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zwischen den Europäern und den die 2anbc«p:obuefe an den Markt bringenden Srämmen im Innern deS Landes sind und sich gegenseitig die auS dem Handel erwachsenden Doitheile nicht gönnen. Dabei wird selbstverständlich auch für die Europäer der ganze Handel zerstört, da sie sich jetzt noch nicht in daS Innere deS Landes wagen dürfen, um mit den Bufchncgern birect tn Verbindung zu treten. Durch die Stockung deS Handels ergeben sich ober für die Eingeborenen ebenfalls sehr bald so schwierige Verhältnisse, daß sie die Vermittlung der Europäer selbst nachsuchen, um durch deren Einfluß eine kürzere oder längere Beilegung deS Streite- zu ermögl'cheo. Bisher waren r« natürlich die Engländer, an welche man sich wandte, da sie allein an der Küste Eonsuln und auch non Zeit zu Zeit Kriegsschiffe hatten, um ihren Faktoreien Schuß AU gewähren. Im Jahre 1868 errichtete die schon seit 1852 in Liberia und fett 1862 tn Gabun ansässige Firma C. Wörmann zu Hamburg tn Kamerun eine Niederlassung, sie leiste eine .Hulk" aI9 Wohnung und ein Hauptmagazin für ihre Angestellten in Dm Fluß vor Anker und übertrug dem Herrn Joh. Tdormählrn Vollmacht, einzutauschen, was er an Waaren bekommen könne. Erne Hulk ist ein völlig abgetakeltes Schiff, die Wörmann'sche war ein alte« russische« KriegSsch ff von 600 TonS Inhalt. Da« Deck ist in seiner ganzen Länge mit einem Dach auS Palm- blättern versehen welche« Schutz gegen Sonnenbrand und Regen bietet. Auf dem Hinterdeck ist ein kleme« HauS auS Planken errichtet, welches als Wohn- und Schlaf« haus für die Europäer dient. Die ununterbrochene frische Seebrtse, welche da« ganze Jahr hindurch in die Mündung de« Kamerun von Morgen big Sonnenuntergang htneinbläst, macht den Aufenthalt an Bord deS Hulk zu einem bet Weitem angenehmeren al« am Land, abgesehen davon, boß die vielen Unannehmlichkeiten von tropischen Jn- secten und Reptilien fast ganz tn Wegfall kommen. Die Eingeborenen gewöhnen sich rasch an den Verkehr mit dem deutschen Hause und nach einer 6jährigen Arbeit«,ett konnte daffelbr mst Befriedigung auf die erzielten R sultate zurückblicken. Die Ausfuhrartikel sind Palmöl, Palmkcrne und Elsrnbein, welche gegen Baumwollwaaren. Schießpulver, Gewehre, Salz, Rum und Tabak etngetauscht werden. In neuerer Zett fangen die Duallaö guck schon an, Luxudart,kel einintaufcbm, wie Teppiche, Lampen u. f w.
I Die Firma C. Wörmann hat 1873 schon 220 000 Gallonen Palmöl, 2800 Ctr. Palm- kerne und 7600 Ctr. El'erbein nach Europa verschifft, und heute hat sich, nachdem die Firma Jantzen u Thormäbl.n sich altz Schwesierfirma etabltrt bat, da« Quantum verdoppelt. Die beiden deutschen Firmen haben mehr Anihetl nm Kamerunhandel al« die acht englischen Concurrenzbäuser zusammen. In Folge dessen wandten sich dieselben am 22. April 1874 an das ReiLSkanzleramt, um unter Darlegung der Verhältnisse die Anstellung eine« deutschen Consul« und den Schutz der deutschen Regierung im Kamerung-btet zu erbitten. Damals konnte dem Wunsche noch nicht nachgekommen werden. Die beiden Firmen haben aber rastlos weiter gearbeitet, so daß sich heute der Handel in Palmöl verdoppelt hat. in Palmkcrnen ist er sogar auf da« Mache Quantum gestiegen, und seit die Firma C. Wörmann eine regelmäßige Dampferlinie nach Kamerun eing-riLtet hat, ist dem Handel eine weitere Entwicklung gesichert. Vor etwa anderthalb J.chren wandten sich die eingeborenen Häuptlinge mit der Bitte um Schutz nach England, sie fanden aber kein Gehör und sind dcßhalb jetzt über den von der deutschen Negierung gewährten Schutz sehr erfreut. Auch die englischen Kamerun» häufer betrachten Deutschlands Vorgehen keineswegs mit feindlichen Augen. Privat- briefe von do-t betonen, daß sie die Sache als für sie vortheilhast ansehen und keinerlei Nacktheile für sich befürchten. Alle Kundgebungen weisen auf den Punkt hm, der für di« Colonie von höchster Wichtigkeit ist — den Plantagenbau. B-S jetzt ist damit noch kein Versuch möglich gewesen, und gerade dafür würde sich daS Kamerunsgebtet hervorragend eignen. Kaffee wächst im ganzen Hinterlande wild und Cacao wird zweifellos dir besten Erträgnisse ergeben. Das Arbeitsmatertal wird der an der ganzen Küste als willige Arbeiter verbreitete Kru-Stamm liefern. E« wird die Aufgabe fein, die Neger zur Seßhaftigkeit und zur Arbest zu erziehen und al« Frucht der civ.lisalorischen Arbeit kann Wohlstand und selbst Reichthum für die Unternehmer nicht ausbleibe».
I Für Auswanderung von ländlichen Arbeitern ist jedoch das KamerunSgebiet nicht geeignet das Klima ist für den europäischen Landarbeiter unzuträglich. Die Vortheile für Deutschland können vorläufig nur aus der HandelSoerbindung erwachsen. Je weiter in's Innere das Gebiet erschlossrn wird, desto größere Fortschritte wird der Absatz machen. Wie groß da« Kamerunsgebtet tst, läßt sich nicht bestimmt auSdrücken, da ede feste Abgrenzung im Lande fehlt. Je mehr Handel«- und Freundschaftsbeziehungen aber angeknüpft werden, desto weiter dehnen sich die.Krenzen de« Gebiete« auS tn da« noch unerforschte Innere des Continents, bis sich die Pioniere von Kamerun mit denen vom Congo die Hände reichen. . „ , e
— Nach Eröffnung der Hühnerjagd wollen wir unseren Leserinnen ein kleine- VerSlein mittheilen, da« sie beim Einkauf von Rebhühnern sich stet« in’« GedSchtvitz
Temperatur am 3. September (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr).
Wusserwärnre der Lahn W/z0 R- - Luftwarme 15° R. tm Schatten.
Rübsawen.
zu stellen. Verhältnisse im KamerunSgebiet wird von Reisenden und Ge
schäftsleuten, welche sich dort längere Zett aushielten und.Gelegenheit battm. Land und Leute genau kennen zu lernen, mancherlei Interest ante« berichtet. DaS reich bevölkerte Land an bet gemetnfd)aftlld>ai Mündung deS Mungo "Nb d-S Kamerun wird von einer Anzadl embetmtfdjer Dualla-HSuvIImge beherrscht, welche sich den stolzen Nomen Köntae- beileaen. In den Negerdorfern am Kamerun, deren Zahl etwa 12 mit 20,000 Einwohnern beträgt, regieren die Könige Bell Aqua, Joß, Dido, Brisso und andere, nach welchen die Ortschaften König Bells Stadt, König «qua«> Stadt oder Station u. s. w. heißen. Die einflußreichsten sind König Bell und König Aqua, welche fast fortwährend tn eifersüchtigem Krieg um die Oberherrschaft liegen DK Ursache der Fehden ist darin zu suchen, daß die Könige die Hauptvermsttler des Tousu)hand ls
rufen mögen. Hier ist es:
„Ist gelb der Tritt de« Huhn«, gleich der Citrone, So ist'« von diesem Jahre zweifelsohne, Doch rechne davon zwei auf einen Kops, Sie werden Dir gar sehr gering im Tops! Das Huhn mit Tritten gelb wie Apfelsine Vor Allem Dir zum saft'gen Braten diene. Beim hellen grauen Tritte laß Dir rathen, Ein halbe« Stündchen länger es zu braten. Scheint dunkel schon dc« Huhnes Tritte« grau, So kocht’« oot’m Braten erst die kluge Frau. Blaugraue Tritte, Schnabel beinah’ weiß, Rings um die Augen ein hellrother Krei«, Laß' ab! umsonst sind Speck und Fett und Butter, Dersrt’ge Hühner schenk' — der Schwiegermutter 1'
— sEin Verhinderungsfall ) Eine ungarische Prooinzzeitung bringt die Neuigkeit. Das hier erscheinende W'tzblatt Fülesbagoly (Die Nachteule) erscheint wegen Erkrankung des Zeitungsausträgers erst am nächsten Sonntag.
heute Nachmittag verlaffen, nachdem beute Vormittag bereit« der Abßte Theil de. | . Utensilien weggebracht worden ist. Die Truppen werden in ""^edenen sott«- Prinz Earl, Weisenauer Lager, Fort Petersberg rc. untergebracht werden. Da« Rezi» ■'"'“ffl "«N7«.st E.h°n,°ürb<gk-st «st das gegenwärtig
am Wall ausgestellte elektrische W'ckeebett, welche», je n“*kem bie Ut)r geftetlt wird, ' JU jeder beliebigen Rett den Schlöier werft und diesen, k-ll» »icht von fich ,elb» iufftebt, schlichlich in drastischer Welse bazu zwingt Der Verlaus de, Wecken» ist folaender: Zunächst ertönen zwei Glocken einige Zeit, während ein in der jyibc be« ».♦♦.a Gebendes Licht sich entzündet- Bald darauf wird dem zaudernden Schlier bu!ch unsichtbareKrafturplötzlich die Schlafmütze vom Kopfe gezogen Zu gleicher Reit wird durch Electricität eine unter einer Kaffeemaschine stehende SpirituSlampe anaeb^anni Die Töne einer Spieldose sind eine weitere Mahnung zum Aufftehen. Da die Musik n'chts h'lst, ertönen nochmal« die electctfchen Glocken- AlS letzte marnunn ftetat an b« Seite des Bettes etn Z ttel mit der schriftlichen Aufforderung: ® raau"fl!'ftempor. Der Nichtbeachtung diese« Worte» folgt alsbald die Strafe: Der unverbesserliche Schläfer wird einfach au« dem Bett geworfen
Tanffurt a. M- Angesicht« des begeisterten WiederhallS, welchen die ersten Schritte der Neichsregierung zur Jnaugurirung einer praktischen beut »tn ^lonial- politik im Volke gefunden, wird die Berufung einer außerordentlichen G«nkral Derfammlung deS Deutschen ColonialoereinS zu Eisenach am 21- Septer^er aUsestig freublg begrüßt werden. Ist doch anzunehmen, daß sich außer zahlreicher Betheiligung unter den ^6000 Mitgliedern de« über ganz Deutschland sich erstreckenden Vereins viele sonstige Freunde der deutschen Colonialpolitik dort einfinden werden, »m einerseits d e Rick unb Wege deS Deutschen ColonialoereinS kennen zu lernen, «ndererse-tS betzutragen, daß sich diese Versammlung zu einer allgemeinen begeisterten Kungebung, zum beredten Ausdruck der nationalen Zustimmung mm colontalpolilischen Vorgehen de« Reichskanzlers gestalte. Auf der Tagesordnung stehen: die 0cßc^5rt‘0e Lage der deutschen Colonisationsbestrebungen, - Stellung und Ausgaben deS Vereins. Hervorragende Redner au« dem Schoße be?1 Solonlaljereinfl haben ibr worüber wir näheres demnächst mittheilen werden. Ein Localcomiiä ha. sich in Eisenach acbildet behuf« WohnungSanm'.ldung u. dergl. , ..
Frankfurt a. M., 28. August. (Appetitlicher Salatloffel) Die 5 nf 4 oft en geben oft bei Entlassung ihrer Dienstmädchen die verschiedensten Gründe an. Die eine Küchenfee wird wegen nächtlichen Ausbleibens, die andere wegen Faulheit, die dritte gar wegen Unredlichkeit fortgejaqt. Neu dürfte aber der folgende Grund.zur Dienst, entlaffung fein. Wir lesen nämlich tn einem un« vorliegenden Dienstbuche ,3$ habe die Inhaberin dieses Buche« sofort entlassen, w:il sie mir "n6e°chttt mchr- maliger Verwarnung offenbar in böswilliger Absicht meinen S°l^wffel a « Schuhhorn benutzte.- Dieses Ho^n dient bekanntlich zur Erleichterung de« Schuhanziehens.
° München, 28. August. (Die königlichen Bauten) Die lüngst durch die Presse gegangene Nachricht, daß König Ludwig den Bau eineS weiteren SchloffeS im Gebirge 06 mürbe die Ruine Falkenstein genannt) angeordnet habe tft der „^i. P unbegründet; nicht einmal der planmäßige Ausbau der Schloßanlagen ^m ^hi<mfee erscheint gesichert, trotzdem bereit« Millionen für diesen Bau Verwendung gefunden haben. Die Demission eines HofdauraihS wird mit dem derzeitigen Mangel der Bargelder in | Quiammmbana aebraAt. Die im Juli d- I. unter finanzieller Beihülfe drr Agnaten abgeschlossene Anleihe reichte nur für die rückständigen Kosten deS Schloßbaues Linder- Hof, dezw de« NebenschlofseS bei Hohenschwangau au«. Im Interesse de« durch die königlichen Schloßbauten bisher in der wirksamsten Weise geförderten KunsthandwerkS ist die Nachricht von der Einschränkung jener Arbeiten sehr zui beklagen.
Kiel, 27. August- Herr Dr. Wölfert hat hterselbst dieser Tage vor einem zahlreich erschienenen Marine-Publikum zwei Versuche mit seinem lenkbaren Lustsch ff „Saturn" unternommen, die nicht ohne ein bemerkenSwerthes Ergebnis'verlaufen sind. Der „(Saturn* ist ein Ballon von der Form einer Cigarre, von einem Raumgehalt von 500 Cdm und bet einer Füllung mit gewöhnlichem Leuchtgas von einer Trag- -fähigkest von etwa 350 Kgr., bei einer Wafferstoffgasfüllung von ein er Tr a gsä digkei t von etwa 800 Kgr. Die Gondel bestand aus einem viereckigen Korbe, der in der Länge V/ M in der Breite 1 M- und in der Höhe 1,8 M- maß, mtt dem Vallon auf eine vierfache Weise festverbunden war (bekanntlich liegt hierin Wolferts ersterFortsch ritt auf dem Gebiete der lenkbaren Luftschifffahrt, nachdem in der losen Verbindung der Gondel mit dem Ballon die erste Hauvibedingung zur Verwirklichung des Problem« diSber gefehlt hatte) und der in der Mitte den Drehungsmechanismus für zwei große, äußerlich an den Längsseiten der Gondel herauStretende Schrauben trug, deren Flügel in einem Winkel von 35° zur Achse standen. Beide Fahrten unternahm ein Vetter deS Herrn Dr^^Wölfen einmal allew und da« andere Mal in Becsteitung e nes Knaben Dr. Wölfert leitete die Auffahrten aus dem FüllungSplatze. Der Ballon hatte bei bdben Auffahrten eine Höhe von etwa 2000 M- eingenommen. An beiden Tagen war die Windstärke etwa 2 bis 3 M- per Secunde, die Windrichtung NO. und 0- 68 gelang bei beiden Auffahrten augenscheinlich, demLuftschiff eine von der, Wtnd- richtung abweichende Direciion zu geben, ein Beweis, daß schon eine Menschenfraft genügend war, um diesem LuftsLiff eine willkürliche Fortbewegung zu ertheilen. Der Gallon war tn NO-Richiung aufgestiegen, hatte sich auf 700 M. Entfernung vom FÜUungsplahe eine halbe Stunde lang gehalten und hatte bann, i" ^O.-Richtung abweichend, 1 einen Weg eingeschlagen, um endlich nach 2i/zstündlger Fahrt^1 /,-Stunde von Kiel glücklich zu landen. Herr Dr. Wölfert ist der Ueberzeugung, daß eine vollständige Lenkbarkeit deS Luftschiffes auch gegen stärkere^Luftströmungen allein'abhängig ist von der Anwendung eines geeigneten MafchlnenmotorS von etwa 5 Pferdekrästen, ,u dessen Anfertigung sich bereit« b‘C Berlmer Maschinenbau-Gesellschaft Schwartz- kopff bereit erklärt hat. DaS Gewicht dieser Maschine würde nur den vierten Theil der Gesammttragfähiakeit des Ballons tn Anspruch nehmen- W'e wir Horen, wird Herr Dr. Wölfert mit dem Chef der Admiralität U ater Handlung en zur^^Einrichtung einer äronautischen Versuchsstation in Kiel einletten. Dr. Wölfert hat sich bereit erklärt, seinen jetzigen Ballon dem Martnemtnlsterium zur Verfügung
731) Heber die H5he der Kosten, welche die Elnrticknng einer Anteige ta eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals entsehen, wenn man von der Annoncen - Expedition -von MAASEIVÄTEIX A Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auekunft einfwder^ ®e auch hinilchte der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Anüöertzsffeves IaöriLai zum Stärken der Wäsche.
EMIL FISCHBACH GIESSEN.
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emeiner Anzeiger.
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natürliches Bitterwasser, unersetzlich wegensanesGeh^^^iC^^
riden, von den ersten ärztlichen Autoritäten
kräftig auflösendes Heilmittel empfbhk^e^n^mentfieh bei
läntzerem Gebrauch den Vorzug. *inot’
Verstopfung, Trägheit
thoiben. Magen, »ud ;
fiimramifl, Leberlerden, Fettstrcyt, '®lc^s’ _n_r)£rektiQii< 1
Frissdrichshntt dki Hilhhurghquizn. J


