195. Jahrgang Nr. 87
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Dienstag, 15. April 19^5
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vrühlscheUniversttätrdruckere! 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen iSiehen.Szchulstrahe 7-9
die von den Männern der Organisation
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Lissabon, 12. April. (Europapreß.) Die Nachrichten vo-n der Begegnung des Führers mif dem Duce und die Bekanntgabe der grundlegenden Gedanken über die europäischen Ziele des Krieges, wie ie in dem Kommunique nach dem Zusammentref- en der beiden Staatsmänner formuliert worden find, finden in der europäischen Presse größte Be- achtung und haben einen lebhaften Widerhall ge-
Der F ü h r er begrüßt den Duce.
(Presse-Illustrationen Hoffmann. sSch.j)
Kultur und des Rechtes der Bölter auf freie Entwicklung, und die Verwirklichung dieses Friedens, der die Zusammenarbeit aller Völker und die gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Hilfsquellen der Welt sicherstellt, sind sittlich und politisch ein hohes Ziel $ür dieses Ziel ist Italien in den Krieg eingetreten, und weil es dieses Ziel im Auge hat, wird es siegen, denn seine Stärke liegt in der Ge- rechügkeit der Sache.
„Eine kategorische Antwort auf die berüchtigte Atlantik-Charta", nennt „La Franca Socia- l i ste" das Kommunique der Begegnung zwischen Führer und Duce. „C ri d u P e u p l e" unterstreicht besonders, daß diese Begegnung angesichts der sich widersprechenden englisch-nordamerikanisch-sowfeti- sck>en Ansprüche die revolutionäre Jdeenqemeinschaft der Achsenmächte aufs neue beweise. „Wo wird die Antwort erfolgen", fragt „Tribüne d e Lausan n e". „Wir werden auf die Antwort nicht lange zu warten brauchen", fährt das Schweizer Blatt fort. „Im allgemeinen hoben den Generalstäben der Achse zehn' Tage genügt, um die im Laufe de«
Kapitänleutnant Brandt gehört zu den erfolgreichsten deutschen Unterseeboot-Kommandanten des Mittelmeeres, wo er seine Erfolge ausschließlich gegen Geleitzüge und mit starker Sicherung fahrende Schiffe erzielte. Bei diesen Unternehmungen bewies Brandi immer wieder hervorragendes Können und großen Schneid. Brandi, der 1914 in Dortmund als Sohn eines Bergwerksdirektors geboren wurde, trat 1935 in die Kriegsmarine ein.
einzelnen Völker zu einer wirksamen und tatsächlichen Zusammenarbeit gelange. Dieses Ziel und dieser Glaube der gesamten europäischen Dülkergemein- schäft bildet die'Garantie der neuen Ordnung/'
Eine Phase „neuer enormer Leistungen" der Achsenmächte kündet das römische offiziöse „G i o r- na le d'Italia" an. Es ist jetzt noch nicht der Augenblick gekommen, schreibt das Blatt, „große Pläne zu verkünden. Doch ist sicher, daß die Achsenmächte schon jetzt den Kriegszielen der Gegner einen Plan der internationalen und nationalen Solidarität entgegenstellen können, der die Rechte der Völker auf freier Entwicklung sichert. — „M e s s a g - g e r o" schreibt, wenn der Feind mit einem Nachlassen des Einsatzes der Achsenmächte gerechnet hatte, so wird er bitter enttäuscht sein, denn die Kraftanspannung der beiden Nationen wird auf ein ungeahntes Maß gesteigert werden und mathematisch zum Siege führen. — „P o p o l o di Rom a" sagt, die seierliche Verpflichtung des Duce und des Führers ist dazu bestimmt, im Herzen der Italiener einen starken Widerhall zu finden und ihren Willen zu stählen, bis zum Siege zu kämpfen, der ihre Aspirationen auf den Raum, den sie zum Leben und zum Arbeiten brauchen, ver-
beherrschenden Höhe, deren Befestigungen einen Flugplatz sichern sollen, der mit seinen Ausmaßen und modernen Betonhallen ebenfalls ein Meisterwerk der OT. darstellt, zufällig Zeugen einer Manöverübung wurden. Nachdem Ketten von Tieffliegern ihre Bombenlast auf die, wie angenommen worden war, gelandeten' und über die Dünen dringenden feindlichen Panzer abgeladen hatten, setzte ein konzentrisches Feuer aller Kaliber auf die gegebenen Ziele ein, das
einen kleinen Vorgeschmack davon bot, was im Ernstfall zu erwarten wäre. Wir können gewiß sein, daß der Feind dann erneut sein Dieppe erleben wird, ein Dieppe in viel größerem Maßstab, wenn es nötig sein sollte. Denn auch hier wie immer wird den letzten Ausschlag der deutsche Soldat geben, um so mehr, wenn er im Schutze einer solchen Befestigung steht, wie ihn der Atlan- tikwall darstellt.
©er Abschiedsgruß des ©uce.
DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 12. April. Beim verlassen des deutschen Reichsgebietes sandte der Duce folgendes Telegramm an den Führer:
„Rach Beendigung meines Aufenthaltes auf deutschem Boden möchte ich Ihnen, Führer, sagen, daß ich ganz besonders erfreut darüber bin, daß ich mich mit Ihnen über so viele Probleme, die gleichermaßen die Interessen unserer beiden Länder betreffen, habe unterhalten können. Ich habe erneut und mit großer Befriedigung die herzliche Verbundenheit in den Zielen und Handlungen feslstellen können, welche unsere beiden Völker in einem Kriege vereint, den diese unmittelbar bis zum entscheidenden Siege fortführen werden, der Europa den von seinen Völkern erwarteten gerechten Frieden bringen wird. Ich bewahre die dankbarste Erinnerung an Ihre herzliche Aufnahme und begrüße Sie, Führer, in kameradschaftlicher Verbundenheit. Mussolini."
Staatssekretär B a st i a n i n i sandte an den Reichsauhenminister von Ribbentrop ein Telegramm, in dem er feinen Dank für die herzliche Gastfreundschaft ausspricht und zum Ausdruck bringt, daß er sich gefreut habe, die für Deutschland und Italien wichtigen Fragen im Geiste völliger aufrichtiger Hebereinftimmung und im festen Glauben an den gemeinsamen Sieg besprechen zu können.
Das Eichenlaub
für Kapitänleutnant Brandi.
DJtß. Au-demAührekhaup«qu-ri>er, 12. April. Der Führer hat Kapitänleutnant Albrecht Brandi, Kommandant eines U-Bootes, als 224. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Kapitänleutnant Brandi hat, nachdem er am 21. 1. 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden war, im Mittelmeer unter härtesten Bedingungen drei feindliche Kreuzer, darunter den im heutigen OKW.Bericht genannten Kreuzer der Fiji-Klaffe, und mehrere mit Munition beladene Dampfer versenkt und zrvei Zerstörer torpediert.
Pn rastloser Arbeit geschaffenen' Befestigungsanlagen und Verteidigungswerke entlang. Unser Bild zc eine der zahlreichen Fernkampfbatterien am Atlantikwall. — (OT.-Kriegsberichter Maier. sSch.j)
Unser Bild zemt den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop im Gespräch mit dem Duce.
Unser Bno zeigc Scherl-Bilderdienst. - Gerd Baatz. sLaux.s)
PK. Acht Monatenach Dieppe! Die Bri. ten mußten damals ihren großangelegten Landungsversuch teuer bezahlen. Obwohl sich der Ausbau der Küste erst im Anfangsstadium befand, dauerte es nur wenige Stunden, bis sie ins Meer zurückgejagt waren. Dennoch muß man mit einer Wiederholung ähnlicher Experimente rechnen, mit Wiederholungen in größerem Maßstab und auch mit Ueberraschungs- Momenten. Nach Dieppe gab deshalb der Führer den Befehl zum westwallartigen Ausbau der gesamten Küste, zum Bau eines At- lantik-Walls von der spanischen bis zur Reichsgrenze.
Wieder sind nun die Männer der von Reichsminister Dr. Todt gegründeten größten Bauorganisation der Welt, der Organisation Todt, dabei, ein Werk zu vollenden, das sich würdig ihren Leistungen beim Bau dex Reichsautobahnen, des Westwalls und der inzwischen überall am Atlantik entstandenen U-Boot-Stützpunkte anreiht. Diese Stützpunkte, von denen aus unsere U-Boote die Schlacht im Atlantik führen und in denen sie dann nach schwerer Feindfahrt ausruhen können, und darüber hinaus die gesamte Küste gegen jeden Angriff zu schützen, das ist die Aufgabe dieser neuesten Schöpfung unserer Organisation Todt unter ihrem Chef, Reichsminister Speer, von deren Ausbauzustand sich Vertreter der deutschen Presse jetzt Überzeugen konnten.
Es jst eine Fahrt durch den Frühling, der hier im Westen schon zeitiger ist, durch blühende Wälder und Heide, und dann wieder durch unendliche Weingüter, die mit ihrem feldmäßigen Anbau in der nur leicht gewellten Landschaft so gar nicht unseren von Rhein und Mosel gewohnten Vorstellungen von einer Weinlandschaft entsprechen. Und dann stehen wir plötzlich am Atlantik, dessen lange Wogen sich an einem Strande brechen, der kein friedliches Badeleben mehr kennt, der überall vom Kriege gezeichnet ist. Ein Sh st em von Betonstützpunkten, von Panzersperren und Minenfeldern durchzieht die ganze Küste, um jedem Eindringling den Zutritt zu verwehren. Westwallartiger Ausbau bedeutet Schaffung von Festungsanlagen, die allein durch ihre Stärke vor jedem Angriff warnen, westwallartig in den Bauformen und in der Härte, aber auch in Umfang und Einsatz. Nur mit reinem Stahlbeton, mit stärksten Panzerkuppeln und entsprechenden Armierungen wird hier gearbeitet. Kein deutscher Soldat ohne Betonschutz!' Daß diese Forderung am Atlantlk verwirklicht ist, davon konnten wir uns restlos überzeugen. Es find Bunker, Vie jedem Beschuß stand- halten und die sich vermöge ihrer Ausstattung und Ausrüstung unter Umständen viele' Monate ohne Nachschub halten können.
Land- und Seeschuh!
Eines Tages stehen mir vor den Trümmern eines der zahlreichen Denkmäler, die zur Erinnerung an die erste Landung amerikanischer Truppen auf dem Kontinent im ersten Weltkriege errichtet wurden. Damals wurden die Amerikaner mit offenen Armen empfangen. Heute wachsen an der Küste modernste Betonfestungen, um eine Invasion zu verhindern. Die ganze Flutz- münbung ist hüben und drüben gespickt mit diesen Bauten, und es müßte mit dem Teufel Zusehen, wenn diese Sperre durchbrochen werden konnte. In ähnlicher Weise sind alle Flußmündungen, alle Häfen, namentlich die U-Bvot-Stutzpunkte, überhaupt alle strategisch wichtl gen P unkte stark befestigt worden. Schwere Küstenartillerie wechselt mit Pak, Flak und MS-Wern, roo^u da und dort noch die schweren Eisenbahngeschütze
kommen. ,
Dieser Seeschutz wird ergänzt durch einen entsprechenden Landschutz, durch eine unterirdische Bunkerlinie, die in gleicher Weise von See her eingedrungenen Femd abwehren kann, wie von der Landseite her, durch vielfältige Sperren und Verteidigungsmittel, die sich in einem breiten wur tel um die wichtigen Plätze Ziehen. Daß die - den Briten unmittelbar vorgelagerte K a n a E ulte bis zur Reichsgrenze hinauf den Stempel e n einzigen Riesenfestung trägt, ist nach alledem selbst, verständlich. Wir sahen hier auch die giganhld)en Festunqsbauten der Batterie Todt, unserer F e r n k a m p f g e s ch ü tz e , die. die erste große Leistung der OT. an der Atlantik-Front waren Jedes Geschoß, das hier das Rohr verlaßt, hinter läßt drüben ein bleibendes Andenken.
Ein Denkmal der Oraanisation Todt.
Ein unerschütterlicher Wille zum Siege für die Zukunst Europas
©ie Begegnung zwischen Führer und ©uce im Spiegel der europäischen preffe.
Bereit sein ist alles!
lieber der Bunkerkette von Calais sieht man irgendwo an der Küste ein Betonspruchband. Unter dem deutschen Adler trägt es die Inschrift: „Bereit sein ist alles!" Dieses Wort kann man über den ganzen Atlantikwall setzen. Er wurde geschaffen, um bereit zu fein, für jeden Fall gerüstet zu sein. In seinen Grundzügen steht jetzt der große Perteidigungswall am Atlantik. Noch notwendige Restarbeiten werden ftistgemäß fertig. Seine Kampfkraft ist schon jetzt in jeder Weise gewährleistet. Und wenn es dem Gegner dennoch irgendwo gelingen sollte, einzubrechen, dann stehen Die ü e u i = scheu Divisionen bereit, die in diesem Winter nicht geschlafen haben, die für diesen Tag geschult worden sind und auf die große Stunde des Einsatzes warten.
Wie dieser Einsatz ständig exerziert wird, davon konnten mir uns überzeugen, als wir auf einer
Was es bedeutet, in kürzester Frist em System von vielen tausenden solcher Stutzpunkte zu schaffen, dos laßt sich in Zahlen und auch m Worten kaum verständlich machen. Was sagt es schon, man hort, daß allein so em Fernkampfgeschutz I N 17000 cbm Beton gebettet ist! Sicher ff nur, daß man diesen mehrstöckigen Betonkowll nicht mehr vergißt. Schon der Westwall «alt Äs einmalige Leistung der 2T, Die damalige leistunq ist ober am Atlantikmall v erd o p v eit worden. Dabei ist der Westwall t>on bcuWn Frontarbeitern gebaut worden, wahrend am _^Ian- tikwall auf einen OT.-Facharbeiter tas BwflW an Ausländern aller Schattierungen -ntsallt Es fft ein bleibendes Denkmal deuff^r Ingemeure und Techniker, vor allem aber auch unbekannten VT,-Arbeiters, daß dieses gewaltige Berteid gunqs werk dennoch sristaemäß beendet wurde oft unk schwierigsten Umständen und trotz bartes angriffe der Briten. Der putsche Frontmqeni und der deutsche Frontarbeiter H selbst hinausgewachsen, stellen sie "s ch fl Freireit doch auch noch sur den Waffendienst zur Verfügung, um im Ernstfall ihr Werk Mit mr tätigen zu können.
Lin Wall von Beton und Stahl schützt die Wen Europas
Oie deutsche Abwehrfront am Atlantik eine neue Leistung der Organisation Todt.
z Von Sonderberichter E. Fechtner.
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Von der italienischen Preße bringt der „Cor - r i e re della Sera" die tragenden Ideen des Kommuniques besonders einprägsam zum Ausdruck. Das Mailänder Blatt schreibt: „In dem harten Krieg, der gegen Europa geführt wird, ist der Wille der Verteidigung des Kulturgutes des Kontinents mit der Lebensnotwendigkeit gepaart, den europäischen Völkern eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Hilfsquellen zu sichern, die für ihr Dafein und ihre Entwicklung unerläßlich find. Jede Waffe und jede Arbeitskraft wird in diesem Kampf ein» qefetzt, der durch den Sieg zu einem Frieden führen muß, der die geistigen und materiellen Interessen aller Völker berücksichtigt und sie gegen jede Hinterlist und Gefahr schützt. Die Achse führt den Krieg nicht, um eine Beherrschung Europas zu erreichen, ..... ,
Indern sie will, daß Europa durch den Willen der wirklichen wird. Die Verteidigung der europäischen


