortschrittlich > klerikalen Mehrheit als Ablehnungsgrund vorgeschutzt werden soll. Jedenfalls ist das Schicksal der Pofst ampfer-Vorlage noch schwankend; gewonnen wäre aber schon etwas, wenn dieselbe wenigstens nicht, wie das vorige Mal, in der Commission, an welche sie wiederum verwiesen worden ist, „begraben" werden würde. Vielleicht steht alsdann zu hoffen, daß diejenigen Mitglieder der Parteien, welche sich bei Beur- theilung Der Colonialpolitik des Fürsten Bismarck nickt lediglich von partei- taktlschen Gründe» leiten lassen, in der zweiten Lesung für diese hochwichtige Vorlage eintreten werden.
Am Dienstag hielt der Reichstag keine Plenarsitzung ab, um es so der Budget-Commission zu ermöglichen, ihre Arbeiten zu beschleunigen. Die genannte Commission hat denn auch an diesem Tage die Vorberathung des Etats um ein gut Theil gefördert. Abgelehnt wurde zunächst die von der Regierung befürwortete Erhöhung für fünf Beamte des Central-Bureaus des aus- wärtigcn Amtes; angenommen wurde die von Seiten des Centrums, resp. der Ratioualliberalen beantragte Umwandlung der in der Capstadt und in Korea neu zu errichtenden General-Consulate in Consulate. Für Apia genehmigte die Commission statt der beantragten drei Vice-Consuln nur einen Vice-Consul; genehmigt wurde ferner die Errichtung von Berufs-Confulaten in Porto-Alegre, Zanzibar und Swatow. Mit besonderer Befriedigung ist zu erwähnen, daß die Commission den Dispositionsfonds für die Besoldung der Beamten der Con- fularämter im Betrage von 50,000 JL und der Einstellung von 30,000 JL für die zoologische Station in Neapel in das Extraordinarium ihre Zustimmung ertheilte. Bezüglich verschiedener anderer Positionen wurde die Beschlußfassung noch verschoben.
Im Reichstage hat sich, wie im Jahre 1879, eine freie wirth- schaftliche Vereinigung gebildet, welche auf dem Boden eines mäßigen Schutzzoll- Syitems zu wirken bezweckt; dem Vernehmen nach gehören der Vereinigung Mitglieder der beiden conservativen Fractionen, des Centrums und der Nationalliberalen an und gedenkt sie sich in diesen Tagen zu conftituiren.
D)e Berathungen der Congo-Conferenz nehmen fortgesetzt den günstigsten Verlauf. Der erste Hauptpunkt des Conferenz-Programmes, die geographische Begrenzung des Congo-Beckens, ist vom Plenum nach den Vor- schlügen der hierzu eingesetzt gewesenen Commission ohne wesentliche Aenderun- gen bereits genehmigt worden. Ein zweiter Hauptpunkt, die Schrffsahrt und die Handelsfreiheit auf dem Congo und dem Niger, unterliegt augenblicklich den Berathungen derselben Commission. Dieselbe verwies den Entwurf der Schiff- fahrtsacte betreffs des Congo an eine Unter-Commifsion zur Vornahme rebac« tioneller Arbeiten. Die Sub-Commifsion besteht aus den Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Englands, Portugals und Belgiens. — Zwischen Deutschland und der unter dem Protektorate des Königs der Belgier stehenden association internationale du Congo ist eine Convention abgeschlossen worden, welchem Beispiele auch die hervorragendsten der übrigen auf der Conferenz vertretenen Staaten folgen werden.
Der am Donnerstag erfolgte Zusammentritt des österreichi- scheu Reichsrathes wird das allgemeine Interesse im Donau-Kaiserrciche für die Ochsten Wochen naturgemäß den Verhandlungen dieser Körperschaft zumenden. Daneben werden aber auch die Berathungen der am Dienstag in Wien eröffneten österreichisch-ungarischen Zoll-Conserenz die Aufmerksamkeit auf sich lenken, deren hauptsächlichsten Gegenstände die von der französischen Regierung beschlossene Erhöhung des Eingangszolles auf Getreide und der Handelsvertrag mit Grie- chenland bilden werden. Gegen die von der französischen Regierung beschlossene Maßregel hat das österreichisch-ungarische Ministerium des Auswärtigen, getrieben von der ungarischen Regierung, im Interesse des bedeutenden nach Frank- reich betriebenen ungarischen Getreide-Exports, in Paris Protest einlegen lassen. Sollte es trotzdem — wie es den Anschein hat — bei der Erhöhung des französischen Getreidezolles verbleiben, so gedenkt man österreichlscherseits Repressalien gegen Frankreich zu ergreifen. Was den Handelsvertrag mit Griechenland an» belangt, fo hofft man hiervon in den leitenden Wiener und Budapesther Kreisen nut Entschiedenheit eine Stärkung der handelspolitischen Beziehungen der Mo- narchie zu Griechenland und eine intimere Annäherung zwischen beiden Staaten.
Iu Frankreich ist wieder einmal einer jener parlamentarischen Zwischenfälle das Tagesgespräch, wie sie allerdings in diesem Lande gerade keine Seltenheit sind. Die Deputirtenkammer hat bei der Berathung des Senats- reform-Gesetzes zwei gegen den Senat gerichtete Amendements trotz des Einspruches der Regierung angenommen. Die Situation erscheint ziemlich ernsthaft, wenngleich versichert wird, daß eine Ministerkrisis nicht zu befürchten fei- am Mittwoch sand ein außerordentlicher Ministerrath statt, um die Situation zu prüfen.
In.dem Processe der Staatsschulden-Kasse zu Kairo gegen dre egyptyche Regierung ist nunmehr das gerichtliche UrtheU gefällt worden Dasselbe erklärt die Handlungsweise derselben für eine ungesetzliche, insofern, als das internationale Finanz-Comilv allein competent gewesen fei, das Liquidations- Zefetz abzuändern. In Folge dieses Beschlusses werden alle Beamten, welche Gelder an die Regierung anstatt an die Schuldenkasse zahlten, dieselben zurück- zuerstatten haben. Man darf gespannt sein, wie sich die englische Regierung als „mtellectuelle Urheberin" dieses Geniestreiches der egyptifchen Regierung, der Suspension der Schuldentilgung, dem erwähnten gerichtlichen Beschlüsse gegenüber verhalten wird.
C4 ^amerikanische Coirgreß ist am Montag mit einer Bot- f$aft des Präsidenten und einem Finanzbericht des Schatzsecretärs eröffnet worden. 2luS der Botschaft Mr. Arlhur's ist als für Deutschland interehant her- ei? dieselbe den Vorschlag macht, statt der mit den einzelnen deutschen Bundesitaaten bestehenden Auslieferungs-Verträge einen bezüglichen Vertrag mit dem deutschen 9ieiche abzuschließen. b
,, London, 3. Dec.'mber. DaS Rruter'sche Bureau meldet in Reiua auf hi? «an ihm über den Tod deS Mahdi gebrachte Nachricht, oaß nach einer Depesche aus Kairo von heute bis jefet weder b*m Khedtoe noch dem Generalconsul Bartng von Wolscley X«ri°"d ™ °°° ®ongola Nachricht über tln.Zob MZR
-n^tnburgh, 3. D-c-mb-r. Stanley hielt heute hier eine Rede, in welcher er
«S °7rd.k'°"^ zu Mitgliedern der sch°..i,chen


