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Ilrf, Wsbab und Vichy. ------3£36 Darmstadt.
bester 1884» 'ebuogen 5 Nachmittage, Chemie 4 St, krot. Dn orphölogie 3 Sl, Vortrag stivum (mit besonderer
Anleitung eum Unter- s. Dr. Uloth. Botanische
1 auf das bei unserem bschule für das lautende maceuten ist gleichfalls für Pharmaceuten be- >rüfung findet in diesem te Direction zu richten.
Dr. Staedel.
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1881
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loa. Erstes Blatt. Samstag den 4. Mai
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-.
WEanr Schulstraße 7.
Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf.
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Trlegraphischr Depeschm.
Wolff'- telegr. Eorrespo«dem-Bvrea«.
2. Mai Die Commission des Reichstags für das Unfsllgesetz| fle* nehmigtt in ih/er heutigen Satzung die Paragraphen 22 und 23, betreffend dteGenosftv- fckaftsvorstänbe und deren Wahl, unverändert, iowie den § 24 mit dem 2^satz, daß hie Wiederwahl ablehnbar seh Bei dem § 28, bei welchem die Diskussion schließlich b!s MoMa^vertag/ wurde, erklärte der Minister v. Bötticher daß die -Berufs- aenostenschaften ohne Gefahrentarif nicht bestehen konnten, es indeß einer jeden Be- ?ussaenossensckaft m verlassen sei, so viele Klassen zu bilden, als sie für erforderlich S An dem Standpunkt des Ausschlusses der Prtv°t-Ve>sich-rungs-Ges-llschasten wüßt-n^di- R-^-rungm s°sth°»°n. iUt Vorberathung des Entwurfs für da, Actlenaesed bat einfttmmia beschlossen, die Bestimmung beS Art. 210, daß ber eins Mfortttte Wttttt Mt bet Einschreibung In bas HanbelSr-gist-r in Baar b-m Vor- stanbe >u üb-ra-b-n sei dahln abzuänbern, baß auch bte Zahlung in R-ichsbank°°ten unb in Noten der brutschen Notenbanken als Baarzablung erachtet wirb, diese Zahlung lick aber tm Befibe des Vorstandes zu der Zett befinden muß, wenn die Anmeldung bet d" m Handelsregister erfolgt. Der Artikel 210 a wurde nach der R-gl-rungSoorlag- ang-nomm-m h^tigen Sitzung des Abg-ordnetenhauf-S gelangten die R>4, 5 und 6 des C°mmunalst-mrg-f-tz-s in d-r Fassung der R-g«erungs°°rl-e- zur An nähme, nachdem sich der Regierungscommissar Heim und der Munster 0(9014
Schreiber dieses ist nicht autorisier, tm Namen dieses Offenbacher Vereins hier eine Erklärung abzugebeu: aber er glaubt die darin derrsche"de Stimmung doch insoweit zu kennen, daß er sie In der Mehrheit seiner Mitglieder dahin präcisirea zu können «J™: « wtrb auch ferner, wie seither, für die Reichstagswahl in erster
Linie einen naticnalliberalen Candtdaten aufzustellen suchen, ja, er kann, nach der Zusammensetzung seines Wahlkreises, überhaupt keinen andern bringen, falls er rstcht von vornherein auf jeden Erfolg verzichten und sich an dem rem platonischen Ver- gnügrn ein««'„Zählcandldateu" genügen lassen will; - er wirb, sagen wir, so thuu, aber er will sich das nicht gerne dictatortsch vorschreiben lassen.
2) Würde dem Verein bet sonst gleichen Chancen des Erfolges die Wahl zwischen einem Frei-Conservativm und einem lmks von der nationalliberalen Partei stehenden Candtdaten, der aber in nationaler Hmsicht alle nothwendigen Garantien bietet, gelassen, so würde jedenfalls ein großer Theil der Mitglieder, ihrer politischen Vergangenheit aetreu, sich für den Letzteren entscheiden. L ir, - .
3) Zwischen einem Frei - Conservativm und einem undeutsch gesinnten Manne ebenso zwischen zwei nicht zu Kaiser und Reich stehenden Candtdaten
aber sich der Stimme gänzlich enthalten. . _ „„„ —. -
Zu Fall 2 bemerken wir beispielsweise noch, daß Männer wie Mox v Forckev- beck, der Oberbürgermeister von Berlin und von dem deutschen Kronprinzen stet« mit besonderem Vertrauen beehrt, — F eiherr v. Stauffenberg, auf dessen Schloß Rißtiffen der Erbe der deutschen Kaiserkrone abzustetgen pflcgt, wenni er in Ulm^seine Truppev- Jnspection abhält, — Friedrich Dernburg, unser langjähriger früherer Reichstags- Abgeordneter, welcher vor wenigen Monaten den Kronprinzen nach Spanien beglettete — daß solche Männer keine gutdeutschen Patrioten seien, — dies zu behaupten, wäre doch ^W^ine^Wahnsinn Mehrere nennen; es mag an diesen genügen, zumal der Kall unS hier ernstlich mit ihnen zu beschäftigen, ja gar nicht vorliegt.
* ' Den Herren von der Majorität des vorigen Sonntags möchten wir aber zum Schluß noch eines bemerken : „Lieber unterliegen, als Compromisse
schließen' — und Wem das nicht paßt, der mag austreten!" Mit dem permanenten ^"terlieaen" ist es so eine eigene Sache; in der Politik ist der Erfolg Alles, und
I schließlich dünkt mich ein ehrenvoller halber Erfolg immer noch düster, als eine ehrenvolle gcmze Niederlage. Es kommt nur darauf an, wie und mit Wem und auf welcher Grundlage man Compromisse schließt, und ob man dabei keine wesentlichen PrlnziMn bpfer^ ^ Offenbach-Dieburg haben niemals campromittirenbe Com- promisse" geschloffen; wir haben gegen zwei mächtige Gegner seit 1866 siegreiche Wahl-
I fftmnfe mit der größten Hingabe, bedeutenden Opfern und der außerordentlichsten A^trenauna für die nationale Sache geschlagen und nur bei den letzten Wahlen sind wk S " Wahlkämpfe, wie sie in solcher
I Intensität nur wenig Wahlkreise in Deutschland zu verzeichnen haben und in denen uns aus den übrtaen hessischm Wahlkreisen niemals nur die geringste Hülfe und
I Unterstützung zu Theil wurde. Wir können uns daher auch von zufälligen Mehrheiten Mer Landesversmnmlung (so ist wenigstens unsere persönliche Meinung nicht unbedingt die Richtung vorschreiben lassen, in;der wir uns in ferneren Wahlkämpfen zu ‘'“'“'«'man un8 deshalb, wie einige Heißsporne riefen, von der Partei °uS-
I schließen? Gerade in Offenbach sind mehr noch wie in einer anderen Stadt des Landes dieselben Männer an der Arbeit, die sich 1860 tm Natioualonein zusammenfanden und
I seither bei keiner Landesversammlung der Partei gefehlt haben. Wollen biefe nun die jüngeren Kräfte der Partei die Arbeit übernehmen — nun wohlan: die Lust am
I Kamvf^jst ja gewiß größer bet Jenen, welche erst „Ein Jahr dabei sind , als bei Solchen, die bereits feit netto einem Vierteljahrhundert die Schlachten der Partei ge» WaßeaÄ Offenbach^für sich allein in seinem Wahlkreis
I ffirfojae erzielen' aber nie auch der Wahlkreis ohne Offenbach; und den gut national ! nher auch aut liberal gesinnten Elementen dort den Stuhl vor die Thük setzen, heißt soviel, als 6för absehbare Zeit auf jeden Erfolg für die vaterländische Sache in unserem Wahlkreffe verzichtens fef ^chts so heiß gegessen als es gekocht wurde
I und somit hoffen wir denn, daß der Nationalliberale Parteitag in Berlin am 8. Mat auch rwch ein wenig in die heiße Suppe blasen wird, die vorigen Sonntag in der Rosenau gekocht wurde!
Dixi et salvavi animam meam.__
Darmstadt, 1.
y < rr V. Cfnalfn <m । 1
gestern Abend nach der Rückkehr aus dem Schlaffe nach geraume Weile tm
Garten des Neuen Palais auf und speiste darauf nut J.J. K.K. H.tz. den
Prinzessinnen Luise, Victoria und Maud von Wales, I. Gr. H. der Prinzessin
Alix und der Marquise os Ely. Um 9 Uhr kam das neuvermählte Paar m das Neue Valais, um sich von Ihrer Majestät zu verabschieden.
Heute'Vormittag suhr die Königin auf die Mathildenhöhe, Nachmittags 5V. Uhr in Begleitung I. K. H. der Erbprinzessin von Memmgenl und cv gjr der Prinzessin Irene nach der Rosenhöhe, Kramchstem, über Waidmannsruh", Charlottenplatz und Dianaburg zurück. . , , I
Darmgadt, 2. Mai. Se. Kaiser!. Hoheit der deutsche Kronprinz hat Seine Abreise von hier um einen Tag verschoben und wird Sich nunmehr heute Abend 6 Uhr 30 Min. mit Extrazug von hier nach Berlin begeben.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen reist heute Nach- mittag 1 Uhr 32 Min. nach Karlsruhe ab.
Ihre Königl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin von Wales nut dem Prinzen Albert Victor und den Prinzessinnen Lurse, Victoria und Maud haben Sich heute Vormittag 11 Uhr zu einem-Besuch der landgraf- lichen Familie nach Philippsruhe begeben. Die Herrschaften kehren Nachmittags 5 ^^DK°G?oßherzogliche Familie erstattete im Laufe des heutigen Nachmittags den Neuvermählten Höchsten Herrschaften einen Besuck> auf Schloß He. igenberg^ — Se Kaiserl. Hoheit der Kronprmz des deutschen Reichs besichtigten das
U3.°a^iaatUeh?rüi)ie Landesversammlung der Hessischen Fortschritts- v artet in der Rosenau zu Frankfurt a. M- am 27. April wird der „Off^d. Ztg- von I einem Parteimitgliede anderweit berichtet und glauben wir auch diesen Bericht unfern I Lesern nicht vorenthalten zu sollen. Red. d. G. A-
D« tm'^Frankfi Journ." -eröffmilichte Bericht über bi-L°nb-Sv-rf°mmlnns der Hessischen Fortschrittspartei vom letzten Sonntag gibt ein etwas einseitiges Bild des Verlaufs derselben, insofern er die Redner der mehr links stehenden Minorität fast gar nicht aufführt; so (außer Dittmar-Gießen) besonders noch die Herren Görtz von Mainz Metz von Darmstadt, Kugler von Offenbach, Sol bau und Heß von Gießen. Wenn in früheren Zeiten die Rheinhessen immer das meist gar zu hitzig vordrängende I KSSSfi toibt waren, so kann man dies bis jetzt E mehr behaupten; denn was sich, mtt Ausnahme jener Mainzer Sstmme, von Rheinhessen auf^der Rosenau-Versammlung vernehmen ließ, war fast durchweg zu Gunsten eines Anschlusses au die Politik des Reichskanzlers. Besonders die Wormser Herren gingen dMr mit aroßer Entschiedenheit in's Zeug, und man kann ihnen die Anerkennung nicht versagen, daß sie ihre Sache, noch kräftig unterstützt von Prof. Oncken aus Gießen, mit Talent und Geschick geführt haben, einige gute Redner dafür In S Feld stelltenund die Schaar ihrer Anhänger — offenbar die Mehrzahl der Anwesenden ^?^n so präcis mit den zu einer vollen Wirkung nöthtgen Beifallssalven secundirte, daß J schwankendes Gemüth sich davon völlig niedergeschmettert fühlen mußte. Nur möchten wilden Herren rathen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten und ihren Sieg mit Rücksichtslosigkeit weiter zu verfolgen; sie könnten damit leicht in eirie verhangniß- | volle Sackgasse hineingerathen, denn es war am Ende doch ein Sieg — über bisherige i Freunde und Kampfgenossen, den sie bet mehreren Abstimmungen davontrugen, unb bet diesen selbst am Ende wohl noch weniger als hinsichtlich der Begründung, welche sie ihren Anträaen rednerisch zu Theil werden ließen. Denn am Ende ist e8 mit dem Äntraa Heyl: „Ueberall in Hessen nur nationalliberale Candidaturen aufzustellen und ™ HnLftfiuen" niebtö so aar Entsetzliches; — Aehnliches wird mehr ober weniger jebe flt06e volitische Partei thun, obgleich die von Osann befürwortete Modification: „die Versammlung spricht die Erwartung aus, daß- u. s. w.bem Standpunkt der Minorität eine billige Rücksichtnahme entgegengebracht hätten. Aber nun gleich zu sagen. „Wer der Heidelberger Eiklärung zustimmt, zerschneidet damck ein- für allemal (.) das Tisch tuch zwischen sich unb der deutsch-freisinnigen Partei" — das grenzt doch schon entschieden an den vielgeschmähten Eugen Richter scheu Terrorismus, und in dieserWeise wirb sich kein liberaler Mann von Grundsätzen und Selbstachtung die fernere L^e seines politischen Verhaltens vorzeichnen lassen, am wenigsten von einem Herrn, der AON sich selbst bekennen wußte, erst seit — Einem Jahrezur Partei zu sehoren! Er hat die Scheidung rom Tisch mit den Deutsch-Freisinnigen proclamirt ein anderer Herr aus Worms gewissermaßen die vom Bett, insofern, als n ^aml^ sagte. „Jene wollten sich in unser Bett legen unb stellten uns zugleich den Sarg vor
^Nach erfolgter Annahme obigen Antrags von Heyl konnte- ein Herr .ans Offen- Sach constatiren, daß die Vertreter von Mainz, Gießen, Offenbach einmüthig, oder doch größtentheils, die aus Darmstadt aber mindestens theilwetse gegen denselben gestimmt hätten: sie wurden überstimmt von den Wormsern, Alzeyern, Bensheimern, einem Theil der Darmstädter und den übrigen Erschienenen aus den kleineren Städten unb der Landbevölkerung; aber die ganze Minorität würde für den Osann schm Antrag aeftimmt haben („die Erwartung auszusprechen, daß nur nationalliberale Candibaturen von der Partei aufgestellt würben"), falls dieser zur Abstimmung gekommen wäre. Indeß bte Majorität wies bte borgebotene Hanb der Verstanbigung zurück unb lehnte einen Compromlß ab, ber einen einhelligen Beschluß herbeigesührt hatte; woge ste e8 nie zu bereuen haben, unb was ihr ein Beweis ihrer Stärke schien, sich hinterdrein nicht als eine^Schwächung erweisen.sich übrigens überlebt und
wird einer rationelleren durch Delegirte Platz machen müssen, damit die Entscheidung Aber die wichtigsten Lebensfragen der Partei nicht fernerhin mehr durch rctne 3ufaQ§ Maior täten be?beiaeführt werde. Hätte z. B. der Offenbacher Verein der Hessischen Fortschrittsvartei seine sämmtlichen Mitglieder mobilisiren wollen, er hätte tn pranf* w können! Dieses System wird also auf-
zugebrn sein.


