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Telegraphische Tepescheu.

«ßolff'O telegr. CetxtVwOtvtv^uttau«.

Berlin, 2.3anua'. 6c. Maj i'tät "er Äa ser empfing Vormittag« die Halloren- b<DUtaf:on welche bere is gestern tztt-genilch brr Fimili jtafcl »m Ä^frpjloitt bte b^kSo-m! chrn Neujahr-ß»schenke überreicht hatte. Im U-br«gen drachten der Äa.fer oiö d>e Äo.ftrln bai heutig n Sterbetag de» Ä9.iig» Friedlich Wilhelm IV tn st Mer jyjiüdfljog$nbeU^i^^ ^te gestern Nachmittag den Botschaftern und'bereu Gr- wabtinmu sowie rem General.Feldmarschall Utolifc GiotulatlonSbesuche abgestatttt.

Die MttaUeder der neuen Ltadlo:iocdnet'll. Beriammlurg wurden heute nachenleitender Rede tfotcf'nbfdj durch Handschlag an ^beSftattin Gegenwart iLmmktlcher M.tgluder de« Mag'ltca'.S orreid-gt Foick-nbeck brachte darauf da« Hoch auf d n Jtaihr au», wor'n alle Anwesenden stehend begeistert rinslimmlen. De Wah dr» VuTfau» der Sladlo roiLneien findet am 5. d. M statt

München, 2 Januar Die ,Allg. Ztg.* veröffentlicht folgendes Handschreiben di« König» an dm Gultutminlfier v Latz: .Mein l eber Minister v Lutz! Gnn er- grttfe ich den durch den Jahreswechsel gebot nen Anlaß, Ihnen einen neuen B,werS der Anerkennung Ih-er au»c'z<lchneien Dienst?, sow e memes 'o tbouernden vollen m erfreuen« dadurch ja geben daß ich Sie in den erdttLen F lcherinstand M Konig- re;djl erb'de Ich freue m ch, Ihnen, mein lieber Minister, in den gegenwättigen -t.iicn hiervon Mutheilung zu machen unter der erneuten Versicherung meiner besonderen Wert l sch iihu"g.E

rirastvurg, 2-Januar. D!< .El--Lothrlngisch- Zeitung" schreibt: Unter btn p'drn i^lürfmunfcbm. welche dem Ltattbaltrr am gestrigen RrnjabrStagr von nah und fern zugegangen sind, verdient nichsolqendeS Id'gramni der Stadt Schleswig wodl befond're (froälnunp, well e« Zeugn ß rdl gl von d'n Gesinnungen, welche do>t noch rinew Zttialier von 17 Jahren dem ehemal gen (Seneralgouoern-ur deS Landes roch bewahrV werden und b-i» unter solchen Umstand n doch wohl eine über die brr, arbrodfteu fonoenttoneQen Formen der Höst chkeit hmauSragende Bedeutung bean­spruchen darf.

Da« Telegramm lautet: In dankbarster Verehrung, unwandelbarer, treuer und wärmster Anhänglichkeit bringen die herzltchlten Glückwünsche Magistrat und Stadt- verordnete.

London, 2. Januar. DerPall Mall Gavtl'" wird aus Kairo vom bnUigen Taste gemeldet, gutem Vernehmen nach werde tine Modification des ^iauidalions.Gese^s zu dem Zwecke, die AmortisirüNstS-5kajse für die Bedürs- niffe der Regierung tu verwenden, jur unvermeidlich gehalten. Die Meinungs- verschiedenhetten zwischen dem englischen Rathgebcr und den übrigen eursväischen Bcilälhen des K^cdive nähmen zu und werde die Demission des (Sabinetß (Cherif Pascha al» bevorstehend angesehen.

9ioin, 2. Januar. Der König empfing den Girafcn Greppi, welcher .i n Ende der Woche nach Petersburg abgeht. Gras Latour geht sofort nach Belgrad, Baron Blanc Ende Januar nach Madrid ab.

Toronto, 2 Jamlar. Aus der Grandtrunk-Eisenbahn, unweit To» ronlo, ist beute ein Persandtzug mit einem Guterzug foüioivt; 27 Personen wurden getödtet, 20 bis 30 verlctzl.

Lokales.

Gießen, 3. Januar. lMelni nger-E o n c<' tt s ff'n hervorragendes Erekgnlß in nnieiem Musikleben steht un6 am Mittwoch den 23 v. M h'Dor. Herrn Wilhelm Wenzel lsi e« g«langen, die Hcrzogl. Meinlngen'sche Hofkapelle, ble unter 2 "ung ihre« Int-ndanten, d S Herrn Dr. Hans v on Bülow, auf einer Tourns in k urt, Darmsta t re. oegr.ffen ist, für ein (Joncert zu gewinnen. Der Name ^ülow bildet für sich allein itbon etn Prograinm. Daß er als Claoiersp eler jeden L undicht r In seiner Etgentbümlichket zu erfassen und daS Verständn ß d r schwierigsten Werke dem Zuhörer ganz und voll zu erschließen v.rmag, davon bat er schon oft glänzende Beweise ge^eo-n und bn jentgrii unserer Leser, die bad Glück gehabt haben ihn zu hören, weidrn gl ich uns durch d-e K äst, Ausdauer, Gedächtnißstäike, technische ?luSd:ldung. welche ihn fide noch so g öße SÄMierigkelt spielend Überwinden läßt und durch die N« jur äußersten Grenze der Möglichkeit gehende Dbj'ct'Ottät seine« SvieleS \ur Bewunderung Ungcilffen worden sein. ffm neuer hoher Genuß aber wird eS sein ihn alvD«rig("l:n eine« ganzen Orchesters die Heron unserer Musik interpictiren und dieser Ausgabe seine wunderbare Meisterschaft zur Verfügung stellen zu seh n.

sMusikJ Das Programm des für den kommenden Sonntag in Aussicht ^ikcllicni>oneerts dringt den .rrennden unseres E ouccrt-Vereins viel Interessantes ituh ( ebteaenfv Ilm ben vocalen Iheil desselben werden sich vier Schüler Stock- baufens, nämlich die <amen irräulein Minna Ziehe mann und Je nun Hahn llüilfxu^Vrcn (xarl ?1f,ucl u!lb bonst. Schubart verdient machen, Ge- 'angskraitc, beiten ein öoitbnlbaikr Rn» vorausgeht (und von denen Frl. Tiedemann bei ümJS angenebmftn Cnnnerung steht) und deren Leistungen zu hoben Erwartungen berechtigen Autzerdevi werden wtr den Piolinvirtuofen, Herrn Fr in Baiser mann

1 ,1<l!LOlVldI"er l,U! »""Äiu«nrfbt!oVmi: Ä «Xkn TiiK nl,inrliL4'- ? ', ' V < 3iob' ^»umüiui btionber-S beruor: Snza < d Schöpfung, die nut ihren anmutbiaen und gemüt'wollen ,3cisen unserem munkiiedenden Publikum znm erftenmak zu Gehör g bracht wird 'c b,n o 2?anu®r; ltheater.) Der Abend brachte drei Einakter welche SÄa^URn,^0o^.,ämm":4 nfüam' W-r ben »be?b wir b?.n *S i6?JtU,P?1 brt Äderen »encblt: .Die »eujabrenatf begleiteten MUMVLWMMMZ EVZLWYMLB wa« ihnen auch m hohem G^ade ^eUng. ' d anmuthcnde Gabe barjurcidxn, ^t« ^WufVoSn d^Tireaien^wlll ue Be!est'.^ D<r\fn1ücCIea 0ber Regisseur OOR Wilk N: .Hopfenratd» Erken- wo^ btr,<r en neue» VolkSstück

H«r.reichende4 5 uzn-ß davon abteaen ^i, :,|1cIe ^deat<rfreunde werden gewiß

darfteller. sondern auch seine *Zh5t gk" ln& beJ°Vl?,t b flfbl,0enen Tb^rakter- Mitwirkendea noch fo vor resst ch seG st. a^nn^ 'u luJ4äBcn w-'b Mögen die der Rahmen. ,n welchem fi/Vo- im« DoQ< Bedeutung wenn

Sch-i.en gibt H,n Must« Au d^ 7nse n^ und den rechten

ba« angenehmste Behagen n e tut w»«3 e ÄHbnn Eschauer immer «ar VeNe-ende« entgegen Ihm 6,b^ alfo p^^^^* '^»licheS oder 8n,te

, ct. h,* TOnnflitficn Gartens, bestehend in Concert der bieflgen NeafmentS- Ä ®S? eerrn Krauffe, s-s-ngr-ufführung,

sL^mi'uche hiesige DereMtzooistLnde mit Ihren i>amilicnang<hörigen, soweit

d e D-r^e b im voijährigen 14 Kreisturnfeste b.theil'gt baden erhatteu Einladungen «nh h7t b e G-sLNgSadtdeilung der h.-siaen^ergcsellschaft ihre Mitwiikung durch AusiÜhlMNL von Gesangsoortlägen zur Verberrlichung dieses Abends zugesogt Nach d-m flim Arrangement und der starken Nachfrage von Karten zu uttheilrn, dürfen wst nnS einen g-nußre chm Aoend versprechen

Vermischte-.

Darmstadt, 31. Drcember. fPostpersonalnachriLstn ) 1- Versetzt sind: der Dostkassi er Kaeksch von Darmstadt nach titeynia dehusS Uebernabme einer JCofts m?n7^n fieHe- der Ober-Postdirec'ionSsecretair Knitter von Karlsruhe (Baden) nach Ä« Ueb^ahmVeirer Postkassirerst-lle; der Postsecretatr Beck von Mainz

4 9 An gestellt ist der PostanwSrter B^ckelhaupt in Gießen alS Postassrstent.

3 ^n den Ruhestand versitzt ist der Ober-Telegraph<nassistent Garltn in Mainz.

4. G.-storben sind der Postoerwalter W.egand tn ©pienblinßcn (Rhetnhesten) und der Postagent Ruvv in Mühlheim iMatn).

Larmstadt, 31. December. Die am Samstag Nachmittag in dem oberen Ratbhaussaale st lttgehabte Generalversammlung des Th^erschutzoereins war gegen Er­warten späiliL besucht und nur 16 Mitgl eder anwesend, eine Thatsache, welche der den Vorsitz führende Geh. Ober-Schulrath Greim um fo tiefer b-klagte, als es in d-eser Verfom nlung galt, einen Rückblick auf die lOjährige Thötigkeit des Vereins zu werfen. Nachdem der erspri ßlichen Thätigkelt des zum Ehrenmitglied ernannten Frei- herrn v. d. Capellen, der w-g-n W-gzugs das Präsidium niederaelegt, gedacht und mitaetheilk worden, daß Prinz Alexander das ihm angetragcne Präsidium übernommen, brr verstorbenen Ehrenmitglieder gebührende Erwähnung gelhon und mit Genugthuung von der Cor.stttutrung ein 8 Zweigvrrei s in Hungen Kenntniß genommen, erstattete der VerrinSsecrelär den Ncchenichastsbericht. H-ernach beläuft sich die Mitglieder zahl, welche im Jahre 1873 nur 1900 betragen, auf 5140. Die Kossenoerhältmsse erscheinen nunmehr al» befriedigende und das VeretnSorgan, dieAllgemeine Ze'tschnft für Tb'erschutz", weist eine Auflage von 7000 Exemplaren auf. Während d,r abgelaufenen 10 Jahre sucht- der Verein und jtrar mit bestem Elfolg für feine Bestrebungen durch Vertbetlung geeigne er Schriften Proooganda zu machen, war erfolgreich für Verbesserung des Vichttanspories thätig, veranlaßte in vnschicdenen Kreisen das Verbot deS Doppcl- jochs, sowie eine Regelung deS Hundefuhrwerks, tret auch in die Agitation für Erlaß eines deutschen Dogelschutzgesetzes und bekämpfte den Sport des Taubenschießens wie bekannt mit Erfolg.

Wenig'r glücklich war man mit ben Bestrebungen wegen Einführung verbrsserter Schlachtmethoden und fand die vom Verein empfohlene Schußmaske nur bei dem hiesigen Pferdeschlächter Jähiling Eingang, ebenso fruchtlos war der Kampf, den man gegen die abscheuliche Mode des Tragens der Dogeldälge angestrengt. In der Sprr- l ngsf^aae entschied man sich für ze iweise Verminderung der Spitzen, durch Abschießcu und Abliefern der ganzen Vögel veranlaßt, andererseits eine ausgiebige Fütterung der Vögel bei Schneefall, sowie Anbringung zahlreicher Nlstkastchen, bemühte sich auch fm Jnterrsse der Zuglhlere dahm zu wtrkm, daß die frisch gesteinten Chausseen gewalzt werden, auch im Winter nach starken Schneefällen stets für rechtzeitige Fahrdarmachung Sorge getragen wird, erzielte aber hinsichtlich des Walz-ms der Chausseen nur im Preis Darmstadt einen Erfolg. Ganz besonders wird Der ersprießlichen Tbättgk-it der Zweigveeeine zu Gießen, Butzbach und Hungen, sowie her leider im Abnehmen be- gtiffenen Schüleivereme gedacht Nachdem ein vo.'läusiger Kassenbericht erstattet und der mit 3400 JL tn Einnahme und Ausgabe abschließende Voranschlag für 1884 erl<btgt worben, schritt men zur Beraihung brr neuen Satzungen. Dieselben belassen für ble seitherigen Mitgliebrr bie Beiträge auf der dermaligen Höhe, normlren für neue dagegen einen Jahresbeitrag von 1 J4 Die per Acclamotion vorgenommene Wahl der Ausschußmitglieder ergab Wiederwahl der seitherigen, worauf man zur Ernennung von Ehrenmitgliedern darunter Profkssor Dr. Pflug in Gießen der üblichen Verleihung von Ehrenoiplomen und Geldprämien, letztere an Organe der öffentlichen Sicherheit, ble sich besonders auf dem Gebiete des Thierschutzes ausgezeichnet, schritt. Schließlich wurde der Antrag behufs Schutzes der Singvögel in den hiesigen Promenaden auf Abschfeßen der Raben, sowie Aufhebung des Verbots b<9 Herum- lauf-.n» der Hunde binzuw rken, letzteres um die Katzen zu verscheuchen, dem Ausschuß zur weiteren Verhandlung überwiesen. Die nächste Generalversammlung findet tn. Oherhesien statt.

Wiesbaden, 2. Januar. In der am Samstag Abend stattgefundenen Sitzung der Vorstände der drei hiesigen Turnvereine wurde beschlossen, das mlttilrbein sche Turnfest Mitte August d. I. abzuhalten.

** Mit dem 1. Januar ist ble neue Gewerbe-Orbnung in Kraft getreten. Die wichtigsten Abänderungen, welche das bestehende Gewerbrrecht danach erfahren hat, sird die tolgenden: Für die gewerbsmäß'ge Veranstaltung van Sing'pielm, Schaustellungen und theoiroliichen Aufführungen ohne höheres künstlerisches Interesse sind die Beding­ungen berillntcrfagung verschärft, insbesondere durch die Bestimmung, daß die Erlaub- lL ro<nn Thatsachen vorliegrn, welche die Annahme rechtfertigen, daß die beabsich igten Veronstaltungen den Gesetzen oder den gutm Sitten zuwiderlaufen Z'4 u b^^a4n5iIüRbtltP,hn fft Satz aufgenommen: Die Abhaltung h ?ßb*aIfeltec n6d) ben landesiechtlichen Bestimmungen. Eine neue ' b°6 b,cr ® mri^ des Hufbeschlaggewerbes durch die Landesgesihgebung m ^^^ ^^gntsses adhäng'g gemacht werden kann Ge-

b ®r^e;Iunß Tanz-, Turn- und Schwimmunterricht, MSANA' ^l^n°-rmittelung, Ptandleihgeschäft. Trödelhandel u. bergt I ?uf Grund von Bestrafung wegen Sittlichkeits- ober E-genthumS- MAr?iTe^<n y ®ftben. # Sie sollen künftig untersagt werben, wenn Thatsachen hh ur 1k C UnauoetläfHßf.tt ber G-werbtretb-nden in Bezug auf diesen @e» mCTcb®Imerhafh?trUh Derselben Beschränkung sollen durch die Novelle fernerhin noch andere Gewerbebetriebe unterworfen sein, wie der Handel mit Sprengstoffen d'e Re. m»Bn?l22,l|Ä6l»nyLt8tld,,n (Wlnk.IkonsuI-nl-n), bie Se?wiit?elung 'noVa^m. rn ber Ä^;T^arI'?«' -e'tral6en' bQi G-werbe bi Sluetl.wtoren Wnet finb banVeI3Jnfhanif.nb5^i ,<.»tflJi?mUiflen flber die HanblUNgStttsenben unb den Hausle- einschnetdendsten Umänderungen haben die Vorschriften über ben ÄÄr ? Umher,lehen erfahren. Der fi?ef8 ber Dom Setlblet n Im Umbn, eeBÄHii j-fh/Äas SÄr»*i?jiÄS!s äsaBSTs»« Missionspredigt nor dn r übe^oaen $n n ^0T\ b,n Redemptoristen seine

sprach über den Text" Ruhm d Nr^^ - ^«000 Men chen besuchten Kirche. Er d-'s Kirchenschiffes, der Ka-irel nUL^maI wurden im Hinterg-unde

laute Rufe in böhmischrr ' 6"lle Pfiffe laut, ein Aufruhr entstand,

mit dem Liguorianer ' Nftder mit fJS? Darauf wurde geschrien: .Herunter

Kanzel. Nun entftanb <in un^ fbagelten gar Steinwürfe gegen die mächtig, die Leute bräunen b Schrecken; einige Frauen wurden ohn-

dröhncnde .nammn^chläge durchsAusgänge, umsomehr, als plötzlich böhmischer Arbeite? batte fich v?n erfchollem Ein Haufe meist

thür au« massivem DOn Straße her über die Steinstufen auf die Seiten?

welcher inwendig geworfen unb begann diese Thür, vor

stürmen und mit Selb btt unmittelbar an den Hochaltar führt, zu

di- sich außen^ anbuchstäblich zu zerspltttern. Die Leute, erhoben Lärm und ci"'an^CT1 und amammelten, me nten, eS brenne bunnen,

große Plan und di- umltt!^Ä.s?E"' bas Feuer-Aviso zu verbreiten. Der ganze v uno vte umliegenbeu Straßen erfüllten sich mit unruhigen Mmschenmasfeu,