Nr. U2 Zweiter Blatt
^etzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
W./W. Mai 1943
NSG. Wie im
der
60,
Daß
Verdunkelungszeit:
15. Mui von 22.10 bis 4.56 Uhr.
16. Mai von 22.11 bis 4.55 Uhr.
ganzen Großdeutschen Reich, so Jungen und Mädel des Gaues Sonntag ihren Müttern für alle
Mütter trugt Jahrtausende in Euch und tragt die Taten aller großen Toten. Und was aus Eurem Schoß geboren wird, m dem ist Männertreue aufgeboten. Aus Eurem Herzen bricht der starke Strom, der m das große Meer des Volkes mündet weil er die Zeit bestand. So ist ihm auch das kommende Jahrtausend treu verbündet."
(Hans Baumann.)
Schön rötlich die Kartoffeln sind Und weiß wie Alabaster,
Sie sind für Mann und Woib und Kind
setzung eine so große Aehnlichkeit mit unserem Blutfarbstoff aufwoist und der daher als Baustein für die Neubildung unseres Blutes von großer Bedeutung ist.
*
Es erscheint nicht unwichtig, auf die Gefahren der Kochkiste hinzuweisen; denn im Zeichen der Brennstoffersparnis liegt es nahe, auf dieses alte, nunmehr fast in Vergessenheit geratene Möbel zurückzugreifen. Das Vitamin C ist sehr empfindlich und wird bei langem Erhitzen dann leicht zerstört, wenn die Luft ungehindert hinzutreten kann. Beim normalen Kochen von Kartoffeln und Ge- nrüsen tritt dieser Zersetzungsprozeß nur in ge-- nngem Umfang ein. In der Kochkiste aber bleiben die Speisen stundenlang auf hoher Temperatur, und zudem kann die Lust hinzutreten, die beim normalen brodelndem Kochen durch den sich entwickelnden Wasserdampf abgehalten wird. Speisen, die an sich kein oder wenig Vitamin C enthalten, und daher für unsere Ditaminversorgung ohnehin nicht in Betracht kommen, wie Hülsenfrüchte, kann man natürlich in der Kochkiste gar kochen, es ist aber nicht ratsam, die Kochkiste für die dauernde und regelmäßige Verpflegung der Familie zu benutzen. Im Fachschrifttum ist der Fall eines schottischen Regimentes während des ersten Weltkrieges bekannt, das längere Zeit hindurch aus Kochkisten verpflegt wurde: es traten eine Reihe von Erkrankungen an Skorbut auf.
Gesunde und zeitgerechte Ernährung ist in unserer Zeit der kriegswirtschaftlichen Bedingtheiten und Möglichkeiten nicht nur dringend anzuraten, sondern auch durchführbar. Aus dem Vollen zu wirtschaften, wie vor dem Kriege, ist kein ^Kunststück, dagegen ist es eine besondere Leistung jeder Hausftau, unter den kriegswirtschaftlichen Gegebenheiten schmackhafte und gehaltvolle Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen und damit der Gesundheit und der Leistullgs kraft täglich einen neuen Dienst 5U erweisen. Je mehr die Hausfrau hierbei alle Chancen unseres heimischen Anbaues ausnützt, um so großer ist der Erfolg für ihre Arbeit und damit für unsere Volksernährung überhaupt.
Mr grüßen Oie Mütter!
Die Hitler-Zugend zum Kriegs-Muttertag 1943.
Dieselben Gesichtspunkte, welche die Betriebe veranlaßt haben, ihren Angehörigen Gelegenheit zur Einnahme eines warmen Mittagessens zu bieten, haben aber auch für jede Hausftau Gültigkeit. Die Hausfrau muß wissen und immer daran denken, daß sie bei Bevorzugung der Brotnahrung und Vernachlässigung des warmey Essens unter den gegenwärtigen Verhältnissen gar nicht in der Lage ist, sich und ihre Familie ausreichend zu ernähren. Sehr einschneidend für viele Hausfrauen ist die Erkenntnis, daß dies nick nur für die Mittaasmahl- zeit, sondern auch für die Abendmahlzeit gilt. Auch abends muß häutig warm gegessen und von der in den meisten Familien hergebrachten Sitte des kalten Abend..brotes" abgewichen werden. Dies bedeutet zweifellos eine starke Belastung der Hausftau, sie muß sich aber vor Augen halten, daß dies eben die einzige Möglichkeit ist, die Familie hinreichend zu ernähren. Es ist also grundmlsch, auf die regelmäßige Einnahme warmer Mahlzeiten mehr oder minder häutig zu verzichten, nur weil die Zubereitung der Speisen — und nicht minder das Aufwaschen des Geschirrs — unverhältnismäßig viel Zeit beansprucht, oder weil manche der Meinung sind, es lohne sich nicht, für eine Person überhaupt zu kochen, und es habe nichts weiter auf sich, wenn die übliche warme Mahlzeit durch einen Brotimbiß ersetzt werde. Derartige Ansichten sind durchaus verfehlt; denn der Körner will auch in der Ernährung leine "^seßmäß-ae Orhnuna haben, wenn er leistungsfähig bleiben soll. Daher ist dringend anzuraten. die Mahlzeiten regelmäßig ein'uneb- men und die warme Kalt zu Mittag bzw. Abend nicht ZU vernachlässiaen. In der Tat kann man mit Kartoffeln und Gemüse auch eine nahrhafte Abend-
Leichiathletifche Wettkämpfe.
Das Sportamt der Studentenführung meldet: Am morgigen Sonntagvormittag finden auf dem Unioersitätssportplatz leichtathletische Wettkämpfe statt, die von den Studenten unserer Universität, und zwar hauptsächlich von Angehörigen der schon oster hervorgetretenen Kameradschaft „Ulrich von Hutten" ausgetragen werden. Seit Jahren ist es >as erstemal, daß Gießens Studenten sich an die- em Meisterschaftswettbewerb der-deutschen Leicht- athletikvereine beteiligen. Es handelt sich dabei um
Versuch zur Deutschen Vereinsmeister- chaft in der Klasse für Rasensportvereine. An die- er Veranstaltung wird außerdem der Lustwaffen- sportverein Gießen mit seiner Leichtathletikgruppe teilnehmen. Zum Austrag gelangen folgende Konkurrenzen: 100 Meter, 1.500 Meter. Weiterung, Kugelstoßen und eine 4X100-Meter-Staffel.
ttune CSportnofüen
Die Reichsjugendführung hat jetzt die Gruppeneinteilung für die Ausscheidungskämpfe zu den deutschen Jugendmeisterschaften im Fußball, Handball und Hockey sowie in der Leichtathletik und im Schwimmen bekanntgegeben. Es wurden jeweils 12 Gebiets-Gruppen gebildet.
** Di e nst j u b i l ä um. Auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Gemeinde Wieseck und der Stadtverwaltung Gießen kann der Stadtsekre- tär Otto Göbel II. zurückblicken. Aus diesem Anlaß erhielt der Jubilar ein Glückwunschschreiben vom Oberbürgermeister der Stadt Gießen.
** Linne-Vortrag 1 943. Der diesjährige
Schalke 04 — Wilhelmshaven 05 1860 München — Kickers Offenbach DfR. Mannheim — Westende Hamborn Viktoria Köln — FV. Saarbrücken z Dresdner SC. — Eintracht Braunschweig
LSD. Reinecke Brieg — Vienna Wien Berliner SV. 92 — Holstein Kiel SG. Warschau — VfB. KönigsbV'g.
Fußball in Hessen-Nassau.
Das feit längerer Zeit in Lauterbach in Aussicht genommene Fußball-Werbespiel führt den früheren Kurhessen-Meister RSG. Borussia Fulda nicht mit Hanau 93, sondern mit dem LSV. G i e- zen zusammen. — Hanau 93 spielt dafür am Pfingstsonntag, 13. Juni, in Gelnhausen aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des 1. Gelnhäuser FC. 03 gegen eine Auswahlelf von Büdingen/Gelnhausen. — Am Pfingstmontag, 14. Ium, gibt es in Dillenburg anläßlich der Hundertjahrfeier des Tv. 1843 Dillenburg ein Werbespiel zwischen der Frankfurter Flakelf und einer Auswahl von Herborn/Dillenburg.
VfL. 1860 Marburg — 1900.
Die Blau-Weißen folgen morgen einer Einladung des DfL. Marburg zu einem Gesellschaftsspiel. Nach ber am vergangenen Sonntag nicht gerade glücklichen Partie gegen die Sportfreunde Wetzlar kommt es für die Blau-Weißen sehr günstig, daß Kraft H. in Urlaub ist, zu dem auch sein Bruder und Dinges erwartet werden. Da außerdem noch Maintz wieder einigermaßen gesundheitlich auf dem Posten ist, bmmt eine günstige Mannschaftsaufstellung zw- tande. Dies ist auch erforderlich, um gegen die Marburger mit einigermaßen gutem Erfolg zu be- Lehen. Die Gäste besitzen nämlich eine starke, gut eingespielte Elf, was der zweite Tabellenplatz in der diesjährigen Meisterschaftsrunde ausweist.
Großen-Linden 1. Igd. — Daubringen 1. Igd.
Am morgigen Sonntag tritt Großen-Linden wieder mit einer neu aufgestellten Mannschaft auf den 3Ian. Wie sie sich auf dem grünen Rasen zurecht- mbet, wird bas morgige Spiel zeigen, wo sie auf eigenem Platz gegen den spielstarken Gruppen- rneister Daubringen antritt.
5 kg 58, Spinat 16 bis 13, Römischkohl 20, Spargel 80 Rpf. bis 1,24 RM., Schwarzwurzeln 35, Rhabarber 18 bis 22, Lauch 35, Salat Oberkohlrabi 48, Rettich, das Bund 37 Rpf.
Daß die besondere Aufmerksamkeit den Müttern gilt, die im Krieg ihre Männer und Söhne opfer- ten, ist selbstverständlich. Erfassen wir doch gerade heute ganz ben Sinn des Wortes, das einer ' Unseren schrieb:
Ein rechtes Magenpflaster.
- im Gemüse auch die zahlreichen anderen Vitamine, zum mindesten aber ihre Vorstufen (Provitamine) enthalten sind, sei nur nebenbei erwähnt. Hingewiesen fei aber noch auf den grünen Blatt- farbftoff (Clorophyll), dessen chemische Zusammen-
mahlzeit Herrichten, durch die man die Brottatton ltteckt. Zahlreiche Gerichte können bei einem Koch- oorgang für zwei Mahlzeiten zugleich berge- stellt werden, wodurch man Arbeit und Brenn- materiat spart. Außerdem ist bekannt, daß manchmal aufgewärmte Gerichte besser schmecken als frisch gekochte. Wie sagt doch Wilhelm Busch von dem
Gesunde und zettgerechte Ernährung
Unterhaltung mit einem Gelehrten der Ltniversität Gießen.
an diesem Tage unseren Müttern versprechen, ihnen die Schwere der täglichen Arbeit und ihres Ein- atzes zu erleichtern, wie es nur irgendwie in un- eren Kräften steht. Daher soll auch der Kriegseinsatz des Jungvolkes und der Jungmädel künftig noch mehr auf diese Hilfe abgestellt werden.
.Die richtige Ernährung in der Kriegszeit, ÜL”. 11715 alle Lebensrnittel in unbe« Blaße und in beliebiger Auswahl 3ur Verfügung stehen, ist für jedermann von befonberer Wichtigkeit, denn von der richtigen Ernährung hängt unsere Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit ab. Wir haben uns über die Fragen der gesunden und zeitgerechten Ernährung mit Professor Dr. Feul- g en dem Inhaber des Lehrstuhls für physiologische Chemie an unserer Universität unterhalten.
vm^<?nrrf)orte rin Friedenszeiten häuftg die Frage: Atte soll man sich ernähren, vorwiegend von pflanz- licher oder tierischer Kost, und welcher Art? Soll man „Stullen" essen oder lieber warme Gerichte? Die richtige Antwort war für den gesunden Menschen sehr einfach: Du sollst das essen, was dein Vaterlaitt) hervorbringt! Deutschland bringt nicht nur pflan^Iit^e, sondern auch tierische Nahrungsmittel in großer Mannigfaltigkeit hervor. Alle Einseitigkeit vor allem die der zahlreichen Sekten auf dem Ge- biete oer Ernährungslehre war zu verwerfen und weitester Spielraum war gestattet im Derttauen au Öen gesunden Instinkt eines jeden Menschen, der im Grunde doch das richtige wählt.
Diese Freizügigkeit besteht heute nicht mehr, ufib nur kennen alle die Lücken in unserer Ernährung. Von großer und einschneidender Bedeutung ist die Rationierung des Brotes. Es gab früher viele Menschen, für die das Brot die Hauptgrundlage der Ernährung war. Sie deckten ihren Bedarf an kraftliefernden Stärkestoffen (Kohlehydraten) hauptsächlich durch Brot. Das waren die „Stullenesser", meist Erwerbstätige, die auch in -der Mittagspause ihr Stullenpaket hervorzogen. Nun ist das Brot rationiert und steht nicht mehr in beliebiger Menge zur Verfügung, und es bedarf keines wissenschaftlichen Beweises, daß wir mit Brot unseren Haupt- bebarf an Kohlehydraten nicht mehr decken können. Da müssen nun die kohlehydratreichen Kartoffeln und das Gemüse herangezogen werden, und mir können glücklich fein, daß uns das Jahr 1942 eine f° gute Kartoffelernte beschert hat. Dadurch tritt aber eine entscheidende Aenberung in der Ernährung vieler Menschen ein. Während „Stullen" keiner besonderen Zubereitung bedürfen, muß man Kartoffeln und Gemüse kochen. Während Brotnahrung zu den kalten Speisen gehört, sind Kartoffeln und Gemüse die Grundbestandteile des warmen Essens. Wir haben oft von der Werbung für warmes Essen gehört und gelesen, daß in immer wehr Betrieben Werksküchen eingerichtet werden, die der Gefolgschaft mittags ein „warmes" Essen bieten. Dabei spielt die Te m p e r a t u r der Nahrung eine ganz untergeordnete Rolle, sie ist überhaupt — im Verhältnis zu den großen Problemen der Volksernäbrung ttn Kriege — ganz belanglos. Mit anderen Wortenk hinsichtlich der'Temperatur ist es ganz gleichgültig, ob wir „warm" oder „kalt" essen. Ausschlaggebend ist vielmehr, daß wir mit „warmem Essen" die in reichlicher Menge vorhandenen Kartoffeln und das Gemüse der Ernährung nutzbar machen und bas Brot für andere Mahlzeiten sparen können.
Sauerkohl der Witwe Bolte: ..... wofür sie besou-
oers schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt" Durch- aus unzweckmäßig und nachteilig ist es auch, auf £ws Frühstück zu verzichten und vom Abend vorher dis 3um Mittagessen bes neuen Tages ohne Mahi- zeit zu bleiben. Gerade diejenigen, die ihr Brot „zur unrechten Zeit" gegessen haben, kommen häufig auf diesen Gedanken.
werden auch die
Hessen-Nassau am —......|U£ UUt
Liebe und Fürsorge der vergangenen Zeit und insbesondere der Gegenwart danken. Die meisten von ihnen können diesen öienftfreien Tag zu Hause verbringen und chn der Mutter zu einem Ehrentag glatten. Wie ihre Brüder an den Fronten, so werden auch die Hitler-Jungen und BDM.-Mädel die im Kriegseinsatz stehen, in Gedanken bei den Muttern fein.
Ueber den persönlichen Dank des Hitler-Jungen und des BDM.-Madels hinaus will sich morgen die Geschlossenheit der deutschen Jugend zu der ÜRut» t e r b e 5 Volkes bekennen. Aus den Liedern und Sprüchen die die Spieleinheiten und Jungmädel am Muttertag fingen und sagen werden, soll die Mutter den Händedruck der ganzen Jugend, der r!171 Kriegseinsatz und der Jugend unter den Waffen empfangen. Wir alle — Mädel und Jungen im Gebiet Hessen-Nassau — wollen
Aus der Stad« Gießen.
Muttertag.
Von Karl Rheinfurth.
Don allen Wegen, die wir im Leben gehen, ist der Weg zur Mutter der schönste. Ueber ihm leuchtet es heimatlich, denn an feinem Ende schlägt ein Herz °>ie wir auch kommen mögen ob bittend oder schuldbeladen, ob hungrig ober trotzig, freudvoll oder leidvoll. Mögen sich hundert Türen vor uns verschließen: das Mutter- Herz steht uns immer offen.
Der Weg zur Mutter ist nie ein Wagnis, sondern immer eme Erfüllung. Ihr Wesen ist der Inbegriff der Gute und Treue, des Trauten und aller jener ftrafte lies Guten und Frohen, von denen wir un- beroufcr leben, die wir auch nie mit einem letzten .Kamen zu nennen vermögen. Im Wort Mutter" ftt alles beschlossen: Wurzel und Wipfel unseres Seins, tiefster Traum und taghelle Wirklichkeit einer tiebesfraft, die alles überwindet, alles leicht macht und alles verklärt.
Unser Dank an die Mutter ist die Ehrfurcht vor chrem hohen Bild, ist die Gestaltung und Reifung unseres eigenen Lebens und Wesens, in dem sich ihr tieffter Traum verwirklicht.
Rundfunkfeierstunde am Muttertag.
Der Großdeutsche Rundfunk sendet am Sonntag, 16. Mai, von 10.15 bis 11 Uhr über alle deutschen Sender eine Feierstunde zum Muttertag mit Ansprachen von Reichsminister Dr. Frick und Reichsfrauenführerin Gertrud S ch o l tz - K l i n k. In der Sendung, die von Musik und dichterischen ' Worten umrahmt wird, sprechen außerdem Söhne und Töchter aus unserem Volke von ihren Müttern.
Mütter-Ehrung in Gießen.
Die Ortsgruppen der Partei werden am morgigen Sonntagoormittag die Ehrung der Mütter, denen das Ehrenkreuz der deutschen Mutter verliehen worden ist, in besonderen Feiern vornehmen. Die Feiern finden statt: Ortsgruppe Mitte im „Löwen", Neuenweg; Ortsgruppe Süd im „Tannhäuser", Frankfurter Straße; Ortsgruppe Nord im „Burghof"; Ortsgruppe Ost in der „Stadt Lich", Licher Straße. Feieransprachen und musikalische Darbietungen werden den Müttern die Stunde unvergeßlich machen.
Kür Tapferkeit vor öem Keinüe.
Der Unteroffizier Wilhelm Paulus aus Gießen, Wilhelmstroße 48, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
Das Kriegöverdienstkreuz.
Dem Gefreiten Helmut Volk aus Großen-Linden wurde das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern verliehen.
(Siebener 2Bod)enmarffpreift.
* Gießen, 15. Mai. Auf dem heutigen Wochen- ■ mar tt kosteten: PI orkenbutter, 1 la kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln,
Ueberschauen wir unser Leben: vorn ersten Schritt den wir in die schützend geöffneten Arme der IRutter taten, bis hin an die Grenze unseres Levens, immer gingen und gehen wir den Weg zur Mutter und ihrem Herzen. Ihr Bild stand uns vor dem inneren Auge, als wir die Gefährttn um feres Lebens suchten. Kein Glück macht uns wahr- haft froh an dem wir die Mutter nicht teilhaben lassen Alle Lasten unseres Lebens verlieren ihr bedrohliches Gewicht, wenn wir uns mit ihnen zur Mutter hinschleppen. Ihr Wissen und Verstehen und Die Straft ihres Herzens hilft sie uns tragen — unb n>ie oft trägt sie sie bann allein!
.. Kern Dank ist groß genug für dar, was uns die Mutter getan hat unb bis zu ihrem letzten Atemzug tut. Sie selbst erwartet keinen anderen Dank von uns, als daß wir echt unb stark, rein und örofj sind und bas werden, wovon sie träumte, als sie uns unter ihrem Herzen ftug. Ihr Glaube an uns ist ihre Freude "und ihr Stolz. Sie will ihr Fleisch unb Blut in uns blühen und reifcn sehen, auf daß der ewige Sinn der Liebe in Erfüllung gehe und vollendet werde.
G. A -Epori.
Zweite Vorrunde
der Fußball-Meisterschaff.
Die Kämpfe um die deutsche Fußballmeisterschaft werden am-Sonntag mit acht Begegnungen der zweiten Vorrunde fortgesetzt. Mit besonderer Spannung wird man den Ausgang der Spiele in München, Mannheim, Gelsenkirchen unb Dresden entarten, weil hier die Mannschaften im Kampf stehen, die als die aussichtsreichsten der diesjährigen Meisterschaft gelten. Der Kampfplan für den Sonntag lautet im einzelnen:
Linnä-Dortrag findet im Botanischen Hörsaal lBrandplatz) am Dienstag, 18. Mai, 20 Uhr, statt. Professor Küster wird ,',Vorn Frühling" sprechen; fs wird der 24. in der Reihe seiner allgemeinverständlichen Gießener Vorträge fein. Siehe heutige Llizeige.
** Herbst-Abschlußprüfungen der Kaufmanns- und Facharbeiter-Lehr- ‘finge. Eine Bekanntmachung der Gauwirtschafts- - fammer Rhein-Main, Kammerbezirk Gießen, bekifft die Anmeldung zu den Herbst-Abschlußprüiun- flen 1943 der Kaufmanns- und Fachorbeiter-Lehr-
« linge und Anlernlinge. Interessenten ersehen aus her Bekanntmachung nähere Einzelheiten.
I ** Stenotypistenprüfung. Die von der Hauwirtschaftskammer, Kammerbezirk Gießen, ver- onftaltete Stenotypistenprüfung haben bestanden: in 180 Silben Sophie Wagester, Bernshausen; in « 150 Silben Elli Mandler, Heuchelheim: Annelie , Heinz unb Marianne Heißler, Gießen; ferner für lj infänger Hannelore Döring, Ottilie Hartmann, VSngeborg Hartmann und Ruth Lettow in Gießen.
fat?bfr»t9 Gießen
• Steinbach, lh. Mai. Am 17. Mai feiert Herr Wilhelm Launspach in körperlicher unb duftiger Frische feinen 7 0. Geburtstag. Wir gratulieren.
Frankfurter Schlachtviehmarkt
Frankfurt a. M., 15. Mai. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen A bis 46, Bullen 36 bis 45, Kühe 25,50 bis 45, - Arsen 37 bis 46, Kälber 40 bis 59, Lämmer und Himmel 45 bis 54, Schafe 34 bis 46, Schweine 66-50 bis 73,50 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.
Wenn wir nun für warme Mahlzeiten auf Kartoffel- unb Gemufegrundlage eintreten, so werden mir Edurch auch am besten den neuesten Erkenntnissen der Ernährungslehre gerecht. Jeder Volks- genösse hat schon von Vitaminen gehört, jenen lebenswichtigen Nährstoffen, die in der Nahrung unbedingt vorhanden sein müssen, wenn der Kör- per nicht schweren Schaden erleiden soll. Weniger bekannt sit hingegen die Tatsache, baß die Vitamine ausschließl-ich in ber Pflanze gebildet werden und in den Kartoffeln unb im Gemüse auch ohne „Dita- mintabletten reichlich zur Verfügung stehen. Ge- wiß, auch Obst enthält Vitamine, insbesondere das Vitamin E. Aber es ist kein Geheimnis, daß uns »L "I?* m ausreichender Menge zur Verfügung steht; die Produktton von Obst ist in Deutschland überhaupt zu gering, Da ist es denn für uns be- Mgend ZU Horen, daß wir auch ohne Obst unseren Bedarf an Vitaminen durchaus decken können. Obst 771 Beziehung meistens über» i95- enthalten durchschnittlich nicht mehr Vitamin C als die Kartoffeln. Der Vitamin- gehalt der Kartoffeln kann nicht hoch genug gewertet werden. Mit Einführung der Kartoffeln hat der Skorbut (jene durch Mangel an Vitamin C hervorgerufene Krankheit) seine Schrecken verloren und aufgehort eine Volkskrankheit zu sein. Daß Kartoffeln ihren Gehalt an Vitamin C besser behalten w/nn sie als Pellkartoffeln gekocht werden, i|t eine ber Öffentlichkeit ja wiederholt llrekanntge- gebene Tatsache. H
Sei ber Lagerung der Kartoffeln während des Winters nimmt nun ihr Gehalt an Vitamin C ab, so daß die überwinterten Kartoffeln im Früh- jabr einen geringeren Gehalt an Vitamin C aufwesten als im Herbst nach der Einkellerung. Um so wichtiger ist es, im zeitigen Frühjahr von jeder Gelegenheit Gebrauch zu machen, frisches Gemüse und Salat auf den Tisch zu bringen. Gerade dieses r^uhjahr mit seinem günstigen Wetter hat uns chon jetzt Gemüse, vor allem Spinat, in größerer Menge gebracht, und wir vergessen nur zu leicht, rote sehr mir uns in den vergangenen Jahren um die gleiche Zeit danach gesehnt haben. Allerdings muß die Hausfrau aber auch jede Gelegenheit benutzen und darf nicht davor zurückschrecken, dasselbe Gemusegericht öfter auf den Tisch zu bringen. Hier jeigt sich die Kochk u n st der Hausfrau, die mit Er- abrun-g unb Phantasie schon durch kleine Kunstgriffe bei der Zubereitung der Kartoffel- unb Ge- mu'egerichte für Abwechslung sorgen kann
Wenn wir hier bas Lob der Kartoffel fingen, bann müssen wir auch erwähnen, daß das Eiweiß der Kartoffeln sehr hochwertig ist unb in £ieT/^ieI)unit bem tierischen Eiweiß nahefommt Jnsbesonbere enthält bas Kartofteleiweiß sämtliche Bausteine wie das tterische, was man von anderen pflanzlichen Eiweißarten keineswegs sagen kann. Leiber ist ber Gehalt der Kartoffeln an Eiweiß nur gering unb beträgt nur etwa ein Zehntel von dem bes Fleisches. Aber hier muß es die Masse bringen, unb in 6 bis 7 mittelgroßen.Knollen ist ast ebensoviel Eiweiß vorhanden wie in 50 Gramm Fleisch. Ueberhaupt ist die Kartoffel (unb erst recht das Gemüse) kein „konzentriertes" Nahrungsmittel, andern wegen ihres großen Wassergehaltes gleich- am ein „verdünntes". Kartoffeln enthalten z. B. 20 v. H. Stärke, Brot aber 50 v. H., unb daraus olgt, daß man die Kartoffeln eben in enstprechend größerer Menge essen muß. Die Folge davon ist wiederum, daß unsere Nahrung jetzt viel massiger t als in Friedenszeiten, unb wir müssen uns mit dieser unerbittlichen Tatsache nbfinben. Solche voluminöse Kost kann man in wünschenswerter Menge nicht mit e in er (Mittags-)Mahlzeit bewältigen, sondern muß sie zum Teil auch auf den Abend verlegen, und darin liegt ber tiefere Grund für die Notwendigkeit ber regelmäßigen Einnahme warmer Mahlzeiten möglichst auch am Abend.
Es gibt aber auch Menschen, die, wenn sie in ber Zwischenzeit hungrig sind, in die Speisekammer gehen und mit großem Appetit kalte Kartoffeln verspeisen, die von der vorhergehenden Mahlzeit übrig geblieben sind. Sie finden, daß die kalten Kartoffeln nicht mehr weichlich und zugleich ttocken, andern viel fester und saftiger geworden sind, ganz anders, nämlich kräftiger schmecken und vorttesflich munden. Diese „Kartoftelesfer" sind entschieden am besten dran. Sie halten es mit Matthias Claudius:
jungen 1. Jugend — Steinberg 1. Jugend.
Hungen 2. Jugend — Steinberg 2. Jugend.
"^lttonen" fQjjren am Sonntag mit zwei Mannschaften nach Hungen. Während man dis 2. Jugend als sicheren Sieger erwartet, wird es oer 1. Jugend schwerfallen, zu einem Siege zu kommen, zumal sie in Hungen noch nie gewinnen


