— [8iebe§trag5bie.] Aus Paty wird dem „Egy." berichtet: Der Bauernbursche Alexander Hegedüs entbrannte im oei floss-neu Herbste in rasender Liebe zu verschönen Eleonore Halkai, der Tochter des dortigen Postmeisters, die ihm gleichfalls von Herzen zugethan war. Dieser Herzensbund konnte jedoch n cht durch die Ehe besiegelt werden, weil dre Mutter des Burschen nicht dulden mochte, daß ihr einziger Sohlt ihr ein „Herrschaftsmädchen" ins Haus führe. Eines Aoends standen die Liebenden vor dem Hause des Postmeisters — wie gewöhnlich — ihre hoffnungs- und freudenlose Zukunst besprechend, da riß plötzlich der Bmsche em Pistol aus der Tasche und forderte sein Liebchen auf, mit ihm zu fliehen oder nut ihm zu sterben. Die verstörten Mienen, der finstere Blick des Burschen erschreckten das Mädchen und es floh, sich seinen Armen entwindend, entsetzt davon. Der Bu.sche aber schoß sich zwei Kugeln durch die Brust und sank bluttriefend und schmerzröchclnd zur Erde. Vier Monate lang währte seine Krankheit; die greise Mutter des steroenden Burschen gelobte, in den früher von ihr verpönien Ehebund elnzuwilligen, wenn Gott ihrem theuren Sohne das Leben wieder schenken sollte. Und er genas; allem jetzt wollte das Mädchen nichts mehr von einer Heirath mit dem jungen Hegedüs wissen, denn böse Zungen hatten ihr Herz während seiner Krankheit von ihm abwendig gemacht. Am 20. v. M. durfte er das erste Mal das Haus verlassen. Kaum auf die Gasse gekommen begegnete er seiner Liebsten, für die er so viel Kummer und Schmerz erlitten- Er flehte zu ihr, da eine Vereinigung im Leben nicht möglich sei, mit ihm zusammen zu sterben Die Maid wollte von rhm fliehen, doch er umarmte sie und schog ihr eine Kugel durch die Brust; noch hatte sie Kraft genug, sich seinen Armen zu entreißen und in den Hof ihres Elternhauses zu flüchten Allem er folgte ihr und schoß ihr dort eine zwecke Kugel m den Leib; das Mädchen blieb auf der Stelle tobt liegen. Dann schoß er sich zwei Kugeln in den Kopf und fiel gleichfalls als Leiche zur Erde. „S>e hatten gehabt weder Glück, noch Stern, — Sie sind verdorben, gestorb-n."
— fSünde und ©taube.] Am 29. März wurde in Dortmund wegen Kindesmordes in drei Fällen der Landwirth Theodor Kurig aus Kastrop zum Tode, dessen Haushälterin Lisette Ader eben daher dagegen zu 6 Jahren Zuchthaus verurtheilt- Letztere wurde nur in einem Falle für schuldig befunden. Der Fall erregte in der Gegend deßhalb außerordentliches Aufsehen, weil Kurig den Kindern vor der Ermordung jedrsmal noch die Nothtaufe gegeben hatte, damit die Seelen der armen Würmchen (wie der Unmensch sich selbst vor Gericht ausdrückte) gerettet werden sollten!
— San Francisco in Californien ist wohl die kosmopolitischste Stadt der Welt. Unter ihren 234 000 Einwohnern finden sich folgende Nationalitäten vertreten: 40 000 Deutsche, 17 500 Oesterreich-Ungarn, 10 000 Italiener, 3500 Franzosen, 3000 Russen, je 2000 Spanier, Schweizer, Portugiesen und Dänen und 500 Schweden und Norweger. Zu diesen Europäern gesellen sich ferner 21 000 Chinesen, 2000 Neger und meh ere Hundert Japaner, Mexikaner, Südsee-Jnsulaner, Süd-Amerikaner u. s. w.
Demnach hat die L-tadt eine Bevölkerung von 106 000 ausländischen und 128000 eingeborenen Einwohnern-
— (Schutz des Stalles gegen Ungeziefer.] Auf den Gütern S. K K. Hoheit des Erzherzogs Albrecht tn Schlesien, Galizien und Ungarn hat man nach Löbe's „Fortschritt" die Erfahrung gemacht, daß es nur ein Mittel gibt, die Viehställe von Fliegen und Mücken frei zu halten, nämlich Schutz der Schwalben und Erleichterung und Unterstützung des Nestbaues derselben in den Ställen. Zur Erhaltung der Reinlichkeit des Futters wird unter jedem Schwalbennest ein Brettchen angebracht.
Literarisches.
Schiller's Werke sind freilich zu Hunderttausenden im Volke schon verbreitet, allein wer seinen Schiller wirklich besitzen will, muß ihn in würdiger Ausstattung besitzen unb biesem Bedürfniß kommt die Deutsche Verlags-Anstalt (vormals Ed. Hall- berger) in Stuttgart durch Veröffentlichung einer jetzt schon in zweiter Auflage erjcheinenden, von den erst n deutschen Künstlern auf das Reichste illuftrirten Prachtausgabe von Schiller's Werken entgegen. Diese Ausgabe, deren Durchsicht der Literarhistoriker und Dichter I. G- Fischer besorgt hat, ist in Wahlheit eine unentbehrliche Zierde einer jeden Haus- und Familienbibliolhek. Wir meinen, es wäre die Pflicht Aller, die Geschmack und Sinn für Schönes in em Hauswesen sowie namentlich tn die Heranwachsende Jugend hmeinzutragen berufen sind, daß sie an di ser geschmackvollen und geschmackbildenden Ausgabe nicht theilnahmlos vorbeigehen, zumal die Verlagshandlung die Anschaffung durch das lieferungsweise Erscheinen (Preis pro Lieferung von 50 Pfennig) äußerst bequem gemacht hat.
Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W. Dietz Nachfolger Gießen.
Bremen, 5. April. Der Postdampfer Mosel, Capt. I. Hesse, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. März von Newyork abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 7 Uhr Abends die Reffe nach hier fortgesetzt. Derselbe Überbringt 77 Passagiere unb volle Ladung-
Bremen, 6. April. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Köln, Capt. G- H Meyer, vom Norddeutschen Lloyb in Bremen, welcher am 17. März von Bremen abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 6. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hohenstaufen, Capt. Th- Jüngst, vom Noiddentschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. März von Bremen abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
K l l g e m e z n e r Anzeige r.
Jlorööeutfdjß HagesoerllchermM-MeMchass in »Berlin
Möuiggrätzerstrasse IVr. 53.
Bei Weitem größte aller Hagel-Uersicherungs-Gesellschasten
Geschäfts-Resultat pro 1881: 40,530 Mitglieder mit Mk. 335,583,629 Versicherungssumme; bezahlte Entschädigungen Mk. 2,271,468.50 Pfg.
Zunahme: 5502 Mitglieder mit 33,457,077 Mk. Versicherungssumme.
Die Prämien sind je nach der Gefährlichkeit der Gegenden verschieden; im Durchschnitt des ganzen Geschäfts- gebiets wurden in den letzten 6 Jahren 83 J/3 Pf., in dem 13jährigen Bestehen der Gesellschaft 881/5 Pf- pro 100 Mk. Versicherungssumme erhoben. - . .
Die zweckmäßigen Einrichtungen der lediglich den Interessen der Landwirthe dienenden Gefeilfchast find bekannt; die alljährliche bedeutende Zunahme ist der beste Beweis für die Anerkennung, deren sich die Gesellschaft tn landwirthschaftlichen Kreisen erfreut. .
Zu jeder gewünschten näheren Auskunft, sowie Aufnahme von Anträgen ftnd jederzett gerne bereit die General- Agenten _ „ __ «.
Wolf Ti&omos m
sowie die Agenten: I. Kocnemann, Gießen. Jost. Gonder, AiSfeld. Müller III., BellerS Herrn.
Carl Schaefer, Groß-Aelda. Ludw. Lotz, Hungen. R. Spregelberger, Butzbach.
Rendant Wahl, Lauterbach. , ________________^ooO
Ziegenfellchen
Tauft zum höchsten Preis 2439
A. Schultheis jun., Seltersweg 10.
2372 Ein Junge kann inJste LHre eintreten bei Val. Reuter, Friseur.
2355 Eine geübte Büglerin wünscht Beschäftigung in und außer dem Hause.
Näh, bei Frau H u b l e r, Brandg. A.220.
2023 Einen Jungen sucht in die Lehre Fr. Meinhardt, Schreinermstr.
Gute Pension finden 2 Schüler in gebildeter Familie. Adress. durch die Exped. d. Bl.1516
Herren- und flamen strohhiite
werden gewaschen, gefärbt und faeon- nirt. — Neueste Formen zur Ansicht.
G. L. Gail,
1418 Seltersweg 184.
Ledermefse zu Frsutfurt a. M.
Den ge hiten Besuchern d.-rselben empfehle mein gioßes Lager in ächt engl. und franz. Hanf- und Ben chgarnen, amei ik. Holzstiften und Di en'e Lchnhmachcr-Ariikei.
Friedr. Crotiati vorm. J. W. Keppei
2571 Höllgaffe 11 am Dom.
Wrrrzelächte Rosen, die nie Mildschosse treiben, in den reichstblühenden Thea-, Bourbon- und Nemontant-Sorten 10 Stück in 10 verschiedenen Farben mit Namen 7 Mark 100 Stück in 100 Sorten mit Namen _ 60 „
10 Pyramidrosen in 10 Sorten, sehr kräftig 10 „
10 Schlingrosen in winterharten Sorten 5 „
zu verwenden ans Rabatten, ganzen Beeten und Lauben.
Einzeln in Moos und Dung verpackt, sind stets mit Erfolg zu pflanzen.
1 Versandt gegen Posteinzahlung oder Nachnahme.
Albert Knapper, Kosenziichter in Marimiliansau a. Khein. I
Culturamveisung wird jeder Sendung gratis beigepackt. 2556
Gebrannten Kaffee
in reinen feinschmeckenden Sorten von M 1.20, 1.40, 1.50, 1.60 und 1.80 per Pfund, stets frisch gebrannt, empfehlen
CD Fh. Nau & Comp.
Die Universilälsapolheke „Zum goldenen Engel" von H. Collmann empfiehlt:
Alten Malaga, direct bezogen, zu Mk. 2,50 und 1,25.
Griechische Weine zu Mk. 2.-, 2,50 und 3,-
Vorzüglichen Tokayer zu Mk. 3,-, 1,50 und 75 Pfg.
Emser Pastillen zu 80 Pfg. , 25o4
Feinste Parfüms: Kau <le Serail^ Sans Pareil, a 1 Mark.
Original englische Dampf-Üresctä-Masciüueu
— aus der Fabrik von Clayton & Shuttleworth
und ljOCOllllir in Lincoln, liefern unter Garantie und Probezeit rnit ausgedehnten Zahlungsterminen franco Bahnfracht. 2553
PH. MAYFARTH & Co., Maschinenfabrik in Frankfurt a. M.
| A. Docter I
X empfiehlt X
X Herrenzugstiefel, Handarbeit, fchon von 5 Mk. an. x
X Hrrrensugfchuhe, Herrrnschnürschuhe, Herrcnschast- X
X stieftl, Reilstiesck. J
X Damenzugstiefel °°n 4«. so W. °n x
R Damenknopfstirftl, Damen-Molliereschuhe. X
8 Kuabeustulpstiefel, x
ZG Knabenzugstieset, Knabenschaststiesel. X
X Mädchenschnür-, Knopf- und Zugstiesck. £
Kinderstiefel in mehr als 30 Sorten, X
außerdem X
X Plüsch, Stramin^ Leder- Lasting. X
8 PttNlSstel mit und ohne Absatz. £
X Arbeiterschuhe, Arbeiterstiesel etc. etc. X
X in nur reeller TVaare, in den beliebtesten Fasans, zu sehr X
X billigen Preisen. 2061 X
X 4. Docter» Seltersweg 43. x xxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxxxxZ
2488 gesucht.
Tüchtige Maschineuschloffer Wilh. Vlomma, Maschinenfabrik, Wetzlar.
2491 Jüngeren Schülern wird in den Ferien billig Nachhülfe ertheckt.
Näheres in der Exped- ds.. Bl.
ünwi
w*
'MEim Sc in ocrtaufeTt.
NH-duAuMs
Vch M
ii
Hauptgew. 12000,6000 3500 Gew. i.
für 10.m
(Auswärtige 201
B. Magnus, frankfu rerlau/sstelle bei
$u3,4 «mpfcbkn
JA
empfehle mein rei besang- unb 8e! smmluiiM, u Onififcrn u.
.F.tFel
«.-MM
Schauf
Boult s,**" L11einTkM
N
Sieter
$IC| U w, R


