Erhaltung der Schlagkraft der Feuerwehren
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Hier sehen Sie einen Unglücks fall, wie er unter normalen Verhältnissen nur selten vorkomm-t. Keine gute Hausfrau wird — auch wenn sie eilig ist — beim Abtrocknen mit der Nadelspitze in das Wische tuch stechen. Und wenn es früher wirklich mal passierte, war es nicht so schlimm, denü unbrauchbar gewordene Wischtücher ließen sich ersetzen.
Heute im Kriege ist das anders. Die Hausfrau muß mit ihrem Aufwasch rascher fertig werden als
Da wird es von allen Speiseresten gesäubert, dis vom Aufwaschwasser noch dranhängen. Es ist genug, wenn Sie sich einmal die Arbeit mit dem Aufwaschen machen. Warum wollen Sie noch ein zweites Mal später den Speiseschmutz aus den Wischtüchern waschen? Wissen Sie auch, daß viele Haus« frauen überhaupt keine Wischtücher brauchen, weil sie das gründlich gesäuberte, Geschirr an der Lust trocknen? Vielleicht kommen wir überhaupt mit der Hälfte der Kstchenwäsche aus. Denken wir nur daran, wie oft man in Gedanken»die fettigen oben leicht angeschmutzten Hände einfach am Küchen«
sonst. Da müssen die Kinder beim Abtrocknen Helsen. Die ungeübten Kinderhände stechen dann manchmal die Gabelzinken in das Wischtuch — oft bleibt das Wischtuch auch dort hängen, wo die Glasur an Geschirr oder Töpfen abgesprungen ist. Oder das Geschirr ist noch nicht richtig sauber und wird nun einfach am Tuch abgeputzt. Die Wischtücher sind dann schmutziger als sonst — bis eines Tages die Haus* frau staunt: So viel Wischtücher habe ich doch im Frieden gar nicht verbraucht!
Hier ein Weg, wie Sie mit der Halste der Wischtücher aus kommen: Spülen Sie jedes Geschirr vor dem Abtrocknen noch einmal kurz m heißem Wasser!
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pflichtung schließt die zusätzliche Heranziehung zum Feuerwehrdienst im Rahmen des kurzfristigen Notdienstes nicht aus.
Falls aus bestehenden Feuerwehrscharen der Hitler-Jugend oder aus den Ergänzungskräften der Hitler-Jugend Abgänge eintreten' oder zu erwarten sind, ist so rechtzeitig von dem Standortführer der Hitler-Jugend Ersatz anzufordern, daß diese Ersatzkräfte schon ausgebiDet sind, bevor die Abgänge wirksam werden.
In Kleinstgemeinden, wo die Zahl der verfügbaren männlichen Kräfte zur Auffüllung der Feuerwehren nicht mehr ausreichen sollte oder mutmaßlich in den nächsten drei Monaten soweit absinkt, sind schon jetzt Frauen im Rahmen des kurzfristigen Notdienstes ab 1.4.1943 für den Feuerwehrüienst zu verpflichten. .
Unter allen Umständen muß zum Zweck einer wirksamen Brandbekämpfung die Schlagkraft der Feuerwehren gesichert bleiben.
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Nach kurzer Krankheit hat es dem Herrn über Leben und Tod gefallen, unser liebes, unvergeßliches, jüngstes Söhnchen, mein gutes
Brüderchen Bernd
im Alter von 1% Jahren zu sich in sein ewiges Reich zu nehmen.
In tiefem Schmerz:
Gottfried Brücke! und Frau Lina, geb. Simmermacher; Kind Harald, hebst allen Angehörigen.
Watzenborn- Steipberg, den 21. März 1943.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. März, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Grü- ninger Straße 20, aus statt. oiass
Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht,daß mein herzensguterMann, mein treusorgender Vater und mein geliebter Sohn
Heinrich Amend
Gefreiter in einem Landesschützen-BatL im Alter von. 34 Jahren am 1. März 1943 in treuer Pflichterfüllung im Osten den Heldentod fand. Unvergessen von seinen Lieben ruht er fern der Heimat.
In tiefer Trauer: Frau Erna Amend, geb. Stroh, und Sohn Wilfried; Heinrich Philipp Amend Wwe., nebst allen Angehörigen.
Wißmar und Treis a. d. Lda., 22. März 1943.
Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 28. März, um 15% Uhr statt.
01859
Dereinsführer die Pflanzung von Sellerie, Rhabarber und Schwarzwurzeln. Im letzten Teil seiner Abhandlungen sprach er über den Anbau von Gemüse. Hierbei müßten der Sortenauswahl und der richtigen Einteilung der Böden besondere Augenmerke gewidmet sein.
Die Ausführungen des Redners erfuhren ente Ergänzung durch Fragenstellung der Zuhörer und deren Beantwortung durch den Vortragenden.
Wildgemüse im Frühling.
Unseren gesunden Appetit auf „frisches Grün" können wir im Frühling zum Teil durch Genuß von Wilügemüse stillen. Es ist nicht nur reich an wertvollen Schutz- und Wirkstoffen sowie Mineralsalzen, die unser Körper gerade im Frühling braucht, sondern schmeckt auch ausgezeichnet. Uebrigens ist die Verwendung von Wildgemüse keine Erfindung der Neuzeit; der Genuß von Wildgemüse war früher weit verbreitet, er ist nur leider heute vielfach in Vergessenheit geraten. . Da das 'Wildgemüse fast überall in der Nähe von Wohnstätten zu finden ist, so kann es mühelos auf Spaziergängen — selbstverständlich ohne Schädigung fremden Eigentums — gesammelt werden. Drennessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Rapünzchen, Vogelmiere, Schwarzwurz (Wildwurz) usw. werden bereits im Frühling geerntet. Einzeln oder gemischt bereitet man daraus Suppen, Gemüsebeilagen, Füllungen für Klöße, Bratlinge usw. Brennesseln, Löwenzahn, Sauerampfer, Vogelmiere, Rapünzchen kann man wie Spinat verarbeiten. Von Drennesselpflanzen pflückt man nur die jungen Triebspitzen ab. Beim Löwenzahn schneidet man die Grundrosetten an der Erde ab und entfernt von den Blättern etwaige harte Blattspitzen. Bei Sauerampfer verwendet man die Blätter, bei Rapünzchen die Dlattrosetten, bei Vogel' miere das ganze Kraut ohne Wurzeln und dicke Stiele. Die Sprossen von Schwarzwurz werden wie Spinat zubereitet. Die meisten Wildgemüsesorten lassen sich auch zu stischem Salat verarbeiten. Wer sich erst einmal an den manchmal etwas herben, dabei aber kräftig-würzigen Geschmack von Wildqemüse gewöhnt hat, wird es nicht mehr in seinem Speisezettel entbehren wollen.
Wo ist eilt kleines Mädchen verschwunden?
Alle pollzeidieuMellen nehmen Mtieilungen entgegen.
Am 10. Februar gegen 19 Uhr wurde auf einem Kinderspielplatz in Berlin-Johannisthal ein zwei bis drei Jahre altes Mädchen unbeaufsichtigt aufgefunden, über dessen Eltern bisher nichts in Erfahrung gebracht werden konnte. Die Kriminalpolizei vermutet, daß die Kleine, die ein dialektfreies Hochdeutsch spricht, ihren Namen aber nicht anzugeben vermag, von außerhalb nach Berlin gebracht worden ist. Das Kind befindet sich in einem gutgenähr-
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Heute Montag Wiederaufführung
Marika Rökk
Johannes Seesters Rudi Bodden f * Mady Rah! Hallo Janine Musik: Peter Kreuder.
„Hallo Janine“ ist der schönste, bezauberndste und temperamentvollste Film, der je mit und um Marika Rökk gedreht wurde.
Wochenschau - Kulturfilm
rotkmannS gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden;
deshalb nie in das Tränkewasser geben^ondem stets unter das Futter mischen.
Dwibendenabschlagen absieht, die rme bet zer Aktienbrauerei — voll vom Stopkurs abgesetzt werden. Auch bei den früheren Einhettswerten ist die Situation unverändert. Odenwälder Hartstem- industrie kamen einmal bei Umsatz mit 108,50 um 1,5 v.H. niedriger zur Wiedernotierung. .
Am Rentenmarkt konzentrieren sich,die Net* nen Umsätze weiterhin fast ausschließlich aus Reichs- werte ohne erwähnenswerte Veränderungen. Steuer- gutfcheine I wurden mit 101,2-5 unverändert genannt, Kommunalumschuldung waren wegen Ziehung einige Tage ohne Kurs, Reichsaltbesitz schwankten um Prozentbruchteile. Auch Jndustrieobligatio- nen sind wenig verändert. In Stadtanleihen gmgen Pirmasenser zu unv. 102 um.
Der Aktienfreiverkehr leidet ebenfalls unter großer Materialknappheit, so daß vereinzelt, wie bei Rastatter Waggon, der Geldkurs etwas heraufgesetzt würde. Gegen Wochenschluß nannte man Zellstoffaktien etwas leichter. — Tagesgeld unverändert 1,75 v. H.
Kunst und Wissenschaft.
Auskehr des Häßlichen — Heimkehr zum Schöne«.
Eine Ausstellung des Westfälischen Hei« m a t b u n d e s, die den vorstehenden Titel tragt, wird im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm gezeigt. Es ist eine Photo-Ausstellung, die die Pflege des Heimat- und L a n d s ch a f t s b l l d e s erstrebt und den Nachweis führt, daß in baulicher Hinsicht tets das schön ist, was bodenständig aus der Eigenart der Landschaft und ihrer Menschen gewachsen ist. Unter Aufwendung auch nur geringer Mittel ist es möglich, das Gesicht der Landschaft auf ihre Eigenart zurückzuführen. Voraussetzung ist eine anstadlge Bauqesinnung und Vermeidung jeder Verschandelung durch häßliche Reklame. Die Ausstellung gibt den Besuchern wertvolle Anregungen.
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ten, gepflegten Zustand, ist 85 Zentimeter groß, hat ovale Kopfform, blondes, glattes Haar (Pagenschnitt), blaue Augen und an der Innenseite des linken Oberschenkels einen stecknadelgroßen Leberfleck. Es trug eine braungeränderte,' weiße Strickmütze, einen selbstgeschneiderten, fischgrÄengemufterten Mantel, ein blaues Röckchen, ebensolchen Pullover mit zwei roten Querstreifen, beigefarbene Strümpfe und hohe dunkelbraune Schnürschuhe. Die Kleine ist weder menschen- noch tierscheu, woraus geschlossen «erden kann, daß sie bisher nicht in Abgeschlossenheit gelebt hat. Demnach müßte ihr Verschwin- den ihrer bisherigen Umgebung aufgefallen sein. Angaben darüber, wo seit dem 10. Februar d. I. ein solches Kind vermißt wird und wer Eltern — vielleicht auch eine uneheliche Mutter — kennt, die ihres Kindes überdrüssig waren, sowie sonstige sachdienliche Mitteilungen, die zur Aufklärung des rätselhaften Falles führen können, nehmen alle deutschen Polizeidienftstellen entgegen. Auf Wunsch werden alle Angaben streng vertraulich behandelt.
Verdunkelungszelt:
22. März von 19.37 bis 5.50 Uhr.
Landkreis Gießen.
<£ Lollar, 21. März. Am Samstagabend hielt der Obst- und Gartenbauverein m der „Germania" seine Generalversammlung ab. Der zahlreiche Besuch ließ erkennen, welch großes Interesse die Mitglieder an der Obft- und Gartenbewirt- schastung haben. Vereinsführer Wilhelm Schmul- b a ch begrüßte besonders den Gerne indefetretär Gengnagel als Vertreter der Gemeinde Lollar und die neu eingetretenen Mitglieder. Er gedachte dann der Opfer des jetzigen Krieges sowie der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in der üblichen Weise geehrt wurden. Hierauf gab er den Geschäftsbericht bekannt. Alsdann trug Karl Seitz den Kassenbericht vor, der einen günstigen Abschluß erkennen ließ. Dem Kassenwart und Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb in seiner seitherigen Zusammensetzung bestehen. Anschließend kam eine Anzahl Hochstämme und Sträucher zur Verlosung.
Bon der Börse.
Aktienmärkte fast umsatzlos.
Frankfurt a. M., 19. März. An den Aktienmärkten ergab sich eine weitere Umsatzschrumpfung, so daß selbst bei Standardpapieren, wie JG.-Farben und Stahlverein, nur noch reine Geldkurse notiert werden konnten, da der Nach- stage keinerlei Material geaenüb erstand. Es sind nunmehr Bestrebungen im Gange, daß aus den Dispositionsfonds auch an die Provinzbörsen Material in kleinem Umfange abgegeben wird, zumal das Arbitra-gegefchäft in Aktien so gut wie völlig unterbunden ist. Kursmäßig ergaben sich kaum irgendwelche Veränderungen, wenn man von den
Der Reichsführer jf und Chef der Deutschen Polizei weist in einem Erlaß darauf hin, daß die Heranziehung von Kräften aus der freien Wirtschaft für den Einsatz in kriegswichtigen Betrieben zwangsläufig Personalabgänge in den Feuerwehren zur Folge haben wird. Den Ortspolizeioerwaltern wird es daher zur Pflicht gemacht, dauernd für die rechtzeitige Auffüllung der Feuerwehren zu sorgen.
Auf keinen Fall dürfen Feuerwehrmänner, Die ausgebildet find oder sich in der Ausbildung befinden, infolge Wechsel ihres Arbeits- oder Aufenthaltsortes der Gesamtorganisation der Feuerwehr entgehen. Aendert ein Feuerwehrmann seinen Wohnöder Arbeitsort, so hat der Wehrführer dies umgehend schriftlich dem Ortspolizeiverwalter zu melden. Dieser benachrichtigt dann den Ortspolizeiverwalter des neuen Wohn- oder Aufenthaltsortes, damit der betr. Feuerwehrmffnn von der dafür zuständigen Behörde zum kurzfristigen Notdienst in der Feuerwehr herangszogen wird. Eine Dienstver-
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Drehbuch: Hubert Marischka Musik: Franz Grothe
Herstellungsgruppe: F.W. Gaik Spielleitung: Hubert Marischka
Ein heiterer Konflikt der Herzen, der mit einer männlichen Verschwörung u. mit viel weiblicher Klugheit amüsant gelöst wird.
Kulturfilm — Wochenschau
Heute Montag Erstaufführung
Lichtspielhaus
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| Kaofgesuche |
Kamerad Schmidt, unter den Gasten. Nach dem Kaffee erfreute eine Dortragsfolge „Die bunte Palette". Dorothea Matwell zeigte verschiedene Tänze und brachte frohe Vorträge. Im Reiche der Magie wirkte verblüffend Messelli, der besonders mit seinen Kartenkunststücken stark interessierte. Die zwei Bo- lestas als Tanz-Exzentrik-Parodistinnen hatten 1 guten Erfolg. Die Kunstpfeiferin Lore Storm brachte die verschiedensten Melodien zu Gehör. Die Ansage hatte Emil Schäfer, der für Humor und Stimmung ; sorgte. Die Begleitung am Flügel hatte Edith Lehner übernommen. Reicher Beifall dankte für die schönen Stunden der Erholung.
In drei Lazaretten zeigte Lehrer Appelmann im Auftrage der Kreisbildstelle verschiedene Filme über ,Holzy)irtschaft". Das Fällen des Holzes, der Transport und die Verarbeitung wurden in lehrreicher Form gebracht. — Die Kulturelle Vereinigung hatte zu der Dortraasveranstaltung „Von Sonnen und Atomen", Lichtbildervortrag von Robert Henseling, in der Aula Verwundete eingeladen. — Der NSRL. Marburg-Kassel führte hier seine Leistungs- abnahme für die deutsche Meisterschaft im Gewichtheben durch und hatte hierzu Verwundete als Gäste. — Verwundete waren zu den verschiedenen Vorstellungen des Theaters der Universitätsstadt Gießen eingeladen. Auch bei dem Theaterabend -er HI., Bann 116, „Fresko" waren Verwundete zu Gast. An der gestrigen Heldengedentfeier am 116er- Denkmal nahm eine größere Zahl Verwundeter teil.
Der Urlaub des Einzelhändlers.
Schließungen von Einzelhandelsgeschäften zwecks Urlaubsaewährung sind mit den Erfordernissen des totalen Krieges nicht in Einklang zu bringen. Der Reichsarbeitsminister hat deshalb die Nachgeordneten Behörden ersucht, derartige Schließungen bis zum Erlaß neuer Richtlinien über den Ladenschluß nicht mehr zuzulassen. Die bisher bestehenden Bestimmungen sind aufgehoben worden. In den ange- kündigten neuen Richtlinien wird die Urlaubsfrage für den Einzelhändler neu geregelt werden.
Gne Ditte der Reichsbahn.
Verschiedentlich wurde festgestellt, daß Einrich- kunasgegenstände in Personenwagen entwendet oder beschädigt wurden. Insbesondere werden Feiister- riemen, Fenstervorhänge, Aschenbecher. Glühbirnen usw.^ gestohlen. Unter Ausnutzung der Verdunkelung • vergreifen sich diese Diebe am Volksgut. An alle Dottsgenossen ergeht die Ditte, diese Schillinge un- nachsichllich zur Anzeige zu bringen. Vereinzelt werden die Diebstähle und Beschädigungen von JugenM- lichen ausgeführt. Die Eltern wollen die ihrer Obhut unterstehenden Jugendlichen bar auf Hinweisen, daß solche Handlungen streng besttaft werden.
Obst- und Gartenbauverein Gießen.
Im Saale des „Burghof" hielt am Sonntagnachmittag der Obst- und Gartenbauverein Gießen eine gut besuchte Tagung ab. Dereinsführer Junker gedachte zunächst unserer gefallenen Soldaten und ließ seine Ansprache mit dem Gruß an den Führer und unsere tapfere Wehrmacht ausklingen. Dann begrüßte er die im letzten Monat neu beigetretenen 20 Mitglieder und teilte mit, daß sich die Mttglieder- zahl des Vereins auf 414 erhöht habe.
Die Taaung war der Unterweisung der Mitglieder übe'r wichtige Fragen des Obst- und Garteittmues gewidmet. Auf Grund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen und angeregt durch Beobachtungen in der letzten Zeit sprach der Vereinsführer über den gegenwärttg vorzunehmenden Schnitt der Bäume. Er zeigte anhand von Zeichnungen den richtigen Schnitt der Bäume und warnte davor, diese Arbeit von ungelernten und nicht anerkannten Leuten vornehmen zu lassen. Zum Setzen von Obstbäumen empfahl er die Aushebung tiefer Gruben und Einschwemmen der Erde über die Wurzeln, damit die jung gesetzten Bäume später nicht zu tief zu sitzen kämen. Er erinnerte noch daran, alle Bäume reichlich zu wässern. Weiter sprach er über sachgemäße Düngung der Bäume und forderte auf, unsere Ju- gent) für Obst- und Gartenbauarbeit zu interessieren.
Im zweiten Teil seines Vortrages behandelte der
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DZm o. Professor für theoretische Physik an der Universität Leipzig, Dr. Werner Heisenberg, ift im Zusammenhang mit seiner Berufung als Direktor am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Physik der Lehrstuhl für theoretisch Physik an der Umversttat Berlin übertragen worden. Heisenberg wurde 1901 in Würzburg geboren. Er studierte in München und Göttingen, promovierte 1923 in München mÄ habllitierte sich 1924 in Göttinaen. 1927 kam er als Ordinarius nach Leipzig. Heisenbergs Hauptwerke find an die Einführung der „Quantenmechanik" und Ausstellung der „Ungenauigkeitsrelation" geknüpft. Sein Werk „Wandlungen in den Grundlagen dec Naturwissenschaft" ift 1942 in dritter Auflage erschienen. — Der o. Professor für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Königsberg, Dr. Freiherr von R i ch t h o f e n , ist an die Universität Leipzig berufen worden. Richthofen wurde 1899 in Mertschitz, Kreis Liegnitz, geboren. Er studierte in München und Breslau und wurde Hilfsarbeiter am Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Altertümer, 1925 Leiter der ur- und frühgeschichtstchen Abteilung des Städtischen Museums in Beuthen und im gleichen Jahre Leiter der Prooinzialdenk- malspftege für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer in Ratibor. Hier richtete er die oberschlesische ur= und frühgeschichtliche Provinzialsammlung ein*. 1929 kam er an das Hcnnburger Museum für Völkerkunde, 1933 als Ordinarius nach Königsberg. — Professor Dr. Walter Stach von der Universität Leipzig, der bisher schon den ordentlichen Lehrstuhl für die lateinnische Sprache und Literatur des Mittelalters an der Reichsunioersität Straßburg verttetungsweise wahrgenommen hat, wurde an die Reichsuniversität Straßburg berufen. Stach wurde 1890 in Pieschen bei Dresden geboren. Er studierte in Leipzig, promovierte dort 1923 und habilitierte sich ebenda 1926. In Leipzig wirkte er auch als Studienrat am König-Albert-Gymnasium. 1941 wurde er ordentlicher Honorarprofessor.
Hcmpttchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lang'". Ltellvertreter be8 kauptichristletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und BÜber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thnriot; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtichaft und Sport: Ernst Wumschein.
Druck und Verlag: Brübljche Nniversitätsdruckeret R. Lange K. G. Berlag^ieiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: An^eigenleiler: Hans Beck.
Ameigeiwreisliste Nr. G


