Ausgabe 
12.1.1943
 
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eineMischung von Jdea-

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Schwere Kämpfe im Südabschniit der Ostfront

Nationalchinas Kriegseintritt

Büchertifcb.

MEnte In feiner Heimatstadt LuT

und Der Die und oder

Haus auf einem Pfahlroste steht, so Laß die Luft unter dem Hause roegftreifen kann. Die ganze Fa­milie sitzt dicht zusammen gedrän gt um das Kohle­feuer oder um ein Holzgestell herum, das einer Hühnersteige ähnelt. Unter diesem Gestell befindet sich dasKotatsu, ein mit glühenden Kohlen gefüll­tes Becken, das in den Fußboden eingelassen ist. Damit die Hiße nicht entweichen kann, ist eine dicke, wattierte Decke darüber gebreitet, mit der sich die auf dem Gestell hockende Familie Beine und Unter­leih zudeckt.

^Die Knaben vergnügen sich mit Rodeln oder Schneeballwerfen oder errichten Schneemänner. Die japanische Fugend stellt aber ihre Schneemänner ohne Beine dar, weil sie in ihnenPukidaruma" (Schnee-Dharma), den südindischen Priester und Prinzen Dharma, erblickt, der zuerst die Lehren der Zensekte verbreitete und ohne Beine dargestellt wird, die ihm während einer neun Jahre ununter­brochen dauernden Sißweise abgestorben sein sollen. Man lauft auch Schlittschuh. Der richtige alte japa­nische Schlittschuhlauf vollzieht sich noch in den Straßen und nicht auf einer Eisbahn. Roch heute erblickt man die alten Schlittschuharten, wie z. B. die in Holzsandalen eingelassenen Eisen. Daß sich jedoch Neu-Japan auch im Eislauf modernisiert hat, beweisen die Eisfeste auf dem Suwasee und dem fischreichen Harunasee. In den schneereichen Gegen­den im Norden vollzieht sich der Verkehr ausschließ­lich auf Schlitten. Diese ersehen dort alles: die Rick- lchas, die Handkarren und die Fuhrwerke, ja sogar den Kinderwagen. Beim ersten Schnee nimmt der Kuli die beiden Räder von seinem Wagen und seßt das Gestell auf Kufen. Ein Kuli spannt sich als Pferd" ein, während ein anderer von hinten das leichte Gefährt dirigiert, um es vor dem Umkippen zu bewahren.

kräfte der Sowjets in schweren Kämpfen blutig ab- gewiesen. Die deutsche Luftwaffe griff mit starken Kräften In die Kämpfe ein. Infanterie- und Pan­zertruppen vernichteten im Gegenangriff feindliche Verbände. Durch Heer und Luftwaffe wurden 136 Panzerkampfwagen, davon allein 60 im Raum von Stalingrad, vernichtet oder bewe­gungsunfähig geschossen. Jagdflieger schossen bei zwei eigenen Verlusten 20 Sowjetflugzeuge ab.

Stoßtrupps zerstörten im mittleren Front- abfchnitt eine größere Anzahl Kampfstände und brachten Gefangene und Deute ein. Die Kämpfe um Dellkije Luki und südöstlich des Ilmen­sees dauern an. In der Zeit vom 1. bis 10. Ja­nuar wurden an der Ostfront 624 Sowjetpanzer durch verbände des Heeres vernichtet, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen.

Bei Fortführung der Luftangriffe gegen die Murmanbahn büßten die Sowjets zahlreiches rollendes Material ein. Schnelle Kampfflugzeuge versenkten im Hafen von Murmansk ein Handels­schiff von 4000 BRT. und beschädigten einen Frachter schwer.

In Aordafrika örtliche Kampftätigkeit. Die deutsche und italienische Luftwaffe bekämpfte feind­liche Flugstützpunkte, Stellungen und Alarsch- bewegungen. Deutsche Jäger schossen fünf Flug­zeuge ab.

Große Derkehrsschwierigketten bereiten nicht selten bie enormen Schneemassen. Wie bei uns, muß ieber Hausbesitzer Len vor feinem Eigentum befindlichen Teil der Straße vom Schnee reinigen. Da dieser non bttben Sejten auf die Straße geworfen wirb, so türmen sich gewaltige Masten out die ben Stra­ßenverkehr fast unmöglich gestalten. Deswegen ziehen sich in ben Ortschaften der besonders schnee­reichen Provinz Echrgo überdachte Gänge vor ben di", wodurch b.ift FußwW pOQ Schnee

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Knöchel reichenden Socken herum. Der übrige Teil des Beines ist in vielen Fällen frei und wird nur notdürftig von dem vorn offenen, durch den Gürtel etwas zusammengehaltenen Kimono geschützt. Die Japaner scheinen die Kälte nur am Kopf und Ober­leib zu empfinden, denn ein großer Teil des stär­keren Geschlechts hüllt sich in weite Mäntel Zieht die Kapuze tief über Kopf und Gesicht. Hals wird mit einem dicken Tuch umwickelt. Frauen und Mädchen hüllen ebenfalls Kopf Gesicht mit einem großen grünen, blauen ____

schwarzen Tuch ein und ziehen es, um die Kälte

Die Zukunst des Empire.

ff$n einem weiter gespannten System Politischer Sicherheit."

Berlin, 11. Jan. (DNfd.) In England geht die Erörterung über die Zukunft des Empire weiter, Innenminister Morrison, Mitglied des Kriegs­kabinetts, nahm am Sonntag in einer Rede in

bester abzuhalten, mit einem Bande eng um den Hals zusammen. Außerdem umhüllt den ganzen Körper ein weiter, mantelartiger, über Kimono und Obi hinabfallenber, wattierter Ueberrourf, der am Tage bis zu den Pantoffeln reicht und beim Gehen aufgenommen wird. Abends schürzen Japans Töch­ter ihn hoch, um die rechte Hand zum Tragen der Papierlaterne frei zu haben. Im Norden Japans sind die Frauen der Bauern und Kulis zuerst von den Männern kaum zu unterscheiden, weil sie wie diese im Winter Hosen tragen. Der Kuli, gleichviel, ob er sein zweirädriges Wägelchen zieht oder einem anderen Gewerbe nachgeht, ist sofort an seinem Grasmantel sowie dem um das Haupt gewundenen Kopftuch und dem mächtigen, schüsselärtigen Hut zu erkennen.

Eine heikle Frage für ben Ausländer in Japan sind die Heizvorrichtungen im Winter. Die Häuser sind infolge ihrer Bauart nur schlecht gegen Wind und Kälte zu schützen. Der Wind bringt durch die Glas- und Papierfchiebetiiren, und er pfeift von Ulltm Lurch tan Fußboden. weil das japanische

Oer Krieg der Bienen.

Die Dienen sind sehr opferwillig, wenn es sich um ihr eigenes Staatswesen handelt, aber sie sind von unerbittlicher Grausamkeit jedem fremden Art« genossen gegenüber. Getrieben von Beutelust, ent­fesseln sie oft genug Kriege, wobei den Anfang im­mer das stärkere Volk macht, das den Honigvorrat des zu besiegenden Feindes erobern will. Die Bie« nenkriegführung, wie sie ein französischer Natur« forscher geschildert hat, geht bis zur völligen Der« mchtung des Gegners. Innerhalb der großen Kampf« Handlungen gibt es regelrechte Fechtduelle wobei die Kampfer sich mit Kiefern und Beinen umfan« gen und nun ihre Stacheln wirken lasten. Im allge« memen ist aber die Kriegführung der Bienen syste- mallich geordnet: man unterscheidet auch bei ihnen Stellungs. und Festungskrieg. Am häufigsten fechten sie die Schlachten in den Stöcken aus, in denen dis Garnison auch einem in der Hebet« «befindlichen Feinde zu widerstehen vermag Die Bienen haben auch regelrechte Reserve truppen» die ruhig den Streitkräften während Les Kampfes Zusehen um ihren Truppenlagern erst im Falle der Jtot nach genau erwogenen strategischen Prinzi« zu kommen. Die Truppenlager selbst sind immer mit sehr praktischen Derteidigungs« werken ausgerüstet, sie haben Wälle, die von Pio­nieren mit einem Kitt zementiert sind, der aus den Knospenschuppen der Dirken, Weiden, Pappeln und Erlen eingesammelt wirb. Wenn trotz allen Wider, standes die Toreingänge dieser Wälle erstürmt sind, gehen die Verteidiger zum Schü jengrabenfrieg über, ^""»ieber.einzelne der paraltt angeordneten Wa» den stellt einen befestigten Gral en dar.

In ben Bienenstaaten gibt es auch Schildwachen, die fremde Elemente, welche be Spionage verdach. hg sein konnten, verjagen oder nid) töten. Wenn es einem Spion gelungen ist, sich Eintritt in den fremden Bienenstock zu verscha fen und dort einen Kaub Ezufuhren so sucht er schnell wieder das Weite Bald daraus macht sich dieselbe ober eine e Biene wieder aif einen derartigen Streifzug, und nachdem mehrere solcher Erpedttio. "5?. jungen sind, geht das fremde Bienenvolk ganz plötzlich zum energischen GesarttangM aus die bei Keifende BLevLnMuyü " &&

lismus und praktischem Commonsense" darzustellen, wie sie seinen Parteigefährten im allgemeinen nicht eigen fei. Tatsächlich bewies Morrison eine gute Dosis gesunden Menschenverstandes, beim er gab zu, daß das Empire fein Heil nur finden könne in einem weiter gespannten Sy st em der politischen Sicherheit".

Was will Morrison damit sagen? Kürzlich ver­rieten amerikanische Blätter, daß zwischen Washing­ton und London bereits Verhandlungen über den künftigen Status der britischen Ueberseebesitzungen stattfänden. Man sprach von Regionalräten, durch die auch die Anlieger ein Mitbestimmungs­recht an der Verwaltung der britischen Kolonien gewinnen sollten. So sieht also die Zukunft des Empire aus:Sicherheit" durch USA.-Be­satzungen und Mitverantwortung der USA. an der allgemeinen wirtschaftlichen und po­litischen Verwaltung! Auf ein solchesweiter ge« spanntes System" wollte Morrison das englische Volk oorbereiten. Der politische und wirtschaftliche Druck Washingtons zwingt England eine Aende- rung der Empire-Struktur auf. Was Willtie mit seinen Anklagen der Mißstände im Empire vorbe­reitete, was die USA.-Preste Tag für Tag vertieft Hut, ist jetzt soweit gediehen, daß ein englischer Minister zu dem Problem Stellung nehmen mußte.

Werner Steinberg: Die Vollen­dung. Novelle. 67 Seiten. Gauoerlag-NS.-Schle- sion/Buchverlag, Breslau. Der Held dieser Er­zählung ist der persische Klassiker Firdusi (Hasan Abu 'l-Kasim), der etwa von 935 bis 1020 gelebt hat. In seinem Hauptwerk, dem KönigsbucheSchah- nähme", besang er in 60 000 Doppelversen die Hel­denzeit Irans bis zum Untergänge der Sasaniden Steinberg erzählt in seiner Novelle, die dem Leser in farbigen Bildern eine ferne, orientalisch-märchen­hafte Welt erschließt, Firdusi? berühmten, auch in deutschen Versen verewigten Streit mit dem Schah Mahmud, der den Dichter um den versprochenen Lohn zu bringen trachtete, und Firdusis trauriges

am 12. Januar 1893 im damals russischen Reval. Sohn des Direktors einer deutschen Handelsfirma, studierte er an der Rigaer Technischen Hoch­schule Architektur. Nebenbei betrieb er Malerei und, was wichtiger für ihn werden sollte, philosophische und geschichtliche Studien. Als Fünfzehnjähriger las er zum ersten MaleDie Grundlagen des 19. Jahr­hundert" von H. St. Chamberlain, und als Vierund­zwanzigjähriger verfocht er im Kreise seiner Kom­militonen bereits die Ansicht, daß der Untergang der indischen Kultur die Folge der Bastardierung der indischen Rasse sei. Seine Diplomprüfung als Ärchi- tekt machte der junge Balte, da die Hochschule 1915 dorthin verlegt worden war, Anfang 1918 in Mos­kau. Don hier aus kehrte er nach Reval in die alte deutsche Hansestadt, zurück, um sich sofort nach ihrer Einnahme durch die deutschen Truppen bei der deutschen Kommandantur kriegsfreiwillig zu melden, allerdings ohne angenommen zu werden, weil es verboten war, in einem okkupierten Lande unbe­kannte Kriegsfreiwillige einzustellen.

Nach Deutschland kam Rosenberg im November 1918 aus der Ueberzeugung, daß es gelte, das Reich vor der Bolschewisierung zu bewahren und zu einem kulturpolitischen Widerstandszentrum gegen Juden­tum und Freimaurerei auszubauen. In München stieß er nach anfänglich selbständigem Kampf gegen die rote Münchner Räteherrschaft Kurt Eisners schon 1919 zu Adolf Hitler, dessen engster Mitarbeiter er wurde. Von 1921 an, noch zu Dietrich Eckarts Zeit, sehen wir Rosenberg amVölkischen Beobachter", und in den folgenden Jahren entstehen seine Schrif­ten ,L)ie Pest in Rußland" (1922),Das Ver­brechen der Freimaurerei", mehrere Broschüren zur Judenfrage,Der Zukunftsweg einer deutschen Außenpolitik" (1926) und andere mehr. 1930 er­scheint sein grundlegendes WerkDer Mythus des 20. Jahrhunderts" und damit, wie es F. Th. Hart in seiner Biographie nennt, einweltüberwölbendes Gedankensystem" in Form eines Selbstbekenntnisses: 1931 finden mir ihn in London, 1932 hält er als Gast der Kgl. Akademie in Rom einen Vortrag über dieKrisis und Neugeburt Europas"; 1934 erhält er den Auftrag zur Ueberwachung der gesam­ten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der Bewegung und 1941 beruft ihn der Führer zum Reichsminister für die besetzten Ost­gebiete.

Für dieses Amt prädestiniert wie kein anderer, hat Rosenberg sofort begonnen, die von den deut­schen und verbündeten Truppen besetzten Räume für Deutschland und das übrige Europa zu erschließen, damit dem Reiche und dem Kontinent die Kraft werde, sich für alle Zeiten wirtschaftlich und strate­gisch zu behaupten, und sicher vor einem neuen Mongolen sturm, nach den arteigenen geistigen und seelischen Bedürfnissen einzurichten. Denn der Mi­nister ist Bürge dafür, daß sich vom Osten aus die ^menschliche Minderwertigkeit, hervorgerufen durch Rassenmischung, nicht mehr zu erheben vermag gegen alles, was noch aufrecht wirkt und männlich nordisch atissieht". Rosenberg regiert im Osten aus her Erkenntnis, daß wir dort nicht nur den Krieg gewinnen müssen, sondern einen ganze Geschckech- terfolgen umfassenden Kamps der Geschichte. Er weiß, daß uns, abgesehen von der weltanschaulichen Festig- leit, nur aus dem Osten die Stärke zuwachsen kann, auch anderen Anstürmen zu widerstehen, und erfüllt ben ostpolitischen Auftrag des Führers mit hervor­ragender geistiger Strategie.

Fast 33,5 Millionen bei der letzten Straßensammlung. Berlin, 11. Januar. (D3tB.) Die am 19. und 20. Dezember 1942 von HI. und BD21L durchge- sührke 4. Reichsstraßensammlung des Krlegs-WHD. 1942/43 hatte, einschließlich der Einnahmen aus dem Verkauf des von den Angehörigen der HI. ange- fertigten Spielzeugs, ein vorläufiges Ergebnis von 33 434 083,59 RM. Bei der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden 20 179 668,15 RM. aufgebracht. Es ist also eine Zunahme von 13 254 415,44 AM., das sind 65,68 v. h., zu verzeichnen, ein stolzer Er­folg der Kriegsarbeit der HI.

Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

Berlin, 11. Jan. (DNB.) Der Führer verlieh, wie bereits gemeldet, an Oberleutnant d. R. Fritz F mann, Kompaniechef in einem Kradschützen - Bataillon, als 170. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 27. Oktober 1941 hatte er als Zug- 'brer in einer Panzer-Aufklärungs-Abteilung das Ritterkreuz erhalten, nachdem er als Führer eines

Berlin, 11.Jan. (DNB.) In Nordkaukasien und im Dongebiet gelang es in schweren Gefechten um Stützpunkte und Straßen, Flußabschnitte, Hügel- und Waldstellungen unseren Grenadieren und Pan- zerabteilüngen, von der Luftwaffe wirksam unter­stützt, den massierten Angriff durch hartnäckigen Widerstand in einzelne Kampfhandlungen aufzu­lösen und dadurch die Oberhand über die Bolsche­wisten zu gewinnen. Hierbei gaben im Erdkampf eingesetzte Flakartillerie und eigene Panzer oft den Ausschlag.

Sehr hart waren auch die Abwehrkämpfe im Raum von Stalingrad; hier griff der Feind nach einstündiaem Trommelfeuer seiner Artillerie und Salvengeschütze mit starken Infanterie- und Panzerkrästen immer wieder an. Immer wieder rollten die Stahlkolosse mit aufgesessenen Schützen in geschlossenen Formationen aegen die deutschen Stellungen vor, aber jedesmal traf sie das ver­nichtende Feuer unserer Truppen, die ihre Gräben unerschütterlich verteidigten. Maschinengewehre, Panzerkanonen und Artillerie hielten blutige Ernte unter den Angreifern, die nach Verlust von 60 Pan­zern ihre vergeblichen Vorstöße abbrechen mußten.

Der Wehrmachtbericht.

DAB. Aus dem Führerhauptguartier. 11. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.-

In Vordkaukasien, bei Stalingrad und im D o n g e b i e t wurden fortgesetzte Angriffe zahlenmäßig überlegener Infanterie- und Panzer-

von Kiew nach Kursk gesprengt hatte. Bei den schweren Abwehrkämpfen zwischen Wolga und Don stieß er mit feiner Kompanie gegen Die massiert angreifenden Bolschewisten vor, wobei er den Gegner derartig beschäftigte, daß inzwischen eine neue Abwehrfront aufgebaut werden konnte. Feßmann, der bei diesen Kämpfen verwundet wurde, hat^damit dazu beigetragen, daß der An­griff der Sowjets aufgefangen und ein wichtiger Brückenkopf gehalten wurde. Feßmann wurde 1913 als Sohn eines Fabrikbesitzers in Urbach (Württem­berg) geboren. Seit 1933 gehörte er der SA -Stan­darte V an. Er ist kaufmännischer Angestellter in Bamberg. Seine berufliche Ausbildung führte ihn nach Indien, Japan und den USA. Als Freiwilliger diente er bei der Aufklärungsabteilung 7, in der 1940 Leutnant d. R. wurde.

Frau Hotte in Japan.

Von F. Baumann.

Japan, das Land der Kirschblüte und der auf« gehenden Sonne, halten viele für ein Jnselreich, in dem das ganze Jahr Sonne und Blumen vor­herrschen-, aber auch in der Heimat unseres japa­nischen Bundesgenossen gibt es Eis und Schnee und teilweise einen sehr harten Winter.

Im winterlichen Japan! Während bei uns die erste Regel lautet: Füße und Beine warm, läuft der Japaner mitten im Winter oft barfuß auf seinen hölzernen Schuhen und mit nur bis an die

« die im Oktober vorigen Jahres, tim einer Forde* - rung Tschungkings vorzugreifen und die Unzufriea . denheit über die ständigen Niederlagen zu deschwich- t Ligen, ihre Konzessionen und ihre exterritorialen ' Rechte Zurückgaben, die sie gar nicht mehr de« saßen. Hiervon seien höchstens einige Missionare betroffen worden, denn der Status der Diplomaten und Militärbehörden in Tschungking-China sei na­türlich unverändert geblieben. Die Aufgabe der exterritorialen Rechte Japans berühre jedoch etwa 600 000 in China lebende Japaner. Wenn England und die USA. wirklich eine Gleichstellung der Völ­ker anderer Rassen beabsichtigten, warum revidiere Nordamerika dann nicht das Einwande« rungsoerbot für Chinesen? Und warum gebe England dem indischen JBott nicht. feine feit langem geforderte Freiheit, für die bereits so viel Blut vergossen sei?

England kommt hinterher.

Schanghai, 11. Jan. (Europapreß.) Der frei« willige Verzicht Japans auf alle Exterritorialitäts- rechte in China bat die Briten offenbar bewogen, in bezug auf Tschungking-China entsprechende Eile zu bekunden. Seit Jahr und Tag geht das Feil­schen zwischen Tschungking und London. Erst jetzt nachdem Japan das Beispiel gab hat sich England dazu bereit gefunden, einen Vertrag über die Aufhebung der britischen Exterritorilitäts- rechte in Tschungking-China durch den englischen Botschafter in Tschungking, Sir Horace Seymour, unterzeichnen zu lassen. Zwischen den Vereinigten Staaten und Tschungking-China wurde ein ähnlicher Vertrag unterzeichnet.

Der Verzicht Englands und der USA. gegenüber Tschungking ist nichts als eine leere Geste, denn er ist ja für Gebiete ausgesprochen, in denen es keinerlei ausländische Konzessionen gibt, während er für tute großen Fremdenniederlassungen in den gro« ßen Hasen- und Handelsplätzen der chinesischen Küstenprovinzen, die feit langem Tschungkings Machtbereich entzo-gen sind, keinerlei praktische Be­deutung hat. Japans Verzicht auf seine bisherigen Exterritorialitätsrechte stellen jedoch eine sehr er« hebliche politische und wirtschastliche Realität ba&

Tschungking ohne Nachschub.

Der Lustweg keinErsatz für dieBurmastraße.

Schanghai, 11. Jan. (DNB.)Roosevelts Er« klärung, daß Tschungking-China jetzt auf dem Luftwege genau so viel Nachschub im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes erhalte, als jemals über die Burma st raße dorthin ge« langte, hat in Tschungking schmerzlicheUeber« r a schun g verursacht", berichtet der Korrespondent der Neuyorker ZeitschriftTime" in Tschungking. In seinem Kabelbericht erklärte er, falls der Präsident in feiner Behauptung die Wahrheit gesprochen habe, sei dies ,chie erstaunlichste Neuigkeit des chinesischen Krieges". Der Korrespondent fährt fort:Es ist wichtig, daß Amerika begreift, wie dringend Tschungking jede Art von Nach« chud benötigt, nicht nur militärischen, sondern auch anderen. Jede Schlüsselindustrie leide jetzt den größten Mangel an Rohstoffen und Halbfabrikaten. An Ersatzteilen für Auto­mobile und ähnliche Fahrzeuge herrscht furchtbarer Mangel. Die hauptsächlichsten Bedürfnisse der Zivil­bevölkerung sind jetzt Medikamertte und Kleidungs­stücke. Praktisch gesehen ist jedermann in Tschung­king-China jetzt in Flicken gehüllt. Die Ueberzeugung wird hier von Tag zu Tag stärker, daß trift einzige mögliche Lösung in der O e f f n u n g der Land Verbindung mit Indien be­steht.

25 Prozent des Nationalein­kommens für Roosevelts Krieg

Lissabon, 11. Jan. (Europapreß.) Präsident Roosevelt unterbreitete dem Kongreß den Staats­haushaltsvoranschlag für das neue Haushaltsjahr. Der Etat sieht Ausgaben von 109 Milliarden Dol­lar vor, von denen rund 100 Milliarden für Kriegszwecke und nur 9 Milliarden für andere Zwecke bestimmt sind. Da den Ausgaben nicht ge­nügend Einnahmen gegenüberstehen, wird sich bis gegenwärtig auf 113 Milliarden Dollar geschätzte Staatsschuld am Ende des kommenden Haus« Haltsjahres auf 210 Milliarden Dollar erhöht haben.

Roosevelt fordert neue Steuern und ein Zwangssparsystem, um die Brutto^innah- men im kommenden Haushaltsjahr auf etwa 51

Nanking, 11.Jan. (DNB.) Auf einer Volks­versammlung, an der Tausende von Einwohnern Nankings teilnahmen, hob Propagandaminister Lin Poscheng hervor, daß jetzt für China die Zeit gekommen fei, seine gesamte Kraft in den Kampf zu werfen, um den Bestand Chinas zu sichern.Wir können nicht", so sagte Lin Poscheng, dem Beispiel verschiedener Länder folgen, die durch den Versuch, ihre Neutralität beizubehalten, in den Verderb gezogen werden. Um den Frieden zu er­reichen, bedarf es Blutvergießen. Für unsere Freunde haben wir nur Frieden, aber unseren Feinden müssen chammerschläge erteilt werden. Die irrige Politik Tschiankaischeks, die englisch-ameri- kackische Invasion und die Umtriebe der kommunisti­schen Partei machten China zu dem, was es heute geworden ist. Um Chinas Ehre und Frieden wieder herzustellen, müssen wir Tschiangkaischek und die kommunistische Partei niederringen und die achsen­feindlichen Mächte vertreiben."

Oie nationalchinesifche Wehrmacht.

Stockholm, 11. Jan. (DNB.) Der General­stabschef der nationalchinesischen Armee in Nanking,

General Lin Pu-fen, feilte mit, daß die natio­nalchinesische Armee zur Zeit über mindestens 400 000 Mann verfüge. Im Laufe des vergangenen Jahres wäre die Flotte um 37 neugebaute Kriegsfahrzeuge vergrößert worden. Die Flotten- bafen vonWeihaiwei und Kanton seien aus- gebaut und verstärkt worden. Auch die Luft­waffe , die zur Zeit im Rahmen eines Dreijahres­planes vergrößert werde, habe Verstärkungen er­halten.

Japans Verzicht auf die exterritorialen Rechte in China

Tokio, 11. Jan. (Europapreß.) Zu dem Ver­zicht Japans auf seine Konzessionen und exterrito­rialen Rechte in China erklärte der Rsgierungs- fprecher in der Pressekonferenz, es sei selbstverständ­lich, daß Japan für die berechtigten Ansprüche Chi­nas vollstes Verständnis gehabt habe, da Japan selbst bis gegen Ende der Meiji-Periode unter un­gleichen Verträgen gelitten habe. Etwas anderes sei es für England und die USA. gewesen.

In Takats in Echigo hat der japanische Schilauf seine Geburt erlebt. Der japanische Botschafter Sugimura (von 191114 in Berlin), der sich sehr für den Wintersport interessierte, sandte während seiner Liplomatischen Amtstätigkeit in Stockholm em Paar Schier an das Kriegsministerium in Tokio mit Lern Hinweis auf ihre Nützlichkeit. Da man je­doch in Tokio nicht wußte, was man mit den höl­zernen Dingern anfangen sollte, so wurden sie dem Hauptquartier der 13. Division in Takata über- fand!. Aber auch dem Generalleutnant Nagaoka erschienen die Schier unpraktisch und zu hölzern. Man kannte nur die sog.Kanjiki", ungefähr einen Meter lange, vorn gebogene Dambushölzer, die durch Stricke zusammengehalten und mit Stroh- schuhen gelaufen werden.

Der Zufall führte den als erfahrenen Schiläufer bekannten österreichischeu Major von Lerch nach Takata, der von der japanischen Regierung als In­strukteur für die Armee engagiert war. Er gab den Japanern eine Probe feiner Kunst, und nun gingen ihnen die Augen auf. Um auch den Bauern und Kulis das Schiläufen zu ermöglichen, galt es eine Schiart zu erfind en, die sich für Sandalen ober bloße '^uhe eignet, was dem Major Yamaguchi gelang. Die nach ihm benannten Schier kamen bald so in Mode, daß Schifabriken in Naoetsu, Nagaoka und Higashi Okawa errichtet wurden. In vielen Schulen des Nordens gehört jetzt Las Schiläufen zu den obligatorischen Unterrichtsfächern.

Spähtrupps Im Rücken des Gegners die für den Newcastle-ön-Tyne dazu Stellung. Man ruhml die- feindlichen Nachschudoerkehr wichtige Bahnstrecke fern Labour-Mann nach,