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im Vorjahr vollendetes Werk benannt
löt, spielt in Rudolstadt im Hause der Oberforst- » r 1 .«AM tM n a .. X -
Heimfahrten während der Osterzett.
Die Anforderungen des totalen Krieges, belasten
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Kunst und Wissenschaft
Max Dreyers „Drama um Schiller".
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Sollens
„Und wie sieht es mit den Dschungelneaern aus, Bob? Wie bitte? Ich Hobe doch nicht „Bob" gesagt,
Dem Spätwerk „Die S ch w e st e r n" des Mecklenburger- Dichters Max Dreyer, in dessen Mittelpunkt die Episode des nach Jena berufenen Schiller mit den beiden Schwestern von Lengefeld 'teht, war bei seiner Uraufführung im Staats-
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ie be Macke- ir 1938, jenn 6 unb 'er nod) m wirb !t Echt sondern sse in tfjrer in ■ Man Proch Deutle en bnr »erben, immer »egeben, geniiber infolge immun inbe er- ■ W r übrig sich in ’ne unb ist ziui i diesen
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besonders an die Kinderabteilungen der Hospitälee. Es bricht ihr täglich fast das Herz, die kleinen Gc - schöpfe in ihren Fieberqualen zu sehen. „Hallo, Bob, hallo —" Keine Antwort. „Hallo, Bob, da< ist kein Witz! Jetzt melden Sie sich bitte!" Immer unruhiger wird ihre Stimme.
Professor Forster tritt ein, er kommt aerobe aus dem Hospital für Schwarze und zieht sich das Jackett aus, denn die Sonnenglut draußen ist
Dienst an den Schaffenden.
Die Arbeit in den Sozial-Gewerken des Handwerks im Sau Hessen-Nassau.
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W -Heater des Generalgouvernements in Krakau ein
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Ein Kolumbus-Film.
Alle Erinnerungsstücke an Kolumbus in Spanien sollen gefilmt werden und im Rahmen eines großen Dokumentarwerkes anläßlich der Feier des 450. Jahrestages der Rückkehr des Kolumbus von feiner Entdeckungsreise nach Amerika in Barcelona dot» «werden. Zur Zeit befindet sich ein Operateur
Nischen Wochenschau „Rodo" in Cordoba, um dort den .Konvent der Barmherzigkeit", die „Ro- fada del Sol", die Straße „Ceniza" nnt chren ^altertümlichen Häusern und allen geschichtlichen Statten. die on den Entdecker Amerikas ermnem, aus- zunehmen. ____
Das gute Wort.
Wem schon am frühen Morgen eine Laus über die Leber gelaufen ist, der hat kaum die Bereitschaft zu einem guten Wort. Ihm geht vielmehr alles gegen den Strich, ob es nun die Straßenbahn ist. die er verpaßt, oder das Frühstücksbrot, das er vergißt. Weshalb sein seelischer Zustand zu Ent- ladunaen drängt, wobei auf einen Wortschatz zuriick- geariffen wird, der eigens für solche Situationen geschaffen scheint. Begreiflich! Ein normaler Mensch rann nicht mit freundlicher Miene Verbindlich- j keilen sagen, wenn in ihm der Aerger brandet. Hat er aber seinem Zorn Luft verschafft, so ist ihm bedeutend wohler, und kommt dann jemand mit
ihm den Hörer.
„Ach wo, hängen Sie mal an. So, jetzt drehen — , beruhigt er sie väterlich. Er hebt von neuem ab, spricht in den Apparat: „Hallo, hallo —" Mit be sorgter Miene läßt er den Hörer sinken. „Da ist ja überhaupt kein Strom mehr in der Leitung!"
Virginia schlägt die Lider mit den langen Wim pern nieder. „Mein Gott, so hat es damals auch angefangen, als ste die Station überfallen haben!"
Forster will die eigene Unruhe verbergen. Heftig fährt er feine Assistentin an: .Hetzt werden Sie bitte nicht hysterisch, weil eine Verbindung unterbrochen ist! Da hängen immerhin ein paar tausend Meter Draht in der Dschungel. Ein Baum kann um- gefallen sein oder die Affen haben sich wieder mal nützlich gemacht oder sonst was ist geschehen. Man braucht doch nicht gleich das Schlimmste anzn- nehmen!"
Virginia blickt chn stumm an. Er nimmt einen weißen .Kittel vom Haken, zieht ihn über. Roch immer fühlt er die Augen der jungen Aerztin auf sich gerichtet. ,Hetzt sehen Sie mich bitte nicht so an, ich kann doch auch nichts ändern. Was soll ich denn tun? Wir müssen eben abwartenl"
Das schlanke Mädchen senkt den Kopf, ihre Liv pen zittern, ,Ha, wir müssen abwarten!" sagt ste dann mit sejtev Stimme. (Fortsetzung folgte
möglich ist, einen zusätzlichen Personenverkehr in der Osterzeit durchzufÄhren. Es muß daher von jedem verlangt werden, daß er alle vermeidbaren Reisen gerade in den Tagen unterlaßt, in denen ersah« ’ I runasgemäß die Reichsbahn besonders stark belastet " ist. Abgesehen von se-hr wenigen Fällen, in denen geschlossene Arbeiterurlaubstransporte von und nach dem Ausland durchgeführt werden, find daher in der Zeit vom LI. bis 28. April keine Urlaubsreisen oder Familienheimfahrten anzutreten oder zu beenden. Arbeiter, Angestellte und Betriebsführer, legt also Urlaub und Familienheimsahrten so, daß nicht gerade Reisen in der Osterzeit notwendig werden! Haltet die Reichsbahn an diesen Tagen für wichtigste Kriegs- und lebensnotwendige Transporte frei und helft auf diese Weise, den Einsatz der Deutschen Reichsbahn zugunsten des totalen Krieges zu er«
Herr Doktor!"
„Dann habe ich mich wohl verhört. Virgin, was i Er faltet feine Karte zusammen, angelt sich vom Tisch eine Zigarette. Pesam-Billy gibt ihm. Feuer. „Ja, mit den Negern, das ist so eine Sache. Ein paar haben wir gesunden, aber tot — Malaria tropica." Plötzlich entdeckt Bob auf dem Boden seine Strumpfe, die er vergessen hat anHuziehen. Die Schuhe sind bereits zugeschnürt. Mit einem resignierenden Achselzucken wirft er Pesam-Billy die Socken zu und fährt dann fort: „Diese Idioten! Statt daß sic sich helfen lassen, schießen sie auf uns oder reißen aus, wenn sie allein sind, so wie heute morgen — und kaum war der Kerl verschwunden, da fing auch prompt die verfluchte Trommelei an!"
Virginia stenographiert den Bericht mit. „Bitte nicht so schnell. Ich habe jetzt ,als der Reger flob‘ — was? Wieso »Negerflcch? Aber Bob, ,fW klein geschrieben. Als der Reger flofy setzten wieder die Trommeln ein. So, bitte weiter — nein, das schreibe ich nicht!"
Lewis knöpft sich das Buschhemd am Halse zu, er ist fertig. Energisch entgegnet er: „Doch, doch, Virginia — schreiben Sie ruhig: Dr. Lewis steht auf dem Standpunkt, es ist Unfmn, die Dschungel- station weiter aufrechtzuerhalten, da es vollkommen aussichtslos erscheint, Verbindung mit den Regern aufzunehmen. Punkt — Schluß — aus! Ist das Wundertier eigentlich schon angekommen? Ra, euer Dr. Dos Passos. Ah, erst mit dem nächsten Dampfer, na schön — und sonst? Sehnsucht nach mir, Virgin?"
Virginia schiebt den Stenogrammblock fort, lehnt sich zurück und sagt ernst: „Dazu habe ich leider keine Zeit. Bob, bei uns sieht es trostlos aus. Wir kommen überhaupt nicht mehr zum Schlafen, be- fonders feit Scdgewick hier liegt — was? Rein, der hat eine Hatur wie ein Pferd, ja. ein ebensolches Gemüt auch. Ach Bob. wir hoffen doch alle, daß ihr noch etwas erreicht, denn sonst —' Virginias Augen sind grpß und traurig. Sie denkt
einem guten Wort oder einer launigen Bemerkung, so kann es geschehen, daß der eben noch wütende Mann plötzlich die Welt mit schmunzelnder Miene betrachtet. Was wesentlich dazu beiträgt, die Atmosphäre um ihn her erfreulich zu verwandeln.
Ein gutes Wort kann spaßig ober ernst, es kann nachdrücklich oder mit heiterer Gelassenheit gesprochen werden, wichtig ist nur. daß es der jeweiligen Situation entspricht und klärend wirkt. Wir erleben solche Situationen täglich, in dem lebhaften Getriebe des unermüdlichen Einsatzes ergeben sie
habilitierte er sich ebenda. Seine Berufung nach Greifswald erfolgte 1931. Prof. Dr. Walter Schering ist zum o. Professor für Soziologie an der Universität Berlin ernannt worden. Sche- SÄM Sfi & in 51 «,CTÄnÄi)Tfo™ tSTSTiiTSSt WÄÄt Ä» IftfcXrW inj? Charakterologie übertragen. Von feinen Werken nennen mir: „Die Kriegsphilosophie von Clausewitz", „Wehrphilosophie" und „Geist und Tat. — Der a. o. Prof. Dr med. Rudolf Tb) au er in Frankfurt ist an die Medizinische Akademie Danzig auf den Lehrstuhl für Physiologie berufen worden. Thauer wurde 1906 in Frankfurt geboren. Er habilitierte sich dort 1936 und erhielt 1940 eine Professur am Institut für animalische Physiologie übertragen. — Dipl.-Jng. Foppe Locher in Danzig ist beauftragt worden, in der Fakultät für Bauwesen der T. H. Danzig das Lehrgebiet Baustoffkunde. Baukosten- und Bauwirtschaftslehre in Vor- lefungen und Hebungen zu vertreten.
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ßcn befindet,^tzotte am Schlüsse des Geschäftsjahres 1942/43 insgesamt 657 Bände als Bestand zu vor zeichnen. Davon sind 300 unterhaltenden und 202 belehrenden Inhalts, während 55 Jugendbücher find Die Bücherei wurde im verflossenen Gefchästsjahr von 139 Lesern benutzt, von denen 63 Erwachsene.
8 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren und 68 Schüler (38 Knaben und 30 Mädchen) waren Die Gesamtzahl der Entleihungen belief sieb- auf 699 Bande, und zwar 397 unterhaltenden und 203 belehrenden Inhalts ferner 99 Jugendbücher. Von den ausgegebenen Büchern wurden 294 von Er wachsenen und 405 von Jugendlichen entliehen. Die Stadt Gießen unterstützt die Bücherei mit einer Beihilfe von JOO RM., on Lese-geldern aingen im verstossenen Geschäftsjahr rund 41 !nM. ein 19 Bände wurden im Verlaufe des Geschäftsjahres angeschafft. Die Bücherei ist im weiten Schulhaus untergebracht und an jedem Samstag zwischen 12 und 13 Uhr geöffnet.
Das letzte noch lebenbc Pferd aus dem ersten ®eltfrleg, das Den Ehrenschild „Kriegskamerad" trägt, vielleicht das einzige in der näheren und weiteren Umgebung, befindet sich im Vorort Klein Linden und gehört dem Metzger unb Landwirt Karl Hinterlang in der Wetzlarer Straße. Es mochte den Feldzug hn Westen oei einer Fuhrpark tolonne mit, die einst aus Darmstadt ausgerücki war; ss wurde von seinem Besitzer bei einer Der fteigerung in Gießen im Januar 1919 käuflich erworben. Das Tier ist trotz feiner 30 Arbeitsjahre
sei. Während er in dieser komischen Vermummung zum Bungalow läuft, beginnt er sich abzutrocknen.
Hallo, Virginia", ruft Lewis freudig m die Sprechmuschel. „Hier ist Bob. Wie gehfs? Was? Oh Verzeihung — amtlich — bann fangen mir noch einmal von vorne an. Also!" Seine Stimme wird übertrieben sachlich. „Hallo. Dr. Larsen! Hier spricht Dr. Lewis, Leiter der Dschungelstation des Hygiene- Departements Puntamarra. Wie geht es Ihnen? Er holt sich mit der freien Hand einen Feldstuhl, jetzt sich rittlings darauf.
„Danke, Herr Doktor, und Ihnen?" sagt Virginia Larsens tiefe, weiche Stimme am anderen Ende der Leitung. „Rah? Ach, ba habe ich Sie alfo^gestört, wie? Danke. -
leichtem!
Tagung der NGKOV in (Sieben.
Am Sonntag hatte bie Kameradschaft Gießen ber RS.-Kriegsopferverforguny ihre Abtellungs- und Unterabteilungsführer, sowie die Betreuerinnen zu einer Arbeitstagung in die Gaststätte „Bayerischer Hof" eingeladen. Der k. Kameradschaftsführer Gravelius gedachte eingangs der Kameraden von Stalingrad und der Gefallenen. Rach Erledig
Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Outkelch
8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Die Station des Hygiene-Departements liegt auf einer Lichtung. Mangobäume werfen ihre Schot- ten auf das ziegelrot gestrichene Bungalow, dessen einziger Raum Bob Lewis und seinem Kollegen als Behandlungs- und Wohnzimmer dient. Z Feldbetten mit Moskitonetzen, ein wackeliger Etz- tisch, Feldstühle und ein über Kisten gelegtes Brett, bas Mikroskope und Reagenzgläser tragt, sind das ganze Mobiler. „ „ »»ix
Aus einem Benzin-Kanister steh em alter Feld- telephonapparot. ber jetzt mehrmals hintereinander in kurzen Abständen schE- Pesom-Blly' dab schwarze Faktotum der Station, stürzt Here n, nimmt den Hörer ab. „Si? 2ch stm hier si ch — a'e? Sisi, Mr. Lewis sein schon da, ich ihn holen.
dr rennt um das Bungalow ^"man den kleinen Wohnzellen des Hilfspersonals vorbei ^zu den kleinen Regentonnen, die an der Ruckte des Hauses stehen und in denen die Aerzte ihr Bob nehmen. „Mr. Lewis — Mr. Lewis!
Aus einer ber Tonnen taucht Bobs Kopf auf, über unb über mit Seifenschaum bedeckt. Der h ter der Tonne postierte schwarze Diener halt dies für eine Aufforderllna unb gießt Hm dm Re fernes Eimers über Haar und Gesicht. „Was qi d^nn?" prüftet Lewis halb erstickt. oflrun
„Mr. Lewis kommen ganz chnell, Miß Larlen sitzen wieder in kleine Kasten, ruft Pes y ^o^mirft seine Seife in die andere Tonne, aus der jetzt der Kopf seines Kollegen neugierig taucht Mit den Anden stemmt slch Lew'-hoch und schwingt sich über den Rand Da er nur nut -m-r «adchose beneidet ist, nimmt er dem.Diener d Badelaken aus der chand, den Tropenhelm auf und schltipjt M -Kohp ch
beitsplätze werben von ihm auf ihre ^undheitliche Eignung hin überprüft, und Unzulänglichkeiten, ins» besondere bei Frauenarbeit, in Verbindung mit der Sozialen Betriebsarbeiterin abgestellt.
Die Maßnahme „Warmes Essen im Betrieb" errichtet und errichtete an geeigneten Plätzen in Groß und Kleinstädten handwerkliche Betriebsküchen. wobei stillgelegte Fleischereien teilweise mit den darin nicht mehr einsatzfähigen Handwerker- familien nutzbringend eingeschaltet werden.
Um den Gedanken der gesunden eigenen Woh nung unb ber Werkswohnung bei Betriebssührern und Gefolgschaft hn Handwerk zu pflegen unb zu gegebener Zeit in die Tat umzuseken, ist die Einrichtung „sozialer Wohnungsbau' ebenfalls an- gelaufen. Sie wird entscheidend dazu beitragen, dem Handwerk eine betriebstreue Gefolgschaft zu er- halten.
Als eine wichtiae Maßnahme sei noch das „Ueberbetriebliche Vorschlagswesen" erwähnt. In Zusammsnarboit mit ber in der Deutschen Arbeitv front durchaesührten Aktion „Betriebliches Vor schlagswesen werden die kleinen unb großen Ar beitsablaust unb Zettverbesserungen, Handgriffe und Einrichtungen gleichgelagerteu Betrieben vermittelt und für die schnellere und leichtere Fertigung wirksam gemacht. n
In Vorbereitung ist das „Gemeinschaftliche Lohnbüro". Dadurch wird der Handwerksmeister, invbs« sondere im Hinblick auf die Einführung des Lei» stungslohnes auch im Handwerk, von den meiftenn von ihm selbst durchzuführenden Lohnberechnungen entlastet, so daß er sich mehr für seine gestaltende Arbeit einsetzen kann, und durch jederzeittge Vergleichsmöglichkeiten die Leistungsfähigkeit der Be triebe untereinander festgestellt unb ausgeglichen werden kann. Durch entsprechende Orgamsatiou werden die Ansprüche der Gesolgschaftsmitglieder auch bei Arbeitsplatzwechsel innerhalb ber ange schlossenen Betriebe bes Gaues aufrechterhalten
Zur Durchführung von Maßnahmen, die über den Umfang und die Leistungskraft der frei ege- bunbenen Sozial-Gewerke hinausaehen. ist das Gau-Sozial-Gewerk, in dem sämtliche kretsgebun» denen Sozial-Gewerke des Gaues Hessen-Rassau ver einigt sind, gegründet worden. Cs ist nunmehr in allen Kreisen des Gaues möglich, nwdernste soziale Arbeit auch im Handwerk durchzuführen, wobei die soziale Selbstverantwortung keinem Betriebsführei abgenommen wird, und er feine Leistungen nach ber ftnanziellen Kraft nnb dem Umfang seines Be triebes selbst bestimmt.
RSG Aus den im Jahre 1939 erstmalig im Deut- chen Reich (fegrünbeten drei Sozial-Gewerken in Frankfurt a. M., Darmstadt und Wiesbaden sind inzwischen i m Gau Hessen -Nassau 27 Sozialgewerke geworden. In diesen kreisgebun- >enen Einrichtungen sind bis jetzt rund 2000 Handwerksbetriebe mit über 6000 Gefolgschastsmitglie- bern zusammengefaßt. Das Ziel ist eine fortgesetzte Leistungssteigerung unb Betriebsverbesserung ber Handwerksbetriebe durch Einführuna von sozialen Maßnahmen, die der Erhaltung der Leistunasfteude unb Gesundheit ber im Handwerk Schaffenden dienen und von den einzelnen Handwerksbetrieben in- olge ihrer wirtschaftlichen Eigenart selbst nicht rurchgeführt werden können.
So hat beispielsweise die Maßnahme „Zusätzliches Urlaub&gcib" dzw. „Wirtschaftskundliche Studien- reife" Tausenden im Handwerk Schaffenden wahrend des Krieges eine Erholungs- unb Urlaubszeit auch im Rahmen des Reichs- und Gau-Erholungs- wertes ermöglicht. Allein für diese Maßnahme sind bis heute über 50 000 RM. aufgewandt worden.
Eine vielseitige Aufgabe hat weiter die Maß nähme „Ueberbetriebliche Betriebskasse". Aus ihr werden bei Erkrankungen, bei Eheschließungen, (Geburten, zur Anschaffung von Uniformen Jür ftinber ber Gefolgschaft bei Eintritt in die RS.-Juaend' Formätionen, bei Unglücksfällen, überhaupt dort, mo schnelle Hilfe notwendig ist, Zuschüsse gezahlt. Außerdem werden Gemeinschaftsveranstaltungen, wie 1. Mai, Volksbilbungswerk, Theaterring, Tee» und Vitaminaktion, Errichtung von Lehrlingsheimen mit ihrer Hilfe durchgeführt. Auch für sie wurden von den Sozial-Gewerken die notwendigen Mittel bereitgestellt.
Der gepflegte „Betriebssport" ermöglicht auch den handwerklichen Betrieben durch Zurverfügunchtcl- lung von gemeinsamen Sportplätzen und Gerät sowie Sportlehrern die Durchführung des Betriebssportes.
Die „Soziale Betriebsarbeiterin" tft kn chrer Tätigkeit aus den Sozialgewerken nicht mehr weg- zlldenken. Ihre Betreuungsarbeit trägt ebenso zur Leistungsfreude sowohl des Betriebsführers als auch des Gefolgfchaftsmitglicdes bei, da sie den schaffenden Menschen ihre kleinen und großen Sorgen soweit als irgend möglich abnimmt.
Ein wesentlicher Beitrag zur Leiftungssteigenmg wird durch die Maßnahme „Gesundheitsdienst — Betriebsarzt" erreicht. Die im So^ialwerk zusammengeschlossenen Betriebssichrer und Gefolgschaften des Handwerks dieses Kreises merfoen dyrch den Betriebsarzt turnusmäßig untersucht. Auch die Ar-
unerträglich. ,
Virginia beachtet ihn nickst. ,^allo, hallo?
sie angstvoll ins Telephon.
„Dr. Larsen, bitte, geben Sie mir die Unter lagen ..." Erst jetzt bemerkt Forster Virginias Erregung. „Was ist lop, was haben Sie denn?"
„Herr Professor, die Verbindung zur Dschungel- ftation ist plötzlich obgebrod^en! Aufgeregt reicht sie
.... ....... — Ich möchte gern Ihren heutigen Bericht ausnehmen. Ja, ich schreibe mit." Sie sitzt im Büro Professor Farsters. An der Wand hängt eine große Karte der Insel, auf der mit verschieben- farbigen Fähnchen die malariaverseuchten Gebiete abgesteckt sind. Eine ähnliche Karte in kleinem Format liegt vor ihr auf dem Schreibtisch. Virginias lange, schmale Hände halten Stenogrammblock unb Bleistift. Plastisch hebt der weiße Aerzbekittel die ein wenig überzüchtete Schönheit ihres Gesichtes, das von dem bis zur Schulter fallenden schwarzen Haar eingerahmt ist, hervor. Verhaltene Leidenschaft blickt aus den dunklen Augen, der ausdrucksstarke Mund kontrastiert mit der Blässe der Hand. Aufmerk- lamsam hört sie Bob Lewis Bericht zu.
' „Ja, leider gibt es heute nicht viel Neues!" sagt der Kollege. „Wir waren oben bei den Sümpfen auf der Nordseite vom Fluß. Eine ganze Kiste von Moskitos haben wir mitgebracht — alles Malariaträger. Ja, ba könnt Ähr auch die Fähnchen stecken, leider!" Pesam-Billy hat Bobs Kleider gebracht, unb der junge Arzt zieht sich, den Hörer am Ohr behaltend, an. Jetzt unterbricht er feine Toilette unb beugt sich über eine aus ber Jakett-Tafche ans Licht beförderte Karte der Insel. .
Auch Virginia Larsen in Puntamarra ist in ihre Karte vertieft. „Das iit Plan-Quadrat 4c — ja? 4b auch, ja?! Dann ist also das ganze Sumpfaebiet verseucht" <5ie macht eia Kreuz auf die Karte.
beAnebt «Mögend den Fernsprecher nach Luft- 1 angriffen* Darum führe Du dann k 6 i n <
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Töchtern findet. Die Zuneigung Sckstllers zu der M geistig anregenden Karoline wie zu der jchwär- imersichen Charlotte findet in ber verstandesmäßig Aufgebauten „Dreiheit" eine unheilschwangere Lö- jjung die von Schiller erst gesprengt wird, als er »on der ihm wohlgesonnenen, aber zur Klarheit sich von selbst: leicht passiert es mal, daß einem Drängenden Frau von Lengefeld auf das Unnatür« „ber Hut hochgeht", was weiter nicht schlimm ist. Iiche dieses Verhältnisses hingewiesen wird. Schiller Nur sollte der Einsichtige bann von dem Zauber- jolgt dem Ruf an die Universität Jena. Monate mittel des guten Wortes Gebrauch machen. Er wird Ipater kommt er nach Rudolstadt zurück unb fuhrt I sehr bald Gefallen daran finden und zu seiner mun Charlotte als seine Braut heim. Die Jnsze-1 eigenen Freude sehen, wieviel unni'tzen Aerger uierung Friedrichfranz Stampes hielt sich mit er damit aus der Welt schafft. H. W. Sch. einigen Zusammenraffungen an das Manuskript
Max Dreyers, der den Geist jener Zeit und auch FeM0NMer-LerroraNgNff ihre seelischen Einwirkungen auf die Menschen jener Qllf das Rhem-Main-Gebiet. Tage beschworen hat. Max Wittenberger. I
Eine fitaoierfonafc von Gerhard Frommel. !
Die einsätzige Fantasiesonate für Klavier von ^che Flieger dgs Rhein-Main-Gebiet an. Der Ter- Gerhard Frommei, welche ber als Vorkämpfer zeit rorangriff richtete sich ausschließlich gegen die Zivil- ^enössstchen Schattens bekannte Frankfurter Pianist beoölfetung, die 17 Tote und eine Anzahl Verletzte Dr. Georg Kuhlmann in einem Konzert des beklagen hat. Ver entstandene Sachschaden ist städtischen Kulturamtes Danftg mit hohem Können ^ichk bedeutend.
.jur Aufsühning druchte zaubert den Hörern in im- D ©auleiler btfidjtlgle am Sonnlag verschiedene proDifalorttoer und aelegantlich zu sesterer thema. ^ um (kf, oon Maßnahmen, die üscher Substanz verdichteter Form und in An I neirnifm
lehnung an das Thema der klassischen Sonate den ^r Behebung des verursachten Schadens getroffen -Reiz neuromantischer unb impressionistisch schillern^ wurden, zu überzeugen.
iber Klangfeinheit hervor. Ein rasch bahineilendes ^ört btt tlNtzVLrktät (SiefiCIt. tarantellaartiges Presto bildet mit seiner Derben 1
Grundhaltung einen wohltuenden Gegensatz zu den Der a. o. Professor an der Umversitat Gießen weichen Konturen des getrageneren Teils des Wer Dr. Rudolf Gerber folgt vom Beginn des Soch' feg. Die klanggrüblerisch versonnene Komposition I mersemesters ab einem Ruf als Ordlnarius auf den machte auf die Hörer einen starten Eindruck. Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Helmuth Sommerfeld. Göttingen. Professor Dr. Gerber, der aus
Aäb Tft ahie ffitrWboM Berlin
?°!d!s"enUi»e1"R-ck^Köttaen wurde^E^in^Bonn beamieien und 1937 gum beamteten anßerordent. für öffentliches Recht. Kotigen wurde 190Z in <5onn |nrnnnnt 1938 ernannte ihn die geboten. Er studierte in Berlin, Marbur«, München ni,emi(, nemeinnühlfler Wissenschaften in Erfurt und.J.na und promenierte m. Jena 1924. WIzum°au-w8r«^N Mitglied.
Keine llrlaubsreisen und Jamilien-
gung bes Arbeitsplanes hielt ber Sozialreferent in der Reichsdienststelle unb Betreuungsobmann in ber Gaudienststelle Pg. Bösche einen Vortrag über Betreuungssragen.
Für unsere verwundeten.
Die NG.-Gemeinschast „Straft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage bes Oberkommandos der Wehrmacht unb in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung' im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett unterhielt ber Film „Verräter" die Ver^ rcunbeten in spannender Weise. — Die Musikgruvpe der Volksschule Gambach ließ iu zwei Lazaretten frohe Volksmusik unter Leitung ihres Dirigenten, Lehrer Lahm, erflingen. Die Schülerkapelle spielte mit Harmonikas, Gitarren, Flöten und Schlagzeug Märsche, Lieder und Tänze. Der reiche Beifall bekundete den Dank der Verwundeten für die frohen Stunden. — Im Auftrage ber Kreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann in zwei Lazaretten einen interessanten Film vom Norwegen-Feldzua. Ein zweiter Film brachte eine „Weltreise bes Panzerkreuzers .Emdeksi". Die Reise ging durch das Mittelmeer, Suezkanal bis nach Japan und zurück. Der unter- haltsame Film brachte Bilder aller besuchten An- legehäfen. — Zu den Vorstellungen der Wock>e batte bas Theater der Universitätsstadt Gießen die Verwundeten eingeladen. Ebenfalls waren in ber HI. — Bann 116 — Theaterringoorstellung „Fra Diavolo" Verwundete zu Gast. Zur Dichterlesung Joachim von der Goltz in der Aula waren von ber Kulturellen Vereinigung im Vörtrcvgsring Verwundete «ringe- laden worden
«Siehen'Klein-Linden.
Die Volks- unb Schülerbücherei bes Vororts Klein-Lmden, die sich jetzt im Besitz der Stadt Gte-
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nanif»ert. Das Sondergericht nahm einen besonders schweren Fall im Sinne des § 2 der Rundunkverordnung an, der dafür die Todesstrafe umdroht. Es verurteilte ihn daher zum Tode. Die Todesstrafe ist bereits voll st reckt worden.
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durchschlagender Erfolg beschieden. Das „Drama
um schiller", wie der nunmehr 80jährige Dichter jchch, ! Pein erst i... T ’ '---------
»ölboh iat, spielt in Rudolstadt im Hause ber Oberforst- e ilf., Meisterin von Lengefeld, in dem der bisher nirgends Önmtr andfsst gewordene Schiller einen Halt in den beiden Mg. It e* °


