Ausgabe 
10.2.1943
 
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Vier Gruppen von Handelsbetrieben

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^Fortsetzung.

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16. Kapitel.

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ROMAN VON OLAF BOUTERWECK

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Kriegsmäßige Umstellung der Gaststätten

Anweisungen der Wirtfchastsgruppe Saststättengewerbe.

Oie Meldepflicht im Gau Hessen-Nassau

Bereitwillige Mitarbeit aller ist notwendig.

Otto noch rechtzeitig, daß ihm der Verfolgte von oben einen schweren Gegenstand offenbar eine Kiste oder Truhe entgegenschleuderte. 3m Nu schwang Otto sich auf das Geländer, und der Geaen« stand polterte dicht an ihm vorbei die Treppe hin­unter.

NSG. Das Landesarbeitsamt tfeffen teilt mit: Nach der vom Generalbevollmächtigten für den Ar» beitseinsatz erlassenenVerordnung über die Mel» düng von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsoerteidigung" vom 27. Januar 1943 haben alle meldepflichtigen Personen zunächst einen Vor­druck auszufüllen, der als Grundlage für die Ar- beitsberatuna und die Entscheidung über den Ar­beitseinsatz Dient. Diese Vordrucke werden in den nächsten Tagen im Bereich des Gaues Hessen-Nassau von den Dienststellen der Partei aus­gegeben, d. h. den meldevflichtigen Personen un­mittelbar zugestellt. Der Kreis der meldepflichtigen Personen ist den Dienststellen der Partei und ihren

Schöne Reise durch Spanien.

Auf Einladung des Gießener Dortragsring« (Dolksbildungsstätte Gießen der NSG. ,Kraft durch Freude", Goethebund, Kulturelle Vereinigung im ReichswerkBuch und Volk") hatten sich am gest­rigen Dienstagabend die Mitglieder und Freunde dieser Gemeinschaften in der Aula der Universität so zahlreich eingefunden, daß der große Raum bis zum letzten Platze besetzt war. Unter Führung des Vortragenden Hans Bötticher machten die Be­sucher an Hand des SchmalfarbfilmsFarbiges Spanien" im Geiste eine außerordentlich interessant« Reise durch jenes Land. Der Farbfilm war bei der im Jahre 1942 durchgeführten Spanien-Expedition der Gesellschaft Urania, Inslitut für volkstümliche Naturkunde in Berlin, gedreht worden. Er stellt, wie der Vortragende betonte, als erster Film dieser Art einen Versuch dar und ist vor allem der Schilde­rung des spanischen Volkstums und der Landschaft gewidmet. Nach dem Ergebnis der gestrigen Vor­führung darf man sagen, daß der Versuch dieser Art der Berichterstattung verheißungsvoll ausgefallen ist und die weitere Entwicklung dieser Arbeit mit guten Wünschen begleitet werden kann.

In feinem Begleitoortrag zu dem fesselnden Farb­film führte der Redner seine Hörer zunächst im er­sten Refieabschnitt an die Küste der Biskaya mit einem Besuch der Industriestadt Bilbao. Von dort ging es weiter nach San Sebastian und von hier wiederum an die schöne Küste der Biskaya. Auf der Bahnfahrt durch die schöne Landschaft von San Sebastian nach Madrid konnte man eine große Reihe fesselnder Bilder sehen, die über das Land und seine Bewohner anschaulich und gut berichte­ten. Anschließend lernte man eine Reihe Sehens­würdigkeiten von Madrid kennen, dann folgte ein Besuch in Toledo mit dem Alcazar, schließlich ging es weiter hinaus in die Landschaft bis zum Esco­rial. Ein neuer Abschnitt der Reise führte über Valencia, das zur Zeit der Orangenernte besucht wurde, zu den schönsten Plätzen am Mittelmeer, wo­bei die Bilder am Meer und die vielen Sehens­würdigkeiten der Landschaft in hohem Maße fessel­ten. U. a. wurde Malaga besucht, in Alicante Um­schau gehalten, dann ging es durch die Sierra Ne­vada an den Hohlenwohnungen von Guadix vorbei nach Granada mit der märchenhaften Alhambra; überall trat dem Besucher das farbenfrohe und ge­mütvolle Leben der Bewohner dieser herrlichen Landschaft ebenso fesselnd vor Augen, wie die Land, schaftsbilder durch ihre hohen Reize entzückten. Wei­ter ging dann auf der dritten und letzten Etapp- die Fahrt in das Land hinein, wobei diesmal der Hähe^ punkt in einem farbenprächtigen, spannenden Be­richt über einen Stierkampf in Sevilla lag. An­schließend ging es durch den Frühling in Andalu­sien bis hinunter in den Bereich von Gibraltar und La Linea. Mit herrlichen Aufnahmen der üppigen Vegetation und prächtigen Bildern vom Sonnen­untergang über dem Mittelmeer fand die interes­sante Reise ihren Abschluß.

Der aufschlußreiche Lichtbildervortrag fand von Anfang bis Ende das starke Interesse der Hörer, die dem Redner des Abends für feine gute Reisesührung mit herzlichem Beifall dankten.

Gießener Schlachwiehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmärkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 Rpf., Bullen 35 bis 44, Kühe 20 bis 47, Färsen 33 bis 45, Kälber 30 bis 57 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt.

Aus der Stadt Gießen.

pflegt die Möbel.

Wenn immer wieder gefordert wird, man solle iflit Gas, Kohlen und elektrischem Strom sparen, tznn kann man das unterstreichen, denn all diese -rergien sind kriegswichtiges Volkseigentum. Aber chch unsere Möbel sind ein Teil des Volksvermögens »b müssen so pfleglich .wie möglich behandelt

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Farben und Lacken, Galanteriewaren, Musikalien, Antiquitäten, Büchern, Lederwaren, zoologischen Artikeln, Gebrauchtwaren, Tabakwaren, Spielwaren, Blumen, ferner Kunst und Kunstgewerbe, Spezial­geschäfte für, Herren- und Damenhüte, Schirme und Stöcke, Herrenausstattung usw.

Die vierte Gruppe enthält die Fachzweige, deren Betriebe ganz zu schließen find. Genannt sind Re- präsentationsgeschäft, beispielsweise für Automobilie, Verkaufsstellen für Luxusporzellane, Keramik usw., Fabrikfilialgeschäfte, die nicht zwingend notwendig sind, Süßwarengeschäfte, Parfümeriehandel, Spe- zlalhandel mit Juwelen, Gold- und Silberwaren, Briefmarken, Spezialgeschäfts für Teppiche, Sport­artikel und Pelzwaren, Klaviere und Musikinstru­mente, Rundfunkverkaufsgeschäfte. Bei Betrieben, die sich neben dem Handel auch mit Reparaturen befassen, ist auf Erhaltung der Reparaturmäglichkeit Rücksicht zu nehmen.

Bei Kauf- und Warenhäusern wird eine Zufam- mendrängung der nicht kriegswichtigen Wertungen auf einen möglichst engen Raum angestrebt. Außer­dem ist zu prüfen, ob bei Häufung von Waren­häusern und Einheitspreisgeschäften nicht die teil­weise Schließung erfolgen kann.

Für die Schließung kommen somit auch andere Betriebe als die angegebenen in Frage, insbeson­dere Schankbetriebe ohne Essenausgabe, die für die Versorgung der Verbraucher nicht notwendig sind. Erläuternd führt der Leiter der Wirtschaftsgruppe hierzu-aus, daß die Stillegungen auf diesem Sektor nicht nur zahlenmäßig bedeutend größer fein wer­den, sondern sich auch für die Betroffenen härter auswirken als bei der ersten Kategorie. Der kleine Wirt habe vielfach feine ganze Kraft in die Erhal­tung feiner Gaststätte gesteckt und sehe nun seine Lebensarbeit wenigstens für eine^Zeit unterbrochen. Bei gerechter Beurteilung der Entwicklung in den letzten Monaten werde er sich allerdings auch selbst schon mehr oder weniger entbehrlich vorgekommen sein. Die Versorgungslage habe dazu geführt, daß der Besuch und damit auch der Verdienst stark nach- ließen. Mit aller Deutlichkeit habe sich hier gezeigt, daß das Gewerbe im ganzen übersetzt war. Jeder Inhaber eines geschlossenen Betriebes werde auch weiterhin mit feiner Familie in feiner Existenz ge­sichert fein.

Die Anweisung weist schließlich darauf hin, daß die den geschlossenen Betrieben zustehenden Kontin­gente für das Gewerbe des Betriebsortes erhalten bleiben müssen.

Gleichzeitig ist eine Anordnung über die kriegs­mäßige Umstellung aller Betriebe des Gaststätten- gewerbes ergangen. Männliche Arbeitskräfte, soweit

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Zede Hausfrau ist stolz darauf, wenn alles in der Aohnung glänzt und ordentlich dasteht. Aber auch itt der größten Reinlichkeit allein ist es nicht getan. Hi find noch die Kinder in der Stube, die nicht j-mer auf der Straße tollen können. Für sie find lit Möbel oft sehr beliebte Spielgegenstände. Die Aühle werden auf den Koos gestellt, sie werden als Kenbahn benutzt, und anbere Gegenstände müssen Herhand Püffe und Stöße aushalten. Da hilft nicht iimer ein Mahnwort. Da muß energisch einge- (ir ffen werden. Gerade as Aufsteigen der Kinder Iüif das Sofa und auf geflochtene Stühle muh unterbleiben. Das gilt natürlich auch für Er- wchfen-e. Wie oft ist mancher zu bequem, die kleine Siter zu holen, um auf b en Schrank gelangen zu rinnen. Wie schnell ist ein Stuhlgeflecht durchge- toten ober wenigstens die Politur zerkratzt. Gibt ittn den Kindern solche Beispiele, dann darf man sch nicht wundern, wenn sie es später selber so

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Der Vorsprung, den der Verfolgte hierdurch zu gewinnen hoffte, war indessen nicht sehr groß. Im Schein seiner Taschenlampe erkannte Otto, daß der Mann eine Wendeltreppe hinaufkletterte und wenige Sekunden später war er schon wieder hinter ihm her.

Hetzt hab' ich ihn!' dachte Otto mit innerem Froh« locken. Diese Treppe kann nur zum Turm hinauf­führen, und da oben entkommt er mir nicht! In seinem Eifer vergaß Otto alle Vorsicht. Als er am Ende der Wendeltreppe durch einen Spitzbogen ins Freie trat, bekam er plötzlich einen schweren Schlag gegen den Kopf. Einen Augenblick taumelte er; aber dann packte ihn eine ungeheure Wut ...Im Sternenschein sah er die Umrisse seines Gegners vor sich und sprang ihn an ... Ein Schuh krachte ... Otto fühlte am rechten Oberarm einen kleinen Ruck und einen heißen, stechenden Schmerz; feine Wut wurde dadurch noch vergrößert. Mit einem gewal­tigen Satz warf er sich auf den Gegner. Aber der Mann wich geschickt aus ... Otto sprang ins Leere, fiel unsanft gegen ein Eisengitter, das er in der Dunkelheit nicht gesehen hatte ... fühlte sich an den Deinen gepackt und über bas Geländer geworfen und im nächsten Augenblick fauste er mit gellen­dem Aufschrei in die Tiefe.

Keiner der übrigen Gaste im Park, die sämtlich in der Nähe des Lautsprechers mit seiner lärmen­den Schlagermusik faßen, hatte den Schuß ober den Aufschrei gehört. Deshalb fuhren alle erschreckt zu­sammen, als Fox plötzlich mit wüstem Gebell zwi­schen den aufgestellten Tischen und mitten durch die Tanzenden hindurchraste, um dann vor dem Hause in ein sommerliches Geheul auszubrechen. Gleich darauf kam Axel gelaufen und kurz hinter ihm Sigrid. (Fortsetzung solM

war durch eine Kapuze aus schwarzer Seide verhüllt. Eine Sekunde lang stand die Gestalt, die Otto den Rücken zugekehrt hielt, unbeweglich; bann machte sie plötzlich eine blitzschnelle Bewegung und war im nächsten Augenblick in einem Seitengang ver­schwunden!

Verdammt nochmal!" fluchte Otto. Er machte einen Satz vorwärts und leuchtete in den Seiten- gang hinein.Halt!" brüllte er. ,Halt oder ich schieße!"

Entweder ahnte der Unheimliche, daß Otto 'über­haupt keine Waffe bei sich hatte, oder er ließ es darauf ankommen; jedenfalls kümmerte er sich nicht um die Drohung und rannte mit langen Sprüngen den Gang entlang.

Otto, der sich auf feine Kraft Und körperliche Ge­wandtheit verließ, setzte ihm ohne Besinnen nach; und da er im schein seiner Taschenlampe rascher vorwärts kam als der Verfolgte, gölte er ihn schnell auf. Die Jagd ging um mehrere Ecken eine Stein­treppe hinauf ... Der Verfolgte warf oben die Tür zu und versuchte, sie zuzuschließen: aber in dem­selben Augenblick war Otto bereits oben und stemmte sich von innen mit voller Wucht dagegen.. Es gelang ihm, den Fuß zwischen die Tür zu setzen... ein mit äußerster Kraft ausgeführter Stoß und die Tür flog auf! Weiter ging die Jagd ... Durch einen hohen, fliesenbelegten Gang, in dem die hastenden Schritte der Männer laut und klap­pernd widerhallten ... abermals eine Treppe hin­auf eine Treppe, die kein Ende zu nehmen schien ...

Doch Otto ließ nicht locker. Der Schweiß stand ihm in großen, blanken Tropfen im Gesicht; fein Atem ging schnell und stoßweise, und fein Herz klopfte zum Zerspringen ... aber sein Tempo ließ nicht einen Augenblick nach, während er immer zwei Stufen auf einmal nehmend in verbissener Wut hinter dem Mann im schwarzen Trikot die Treppe hinaufraste ... Während die unteren Treppen schwach beleuchtet waren, wurde es im zweiten Stock duykel; aber trotzdem erkannte

sie Inländer sind, sind im weitesten Umfang durch Frauen zu ersetzen. Das gilt insbesondere für Fahr» stuhlführer, Telephonisten, Kellner, Köche, Buchhak- tungs- und Kassenpersonal. Türsteher, Pagen und andere Arbeitskräfte, die den Gästen besondere An- nehmlichkeiten bieten, dürfen in Gaststätten nicht mehr verfügbar gehalten werden. Es ist untragbar, in Gaststätten Arbeitskräfte zur Bequemlichkeit der Gäste zu beschäftigen, während in der Rüstungs­industrie dringender Bedarf an Kräften besteht. Vor- fpeifenmagen dürfen nicht mehr verwendet werden. Auch im übrigen sind die Leistungen der Küche ent­sprechend den Kriegserfordernissen weiter einzu- schränken. Den Betrieben der Sonderpreisklassen wird empfohlen, ihre Preise auf die Preisgruppe III umzustellcn. Ferner wird den Betrieben geraten, den Betriebsschluß unabhängig von der Polizei stunde auf spätestens 23 Uhr festzusetzen, wenn nicht besondere Betriebsausgaben eine andere Regelung erforderlich machen.

Nach den Richtlinien des Reichswirtschasts- Ministers ist für die Stillegungsattion im Handel eine Aufteilung in vier Gruppen vorgesehen. Der Pressedienst des Einzelhandels veröffentlicht darüber ergänzende Einzelheiten.

In der ersten Gruppe, die den Lebensmittelhandel, den Kohlen-, Dünger-, Saatgut-, Futtermittel- und Landmaschinenhandel umfaßt, wird von Ueberprü- fungsmaßnahmen zunächst abgesehen.

Bei der zweiten Gruppe ist eine Überprüfung mit dem Ziel der Schließung eines nennenswerten Teils der Betriebe vorzuneymen, jedoch ist dafür zu sorgen, daß der für die kriegsnotwendige und verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung not­wendige Teil erhallen bleibt. Hier sind erwähnt der Handel mit Chirurgieinstrumenten, Haushaltswaren, Eisen- und Stahlwaren, Textil- und Papierwaren, Schuhen, Drogen und Chemikalien.

In der dritten Gruppe ist lediglich eine beschränkte Zahl der unbedingt versorgungswichtigen Betrieb« aufrechtzuerhalten, also nur eine Dersorgungsmög- lichkeit, ohne daß für eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe des Wohnorts gesorgt werden muß. In diese ^Gruppe fallen der Handel mit Möbelstoffen und Gardinen, Tapeten und Linoleum, Möbeln,

^Beauftragten, die die Vordrucke verteilen, genau Selbständige Berufstätige in Handel, Hand­werk sowie im Gaststätten- und Beherbergungs­gewerbe erhalten vorerst keine Meldevordrucke, lieber Form und Zeitpunkt ihrer Meldung wird später das Nötige mitgeteid werden. Dagegen unterliegen die Manner und Frauen, die bereits im Vorjahr auf Grund der Verordnung des Reichs- Marschalls vom 7. März 1942 zum landwirtschaft­lichen Arbeitseinsatz gemeldet worden sind, entgegen andersartigen Mitteilungen in der Presse im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen der Meldepflicht.

Die meldepftichttgen Personen senden die vollstän­dig ausgefüllten und unterschriebenen Vordrucke un­verzüglich und ohne weitere Aufforderung durch die Post an das örtlich zuständige Arbeits- a m t (bzw. die zuständige Nebenstelle), oder werfen

die Meldungen in die Hausbriefkästen dieser Dienst­tellen. Die Meldepftichttgen erhalten sodann unv ;ehend vom Arbeitsamt durch Postkarte eine Be­tätigung des Eingangs ihrer schriftlichen Meldung. Wer meldepflichtig ist und etwa versehentlich bis zum 25. Februar 1943 einen Vordruck nicht erhalten hat, fordert diesen beim örtlich zuständigen Arbeits­amt (bzw. Nebenstelle) an uirb übersendet die Mel­dung in der vorher beschriebenen Form.

Zur persönlichen Arbeitsberatuna und Einwei­sung in Arbeit werden die meldepftichttgen Perso­nen einzeln vom Arbeitsamt oorgeladen oder grup­penweise durch öffentliche Bekanntmachung des Ar­beitsamtes in der Presse ober durch öffentlichen Anschlag aufgerufen. Sie haben diesen Vorladungen pünktlich Folge zu leisten. Die Arbeitsämter erwar­ten, daß sie von der Möglichkeit, die Meldung und bas Erscheinen beim Arbeitsamt durch ein Zwangs­geld zu erzwingen, keinen Gebrauch machen müssen. Es ist zweckmäßig, beim persönlichen Erscheinen im Arbeitsamt alle Unterlagen über die Einsatzfähig­keit mitzubringen, soweit diese nicht bereits zugleich mit dem Meldevordruck an bas Arbeitsamt gesandt worden sind.

Alle Volksgenossen, die an dieser wichtigen Ak­tion beteiligt sind, werden gebeten, die Maßnahmen durch genaue Einhaltung der Bestimmungen und Termine und durch bereitwillige Mitarbeit zu uy- terstützen, damit möglichst rasch ein bedeutender Er­folg im Arbeitseinsatz erzielt wird.

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Im Gaststättengewerbe haben di« Bezirksgruppen der Wirtschaftsgruppe den Lanbeswirtschaftsamtern Vorschläge für die Betriebsstillegungen zu machen. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststättenge­werbe hat mit Zustimmung des Reichswirtschafts­ministers und des Staatssekretärs für Fremden­verkehr für die Mitarbeit der Bezirksgruppen eine Durchführungsanweisung erlassen.

Zur Schließung sind die betriebe vorzuschlaaen, die zur Erfüllung der Aufgaben der Kriegswirtschaft ober zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölke­rung nicht unbedingt erforderlich sind. Vergnügungs- nachtbetriebe und Bars sind ausnahmslos den Landeswirtschaftsämtern zu benennen. Nachtbe­triebe, die der arbeitenden Bevölkerung, etwa der Verpflegung von Nachtarbeitern in Rüstunasbe- trieben bienen, kommen für die Schließung nicht in Betracht. Bei den Gaststätten mit besonders hohem Aufwand sind keineswegs schemattsch alle Betriebe der Sonderpreisklasse vorzuschlagen. Anderseits können auch Betriebe der Preisklasse III geschlossen werden. Entscheidend ist, ob der einzelne Betrieb überwiegend dem Genußbedürfnis dient ober ob er für die Versorgung der werktätigen Volksgenos­sen von Bedeutung ist. Bei allen übrigen Gaststät­ten ist eine Ueberprüfung vorzunehmen, jedoch da­für zu sorgen, daß der für die kriegsnotwendige und verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung not­wendige Teil erhalten bleibt.

das Dunkel ober die Stille oder die Untätigfeit, die ihn müde machten. Er saß iraendwo in einer Ecke auf einem Faß, döste vor sich hin und war nahe daran, einzuschlafen, als ihn plötzlich ein Geräusch aufschreckte. Im Augenblick war Otto hellwach. Er hielt den Atem an und lauschte angestrengt in das Dunkel. Ganz schwach und fern hörte er hier unten die Lautsprechermusik, an» und abschwellendes Stim­mengewirr, ein Helles schwingendes Frauenlachen.. Aber sonst war alles still. Ob er sich geirrt hatte? ..

Da! Wieder! ... Ein leises und kaum wahrnehm­bares Geräusch wie von schleichenden Füßen ... Langsam kam es näher ... Jetzt waren sogar deut­lich die einzelnen Schritte zu unterscheiden!

Otto stand geräuschlos auf und schob sich langsam und mit äußerster Vorsicht vorwärts, indem er mit den Fingerspitzen an der Wand entlang tastete. Drei Meter weiter mündete bas Gewölbe in den Hauptgang. Hier blieb Otto stehen, hielt den Atem an und lauschte.

Irgendwo in der Nähe hörte Otto deutlich die tiefen Atemzüge eines Menschen, und gleich darauf sah er ihn den Hauptgang entlangkommen, ein aus­gewachsenes Skelett, dessen Knochen ein schwaches Leuchten von sich gaben und dem der Kopf fehlte! Da Otto sich innerlich genügend auf diesen unheim­lichen Spuk vorbereitet hatte, blieb er ruhig und kaltblütig. Er grinste sogar ein wenig. Maskerade konnte ihm als ehemaligem Schauspieler keine über­irdische Ehrfurcht ablocken! Und bas hier war schlechte Maskerade war Bluff! Otto hielt den Atem an und drückte sich dicht an die Wand, wäh­rend der Unheimliche in zwei Meter Entfernung an ihm vorbeischlich. «Wollen mal sehen, wer hier besser zu bluffen versteht!' dachte Otto. Er tastete nach seiner Taschenlampe, ließ sie aufflammen und sprang in den Gang: ,Lände hoch ober ich schieße!"

In dem grellen Licht des Scheinwerfers stand eine Gestalt in einem enganliegenden schwarzen Trikot, auf dem wahrscheinlich mit Phosphorfarbe eine skelettartige Malerei angebracht war; der Kopf

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Der bequeme Hausherr braucht beim Lesen der Iitung seine Beine nicht über die Lehne des Arm- st eis zu legen. Diese halten solche Gewichte nicht inner aus. Braucht man zur Bequemlichkeit einen anderen Stuhl, dann decke man vorher eine Zei- g ober eine alte Decke darüber. Diel mehr sollte

n aber für Kinder und Erwachsene kleine emelstühlchen in Gebrauch nehmen. Das sind die en «stützen für die Füße. Damit können die der auch Eisenbahn spielen.

enau so ist es mit den Teppichen. Wie oft wer- Tische und Stühle zurechtgerückt. Dabei denkt Mensch an den Teppich. Die Ecken werden ge» (ft und festgetreten. Bald fangen einzelne Teile Bl Fransen zu zeigen. Und in der jetzigen Zeit neue iche kaufen?

nb die Platte des Tisches? Kommt es nicht oft , daß eine heiße Schüssel ohne jede Unterlage ßsach aufgestellt wird? Häßliche Flecken entstehen urch auf den polierten Flächen, auch wenn eine e auf dem Tisch liegt. Genau so geht es mit dem ntisch, wenn die Topfuntersätze mit Wasser ahefüttt sind. ,

nn jetzt die Sonne wieder höher steigt und mit Glanz erfreut, dann soll die aufmerksame usfrau doch zu gleicher Zeit an ihre Sessel ben- . Wie schnell ist der Stoff verblichen und unan- nlich. Deshalb rückt man bie Stoffmöbel aus den j> ckten Sonnenstrahlen in den Schatten des mmers.

!)as sind nur einige kleine Winke über Selbst- r ftändlichkeiten. Von vielen werden aber gerade f. -^e Selbstverständlichkeiten nicht beachtet. Nachher r übern sie sich, wenn ihre Möbel schlecht aussehen, hr Glanz verlieren unb schließlich die ganze Woh- r iq einen ungepflegten Eindruck macht. Mit ein Ufitg Aufmerksamkeit unb Liebe kann man aber tztzh jetzt seine Möbel so erhalten, daß bie Wohnung Eier einladend unb freundlich aussteht.h.

Kampf den Kinderverbrühungen.

.. .In einem unbewachten Augenblick fiel . ihr kleiner Sohn beim Rückwärts gehen in die heiße Lauge. Das Kind trug schwere Ver­letzungen davon, an deren Folgen es wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb." terartige tragische Unfälle haben sich in letzter t auffallend gemehrt. Sie geben der Reichsar- sgemeinschaft Schadenoerhütung erneut Anlaß, ushmals an die Mütter die dringende Mahnung zu rttten, ihre Kinder in der Küche ober Waschküche i*)t ohne Aufsicht zu lassen. Bei den Verbrühungs- D Zöllen eines Kindes liegt die Schuld fast immer ft den Eltern bzw. an der Unvorsichtigkeit der Mut- bie beim Herrichten von Badewasser oder Lauge Waschgefäße auf den Fußboden stellt, während Zinder in der Küche oder Waschküche spielen elr herumlaufen. Derunheilvolle Augenblick" tritt meist ein, wenn die Mutter nur kurz die Küche

leberlegung und Vorsicht können diese Unfälle Meiden und die Mütter Zeit ihres Lebens vor Deren Vorwürfen bewahren, durch Fahrlässigkeit n Tod ihres Kindes herbeigeführt zu haben.

Siebener Doch««Marktpreise.

ießen, 10. Febr. Auf dem heutigen Wochen- . kosteten: Wirsing, % kg 10 bis 12 Rpf., kraut 10, Rotkraut 11, Grünkohl 13, Lauch 22, kohl, bas Stück 61 Rpf. __________________

Ottos Geduld war auf eine harte Probe gestellt fc^en. Länger als zwei Stunden faß er nun schon ?! seinem Horchposten im Keller, ohne daß sich auch nur bas geringste ereignet hätte ...

.Allmählich ließ seine Aufmerksamkeit nach. Diel-

, Negrid fuhr ein wenig ängstlich zusammen. Sre knleate sich noch dichter an Axel und flüsterte: ift eifersüchtig, Axel! Wenn du mich nochmal «fr, springt er mir an die Kehle, patz auf!" w .-Das käme auf einen Versuch an, Sigrid ®plte er.

kor machte plötzlich einen jähen Satz vorwärts J «M stand bann starr, wie aus Stein gemeißelt. Er -Mb den Kops hoch empor und begann zu winseln;

Ei chien fast, als ob er vom Schloß her irgend bis witterte, was ihn beunruhigte. Axel war auf- ^kcksam geworden. Mißtrauisch blickte auch er in « gleiche Richtung; aber zwischen den Bäumen sah ®tut gier unb dort einige schwache Konturen des wies, bie sich schattenhaft gegen den dunklen Hirn- W abhoben. Das Winseln des Hundes ging wieder J »rohendes Knurren über, und Axel stand ent» Pilsen auf.Irgend etwas scheint da im Hause in Ordnung zu fein, Sigrid! ... Bitte, Ctcb» entschuldige mich einige Minuten, ich will nur * *1 schnell" v

diesem Augenblick kracht oben über den Bau- nir irgendwo ein Schuß, dem gleich darauf em 9*1 nber Schrei und ein dumpfes Gepolter folgten, Arend Fox mit wütendem Gebell in Richtung

Hauses baoonftürmte.