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nahe liegt, daß es mit der Kriegskasse deü Mahdi nicht gar so glänzend steht. Im Uebrigen sind wieder etwas günstigere Nachrichten aus dem Sudan einge- tr offen. Ihnen zufolge sind Abgesandte deü mächtigen Stammes der Bicharieh in Berber erschienen und haben die Unterwerfung des Stammes angeboten, was den Muth der Bevölkerung Khartums wieder gehoben haben soll und hofft man, daß auch andere aufständische Stämme dem Beispiel der Bicharieh'S folgen werden. Ferner hat der Bruder des in Khartum befehligenden englischen Obersten Coetlogon von demselben ein sehr hoffnungsvolles Schreiben erhalten, in welchem es heißt, daß in Khartum hinreichende Lebensmittel vorhanden seien und auch die Zufuhr von Getreide keine Unterbrechung erlitten habe.

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man nach beiden Seiten hin gerecht werde. Abgeordneter Rittler beantragt die Bewilligung weiterer 5000 <X für einen eigenen katholischen GeschtchtSproseffor. Die Dtscuinon wird hierauf auf morgen vertagt. -

Oldenburg, 30. Januar. In dem Procesie wegen Beleidigung des Major Steinmann hat der Angeklagte, Redacteur Hesse, wider das Urtheil der Slrajkammer des hiesigen Landgerichts das Rechtsmittel der Revinon beim ^onuar. Der Professor Ludemann in Kiel ist als ordent­licher Professor der Kirchengeschichte an die hiesige eoangelisch-theologische Fakirl- tat bL^?e"31, ganuar. (Privat-Depesche). DieWiener Zeitung" ver- öffentlicht eine Verordnung des Gssammtministeriums vom 30. Januar wonach für den Gerichtssprengel Wien, Kornneuburg, Wienerneustadt Aus- nahmSmastregeln getroffen, für den Gerichtssprengel Wien und Kornneu­burg die Geschworenengerichte ausgehoben sind. ___r_

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Aeutschland.

1. Darmstadt, 30. Januar. (Zweite Kammer der Lanbstände ] Heute trat nach einer haldjühngen Pause die -wette Kammer der Stände wieder zu emer längeren Session zusammen. Zu Beginn der Sitzung erhoben sich die Anwesenden auf Ver­anlassung des Präsidenten zum Zeichen ehrenden Angedenkens an den verstorbenen Landtagsabgeordneten Seubert aus Alzey von ihren Sitzen.

Nach Verkündigung neuer Einläufe und Anzeigen verschiedener erstatteter Be­richte Seitens der Ausschüsse wurde die Wahl eines Landtagsabgeordneten für den 2. Wahlkreis der Provinz Rheinhessen (Alzey) für gültig erklärt und leistete der neu Ltntretende Abgeordnete sogleich dcn verfassungsmäßigen Eid.

Die drei ersten Gegenstände der Tagesordnung, die Nachweisungen über die definitiven Ergebnisse der Verwaltung der Staatsschuld während der Jahre 1876/78 und des 1. Quartals 1879 betr., und Nachweisungen über die definitiven Einnahmen und Ausgaben bet dem Bau und Betriebe der Main-Neckar- und der Main-Weser- Eisenbahn, sowie über die Ergebnisse der Etsenbahvschuloentilgungskasse für die Finanz- Dertöte 1876/78 betr., sowie die Nachweisungen über die definitiven Einnahmen und Ausgaben bei dem Betriebe de» Main - Weser- und Main - Neckar - Eisenbahn für die cfabfe 1879/80, bezw. 1879, sowie über die Ergebnisse der Etsenbahnschuldent'lgungs- kasie für die Jahre 1879/80 und 1880/81 betr., werden ohne Anstand den Ausschuß- anträgen gemäß für gerechtfertigt erklärt. Der Beschwerde-Vorstellung des Rendanten Walther zu Gießen, seine Vordtenstzett betr.. wurde trotz der Bemühungen der Ab­geordneten Schröder und Dtttmar, welche sich zu Gunsten des Petenten ver­wandten, keine Folge gegeben. Ebenso lehnte die Kammer die Vorstellung verschiedener oberhessifcher Gemeinden, Errichtung einer Haltestelle der oberhrssischrn Eisenbahn bet Ober-Bimbach oder Malkes betr., derzeit ab.

Die Recommunicatton erster Kammer bezüglich der Vorlage Großherzogltchen Ministeriums der Finanzen, Berücksichtigung des Gebührenetnkommentz der Groß­herzogltchen Steuercommtssäre bet ihrer Penstontrung betr., wird von der Kammer in günstigem Sinne erledigt. - .. , , , . f ..

Den nächsten Gegenstand der Tagesordnung, die Secundärbahnen betr., setzte man auf Antrag des Ausschusses von der Tagesordnung ab und schritt \ur Berathung der Recommunicat'on erster Kammer bezüglich des von Gioßh. Ministerium der Finanzen mitgetheilten Gutachtens der Commission zur Untersuchung der hessischen Strombauverhältnisse und der durch die hessischen Strombauten h-rvorgerufenen Be­schwerden hessischer Gemeinden und Gutsbesitzer, sowie über die Erläuterungen Großh. Ministeriums der Finanzen zu vorstehendem Gutachten und die Eingabe der Gemeinde Ludwigshöhe, die Verlegung des LanddammeS der Gemarkung Ludwigshöhe hinter dem sogenannten Gemeindeklauer betr., sowie die Eingabe der Bürgermeisterei WormS, den Rheinstrom bet Wonns betr.

In längeren Ausführungen unterzogen die Abgeordneten Geyer, Metz unb Schröder das Vorgehen der Regierung tn fraglicher Angelegenheit, als bureaukratisch, einer abfälligen Kritik unb forderten die Regierung auf, nun endlich mit den oft v-r- svrochenen Vorlagen zur Abhilfe der bestehenden Mißstände zu erschem^n. Ministenal- Mäsident Schleiermacher, Exc-, und M'nisterialrath Fink suchen die Regierung gegen die erhobenen Vorwürfe zu rechtfertigen, namentlich wiesen sie auf die finanziellen Schwierigkeiten und die Unmöglichkeit hin, etwas ohne gesetzliche Regelung der Cxpro- Driationsverhalwisse auSrichten zu können. Abgeordnete v. Rabenau pflichtete viel­fach der Regierung bei und gab die Unmöglichkeit zu, in dieser Angelegenheit End­gültiges zu thun, ehe von Reichswegen allgemeine Schritte gethan seien.

Nach erregten Debatten werden sodann die Ausschußantrage, wie sie neulich hierorts berichtet, acceptirt, also die Negierung ersucht, unter Hinzuziehung auswärtiger Techniker die Vorarbeiten baldigst in Angriff zu nehmen, sowie die Vorstellungen tn gleichem Betreff in besondere Erwägung hierbei zu ziehen.

Hesterreich.

Wien, 29. Januar. Das Unterhaus lehnte heute bei der fortgesetzten Berathung des Wurmbrandt'schen Sprachenantrages sowohl die Ausschußanträge, als auch die eingebrachten vermittelnden Tagesordnungsanträge ab. Der Gegen­stand ist damit erledigt. ~

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. EorresvondtNL-Bnrearr.

Berlin, 30. Januar. Se. Maj. der Kaiser nahm Vormittags mili­tärische Meldungen entgegen und arbeitete sodann mit dem Chef des Civilkabinets v. WilmowSki. Die heute von Sr. Majestät beabsichtigte erste Wiederaus fahrt unterblieb wegen ungünstiger Witterung.

DieProv.-Corresp." bringt einen Artikel über bie Verhandlungen -es VolkswirthschaftSrathS, der, obschon er wegen der vom Landtage verwei­gerten Diäten vornehmlich nur von Arbeitgeberkreisen besucht war, durch die sachliche Bedeutung seiner Berathungen hervorgetreten sei und den Beweis ge­liefert habe, daß bei der Erörterung wirthschastlicher Fragen die Beschränkung aus rein sachliche Gesichtspunkte kein Verlust, sondern ein Gewinn sei und daß -er Vorwurf einseitiger selbstischer Interessen bei dem VolkSwirthschaftsrath nicht ^re|ebdeorbneten^QU§, Fortsetzung der Berathung über den Cultusetat. Die Position für den kirchlichen GerichtSos wurde bewilligt, nachdem die kleri- ralen Redner Bachem, v. Schorlemer und Windthorst sich entschieden für die Streichung ausgesprochen hatten. Der Cultusminister erklärte, es handle sich nicht um die Abschaffung des Gerichtshofs, sondern um die Bewilligung oder Versagung der Kosten für-eine gesetzlich bestehende Einrichtung. Die Neu- Berufung von Richtern sei erfolgt, um die vorschriftsmäßige Anzahl zu haben. Das Abgeordnetenhaus erledigte sodann den Cultusetat bis einschließlich Kap. 114 unverändert. Fortsetzung morgen. , , , ...

Dresden, 30. Januar. Das Allgemembesinden der Prinzessin Georg ist etwas bester. In der Nacht stellten sich zwar wieder Delirien ein, nach Linem kalten Bade sank das Fieber jedoch beträchtlich. Die Gehirnerscheinungen dauern fort. Der Krästezustand ist derselbe wie gestern.

München, 30. Januar. Abgeordnetenkammer. Auf einen von der Rechten Legen den Minister von Lutz wegen feiner gestrigen Aeußerungen erhobenen Vorwurf erwiderte dieser, daß er erstaunt sei, daß sein Auftreten deprekatorisch bezeichnet werde; er habe sich nur einfach gegen die Angriffe der liberalen Presse gewehrt. Er habe gestern nur gesagt, er hätte augenblicklich keine weiteren Concessionen zu machen; sein Entgegenkommen erlitte seit gestern keinen Abbruch. Das Haus genehmigte hierauf die Forderung für die Universität München, die für einen außerordentlichen Professor deS römischen Rechts gestellte Forderung wurde hingegen abgelehnt. In Betreff, der Forderung der Rechten wegen Berufung eines katholischen GeschichtSprofestorS erklärte Minister von Lutz, daß alsdann die Mittel für zwei Professoren angesetzt werden müßten,

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Lokales.

Gießen, 30. Januar. Heute Nachmittag 3 Uhr fand üv Saale des alten Rath- hauseS die 1. ordentliche General-Versammlung deS .Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege" statt. In der einleitendeni Ansprache spricht Herr Pfarrer Schlosser den Mitgliedern den Dank für ihr Erscheinen in der heutigen Generalversammlung aus. Er nehme daS alS einen Beweis, daß sie dem Verein ihre Tbellnahme treu bewahrt haben. ES fei noch nicht lange her, daß eS als eine sociale Ehrenpflicht Aller betrachtet werde, thätigen Antheil an der Fürsorge für Arme und Kranke zu nehmen. Im kleinen Kreise seien die Grundgedanken einer individualisirenden Armenpflege, wie sie unser Verein erstrebt, schon früher verwirklicht worden. So durch Amalie Sitneking in Hamburg, den Stadtoicar Schunk in Erlangen, durch den schottischen Pfarrer Chalmers in Glasgow u. A. Großes sei in der Uebung der Barm- herzigkcit sowohl m der evangelischen als tn der katholischen Kirche geleistet worden. Erst in den letzten Jahrzehnten seien weitere Kreise der Bevölkerung mit in die Arbeit eingetreten. Die Auffassung der Armenpflege aber, die in jenen kleinen Kreisen auf religiösem Grunde erwachsen sei, datz es sich dabei nämlich nicht blos um Spendung von Almosen handle, sondern vor Allem um persönliche Hilfeleistung und um erziehende Einwirkung, sei auch von den neueren Armenvereinen übernommen worden. In diesem Sinne sei auch der Verein bestrebt, nicht nur der materiellen Noch zu begegnen, sondern er wolle auch moralische Pflege üben. Eden darum sei für ihn sehr ernste treue Arbeit nöthig. Herr Pfarrer Schlosser gab in dieser Beziehung der Zuversicht Ausdruck, daß auch das neue Vereinsjahr allenthalben mit dem Entschlüsse, mit neuem Ernste, neuer Energie und neuer Freude zu wirken, begonnen werden möge.

Aus dem umfangreichen und ausführlichen Rechenschaftsberichte sei hier folgendes hervorgehoben: Der Vorstand dielt tm abgelaufenen Jahre 22 Vorstandssitzungen ab, in welchen vorwiegend Unterstützungsgesuche behandelt wurden. Eingegangen sind 164 Gesuche um Unterstützung; davon wurden 29 abschlägl'ch deschieden, 135 Personen wurden unterstützt in 505 Fallen. Die Unterstützungen wurden vorwiegend in Naturalien, Kleidern, Wasche rc. gegeben. Veranlaßt dadurch, daß viele Fälle von Bedürftigkeit durch Mangel an Beschäftigung hervorgerufen wurden, richtete der Verein eine Anstalt für Stellenvermittelung ein und war es auf diese Weise möglich, 16 Personen theilS vorübergehende, the'ls dauernde Arbeit zu verschaffen. Anfang Juli richtete der Verein eine Krippe em und zwar tm städtischen Hospitale und wurden in derselben tn den Monaten Juli biS December insgesammt 1281 Kinder verpflegt, refp. diese Zahl von Pflegetagen gewährt, deren Eltern in Folge ihrer Erwerbsverhältnisse nicht in der Lage waren, denselben eine gedeihliche Pflege zu bereiten. Zu dem Gebiete der Krankenpflege übergehend, bemerkt der Bericht, datz 5 Schwestern (von denen allerdings eine die V-rwaltung der Krippe führt) bloße Krankenpflege leisteten in 98 Familien (durchschnitilich 8 Tage lang) mit 287 Nachtwachen, und Krankenpflege mit Armenpflege verbunden in 154 Familien (durchschnittlich 3 Wochen lang) mit 71 Nachtwachen. Auch durch Verabreichung von Suppenzetteln war es möglich, täglich 16 Kranken eine gute Kost zu gewähren. An Beittägen der Mitglieder wurden ent­richtet 2668,40 darunter 298 speciell für die Krankenpflege; diesen Einnahmen stehen Ausgaben gegenüber im Betrage von 4217,47 JL, so datz es nur vermöge Zu­wendung von außerordentlichen Einnahmen möglich war, ein Deficit abzuwenden. Darunter find namentlich Schenkungen im Betrage von 1057 JL, von welchen dem Vereine 400 aus einer WohlthätigkeitSvorstellung und 600 at aus der Sparkasse zugewendet wurden. Zum Schluffe des Berichtes spricht Herr Pfarrer Schlosser allen denen den Dank des Vereins aus, die sich durch Zuwendungen an denselben, sowie durch ihre Mühewaltung besonders verdient gemacht haben, namentlich auch der Stadt Gießen für die Aufnahme der Schwestern im Spital, für die Bewilligung der Räume für die Krippe und Ueberlaffung städtischer Lokale zu den Sitzungen des Vereins.

Aus dem Kassabericht ist in Betreff der Einnahmen und Ausgaben zu berichten, daß sich die Einnahmen zusammensetzen aus: Uebernommenem Kassenbestand aus dem Frauenverein mit 466,58 JL, Beiträgen der Mitglieder mit 2668.40, Schenkungen und Vermächtnissen mit 1057 JL, Stiftungszinsen mit 120,48 ^L, Zuschüssen aus anderen Kaffen mit 350 JL. Einnahmen aus der Krippe mit 202,10 JL, Dankopfern für geleistete Krankenpflege mit 718 Kapitalzinsen mit 129,40 JL, zurückempfangenen Kapitalien mit 600 Jt, in Summa 6311,96 JL Die Ausgaben betrugen an: Unterstützungen 1951,01 cX, für Krankenpflege 1479,15 J4, für die Krippe 422,37 JL, an Verwaltungs­kosten 362.13 JL. an sonstigen Ausgaben 2,91, ausgeliehen wurden 1704,50 JL Die Gesammtsumme aller Ausgaben beträgt 5921,97 eS ergibt sich demnach tm Vergleich zur Einnahme ein Kassavorrath von 389,99 Dem Rechner wurde hierauf Decharge ertheilt und an Stelle eines ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes (Frau Professor Wil brand hat aus Gesundbeitsrücksichten dieses Amt niedergelegt) Fräulein Stammler gewählt. Zum Schlüsse wurde, um dem in einzelnen Bezirken fühlbaren Mangel an Helfern und Helferinnen abzuhelfen, der Eintritt solcher für wünschenswe'rth erklärt und betr. ber in Anregung gebrachten Anstellung einer weiteren Schwester beschlossen, die Erwägung hierüber dem Vorstände anheimzugeben. E.

Gießen, 31. Januar. Wie wir erfahren, wird am 10. Februar, wahrscheinlich im Clubsaale, der hiesige Männerquartett'Verein zu Gunsten des Gleiberg-VereinS eine musikalische Unterhaltung veranstalten. Zur Aufführung wird gelangen: Gesellenfahrten" von E. I. Otto, ein Cyclus von heiteren und ernsten Liedern mit verbindendem Texte. Es ist nicht zu zweifeln, daß durch diese Unterhaltung den Besuchern ein genußreicher Abend geboten wirf, durch welche auch der Kasse des Vereins eine wünschenswerthe Einnahme zugewiesen wird.

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Vermischtes.

Kassel. Der Mensch, welcher den Raubanfall auf den Staatsanwalt v. Dii- furth verübte, ist ein Irrsinniger, der schon früher in einem Jrrenhause weilte, dem er nun wohl wieder übergeben werden wird-

Bad Nauheim, 28. Januar. Die Feier des 50jährigen Doctorjubiläums des hiesigen Geh. Medicinalraths Dr. Bode findet am 5. März dahier statt. Es sind be­reits verschiedene Männer tn hiesiger Stadt zu einem Comite zusarnmengttreten und werden dieselben das Arrangement des Festes übernehmen. Die Betheiligung an dieser Jubelfeier wird jedenfalls sowohl von hier als auch von außerhalb eine sehr starke werden, da der Jubilar, der auch zugleich Kreisarzt ist, bereits 47 Jahre am hiesigen Platze als praktischer Arzt wirkt und durch sein humanes Wesen die Herzen der hiesigen Bewohner gewonnen hat. Schon seit dem Zeitpunkt, daß Nauheim al8 eigentliches Bad angesehen werden kann, als erster Badearzt hier thätig, ist die Ge­schichte des Bades innig mit seiner Person verwachsen. Der Name Bode ist weit über die Grenzen unseres Vaterlandes bekannt, denn Tausende von Leidenden, sowohl im In- als Auslande, welche an den hiesigen Quellen Heilung suchten, haben unter seiner vorzüglichen Leitung ihre Gesundheit wieder gefunden. Die Feier wird voraussichtlich im neuen Kursaal stattfinden.

(Ein preußischer Mulatte.j Das Garde - Jägerbataillon in Potsdam Hst zur Zeit tn seinen Reihen einen Mulatten. Der rauchgelbe Jüngling ist aber richtiger preußischer Unterthan und wie alle Gardejäger Forstmann von Berus. Sein Vater ist nämlich der Mohr des Prinzen Carl, den dieser von seiner Orientreise im Anfang dec 40er Jahre mit nach Berlin gebracht hat.