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195. Jahrgang Nr. 24

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Gietzener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberhessen

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2Ränner und Frauen, die in einem öffenf- lichrechtlichen Dien st Verhältnis (3. B. Beamten-, Beamkenanwärterverhältnis) stehen, sowie die zur Wehrmacht, zur Polizei und zum RAD. Einberufenen;

. Wänner und Frauen, die hauptberuflich selb­ständig im Gesundheitswesen tätig sind; Schüler und Schülerinnen, die eine öffentliche oder anerkannte private allgemeinbil­dende Schule (Mittel- oder höhere Schule) he- suchen; '

Geistliche;

> Anstallspfleglinge, die erwerbsunfähig sind;

. Ausländer (jedoch nicht Staatenlose).

von der Meldung befreit sind werdende

ratend zur Seite. Bei den meldepflichtigen selb­ständigen Berufstätigen werden die Ar­beitsämter ebenfalls sorgfältig prüfen, wieweit diese durch ihre bisherige Berufstätigkeit bereits f ü r kriegswichtige oder lebenswichtige Aufgaben im Interesse der Zivilbevölkerung voll eingesetzt sind. Zur Beurteilung dieser Frage werden die Arbeitsämter in Zweifelsfällen sicy der sachkundigen Beratung durch Vertreter der ein- schlägigen Wirtschaftszweige bedienen.

Die von den Arbeitsämtern für e i ns a tz f ä h i g befundenen Kräfte werden von ihnen nur in dem Umfang eingesetzt werden, in dem ein dringen- der Bedarf für Aufgaben der Reichsverteidi- guna anerkannt wird. Für die Reihenfolge, in der die Gemeldeten eingesetzt werden, sind ihre Eignung und ihre Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben sowie die Art ihrer bisherigen Bindungen bestimmend. Danach kommt eine Ehefrau mit einem Kind über sechs Jahre bei gleicher beruflicher Eignung im all­gemeinen erst dann für den Arbeitseinsatz in Be­tracht, wenn einsatzfähige kinderlose Ehefrauen überhaupt nicht mehr vorhanden sind.

Die Arbeitsämter werden die für arbeitseinsatz- fähig befundenen gemeldeten Kräfte nach ein- gehender Arbeitsberatung einsetzen, Hier- bei haben die Gemeldeten Gelegenheit, persön­liche Wünsche über die Art ihres Einsatzes vor­zubringen. Für die Vorbereitung dieses Arbeits­beratung können daher die Meldepflichtigen bereits auf dem Formblatt erklären, für welche Beschäfti­gung sie sich besonders befähigt halten und zur Ver­fügung stellen. Berechtigten Wünschen soll soweit wie möglich Rechnung getragen werden.

Die Meldepflichtigen haben sich zu melden, sobald sie von dem für ihren Wohnort zuständigen Ar­beitsamt hierzu auf gerufen sind. Die Aufrufe werden in der Presse oder in sonst ortsüblicher Weise bekanntgegeben. Die Meldung hat auf einem Formblatt zu erfolgen, das beim Ar­beitsamt und den sonst im Aufruf genannten Dienststellen erhältlich ist.

Berlin, 28.3enuar. (DRV.) Dir kämpfen in diesem uns von unseren Feinden aufgezwungenen Kriege für die Erhaltung unseres Lebens und für die Freiheit und Sicherheit unserer Ration. Die deutschen Danner und Frauen müssen in diesem weltumspannenden Ringen ihre Kräfte aus- schließlich der kämpfenden und arbei- lenden Volksgemeinschaft zur Verfügung stellen und sie auf das Ziel dieses Krieges, die schnellstmögliche Erringung des Endsieges, aus- richken.

Um diese Aktion unseres Lebens- und Sieges- willens zur höchstmöglichen Entfaltung zu bringen, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeits­einsatz, Gauleiter und Reichsstatthaller Saucket, auf Grund besonderer Ermächtigung durch den Zührer die Verordnung über die Mel­dung von Männern und Frauen für Unfgaben der Reichsverteidigung vom 11. Januar 1943, RGBl. 1, Rr. 10, erlassen. Danach haben sich grundsätzlich alle Männer vom 16. bisb 5. Lebensjahr und alleFrauenvom 1 7. bis zum 45. Lebensjahr, die im Reichs­gebiet wohnen, bei dem für ihren Wohnort zustän­digen Arbeitsamt zu melden, sobald sie hierzu vom Arbeitsamt durch öffentliche Bekannlmachun- xen, durch Presse oder Anschlag bzw. durch schrift­lichen Bescheid aufgerufen werden.

Von der Meldung befreit sind:

1. Männer und Frauen, die am 1.1.43 minbe- siens 48 Stunden wöchentlich be­schäftigt waren;

L. selbständige Berufstätige, die an diesem Stichtag mehr als fünf Gefolg- fchaftsmitglleder beschäftigt haben;

5. Männer und Frauen, die in der Landwirt­schaft voll tätig sind;

Jede Arbeitskraft der Heimat für den Sieg der Front.

Meldepflicht arbeitseinsatzfähiger Männer und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung

Mütter sowie Frauen mit einem noch nicht schulpflichtigen Kind oder mindestens zwei Kindern unter 14 Jahren, die im gemeinsamen haushalt leben.

Znr Meldung werden diejenigen Personen nicht aufgerufen, die bereits auf Grund der Verordnung über den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte für d i e Ernährungssicherung des deutschen Volkes vom 7. März 1942, RGBl. 1, S. 105, ersaht sind.

Es wird durch nähere Prüfung festgestellt werden, wie weit die Gemeldeten zu Aufgaben der Reichs- verteidigung herangezogen werden können. Die Arbeitsämter werden durch bewährte, für diese Aufgaben besonders geschulte Fachkräfte in jedem Einzelfall sorgfällig prüfen, ob und inwieweit die Gemeldeten unter Berücksichtigung ihrer per­sönlichen Verhältnisse, insbesondere ihrer -bisherigen Bindungen für den Kriegseinsatz verfügbar sind. Bei Frauen erstreckt sich diese Prüfung besonders daraus, wieweit sie durch ihre Pflichten als Hausfrau und Mutter in Anspruch genom­men sind, hierfür stehen den Arbeitsämtern be­währte Frauen aus der sozialen Frauenarbeit be-

Ungebrochener Widerstand der Verteidiger von Stalingrad.

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im blutroten Schnee die brennenden Panzer wie mit Bomben zu belegen, scheiterte an der Jagd- und

Granatwerfern aller Kaliber, selbst mit Artillerie

Der Wehrmachtbericht

btf'annt:

Nianytsch-Don-Winkel von letzten Resten

Lin Versuch des Feindes, am Tage unter dem

Strojefs starke Verluste an Menschen und Mate-

Was leistest du für -en Sieg?

Feindes sind auhergewöhnlich hoch.

In der Schlacht am Ladogasee erneuerte der

Berlin, 21.Jan. (DNB.) Der Heldenkampf von ktSlingrad dauert an. Zäh in die Trümmer der ftabt und in das Gewirr aus zusammengeschlage-

riesige Fackeln. Schon über 1000 sind es, die der Feind im Raum von Stalingrad bei den Angriffen und Abwehrkämpfen der letzten Monate verlor.

Jedes Mittel ist den Bolschewisten recht, um die Verteidiger niederzuringen. Sowjetstoßtrupps grei­fen nachts in deutscher Uniform an. Nicht nur mit

Generaloberst Busch. (Scherl-Archiv-M.)

Mit tem E chenlaub ausgezeichnet.

Berlin, 28. Jan. (DRB.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes dem Hauptmann Willy Riedel. Bataillons- kommandeur in einem Grenadier-Regiment, als 186. und dem Hauptmann Gustav p r e h l e r, Gruppen­kommandeur in einem Sturzkampfgeschwader als 188. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eiserne» Kreuzes.

Hauptmann Riedel wehrte südlich von Stalingrad einen drohenden Durchbruch starker feindlicher Kräfte ab, dabei bildete er obwohl zweimal verwundet einen Stoßtrupp und warf die bereits bis zu seinem Gefechtsstand vorgedrunge­nen Bolschewisten in schneidigem Gegenstoß zurück, wofür er das Ritterkreuz erhielt. Im gleichen Ab-

trupptätigkeit.

Der Hafen von A lg i e r wurde von der Luftwaffe

tifll zu. ...

Jm mittleren Frontabschnitt nur ort- iche Kampfhandlungen.

j Südöstlich des Ilmensees toaten bxe am K Rovember vom Feind mit zahlenmäßig über-

Flakabwehr. Acht viermotorige Bomber und ein weiteres feindliches Flugzeug wurden durch Jäger und Marine-Flakartillerie abgeschossen. Bei nächt- lichen Luftangriffen auf westdeutsches Gebiet hatte die Bevölkerung Verluste. An öffentlichen Gebäuden, Kulturstätten und Krankenhäusern sowie in Wohn­vierteln entstanden Brandschäden. Bei diesen An­griffen wurden sechs Bombenflugzeuge abgeschossen.

Deutsche Unterseeboote versenkten, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, im Mit­te l m e e r und im Rordmeer aus kleinen, stark gesicherten Rachschubgeleitzügen sechs Schiffe mit 28 000 VRT.

Im Seeraum des Atlantik vernichteten sie trotz einer außergewöhnlichen Folge schwerster Stürme zwischen Grönland und dem Aequa- l 0 r weitere zehn S ch i f f e mit 75 000 VRT. Da- , mit verlor der Gegner wiederum 16 Schiffe mit 103 000 VRT.

siheiterten. . v w .

3m Steppengebiet südlich des Manutsch

BJtB Mus dem ^übrerh-uplquarli-r? solglos. Unter Führung des Generalobersten Sulch !! ?an Dos Oberkommando der Wehrmacht gib, haben Truppen des Heere, im Zusammenwirken . Jan. Das D mt( verbänden der Luftwaffe unter schwierigsten

An°'den Brennpunkten der Abwehrschlacht im Sarnpfbedingungen bei eisigem Frost und Schnee- Stten batten uniere Armeen unter schwersten treiben den Ansturm der Bolschewisten IN harten. älnL nnd wet.^beding^ngen dem Druck des wechseluollen Kampsen abgeschlagen und üb-rall ihre » . ?' ., ffrinh Stellungen behauptet. Die letzten Kampfe dieser 2lb-

j mdes unerschu l ch st d widerstand 1 wehrschlacht führten zur Vernichtung einer einge-

ier Verteidiger Lngebroch-n Anstürmlder Sowjet-, schlossen-- südlichen Kraftegruppe. Sei. dem 28 7lo- Men die West- und Südsron, brachen unter vcmber wurden 515 Panzer abgeschossen. »weren vlrlu en für den F-md zusammen. zahlreiche Gefangene und Beute an fchwer.n nnd Starke non SMacktilicqnn und panzern unter- leichten Znsontcriewaffen sowie sonstiges Kriegs- L « d» S°w-t?.m Westkaukasus material eingebracht. Die blutigen vertnst. des ji link fltifceraemohnluh hoch.

Deutscher Adwehrersolg südöstlich des Ilmensees tegenen Kräften an Menschen und Material begon­nenen starken Angriffe bisher für den Gegner er-

nm Eisen- und Betonkonstruktionen der ehemaligen toten Wassenschmi->den verbissen, haben die Ber- didiger alle Angriffe blutig abgewiesen. Eine pau- nlvse Feuerglocke der feindlichen Artillerie aller aliber und der sowjetischen Luftwaffe liegt über ------------- ---- --------- .......- ---------

m tapferen Männern. Zwischen den noch stehenden I schießen die Bolschewisten auf joden einzelnen beut- chornsteinen verbrannter Häuser hindurch wälzen | schen Soldaten, der sich bei Tage blicken läßt. Don h Panz-r Im Gewirr verkohlter Balken schieben > überall her wird bei den Sowjets Ersatz zusammen- ch Schützen - vor. Maschinengewehrgarben fegen gekratzt, um die riesigen Verluste auszusüllen. Ne° 3r ihnen her Bon neuem saßt der Feind alleren bisher noch aufgesparten Einheiten werden anurmittel zusammen. Doch unsere todesmutigen Irisch aufgestellte Verbände aus 17jahrigen, bunt ämpfer halten aus in dieser Hölle, ungebrochen, gemischt mit noch nicht wieder ausgehcilten Ver- ib hart Kaum gehorchen die froftftarren Glieder. mundeten und Soldaten, die bisher nur m ruck- un Willen. Wenn der Bolschewist aber angreift, märtigem Gebiet Verwendung fanden, von den minqen ihn Feuerstoß und blanke Waffe zu Boden, sowjetischen Panzern gegen bre .deutschen Maschi- ie sind unsere Grenadiere den feindlichen Schützen- nengewehre oorge rieben. Sor^etische Ges-mgene raffen unterlegen, die nur kommen, wenn die rol- entstammten fowsetlfchen Nachfchuboerbanden, die !Nde Wand der stählernen Panzer sie vorwärts- noch nie mfanteristisch emgesetzt gewesen waren und te:bt Für sie haben, sich die Kanckniere ihre Gra- denen ihre Kommissare erzählt hatten die Deut- ihm und die Grenadiere ihre Minen aufgespart, schen seien nicht mehr Widerstands fähig und, sie kchlao um Schlag haut es zwischen die Ketten der j brauchten nur- durchzumarschleren. Die leichte Flak ktahlkolosle Mooen deren Kanonen rasen, der westlich Stalingrad wird von bolschewistischen hörn« nirht nach bis der Frauen bedient, die Derterdlger sehen mit bloßem j Ser brenntftürm n Kameraden, ob Ange unifornnerte Frauen m den Artillmeft-llu--- k:neral, Offizier oder Mann, nach. Sie schießen und gen und bei den sowfet,schen Nachschubdiensten blagen, stürzen und stehen mit keuchenden Lungen. Dienst tun. __

l ieber ist der Ansturm abgeschlagen, wieder liegen!

»iestn vanwrkrafte heftige feindtiche Angriff- ab. Feind feine Panzer- und ünsanlerieangriffe auf U Stab einer sowjetischen Schützendivision wurde breiter Front. Er wurde wie in den Vortagen blutig Ikanaen watoiiiicrte Einheiten fäubertcn den abgewiesen und verlor dabei 19 Panzer.

inket von letzten Resten In Rordafrika beiderlei-- lebhaft. Späh-

Fcindes. .«

^en^n'^nferminderfer^Stütte"-" Ra°ch Abwehr erneut 'schwer getroffen. Ein Handelsschiff und ein itzer"llmiottunasuerfuckw geh. die Truppe befehl--B-trieb-stofslager geriete- in Brand. Deutsche Jäger ib« nrae uerkürzte Linie'zersprengten im tun-IlIch.lIbyf ch°° Grenz.

S6 StöÄr-verbände der Lustwassc griffen in gebiet einen britischen- Jaadverband und schossen il- Hn bnb fügten den angreisenden ohne eigene Verluste fünf feindliche Flugzeuge ab.

Ii Erdkampfe ein und fugten oen °ng , , cm raaE unter dem

. , _ schnitt brachen die Bolschewisten Ende November

Schuh bet Wolkendecke Ziele an der Deutschen Ducht nördlich ein. Da sie sofort weitere Kräfte nach-

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Dein guter Witte!

Wir sehen nicht zurück, wir sehen nur vorwärts! Ganz gewiß brennt in jedem deutschen Herzen die Wunde von Stalingrad, die uns allen geschlagen ist. Gerade energische Menschen halten sich aber nicht mit Grübeleien und schon gar nicht mit Re­densarten auf. Sie gehen an d i e Arbeit. Des­halb sind es ja ... energische Menschen. Es ist Not am Mann und ... ander Frau. Die Arbeits­meldepflicht ist ein Signalsckuß. Sie ist auch ein Startschuß. Sie ist ein einschneidender, aber nicht abschließender Schritt zur totalen Mobil­machung.

Der Wille zum Siea ist der gute Wille jedes einzelnen. Auf diesen guten Willen kommt es zu allererst an. Er macht alles leicht. Er hilft siegen. Wer den guten Willen nicht hat, ist für feine Person ein Dummkopf. Im Hinblick auf die so viel schwereren Opfer der Front ein Schweinehund, und damit eine Ausnahme, mit der wir uns nicht lange aufhalten wollen. Das deutsche Volk ist in der Welt berühmt wegen seiner Arbeits­freude. Wir werden deswegen nicht nur bewundert, sondern auch gefürchtet. Es gibt viele Menschen auf diesem Erdball, die sich das Leben nur schon vor­stellen können, wenn sie möglichst wenig arbeiten. Das war niemals die Art des deutschen Volkes. Denn Müßiggänger waren niemals ein Gegenstand der Bewunderung, niemals Lieblinge eines beifall­lustigen Publikums.

Der Unterschied, der die Zukunft von der Ver­gangenheit trennt, ist kein Unterschieb bes Prinzivs ober unserer menschlichen Eigenart: er ist nur ein Unterschied indem Maß. In dem Maß un» seres guten Wittens, der die Kräfte beflügelt, die Müdigkeit überwindet, die Hemmungen beiseite- schibt. Der gute Wille kann wunderbar viel. Der- langen wir nicht von unseren Kindern den guten Witten? Ist nicht jeder von uns hilfsbereit, wenn er den anderen gutwillig sieht? Wir strafen faule Kinder. Wir helfen gutwilligen Kindern. Jeder Vater, jede Mutter fmnt diesen Unterscküed.

Wo wir guten Willen sehen, ist der Kreis der Helfer immer groß. Es gibt Männer, die nicht das rechte Zeug zum Soldaten haben, denenbeim Mi­litär" manches ober vieles schwer fällt, bis bas Sorgenkind der Kompaniemutter sind. Mönche, viele diesernicht geborenen" Soldaten haben ange­nehm überrascht, wenn es auf hie Kin^e qina. De m sie hatten den guten Willen. In der Kameradschaft diesem Gegenstück bes guten Willens wuchsen sie über ihre unmilitärische Eigenart hinaus.

Ein gutes altes beutsches Sprichwort sagt:Aller Anfang ist schwer." Das haben gerade die bedeu­tendsten Männer zu fühlen bekommen. Denn wer es im Leben zu etwas brachte, mußte nicht nur die Hemmungen der Außenwelt, sondern die Hem­mungen im eignen Inneren besiegen. So mancher meisterliche Handwerker hat viele Stunden in der Werkstatt, über Zeichnungen oder über Büchern verbracht, obwohl es ihn auch hinauszog: je nach dem Temperament auf den Tanzboden ober in den Wald ober in bos Theater ober in den Kintop. Und wir sehen im Geist manche stolze Bäuerin auf­treten, der jeder Besucher den Inbegriff der Schlüsielgewalt" ansieht. Sie geht ruhig und ge­messen durch den Stall, über den Hof, zwischen den Gartenbeeten, und auch sie hat verzichten und ar­beiten müssen, um so stolz gehen zu können. Wer aber wollte, Mann ober Frau, nicht stolz fein in einer Zeit, in der die Maßstäbe groß sind? Wer wollte, Monn ober Frau, sich selbst eing-estehen, daß er ein Versager gewesen ist? Wer will, Mann oder Frau, nicht seinen Kindern erzählen, daß er sein Scherflein zum Siege beigesteuert hat?! Dr. Ho.

schoben, char die Situation äußerst gespannt. Haupt­mann Riedel stürmte in rasendem feindlichen Feuer seinen Soldaten über ein zwei Kilometer breites deckungsloses Gelände voran. In erbittertem Nah­kampf nahm er ein Widerstandsnest nach dem an­dern und schloß dadurch die entstandene Lücke. Hauptmann Riedel, 1909 als Sohn eines Elektro­meisters in Liegnitz geboren, trat nach Erlernung bes Tischlerhandwerks 1929 als Polizeianwärter in die Polizeischule Frankenstein ein. 1935 wurde er als Polizeioberwachtmeister in bas Grenadier-Regi­ment 34 übernommen. Im Februar 1940 wurde er Leutnant und gleichzeitig als Oberleutnant in bas aktive Offizierkorps einaeftelU.

Als Sohn eines Schiffsoffiziers ist Hauptmann Gustav P r e ß l e r 1912 in Hamburg geboren. Mit dem Reifezeugnis der Oberrealschule Eppendorf trat er 1932 bei der Schutzpolizei ein, wurde 1935 in die Luftwaffe übernommen und im gleichen Jahr Offizier. 1937 kam er zum Sturzkampfqeschwaber Jmmelmann. Als vorbildlicher Sturzkampfflieger er­zielte er im persönlichen Einsatz und als Verbands- führer große Erfolge. In den schweren Abwehr­kämpfen an der Ostfront im Winter 1941/42 ver­diente er sich bas Ritterkreuz.

Dom Sinn des Kneqes.

Hat der Krieg einen Sinn? Mancher wird sagen, daß er keinen Sinn darin finden kann. Aber es hak doch Kriege gegeben, folange die Welt besteht. Also muß der Krieg doch wohl einen Sinn haben. Wir wollen uns darüber nicht ins Philosophieren ver­lieren. sondern festhalten, iaß wir diesen Krieg füh­ren, weil wir um unser Sein, um unsere Zukunft, um unsere Freiheit kämpfen. Sie werd-;n uns streitig gemacht von einer Welt, der wir als Sklaven dienen sollen. Am so deutlicher verstehen wir heute, was der Sinn dieses Krieges ist: Sieg oder Untergang. Also Sieg! Dena die andern siegten, hätte weder Krieg noch Leben für uns einen Sina. Also mutz dieser Krieg mit unserem Sieg enden. Blicken wir nach Stalingrad, dann wissen wir, was wir dabei zu tun haben: Das Letzte hergeben an Kraft, Willen und Leistung. Der Sieg ist ohne den härtesten Leistungswillen der Heimat nicht mögllch. Das ist der Sinn dieses Krieges für jeden einzelnen von uns. «-1L