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3.9.1882 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

Sonntag den 3. September

1882

Erscheint-lich mit Ausnahme des Montags.

Bureau r Schulstraße B. 18.

*) Ein Dr. Airy (zu Deutsch Dr. Luftig) hat nach eigenem Zugeständniß Richter's nie existtrt und ist einPseudonym". (Warum leidet wohl der Beglücker der Menschheit durch eine neue Naturheilmethode an so übermäßiger Bescheidenheit?)

PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marf 50 Pf.

Berlin, 30. August. Betreffs der letzten Vorkommnisse tn Paris schreibt die Post": Sehr viele Deutsche gehen noch Paris, um ihr Geld auszugeben, wie denn überhaupt die vtelgerühmte Wanderlust der Deutschen jährlich unserem Nationolreichthum einen starken Aderlaß zufügt. Gehen wir also nicht nach Paris- Unsere ärmeren Landsleute, die dorthin gehen, werden laut beschimpft, unsere reicheren, welche Gold mit vollen Händen ausstreuen, im Stillen. Parts ist nickt mehr, wie eS sich der thörichte alte Victor Hugo einbildete, das Herz Europas. Es hat eine Zeit gegeben, wo Berlin im Vergleich zu Paris ein Dorf war. Dieser Unterschied verschwindet täg­lich mehr und wenn erst die Revolutionen mit den historischen Erinnerungen der Stadt an der Seine ganz aufgeräumt haben, so wird Berlin ihr bald nichts mehr zu neiden haben. Gedenken wir auch unserer deutschen Industrie und üben wir dadurch eine berechtigte Repressalie, welche die Franzosen schon empfinden werden, und wir werden erwarten dürfen, daß sie aus dem wüsten Taumel, der sie wieder einmal ergriffen hat, erwachen und daß ihre besseren Jnstincte wieder zur Geltung kommen werden.

freilich m der Regel nicht, denn da die wesentlichen Bestandtheile des Geheimmittels nachgewiesen sind, so kann sich sein Einwand nur auf die verdeckenden Substanzen beziehen, welche ihrer Bedeutung entsprechend entweder gar nicht oder nur nebenbei erwähnt worden sind. Die Stütze seiner Behauptung würde jedenfalls durch die Be­gründung derselben hinfällig werden, er selbst sich aber lächerlich machen.

nr Um mit den Richter'schen Geheimmitteln zu extmpltficiren, führen wir an, daß alle Analysen von Pain-Expeller (zu deutsch: ^Lchmerzvertreiber) darin übereinsttmmen daß dessen wesentliche Bestandtheile sind: Tinctur aus spanischem Pfeffer, Kampher, Salmiakgeist und Weingeist, welche Richter neuerdings durch etwas Seife und ätherische Oele verdeckt.

Die Behauptung Richters, die Analyse sei total falsch, ist für jeden Besonnenen nichtig.

Die Zusammensetzung der Geheimmittel wird übrigens, um Sachverständige und Laten zu täuschen, von Zett zu Zeit geändert. Der Pain-Expeller besteht nach einer früheren Analyse von Hager (Pharmac. Praxis B. I P. 722) aus 35 Thetlen spanischer Pfeffertinctur, 20 Thetlen verdünntem Weingeist und 20 Thetlen Salmiakgeist, während er nach einer späteren Analyse dieses Chemikers dieselben wesentlichen Bestandtheile mit Kampher, Seife und einem Uebermaß von ätheritchen Deien enthält. Reßler fand in einem Fall nur spanische Pfeffertinctur und Salmiakgeist, tn einem zweiten war Hoffmann's Lebensbalsam (eine welngeisttge Lösung von ätherisch, n Deien) zuge­mischt. Gerhard, welcher neuerdings ein dem jetzigen Rtchter'schen durchaus ähnliches Präparat dargestellt hat, gibt auch die genannten wesentlichen Bestandtheile, jedoch mit weit weniger ätherischen Deien als Hager an. Sas sap arillia n Richters kommt nach Untersuchungen von Reßler und Kämmerer bald mit, bald ohne Jod­kalium vor. In letzterer Zett scheint dieses Salz, wobl mit Rücksicht auf die Bestimm­ungen des Reichsstrafgesetzbuchs, weggelassen zu werden-

Uebrigens gesteht Richter das hier bezüglich der wechselnden Zusammensetzung seiner Mittel Gesagte indirect zu, indem er in seinen »Berichtigungen" als Grundlage für die Werthbkstimmung des Pain-Expeller die Vorschriften verschiedener Chemiker citirt, die quantitativ und in den verdeckenden Zusätzen auch qualitativ wesentlich von einander ab weich en.

Der Bemerkung Richters, daß die in den Bekanntmachungen angegebenen Geld- wcrthe für seine Geheimmittel nicht richtig berechnet seien, setzen wir entgegen, daß wir infolge dessen selbst Berechnungen angestellt haben, bet welchen die von Richter selbst citirten verschiedenen Analysen zu Grund gelegt und die Preisansätze der Rohwaaren, dem Preiscourant der Droguenhandlung von Gehe u. Comp. in Dresden entnommen außerdem auch noch die Auslagen für Glas, Kork, Druck und Arbeit berücksichtigt wurden. Hiernach berechnet sich z. B-, daß i/i Flasche Pain-Expeller, welche circa 125 Gramm Inhalt hat und in der Rtchter'scken Niederlage tn Nürnberg 1,75 Mark kostete, nach der ersten Analyse von Hager (siehe oben) ca. 20 Pf-, nach der Neßler'schen 22 Pf., nach der zweiten Hager'schcn ca. 45 Pf. und nach der Analyse von Gerhard, welche dem jetzigen Rtchter'schen Fabrikat am ähnlichsten ist, 28 Pf. Geldwerth hat-

Richter vergleicht weiter in seinen Berichtigungen bie Verkaufspreise seiner Ge­heimmittel mit den nach der Apothekertaxe sich berechnenden und findet, daß die feinigen um ein Drittel billiger seien- Allein abgesehen davon, daß die Berechnungen durchaus nicht richtig sind, wagt sich der Geheimmittelfabrikant hier auf ein Gebiet, daß er in seinem Interesse nicht betreten sollte, denn den Vergleich mit dem Apotheker wird er nicht aushalten.

Der Apotheker leistet für die richtige Anfertigung der für jeden einzelnen Fall vom Arzt verordneten Arznei mit seinem Vermögen und seiner Stellung Garantie. Er hat sich die zur Ausübung seines Berufs nöthige practische und wissenschaftliche Ausbildung unter großen Opfern an Geld und Zeit erwerben müssen, hat viele Tausende in den zum Geschäftsbetrieb nöthigen Immobilien, Mobilien und Maaren stecken, hat weitere Tausende für feine Gehülfen und Arbeiter auszubezahlen. Er verdient deshalb die staatlich festgesetzten Taxpreise in der redlichsten und mühevollsten Weise.

Wie steht es mit dem Geheimmittelfabrikanten? Dieser leistet in keiner Weise Garantie für die Güte und die Wirkung der von ihm feilgebotenen Mittel. Jeder, der auf bequeme und billige Weise Geld verdienen will, kann ohne alle Vorkenntmsse dieses zweifelhafte Metier treiben. Die Auslagen für die Geheimmittel sind gering, je nach Bedarf werden die Rohstoffe bezogen, kostspielige Apparate und Baulichkeiten sind nicht nöthig oder werden erst dann angeschafft, wenn das Geschäft besonders reüffirt, oder in dem andere auf soliderer Basis ruhende Geschäfte nebenbei betrieben werden, wie Conditorei, Chocoladefabrikation, Liqueursabrikation, Parfümerie rc., wie dies auch im Richter'schen Etablissement der Fall ist. Ein Geheimmittel wird in geradezu gewissenloser Weise gegen alle mögliche Krankheiten empfohlen- Dem Geheimmittel­fabrikant gilt nur die Ausbeutung des Publikums und die Füllung seines Säckels, der Nutzen oder Schaden, den seine Mittel anrichten, ist ihm durchaus gleichgültig.

Für die Richtigkeit der hier ausgesprochenen Ansichten ein Beispiel.

In der jeder Flasche beiliegenden Gebrauchsanweisung wird z. B. der Ntchter'sche Paint-Expeller gegen 24 äußere und innere Krankheiten empfohlen; unter letzteren soll er innerlich genommen werden gegen Cholera, das gelbe Fieber, Croup, Diarrhöe, Ruhr (rothe und weiße), Fieberschauer, verdorbenen Magen, Magenkrampf, Kolik u. a. Auch Touristen! Landwirthen und Fabrikarbeitern! wird ein Zusatz zum Trinkwasser empfohlen, damit die ganze Menschheit der trefflichen Wirkung dieses Mittels theil« hastig werde und Richtern ihren Tribut bezahle. Ist es nicht im höchsten Grade unverantwortlich, eine Mixtur aus spanischer Pfeffertinctur, Kampher, Salmiakgeist und Spiritus zum innerlichen Gebrauch bei Krankheiten zu empfehlen, bei denen das Leben des Patienten auf dem Spiel steht?! Wie wirb in diesen Fällen, in denen das augenblickliche Eingreifen des Arztes nöthig ist, nicht schon das Leben des Pattenten dadurch gefährdet, daß durch die Anwendung des Geheimmittels ein oft lebensgefähr­licher Zeitverlust entsteht!

Die übrigen Richter'schen Mittel, vorzugsweise Sassaparillian werden gegen nicht weniger als 166 Krankheiten empfohlen! In der That, der Mann ist auf bem besten Wege, ben Stein ber Weisen zu finden, wenn ihm ber Strafrichter nicht ben Weg verlegt.

Uebrigens scheint boch auch Richter bas Unverantwortliche unb zum Theil Lächer­liche ber Empfehlung bes Paint-Expeller zum innerlichen Gebrauch zu fühlen, bennjn bem für bas größere Publikum bestimmten unb offenen BucheDr-Airy s Hellmethobe" erwähnt er bei ben genannten Krankheiten entweber nichts von dem innerlichen Ge- brauch jenes Mittels (ja er empfiehlt sogar bei ein;elnen derselben die möglichst rasche Zuziehung eines Arztes) ober substituirt ein anderes seiner Geheimmittel, welches

verschiedmen Pillen sind nach des Geheimmitt-lfabnkanten Ansicht für Jeder­mann gm: Kindern, selbst Säuglingen soll man unter Umstanden Regulattng-Pillen beibringen.

Richter brüstet sich in seinen Bekanntmachungen bamit, baß m einer rnebicmischen Fachzeitschrift, derAllgemeinen Wiener mediein. Zeitung, die stets gleiche Zusammen­setzung und die sehr gute Wirkung seiner Geheimmittel rühmend heroorgehoden werden. In der That findet sich dort eine längere Arbeit von Dr^lnthofer (Beitrage zur Therme ber conftitut Syphilis). in welcher die Richter'schen Mittel empfohlen werden. Wir wollen uns hierüber, wie über das in ärztlichen Kreisen genügend bekannte bedenkliche

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meinem «mwttatr.

fUchenplatz 23.

je 67 nrofte Mlichkeiten, m- [ Wüetijen- ^Tchlosse^ W gramer in MswohMa re6 [ unmöbliy, per hen durch Mh, ange'schmHaus 'er nebft ZudGz, er zu Dermtttfjen.

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, Zimmermeister. Fein einzelnes Zim- Neuen-BäumB. 90. meines Hausesmil 2 Zimmer in der ien unb alsbald zu . Hinterhaus zu er- ardt, Kanzleiverg.

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iögisvon 3 Zimmern, a (Sorribor unb allen Seiten zu mmiether.

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Stoif meines Hause r/niesen.

mmcnunernu*X k Whnuna tu ocr tietF Ä!« nerHtötHnp^J ^reiner, 'S - tu oermiethen.

Gegen die Geheimmittel.

(Ein Wort zur Warnung unserer Mitbürger vor Gesundheitsschädigung und Uebervortheilung.)

Von Obermeblcinalaffeffor Dr. Uloth in Darmstadt.

I.

Unlängst ist von mehreren Kreisämtern des Großherzogthums Übereinstimmend, also offenbar in Folge höherer Anregung, in den Kreisblättern eine Bekanntmachung erlassen worden, tn welcher das Publikum vor dem Ankauf und dem Gebrauch der von ber größten Geheimmittelfabrik Deutschlanbs, ber Firma F. A. Richter u. Co. in Rubolstabt fabrfeirten unb theils burch Zettungs-Reclame, hauptsächlich aber burch eine von biefer Firma verbreitete Reclameschrift:Dr. Airy's Naturheilmethode" in marktschreierifcherweise empfohlene Geheimmittel gewarnt wird.

Die Firma Richter & Co. tritt nun in einzelnen Blättern dieser Bekanntmachung der Verwaltungsbehörden mit sogenanntenBerichtigungen" entgegen und versucht es, bie Dualität unb bie Wirkung ihrer Mittel zu rechtserttgen unb in ben amtlichen Erlassen Ungenaufgfeiten unb Unrichtigkeiten bezüglich ber angegebenen Zusammen­setzung unb der Preisoerhältnisse nachzuweisen.

Niemand wird erwarten, daß sich die betreffenden oberen Verwaltungsbehörden in einen Federkrieg mit Richter einlaffen. Seine Einwände zu bekämpfen ist nicht weiter ihres Amtes: sie haben ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie das Publikum gewarnt und es über Schwindelmittel aufgeklärt haben, welche ihm für vieles Geld auf Kosten seiner Gesundheit geboten werden *)

Amtlich werden bann nur noch bie Strafgerichte mit ben Verbreitern von Geheimmitteln sich zu beschäftigen haben.

Wohl aber erscheint es als Pflicht der Sachkundigen und der Presse, jene auf das öffentliche Wohl gerichtete Bestrebungen der Behörden auch ihrerseits zu unterstützen.

In diesem Sinne hat ber Karlsruher ftäbtische Drts-Gesun dheits- r a th burch die Klarlegung des wahren Wesens des Geheimmittelunfugs im Allgemeinen und der sogen. Airy'schen Mittel insbesondere, bereits in allgemein bekannter und anerkannter verdienstvoller Weise gewirkt. Die Ergebnisse der Untersuchungen dieses Drtsgesundheitsrathes, welche derselbe in einer besonderen Schrift:Die medicinischen Geheimmittel, ihr Wesen und ihre Bedeutung u. s. w.", niedergelegt hat, sind auch K' der Kenntnißnahme unserer Behörden nicht entgangen, und gegen die Annahme ter's, daß die bei uns erlassenen amtlichen Bekanntmachungen auf jene Karlsruher Publikationen sich stützen, wird gewiß nichts zu erinnern sein.

Die Untersuchungen, deren Ergebniß die gedachte Schrift mittheilt, gründen sich auf amtliche Ermittelungen über die Personalien und den Geschäftsbetrieb der Geheim­mittelfabrikanten; die Analysen der Geheimmittel sind von bedeutenden Fachmännern (den Professoren Dr. Neßler und Birnbaum in Karlsruhe, den Gerichtschemikern Dr. Kämmerer in Nürnberg, Dr. Hager in Berlin u. a) ausgeführt. Die in dieser Schrift gemachten Angaben verdienen also in jeder Beziehung vollstes Vertrauen, welches die Firma F. A. Richter u. Co. durch ihre Reclameschriften und angeblichen Berichtigungen nicht zu beeinträchtigen vermag. Daß Richter mit dem Karlsruher Ortsgesundheitsrath auf gespanntem Fuße steht, ist ja leicht erklärlich, denn fein Ge­schäftsbetrieb und seine Personalien werden tn besagter Schrift in erschöpfendster Weise behandelt und bekannt gegeben.

Auch bei uns scheint es an der Zeit, dem Geheimmittelunwesen durch Aufklärung des Publikums ernstlich entgegen zu treten und dazu möchten auch wir in diesen Zeilen ein Scherflein beitragen, mit dem Wunsch, daß es unseren Mitbürgern von Nutzen sei.

lieber die Geheimmittel zunächst ein Wort im Allgemeinen; daran wollen wir bann einiges zur Würbigung vonAiry's Naturheilmethode" unb ber hauptsächlichsten Richter'schen Geheimmittel speciell anknüpfen.

Die Geheimmittel bestehen meist nicht aus bestimmt ausgesprochenen chemischen Verbindungen, deren Zusammensetzung durch bestimmte chemische Methoden quantitativ zu ermitteln ist, sie sind vielmehr Gemische einer Anzahl Substanzen von in ber Regel unbestimmtem chemischem Character (wässrigen ober weingetstigen Pflanzenauszügen, Extracten, ätherischen unb fetten Deien u. s. w.), bie in trgenb einer Richtung eine auffällige Wirkung ausüben, wie Hautreiz, Abführen, Säure neutralifiren u. s. w-, unb deren Erkennung in bem Geheimmittel verbeckt wirb burch Färbung, Riechstoffe unb andere hinsichtlich ihrer Wirkung ganz nebensächliche Zusätze. Der Geheimmittel- «abrifant geht hierbei einzig von bem Grunbsatz aus: bie verwendeten Substanzen aus der Reihe ber billigsten zu wählen unb auf bem Wege ber Reclame in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Gelb möglichst billig zu verbienen.

Für ben Chemiker ist es meist nur von Werth, die Qualität der einzelnen Be­standtheile unb zwar vorzugsweise ber in ber einen ober anderen Weise wirksamen zu ermitteln, während ihre quantitative Zusammensetzung erst in weiterer Reihe und namentlich dann in Bettacht kommt, wenn es sich um starkwirkende Substanzen ober gar Gifte handelt.

Nach der Ermittelung ber Bestandtheile pflegt der untersuchende Chemiker das ganze Geheimmittel durch Zusammenmischen der einzelnen Bestandtheile in verschiedenen Verhältnissen möglichst genau nachzuahmen und so das ungefähre Verhältniß derselben sestzustellen. Wir betonen nochmals ausdrücklich, daß es für den Chemiker und namentlich für den Strafrichter in der Regel genügt, die einzelnen Bestandtheile der Art nach, nicht der Menge nach, zu kennen.

Eine vorurtheilsfreie Kritik wird dies Verfahren nicht beanstanden, wohl aber der Geheimmittelfabrikant, dem das Ergebniß der in dieser Weise angefertigten und publicirten Analyse seines Geheimmittels eine willkommene Gelegenheit bietet, auszu- pofaunen:Die Analyse ist total falsch," ober:Der Chemiker muß burch eine Imitation mystificirt worben sein." In welcher Richtung bie Analyse falsch ist, bas sagt er

ießener Anzeiger

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

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