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195. Jahrgang Nr. 88
Kernsvrechanschluk 2251 Druck und Verlag:
UnioetPtäbbnidetei 8. £<mgt
General-Anzeiger für Oberhessen rssar
Schwere Abwehrkämpfe in Südiunesien
Der Webrmachtbencht
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Riga, im April 1943.
Berlin. 13.April. (DHB.) Lin grauenvoller Aund. der vor kurzem von deutschen militärischen Stellen im Walde von Katyn am Kosegory- hügel. 20 Kilometer westlich von Smolensk an der Strafte Smolensk—witebsk. gemacht wurde, gibt einen ebenso erschütternden wie einwandfreien Aufschluft über den Massenmord an mehrals 10000 Offizieren aller Grade, darunter zahlreiche Generäle, der ehemaligen polnischen Armee durch Untermenschen der GPU. in den Monaten März bis Mai 1940. lieber bas furchtbare Verbrechen erfährt das DAV. fol-
fitzcs langten die Bolschewisten endlich an dem von vornherein ins Auge gefaßten Ziel der Bildung von Sowchos? und Kolchoswirtschäften an. Den Anfang bildete die Schaffung von 31 Sorbchoswirtschaften, deren Ländereien ohne jeden Zusammenhang, im Umkreis von 5 bis 20 Kilometer verstreut waren, .so daß eine rationelle, einträgliche Bewirtschaftung ausgeschlossen war.
An Kolchoswirtschasten konnten bis zum Juni nur zwei erstellt werden. Dann setzte der deutsche Soldat weiteren „Reformplänen" ein energisches Halt entgegen. Sofort wurde von der deutschen Militär- und später der Zivilverwaltung die Sicherstellung 'der Ernte veranlaßt, wurden die ursprünglichen Eigentümer zunächst als Verwalter aus ihrem Grund und Boden wieder eingesetzt und die Bewirtschaftung der durch Verschleppung herrenlos gewordenen Höfe sichergestellt. So konnte der drohende ! Zusammenbruch der lettischen Landwirtschaft in letzter Minute verhindert,und damit eine unübersehbare Katastrophe vermieden werden.
Regierungsreben.
Auch jenseits des Atlantik ist man sich inzwischen längst darüber klar geworden, daß die U-Boyt-Der- senkungen eine steigende Tendenz aufweisen. Dabei spielen gewisse Schwankungen, die jahreszeitlich und durch das Wetter bedingt find, natürKch keine entscheidende Rolle. Es wird niemals so sein, daß man terminmäßig bestimmte Dersenkungsergebnisse voraussagen könnte. Aber es wird immer sd fein, daß unsere Unterseeboote immer am Feind sind und jede Gelegenheit ausnutzen, um den-, Gegner schweren Schaden zuzufügen.
In amerikanischen Kreisen hat es auch besonderen Eindruck gemacht, daß di? deutschen Unterseeboote neuerdings wieder an der Ostküste Amerikas erscheinen, wo sie nach den ruhmredigen Behauptungen gewisser USA.-Staatsmänner bereits endgültig verjagt sein sollen. So kommt ein Blatt im Westen, die „San Francisco Chronicle", zu der angstvollen Feststellung, daß der U-Boot-Kampf im Atlantik vielleicht der entscheidende Kamps des Jahres 1943 ist, von dessen Ausgang die Operationen an allen Fronten abhängen. Dies ist eine ganz richtige strategische Bemerkung. Auch wir sind durchaus die Ueberzeugüng, daß der Angriffskampf der deutschen U-Boote gegen die feindliche Der- sorgungs- und Transportschifsahrt früher oder später zu einem entscheidenden Faktor dieses Krieges we.rden wird. Auf welche Seite die Schale der Entscheidung sich neigen wird, das dürfen wir getrost unseren tapferen U-Boot-Besatzungen überlassen.
ner Verfügungen vollzogen. Sie widersprachen den von den Bolschewisten bei ihrem Einrücken gemachten Versprechungen, daß die verstaatlichten Höfe den Bauern zur Nutzung überlassen bleiben sollten.
So ging es Schritt um Schritt weiter. Ganz un- verhüllt begann der Bolschewismus aber sein wahres Gesicht zu zeigen, als im Juni 1941 damit begonnen wurde, Tausende einst wohlhabender Landwirte mit ihren Familien als Staatsseinde nach der Sowjetunion zu verschleppen ober sie z u ermorden. In immer schnellerem Tempo vollzog sich die Vertreibung der alten Landwirte von ihren gutbestellten Häfen, die bisher das Rück- grab der Versorgung bes Laubes gebildet hatten. Mit der Vernichtung des bobenftänbigen Landbe-
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 13. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:^
Ay der Ostfront verlief der Tag bei örtlicher Kampftätigkeit im allgemeinen ruhig. Starke Verbände der Luftwaffe griffen an vielen Stellen der Front und im feindlichen Hinterland Stellungen, Truppenunterkünfte, Nachschubkolonnen, Eisen- bahnziele und Flugstützpunkte an.
3n Tunesien verliefen die Bewegungen unserer Gruppen nördlich der Linie Ka i r o u a n — $ o u f f.e planmäftig. Nachhuten verzögerten den Vormarsch des Feindes. Die Luftwaffe schirmte die Bewegungen der deutsch-italienischen Truppen wirksam ab und bombardierte in der vergangenen Nach! Schiffsziele und Nachschublager im Hafen B one mit gutem Erfolg.
3m VNltelrneer vernichteten deutsche llnter- fcebootjäger wieder zwei feindliche Unterseeboote.
Feindliche Flugzeuge griffen in der Nacht zum 13. April einige Orte in Ostpreußen, vor allem Königsberg, mit Spreng- und Brandbomben an. 3n Wohnvierteln, an Krankenhäusern und an der Universität entstanden Schäden.
3m Küstenraum der besetzten Westgebiete und Norwegens wurden vier britische Flugzeuge abge- schossen.
Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, griffen in Fortsetzung ihres pausenlosen Kampfes deutsche Unterseeboote im Nordatlantik einen nach England gehenden schwerbeladenen G e l e i t z u g an. hierbei sowie in Einzeljagd in der Karibischen See und vor der südafri
kanischen Küste versenkten sie 21 Schiffe mit 1 3 8 500 BRT. und torpedierten sechs weitere Schiffe.
staub der Leichen beckt sich mit bieser zeitlichen Feststellung ebenso wie mit beu überprüften Angaben ber borkigen Bevölkerung.
Eine polnische Delegation am Massengrab der GM.-Opfer
Au ber Stätte bes bestialischen Masseumorbes ber GPU. gebeult bie hiör eingetfoffene polnische Delegation ihrer hingemorbeten Lanbsleute, aus Krakau unb Warschau eingetroffene Mitglieber bes polnischen Hilfskomitees, Aerzte unb Journalisten. Die Gerichtsmediziner legen bar, baß bie einbeutigen Befunbe an beu vielen Toten gar keinen Zweifel über ben Zeitpunkt bes grausigen Mordes lassen. Es finben sich in ben Taschen ber Toten noch bie Kaleuber unb Tagebücher, bie alle bis zum März und April bes Jahres 1940 reichen. Die Dorfbewohner von Gnesbowa, bie Eiseubahnangestellten unb bie Kolchosarbeiter, sahen vor drei Jahren bie enbtofe Folge ber Kraftwagen mit ben polnischen kriegsgefangenen Offizieren, bie in ben Walb von Katyn fuhren.
Die Delegation geht von Grube zu Grube, sie sieht die unzähligen Leichen, sie spricht mit den Dorfbewohnern unb läßt sich von ihnen berichten. Heiligenamulette unb Erkennungsmarken, Legitimationen unb Lichtbilder, Soldbücher unb Notizhefte wurden gefunben. Die Leichen tragen alle noch Koppel und Riemenzeug, zum Teil aber sind sie an ben Händen gefesselt, zum Teil auch haben sie ben Rock über ben Kopf gestülpt.
Nvch ist erst ein Teil ber Opfer identifiziert — aber immer wieder stoßen bie Angehörigen ber Delegation auf vertraute Namen — so mancher persönliche Bekannte ist dabei, auch viele Aerste, Stabsoffiziere, die man in Warschau gut kannte.
Die Welt aber hat ein Beispiel mehr über bie Schandtaten bes Bolschewismus. Zu ben auf gedeckten Massenmorden von Lemberg, Riga unb Kiew tritt nun bie bestialische Exekution im Wald । von Katyn. Die polnische Delegation, die hier entblößten Hauptes am Rande dieser Massengräber ■ steht, ist vor ber Wett ber unbestechlichste Zeuge ge» - gen ein unmenschliches System, gegen das wir Eu- , ropa, bie Kultur und die Ehre aller Menschen M - verteidigen haben.
ziert werden.
Als eine ber ersten Leichen wurde der ehemalige Brigadegeneral Smorawinsky aus Lublin geborgen. Weiter würben zahlreiche Angehörige des Irabitionsregiments „Pilsudski" fest- gestellt. Die ermorbeten ehemaligen polnischen Offiziere sind im Besitz ihrer sämtlichen Papiere, Orden und Ausweise. Die Identifizierung
wirb erleichtert burch die Tatsache, daß in ben Uniformen ber Leichen bie Ausweispapiere und sonstigen Anhaltspunkte gut erhalten vorgefunden wurden. Bezeichnenderweise würben S chm utf unb Uhren nicht gefunden.
Bisher würben zwei große Massengräber freigelegt, bas eine mit vier-, bas anbere mit fünf- bis sechstausend ermordeten gefangenen polnischen Offizieren. Weitere Probegrabungen haben ergeben, daß noch mindestens zwei Massengräber vorhanden sind, deren Leichenzahl sich noch nicht annähernd schätzen läßt. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt, sind jedoch in Anbetracht ber Witterung, der feuchten Beschaffenheit bes Bodens und ber Verwesung der Leichen mit Schwierigkeiten verbunden.
Auf Grund einwandfreier einheimischer Zeugenaussagen wurde ermittelt, daß mindestens 10 000 bis 12 000 polnische Offiziere, das find etwa ein Drittel des Offiziersbestandes der
ehemaligen polnischen Friedensarmee, die in die Hände der Bolschewisten gefallen waren, in 200 Waggons über den Verladebahnhof Gnesdows zur GPU.-Hinrichtungssiätte im Walde von Katyn gebracht wurden. Sie wurden dorthin aus dem Gefangenenlager von Koselsk tronsporttert, wo sich nach den bisherigen Feststellungen über 60 000 gefängene polnische Soldaten befanden. 3m Zuge der bolschewistischen Ver- nichtungs- und Ausrottungspolitik wurden alle Offiziere abgesondert und am Kosegory-Hügel im Walde von Katyn hingemordet. *
Für bie Mentalität ber bolschewistischen Massen- mörber ist es bezeichnen!», baß sich am, Ranbe ber Hinrichtungsstätte, kaum 500 Meter von ben Mal- sengräbern entfernt, ein Erholungsheim für höhere GPU.-Funktionäre männlichen unb weiblichen Geschlechts befand, in dem nach Aussagen ber Ortsansässigen ber näheren Umgebung Orgien gefeiert würben. Das Gelänbe war ftänbig von GPU.-SoDaten bewacht unb burch Stachelbraht abgesperrt. Die Hinrichtungsstätte be- finbet sich in einer Walblichtung, die eigens hierfür freigelegt worben war. Die Massengräber ber er- morbeten Opfer wurden mit Föhren bepflanzt, die jetzt drei Jahre att sind. Der Derwesungszu-
Das lettische Volk ist seiner sozialen Struktur nach ■dn Bauernvolk. Unb genau wie der Bauer iim Reich ist auch ber lettische Bauer untrennbar ; -mit ber Scholle nerbunben, ber er entsproß, der er vielfältige Bodenfrucht abrang unb in die er nach .arbeitsreichem Leben wieder zurücksinkt. Daher wird auch nur ber Bauer in vollem Umfang ermessen können, wie schwer die bolschewistischen Maßnahmen ber Verstaatlichung des bäuerlichen Besitzes unb bamit Entwurzelung unb Versklavung ben lettischen ßanbmahn getroffen hat — mit welchen Empfindungen er jetzt aber aus deutscher Hand sein Eigentum wieder zurückerhält.
Die Mehrzahl ber lettischen Bauernwirtschaften entsprach vor ber Sowjetisierung bes Laydes etwa den Verhältnissen im Reich, und zwar entfielen fast 67 v. H. auf solche in ber Größenordnung von 5 bis 30 Hektar; 10,6 v. H. lagen zwischen 30 und 50 Hektar, 6,7 v. H. — barunter einige Starts- güter — darüber und 15,9 v. H. meist kleinbäuerlicher Besitz, darunter. Die Eigentumsrechte an diesen Ländereien waren in den Grundbüchern eingetragen, wobei die Belastungen mit dinglichen Rechten, Veräußerungen und Verpfändungen ber Immobilien gesetzlich zugelassen waren. Die auf, ; dieser Grundlage basierende Landwirtschaft gab mcht nur dem eigenen Lanbe volle Kornkammern, sondern । war auch imstande, eine beachtliche Menge auszu-
In der Präambel zur Verordnung des Reichs- inmisters für die besetzten Ostgebiete über die W i e = iderherstellung des Privateigentums nn ben baltischen Staaten vom 18. Februar 1943 heißt es, daß burch biefe Verordnung bie Voraussetzungen für bie Beseitigung ber von der Sowjetunion getroffenen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen geschaffen werden, — unb im § 2<r*ber genannten Derorbnung: „Einheimischen, bie burch Zwangsmaßnahmen ber Sowjetunion enteignet worben waren, wird auf Antrag das Eigentum an bebauten und unbebauten («Grundstücken unb Bettieben zurückübertragen." Auf «Grund dieser Verordnung ist, nachdem bisher eine Reprivatisierung nur in Ausnahmefällen erfolgte, nn umfassender' Form eine, Rückgabe bes während jiber einjährigen Bolschewi stenh errs chast in den baltischen Staaten „nationalisierten" Eigentums auch -in Lettland eingeleitet worben. Den Auftakt hierzu gab bie in ber Großen Gilde zu Riga burch Den Generalkommissar selbst vorgenommene Ueber- reichung der Rückgabe-Urkunden an 150 Bauern und Grundbesitzer.
Berlin, 13. April. (DNB.) In den schweren Abwehrkämpfen an ber sübtunesrschen Front stehen bie deutschen und italienischen SoDaten ft a r t überlegenen feinb lichen Kräften gegenüber. Aber immer wieder gelingt es upferen Verbänden, den Massenang^ffen bes Gegners zu trotzen. Harte Kämpfe entwickelten sich Anfang April am Djebel Roumana. Bei Nacht bereiteten bie Briten hier mit schwerstem Artilleriefeuer einen größeren Durchbruchsversuch vor. Im Schutze der einschlagenden Geschosse gelang es ihnen schließlich, den Berg zu erklimmen. In ben Vormittagsstunden versuchte der Feind bann, mit bem Feuer seiner weittragenden Geschütze unsere Artillerie außer Gefecht zu setzen. Dabei beschoß er eine unserer Batterien allein mit 160 Granaten, ohne aber ernsten Schaden anrichten zu tönen.
Als die Briten erkennen mußten, daß es ihnen auf diese Weise nicht gelingen würde, unsere Stellungen zu zerbrechen, setzten sie zum Angriff an. Gleichzeitig stürzten sich britische Jagdbomber auf unsere Stellungen. Im Schutz von Nebelgranaten brachen britische Panzer vor, um, unterstützt von Äampffliegerverbänben, ben Durchbruch zu erzwingen. Unsere Flakgeschütze und Granatwerfer legten jedoch einen Sperriegel vor bie Angreifer. . .
Der britische Sturm geriet schließlich im Feuer unserer Grenadiere ins Stocken. Im sofortigen Gegenstoß setzten sich unsere Soldaten von neuem in den Besitz der heiß umfämpften Djebelstellung. Am Nachmittag warfen die Briten nochmals ihre Panzer in den Kampf. Jetzt gelang es ihnen unter schweren Verlusten, einigen Geländegewinn zu erzielen. Unsere Truppen wichen elastisch aus und führten blitzschnelle Gegenstöße, so daß alle Der- uche der Briten, unsere Kampfgruppen zu umassen und zu pernichten, mißlangen. In ihren neuen Stellungen stehen unsere Truppen in weiteren horten Abwehrkämpfen gegen bie feindliche Ueber- macht. _____
genbe Einzelheiten:
Durch Hinweise von Einwohnern wurde in der Umgebung bes Waldes von Katyn vor einigen Tagen bei bem Ort Sofiewka in ber Nahe von Smolensk eine M a s s e n h in r i ch t u n g s st a 11 e ber Bolschewisten entbeeft. In Gegenwart hoher Offiziere ber beutschen Wehrmacht, zahlreicher Sachverständiger unter Leitung bes Direktors bes Instituts für gerichtliche Medizin unb Kriminalistik an der Universität Breslau, Professor Dr. Buchtz, unb namhafter Vertreter ber in Berlin affrebitierten ausländischen Presse wurden in mehreren Gruben von je 28:16 Meter in 12 unb 9 Schichten meist gefesselte Leichen ehemaliger gefangener polnischer Offiziere gefunden unb teilweise gegraben.
Die im Auftrage Stalins von ben indisch-bolschewistischen Mördern viehisch mißhandelten Gefangenen der ehemaligen polnischen Armee sind im Frühjahr des 3ahres lS4 0, also Monate vor Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges, an dieser Stätte durch Genickschuß ermordet worden. An Hand der bei den Leichen aufgefundenen Papiere, Dokumente, Rangabzeichen und Legitimationen konnte bereits ein großer Teil der Ermordeten identifi-
Bolschewistischer Massenmord bei Smolensk.
Tausende gefangener polnischer Offiziere auf Geheiß Stalins gemordet und verscharrt Riesige Massengräber aus der Zeit vor dem deutsch-sowjetischen Krieg.
wurden. ' ,
Von den Neuwirtfchaften war drr weitaus grvtzte Xetl völlig unbebaut. Zwar verbrach mau, bereits IM ersten Jahr aus ruufo 8000 Neuwirtschasten Wohn- unb Wirtschaftsgebäude zu errichten D° - sachlich hat in dieser Zeit aber nur em kleiner Ten der Neuwirte mit der Beschaffung des Baumatermls beginnen können. Die Sow>ets dachten gar mcht daran, das Landgesetz in seiner ursprünglichen^Fonn sortzuführen Das ging auch schon daraus he , ÄÄÄ Bau von Wirtschaften nur in Siedlungen gestattete, um so die oeabj d) tigte Kollektivierung zu erleichtern. Die D-rstrgrmg der Neuwirte mit lebendem Inventar vollzog sich so, daß die jedem neuen Siedler ^dachte Kuh von den alten Landwirten im Wege der Enteignung
führen.
Nach dem Einrücken ber roten Machthaber wurde bereits am 25. Juli 1940 ber Landbesitz zum Staatseigentum erklärt, wenig später bas Landgesetz erlassen. Dieses sah auf den ersten Blick harmlos aus. Es sah bie Bildung eines Landfonds vor, dem zunächst im wesentlichen aller Landbesitz entschadl- flungsfos zu fiel, der 30 Hektar überstieg. 'WQBen mehrere Mitglieder einer Familie mehrere ®ruJ}D' stücke, so wurden allen zusammen nur 30 Hektar überlassen. Auf diese Weise bekam der Landsonds mehrere Tausend Landwirtschaften mit allen Gebäuden. Der Fonds übernahm im ganzen rund eine Mllion Hektar, davon 48 000 Bauernwirtschaften. Aus dem Landfonds wurden nun rund 52 000 Jteu- wirtschasten in der Größe von etwa ^0 Hektar g - bübet, 23 000 Kleinbauern erhielten 72 500 Hektar zur Vergrößerung ihrer Landsläche bis zu 10 Her- tar. Der Rest war für den Bedarf bes Staates und der sozialen Organisationen, sowie für das Volks- kommifsariat für Forstindustrie vorgesehen. 2lle ehemaligen Eigentümer des verstaatlichten Landes bekamen keinerlei Entschädigung, mußten aber mei e = hin für alle Schulden, Hypotheken und sonstige Ve- lastungen aufkommen, während die vom Landfon übernommenen, Ländereien von allen Lasten v s
^Datz^di'^Neuwirtschast-n unter den ^°lleben-n Voraussetzungen keineswegs lebensfähig w , 9 schweige denn rationell arbeiten konnten hegt auf der Hand. Das Ziel ber bolschewiststchen Agr°^ form war ja auch keineswegs die Derso gung besitzlosen Landbevölkerung mit ßanb^ tonbern 1 9 vielmehr in rein politischen Zweckem Da gi 9 daraus hervor, daß bas Land zum gr «mxalidifeit Ionen übergeben wurde, die weder d,e Wg' noch den guten Willen hatten, eine f . ficfit= Wirtschaft zu führen. Die UnNarhertem hmtzcht^ lich der rechtlichen Verhältnisse h°"^ Rewirtschas- natürlich die Regelung der normalen Bew.rtsäw^ tung unb beeinflußten entsprechenb landwirtschaftliche Erzeugung.
3m Frühjahr 1941 begannen che S°w^ -wrm die besten Bauernhöfe
mierten Fläche von 30 H^ar sam biefen
tar zu enteignen. Zum Teil wurden-uf »WM -Hosen Maschinentraktorstatzonen d ^usrni)öfe -L7"L
Organisationen übergeben, so 3- & arv
Fleischindustrie, chondelsunternehmu gen &
deren. Alle diese Enteignungen wurden am geheimer, der Oessentlichkeit mcht bekanntgewv
Meder freier Bauer auf freier Scholle
Von unserem Rg.-Berichterstatter.
Der neue Lt-Bootsieg.
Von unserer Berliner Schristleitung.
Die ßonboner „Daily Mail" hat dieser Tage fest- gestellt, baß der auf ber feindlichen Handelsschiff- fahrt lastende Druck immer stärker wird. Die neue Sondermeldung, bie die Versenkung von 21 Schiffen mit 138 500 BRT. bekanntgibt, ist die Bestätigung dieser Befürchtung, und bas wirkliche Ergebnis wird wahrscheinlich noch um einiges höher liegen, da bie deutschen OKW- Berichte torpebierte Schiffe, beren Versenkung zwar wahrscheinlich ist, aber wegen der einsetzenben Feind- Wirkung nicht beobachtet werben konnte, nur ass torpediert unb nicht versenkt melden. Die F.eststel- lung im englischen Unterhause, daß der Kampf gegen die deutschen Unterseebyote bisher eine große Niete gewesen ist, kam dem englischen Ministerpräsidenten sehr wenig zupaß. Denn er wußte wohl bereits, daß neue Hiobsbotschaften im Anzuge waren. Für die britische Insel ist es natürlich besow bers peinlich, wenn Geleitzüge angeschlagen werden, die für sie bestimmt sind, sei es, baß sie Truppen unb Material für bie bort stationierten USA -Armeen, fei es, daß sie Rohstoffe für die britische Jn- buftrie ober Nahrungsmittel für die britische Bevölkerung herüberbringen. Es ist schon wiederholt berechnet worden, welche empfindliche Lücke in bie britische Fleischversorgung beispielsweise die Torpedierung eines einzigen ber großen Kühlschiffe reift!, mit denen die Engländer auf ben Ozeanen besonders sorgfältig umzugehen pflegen. Aber immer wieder gelingt es unseren Unterseebooten, derartige wertvolle Brocken zu schnappen, unb bie Kassandrarufe bes englischen Ernährungsministers Wootton gehören jetzt schon sozusagen zum Repertoire englischer


