Ausgabe 
29.5.1943
 
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Kriegsgefangenschaft geratenen polnischen Arztes. Dr. Kalicinski wurde.nach der Kapitulation der pol­nischen Armee in der zweiten Dezemberhälfte 1939-

Der Wald von Katyn.

Auch Pilsudskis Hausarzt unter den Opfern der jüdischen GPU.-Schergen.

deklanerten Ansprüche auf das seit einem Jahr- yunde^l zwischen Bolivien, Chile und Peru strit­tige Gebiet um Arica müßten in ganz Amerika als schädlich betrachtet werden. Das durch Kupfer-, Zink--, Schwefel-, Silber- und Salpeter- Vorkommen bedeutsame Departement von Tacna wurde 1929 Lurch Vermittlung des USA-Präsiden- den Hoover zwischen Peru und Chile aufgeteilt. Dabei fiel den Chilenen im Südteil die von Arica nach Bolivien führende Eisenbahnlinie zu. Boliven ist neben Paraguay der einzige südamerikanische Staat ohne eigenen Zugang zum Meer.

43 Gowjeiflugzeuge an einem Tage.

Berlin, 29. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die So­wjets verloren am 28. Mai 43 Flugzeuge, davon im Südabschnitt 36, im mittleren Abschnitt sieben Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. Kleine politische Nachrichten.

Kaiser und König Bittor (Emmanuel hat auf VA-schlag des Duce dem kürzlich im Kampf ge­faste nen Befehlshaber der japanischen Flotte, Groß­admiral P a m a m o t o , das Großkreuz des Sa- voicr-Militärordens verliehen.

Vor der bretonischen Steilküste

Von Dr.Paul Rohrbach.

durch die Organisation Todt eine systematische Be­festigung des Inselgeländes durchgeführt.

mJ?eIIßs3lß rucht ganz 20 Kilometer lang, inxder ulitte etwa halb so breit; in drei Städtchen und einigen Dörfern und Weilern leben etwa tO^OOO Menschen von Landwirtschaft und Fischfang. Das auffalend gute Straßennetz soll während des Welt* kneges von deutschen Kriegsgefangenen hevgsrich- tet worden fein. Sauzon, von wo ich dieje Zei- r < °2re' wie Le Palais, an einer fchmvlen, ftordahnllchen Einbuchtung. Hier haben bejcmders viele Fischerfahrzeuge ihr« Heimat. Der 9ltone ist eine französierte Form des bretonischen Scwzonn, und das bedeutet: Sachsenplatz! Dackn hal sich, merkwürdig genug, eine Erinnerung cm die Ze't vom J. bis 5. Jahrhundert n. Chr. erhalten, tn der die Sachsen, als Vorläufer der Wikinger, von ihren Sitzen nördlich der Unterelbe ausfuhren., um me atlantischen Gestade zu plündern und schließlich Bri anmen zu erobern. Hießen doch damajls die Mven^der Normandie und der Bretagne bet den Schriftstellern des sinkenden Römerreichs da!; litus baxonicum, die Sachsenküste. Von den germanischen Eroberern wich ein Teil der keltischen Britsn aus dem heutigen England über den AerrnelkaM auf ?as Arland und gab der neuen Heimat den Mvmen

^retaflne, des Britenlandes.

Während ter englifdjen Besetzung war eitz Lord Crawford Befehlshaber in Sauzon. Da er in

3n Washington sind die Besprechungen zwischen Engländern, an denen auch - . , 'worden, lieber das

Resultat dieser Zusammenkunft wurde ein Kom­munique veröffentlicht. Es meldet lediglich, daß kürzliche Konferenz der kombinierten Stäbe in Washington mit einer völligen Uebereinftinununa .goendet habe".

HauPtschrtstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Liellvettr^er det> Hauptschristleiter»: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PolttÜ und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für da» Feuilleton: Dr. Han» Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Bwmschew.

Druck and «erlag: Brühlsche UniversttätSdruüerei vi. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr^Ina. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht.

Lnzeigenletter: HanS Beck. Anzeigenpretzliste Nr. 6.

Profesior Dr. Hmis 2) riin e r, der als Ge­schichtsschreiber Frankfurts im Weltkrieg sich be* sondere Perdienste erworben hat, wurde anläßlich seines 70. Geburtstages diePlakette der Stadt des deutschen Handwerks Frankfurt am Main füV kulturelle Verdienste" überreicht.

Ganz Italien feiert 5ett Icchre-iäg fet täts-Mliz^Im gegemvärttgen Kn eg, im Abeffmiem! und im Spanien-Feldzug wurden an Freiwillig« der Universitäts-Miliz 42 goldene, 177 silberne Ms? daillen, 72 Kriegsverdienstkreuze und 39 ausländ dische Auszeichnungen verliehen.

Krakau, 28. Mai. (DNB.) Tag für Xagt wird btc Exhumierung und Identifizierung der Zeichen aus den Massengräbern im Walde von Katyn' fort­gesetzt. Immer neue Einzelheiten über das grausige Schicksal der von Misck-bolschewistischen GPU.- Henkern ermordeten polnischen Offiziere werdey da­mit bekannt. Bis zum 23. Mai sind sieben der Massengräber im Walde von Katyn geöffnet und 3000 Leichen exhumiert und soweit wie miMch identifizert worden. In den letzten Tagen istooai der technischen Kommission des Polnischen Roieü Kreuzes auch die Leiche des in polnischen Aerzüet kreisen bekannten Dr. Diktvr Kalicinski gebar* gen worden, der mehrere Jahre lang Hausarzt des Marschalls Pilfudski gewesen ist. Die bei feinetA Leiche gefundenen Papiere ergeben ein erschüttern^ des Biw von dem Schicksal dieses in bolschewistische ...__,v.o___________ ^,V|

Bnerifanem und Engländer urchill teilnahm, abgeschlosien sultat dieser Zusammenkunft

Im Zuge der Reinigung Rumäniens von jübi«t scheu Verbrechern ist auf Befehl des Sta ats sich rers der Jude Filderman, der ehemalige PräMent bett Vereinigung jüdischer Kultusgemeinden", verhaftet! worben. Er hat sich schon bei politischen Umtrieben betätigt. In letzter Zeit war er bemüht, die Subnt in Rumänien gegen eine von der Regierung ver< ordnete einmalige Sonderabgabe aufzuwiegeln.

*

Die argentinische Regierung hat beide Kammer« des Kongresses im Hinblick auf die kommenden^ Präsidentenwahlen für den 8. Juni zusammen-, berufen. Die Amtszeit des Staatspräsidenten Dr« Ramon S. Castillo erlischt am 24. Juni.

in das Gefangenenlager Starobielsk übergeführt und Anfang 1940 nach Koz-ielsk verschleppt, wo er der tierischen Barbarei seiner jüdischen Gefangenenwär­ter ausgesetzt war.

Boliviens Forderung nach einem Hafen

Lissabon, 28. Mai. (Europapreß.) Die von Bolivien erhobenen Ansprüche auf einen Pazifikhafen nennt die chilenische Zeitung El Mercurio"abscheulich". Die durch den Mund des bolivianischen Präsidenten Penaranda erneut

Dem Städtchen kein angew^ffeneZ Ööartfer fand, iiefc er sich nahe dabei ein kleines Chateau bauen, nach dem bekannten Schema: mehrstöckiger Mittel- bau and zwei nach vorn gehende Flügel. Es heißt iwch heute, etwas ftanzösiert,Maison Crafford. 3etzt wohnt ein deutscher Korvettenkapitän darin und wacht über den ihm zugeteilten Abschnitt der neuen Inselbefesttgung.

Imposant ist die hohe Steilküste in der Nähe von «auzvn. Wenn hier die Brandungswellen des Ozeans anrollen, schlägt der weiße Gischt haus- hoch an dem schwarzen Felsen empor. Die Gewalt des Wassers hat in eine vorgelagerte Klippe, Roche percee ein rundes Loch geschlagen, und auf der 3nfel selbst eine tiefe Höhle ausgenagt, zu der man bei ruhigem Wasser hinabsteigen kann. Sie führt den merkwürdigen Namen Apothicairerie, angeblich weil die Fische fangenden Seeraben ober Cormo- rane wie Apothekerflaschen in einer Menge von Rischen im Innern der Höhle sitzen. Oben, nahe öem Steilrand, steht ein kleines französisches Hotel, das in Friedenszeiten viel besucht ist. Hier habe ich mit unserem Kapitän ein gutes Omelette gegessen und nur erzählen lassen, wie alle in Frage kom­menden Landungsstellen im Kreuzfeuer deutscher Batterien liegen. Die Frage, ob es Hummern gäbe, würbe leider verneint. Diese Tiere erreichen an den Äuften der Bretagne eine unwahrscheinliche Größe, aitf dem Festland habe ich etwas von der Hummer- saison genossen, die Inselfischer aber haben in diesen Tagen leider keinen Fang getan. Dafür gab es 3um Soldatenessen in der Maison Crafford inter. effante Unterhaltung bei einem Glase guten Rot­weins.

Erdbeben in Württemberg.

In der dritten Morgenstunde des 28. Mai wurd^ von den württembergifchen Erdbebenwarten Stutt«' gart, Ravens-burg und Messtetten ein Erdbeben aus­gezeichnet, dessen Herd 56 Kilometer südwestlich bis südsüdwestlüh von Stuttgart liegt. Dem Erdbeben vom 2. Mai ist ein weiteres Beben gefolgt, das das erste an Stärke übertraf. Am meisten betroffen? wurde die im Kreis Balingen gelegene Gemeinde Onstmettin gen. Außer zahlreichen Äaminein* kurzen sind auch Schäden an Hausgiebeln entstand den. Hausdächer wurden vielfach abgedeckt. In üre«' len Wohnungen sind Bruchschäden an Geschirr, Sil­bern und Spiegeln eingetreten. Einige Personeiv würben durch Glassplitter unb Mauerwerk leicht' verletzt. Während des Bebens hat man eigenartige Lichterscheinungen wahrgenommen. Aehnlich lautem die Berichte aus Tailfingen. Deutlich wahrge- nommen wurden die Erschütterungen in ganz, Württemberg, in Baden und im Elsaß. Alles irr' allem nahm aber auch dieses von dem uralten Erd­bebenherd der Südwest alb ausgefyenbe tektonische Beben einen Verlauf, der zu irgendwelchen Be­unruhigungen keinen Anlaß bietet. Es handelt sich um die bekannten Gesteinsoerlagerungen, die viele, Kilometer unter der Erdoberfläche vor sich gehen und sich von Zeit zu Zeit in stärkeren Erschütterun­gen der Erdoberfläche bemerkbar machen.

Das Erdbeben wurde auch in zahlreichen anderen Orten Südwestdeutschlands verspürt, so daß in Frankfurt a. M. die Bewohner aus dem Schlaf' erwachten. Auch in Gießen ist es bemerkt worden.

Sauzon, Mai 1943.

^eibe angesichts der Brandung des Atlan- Än P3T5 6egen Felsküste einer bretonischen Insel, zu der man in einer Stunde von der Spike der Halbinsel Q u i b e r o n-chinüberfährt. Vom Heck des kleinen Dampfers wehte die französische Triko- ^re, aber von den Fahrgästen trug bie Mehrzahl ^Feldgrau oder Marineblau der deutschen Wehr- macht. Belle-Ile-en-Mer ist heute ein mirhtinor Punkt hn Sufbau der Atlantikfront.

Mr sind hier in einer merkwürdigen Gegend im Departement Mardihan. was im Bretonischen soviel bedeutet wieKleines Meer". So nennen die Ein­heimischen eine in das Felsgeriijt der Bretagne ein- schneidende, stark zerlappte Meeresbucht vor der als eine S-waltige natürliche Mole noch die lange, schmale Halbinsel von Ouiberon liegt und eine zweite, nach Süden geöffnete Bucht aeaen die o,ea- Nischen Weststürme schützt. Diese Vorzüge der natür. litten Lage haben schon in entfernter Vorzeit eine kräftige, mit ihrem Leben seewärts gewandte Be- volkerung angezogen. Als stumme Zeugnisse ihres Daseins hat sie die aus ged chn testen prähistorischen Steinsetzungen Europas hinterlassen: Grabbauten die den norddeutschen Hünengräbern ähnlich sind' hoch ausgerlchtete Langsteine, die von den Bretonen Menhir genannt werden, Stein kreise und Stein- alleen, französisch alignements, die in vielen par­allelen Reihen sich über Tausende von Metern hin- ziehen. Die Menhirs deutet man als Seelenthrone auf denen die Seele eines verstorbenen Heros den Totenspielen zusehend gedacht wurde, die zu ihren Ehren abgehalten wurden. Auch die alignements, werden eine Beziehung zum Totenkult gehabt haben. Vielleicht jagten durch sie die Streitwagen hindurch, mit denen, wie schon bei den homerischen Helden, die Wettrennen bei einer Heroenfeier abgehalten wurden. Von dem Städtchen Carnac aus habe ich diese Anlagen schon einmal vor Jahren befudjt und über die gewaltige Leistung gestaunt, mit der diese immensen Steinmassen bewegt und in zehnfachen Reihen geordnet wurden. Das ist nur denkbar bei straffer Zusammenfassung vieler Arbeitskräfte durch Fürstenmacht und eine kultische Idee.

Die Ueberfahrt geht von Quiberon, das mit feinen vielen Hotels den Sommerfrischlern aus Paris und in Friedenszeiten auch englischen Gästen einen gern ausgesuchten Aufenthalt bietet, nach dem Hauptort der Insel, dem Städtchen Le Palais. Es liegt an der Mündung einer langen, schlauchförmigen Bucht, hat einen durch Molen geschützten kleinen Hasen und wird überragt von einer imposanten Zitadelle, die Ludwig XIV. durch seinen Festungs­baumeister Vauban errichten ließ. Im Siebenjähri­gen Kriege, 1761, nahmen die Engländer, die mit 8000 Mann gelandet waren, nach fünfwöchiger Be­lagerung das Werk im Sturm. Die Bresche, durch die sie schließlich eindrangen, ist in dem wieder­hergestellten Mauerwerk noch zu erkennen. Schon im 17. Jahrhundert suchten einmal die Holländer in einem Seekrieg mit Frankreich Belle-Ile als Stützpuntt einzuliehmen, konnten sich aber nicht be­haupten. Die rings umlaufende Steilküste erlaubt nur an wenigen Stellen mit sandiger Strandbil­dung einen Versuch zu landen. Hier stehen meist alte ftanzösische Festungswerke; gegenwärtig wird

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