Ausgabe 
4.5.1884 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

W

geboren den 22. März.

der Bäcker

if

VBtoSB»

Allgemeiner Anzeiger

Schützenfest (liessen

3179

ähnlicher Präparate als Nachahmer hervorgernfen, welche'sich nicht

1

2

1

2

1

2

3

1

2

1

2

3

1

2

3

Die äusser ordentliche Verbreitung dieses Haus­mittels hat eine ebenso grosse Zahl

. 28

der Brodverkäufer Pfd.) Weißbrod

Die Zimmerarbeiten zur Erbauung der Sehützenfe^halle find zu vergeben. Bewerber wollen sich längstens bis zum Dienstag den 8. ds. an Architekt Huhn wenden

schieden gegen den Zusatz der Commission, nach welchem bei der Ermittelung deS steuerpflichtigen Reinertrags der Staatsbahnen, sowie der Domänen und Forsten nur die ordentlichen Ausgaben und nicht die Gesammtausgaben zu Grunde gelegt werden sollten, ausgesprochen hatten.

Der Reichstag genehmigte heute die Kaiserliche Verordnung, betreffend die Ausdehnung der Zollermäßtgung zu dem deutsch-italienischen und dem deutsch-spanischen Handelsvertrags. Ferner wurde in dritter Berathung das Gesetz über die Anfertigung der Phosphorzündhölzer unverändert, auch bet der Gesammtabstimmung, angenommen. Die Vorlage über den Feingehalt der Gold- und Silberwaaren, welche nur der Ab­geordnete Lenzmann als nicht spruchreif bekämpfte, wurde nach längerer Debatte vnter Ablehnung aller Amendements nach den Anträgen der Commission genehmigt. Die nächste Sitzüng findet am künftigen Donnerstag statt und zwar steht für dieselbe das Socialistengefetz auf der Tagesordnung.

Nuris, 2. Mai. Der französische Botschafter Waddington hat Lord Granville heute eine neue Mittheilung überreicht, in welcher die Gründe für das Verlangen der französischen Regierung, daß die Berathungen der Conferenz nicht aus den von England vorgeschlagenen Punkt beschränkt seien, dargelegt werden. Die Mittheilung geht aus das der englischen beigefügte Memorandum ein und weist darauf hin, daß der Nothstand in der egyptischen Staatskasse durch die abenteuerlichen Unternehmungen herbeigeführt sei, in die man sich neuerlich eingelassen habe. Die zum Unterpfand für die egyptischen Gläubiger bestimmten Einnahmen könnten nicht gemindert werden, um die Kosten für der­artige Expeditionen zu bestreiten, denn wenn in Folge der gegenwärtigen Um­stände die zum Unterpfand bestellten Einnahmen angegriffen würden, so würde das einen Präcedenzfall bilden, der sich stets wieder erneuern könne,

Der Ministerpräsident Ferry ertheilte dem bisherigen chinesischen Bot­schafter Tseng eine Abschieds-Audienz.

London, 2. Mai. Das dem Parlamente vorgelegte Blaubuch über die Sudan-Angelegenheit enthält eine Depesche Lord Granville's an den zeit- weillgen Gehülsen des General-Consuls in Kairo, Egerton, vom 23. April er., in welcher Letzterer ersucht wird, den General Gordon zu instruiren, daß er die Regierung über eine etwaige Gefahr für Khartum auf dem Laufenden halten und sich über die für einen möglichen Entsatz erforderliche Streitkraft äußern möge. Im IXebrigen enthält das Blaubuch zum größten Theil Depeschen über Kriegsereignisse und über bereits bekannte Thatsachen.

Unterhaus. Der Deputirte Hicks-Beach kündigte einen Antrag an, in welchem das Bedauern des Hauses darüber aus gesprochen wird, daß die Politik der Regierung den Erfolg von Gordon's Mission nicht gefördert und daß die Regierung es noch nicht aufgeschoben habe, Schritte zu General Gor- don's persönlicher Sicherheit zu unternehmen.

Kronstadt, 2. Mai. Vor dem Leuchtthurm von Tolruchin sind drei Hanvelsdampser angelangt, an der Weiterfahrt aber noch durch Eismassen ge­hindert. Von Kraßnaja Gorka aus sind fünf weitere Dampfer sichtbar.

Den 27. April. April.

Den 28. April. April.

Den 29. April.

Getaufte.

Dem Taglöhner Friedrich Alt ein Sohn, Gustav, geboren den

Ein unehelicher Sohn von auswärts, Heinrich, geboren den Dem Schuhmacher Heinrich Strack ein Sohn, Karl Heinrich,

) .....56

) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei Hch. Rain 22

) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei Hch. Rain 44

) Schwarzbrod 1. Sorte

) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei Hch. Rain 21 ) Schwarzbrod 2. Sorte 44 bei Hch. Rain 42

) Schwarzbrod 2. Sorte 66

BeoHpreise

vom 4. bis 18. Mai 1884.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige ?n ein* oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn nx&ij von der Annoncen - Expedition von BaAA@lBÄTSM2M «fe WOÖ&lEEi U Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

annnener rraparate als JN achahmer hervorgerufen, welche'sich nicht entblöden, Verpak- kung, 1 arbe und Etiquette in täuschender Weise herznstellen. Die Packete des ächten btomverck sehen Fabrikates tragen den vollen Namen des Fabrikanten und kenn- zeichnen sich die Verkaufsstellen durch ausgelegte Firmen-Schilder.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.

Beerdigte.

D-n 27- April Wagner H-innch Metzger, alt 75 Jahre, g-storb-n ben 25. April, m Georg Leib, Kaufmann, lediger Sohn des Schneidermeisters

Georg Leib, alt 23 Jahre, gestorben den 26. Avril. 1

- Den 30. Apnl. Gotthard Schreiner, Ackermann dahier, alt 70 Jahre, gestorben den Zo. April.

5.

5.

T)r mpj ff ßnnanli ^tT?-rZt £ FDrankfu[t früher Assist.

171 lllLll. lle vCnSClle P**of- Rlcord s.Pans, heilt rasch, gründl. u. <3

LVÄ'Äft-EätitaTÄ s

Gartenmöbel

in Eisen und Holz in neuer Auswahl. 2298

jKmil l^islot'.

Auszug aus den Standesamtsregister« des Standesamts Gieße«

Aufgebote.

. D .April: 29. Schuhmacher Heinrich Sand zu Gießen mit Luise Becker, Tochter d-s Monomen Friedrich Becker zu Baltenberg. Mai: 1. Steinbrecher Konrad Lerch mit Elisabethe Pauline Wack, geb. Löb, Wittwe des Schneiders Georg Wack zu Gießer 1. Maurer Heinrich Fischer IV., Wittwer, mit Katharine Viehmann, Tochter deS ver',' storbenen Musketiers Johs. Vtehmann zu Groß-Linden.

°» _ Eheschließungen.

m , April: 30. Sergeant JohS. Gontrum mit Katharine Neuberger, Tochter des Bahnwärters Peter Neuberger zu Gießen. 30. Kutscher Johs. Müller, Wittwer, mit Marie Helene Bott, geb. Leinweber, Wittwe des Bremsers Kaspar Bott zu Gießen.

_ Geborene.

m c April: 14. Dem Taglöhner Ludwig Kröck VIII. eine Tochter, Marie. 22. Dem Schwarz ein Sohn. 26. Eine Tochter von auswärts, Barbara.

2?-Schlosser Kar Hohmeier ein Sohn. 27. Dem Schlosser Ludwig Volz eine Dem Taglöhner Ludwig Zehner eine Tochter. Marie Elisabethe Katharine.

ein Sohn^" öon aufwärts, Wilhelm. Mat: 1. Dem Schmied Peter Hardt

Gestorbene.

_ .. April: 26. Kaufmann Georg Leib. 23 Jahre alt. 26. Elisabeth, 1 Jahr alt Tochter des Maure^ Daniel Walther. 26. Schneiderin Katharine Margarethe Wißner," alt, von Garbenteich. 27. Ernst Adam, 4 Monate alt, Sohn des Magazin- arbeiterS Christoph Hahn. 27. Monteur Daniel Graf, 32 Jahre alt, von Dotzhäm O»' O'cr?lain?u KQl^^.So^n bc8 Wirths Balthasar Htnterlang von Kleinltnden

Gotthard Schreiner, 70 Jahre alt. 28. Bertha, 8 Monate alt, Tochter deS Schneiders Jacob Kahn. 30. Theodor Alexander, 7 Jahre alt, Sohn des ver- QRr^n£n Wachtmeisters Wilhelm Schneider. Mai: 1. Wcißbindermetster Jacob Reiber ov Jahre alt.

Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 28 bei M. Lenz u. C. Steinberger 27

(4 Pfd.) Weißbrod .... 56 bei M. Lenz u. C. Steinberger 54

(2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 25 bei M. Lenz u. C. Steinberger 24

(4 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte 50 bei M. Lenz u. C. Steinberger 48

(2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte 22 bei M. Lenz. u. C. Steinberger 21

(4 Pfd.) Schwarrbrod 2. Sorte 44 bei M- Lenz u. C. Steinberger 42

(6 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bei Gg. Müller, Konrad Haas, L. Schneider, Louis Keil, Fr. W.

Hartmann, Carl Wallenfels . 66 Gießen, den 3. Mai 1884.

Vermischte-.

pllebcrtrumpt" kann man folgende lustige Geschichte überschreiben, welche das Kasseler Tageblatt" erzählt: Ein in der Gegend von E sch we ge bekannter Gendarm, der Patrouille gegangen war. begegnete in dem wegen seiner wildromantischen Natur viel von Touristen besuchten Höllenthal einem Gefährt, das einem benachbarten Ober­förster gehörte und leer nach der nächsten Stadt fuhr. Der Gendarm fragte den Kutscher, ob er mitfahren könne, was dieser dem anscheinend Ermüdeten freundlichst zugestand. Der Gendarm nahm Platz, machte es sich bequem, holte, als sie eine Strecke zurückgelegt hatten, seine Cigarrentaschr hervor und fragte wie von ungefähr den Fahrenden, ob er ihm nicht mit einem Streichholz aushelfen könne, er habe die seinen vergessen oder verloren. Willfährig griff dieser in seine Westentasche und brachte daraus etliche lose Stteichhölzer hervor, von denen er eins dem Gendarmen hinreiHte. Nach einiger Zeit erschien ein Gerichtsbote in der Försterei und händigte dem Knechte ein Strafmandat ein das wegen losen Mitsichführens von Strelchhölzern in der Tasche auf 6 X lautete. Der Oberförster, welcher von seinem Burschen den Zusammen­hang erfuhr, war erst entrüstet, besann sich aber kurz und übersandte dem Gendarmen noch am selbigen Tage eine Nota: Benutzung eines Gefährts vom Höllenthal

vis zur Stadt Summa Summarum 10 X u. s. w." Vor dem u. s. w. muß jener einen besonderen Respect gehabt haben, denn schon nach einigen Tagen liefen mittelst Postetnzahlung die 10 X ein. Der Oberförster aber rief seinen Knecht und sagte: »Hier sind 6 X, damit bezahlst Du die Strafe, diese weiteren 4 X nimm als Trink­geld und wenn Du wieder zur Stadt fährst, sprichst Du bei dem Gendarmen vor und bedankst Dich schön, hörst Du, und keine Schwefelhölzer mehr lose in die Tasche!"

Handel und Verkehr.

Gießen, den 3. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.001.05, Hühnereier 2 Stück 900 Enteneier pr- Stück 50 H, Gänse­eier per Stck. 1000 Käse Stck. 59 Käsematte 3 k Erbsen per Liter 20 Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,800,90 H, Hühner per Stück X 1.201.40, Hahnen vr. Stück X 1.301.70, Enten per Stück X 2.202.60, Ochsenfleisch per Pfund 6670 H, Kuh- und Rindfleisch 5060 Kalbfleisch 4050 4, Schweinefleisch 5460 Hammelfleiich 6470 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.404.00, Milch per Liter 1318 H, Zwiebeln per Ctr. X 1500,

Auszug aus dm Kirchenbüchern der Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

April. Johannes Müller, Kutscher dahier, ein Wittwer und Mari- Helene Bott, geb. Leinweber, Wittwe des verstorbenen Bremsers Caßpar Bott dahier, m ^?evnLe?be11, Johannes Gontrum, Sergeant im H. Großh. Jnfanterie-Reaiment Gön"chel?ch^l T°cht^ ^euberser, des Bahnwärters Peter Neuberger beiKttch-

Tapeten

mit paffenden Decorationen in den neuesten Mustern empfiehlt in größter

Auswahl zu den billigsten Preisen 2178

Ernst Blödner,

12 Bahnhofstraße 12.

Kgr. (2

(4

(2

» (4

>, (6

,, (2

(4

x (6