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mals erfolgten Aufnahme des Thatbestandes um so Weniger mit SrÄerheit den Abgang von Werlhpapieren ober Prertoftn seststellen, als bekanntlich ^ Mörder dte gefchöft- llcheu Aufzerchnur^gen Eifert's. sowie btc Bücher zum großen Thetl verbrannt haben. Erst nacbtifipltd) wurde aus den Anzeigen der Committenten EiseUs klar, daß außer bem Baargeld- auch Werthpaptere geraubt morden seien und erst in oer alleiMngsten
wurde cs möglich, die Nummern verschiedener geraubter Werlhpsptere sistzustellen und zur öffentlichen Kenntntß zu bringen. Das Abendblatt des „Pesther Lloyd" vom 20 r. M brachte die Liste der Werthpapiere. Als dieselbe in der Wechsel,rube der Escomvtc- und Wcchslrrbank gelesen wurde, fiel es dem Bureau Chef sofort aus, daß 24 Stück Liesinger Brouerei-Actten — derartige Papiere waren in der Liste aufgesührt _ tm lchtverwichemn Februar in der Wechselstube beponirt morden find mit dem Auftrage, die neuen Coupons dieser Papiere von Wien zu beschaffen. Damals fand die Bank obgleich dieses Papier tn Stuttgart nur äußerst selten in Verkehr kommt, nichts Auffälliges an der Sache und sie schrieb auch nach Wien, um dem ihr aewordenen Au trage nachzukommen. Der Monn, der die Papiere überbrachte, nannte sich Conrad W'lkend. Die Bank erhielt aus Wien die Antwort, daß diese Aciren keine neuen Coupons besitzen. Dieser B-schrid konnte dem Auftraggeber jedoch nicht mttgetheilt werden, da derselbe sich bis zur Stunde nicht eingefunben und seither überhaupt kein Lebenszeichen von sich gegeben hat. Am Freitag nun sah die Banklettung die Nummern der bet ihr deponirten Liesinger Braueret-Actien nach und es fand sich, daß die,c v er- undzwanzig Stück Setten identisch sind mit jenen, welche dte Liste als die bei Elert aeraubten auswetft. Der Tag, an welchem diese Actren hmterlegt worden, war der 8. Febiuar d. I; am folgende-, Tage erschien ein zweiter Mann in der Wechselstube der Escomptk- und Weckslerbm k. um dortselbst zwei Stück St. Genois-Loose zu verkaufen: die Bank kaufte ihm dieselben ao und der Verkäufer unterschrieb sich aus der Rechnung Salomon Blau/ Die Bark vergl-ch auch die Nummern dieser Papiere mit jenen der in der L-ste ebenfalls aufgeführten St. Genois-Loose und auch in die em Falle wurde die Identität feftgestellt. Die Bankleitung verständigte von> dieser wichtigen Entdeckung augenblicklich die Polizeibehörde. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß dec angebliche" „Conrad Wllkms" tdmtstÄ fft mit Kammerer, dessen Signalement in vielen Stücken auf den Ueberbringer der Liesinger Braueret-Actien pofet Den Verkäufer der St. Genois-Loose schildern die Organe der Bank als einen intelligent aussehenden, anständig gekleideten jungen Mann; ohne Zweifel war der Name Salomon Blau" nur ein Pseudonym und die Polizei nimmt an, daß der Verkäuser sich unter den n Stuttgart in Haft befindlichen Anarchisten befindet, was übrigens, da die Unterschrift des Verkäufers auf der Rechnung vorliegt, nicht schwer zu konstatsten sein wird. — Am Freitag früh hat der Cassierer der Escomptebank in der Photographie des Anarchisten Anton Kammerer den Ueberbringer der Liesinger Actien erkannt; die Ge- sicktszüae Kammerers prägten sich dem Cassirer deßhalb ein. da es letzterem ousfirl, daß unter den Actien Jnsccten krochen; deßhalb schaute der Cassirer den Mann scharf an den er sofort beim Anblicke von Kammerers Photographie wiedererkannte. (Anton Kammerer ist derselbe Anarchist, dessen Verhaftung um 29. Februar zu Wten in der Bernardgasse am Neubau unter so aufregenden Umständen erfolgte; schon damals wurde dte Vermuthung ausgesprochen, daß Kammerer, in dessen Wolmung auch eine Dynamitbombe gefunden wurde, bei verschiedenen in der letzten Zeit verübten Verbrechen t-t^b anch nn Roubmarb? an ffffrrf
Thcer herbei, ließ beit Inhalt in den Hof fließen und v^^^dcnselben °nzuzündlm N'clleiLt würde das geglückt sein, wenn nicht gc.ade m bu)em Aug.nbl ck die Miliz durch einen unterirdischen Gang vom Gcrtchtsgebäude wäre. Zunächst
fSuh^rien die Soldaten den Hof und begannen bann, als das Volk nun tn größeren KenBunbb£ X« °kaUbl°Ug zu t-u-rn Der «am»- wenn men dieses zeitweilige Anfängen der Menge und das Feuern der MUiz jo nennen will — dauerte bis gegen Morgen. Wie eS heißt, wären von. Volke 5 gelobtet und 32 wordem^^ ^Qtte in3U)ifd)en auch eine sehr unruhige Nacht verlebt.
MWKSWLWWLHG E? wurd? erst "am Samstag Morgen tn einer Vorstadt von Cincinnati ausgegvffen. <k tAtsänanisi an Cinc'nnati verlief der Samstag ziemlich ruhig. Seit Tagesanbruch SflFhte »olWmenae; fab tn@ntfernun0, während die Miliz, unter Der sich » eie WetSSnen au« beä großen Bürgerkriege befanden, die nach bem Grfüngniß und bäude auslaufenden Straßen ve; barricadfite und auch einige Gatlmg-
Kan°n-n^Ä#? Ä« (tauben mit aufqepfIanäUm Sajourtt Jtater b,n hi Sftihtften aber im Hofe des Gefängnisses; insgisammt mochte die be-
E°^ °dem die PolMen aber nn Hose^v goo'^inn zählen. Am Samstag «kÜid^r^Stntritt der ÄnÄheit wurde es klar, daß das Volk auf einen neuen An» kM smn ae n lOuÄnb« "odtten fäon wieder weit über 10,020 Machen m dln dem GeEsaebSude und Gefängniß zunächst lieger.den Straßen versammelt sein. Ännäckst S Z einen Wc-ffevlad-n. disstn Eigenthüem-r aus Beso-gmß für fSl20,000 AL sich mit dem Revolver in der Hand wider- iltzie und thatsachlich zwei von den Angreifern erschoß. Aas der Musik Halle wurden des Weiteren 3 alte Kanonen herdetgefchleppt, die auch gegen das Gefangniß in Position /iflhratniirhen aber weaen Mangels an Schlußbedarf nicht benutzt werden konnten. Kurz noch M-tternacht begann der Angriff, indem die Menge mit dm erbeuteten Pistolen c?nnhnpm/hren das ^euer eröffnete, auch schleuderte man einige Dynamitbomben in
Sen SÄ 3 Soldaten geiöbtet wurden. Die Mistz bediente
fi* nun auch eines der ausgestellten Gatling-G.schütze,, wurde aber zu verschiedenen Malen zurückgctrteben und sogar das Gotlmg-Geschütz siel auf kurze Zeit tn dm B s tz NOrlksmenoe Es läßt sich schwer sagen, wie die Sache ausgelaufen sein würde, wwu E wischen 2 und 3 Uhr Morgens 3 Regimenter und 2JBattedecn b.e mit der Dtsenbahn von ColumbuS gekommen waren, insgk,ammt etwa 2000 2)2ann, zu eülfe aetommen wären. Der Gouverneur von Ohio hotte auch noch von Doyton e n fl’iberef Regiment herbeibeordert. Als dieses aber vom Vahnhm in Cincinnati aus seinen Weg^durch die Volksmenge bahnen sollte, verweigerten die Soldaten ihren Ossi- c-'eren den Gehorsam. Das Gesängniß in Cmcinnati war jetzt seit Ankunft der Verstärkungen außer Gefahr, aber kurz vorher war das Gerichlsgebaudc der wütyenden Menge^zum Opfer gefallen. Dieselbe drang in das blos von wenigen revo ver- bcwaffnete? Leuten vertbeidigte Bauwerk, häufte Pttroleumfa ser dort an und legte ^euer Der bald darauf herbeieilenden Feuerwehr versperrte die Menge den Weg, zer- ^hnitt die Schläuche und zertrümmerte die Svritzen. Binnen Kurzem w^r das fa)one Gerichtsgebäude, das eine Million Mark gekostet hatte, ein Raub der flammen, die «äa auch noch einem anstoßenden Gebäude msttheilten.
Seit Sonntag Morgen ist nun die Ruhe nicht wieder gesiö:t ^den. Der Verlust an Menschenleben wird sehr verschieden angegeben, von einigen dlos auf 100, von andern auf 200 unb sogar 250 Eine vom 31- März battrte Depesche aus Cincurnatt hesaat: Weitere Ruhestörungen haben nicht stattaefunden. Die Volksmosttn m den Straßen haben sich zerstreut. Man hält die Rubestörungen für beendet Die von den Zestungcn veröffentlichten Nachrichten über den Verlust an Menscycrleben werdm als übertrieben bezeichnet. ________________________
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Verzeichnis der Mittelpreise der fiewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gietzen vom Monot März 1884.
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Vermischtes.
__ Es wird auch weitere Kreise interessiren, daß der Abgeordnete Spiegelberg in Berlin beantragt hat, alle Arten von Krammetsvögeln von den I-^baren Thteren <an8iufcbltefien. Nach bem Sprachgebrauch ve, sicht er unter KrammetSvögeln im Allgemeinen alle Vogelarten, welche in den Dohnen für den Zweck deS Veripeisen« ge- ianaen werben Dazu gehören alle bei uns einheimischen ober auf dem Zuge zu unS kommenden Drosseln mit Einschluß der Amsel oder Schwarzdrossel ferner der der Seidenschwanz und endlich fangen sich nebenbei m den Dohnen: Noihkehlchen, Blaukehlchen, Rothschwänze, Grasmücken, Meisen unb mancherlei andere Vogel. Der Wissenschaftliche Ausdruck „KrammetSvogel" begreift nur die Wachholderdrossil (Tur- dus pll^®en^ rQUtn Raubmord in der Cisert'schen Wechselstube.^ Die Polizei bat eine mfittflc Entdeckung gemacht. Bei dem unmittelbar nach dem Raubmorde an ört unb Stell/aufgenommenen Thaibeftanbe konnte nur bas Verschwinden des Baarg«ldes in Höhe von 2600 fl. konstatirt werben. In der Wertheim'.chen Kaste nämlich zeigten sich nirgends Blutspuren, wie sie sonst allenthalben wahrgenommen würben, und so schienen die vorhandenen Depots, die zum Theil tn Werthpapieren, zum The ! in Pret'osen bestgnden, unberührt geblieben zu sein. Man fand solche Depots noch in bedeutendem Wertbe vor, die theils von Vereinen, thcils von Privaten deponnt worden waren. In einem Schüsselchen lag beispielsweise eine größere Anzahl goldener Uhren, die nach der Staubdecke zu entscheiden, mit der sie überzogen waren, gestimmt annehmen ließen, daß sie von den Mördern nicht berührt wurden. Die Behörde konnte daher nach der da-
Letzte
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In bem Walde des Freiherrn A. Rabenau in Friedelhausen, Distrikt Strackeloh, Gemarkung Staufenberg, sollen
Montag den 7. und Dienstag den 8. Äpril l. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, in Auftrag der Herren Schmidt & Siegel in Kaiserslautern:
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5810 „ Buchen- u. Eichen-Reiser,
958 „ „ „ „ -Stöcke,
Aersteigert werden.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft rvird Zahlungsfrist bis 1. October 1885 bestattet.
Staufenberg, den 29. Marz 1884. Der Bürgermeister:
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