Ser ALA-Imperialismus der Feind Europas
Von Professor Dr. Friedrich Schünemann.
ralismus wird noch verstärkt durch einen über-
I
Europa. Der politische Moralismus hat daher rna-
Sturnotwendig tralität der
schöpferisches zur europäischen Ordnung und Be-
inter schlacht
Siegreicher Abschluß der
mit
Mr noch arbeiten für den Sieg.
jede wahre und vernünftige Neu- USA. verhindert und auch nichts
Seegebiet vor Bone an. Drei Handelsschiffe durch Lufttorpedos und
Zruch des K^Mes binqton Pos .W'r befinden Oer Geschm les wie der !' edeutet e i Zur gleichen einer der ersten rikanische Außenpo
3m verlauf der zur Verkürzung unserer Front durchgeführten Bewegungen wurde die Stadt Wjasma ebenfalls nach gründlicher Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen und nach vor Wochen erfolgtem Abtransport der Kriegsgeräte und Versorgungsgüter in der vergangenen Nacht kampflos geräumt.
An den übrigen Abschnitten der Ostfront kam es bei anhaltendem Tauwetter nur zu
sehen, so wird noch unmöglicher ihre Anwendung aqf Lebensrechte und Volksinteressen, auf lang- überlieferte Konflikte und Spannungen etwa in
Während der Schwerpunkt des U-Boot-Einsatzes in den letzten Tagen hauptsächlich gegen die nordatlantischen Seeverbindungen
der Gegner zwischen Nordamerika und dem englischen Mutterland gerichtet war, berichtet die Sondermeldung vom Freitagabend vor allem von Versenkungen im Nordmeer und im Mittelmeer. Auf den Nachschubstraßen für die Sowjets wurde im Eismeer ein rücklaufender G e - leitzug angegriffen, dessen Schiffe hauptsächlich Grllbenholz für die englische Bergbauindustrie geladen hatten, zum Teil aber auch nur mit Ballast fuhren. Unter den versenkten Schiffen befand sich ein völlig neues Liberty-Schiff von 7000 BRT. Größe, das kurz nach dem ersten Torpedotreffer voll Wasser lief und sank. Die starke Sicherung des Geleits beweist, wie sehr sich der Gegner gerade in diesem Seegebiet bedroht fühlt und wie notwendig er die Vollendung der Schiffe braucht. Unter Berücksichtigung der schlechten Sicht- und Wetterverhältnisse' und der zahlenmäßig großen Sicherungsstreitkräfte ist dieser Erfolg besonders hoch zu werten.
Im M i t t e l m e e r wurde der gegnerische Kriegsmaterialnachschub für Nordafrika schwer getroffen. Die Transportdampfer waren vollbeladenmit Kriegsmaterial und wurden trotz ihrer ungewöhnlich starken Zerstörer-, Korvetten- und Luftsicherung — die Flugzeuge kreisten bis nach Einbruch der Dunkelheit über den Schiffen — unmittelbar unter der Küste vor dem Einlaufen in ihre Bestimmungshäfen von unseren Booten gefaßt und versenkt. Neben dem an allen Fronten dringend benötigten Kriegsmaterial und Tausenden von Tonnen lebensnotwendigem Nachschub ist auch in wenigen Tagen ein wesentlicher Teil des monatlichen Schiffsneubaues vernichtet worden.
hitzten Nationalismus, der sich nur zu gern anmaßt, sich selb st zum Maß aller Welt-- politik zu machen und über alle anderen, mit Vorliebe die Europäer, zu Gericht zu sitzen. Läßt
Britische Flugzeuge griffen in der Nacht zum 12. März südwestdeutsches Gebiet an und warfen Spreng- und Brandbomben vor allem auf die Stadt Stuttgart. Die Bevölkerung hatte Verluste. 3n Wohnvierteln, an öffentlichen Gebäuden und an mehreren Krankenhäusern entstanden größere Schaden. 3äger und Flakartillerie schossen elf der angreifenden Bomber ab.
Die südenglifche Hafenstadt H a st i n gs wurde am gestrigen läge von schnellen deutschen Kampfflugzeugen überraschend im Tiefflug angegriffen. Erhebliche Zerstörungen wurden beim Abflug beobachtet.
Das Oberkommando der Wehrmacht konnte am Freitagabend bekanntgeben, daß unsere U-Boote wiederum elf große Schiffe mit 75 000 BRT. aus der Nachschub flotte für Nordafrika, für die Sowjetunion und England versenkt haben. Vier weitere Dampfer wurden torpediert. Damit belaufen sich die in den drei Sondermeldungen an drei auf-^ einanderfolgenden Tagen bekanntgegebenen Versenkungserfolge unserer Unterseeboote auf 47 Schiffe mit 282 000 BRT. Es muß immer wieder betont werden, daß unsere Unterseeboote ihre großen Erfolge im Mittelmeer und im Atlantik in seiner ganzen Ausdehnung sowie in den angrenzenden Gewässern des Indischen Ozeans trotz der fast überall noch herrschenden ungünstigen Witterung erzielt haben. Es ist begreiflich, daß die häufigen Meldungen über große Crmlge unserer U-Boote im feindlichen Ausland allmählich eine heftige Nervosität Hervorrufen, denn man weiß dort nur zu genau, daß die Schlacht auf den Meeren von entscheidender Bedeutung für das Schicksal des Krieges ist. Haben doch namhafte Staatsmänner der Gegenseite immer wieder zugegeben, daß die angelsächsisch-bolschewistische Koalition den Sieg über die Achsenmächte nie erringen kann, wenn sie nicht der U-Boot^Gefahr Herr wird. Davon ist sie aber augenblicklich weiter entfernt denn je, und mit der zunehmenden Besserung des Wetters werden unsere Unterseeboote weit«e Erfolge im Kampfe gegen die feindliche Transport- und Versorgungsschiffahrt heimtragen.
DreiGondernieldungen:282v0vBRT
Weitere <§i folge der deutschen U-Boote. - In den letzten 24 Stunden erneut 75000 BAT versenkt.
FnAngriffundAbwehr.
Als die deutschen 'Truppen Mitte Februar die Stadt Charkow nach Rückführung allen Kriegsmaterials und planmäßiger Zerstörung der militärischen Anlagen geräumt hatten, glaubte die sowjetische Heeresleitung, nun endlich den Schlüssel zur Vernichtung der deutschen Südfront in der Tasche zu haben, und auch in London und Wa- hington sah man damals bereits den sowjetischen Bundesgenossen am Ziel seiner Wünsche, dem Durchbruch nach der Westukraine und Bessarabien, der die ganze deutsche Ostfront aufrollen sollte. Es kam die Zeit lebhafter Erörterungen der politischen Ab- ichten des Kreml nach dem anscheinend schon sicheren Siege der sowjetischen Waffen. Das durch die militärischen Erfolge zwischen Wolga und Donez erheblich gestärkte Selbstgefühl der Sowjets erlaubte jedoch gar keine Diskussion der sowjetischen Kriegsziele. Es war für den Kreml selbstverständlich, daß ihm als Preis für seine Hilfe Finnland, die baltischen Staaten, Ostpolen und Bessarabien erneut aus- geliefert und darüber hinaus der Roten Armee der Weg nach Mitteleuropa freigegeben werde. In Washington blieb man gänzlich unberührt von der Anmaßung des sowjetischen Bundesgenossen, man war uninteressiert an dem Schicksal, das dem europäischen Kontinent zu drohen schien. Und England zeigte seine völlige Machllosigkeit, den sowjetischen Ansprüchen entgegenzutreten. Man wußte für die kleinen osteuropäischen Völker keinen anderen Rat, als sich mit den Sowjets gut zu stellen, England und Amerika könnten und wollten jedenfalls nichts für sie tun. Selbst die polnischen Emigranten in London, die auf die englische Garantie pochten und Zusicherungen forderten, daß man sie gegen die Begehrlichkeit des sowjetischen Imperialismus schützen werde, wurden zum Schweigen gebracht. Man bedeutete ihnen, daß England nicht daran denke, sich ihretwegen mit den Sowjets zu Überwerfen.
In London kannte man nur eine Sorge, den Kreml bei Laune zu halten. Jedes Stirnrunzeln Stalins wegen der ungenügenden Materiallieferungen oder der Untätigkeit der Bundesgenossen in Nordafrika wurde von Parlament und Presse in England ängstlich aufgegriffen und unter der geschickten Regie der Londoner Sowjetbotschaft zu drängenden Aktionen gegen die eigene Regierung ausg'emünzt. Nicht sehr viel anders war es in Washington. England und die Vereinigten Staaten erschienen nur noch als Hilfsvölker des Bolschewismus, die den durch ihr Bündnis mit Moskau begangenen Verrat an der Mission des Abendlandes durch die Preisgabe des europäischen Kontinents zu vollenden jederzeit bereit waren. Niemals hat es sich deutlicher erwiesen als in diesen Wochen, daß das Schicksal Europas einzig und allein in die Hand des deutschen Ostheeres gelegt war. Riesengroß erhob sich vor der europäischen Dölkerfamilie die furchtbare Gefahr der Ueberflutung durch die vertierten Horden der östlichen Steppe. Allein von der Standhaftigkeit der Ostfront hing es ab, ob die europäischen Staaten zu Satrapenreichen des roten Kreml werden sollten, ob die Wiege abendländischer Kultur von dem bolschewistischen Moloch verschlun-
r'rie'bung beitragen können: er hat im Gegenteil störend, ja verheerend auf den Frieden Europas gewirkt.
Im Zusammenhang mit jeder nordamerikanischen Realpolitik dient seit langem die Moral als Phrase und Ideoloaie zur Selbstbeschönigung des brutalen selbstinteresses, zur Selbstrechtfertigung vor dem eigenen Volk und der Weltöffentlichkeit, eben als bloße Tarnung. So hat sich die Monroe- Doktrin immer mehr als leere Fassade erwiesen, jie hat sich als allgemeingültige Doktrin aufgeführt, Zber tatsächlich als einfache Jnteressenforde- rung hsrausgestellt, die nach Bedarf mit immer I neuem Inhalt gefüllt worden ist. Weshalb der deutsche Völkerrechtler Friedrich Berber den Europäern von heute mit Recht den dringenden Vor- chlag macht, endgültig den „Mythos der Monroe- Äoktrin zu entthronen". Ebenso hat sich der Panamerikanismus Franklin D. Roosevelts mit einer zu oft betonten interamerikanischen „S o l i - varität" und „westlichen Hemisphären- Demokratie" als ein einfacher diplomatischer Bluff herausgestellt, der von den Tat- 1 achen der ibero-amerikanischen Geschichte vielfach belegt werden kann. Nach zehn Jahren seiner »Politik des guten Nachbarn" ist von allen Gliedern 3er Panamerikanischen Union nur noch eins nachgeblieben, das es noch wagt, eine eigene Neutrali- :ätsvolitik zu treiben. Aber auch Argentinien als unabhängiger Staat Südamerikas steht unter siän- Hig zunehmendem Druck der beiden angelsächsischen
Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung.
Mehrere feindliche panzervorstöhe gegen die deulsch-italienische Stellung in T u n e f i c n wurden abgeroufen.
Die Luftwaffe griff im einen feindlichen Geleitzug und ein Zerstörer wurden Bomben schwer beschädigt.
Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8' ,Ulir desVormittags
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Wiederholung MalstaffeU AbschlüneAtengenstanelS Vlabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°»mehr
Der WeKrmachtbencht.
DNV. Aus dem Führerhauptquartier.
12. Marz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Nach dem siegreichen Abschluß der Winterschlacht zwischen D n j e p r und Donez. der die hoff- nungen der Bolschewisten auf eine Wiedergewinnung der Ukraine zunichte machte, setzten unsere Truppen ihre Angriffe in Richtung auf Charkow fort. Panzer- und Grenadierverbände des Heeres und der Waffen-^ durchbrachen vor der Stadt die tiefgestaffelte feindliche Schuhstellung und drangen von mehreren Seiten in die Stadt ein. heftige Straßenkämpfe dauern noch an.
Nördlich und nordwestlich der Stadt warfen unsere Divisionen den Feind nach Osten zurück. 3m Nachstößen wurden zurückflutende feindliche Kolon- nen aufgerieben.
Starke Verbände der Luftwaffe griffen zusammen mit ungarischen und slowakischen Fliegerkräften in unermüdlichem Einsatz in die Lcdkämpfe ein.
Infolge der in den letzten Wochen erlittenen schweren Verluste tteßen die Angriffe der Sowjets im Kampfabschnitt von Orel merklich nach. Vereinzelte schwächere Angriffe scheiterten. Zum sofortigen Gegenstoß avgesehte eigene Verbände vernichteten gestern zwei weitere Sowjetregimenter.
zwischen Dnjepr und Donez.
Gutes For schreiten des Angriffes auf Charkow. - Von mehreren Seiten in die Stadt eingedrungen. - Wjasma planmäßig und kampflos geräumt.
leine Zukunft." _
Die Gesinnung, die aus diesen Press ebekenntmisen spricht, steckt noch heute in allem, was der Imperialismus plant und fertigbnngt. Auch aue ^Dmacherifchen Instinkte, dis einst gegen Spanien
3n der vergangenen Nacht führten schwere Kampfverbände gegen Stadt und Hafen N e w - E a st l e an der britischen Ostküsie einen starken Angriff durch. Ein Verband schneller Kampfflugzeuge stürzte sich in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages auf London, jagte im Tiefflug aus allen Bordwaffen feuernd über das Stadtgebiet und kehrte nach Abwurf zahlreicher schwerer Sprengbombe« ohne Verluste zurück.
Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, haben unsere Unterseeboote in den letzten 24 Stunden aus dem Mittelmeer, dem Nordmeer und dem Atlantik erneut hervorragende Erfolge gemeldet. Elf große Schiffe mit 75 000 BRT. aus der Nachschubflotte für Nordafrika. Sowjetrußland und England beendeten ihre Fahrt auf dem Grunde des Meeres. Vier weitere Dampfer wurden torpediert. Damit belaufen sich die in drei Sondermeldungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen bekanntgegebenen Versenkunaserfolge unserer Unterseeboote auf 47 Schiffe mit 282 000 BRT.
Der Blitzangriff deutscher Kampfflugzeuge auf London.
Berlin, 12. März. (DNB.) Am Freitagmorgen kurz nach 8 Uhr führten schnelle deutsche Kampftlug- zeuge einen Blitzangriff gegen London durch. Im Tiefflug stießen unsere Flieger gegen die britische Hauptstadt vor, die durch zahlreiche Sperrballone gesichert war. Die feindliche Abwehr wurde v o W i g überrascht. Nach den Bombenwürfen stürzten nan^e Häuserreihen in sich zusammen. Drei große Gasbehälter gerieten m Brand. Bei dem Angriff der schnellen Kampfstaffeln, der am hellichten Tage stattfand, kamen unsere Geleitjäger weder über London noch über dem südenglischen Gebiet in Berührung mit feindlichen Jagdfliegern. Sie griffen deshalb noch Berke h r s a n l a g e n an der Themse-Mündung an und trafen Eisenbahnzüge und andere Ziele an der Ostküste.
Nach einer Darstellung des Neuterburos fwgen deutsche Bomber in Dachhöhe über die Stadt und warfen in einer Anzahl von Bezirken Bomben ab. Zahlreiche Personen wurden getötet. Auch in Wohnvierteln fielen Bomben, während die Bordwaffen der deutschen Flugzeuge ununterbrochen feuerten. Dann wandten sich die Angreifer gegen die Bahnhofsanlagen, warfen auch hier Bomben und beschossen den Eingang, so daß die Menschen, die auf dem Wege zur Arbeit waren, sich auf den Boden warfen. Daraufhin flogen die Flugzeuge über d i e Geschäftsviertel und luden über zahlreichen Läden ihre Bombenlast cch. Auch hier entstanden große Schäden.
mächttg hervorgelockt wurden, sind geblieben. Großwirtschaft, Geldtrust und Expansion sind gleichbedeutend geworden. Wenn mehr Macht zwangsläufig zu mehr Handelsumsatz führte, dann mußte auch wieder der größere Wirtschaftsumfang weitere Macht erbringen, ja erzwingen. Der Wirtschaftsgötze Prosperity mußte sich demzufolge zum Riesen auswachsen, vor dessen Atem alle großen und kleinen Nation alwirt schäften zum Erliegen kommen. So wurden die USA. aus ihrem eigenen erfolgsicheren Ex- panlsionismus heraus zum Imperialismus geführt.
Die wirtschaftliche Richtung dieses Imperialismus, der eigentliche Dollarimperialismus, hat endlich, von den Amerikanern entsprechend gefördert, den Eindruck in der Union und in der Welt hervorgebracht, als ob die Großmachtpolitik der Pankees mit weniger Gewalt und Blutvergießen arbeite als beispielsweise die britische. Die Dollar- diplomatie ist erschütternd genug angefüllt mit militärischen Gewalttaten der US.-Marinetruppen, der Polizisten von Wallstreet. Darüber hinaus hat diese echt amerikanische Finanzpolitik bewiesen, daß Wirtschaftsdruck ebenso brutal wirken kann wie Kanonenbootspolitik oder Luftbomben. Gerade die getarnte wirtschaftliche Kriegführung hat sämtliche Möglichkeiten eines aggressiven, völlig seelenlosen und ausbeuterischen Hochkapitalismus verraten von Boykott und Blockade bis zur politischen Anleihe mit ihren Versklavungsparagraphen, und alles wirkt auf Volkswirtschaft und Allgemeinwohl des betroffenen Staa
tes kaum weniger zerstörend als offener, „blutiger" Krieg. Für das Sterben eines Volkes ist es ziemlich gleichgültig, ob das durch das rasche Schwert oder die feibene Schnur der allmählichen, aber sicheren wirtschaftlichen Erdrosselung geschieht.
Gerade gegenüber solchem Wirtschaftskrieg, dessen Methoden immer feiner und umfassender geworden sind, ist ohne Uebertreibung festzustellen, daß der Imperialismus der Jahrhundertwende heute weit in den Schatten gestellt ist. Ungemessene Ausdehnungslust von Dollarinteressen und Wirtschaftsmonopolen, Goldtaumel und eine ungezügelte Machtgier streben nicht mehr nach dem Weltreich, sondern nach der Weltherrschaft schlechthin, und zwar ebenso militärisch wie wirtschaftlich, politisch und' ideologisch-kulturell. Absoluter als Roosevelts Imperialismus kann kein Imperialismus gedacht werden.
Daß der USA.-Imperialismus nach seinen Hintergründen, Tendenzen und Mitteln die g e f ä h r - lich ste Bedrohung eines sich bildenden neuen Europas darstellt, dürste nach all dem Erkannten klar geworden sein. Jene universalistische Macht- und Ausdehnungspolitik kann und will mit Lebensräumen von Völkern nicht rechnen; sie ist der Erzfeind eines jeden Nationalismus und Sozialismus. Sie kennt keine völkischen Notwendigkeiten und vermag sie nicht anzuerkennen oder gar zu achten. Aber im neuen Europa entstehen Macht und <^jn= sluß im Grade der Lebenskraft, der Arbeitsleistung und Gesamtkultur eines Volkes. Hier wird an einem neuen Weltalter der Verantwortung gearbeitet, in der keine Weltmacht Jnteressenpolitik betreiben darf, ohne die Lebensrechte anderer Völker und Staaten zu wahren.
solche Schwarz-Weiß-Philosophie schon Leben und menschliche Handlungsweise in schiefer Perspektive
193. Zahl gang ttr. 6t
Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags
Beilagen:
Gießener »vamilienblättet Heimat imBild DieScholle
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Monatlich . . RM.1.80
Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt Kerns^rechanscbluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postcheck 11686 Arants. M.
vrühlsche UniversitatsdnlckereiU. Lange General-Anzeiger für Oberhefsen Sietzen,^Lchulftratze 1-4
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika, die ich gern als das politisch fortgeschrittenste Land der Welt brüsten und sich mit ihrer Außenpolitik für weiser als ganz Europa halten, haben in Wirk- ichkeit eine überaus geringe Beoölkerungsminder-
)eit mit Sinn für außenpolitische Tatsachen und Insbesondere europäische Zusammenhänge. Aber überwältigend groß ist demgegenüber eine altangestammte und populäre Gewohnheit, Fragen der Weltpolitik moralisch zu betrachten. Dieser Mo-
Mächte.
Europa gegenüber hat sich der Pankee als ein recht fataler „Nachbar" benommen, dessen Einmischung heute wie gestern in zwei Weltkriegen mit reurem europäischen Blut bezahlt werden muß- sie i)at unserm Kontinent Verhetzung gegen die besten gegenseitigen Interessen und Not aller Art eingetragen. Ein Versailles von 1919 sollte aber in Mittel- und Südeuropa den Wahn eines wohlwollenden und friedenfordernden US.-Amerikas endgültig zerstört haben. Jedenfalls gewinnt heute das Wort ! tes französischen Gesandten Adet vom Jahre 1796 I eine erschütternd neue Bedeutung: „Em Amerikaner ist der geborene Feind aller europäischen Völke r." ,
Die amerikanische Geschichte, die sich grundanders als die demokartische Theorie mit ihrer sentimentalen Abneigung gegen Eroberung, „Militarismus" und Krieg entwickelt bat, war nur eine einzige Expansion auf Kosten von Indianern, Franzosen, Holländern, Spaniern und Merikanern. Die Aus- I tehnung auf dem nordamerikanischen Kontinent war wie von selbst geschehen, ebenso unaufhaltsam rme i Iinstinktsicher, rücksichtslos und ohne jede moralische Behinderung. Die Besitznahme war derart erfolgreich vor sich gegangen, daß sich bei Millionen von Amerikanern der Glaube an einen von der Vor- ehung diktierten Erfolgs- und Glücksweg einstellte, an ..manifest destinv“. Dieser Glaube war in den 1840er Jahren zur Geltung gekommen anläßlich der Eroberung von Texas und des Raubkrieges gegen Meriko (1846), der den Vankees unter anderem Kalifornien verschaffte. Diese Ideologie von „mani- fest destiny“ gelanote dann in den 1890er Jahren zu neuer Kraft und Gestaltung. .
Hier konnten die ersten berufsmäßigen J3mpe= I rinliften leicht und beguem anknüpfen. Das „Gesetz , ^cm anscheinend für die kontinentale Ausdehnung ter Union vom Schicksal Geltuna gegeben morden mar, sollte nun auch alle hochfliegenden Welten ch t s p l ä n e der USA. oder besser: ihrer^ kleinlichen imperiolistisch-n Fübrungsschicht ideologisch be- zründen. Aralos, aeschmeichelt überredet oder moralisch fanatifd) fnWen die Volk-molien solchem 9
Der neue Ausdehnungswille fand eine mächtige Stühe in der Presse', die nicht müde wurde von „frischen Welten zur Eroberung" zu reden und da- nif den alten angestammten Kolonial- und Piorner- jeift anzur-nen. So st"H^ einmal kurz vor Aus- - - - • nien 1898 m der .Wa-
aufschlußreicher Absatz: einem sonderbaren Schicksal, pire ist im Munde des Volon Bl"l im Ds^"nael. Dos rialistische Politi k." sich der Senator Lodge, der USA, über die ome- i'e folgt vernehmen: „Dom Mo Grande bis zum arktischen Meer foQte es nur eine Flagge und ein L and geben. Die Ten- d'enz von heute ist hin zur Konsolidierung... Kleine Staaten gehören der Vergangenheit an und Haven
jjy d A* d Samstaa, 15 /Sonntag,14 MarzMS
Gießener Anzeiger


