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itgangen. Sein Wille, eine Läuterung des fürft- j »en Zuschauers durch das Spiel glauben zu ma*
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ter einen Ehrensold verlieht.
rm in Kanada forderte 16 Todesopfer.
Si« Provinz Ontario ist von schweren Schnee- n heimgesucht worden. 16 Personen, meist Leute, die versuchten, sich einen Weg durch tiefen Schnee zu bahnen, sind dabei umgekom- ?. Mehrere Ortschaften blieben einige Tage lang der Außenwelt abgeschnitten. Die Temperatur dellenweise auf minus 36 Grad Celsius- gesunken.
iR Jahren der Geheime Justizrat Professor Dr., Dl h. c. Georg Frommhold. Er wurde in
»»^chenhoff, Breslau, wurde mit der vertre- hr -zweisen Wahrnehmung des Lehrstuhls für öffent- s Recht an der Universität Greifswald betraut.
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1907.5 in s-i-e >en, iy Leutes
>ir H Der Erfinder des Rohrrücklaufs gestorben.
n Eisenach, wo er seinen Lebensabend ver-
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deutsches und bürgerliches Recht erhielt. Bier rzehnte hat er bis zu seiner Emeritierung hier rkt. Er hat sich mit dem Anerben- und Erbhof- beschäftigt. Beachtenswert ist auch der Kom- tar zum Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches, erschien sein Grundriß über die deutsche Rechtste. — Oberlandesgerichtsrat Dr. Günter
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Hefters witzig kommentiert. Albert Rodemann, hochschulnachrichlen.
emer. Professor an der Universität Bonn, Gerat Dr. Rudolf Meißner, der ipenior der __utschen Philologie, feierte seinen 80. Geburts- . In Glogau geboren, studierte er in Berlin und ttingen, promovierte 1886 in Göttingen, wo er 1896 habilitierte. 1906 kam er als Ordinarius Königsberg, 1913 nach Bonn. Meißner ist der te Mitarbeiter des Grimmschen Wörterbuches. Hauptwerke Meißners sind das Buch „Die ingar der Skalden" und das gemeinsam mit Ä. Kock verfaßte „Skaldische Lesebuch". Er ist tglied der Akademien in Göttingen, München, o und verschiedener anderer ausländischer Aka- ien, Dr. jur. h. c. der Universität Köln und Inder Gqechemedaille. — Der derzeitige Rektor Universität Köln und Ordinarius für Haut- und chlechtskrankheiten, Professor Dr. Friedrich Beug, vollendete sein 65. Lebensjahr. In Frönden- g in Westfalen geboren, studierte er. in Tübingen, n, Berlin, Marburg und Kiel und promovierte IH*2 in Kiel, wo er sich 1907 habilitierte. 1914 e er Chefarzt der städtischen Hautklinik in n. Seine Berufung als o. Professor nach Köln Hejjigte 1931. — In Greifswald starb im Älter von
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AUF MÖNCKEBER6
tit del "Teufel los.
ROMAN VON OLAF BOUTERWECK
Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
stellte den Lautsprecher ab und erklärte fiten bestürzten Zuhörern atemlos und mit wem- Worten, was er soeben gehört hatte. Gleich- 0 sah er sich suchend um: „Wo ist Brand?" ich sah zufällig —" antwortete Frank, ,Mß er einer Viertelstunde ins Haus gegangen ist ... Oilfe!" kam irgendwo von oben ein langgezoge- Ruf ... und noch einmal, sehr leise und kaum ^änblid): „Hilfe!" ..
,--3as muß auf dem Turm sein!" flüsterte Sigrid ®t trockenen Lippen; und während sie Arel mit prickgeweiteten Augen anstarrte und seine Ent- Mlssenheit sah, fügte sie hastig und noch lerser W-i: „Bitte, Axel, sei vorsichtig!"
8"ich gehe sofort hinauf!" rief Axel laut. /„Die »r!ven Herren bitte ich, sämtliche Ausgange des Mfes zu besetzen und niemanden hinauszulassen.
£ Axel im Laufschritt die Treppe erreichte, wo FS mit wütendem Gebell an der geschlossenen -tut M prang, war Frank Düderstädt plötzlich neben
begleite Sie, Herr Holm!" .
L^e( antwortete nicht. Er riß die Tur auf und S hinter Fox her, der vor ihm die Treppe hrnaus- frang ...
Uts die beiden Männer vorsichtig und völlig erlös die Plattform des Turmes betraten, fanden l» inese völlig leer; aber Fox schien irgend etwas ftisckt zu haben, denn er hatte die Vorderbeine auf 615 Geländer gestellt und winselte laut.
greller des Florian Geyer geblieben, und die Verkörperung der Figur wird wohl stets mit der Erstellung verbunden bleiben, die uns Corinth mit iirem Bilde „Rudolf Rittner als Florian Geyer" -,mrittelt.
1 m, bleibt in der Absicht stecken. Der Stoff bietet j ilaß zur Entwicklung einer unbeschwerten Musi-' «oper. Aus Rezitativ und Arie, Ballettszenen und lale formt Bresgen eine Nummernoper, die ba- en Geist mit den stehenden Floskeln der musi- ischen Affekten!ehre, den von Cembaloklängen unbauten stereotypen Wendungen des Secco-Rezi-
s mit der Leuchtkraft eines modernen kleinen
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[teder k dkkchte, starb im 84. Lebensjahr Dr. Conrad H a u ß- bel d-r b|r, der Erfinder des Rohrrücklaufs, einer seiner- >rühiB I für die Artillerie umwälzenden technischen Er- eistaür Mrrung. Haußners Verdienste fanden ihre beson- — ' 1 Würdigung im November vergangenen Jah-
als der Führer ihn mit dem Kriegsverdienst- ttz 1. Klasse auszeichnete und dem greisen Er-
Lefar Bresgen: „Das Urteil des Paris."
Ws der Leiter des Stadttheaters in Götttngen, güendant Sellner, mit seinem Musikdirektor C. M. Kinge als erster mit der Uraufführung des „Dorn- krschen" den Opernerstling des jungen Cesar Bres- fltn brachte, konnte er die Mitteilung machen, daß Vch die nächste Oper des Komponisten hier aus der Iiufe gehoben werde. Nun hat „Das Urteil des Pali;", wie Bresgens Komödie für Musik benannt \V die Hoffnungen, die in sie gesetzt wurden, in chncher Hinsicht erfüllt. Das Textbuch von Otto Luther verknüpft mit dem witzigen und humorvoll Mchgeführten Motiv des Theaters auf dem The- ti?r eine — gesprochene — Rahmenhandlung, die .eine Aufführung zweier antikischen Stoffe, des „ Irteils des Paris" und des „Raubes der Helena", fsr^I einer auf Pathos und anmutiger Verzierung des Dkoko gesehenen Wiedergabe bindet. Der Neigung, che ttefere Bedeutung in das unbeschwerte Spiel hneinzuttagen, ist auch diesmal der Textdichter nicht
Aus aller Wett.
BliW! Der Volkspreis für deutsche Dichtung 1942.
Säte |L‘er Vorsitzende des deutschen Gemeindetages, ^Wchsleiter Feehler, hat den Volkspreis der tschen Gemeinden und Gemeindeverbände für fr al«iH latsche Dichtung 1942 an Werner Janssen U sein Werk „Insel Heldentum" und an Kurt in fiel l®^u 9 e für sein Werk „Die Zaubergeige" verliehen.
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Llideck in Schlesien geboren, studierte in Breslau Mi Heidelberg und promovierte 1885 in Breslau.
, "'1 M habilitierte er sich dort, schon ein Jahr später l5ÖO,i **n er nach Greifswald, wo er 1894 ein Ordinariat
machen. Geduld und Glaubens, das sind die starken Kräfte, die wir brauchen. Und so wird uns der graue Glücksbote zum lebendigen Sinnbild der Pflicht, die Segen bringt.
Viele unserer Glücksmänner wecken schon durch ihre „Väterlichkeit" das Vertrauen, das wir ihnen gerne schenken. Eine große Anzahl hat das sechste, nicht wenige sogar das siebente Jahrzehnt überschritten. Auch bei den Losverkäuferinnen herrschen die älteren Jahrgänge vor. Andere setzen neben Haushaltführung und Kinderwartung ihre karge Freizeit stundenweise für das Kriegswinterhilfswerk ein. Ein gutes Viertel aller im Losverkauf freiwillig eingesetzten Männer und Frauen stellen die Rentner, Kriegs- und Arbeitsinvaliden und sonst nicht mehr recht einsatzfähige Kräfte. Aber fast die. Hälfte aller Los Verkäufer'und Verkäuferinnen versieht diesen Dienst nur im Nebenberuf,» meist nach schwerer Tagesarbeit, vielfach im Rüstungsbetrieb.
Solche unermüdliche Einsatzfreudigkeit verdient wahrlich die Achtung und Würdigung aller Volksgenossen. Wir alle möchten daher die vertraute Gestalt des Mücksmannes, im Lebenskampf des kleinen Alltags wie im großen Einsatz für das Volksschicksal, als unentwegten Mittler zwischen uns und dem Hilfswerk dieses vierten Kriegswinters nicht missen. Jeder fühlt, daß mit dieser Lotterie eine Einrichtung geschaffen wurde, die die Arbeitskraft einer großen Anzahl Volksgenossen, die sonst mehr oder weniger die Fürsorge des,Staates in Anspruch nehmen müßten, für das große nationale Ziel einsetzt.
Oie Universität ehrt Röntgen.
Am gestrigen 20. Todestage des weltberühmten Physikers Wilhelm Konrad Röntgen legten an seinem Grabe auf dem Alten Friedhof ber Prorektor der Ludwigs-Universität Professor Dr. Rauch, der Dekan der Medizinischen Fakultät Professor Dr. Brüggemann und der Dekan der Philosophischen Fakultät, 2. Abteilung, Professor Dr. C e r m a k, Lorbeerkränze als Zeichen der dankbaren Erinnerung und Verbundenheit unserer Universität mit dem weltberühmten Begründer der modernen Strahlenforschung nieder.
Weibliche Sprachmittler
für die besetzten Ostgebiete.
Auf Grund zahlreicher Anfragen weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß auch weibliche Sprachmittler (Dolmetscher und Ueber- setzer) mit russischen Sprachkenntnissen auf Grund freiwilliger Verpflichtung als Stabshelferinnen bei höheren Kommandostellen in den besetzten Ostgebieten eingesetzt werden können. Mindestalter 21, Höchstalter 45 Jahre. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den Kenntnissen. Außer der vollen tariflichen Vergütung werden für die Dauer des
„Sieg um jeden preist
Reichsredner sprechen im Kreis Wetterau.
3n den Tagen vom 18. bis zum 21. Februar 1943 führt die Kreisleitung Detterau der NSDAP, io zahlreichen Ortsgruppen des Kreisgebietes große politische Versammlungen durch, in denen der Reichsredner Prinz zu Schaumburg.Lippe und die Reichselnsatzredner Jäger, Aßling, Ohlendorf sowie der Gauredner Minke über die heutige Lage sprechen werden.
In Gießen spricht am 20. Februar, um 20 Uhr, in der Aula der Universität der Reichsredner Prinz zu Schaumburg-Lippe. Die gesamte Bevölkerung wird heute mehr denn je das Bedürfnis haben, sich über die gegenwärtige Lage aus berufenem TNunde unterrichten zu lassen. Deshalb versäume niemand, die Versammlungen zu besuchen.
Einsatzes in den besetzten Ostgebieten Einsatzzulage, freie Unterkunft und freie Verpflegung gewährt. Persönliche und schriftliche Bewerbungen und nähere Auskünfte bei der Wehrkreisverwaltung III, Berlin- Gruncwald, Cunostraße 35/43, Zimmer 52.
Wehrmachlangehörige und Immatrikulation.
Wehrmachtangehörige, die die Berechtigung zum Hochschulstudium erworben haben, können bei einer deutschen wissenschaftlichen Hochschule jederzeit eingeschrieben werden. Sie richten einen schriftlichen Antrag an den Rektor der Hochschule, an der sie später studieren wollen oder bereits einmal eingeschrieben waren. Sie können ^hierbei mit der Be* Schaffung der erforderlichen Unterlagen eine Person beauftragen, die sie dem Rektor gleichzeitig benennen. Wehrmachtangehörige, die diesen Weg beschreiten, erhalten das Recht, sich als Studenten zu bezeichnen, und werden an den Hochschulen als beirr* laubt geführt. Studiensemester werden ihnen nur dann angerechnet, wenn sie von der Wehrmacht zum Studium beurlaubt oder kommandiert werden.
Anrechnung von Einkünften der versehrten Studenten.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Einkünfte der versehrten Studenten, die aus einer Tätigkeit im Kriegseinsatz in der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern herrühren, sind auf die von den Wehrmachtfürsorge- und -Versorge- dienststellen gewährten Uebergangsunterstützungen zur Hälfte anzurechnen. Einkünfte aus einer gelegentlichen oder kurzfristigen Tätigkeit während
Aus der Stadt Gießen.
Nur ein Händedruck.
Das junge Paar saß im Wartesaal. Ihm stand das Auseinandergehen bevor. Es mar kein Abschied, dem anderntags ein frohes Wiederbeisammensein folgen würde. Nein, dies war ein Abschied, wie ihn der Krieg erfordert, wenn er die Männer hinausreißt in den Wirbel der Front und die Frauen zurückläßt mit taufertb Fragen und tausend Sorgen im Herzen.
Sie sprachen nur wenig zusammen; aber in den Augen der beiden jungen Menschen war eine wortlose Zwiesprache, stumme, scheue Gebärde ihrer jungen Liebe. Es mochte wohl sein, daß sie zum ersten Male auseinandergehen mußten in die große Ungewißheit, wie sie der Krieg in unser aller Leben trägt. Das Mädchen weinte leise vor sich hin. Der Soldat, wohl wissend, daß Worte in solchen Augenblicken wenig zu sagen vermögen, wenn sie auch noch so behutsam gesprochen werden, versuchte nicht, tröstend auf das Mädchen einzureden. Aber er schob sachte seine Hand in die ihre und hielt sie lange fest.
Nach einer Weile ging mit dem Mädchen eine Veränderung vor. Es wurde ruhig, tupfte sich die Tränen ab, schluckte noch ein paarmal heftig und wagte dann sogar ein Lächeln. Die Hand, die noch immer in der ihren lag, hatte es emporgelockt aus der Tiefe eines verzagten Herzens. Und nun gingen auch, als hätte das Lächeln ihnen den Weg frei- gemacht, Worte von einem zum anderen. Bald war ein Gespräch zwischen den beiden im Gange. Es drehte sich nicht einmal mehr um das Abschiednehmen. Dazwischen vernahm man immer wieder das silberne Lachen des Mädchens. Das Lächeln war ein Lachen geworden. Dabei rückten die Uhrzeiger unerbittlich vor. Trotz des Unausweichlichen, das von ihnen ausging, genoß das junge Menschenpaar das Glück des Beisammenseins. Dann erhoben sich die beiden und schritten dem Ausgang des Wartesaals zu. Das Mädchen, obwohl es Mühe kostete, hielt mit dem weitausschreitenden Soldaten guten Schritt, so als wollte es bekunden, daß es zu ihm gehöre.
Das alles hatte ein einziger Händedruck bewirkt. Kann es nicht nachdenklich machen, was hier geschehen? Der Krieg verlangt starke Herzen. Das ist wahr. Dennoch sind's die schlechtesten Weggenossen nicht, die da einmal verzagen wollen. Vielleicht bedarf es aber nur eines stummen Händedrucks, ihnen zu helfen. Sch.
Das Schicksal -er Stalingrad-Kämpfer
Das neue hessische „Rechenbuch für Volksschulen"
Höfe der engeren Heimat, müssen anhand der gegebenen Versandzahlen die Einnahmen des Heimat
Der begreifliche und berechügte Wunsch der A n ° gehörigenunsererStalingrad-Kämp- fer, baldmöglichst über das Schicksal der Ihren Nachricht zu erhalten, gibt Deranlassung, folgendes bekanntzugeben:
In allen Wehrkreisen sind die Stellen des Heeres und der Luftwaffe mit der Ermittlung und der Sammlung von Nachrichten beauftragt, um Klarheit über den Verbleib aller Soldaten zu gewinnen, deren Verbände in Stalingrad eingeschlossen waren. Die Sichtung des eingehenden Materials, die Vernehmung der noch aus Stalingrad durch die Luftwaffe herausbeförderten Verwundeten und Kranken nehmen infolge der Kampfhandlungen eine längere Zeit in Anspruch, so daß Auskünfte über das Schicksal einzelner noch nicht gegeben werden können.
Um diese Ermittlungen nicht zu stören und die Erteilung von Auskünften dadurch nicht zu verzögern, werden alle Angehörigen unserer Stalin- arad-Kampfer gebeten, von Anfragen bei Dienststellen der Wehrmacht und der Partei noch so lange a b f e h e n zu wollen, tzis du«H Presse oder Rundfunk die Dienststellen bekanntgegeben werden, die in der Lage sind, Anfragen zu beantworten.
Opferbereitschast entscheidet.
» Denken wir an die Helden von Stalingrad, wenn das deutsche Volk am kommenden Sonntag wieder seinen Opfersonntag begeht. - Legten wir auch die Geldbörse mit dem ganzen Wochenlohn ober{ dem vollständigen Monatsgehalt hin — was bestimmt niemand von uns verlangen würde — dann wäre es doch nur eine Summe Geldes, die vielleicht eine bald Äu schließende Lücke bedeuetete. Opfer ist mehr! Es ist die bereitwillige Hingabe des liebsten und persönlichsten Besitzes für den Bestand der Gemeinschaft. Denken wir am ^Sonntag daran, wenn der Blockwalter zu uns kommt und unseren Beitrag zum Opfersonntag abholt.
Mittler zwischen Pflicht und «Stück.
Im Wintergrau des Uniformmantels, zu dem meist auch die Würde der Jahre und das Grau der Schläfen paßt, kreuzt die nertraute Gestalt des Glücksmanns täglich unsere Wege. Er scheint uns .mit der gütigen Weisheit zu betreuen, die da sagt: Mit Gedulh und Glauben wirst auch du dein Glück
Lpd. Als im Jahre 1941, mitten im Kriege, eine Arbeitsgemeinschaft hessischer Schulmänner daran ging, im Sinne der Bestrebungen des Reichserziehungsministeriums nach Vereinheillichung der Schulbücher innerhalb der einzelnen Lanüschafts- gebiete und auf Anregung der hessischen Landesregierung dieses Werk zu schaffen, tat sie es mit der Zielsetzung, der Heimat darin mit ihren Zahlen einen vorherrschenden Raum zu gewähren, ein Verfahren, das schon früher gelegenttich angewandt wurde, nun systematisch ausgebaut und seit 3/< Jahren anhand des 5., 6., 7. und 8. Buches im Unterricht verwandt wird. Es eröffnet dem Schüler neben dem allgemeinen Missensnotwendigen zugleich ein Stück praktischer Heimatkunde, das dazu angetan ist, seine Heimatliebe zu stärken.
Die Arbeiten an diesem Werk, das als Gemeinschaftsarbeit dreier bekannter Verlage gedruckt wird, find bis auf geringfügige Aenderungen am 4. Buch jetzt abgeschlossen .und vorn Reichserziehungsminister genehmigt worden. Die Hefte 1, 2, 3 werden nun ebenfalls in den Unterrichtsplan aufgenommen. Ueberblickt man dieses Werk mit seinen acht Heften, so fällt rein äußerlich der hübsche Buchschmuck auf. Da findet man als Titelzeichnung etwa die Landschaft des Dogelsberges, der hessischen Weinberge, die Lebendigkeit einer hessischen Reichsautobahn, eines Mainhafens. Von der Fibel an, die naturgemäß fast nur mit Bildern und figürlichen Darstellungen arbeitet, bis hin zum letzten Heft ist in Bildern immer wieder Wissenswertes über die Heimat ausgesagt, was dem Lehrstoff eine eigene Lebendigkeit gibt und im Schüler auch rein gemüts- haste Kräfte wecken kann. Auch die Zahlenbeispiele, die dank einer umfassenden Reform immer wieder das praktische Leben als Ziel und Voraussetzung haben, sind so weit wie möglich neben den allgemeinen deutschen Zahlen den Heimatzahlen entnommen. So werden etwa^dei Berechnungen von Stromlängen, -breiten und -tiefen Rhein und Main zum Muster genommen, beziehen sich alle der Reichsbahn geltenden Rechnungen auf Bahn
gebietes errechnet werden, die ihm etwa aus dem Verkauf von Spargel, Obst und Wein, vor allem feiner Industrie, zuflosfen. Auch Kulturbeschichte ist wie absichtslos eingestreut, wenn man plötzlich unter einer Aufgabe „Wie lange ist es her?" lieft, daß 1824 das erste Dampfschiff den Rhein befuhr, 1827 der Dampferoerkehr Mainz—Köln eröffnet wurde, am 27. Juli 1846 der erste Zug von Heidelberg in Darmstadt eintraf. Diese Beziehung steigert sich natürlich ganz bewußt in den letzten Heften.
Zum Betteuungsgebiet dieses Werkes gehört viel bäuerliches Land. Mit Bedacht sind daher immer wieder Beispiele der Aufgaben bäuerlichem Leben entnommen. Das letzte Heft bringt als ausgezeichnete Zusammenfassung ein großes Kapitel „Der Boden als Grundlage für die Ernährung", in dem dem Schüler aus der Gegenüberstellung der Bei-- spiele zugleich glle in den letzten zehn Jahren durch den ReichsnähMand erfolgten Neuordnungen umfassend erklärt werden. Ueberhaupt ist die lebendige Zeitbeziehung eine der treibenden Kräfte des Buches.
Die verwandten stattstifchen Zahlen, die so weit wie möglich in die Jetztzeit ragen, sind In Serbin* düng mit der Industrie- und Handelskammer entstanden und dem Stattstischen Jahrbuch für das Deutsche Reich, der Halbmonatsschrift „Wirts«haft und Statistik" (vom Stattstischen Reichsamt herausgegeben), „Hessen in Wort und Bild" (herausgegeben vom Hessischen Landesstattstischen Amt) und den Mitteilungen des Hessischen Landesstatistischen Amts entnommen.
Eine große Summe praktischer Erfahrung, hoher Idealismus und Derantwortungsbewußtsein seiner Schöpfer' haben dieses Werk geprägt, das nun als für alle hessischen Volksschulen einheitliches Rechenbuch an die Stelle der Vielzahl früherer Rechenbücher tritt. Möge es seinen Weg zur hessischen Jugend gehen und dazu beitragen, lebenstüchtige Menschen aus ihr zu bilden!
„Hier — hier!" rief von unten einer der Männer heraus.
Axel trat an das Geländer und leuchtete mit der Taschenlampe nach unten ... Etwa flinf Meter tiefer, auf einem schmalen Dachvorsprung, sahen sie Brand liegen. Er hatte sich mit der linken Hand an einen eifernen Dachhaken angeklammert, während er mit der Rechten Otto festhielt, der an der äußersten Dachkante lag und heftig stöhnte.
„Schnell, schnell!" keuchte Brand. „Lange kann ich ihn nicht mehr halten! — Einen Strick —! Unten durchs Tur'mfester!"
„Festhalten!" rief Frank ermunternd. ,Augenblick noch, wir kommen!" Sie liefen die halbe Länge der Wendeltteppe wieder hinab und beugten sich aus dem dort angebrachten kleinen Fenster; aber im Schein der Taschenlampe sahen sie, daß die Verunglückten von hier aus immer noch nicht zu erreichen waren, denn der Dachhaken, an dem Brand sich anaetlammert hatte, befand sich etwa zwei Meter unterhalb des Fensters.
„Verdammt!" murmelte Frank verzweifelt, „wo sollen wir hier so schnell einen Strick finden!"
Axel blieb ruhig und kaltblütig. Er schätzte mit den Augen die Entfernung ab ... zog fein Jakett aus und drückte Frank seinen Aermel in Hand: „Hier! Festhalten!" Er selbst ergriff den zweiten Aermel ... kletterte zum Fenster hinaus und ließ sich langsam an dem steilen Dach hinabgleiten ...
Axel hatte sich die Lage eines zweiten Dach- Hakens genau eingeprägt, und als er mit dem rechten Fuß darin Halt fand, ließ er den Aermel los.. breitete die Arme weit auseinander und rutschte ein Stück abwärts, so daß er mit dem rechten Oberarm in dem Haken hängenblieb. Dann hielt er sich mit der Rechten fest ... beugte sich etwas nach unten und bekam mit der linken Hgnd Ottos Arm zu packen.
Mtt vereinten Kräften zogen Axel unb Brand
nun den Verwundeten nach ^oben. Es war eine schwere, mühselige Arbeit, die äußerste Anftteirgung erforderte. Als Otto in gleicher Höhe mit ihnen tag, machten sie alle drei eine kleine Atempause; dann schoben sie ihn Zoll um Zoll nach oben, bis Otto endlich den Rockärmel und gleich darauf Franks Hand fassen konnte, der chn vollends ins Fenster
21 uf dieselbe Weise gelangte nun auch Brand wieder nach oben, und als er Franks Hände ergreifen konnte, zog Axel sich an Brands Beinen langsam in die Höhe, bis er endlich zwei Minuten später ebenfalls in Sicherheit war.
Frank leuchtete Otto mit der Taschenlampe ins Gesicht — und fuhr erschrocken zurück, als er die
furchtbaren Narben im Gesicht des Mannes fah. „Nanu — wer sind Sie?" fragte er verwirrt.
Otto, der bleich und völlig erschöpft auf einer Stufe der Wendeltreppe saß,' antwortete nicht.
Axel beugte sich zu ihm hinab und betrachtete aufmerksam Ottos Aermel, der mit Blizt getränkt war. „Sie sind ja verwendet,^ Otto!" Axel wandte sich mit einem Ruck um und starrte Brand feindselig an. „Haben Sie etwa auf ihn geschossen?"
„Blödsinn!" knurrte Brand gereizt, während er sich mit dem Aermel den Schweiß vom Gesicht wischte. „Kommen Sie, kommen Sie!" fügte er ungeduldig hinzu. „Zu langen Erklärungen ist jetzt keine Zeit!"
Als Frank und Axel — mit Otto in der Mitte — die Halle betraten, standen dort Güstrow, Jutta und Sigrid in einer Gruppe beisammen, und vor ihnen stand ein blonder, breitschultriger Riese, der alle um eitlen Kopf überragte.
„Kommissar Raucheisen?!" rief Axel maßlos verwundert. „Sie hier?! ... Und gerade in diesem Augenblick?!"
MÄch» Sie denken wohl, die Polizei schläft, mie?*.
lächelte Raucheisen. Er trat dicht vor Otto hin und betrachtete dessen blutgetränkten Aermel. „Nun, Herr Otto, schwer was abgekriegt?" fragte er besorgt.
Otto ließ sich auf den Stuhl nieder, den Brand chm hinschob. „Ist wohl nicht so schlimm, Herr Kommissar", murmelte er matt. „Scheint nur 'ne Fleischwunde zu fein ... Kann den Arm und die Hand noch bewegen —"
Frank- war schon dabei, ihm den Aermel aufzu° schneiden. Dann untersuchte er die Wunde.
„Hm — in der Tat: sieht schlimmer aus, als es ist ...! Glatter Durchschuß — Knochen scheint unverletzt zu sein ... Na, das werden wir gleich haben —"
„Ja, zum Teufel!" rief Axel aufgebracht. „Wer hat denn nun eigentlich auf Sie geschossen, Otto?"
„Na, das Gespenst natürlich!" antwortete Otto.
„So! ... Und wer spielt hier bas Gespenst?" fragte Axel mit einem mißtrauischen Blick zu Brand.
„Keine Ahnung —", brummte Otto. „Der Kerl hatte ein schwarzes Trikot an, das mit weißer Farbe bemalt war — wie ’n Zebra sah er aus — und über den Kopf hatte er 'ne schwarze Seidenkapuze ge--Au! — Verflucht, Herr Doktor!"
„Na, na —" machte Frank beruhigend. „Ist ja schon wieder gut ... Wir müssen doch dafür sorgen, daß kein Schmutz in die Wunde kommt!"
Otto verzog fein ohnehin schön entstelltes Gesicht zu einer schmerzhaften Grimasse, so daß Sigrid mitleidsvoll hinzutrat und seine Wange streichette.
„Kann ich vielleicht etwas trinken —"
„Augenblick!" rief Güstrow, sprang eilig davon und kam mit einer Kognakflasche zurück. Er schenkte ein großes Glas ein und reichte es Otto.
Frank wollte gegen den Alkohol Einspruch erheben, aber Otto hatte den Inhalt schon in einem Zuge hinuntergegossen.
X (Fortsetzung folgt-


