Mittwoch, 10 MärzMS
Giehener Anzeiger
Tschungkings Hintertür
mit
Llnverminderte Stärke
interschlacht im Osten
der
Fortschreitender Angriff im Raum von Charkow
Fliegerkräfle griffen bei Tage den der befehlen Westgebiete und einen Westdeutschland, bei Nacht die Stadt
zeuge ab.
Feindliche Küstenraum Grenzort in
Genf, 9. März. (DNB.) „Was immer das Ende dieses Krieges ist, laßt uns dafür sorgen, daß es dann keine deutsche Nation mehr gibt“ Diesen Ausspruch leistete sich Duff Looper, der gegenwärtige Kanzler für das Herzogtum Lancaster, in einer Rede, die er, der „Daily Mail“ zufolge, i n London hielt England stehe in einem Kampf auf Leben und Tod mit der deutschen Nation. Diese Nation existiere erst seit etwa einem Jahrhundert. Und sie fei von jeher eine Gefahr für den Weltfrieden gewesen. Die Deutschen seien jetzt viel gefährlicher als je zuvor.
dem mit massierten Jnfanterieverbändew'angreifenden Gegner unerschütterlich stand und fügten dem Feind ungeheure Verluste zu. Trotz starkem Artillerie-, Panzer- und Schlachtfliegereinsah konnte der Gegner an keiner Stelle Geländegewinne erzielen.
An der nordafrikanischen Front verlief der gestrige Tag im allgemeinen ruhig. Jäger schossen über Tunesien fünf feindliche Flug-
Nürnberg mit Spreng- und Brandbomben am Die Bevölkerung hatte Verluste. Es. entstanden größere Schäden, vor allem in Wohnbezirken und öffentlichen Gebäuden. Einige kulturhistorische Stätten wurden vernichtet. Jagd- und Flakabwehr der Luftwaffe schossen insgesamt 17 feindliche! F l u g z e n g e ab.
Wo das Große erkämpft werden soll, da ist es billig, daß das Schwerste übernommen werden muß. Ernst Jünger.
Oer Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 9. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Winterfchlacht im Osten hält in unverminderter Stärke an. Die deutschen Truppen sind jedoch an 6er gef amten Fronth erren der Lage. Sie sind im erfolgreichen Angriff, halten an anderen Stellen in unerschütterlicher Abwehr ihre Stellungen ober führen befohlene Absetzbewegungen in verkürzte Frontlinien durch.
Der deutsche Angriff im Raum von Charkow ist im Fortschreiten. Der Feind wurde nach heftigem Kampf aus weiteren Widerslandslinien gewor- f e n. Zahlreiche Ortschaften, u. a. die Städte Dalki und Ljubotiu, wurden im Skurm genommen.
Die Abwehrschlachten in den Kampfabschnitten von 0 r et und Staraja Rußja dauerten auch gestern an. Die deutschen Divisionen, unterstützt durch unermüdlichen Einsatz der Luftwaffe, hielten
l a c e und die Erklärungen des USA.-Botschafters in Moskau, Standley, find die Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Sowjetruß- land in London in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die englische Presse begrüßt die Rede von Wallace und knüpft weitgehende Kombinationen daran. So schreibt ,jDaih) Mail", daß eine Zusammenkunft zwischen Roosevelt und Stalin wahrscheinlich sei. Allerdings ist man sich in London darüber im klaren, daß Wallace nicht für das nordamerikanische Außen amt gesprochen habe, dessen Auffassungen daher immer noch unklar seien. Aus diesem Grunde wartet man in England ungeduldig aus eine bereits seit längerer Zeit angekündi-gte Reise Edens noch Washington. Eine Abstimmung der britischen und nord amerikanischen Auffassungen erscheint in London als unerläßliche Doraussetzung für weitere Verhandlungen.
wurden unwirsch zur Ruhe gerufen. Was scheren schon Roosevelt die Sorgen der kleinen Staaten Europas vor der Ausrottung ihrer Kultur durch den Bolschewismus! Für die Rettung Europas vor den bolschewistischen Horden wird kein englisches oder amerikanisches Machtwort gesprochen werden, allein die Achsenmächte sind die Retter Europas.
Zu gleicher Zeit, als der USA.-Dotschafter Standley sich über den Eigenwillen Stalins beklagte, hielt der USA.-Vizepräsident Wallace eine Rede, deren geschichtsphilosophisches Thema einigermaßen abseits seiner sonstigen Funktionen als Landwirtschaftsminister lag. Selbstverständlich, so sagte er, sei die „kapitalistisch-demokratische" Form der USA. schlechthin vollkommen, denn sie sei — christlich, und eigentlich seien das alle anderen Religionen, so der Islam, der Judaismus, der Hinduismus und der Konfuzianismus auch, denn alle diese Religionen verträten ,chie Würde der menschlichen Seele". Zwar konnte er nicht umhin, zuzugeben, daß der Bolschewismus die Weltreovlution will, aber er behauptete, nur Trotzki-Braunstein habe die Weltrevolution gewollt, und es fei doch gefährlich für die Richt-USA.- Rationen, wenn sie „wieder mit einer antisowjetischen Tätigkeit in Deutschland und anderen Ländern sympathisieren" würden. Der dritte Weltkrieg würde kommen, „wenn wir den Versuch machten, mit den Sowjets ein doppeltes Spiel zu treiben", wobei er die Gefahr an die Waich malte, daß sogar in den USA. Faschisten an die Regierung kommen könnten, „wenn es uns nicht gelingt, beim Ende dieses Krieges den Beweis zu erbringen, daß mir volle Beschäftigungsmöglichteit schaffen können". Die USA. hat dieses soziale Gerechtigkeitsprinzip, das in Deutschland und Italien längst durchgeführt wurde, noch nicht einmal zur Debatte gestellt. Das konnte sogar Wallace nicht leügnen, denn er sagte: „Es ist eine absolute Tatsache, daß es den Preußen gelang, ganze Arbeit zu leisten, indem ihre Bürokraten die sozialen Kräfte im Lande in den Dienst des Staates einreihten." Das hat die kapitalistisch-demokratische Vollkommenheit der USA. nicht einmal fertiggebracht, dieser „einzig wahre Ausdruck des Christentums", um mit Wallace zu reden. Er empfiehlt den Bolschewismus vorbehaltlos den anderen Staaten, obgleich er selbst wohl ein wenig an ihm zweifelt. Dafür aber sind mir Deutsche für ihn ein Volk,
Berlin, 9. März. (DRB.) Im Kuban- Brückenkopf hat sich die Kampftage am 8.3. nicht verändert. Südlich Noworossijsk überraschten Späh- und Stoßtrupps den Feind. Aus Beobachtungen und Gefangenenaussagen ergibt sich, daß die Somjets bei ihrem Landungsunternehmen an der Zemeskaja-Bucht außer zahlreichem Kriegsgerät bisher rund 4000 Mann an Toten und Verwundeten eingebüßt haben. Unmittelbar am Kuban griffen die Bolschewisten mit drei Bataillonen erfolglos an; weiter nördlich wurden im Gegenstoß zwei während der Nacht eingesickerte sowjetische Kompagnien vernichtet und von rumänischen Truppen einige örtliche Angriffe abgeschlagen.
An der M i u s - F r o n t sowie am ganzen Südufer des Donez blieb es bis auf vereinzelte örtliche Abwehrkämpfe ruhig. Um dem Feind das Zusammenziehen neuer Truppen zu erschweren, setzten unsere Kampfflieger ihre Angriffe gegen die Bahnen im Raum Kupjansk fort.
Im Raum südlich und westlich Charkow stürmten, durch leichten Frost begünstigt, schnelle Verbände des Heeres und der Waffen-^ zügig nach Rärdosten vor und nahmen nach Brechen teilweise hartnäckigen feindlichen Widerstandes mehrere wichtige Orte. Der Feind verlor außer rund 1600 Toten und Gefangenen sieben Panzer, 66 Geschütze, zahlreiche sonstige Waffen.
An den Fronten im Raum von Drei hielten die Bolschewisten ihren Druck aufrecht. Sie wurden
jedoch überall blutig zurückgeschlagen. Bei Abwehrkämpfen und Gegenstößen südlich Orel verlor der Feind an tiner Stelle außer Hunderten von Toten und (Befangenen 11 Panzer, während im nordwestlichen Abschnitt über tausend Mann an Toten und Verwundeten vor den deutschen Stellungen liegen blieben. Der schwerste Angriff richtete sich gegen d i e S ü d o st f r o n t. Hier griffen erneut drei sowjetische Divisionen auf geringer Breite mit Panzer- und Schlachtfliegerunterstützung an. Sie kamen aber gegen den Widerstand unserer Truppen nicht vorwärts. Die Luftwaffe entlastete unsere mit großer Zähigkeit kämpfenden Infanterie- und Panzerverbände. Kampf- und Sturzkampfflugzeugen gelang es, einige sowjetische Stoßgruppen mitsamt ihren Begleitfahrzeugen so gründlich zu zerschlagen, daß die sich bereits entwickelnden Angriffe zusarn- menbrachen. Die vom Hagel der Stukabomben erfaßten, dicht zusammengeballten Sturmtruppen hatten sehr hohe Verluste.
Sieben neue Träger des Eichenlaub«.
Berlin, 9. März. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Hans 7Nlko s ch, Führer einer Kampfgruppe Hauptmann Walter Scheunemann, Balaillons- kommandeur in einem Grenadierregiment, Generalleutnant Gustav Schmidt. Kommandeur einer Panzerdivision, Hauptmann d. R. Dr. Eberhard Zahn, Abteilungskommandeur in einer Panzerdivision, Oberst Johann Mickl, Kommandeur einer Panzerbrigade, Hauptmann Wilh.v.Rlalachowsks, Kommandeur einer Sturmgeschühabtellung. Oberfeldwebel Bruno Kohnz, Zugführer In einem Jägerregiment, als 201. bis 207. Soldaten der tenfc toen Wehrmacht.
Duff Looper, einer der verantwortlichen krieas- urheber, gibt in dieser von haß triefenden Parole endlich einmal zu, warum Churchill und seine Helfershelfer diesen Krieg entfacht haben: „Ans- löschung der deutschen Ration." Das ist die Losung der jüdisch-bolschewistlsch-demokratischen Kumpanei. Vas deutsche Volk nimmt diese blutrünstige Haßparole zur Kenntnis. Ls wird sich ihrer
erinnern, wenn die Stunde der Abrechnung diesen Verbrechern an der Menschheit schlägt.
Reue Haß-Orgie aus dem Mistelwesten.
LIGA -Geschichiskliiierung um Gialin
Oie neue Weltordnung auf den Fundamenten de« Bündnisse« zwischen plutokratie und Bolschewismus.
Kampf gegen den Bolschewismus ist Kampf um unser Lede«.
Neue Haßparole Duff Loopers.
Oie deutsche Nation soll auSgelöscht werden.
das ausgerottet werden muß. Er behauptete, mir hätten in meniger als einem Jahrhundert fünf Angriffskriege geführt; mit solch lächerlichen Geschichts- lügen erübrigt sich jede weitere Auseinandersetzung. Auch daß das deutsche Volk nach dem Siege der USA. „erzogen" werden müsse, paßt zu Wallace, der sich von Roosevelts jüdischen Freunden hat erzählen lassen, wie Deutschland „mit dem Wein des demokratischen Geistes" gefüllt werden müsse. Wie dieser Wein beschaffen sein soll, hat das deutsche Volk ja schon zur Genüge aus dem Munde der Kaufmann, Lipmann und anderer Prediger Mischen Hasses und Vernichtungswillens gehört.
Englische Erwartungen.
Stockholm, 9. März. (Europapreß.) Durch die Rede des nordamerikanischen Vizepräsidenten Wal-
Wofür wir kämpfen.
Eines vor allem unterscheidet das Ringen dieses Krieges von jedem möglichen Beispiel: es wird in ihm nicht über eine politische Konstellation, über Grenzen oder Regierungen entschieden, ‘ sondern über deutsches Schicksal schlechthin. Das Schicksal eines Volkes aber bedeutet nur im untergeordneten Maße das Schicksal jener Generation von Lebenden, die im Augenblick dieses Volk repräsentieren. Dieses nationale Schicksal bedeutet das Erbe der Ahnen genau so, wie die z u k ü n f - tigen Lei st ungen, die wir auf Grund der voraufgegangenen kulturellen Erscheinungen zu erwarten berechtigt sind. „Werk schuf ich aus dem Werke", heißt es in der „Edda", und das kulturelle Leben einer Nation stellt einen ununterbrochenen Strom der Entwicklung dar. Die Unterbrechung dieser Ent
wicklung bedeutet aber gleichzeitig die Vernichtung des gesamten Kulturgutes des Volkes. Unsere Waffen im Osten verteidigen, wenn man die Dinge bis an den Kern verfolgt, das Nibelungenlied genau so wie jenen Dichter, der dereinst das Heldenepos der Weltenwende unserer Jahre schreiben wird. Wir sind stolz genug, zu sagen, daß wir damit aber das Gesicht der abendländischen Menschheit an sich verteidigen. Denn was bliebe von ihm übrig, wenn man den deutschen Anteil daran weglöschte: ein Torso, für den die Welt nicht wert gewesen wäre, zu bestehen.
(95. Jahrgang Ur. 58
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wird sich kaum Illusionen darüber machen. Schließlich ist auch von einer Verbindung zwischen Tschung- king und der Sowjetunion über Sinkiang, oder Chinesisch-Ostturkestan die Rede. Der Gedanke, Tschiangkaischek mit Beständen der Sowjets zu versehen, ist, abgesehen von den technischen Schwierigkeiten und den riesigen Entfernungen, so wirklich-' keitsfremd, daß er kaum in Erwägung gezogen zu werden braucht. Immerhin verdient er aus ganz anderen Gründen eine gewisse Beachtung. —
Chinesisch-Ostturkestan oder Sinkiang wird zu 80 Prozent von Mohammedanern, den Turki und den Tagnanen, das sind größtenteils zum Islam bekehrte Chinesen, bewohnt. Es ist das älteste Kolo- nialland Chinas. In den siebziger Jahren des vori* gen Jahrhunderts hatten die eingeborenen Stämme dort ihr eigenes Emirat unter Iakub Beg gegründet. Es dauerte Jahre, ehe es den Mandschukaisern gelang, ihre Autorität wieder herzustellen, die aber immer brüchig blieb. Seit dann unter dem Zaren Alexander dem Zweiten General Kaufmann Turkestan unterwarf, hat auch die chinesische Hälfte stets unter russischem Druck gestanden. Aus den von den Bolschewiken veröffentlichten Geheimdokumenten ersieht man, daß die Zarenregierung vor Ausbruch des Krieges mit Japan, 1904, an China das Anerbieten stellte, die russischen Truppen aus der Mandschurei gegen die Ueberlaffung von Chinesisch-Turkestan zurückzu ziehen. Der Weg nach Indien wäre damit frei geworden, und eine spätere (Entente mik
Die Japaner erklären, daß Tschungking-Ehina nur von der Einbildung lebe, wirklich noch am Leben zu fein, und daß es noch immer auf eine ausgiebige britisch-amerikanisch-sowjetische Hilfe hoffe. Diese Hoffnung setzt voraus, daß die Verbündeten Tschi- angkaischeks nicht nur den guten Willen haben, sondern auch die Möglichkeit finden, Tschungking eine ausgiebige Materialhilfe zukommen zu lassen. In Neu-Delhi hat in der Tat eine Beratung zwischen englischen und amerikanischen Generalen stattgefunden, um ein Unternehmen zur Entlastung Tschungkings in Burma in Gang zu bringen. Aber Briten und Amerikaner sind schon einmal aus Burma von den Japanern vertrieben worden, alle ihre Unternehmungen an den Küsten scheiterten, und bei einem neuen Versuch würde es ihnen sicherlich nicht besser Lehen.
So versucht man Tschiangkaischek damit zu trösten, daß noch andere Wege nach Tschungking führten. Der Vertreter Roosevelts in Tschungking und Berater des Marschalls, Owen ßattimore, schreibt hofnungssroh in der amerikanischen Presse, daß die Verkehrs politische Durchdringung des schlummernden Zentralasiens eine der Hauptaufgaben des „anbrechenden amerikanischen Jahrhunderts" fein werde. Er fabelt dahei von der A ss a m- st r a ß e, die teilweise nur kaum gangbaren Saumpfaden gleicht, und auf der es Paßhöhen bis zu 5000 Meter zu überwinden gilt. Tschiangkaischek weiß das sicherlich besser als Owen Lattimöre, unb
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Der USA.-Admiral William G. Standley, der Roosevelts Botschafter in Moskau ist, genau so wie der andere alte USA.-Admiral L e a h y fein Botschafter in Vichy war, hat vor englischen und amerikanischen Pressevertretern die.Alarmglocke gezogen und eine geräuschvolle Flucht in die Öffentlichkeit angetreten. Standley ist kein mutwilliges Fohlen. Wenn er Krach schlägt, so muß es einen Grund haben. Standley hat den Journalisten folgende Sätze diktiert: „Seit meiner Ankunft in Moskau habe ich sorgfältig die sowjetische Presse verfolgt, um in ihr eine Anerkennung der Tatsache zu finden, daß die Sowjets materielle Hilfe von den Vereinigten Staa- tenvnid)t nur durch das Pacht- und Leihprogramm, sondern auch durch das Rote Kreuz und die amerikanisch-sowjetische Unterstützungsgesellschaft erhalten. Doch habe ich eine solche Bestätigung vergeblich gesucht, ich habe sie nirgends finden können." Auf eine Anfrage hin unterstrich Standley seine Klage mit den Worten: „Äie Sowjets scheinen in ihrem eigenen Land und auch im Ausland den Eindruck erwecken zu wollen, daß sie den Krieg allein führen. Sie wünschen offenbar glauben zu machen, daß sie den Krieg nur mit ihren eigenen Hilfsmitteln führen, und daß sie irgenbeine andere Hilfeleistung nicht anzuerkennen brauchen."
Das ist deutlich, und das Echo in den Vereinigten Staaten scheint lebhaft zu fein, wenn auch bezeichnenderweise der Vorsitzende des Senatsausschusses eine Kommentierung der Worte des Botschafters ablehnte. Immerhin erklärte der letzthin durch feine lebhaften Attacken für eine energische USA.-Stütz- punktpolitik bekannte Senator T y d i n g s : „Ich bebaure es außerorbentlich, baß bas Volk ber Sowjetunion nichts von unserer großen Hilfe weiß." Ein anberer Senator nannte bie Eröffnungen bes USA.-Botschafters „außerorbentlich beunruhigen!) und peinlich, um nicht zu sagen höchst erstaunlich". Man sieht: die Amerikaner wollen — neben der bekannten sowjetischen Arroganz — nur auch ein bißchen Anerkennung.
Als Churchill und Roosevelt in Casablanca berieten, fehlte der wichtigste Mann, Stalin. Er ließ istch nicht einmal entschuldigen. Er gab bekannt, daß eie Sowjets den Krieg allein führen mühten und folglich ... Aber diese 'Schlußfolgerung zog er nicht ffofort, sondern ließ durch, die „Prawda" ziemlich unoerblümt erklären, die Sowjets hätten Kriegsziele, bie" fernab denen der Plutokratien lägen, also «auf bie totale Bolschewisierung Europas hinzielen. Wir wissen feit langem in Deutschland daß biese Extratour Stalins den ganzen dummdreisten Welt- beherrschungsplan Roosevelts auseinanderriß, bah cauch die Atlantik-Charta ein Fetzen Papier wurde. Die unruhig gewordenen Emigranten in London
sagte, eine „Botschaft aus dem Mittelwesten der USA." v-Zrtrug. Er forderte die Errichtung zeitweiliger Regierungen in den Achsenländern, bie am besten aus Bürgern Englands unb der USA. gebildet werden, deren Vorfahren aus den zu verwaltenden Ländern kamen und denen die Aufgabe zugewiesen werden soll, die Achsenvölker zu e n t - waffnen. Des weiteren will dieser Haßapostel eine „Polizeitruppe ber Welt" einrichten und alle Flughäfen und Flugstrecken ber Welt international, also burch bie Vereinigten Staaten, verwalten lassen. Es ist also ein recht phantasievolles Haßprogramm, bas sich biefer Amerikaner ausgedacht hat. Er wird aber wohl kaum das Glück haben, die Verwirklichung zu erleben. Schließlich haben ja auch bie Achsenmächte unb ihre Wehrmacht ein gewichtiges Wörtlein mitzusprechen.
Lustterror gegen Nürnberg.
Nicht bas erstemal ist Nürnberg bas Ziel feinb- licher Luftangriffe. In ber Nacht zum Dienstag haben bie Englänber sich in ber Stadt der Meistersinger erneut mit Spreng- und Brandbomben verewigt. Der Wehrmachtbericht sagt, daß die Bevölkerung Verluste hatte, daß größere Schäden, vorzüglich in Wohnbezirken unb an öffentlichen Oebäuben entstauben sind, baß auch einige kulturhistorische Stätten vernichtet würben. Nach Rostock. Lübeck unb Köln nun auch bas stolze, ehrwürbige Nürnberg! Was bie Jahrhunderte überdauert, was emsigster Bürgerfleiß an öffentlichen oder privaten Baudenkmälern zwischen der alten kaiserlichen Burg unb ber Pegnitz in eindrucksvoller Schönheit begründet Hai, ist von skrupellosen Brandstiftern vernichtet ober gefährbet worben. Die Brunnen, bie Kirchen, bie Privathäuser der alten Bürger: sie waren bas Ruhmesziel jener Englänber, bie im ehrlichen Krieg keinen Lorbeer gewinnen können.
Die anglo-amerikanischen Kriegsverbrecher überschlagen sich in Haßtiraden gegen das deutsche Volk. Wenn nicht alles trügt, so kann bas als Zeichen dafür gewertet werden, baß man in London unb Washington mit Erbitterung bie Ohnmacht 'einsieht, Deutschland niederzuknüppeln. Einer der Wortführer dieser Haßaktion ist ber jüngste Gouverneur ber Vereinigten Staaten, Harold E. Stassen aus Minnesota, der dieser Tage in Washington, wie er selbst
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