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rvar die Stimme, die so die Front der Heimat hinter zur Führung Europas. Winston Churchill hat es der Front der Soldaten aufgerichtet hätte? Ohne erleben müssen, daß die Deutschen sich selbst noch politische Führung, ohne eine Heimatfront, trieb das I nichtgenug für die Geschichte getan" hatten. Noch

"einem Fenster mehr gesprungen.

Zeitschriften.

Strafrunde zahlen.

zur vom

haben. W C

telstunde gehören."

Wie ein Feuerstrom ergoß sich der glühende Wille dieses Tribunen durch die Adern der Heimat, zu der er sprach, durch die Adern der Poilus, die er in ihren Schützengräben besuchte. Wo in Deutschland

Der Staat dient allein dem Volke.

Eine Veranstaltung des VeichüverteidigungükommiffarS Rhein-Main.

einmal setzte die ungeheure, dievulkanische" Kraft dieses Volkes sich in Marsch. Diesmal aber Einheit geballt unter einem Führer Geist des Frtdericus Rex.

Oer Vehrmachtbeeichi.

DNV. Aus dem Führerhaupkquartier, 13. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Westkaukasus nahm der Feind seine seit längerer Zeit unterbrochene örtliche Angriffstätig, keik wieder auf. Wiederholte Versuche, in die Stel­lungen deutscher und rumänischer Truppen einzu- dringen, brachen unter hohen Verlusten im Abwehr­feuer zusammen. An der Gebirgsfront wur­den durch Stoßtrupps zahlreiche feindliche Sampf- stände ausgehobeu, an der übrigen Südfront dauern die Kämpfe an. 28 Sowjetpanzer wurden abge- schossen.

Nach starker Artillerievorbereitung traten die Sowjets in einem Abschnitt ungarischer Truppen zum Angriff au. Sie wurden in erbitterten Kämp­fen unter Witwirkung deutscher Truppen abgewehrt. Deutsche und schnelle ungarische Kampfflugzeuge be­legten bei Tag und Nacht feindliche Vereitstellungeu und Warschbewegungen mit vernichtender Wirkung.

Vei der Fortführung eines eigenen Angriffsunter­nehmens im mittleren Frontabschnitt fielen viele hundert Gefangene und eine Anzahl Panzer und Geschütze in unsere Hand. Der Stütz­punkt Welikije LuN verteidigte sich weiterhin in heldenhafter Tapferkeit, während der eigene An­griff zum Entsatz des Stützpunktes fortschreitet.

3m Gebiet des 3lmen- und Ladogasees griff der Feind heftig an, Alle Angriffe scheiterten verlustreich an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen. Die Sowjets verloren in diesen Kämpfen 52 Panzerkampfwagen.

3n den heftigen Lufikämpfen des Tages schossen deutsche 3agdflieger 52 Flugzeuge ab, davon 36 im

Das Januarheft der bebilderten Monatsschrift Freude am Leben" (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde) wird mit einem illustrierten Aufsatz von Professor Dr. Arldt über den Kaukasus und seine Völkerwelt eingeleitet; die auf jahrelangen Forschungen beruhende Arbeit darf heute als be­sonders aktuell gelten. Dr. Arthur Jakob untersucht die Frage nach der Schädlichkeit des Mineraldün­gers und kommt zu einer grundsätzlichen und nach­drücklichen Verneinung. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der deutschen Ernährungsbasis durch die Eroberungen im Ostfeldzuge verdient besondere Beachtung, was Dr. Alexander Faatz aus persön­licher Anschauung zu dem Thema der Landwirt­schaft zwischen Don und Kaukasus zu sagen hat. In Ergänzung einer früheren, inFreude am Leben" veröffentlichten Arbeit gibt Dr. Zumpt vom Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg auf Grund eigener Erfahrungen praktische Hinweise zur Bekämpfung der Tsetsefliege; die Lösung dieses Problems gehört zu den Voraussetzungen für eine dauernde und erfolgreiche koloniale Durchdringung und Erschließung des Schwarzen Erdteils. Die klei­nen Beiträge aus allen Gebieten bringen u. a. inter­essante und lehrreiche Berichte über vogelkundliche Beobachtungen in Rußland und über Tollwut bei einem Wolf. Buchbesprechungen, die Liste von Neu­erscheinungen und die allgemein beliebte Preisfrage

1914 hatte der Kanzler denBurgfrieden" verkün­det; aller innerer Streit solle ruhen, solange die Waffen sprächen. Es war die Parole wohlgemeinten Bürokratendenkens. Sollte ein großes Volk wirklich allein mit der Mahnung zu bürgerlich-untertanen- hafterRuhe und Ordnung" durch die schweren Prüfungen eines Krieges geleitet werden? Bedurfte es nicht der großen Ziele, der leitenden Ideen, da­mit es auch in der politischen und geistigen Offen­sive oder Defensive bestehe? Die Regierung des Reiches tat nichts. Und so geschah es, daß der Feind, der zwei Jahre an allen militärischen Fronten der Deutschen abgeprallt war, der noch eineinhalb wei­tere Jahre verglich mit der deutschen Heeresfront ringen sollte, im Frühsommer 1917 fast wider­standslos in die innere Front der Deutschen einbrach. Es geschah, daß dieser Feind seine Hilfs­truppen auf deutschem Boden selbst fand; nicht nur in jenem kapital- und pressemächtigen deutschen Judentum, das von einem Sieg der west­lichen Kapitaldemokratien seine endgültige politische Herrschaft auch in Deutschland erwartete, sondern auch in jener uralten Macht des echtdeutschen Par­tei geistes, die Bismarcks prophetischer Geist einst mit Hödur verglichen hatte, dem Blinden, der sich von Loti den Pfeil auf den Bogen legen läßt, um ihn gegen den eigenen Bruder zu schnel­len. Es geschah, daß seit dem April 1917, ange­feuert durch die Parolen der russischen Revolution wie der amerikanischen Propaganda, die deutsche Demokratie den Kampf um die innere Macht wie­der aufnahm und daß sie zugleich auf ihre Fahnen die Forderung nach einem schnellen Frieden der >,Verständigung", das heißt des Verzichts, schrieb. Am 6. Juli 1917 forderte der Abgeordnete Matthias Erzberger im Hauptausschuß des Deutschen Reichstages einen sofortigen Friedensschritt des Deutschen Reichstages, am 19. Juli nahm der Reichs-

Reich ins vierte Kriegsjahr, in das Jahr der Ent­scheidung. Die deutsche Staatsführung und tue deut­sche Heimat sie lebten allein von der Kraft der kämpfenden Heere und seiner Feldherrn. Wehe, wenn einmal dieses Heer in einer Stunde des Rück­schlags seinen Nachschub an Kraft und Glauben bei der Staatskunst und bei der Heimat, suchen sEe!

Dies geschah im Sommer und Herbst 1918. Luden­dorffs Offensive hatte bis nahe an den Sieg heran- qeführt. Dann blieb sie stecken, und der Gegenstoß Fachs schuf eine Lage von tödlicher Gefahr jur Deutschland. Ein paar Wochen war es her, daß Frankreich sich in ähnlicher Lage befunden hatte. Damals, im Juli 1918, als Paris vor dem Nahen der Deutschen zitterte, und als in der Kammer die Kritik der Deputierten sich gegen den Marschall Fach erhob, hatte derTiger" die Parlamentarier ange­herrscht:Feldherren, die sich um das Vaterland verdient gemacht haben, im Stich zu lassen, um die Zustimmung gewisser vorschnell urteilender Leute zu erhalten, das ist eine Niedertracht, deren ich unfähig bin ... Sollen wir, well vielleicht irgendein Feister begangen worden ist, von einem Mann, delsen Haupt ich habe es gesehen! von Müdigkeit übermannt bisweilen auf den mit Kartenplanen überfüllten Tisch sinkt, Erklärungen verlangen? Ich weigere mich! Jagen Sie mich von der Tribüne, ehe Sie das verlangen!" .

Jetzt droht dem deutschen FeDherrn der Kops aus den Kartentisch zu sinken. Aber keinTiger stand hinter Ludendvrff. Sondern dahinten in Berlin stand nun, nachdem der greise Hertling die Kanzlerdurde von sich gelegt, in dem Prinzen Max von Baden ein zweiter Bethmann-Hollweg. Und hinter dem letzten Sprossen müde, pazifistisch und liberal ge­wordenen Fürstenblutes drängte murrend der Parlamentarismus, erhob sich tobend die rote Revolution der Straße. Am 24.Ok­tober gab Wilson kund, daß ein gerechter Friede nur dann dem deutschen Volk gewährt werden könne, wenn es sichseiner militärischen Beherrscher und monarchischen Autokraten" entledige. Am 26. Okto­ber erzwang Prinz Max von Baden vom Kaiser die Entlassung Ludendorffs. Am 9.No- vember 1918 dankte in <5pa Wilhelm II. ab, nahm m Compiögne Erzberger dos Diktat des Marschalls Foch an, rief in Berlin, von der Freitteppe des Reichs­tags, der Abgeordnete Scheidemann die Republik aus mit dem Hödurschrei:Das deutsche Volk hat auf ber ganzen Linie gesiegt!"

Das deutsche Volk hatte sich vier Jahre lang auf der ganzen Linie feiner militärischen Front geschlagen, tote es eines der großen Volker der Weltgeschichte würdig war. Kein anderer als Win­ston Churchill ist es gewesen, der 1929 in einem seiner Bücher in Grauen und Bewunderung von dem .-deutschen Vulkan" gesprochen hat.Seit Men« schengedenken hat man keinen solchen Kraftausbruch erlebt ... Fast zwanzig Millionen Menschen ver­gossen ihr Blut, bevor das Schwert der schreckens­vollen Faust entwunden werden konnte. Wahrlich, ihr Deutschen, für die Geschichte habt ihr genug ge­

tan."

Das deutsche Volk war zuletzt auf der ganzen Linie geschlagen worden, weil es eine unfähige politische Führung hatte. Und nichts mag die unheimliche Kraft dieses Volkes greller beleuchten als dies: daß es unter solcher Führung vier Jahre lang dem Erdball trotzte und zu­letzt noch seine Fahnen heimsührte, ohne daß sie besiegt in den Staub getreten worden wären.

In jenen grauen Novembertagen von 1918 mochte es wohl scheinen, als sei das deutsche Volk, das eben noch aus feinem Schoß den Genius eines Bis­marck entlassen hatte, unfruchtbar geworden an politischer Führerkraft.' Und doch, gerade jetzt in der Niederlage, vollzog es das größte Wunder sei­ner Lebenskraft! Nur eine alt und müde gewordene Führerschicht hatte sich überlebt, war von den Er­eignissen hinweggefegt worden. Das Volk selb st aber war mächtig genug, um zwei Jahrzehnte nach Bismarcks Tod, zwei Jahre nach dem Sturz des Bismarckreiches, von neuem einen poli­tischen G enius aus sich herauszuschleudern. Aus den Tiefen seiner breiten Massen, aus den namenlosen Reihen der Muskettere des ersten Krie­ges entsandte es in Adolf Hitler den großen Führer einer nationalen Revolution, den großen Gründer eines neuen Reiches, den großen Feld- Herrn eines zweiten Krieges. In zwei Jahrzehnten, die die Welt vor dem Deutschen Mirakel" zittern ließen, trug es diesen Führer auf seinem Rücken empor, zur Führung Deutschlands zuerst und dann

zwischen zehn und elf durch gewisse Straßen zu gehen, und daß man inskünftig, um aus den Fen­stern fallenden großen Hunden zu entgehen, nur noch mitten auf der Fahrbahn verkehren könne.

Wenigstens bis zum nächsten Strafzettel.

Und Harras?

Er seinerseits hatte keine Stammttschrunde, der er etwas erzählen konnte, und wer versteht denn auch die Hundesprache?

Aber Gedanken muß sich der Hund doch gemacht

für die Arbett auswirken. Auch der Nationalsozia­lismus halte selbstverständlich jene Traditionen hoch, die wirkliche, fikr unsere Volksgemeinschaft nutzbare Werte Larstellen. Darüber hinaus aber hatten sich die Dienststellen ton Partei und Staat nicht als Hüter von Traditionen, sondern als kompro­mißlose Wahrerder 3be eher national- sozialistischen Revolution emzusetzen. Die revolutionäre Umgestaltung des gesamten Staats- qefüqes so führte der Gauleiter weiter aus, nehme auch während des Krieges ihren Fortgang. Er wies dabei daraus hin, daß diese Ausgabe im wesentlichen eine personelle sei. Als Führer der national­sozialistischen Beamten während der Kampfzeit, so erinnerte der Gauleiter, habe er bereits den Grund­satz herausgestellt, daß der Dienst der Beamten allein Dienst am Volke sei. Diesen Grund­satz gelte es bis in die letzte Dehordendienststelle hinein zu verwirklichen. Der Staat werde me wie­der Selbstzweck, sondern stets Mittel zum Zweck sein. Ziel und Richtung des Staates aber werden bestimmt durch die nationalsozialistische Weltan­schauung und die Partei.

Der Gauleiter schloß seine mit Beifall aufgenom­menen Ausführungen mit der Erwartung engstes verständnisvollster Zusammenarbeit aller Dienststellen von Partei und Staat im Dienste des. gestellten Kriegsaufgabengebietes. Am Ende des Kampfes um unsere Freiheit, so führte er unter Hinweis auf den Neujahrsaufruf des Führers aus. werde es sich erweisen, daß die Partei und mit ihr der nationalsozialistische Staat als ^unerschütter­licher, unzerstörbarer Block ihre Bewährungsprobe bestanden haben. *

Am Nachmittag versammelten sich im Adolf-Htt- ler-Haus unter dem Vorsitz von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die hessischen Landrate, Oberbürgermeister, Polizeipräsidenten unb Abteil lungsleiter der hessischen Landesregierung zu einetf Arbeitsgang, auf der mit den verschiedensten Refe­raten behördliche Aufgabengebiete behandel twurdem

Dann hatte der gewesene Oberpostsekretär Alois Wiesenweger, der gerade in diesem Augenblick auf dem Bürgersteig daherkam, einen ganz stattlichen Riesenschnauzer teils als neumodischen Hut auf dem Kopse, teils als Boa um den Hals. Das Anpro­bieren geschah so wuchtig, daß beide sich hinsetzten, Wiesenweger zuunterst, Harras zuoberst.

Dabei geschah auch noch ein kurzer Kampf. Wie­senweger griff und Harras biß zu. Es war eine Katastrophe, und es geschah alles im Augenblick des Niederfallens.

Auf der Erde trennten sich die beiden Kämpfer sofort und saßen nun, breit auf ihren Hinterteilen, einander gegenüber, sich mit Augen anstarrend, die bei beiden so groß und rund wie Untertassen waren. Verblüffend war, daß sie einander in dieser Se­kunde glichen, wobei vielleicht auch Wiesenwegers Schnauzbart eine Rolle spielte.

Wiesenweger, als der ältere, brauchte länger, um zu neuen Taten zu gelangen. Der jugendliche Harras hingegen faßte sich nach Art aller Naturwesen auch im Unglück sofort, erhob und entfernte sich, wenn auch hinkend, ohne weiteren Abschied und mit un­bekanntem Ziel.

Unterdessen hatten sich mitfühlende Menschen in großer Zahl angesammelt, die gern zuhörten, was Wiesenweger, der endlich wieder zu sich selbst er­wacht war, im Sitzen erzählte. Er gebrauchte starke Vergleiche, vor allem auch zur Kennzeichnung des Hundebesitzers, der von dieser Geschichte gar nichts wußte, und den unter den Zuschauern niemand kannte, denn der Mann war ja erst gestern in dieser Gegend zugezogen. Was nützte es da Wiesen­weger, daß alle, die ihn umstanden, sich erboten, notfalls vor Polizei und Gericht für ihn zu zeugen? Er wußte ja nicht einmal, aus welcher Luke und aus welchem Stockwert ja, aus welchem Hause! ihm diese rund vierzig Pfund lebender Hund zu- geworfen worden waren, sondern er hatte dieses Wesen aus Aetherhöhen ganz einfach plötzlich auf dem Kopf gehabt.

Vor allem aber wollte er unter gar keinen Um­ständen seinen Tarock versäumen. Der begann pünkt­lich um elf Uhr. Wer zu spät kam, mußte eine

tag die Friedensresolution an.

Erst viel später hat man erfahren, wie gerade um diese Zeit auch die West Mächte schwerste Kri­sen durchschritten. Erst viel später haben Lloyd George, Admiral Jellicoe und andere gestanden, daß zwischen April und Juni 1917 der deutsche U-Boot- Krieg die englische Insel in furchtbarste Gefahr ge­stürzt hatte. In der französischen Armee war es im Juni 1917 zu schweren Meutereien gekommen. Aber Während drüben in England Lloyd George die -Zügel der Regierung straffer zog, während in Frankreich die Salven der Erschießungskommandos brachten, brach in Berlin die Heimatfront, die Re­gierungsgewalt zusammen. Daß Bethmann fiel, hätte ein Segen sein können. Aber ihm folgte in Michaelis ein noch unzulänglicherer Kanzler, und als Michaelis nach hundert Tagen wieder stürzte, da war der dritte Kriegskanzler, der die Treppen 3u Bismarcks Ministerzimmer emporschritt, Graf Hertling, ein müder, kränklicher Greis.

Eben um diese Zeit gab die Vorsehung der deut­schen Kriegführung noch einmal die Anwart- schaft auf den Sieg. Am 7. November 1917 brach Rußland durch die bolschewistische Revolutton zusam­men und bat um Frieden. Roch einmal wurde die Hauptmacht der deutschen Armeen frei zum großen Schlag gegen Westen. Im Deutschen Reichstag erklärte (Zras Hertling:Wir vertrauen auf unsere -großen Heerführer, deren Namen nur genannt zu werden brauchen, um sofort Stürme der Begeiste­rung zu entfachen." War das Tun eines Kanzlers womit erschöpft, daß er alle Verantwortung auf die Feld Herrn schob, um selbst die Hände müde im Schoß falten zu können? Kurz vorher, am 18. No­vember, hatte drüben in Paris ein anderer Greis feine Antrittsrede als Ministerpräsident gehalten. 76jährig war George Clemenceau in seines Landes höchster Not zur Macht gerufen worden. Und dieser Greis war einTiger" von federnder Kraft. .Krieg, nichts als Krieg" lautete seine Parole.Sieger ist, wer eine Viertelstunde länger als sein Gegner glauben kann, daß er nicht besiegt Ist. Meine auswärtige und meine innere Politik »sind ganz dasselbe. Innere Politik: ich führe Krieg. Auswärtige Politik: Ich führe Krieg. Ich führe Timmer Krieg. Rußland verrät uns, und ich führe .weiter Krieg. Das unglückliche Rumänien ist ge­zwungen, zu kapitulieren, und ich führe weiter Krieg. Und ich werde ihn führen bis zur letzten Viertelstunde, denn uns wird die letzte Vier-

Harras, -er kühne (Springer.

Von Alfred Richter.

Er sollte und wollte ein Riesenschnauzer werden Und hieß Harras.

Wenn man Harras heißt, dann kann man Dringen.

Und Harras sprang. Er benutzte niemals die Haustür. Er sprang, wenn er auf die Straße ge­langen wollte, aus dem Fenster.

Das war ganz ungefährlich, denn die Wohnung lag im Erdgeschoß. Sie wies auf einen Vorgarten, der mit seiner weichen Erde den kühnen Fenster­springer sanft empfing, wenn Harras ungeschlacht und ohne sporlliche Haltung über die Brüstung ge­tost kam, um mit allen vier Puderquasten von Dick- pfoten zugleich zu landen, um dann wie ein tolles Kalb davon zu galoppieren.

Aber eines Tages zogen Müllers samt Harras ftm. Das Diecherl schnupperte in der neuen Woh­nung nicht schlecht die fremden Wände an, stand den Möbelräumern im Wege herum, wurde ae- treten und angebrüllt und war am Abend dieses rätselhaften Tages, als endlich Stille um ihn ward, hinreichend zermürbt, um den neuen Wigwam nun­mehr widerstandslos Q[5 fein neues Heim anzuer- tennen.

Und am nächsten Morgen machte er als Erstes feinen altgewohnten Sprung aus dem offenen Fen­ster des Wohnzimmers hinaus in den Garten?

Es gab hier keinen Garten. Die Front dieser neuen Wohnung wies auf die offene Straße. Drun­ten lief der plattenbelegte Bürgersteig dahin. Es gab hier keine weiche Erde, auf die man hinab- fpringen konnte. Dies war für Harras die lieber- rafchung Nummer eins.

Aber es war auch noch eine zweite und weit peinlichere da: die neue Wohnung war nicht zu ebener Erde, sondern im ersten Obergeschoß gelegen. Es bot sich also für Harras die günstige Gelegenheit, bei seinem Sprung ganz unerwartet den Hals zu brechen. Dies bemerkte Harras auch sogleich, als er in der Luft unterwegs war.

Indessen war es nun zu spät. Er konnte nur noch hie Augen aufreißen, alle Fibern seines Leibes an- spannen und alle Viere weit von sich strecken, um

nördlichen Frontabschnitt. Lin eigenes! Flugzeug wird vermißt.

3a Tunesien verlor der Feind bei den noch andauernden örtlichen Kämpfen bisher 14 Panzer- kampfwagen, zwei Panzerspähwagen und eine grÖN ßere Anzahl Kraftfahrzeuge. Tag- und Nachtangriffs der deutschen und italienischen Luftwaffe richtete« sich in N o r d a f r i k a gegen stark belegte Flugstütz­punkte und Flakstellungen des Feindes. Vier feinde Uche Flugzeuge wurden abgeschossen.

3n den frühen Morgenstunden des heutige« Tages führten britische Flugzeuge wieder planlos- Störangriffe gegen westdeutsches Gebiet. Die ent« standenen Verluste und Schäden sind gering. An bet? Kanalküste verlor der Feind gestern zwei Flugzeuge.

papierene Opfer."

Erkenntnisse einer Tschungkmgzeitung.

Schanghai, 14. Januar. (Europapreß.) Die tschungkinger ZeitungTakung Pao" befaßt sich mit der Aufhebung der Exterritorialitatsrechte in China und drückt chre Unzufriedenhett über die, wie sie schreibt, nur scheinbare Generosität bet Anglo-Amerikaner aus, da Großbritannien und Die Vereinigten Staaten Tschungking etwas zurückgäben« was sie überhaupt nicht mehrbesäßen« denn die ftaglichen Konzessionen befänden sich ul der Hand der Nanking-Regierung. Japan ba* gegen habe auf Besitzungen verzichtet, die es wirklich besessen habe. Nanking werde daher in der Lags sein, die wirkliche Kontrolle über die ehemaligen Konzessionen zu übernehmen. Abschließend appel­liert die Zeitung an die USA., die Diskriminierung der Chinesen in den Vereinigten Staaten abzuschaf­fen. Ein solcher Schritt würde von Tschungking mehs geschätzt werden als papieme Opfer.

Der chinesische General Wangkuntsche, dev bisher auf der Seite Tschungkings kämpfte, ist jetzt zu der Nanking-Regierung übergetreten. Bei feinet Ankunft aus dem Tschun-Gebiet erklärte der Gene­ral:Nachdem Präsident Wangtschingwei den Feind Chinas aufgezeigt hat, darf kein Soldat zurück«

NSG. In seiner Eigenschaft als Reichsverteidi­gungskommissar Rhein-Main hatte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Mittwochvormit­tag die Spitzen von Partei und Staat des Gaues Hessen-Nassau zu einer Vortragsveranstaltung ver- ammelt, die der Ausrichtung aller parteiamtlichen, tacttlichen und kommunalen Dienststellen diente, die das Kriegsaufgabengebiet der Heimat gemein­sam zu bearbeiten haben. .

Gauletter und Reichsstatthalter Sprenger zeigte mit grundsätzlichen Ausführungen zum Thema Partei und Staat" Wesen und Inhalt des nationalsozialistischen Staatsgefüges auf. 21115= gehend vom Umbau des Staates nach der Macht­übernahme, der dank der dynamischen Auswirkung der Partei schnellstens vorangetrieben werden konnte, kennzeichnete er den Wandel der Auffasiung vom Staat, der während der liberalistifchen Epoche um feiner selbst willen fungierte, und der demgegenüber im nattonalsozialistischen Reich allein in den Dienst der Interessen des Vol­kes gestellt wurde. Der Gauleiter unterstrich diese Auffassung mit Gedanken des Führers, des Reichs­marschalls Hermann Göring und des Reichsinnen­ministers Dr. Frick. Niemals, so führte er danach aus, dürfe sich der Neubau des Reiches in der Her­stellung einer blutleeren Konstruktion erschöpfen, sondern er erhalte seinen wesentlichen Inhalt durch das organische Werden einer neuen Weltanschauung.

Im einzelnen behandelte der Vortrag dann tue Zusammenarbeit von Partei und Staat im Gau Heffen-Nassau, die durch die Ein­richtung des Reichsverteidigungskommissars Rhein- Main eine wesentliche Förderung erfahren habe. Der Parteigau, der in der praktischen Arbeit als stärkstes Moment der Einheit in Erscheinung getreten fei, habe die Grundlage für die Neueinteilung der Bezirke der Reichsvertei­digungskommissare abgegeben. Der Gauletter unter­strich dabei noch einmal, daß für alle getroffenen Maßnahmen das Programm der Partei der alleinige Ausrichtungspunkt sei. Traditionen, so führte er dabei aus, dürften sich niemals hemmend

Filmsensationen vor 40 Jahren.

Es ist jetzt 40 Jahre her, daß in den deutschem | Kinos neben den Wild-West-Filmen und den Natur­aufnahmen, die zuerst das Publikum begeisterten^ als große NeuigkettTrickaufnahmen" gezeigt wur­den, die sogleich einen starken Erfolg hatten. Es was augenscheinlich die Freude an den Möglichkeiten des Technik, die sich hier überschlug und auf die selt­samsten Einfälle kam. Da wird eine SzenenfolgS geschildert, in der man zunächst zwei an einen! kleinen Tisch sitzende Leute sieht. Sie unterhalten! sich erregt, kommen aber schließlich überein, ihren Streit durch einen Boxkampf auszutragen. Nun nimmt jeder aus der Westentasche eine kleine, als! Boxer gekleidete Puppe und setzt sie auf den Tisch, Die winzigen Boxer werden sofort lebendig unhi führen einen regelrechten Kampf aus, während dis beiden Gullivers dabeistehen und den LttiputboxerN auf der Tischplatte lebhaft Beifall klatschen. Schließ­lich erfolgt derKnock out", und der Sieger wi­der Besiegte kehren danach wieder in die Taschen ihrer Eigentümer zurück ...

In einem anderen Film sah man zunächst daS! Bild eines kopflosen Menschen, der neben einem Riesenei steht. Der Enthauptete zerschlägt das Ei mit einem Hammer und entdeckt seinen vermißten Kopf darin. Das Gesicht lächelt ihm zu und er­laubt, daß die Hände einige Eier gewöhnlicher Größe aus seinem Munde nehmen. Dann sieht cs jedoch verlangend nach Hals und Schultern, untß schließlich wird der Kopf wieder auf seinen Platz ge­setzt, der vollständige Mann verbeugt sich vor beirt Publikum und verschwindet.

Auch derTraum des Gefangenen" erregte groß- Sensation. Man sieht den Gefangenen in feinet Zelle schlafen, und auf der Wand erscheinen nebel­haft umriffene Figuren, die allmählich immer schä^ fer werden, obwohl die Wand noch immer burcn die wesenlosen Formen zu sehen ist. Man erkennt jetzt eine Figur als den schlafenden Gefangenen« eine andere als ein Mädchen, man beobachtet eineft Zant zwischen ihnen, das Blitzen einer Waffe und sieht das Mädchen entfeelt zu Boden stürzen als plötzlich der wirkliche Gefangene aus dem Schlaf aufschreckt und wild auf das Traumbild starrt. Dis Vision verschwindet, und an ihrer Stelle schweb! geisterhaft das Gesicht des Mädchens über» Wand ms G.K,

So ging denn Wiesenweger schließlich einfach da- vervollständigen den Inhalt des sorgfältig zusam- von und berichtete nur der entsetzten Tischrunde, | mengeftettten und gedruckten, mit reichhaltigem 21n- W gefährlich es Lei. U dieser Stadt vormittags fchauungsmateM gusgeftattetea HLjt.e.s«