193. Jahrgang Nr. 74
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des
Die Wehrmachtberichte
nor
und Kulturstätten. Acht der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Borpoffenboote schossen ein
DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 27. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein feindlicher Angriff gegen die Nordfront des Kuban-Brückenkopfes wurde blutig abgewiesen. Zahlreiche Panzer wurden vernichtet. Südlich des Ladogasees scheiterten schwächere Angriffe der Bolschewisten. Zum Teil wurden die Bereitstellungen bereits durch Artilleriefeuer zerschlagen.
3n Wittel- und Südtunesien führten überlegene feindliche Kräfte neue starke Angriffe gegen die deutsch-italieriischeu Stellungen. Sie wur- den in schweren Kämpfen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Hafen von Algier und ein Geleit im Seegebiet vor der algerischen Küste an. Drei Handelsschiffe wurden getroffen.
Britische Bomber warfen in der Nacht zum 27. Wärz Spreng- und Brandbomben auf mehrere we st deutsche Orte. Die Bevölkerung Halle Berlusle. Drei feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeschossen, ein viertes verlor der Gegner vor der norwegischen Küste. /
mänien fand ihren Höhepunkt in einem Staatsakt in der Kathedrale der bessarabischen Hauptstadt. Vertreter der bessarabischen Bevölkerung und Angehörige des ehemaligen bessarabischen Landesrates, der
1918 die Wiedervereinigung beschlossen hatte, brachten ihren Dank für die Befreiung vom sowjetischen Joch zum Ausdruck.
Dann sprach Staatsführer Marschall A n tone s c u. Bessarabien sei der Boden, auf dem die Donaumündungen, der Balkan, die Meerengen und der Raum bis zur 2ldria vor dem jahrhundertealten russischen Expansionswillen verteidigt würden. Schon der erste Raub Bessarabiens im Jahre 1812 sei erfolgt, um Rußland zunächst den Weg zu den Donaufürstentümern und dann über den Balkan nach Konstantinopel zu offnen. Während des einen Jahres der Besetzung Bessarabiens durch die Sowjets seien vier Millionen Rumänen dem entsetzlichsten Terror ausgeliefert gewesen. Niemand könne Rumänien einer Aggression beschuldigen, sein Krieg sei ein heiliger Krieg der Verteidigung seines eigenen Bodens. Damit tue das rumänische Volk seine Pflicht nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch geaenüber dem ganzen Kontinent.
Bei einem Empfang, der die Feierlichkeiten abschloß, hielt der stellvertretende Ministerpräsident Prof. Antonescu eine Ansprache, in der er sagte, Rumänien sei immer die erste Schanze Europas in der Abwehr der Stürme gewesen, die bis heute den Bosporus und die Adria erreichen wollten. „Wir sind die Krone des Balkans, wir haben das einzige europäische Petroleum; mit Hilfe der Donau vereinigen wir Mitteleuropa mit Vorder- asien, durch uns läuft die europäisch-vorderasiatische Achse der Zukunft, d. h. wir bleiben eine Schlüssel- . Position des europäischen Schicksals."
weiteres britisches Kampfflugzeug an der wegifchen Küste ab.
Der Wehrmachtbericht vom Samstag.
Der Wehrmachtbericht vom Sonntag.
DBB. Aus dem Führerhauotquartier, 28. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Ostfront oerfief der lag im allgemeinen ruhig. Nur in einigen Abschnitten kam es zu örtlichen Kämpfen. Nordwestlich Kursk nahmen Panzergrenadiere nach tagelangen schweren f)äu- serkämpfen die Stabt Ssewsk im Sturm. 3n den Gewässern der Fischer-Halbinsel erzielten schnelle deutsche Kampfslugzeuge Bombentreffer auf einem große feindlichen Frachtschiff.
An der tunesischen Front geht die Abwehrschlacht weiter. Trotz großer Ueberlegentjeit vermochte der Feind auch gestern keine entscheidenden Erfolge zu erzielen. Deutsche und italienische Truppen schlugen alle Durchbruchsversuche ab und warfen im Gegenangriff die vorgesehenen feindlichen Panzerspitzen zurück. Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen einen Geleitzug im Seegebiet vor der algerischen Küste wurden vier feindliche Handelsschiffe getroffen.
3n der vergangenen Nacht flogen britische Bomber in das Reichsgebiet ein und drangen bis zur Reichs Haupt ft adt vor. Sie warfen Spreng- unb Branbbomben auf einige Orte in Norbweft- beutschlanb unb auf das Gebiet von Groß-Berlin. Es entstanden vorwiegend Branbfcfcäben in Wohnvierteln und Zerstörungen an öffentlichen Gebäuden
fion für die Dauer jener Atempause, die Europa nötig hatte, um bereit zu sein, und lieferte damit ben ersten Beweis seiner europäischen Solidarität. Ein knappes Jahr später kam die Vergeltung. Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 sprangen rumänische Soldaten zusammen mit ihren deutschen Kameraden aus den Gräben heraus zum Angriff gegen die Todfeinde, die einen, um teuren Heimatboden zurückzugewinnen, die anderen, um Europa von einer furchtbaren Gefahr zu befreien. Bessarabiens Erde ist heute getränkt mit dem Blut rumänischer und deutscher Soldaten. Das ist ein Symbol dafür, daß dieses Land nicht nur eine rumänische Provinz ist, sondern auch zu Europa gehört und eine europäische Mission als Bollwerk gegen den Osten hat.
„Die erste Schanze."
Rumänien feiert die Zugehörigkeit Bessarabiens.
K i s ch i n e w, 27. März. (DNB.) Die Feier 25. Jahrestags des Anschlusses Bessarabiens an Ru-
Bessarabien,2SIahreBottwerkEuropas
Von unserem Dr. H.-Korrespondenten.
Bukarest, Ende März.
Am 27. März waren es 25 Jahre, daß der bes- sarabische Landesrat den Anschluß Bessarabiens an Rumänien proklamierte. Das ist für Rumänien ein Grund zu freudiger Feier und für ganz Europa, dessen östliche Mark Bessarabien ist, ]ein Anlaß zu kurzer Besinnung.
Die Gegenseite — ob Zarismus ober Bolschewismus — hat es immer wieder verstanden, in der Gelt den Eindruck zu erwecken, daß Bessarabien, Das Land zwischen Pruth und Dnjestr, eine typisch russische Provinz sei, und in der Tat konnte der flüchtige Besucher, der nur die aus dem 19. Jahrhundert stammende weiträumige Anlage der Pro- vinzhauptstadt Chisinau (Kischinew) sah und in den jStädten die im überwiegend jüdischen Handel ge- sbräuchliche russische Sprache horte, sich leicht dieser Meinung anschließen. Allerdings, wer auf bas jladje Land hinausging und das melodiöse moldauische Rumänisch der Bauern und ihre Lieder hörte, ihre Volkstrachten sah und ihre Gebräuche studierte, dem blieb bald kein Zweifel mehr an -em überwiegend rumänischen Charakter'-dieser Landschaft.
Was steckt nun hinter der leichtfertigen historischen Behauptung, Bessarabien sei altes russisches Land? Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts war Bessarabien Niemandsland, das von Kriegerscharen und Räuberbanden aller Rassen und Völker durchzogen wurde. Der Name der Provinz stammt von jenem Geschlecht der Bassarabs, die im 14. Jahrhundert die Begründer des Fürstentums Walachei gewesen sind. In der Folge bildet Bessarabien immer einen integrierenden Bestandteil des Fürstentums Mold-au. Schon 1392 nennt sich Fürst Roman der Moldau „Gebieter des Moldaijlandes vom Gebirge bis ans Meer". Dieser Moldaustaat war nach dem rumänischen Chronisten Ureche im Anfang eine Kriegs- hauptmanschaft. Die Dnjestr-Linie mit ben starken Festungen Cetatea Alba (Akkerman), Tighina, So- i'oca, Orhei und Hot-in bildete ein Verteidigungs- system, das den Frieden und das Gedeihen Sieben- fbürgens, Oberungarns und Süd polens gewährleistete und damit einen östlichen Schutz wall Europas darstellte. Interessant ist, oaß'die Türken Tighina Bender — Pforte nennen, womit gesagt s^n soll, daß diese Stadt das-Ein- und Ausfalltor uon Europa nach Asien und umgekehrt darstellt. Roch 1711 sicherte Peter der Große, der Vater des ^russischen Imperialismus, dem moldauischen Fürsten Dem?ter Cantemir in einem Bündnisvertrag den Dnjestr als Grenze der Moldau zu. Es kann also ■t(feine Rehe davon sein, daß Bessarabien altes russisches Land sei.
Die russisch-türkischen Kriege des 18. Jahrhunderts brachten zwar längere Besetzungen der Donaufür- »stentürner durch die Heere Katharinas der Großen unb ihrer Nachfolger. Damals versuchte Petersburg aber vergebens, einen russischen Großfürsten auf ben Thron von „Neu-Dakien" zu setzen. Erst als dieser Plan mißlang, erfolgte die gewaltsame An- t'ignung moldauischen Bodens durch die russische ^Annexion Bessarabiens im Vertrag von Bukarest 1812. Die Wirkung auf die Bevölkerung d-iesseits mb jenseits des Pruth, deren familiäre Beziehungen durch die neuen Grenzen zerrissen wurden, muß 'urchtbar gewesen sein. In der Volksdichtung des 19. Jahrhunderts gilt der Pruth fortan als der ver-
Zwischen Rotem Meer und Persischem Golf.
Von Dr. Hermann DreyhauS.
Jedermann kennt die 3 Mill. Quadratkilometer zählende Halbinsel Arabien zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf als eines der größten Wüstengebiete der Erde. Damit ist ihr wirtschaftlich das Urteil gesprochen. Und man würde gewiß nicht viel Aufsehens von ihr machen, wenn man nicht wüßte, daß an ihrer Westküste der Islam, die Lehre Mohammeds, seine Heimstätte in Mekka unb Medina hätte. Es sind jetzt gerade 175 Jahre her, daß der Niederdeutsche Karsten Niebuhr von einer Expedition zur Erkundung Westarabiens als einziger Ueberlebenber heim kehrte und der abendländischen Gelehrtenwelt eine reiche Fülle geographischer und kultureller Kenntnisse übermittelte, die ein ggnz neues Zeitalter in der Erforschung des Orients einleiteten. Zugleich gab er durch die von ihm gefertigte Karte des Roten Meeres den Engländern, die eben die Grundlagen ihrer Herrschaft in Ostindien gelegt hatten, die Handhabe, den direkten Weg Über die Landenge von Suez nach Europa zu erschließen und zu sichern. Damit erhielt das Wüstenland Arabien einen neuen, starken Impuls: aus einem abseits gelegenen Landstrich entwickelte sich wieder eine Landbrücke zwischen drei Erdteilen, deren politische Bedeutung naturgegeben mit dem Aufstieg des Welthandels wachsen mußte, wie et im 19. Jahrhundert mit der Erfindung des Dampfschiffes sich vollzog. Symbol wurde im östlichen Mittelmeer der Suezkanal!
Die Stunde Arabiens war indessen noch Nicht gekommen. Erst als der erste Weltkrieg die europäisch gerichtete Eirge des politischen Denkens auflockerte, wandelte sich die Wertung der bisher nur wenig beachteten Wüstenlandschaften. Es liegt auf der Hand, daß England als Hauptinteressent an dem Seewege nach Ostindien in besonderem Maße beteiligt fein mußte, unb dies erst recht, da die Türkei auf Seiten der Mittelmächte kämpfte. Wie es feine Belange wahrnahm, ist für alle Zeiten an die Tätigkeit des mit vielen Geheimnissen umgebenen Oberst Lawrence geknüpft. Das politische Ergebnis war, daß die Bildung eines großarabischen Reiches, das die ganze Halbinsel ausfüllen sollte, verhindert wurde. England setzte sein überliefertes Prinzip des Teilens und Herrschens — vielleicht sogar gegen Lawrence — durch und sicherte sich vor allem die Landbrücke von Aegypten zum Persischen Golf.
Dabei bediente es sich in sehr weitgehendem Maße des Wahabitensürsten Ibn Saud. Die Wahabiten sind echte Beduinen im Innern des Landes, die sich zu den strengsten Lehren des Islams bekennen. Sie stellen ein* mohammedanisches Puritanertum dar, und tatsächlich erinnert auch ihr Führer Ibn Saud in vielen Dingen an Oliver Cromwell, den größten Staatsmann des englischen Puritanertums. Bei der Gliederung seines allerdings nur fünf Millionen Einwohner zählenden Staates im Nedsch, dem Heimatgebiet seiner Familie, hält Ibn Saud an den überlieferten patriarchalischen Zuständen fest, wäh- rend er dem Hedschahs mit den Städten Mekka,
Für Bolf unb Baferlanb wollen wir keinen Gedanken zu hoch hallen, keine Arbeit zu langsam unb zu mühevoll, keine Anterhaltung zu kleinlich, keine Tal zu gewagt unb kein Opfer zu groß.
Friedrich Ludwig Zahn.
müntote Fluß. „Wird dieser Vrulh. der uns trennt, fein Ende nehmen?" fragt klagend das Lied. Die frrei südlichen Bezirke Bessarabiens wanm dann noch einmal für 20 Jahre, nämlich vom Pariser Kongreß 1856 bis zum Berliner Kongreß 1870 moldauisch.
Als nach dem Zusammenbruch des Zarismus im ^ahre 1917 die Revolution im ersten Ueberschwang hie „Proklamation von den Rechten der Volker in i Rußland" erließ, erklärte Bessarabien feine Auto- IJhomie und wählte am 21. November 1917 eine Art BolksVertretung mit 138 Abgeordneten, den Sfatul Tzarii (Landesrats. Am 5. Januar 1918 rief dieser bereits das rumänische Heer gegen austtändische Banden, die von der russischen Front kamen,- zu Hilfe und proklamierte am 27. März 1918 feierlich *ie Vereinigung mit Rumänien. Einen ähnlichen Beschluß faßten die Deutschen Bessarabiens, die ein Jahrhundert früher dort angesiedelt worden waren, tuf einer Zusammenkunft in Tarutino.
Wie steht es nun mit der völkischen Zusammensetzung dieser Provinz? Es ist kein Wunder, daß 'n diesem ursprünglichen Durch zu gs-g-biet viele Voller ihre Spuren hinterlassen haben. Nach einer vom lästerlich-russischen Geographischen Institut 1855 her- cusgegebenen Arbeit machten 1834 die Rumänen in Seffarabien 86 v. H. der Gesamtbevätkerung aus. 'in einer statistischen Arbeit des russischen General- i-obes von 1862 mtrben die Moldauer als die „eigentlich Alteingesessenen" in B"fsarabien be-eichnet. 2urch ein Jahrhundert zaristischer Herrschaft ging s aturgemäß der rumänische Anteil an der Bevol- Isrung etwas zurück. Aber noch die vor dem Welt- erschien"nen ^üWffr’-n Ak^-n westm ein" ab- ! Mute rumänische Mehrheit für Bessarabien auf. In •Euer sowjetischen Arbeit von 1923 wird der Pro- Entsatz der Rumänen in Bessarabien mit 56 v. H. in gegeben, während die übrigen 44 v. H. sich auf 14 andere Nationalitäten verteilten. Die amtlichen Rumänischen Statistiken vom 1. Juli 1938 wiesen '5.2 v.H. Rumänen, 12.3 v. H. Russen. 11 v.H. I frainer, 7,2 o. H. Juden, 5,1 v. H. Bulgaren. 3.4 i i H Ga-wutzen lTnrkot<ckaren christlichen Bekenrtt- riffes), 2,8 v. H. Deutsche und 1,4 v.H. andere | -afiomÜTtäten aur.
Man sieht also, wie fadenscheinig die Begründung ? ö's sow'etischen Ultimatums vom 28. Juni 1940 ; rar, das die Rückgabe Bessarabiens erpreßte. Die . Argumente der Sowjets waren damals fast die ; 8 eichen wie früher die des zaristischen Jmperialis- r us. Damals hat Rumänien eingesehen, daß die stunde noch nicht reif war, zu den Waffen zu greifest und ist zähneknirschend der Gewalt geglichen. Es lokalisierte damit die sowjetische Expan-
„Euer Bekenntnis sei die Tat."
Reichsjugendführer Axmann an eine Million auf den Führer verpflichtete Jungen und Mädel.
Berlin, 28. März. (DNB.) In allen deustchen J Gauen fanden sich unsere Dierzehnjährigen am. Sonntag, dem Tag der Verpflichtung der Jugend,1 zu würdigen und festlich ausgestalteten Feier-, stunden zusammen. Heber eine Million Jungen und Mädel legten im Kreise ihrer Führer und Führerinnen, ihrer Eltern un> Verwandten, ihrer Lehrer und Lehrerinnen ein Gelöbnis zum Führer ab, erfüllt von dem Bewußtsein, daß diese Verpflichtung gerade in diesem Jahre des totalen Krieges für sie mehr denn je Opfer und Einsatz bedeutet. Die meisten von ihnen treten nun in das Berufsleben ein. Den Höhepunkt des Tages bildete die Reichsfeier im Deutschen Opernhaus in Berlin. Orgelklänge eröffneten die Feier. Die Ouvertüre zu „Euryanthe" von Weber, Worte Friedrichs des Großen unb Adolf Hitlers, gesprochen von Staats- schaufpieler Paul Hartmann und Ernst Borchert, ein Chorgesang sowie die Ouvertüre zu „Egmont" leiteten dann über zu der Ansprache des Reichs- jugendführers.
Reichsjugendführer Axmann forderte die Jungen und Mädel auf, in dieser Stunde, da sich vor ihnen weite und größere Aufgaben auftun, die Herzen in tiefer Dankbarkeit für jene Menschen schlagen zu lassen, die sie bisher mit ihrer Arbeit, ihren Mühen und Sorgen begleitet haben. Die Jugend habe den Tag der Verpflichtung richtig verstanden, wenn sie ihn als einen .Feiertag des Dankes für ihre Eltern empfinde, und diese Dankbarkeit durch Gehorsam und tätige Mithilfe beweste. In Dankbarkeit umschließe die verpflichtete Jugend auch die Lehrer und Lehrerinnen, die ihr in acht Jahren die Grundlagen des Wisiens oermittett haben. Diesen Tag begehen sie in der nationalsozialisttschen Ge- ' me'mschaft, die die Heimat dieser Jungen und Mädel sei und bis an das Ende ihres Lebens bleiben röerbe. Die Arbeit sei die erste Bestimmung des Menschen. Es fei entscheidend, daß die Jugend die Arbeit übernehme, zu der sie durch ihre natürlichen Anlagen berufen sei. Die richtige Wahl des Berufes bestimme nicht nur die Leistungskraft, sondern auch das Glück und den sozialen Frieden unseres Volkes. Alle Berufe feien für die Erhaltung des Volkes notwendig. Daher
besäßen sie auch alle die gleiche Ehre. Lediglich die Leistung unterscheide die Menschen, nach ihr allein werde gewertet. Das sei ein wahrhaft sozialistischer Staat, der sich von unten nach oben auf immer größer werdenden Leistungen aufbaue. Nicht zuletzt deswegen hätten unserem Volk, in dem die Arbeit regiere; jene feindlichen Mächte den Krieg erklärt, in denen das Geld regiere. Höchstleistung im Berus sei Dienst am Volk, im Kriege aber mitentscheidend für den Sieg.
In den zurückliegenden Jahren des Jungvolks und des Jungmädelbundes fei dieser Jugend die Kameradschaft zum Erlebnis geworden. Unter ihrem Gesetz werde auch das zukünftige Leben stehen, denn in der unverbrüchlichen Kameradschaft der Jugend von heute liege schon die Einheit und die alles bezwingende Kraft unseres Volkes von morgen. Der Reichsjugendführer forderte die Jungen und Mädel auf, ein gesundes Leben zu führen, ihre Freizeit vernünftig auszunützen, Leibesübungen und Sport zu treiben, denn die Zucht des Körpers stärke den Charakter und das Selbstvertrauen. „Als junge Deutsche und treue Söhne dieser Erde bejahen wir den Kampf und bekennen uns zu dem Goethewort: „Nur der verdient die Freiheit und das Leben, der täglich sie erobern muß." Es gibt keinen Kampf ohne persönlichen Einsatz. Deshalb sind wir ftels zum Opfer bereit. Alles Große in der Welt besteht durch die Treue. Deshalb seid treue Dknschen und verachtet die Ab- trümvaen. Meidet als Aktivisten die Phrase "nd das Schlagwort, denn Eure Sendung liegt im Können und Euer Bekenntnis sei die Tat." Seine Worte über die gewaltige Macht des Ideals und die Kraft eines begeisterungsfähigen Herzens schloß er mit der Erkenntnis Grillparzers: „Die Todesverachtung des Kriegers, die hingehende Treue des Bürgers, alles Große und Edle im L^ben hat dieselbe Quelle wie die Schöpfung des Dichters, des Malers, des Musikers — die Begeisterung — welche nichts anderes ist als das Selbstvergessen des Menschen gegenüber dem Ewigen, dem Rechten, dem Wasiren."
Der Reichsjugendführer schloß die Verpflichtung der,Vierzehnjährigen mit den Worten: „Seid gehorsam, nur gehorsame Menschen sind zum Be
fehlen berufen. Seid m u t<i g, denn die Freiheit unb das Himmelreich gewinnen keine» Halben. Heber- windet die Sucht des Schwatzens. In Eurer Verschwiegenheit liegt das Maß Eurer Selbstbeherrschung. Lobt die Beharrlichkeit, mit der Ihr alle Widerstände überwindet und bleibt bescheiden, denn die Bewährung des Lebens liegt noch vor Euch, erhaltet Euch für alle Zeiten die Natürlichkeit, denn sie' ist ein göttliches Geschenk. Verehrt unsere Helden und verneigt Euch in Ehrfurcht vor den " Gefallenen, denn ihnen danken wir das Leben. Brennt es in Eure Herzen ein: die Sendung unseres Lebens ist bas Reich! Dem Führer folgen wir mit gläubigem Vertrauen. Wir wollen chm danken mit der Treue unserer gefallenen Kameraden, in strengem Gehorsam, in Dankbarkeit und in Ehrfurcht. Ihm gehört unser Leben in Not unb Gefahr. Das geloben und das versprechen wir."
Auf die Ansprache des Reichsjugendführers folgte festliche Musik. Nächdem sich alle von den Plätzen erhoben hatten, sprachen die Jungen und Mädel die 'Worte der feierlichen Verpflichtung: ,^Jch verspreche, alle Zeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Fühxer und zu unserer Fahne."
Mit dem Lied „Nun laßt die Fahnen fliegen", der Führerehrung und dem gemeinsamen Gesang der Nationalhymnen fand die Feierstunde ihren Abschluß.
Hohe Auszeichnung für die Division ^Großdeutschlond^.
Berlin, 28.Wärz. (DNB.) Der Führer verlieh dem Kommandeur des Panzerregimenls „Groh- deulschland", Oberst Graf Slrachwih, die Schwerter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes des Eifernen Kreuzes und sandte an dem tapferen Truppenkommandeur nachstehendes Telegramm: „3m Ansehen 3hres immer bewährten Heldentums verleihe ich 3hnen als 27. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes«. Adolf Hitler."


