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worin es ausgestellt ausländer, welche die der Dauer derselben ine Geroerbesteuer zu irten Voraussetzungen welche außerhalb des rrsonen geslhW M ere Gewerbe betreiben Äi**'® i einmal "^'"ndw '[bin betrieb«

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Schleiermacher.

mtwetbäraiint «ford-rvch, w-Ich-S vor dem B-ginn von d-m Kr-ISamt, zu d-ssw Be­rn! der O-t bcB biabsicht'glen.Betriebs gehört, ,u erwirken ist Die Gewerbsteuer mit Sinschlutz der Auoiert-gungsgebühr des Patents wird gleichzeitig mit her Ausstellung de« letzteren mittelst Stempels für die ganz: Dauer des für einen bestimmten Ort an- gemeldeten Betriebs auf einmal erhoben.

0 Soli das Gewerbe nach Ablauf der angemeldeten Zeit am nämlichen Ort -der an einem anderen Orte sorlbetrieben werden, so ist ein neues Patent zu erwerben^ bQg (n ^rt. 31 genannte Gewerbe betreibt, ohne mit dem nach

Art. 32 dazu erforderlichen Patent versehen zu sein, verfällt tn eine Strafe gleich dem doppelten Betrag der sür die Z-1 des unbefugten Betriebs sich berechnens Steuer, welche letztere nebenbei nachzuerhcben ist, und muß außerdem für den nach Beendigung der betreffenden Woche oder an einem andern Orte etwa fortzusetzenden Gewerbsbetrieb das vorqeschriebene zahlbare Patent bei dem KreiSamt erwirken.

Da« Verfahren bei Erledigung der Zuwiderhandlungen richtet sich nach den Vor­schriften welche über die Bestrafung der Grwerbsteuercontraventionen der außerhalb deS G-oßherzogthumS wohnenden und dauernde Niederlasiungen im Jnlaude nicht besitzenden Person-n bestehen.

Art. 34. Die Eflaubniß

1) zum Comödien- oder Marionetten - Spiel, zum Kunstreiten oder andern öffentlichen Darstellungen oder Belustigungen, sowie

2) zum Tanz- und Musikhaltcn, in den Fällen, wo solche vorgeschrirben ist, muß jedesmal bei den betreffenden Kreisämtern oder den hierzu er­mächtigten Ortspolizeibehörden nachgesucht werden, und es werden dafür mittelst deS AuSfertigungsstempels die verordneten Tarifansätze erhoben.

Aenderungen der letzteren sollen fernerhin auf dem Wege dcS Gesetzes Art. ^°Iß2)te Erhebung der Abgabe nach gegenwärtigem Gesetz tritt vom 1. April 1885 an in Wirksamkeit und sind von diesem Zeitpunkt an daS Gewerbsteuer- aesetz vom 4. December 1860, sowie die seitdem erlassenen Gesetze, den Gcwerbfteuer- tartf betr., vom 9. Mai 1865, 2. October 1867, 4. Februar 1874 und 3. Januar 1877, endlich auch das Gesitz vom 26. Juni 1878, die Besteuerung der Händler im Umher- ziehen mit vorübergehenden Verkaufsniederlagen betreffend, ausgehoben.

Urkundl ch Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Grobherzoglichen

Dem Gesetz liegt der Gewrrbfteuertarif tn systematischer Ordnung bet.

Homburg, 2. August. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute Abend hier ein­getroffen und von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt worden.

Hesterreich.

Gastein, 2. August. Se. Majestät der Kaiser machte gestern Abend eine Aus­fahrt nach dem Kötschach-Thele und nahm später den Thee tn der Villa Solitude der Gräfin Lehndorff ein. Heute machte Se. Majestät tn Begleitung deS Grafen Lehndorff, deS Statthalters Grafen Thun und des Grafen Lamberg eine Promenade bis zum HirschhotU am Kaiserwege, wo Allerhöchstderselbe sich am Kegelschieben betheiligte. Nach seiner Rückkehr stattete der Kaiser der Gräfin Lamberg, welche heute abreist, einen Besuch ab. Zu der heutigen Tafel waren unter anderen Gästen der Statthalter Graf Thun und der Bürgermeister Straubinger geladen.

Steyr, 2. Aug. Die Industrie-, Forst- und electrische Ausstellung ist heute durch den Erzherzog Karl Ludwig, den Protector der Ausstellung, eröffnet worden. Die Gemahlin des Erzherzogs, der Erzherzog Johann, der Ackerbau­minister, sowie zahlreiche Notabilitäten wohnten der Eröffnungsfeierlichkeit bei.

Krankreich.

Paris, 2. August. Wie derAgence Havas" aus Kairo gemeldet wird, hätten sich m Folge der Weigerung des Gouverneurs von Berbera, die Oberhoheit Englands anzuerkennen, die englischen Einwohner von Berbera nach Aden zurückgezogen.

Paris, 2. August. DieAgence HavaS" bemerkt, das in englischen Blättern verbreitete Gerücht, daß Frankreich eine schiedsrichterliche Mediation der Vereinigten Staaten tn der chinesischen Angelegenheit angenommen habe, sei unrichtig.

Wie verschiedene Abendblätter melden, sind zwei Mechaniker, welche der anarchistischen Partei angehören, wegen Anfertigung von Sprenggeschossen verhaftet worden.

- Seit heute Vormittag 10 Uhr starben tn Marseille 7, in Toulon eine Person an der Cholera.

Paris, 2. August. Deputirteokammer. Cl^menceau interpellirte die Regierung über die von ihr bezüglich der Cholera getroffenen Maßregeln und griff hierbei die Regierung heftig an. Der Minister deS Innern wieS die Vorwürfe zurück. Die Kammer nahm schließlich die von der Regierung acceptirte einfache Tagesordnung mit 333 gegen 115 Stimmen an.

England.

London, 2. August. Die Conferenz ist heute ohne bestimmte Frist vertagt worden. Nachdem ein Antrag des französischen Botschafters, betreffend die Regulirung der egypt schen Finanzen von Lord Granville als unannehmbar bezeichnet war, erklärte letzterer die Conferenz für gescheitert- Es erfolgte darauf ein französischer, von den anderen Vertretern unterstützter Antrag auf Vertagung der Conferenz bts zum 20. October. Englischerseits wurde jedoch darauf bestanden, die Conferenz sine die zu vertagen, da England sich nicht binden könne. Der französische Botschafter, welcher noch einen weiteren finanziellen Antrag stellen wollte, ward von Lord Granville nicht zum Worte zugelassen. Lord Granville hob demnächst die Sitzung auf.

Im Unterhause töetlte Gladstone das Scheitern der Conferenz mit.

Ein Telegramm derTimeS" aus Foutchou erwähnt eine« dort umlaufenden Gerüchtes von einer schiedsrichterlichen Mediation der Vereinigten Staaten von Nord­amerika zwischen Frankreich und China.

OSborrre, 1. August. Ihre K. K. Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin sind zum Besuch der Königin heute Abend hier eingetroffen.

Warwick, 1. August. Die Fenier Daly und Egan, welche vor einigen Monaten wegen de« Besitzes von Sprengstoffen verhaftet wurden, sind heute, Ersterer zu Zwangsarbeit auf Lebenszeit, Letzterer zu Zwangsarbeit auf die Tauer von 20 Jahren verurtheilt worden.

Türkei.

Konstantinopel, 2. August. Das PacketbootDolmabagdsche" hat heute den türkischen Postdienst zwischen Konstantinopel und Varna eröffnet.

Siegels.

Fischbach, den 8. Juli 1884.

(L. S.) Ludwig.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs trlesr. Eorrespon-errz-BttLearr.

Berlin, 3. August. DasArmee - Verordnungs - Blatt" veröffentlicht nach­stehenden Erlaß des Kaisers:Um derjenigen Theilnehmern an dem Kriege von 187071, welche tn Folge erlittener innerer Dienstbeschädigungen invalide geworden, wegen Ablaufs der erschlichen Präklusivfrist aber zur Geltendmachung von Versorg­ungsansprüchen nicht berechtigt sind, durch Gnadenbewilligung zu Hülfe zu kommen, bestimme ich, daß die Uvterstützungsgesuche der bezeichneten Invaliden einer wohl­wollenden Prüfung unterzogen und mir zur Gnadenbewilligung aus meinem Dis­positionsfonds bei der Reichshauptkaff- unterbreitet werden, sofern Thatsachen nach- gewlksen sind, welche die Ueberzeugung von dem ursächlichen Zusammenhang der Krankheit mit der im Kriege erlittenen Dienstbeschädigung zu begründen vermögen. Bad Gastein, 22. Juli 1884."

Bad Gastein, 3. August. Se. Maj. der Kaiser Wilhelm machte

ieute früh eine Promenade und wohnte sodann dem Gottesdienste in der evan­gelischen Kirche bei. Das Wetter ist schön.

Paris, 3. August. In Toulon kam von gestern Abend bis heute Vormittag 10 Uhr ein einziger Cholera-TodeSfall vor. In Marseille sind während derselben Zeit 11 Personen an der Cholera gestorben.

Gutem Vernehmen nach soll nunmehr General Haurion, Commandant der Jnfanterie-Dtv'sion in Nancy, zur Führung der Deputation der Officiere, welche zu den deutschen Manövern entsandt werden, bestimmt worden fein.

Ein Telegramm deS französischen Residenten tn Annam meldet, daß heute ein jüngerer Bruder des jüngst verstorbenen Kaisers Kienphuoc von Annam zum Kaiser gekrönt worden fet.

London, 3. August. DerObserver" theilt über die Aeußerungen deS französi- chen Borschaiters Waddington in der gestrigen Conferenzsitzung noch mit: Nachdem Lord Granville die Ablehnung deS französischen Antrags seitens Englands ausgesprochen hatte, erklärte Waddington, er habe das Äußerste getban, um ein Einvernehmen her- beizufübren, es sei nunmehr feine Pflicht, gegen den Plan England-, die Zinsen der egyptischcn Staatsschulden herabzusetzen, ohne daß bte Nothwendigkeit einer solchen Maßregel erwiesen fef, zu protestiren.

London, 3. August. DemReuter'schen Bureau" wird aus Lima vom 2. ds. telegraphirt, daß CacereS mit mehreren Tausend Mann gegen Lima vorrücke.

Rom, 3. August. DieFanfulla" consiatirt unter Bezugnahme aus die nach dem Auftreten der Cholero-Epidemie in Südsrankreich an einzelnen italie­nischen Orten vorgekommenen Cholerasälle, daß es sich stets um ganz isolirte Fälle unter den aus Frankreich nach jenen Orten gekommenen Personen gehan- )elt habe und daß in allen diesen Fällen der Verlaus der Krankheit ein durch­aus milder gewesen sei.

In dem im September stattfindenden Consistorium sollen, dem Ver­nehmen nach, der Secretär der Confistorial-Congregation, Laurenzi, der Secretär der Congregation, Masotti, und der Secretär des Concils, Verga, zu Kardi­nalen ernannt werden.

Nifchnh-Nowgorood, 3. August. Die Voruntersuchung gegen die bei den Ausschreitungen gegen die Juden Betheiligten ist beendet. Es wurden im Ganzen 109 Personen zur Verantwortung gezogen, von welchen 3 bereits dem Gerichte überwiesen find.

Washington, 3. August. Bezüglich der Meldung der Londoner Times" von einer schiedsrichterlichen Mediation der Vereinigten Staaten in dem franzöfisch'chinefischen Conflicte wird von dem Departement des Auswärtigen mitgetheilt, daß ihm davon durchaus nichts bekannt sei. Gegen die Landung von Hadern und Lumpen, die aus cholera-verdächtigen europäischen Häsen kom­men, ist ein Verbot erlassen worden.

Lokales.

Gieße«, 4. August. Von herrlichem Wetter begünstigt (ein droh'ndcS Gewitter zog gnädig vorüber, ohne erheblichen Regen zu spenden) konnte unser Turnverein am gestrigen Tage sein 38. Stiftungsfest tn Wenzel's Garten, unter Betheiligung eines außerordentlich zahlreichen Publckurns, begehen. Auch auswärtige Turnvereine, so aus Wetzlar, Lich, Grünberg, Wieseck, Lollar, waren ve:treten. An dem PreiSturnen nahmen 39 Turner Theil. Indem mir nachstehend die preisgekrönten Turner zur Kenntniß bringen, bemerken wir, daß wir, wegen Raummangel tn heutiger Nummer, morgen einen ausführlichen Bericht bringen werden. Den 1. Preis erhielt L-Unverzagt aus Gießen, den 2. Preis Gg. Balser aus Gießen, den 3. Preis W. Dapper auS Gießen, den 4. $rei8 Stud. Cornel. Guntrum auS Gießen, den 5. Preis Wilhelm Ludwig au« Wetzlar, den 6. Preis Carl Christ au3 Wieseck, den 7. Preis gemein­schaftlich Ludw. Säubert aus Wieseck und Heinrich Kümmel aus Lollar, den 8. Preis Henry Wenzel aus G'eßen, den 9. Preis Ludwig Mank aus Wieseck, den 10. Preis Ph. Möser aus Wieseck, den 11. Preis Frtedr. Beppler auS Gießen, den 12. Preis Alfred Sanner ans Gießen, den 13. Preis gemeinschaftlich Heinrich Bi er au au 8 Wieseck und Hugo Krieb aus Gießen.

Bet dem Gewitter am gestrigen Nachmittag schlug der Blitz in einen Frucht­baufen auf dem Krofdorfer Feld ein und brannte denselben nieder.

Vermischtes.

sHundStage."! Mit dem 23. Juli sind wir tn das Zeichen der Hundsiage 23. Juli btS 23. August, bekanntlich die heißeste Zeit des Jahre« etngctrctcn. Die BezeichnungHundStags" kommt nicht etwa daher, weil tn dieser Zeit die Hunde am leichtesten toll werden können, sondern sie stammt von den Griechen und kommt u. a. tn den Werken Xenophons vor. Man bestimmte damals die Jahreszeit nach dem Aufgang des fogeaannten Hundssternes oder Sirius, des schönsten SterneS deS großen Himmelsdomes; die Zeit aber, wo er am besten sichtbar war, nannte man HnndStage".

Handel und Verkehr.

Grünberg, 2. August. (Frachtpreise.) Weizen X 19.00, Korn X 16.60, Gerste X 16.00, Hafer X 16.50, Erbsen X 21.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 24.70, Kartoffeln X 0.00, Wicken 0.00.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einnioknag einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals eattiuseht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HLAA6B3) STEBfii in

Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft ehtfordert, die auch Einsicht« der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath erthellt

Schis fSnachrichten.

Bremen, 2. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Fulda, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Juli von Bremen und am 24. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Ubr Nacbm'ttag« wohlbebalten in Ncwyork angekommen.

Repertoir der vereinigten Stadttheater;u Frankfurt a. M.

Opernhaus.

Dienstag den 5. August: Margarethe. (Margarethe: Fräulein Nicolai als Gast )

Mittwoch den 6. August: Lob eng rin. Außer Abonnement.

Donnerstag den 7. August: Undine.

Freitag den 8. August: Der lustige Krieg. Außer Abonnement.

Samstag den 9. August: Die Meistersinger. Qx

Sonntag den 10. August: Der Freischütz. (Agathe: Frl. Nrcolai als Gast.)

Schauspielhaus.

Dienstag den 5. August: Zum 1. Male wiederholt: Die Goldprobe.

Mittwoch den 6. August: Die Widerspenstige. Hierauf: Der Atzemer und sein Sohn.

Donnerstag den 7. August geschloffen.

Freitag den 8. August: Der Hüttenbesitzer.

Samstag den 9. August: Die Goldprobe.

Sonntag d^n 10. August: Der Hüttenbesitzer.

Temperatur am 4. August (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr).

Wafferwärme der Lahn 17« R. - Luftwarme 161/»0 R. im Schatten.

Rübsamen.