Ausgabe 
10.2.1943
 
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Mittwoch, 10. ZebruarMZ

Gietzener Anzeiger

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Totaler Krieg fordert totalen Einsatz

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Der totale Arbeitseinsatz.

Gauleiter Sauckel über die neueste« Maßnahmen.

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Oer Webrmachtbericht.

DRV. Ans dem Führerhaupkqnartie

Soweit bekannt, wurden in diesen Kämpfen seit August v. 3. 25 000 Mann feindlicher Truppen v e r * nichtet, mehr als 240 feindliche Flugzeuge, über 30 Geschütze und 25 Tanks zerstört. Die japanischen Verluste belaufen sich auf 16 734 Mann und 139

lippinen bis nach Neuguinea, den Salomonen und den Gilbert-Inseln vor, während andere Streitkräfte die Eroberung Niederländisch-Indiens abschlossen. Die Briten und ihre Verbündeten wurden überall zum Rückzug gezwungen, und als Phase des Rück­zuges wird dieser Teil des ostasiatischen Krieges in die Geschichte eingehen. Erst die Jahreszeit setzte dem Vordringen der Japaner mit dem Einsetzen der Monsun-Regen ein Ziel und gewahrte den Angel­sachsen eine Atempause, in der sie ihre Lage über­blicken und erstmals vorsichtige Pläne für die Zu-

Nach dem Abschuß des 60. Sowjetpanzers wurde dem jetzt zum Leutnant beförderten Oberwacht­meister Hugo P r i m 0 z i c vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing den Eichenlaubträger Primozic mit den tapferen Kameraden seines Geschützes.

(PK.-Kriegsberichter Mandler. fPBZ.°Sch.s)

hingen.Glaube und Wille des Führers" so führte er aushaben Deutschland bereits einmal vor dem inneren Verfall gerettet, dessen Folge auch ein staatlicher Verfall des Reichs gewesen war. Der Führer wird auch diesen ungleich größeren und schwereren äußeren Kampf zugunsten Großdeutsch- lands entscheiden. Dazu gehört aber, daß jeder Deutsche ausnahmslos mit anpackt, denn nur Deutschland ist fähig, sich dem Bolschewis­mus ernsthaft entgegenzustemmen. Für uns gibt es nur unerbittlichen Kampf gegen unsere Gegner. Wir nehmen Stzrlingxad als ein Warnungssignal des Schicksals, das uns damit zur äußersten Kraft­anstrengung aufruft. Wer jetzt im Inneren noch nörgelt, ist ebenfalls unser Feind. Wir verlangen von jedem ein bedingungsloses Bekennt» nis zu Deutschland. Die Engländer bilden sich ein, hart zu sein. Sie werden sehen, daß Deutsch­land viel harter ist als sie."

Kameraden eines Sturmgeschützes.

selbst zugeben, ein Sechstel der Bevölkerung die Stadt Kalkutta verlassen. Seitdem sind weitere Hun­derttausende von Bewohnern geflüchtet, .darunter zahlreiche Fabrik- und Hafenarbeiter, Eisenbahner usw. Alle britischen Bemühungen, sie zur Rückkehr zu bewegen, waren erfolglos. Britische Militärtrans­porte im östlichen Indien sind schwer gestört wor­den durch den Mangel an Eisenbahnpersonal und die zunehmenden Sabotageakte durch indische Natio­nalisten. Britische Gerichtshöfe und andere Regie- rungsämter in Bengalen und Assam sind fast voll­ständig verlassen, da auch eine beträchtliche Anzahl von britischen Zivilbeamten und Geschäftsleuten Kal­kutta verlassen haben und sich nach Bombay, Ka­rachi und anderen Städten begeben.

tn Hermann Göring im ersten Kriegsjahr erin- »rn:W i r sind alle Soldaten, ob Mann st er Frau!" Damals war es ein Beispiel, heute ist « ernste Wirklichkeit.

Der Soldat an- der Front handelt im Rahmen enes Befehls nach feinem soldatischen Pflichtgefühl, i kennt nur ein Gesetz: Jeder Befehl ist heilig und h jjjfc erfüllt werden. Der Befehl aber erhält erst «stattende Kraft durch den Willen des einzelnen, M voll für die Durchführung des Befehls einzu- fceh. Wenn heute unsere Soldaten Tausende von -lometern von der Heimatgrenze entfernt kämpfen, dmn erkennen wir darin die Durchführung des ihnen «wordenen Befehls, die Sicherung der Grenzen un» allen Umständen zu gewährleisten.

Heute stehen wir unter den gleichen Gesetzen wie

Die deutschen Truppen Wetter in schweren Abwehrkämpfen

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9. Aebr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Süden der Ostfront nahm der Ansturm des Feindes an Heftigkeit zu. Die deutschen Truppen standen in beiden Kampfabschnitten in schweren Ab­wehrkämpfen gegen Durchbruchs- und Umfassungs­versuche des unter starkem Kräfteeinsah angreifen­den Feindes.

3m Westkaukasus wurden örtlich begrenzte Vorstöße der Sowjets abgewiesen.

Gegen erneute feindliche Angriffe im Mündungs­gebiet des Don find eigene Gegenangriffe im Gange.

Arn unteren Don, im gesamten Donez- gebiet und westlich des Oskol-Abschnittes erneuerten die Volschewisten ihre Angriffe auf brei­ter Front. Sie wurde« tn schweren Kämpfen abge­schlagen oder im Gegenangriff aufgefangen. Die Kämpfe dauern weiter an. 3n der schweren Ab­wehrschlacht bewähren sich unsere Verbände immer aufs neue gegenüber einer großen feindlichen Uebermacht und bei ungünstigsten wetterverhält- nissen.

Die Fortsetzung der Angriffe südlich des Ladoga- fees gegen unsere Abwehrfront brachte den Bol­schewisten schwerste Verluste ohne jeden Gelände- gewinu.

3n Ostkaretien wurden Mehrere feindliche Vorstöße unter beträchtlichen Verlusten des Gegners an Menschen und Material abgewehrt.

3m libysch-tunesischen Grenzgebiet scheiterte ein feindlicher Angriff gegen unsere Stel­lungen. Sofort einfehende Gegenstöße zwangen den Feind zum Rückzug. Deutsche Fliegerverbände grif­fen den Feind überraschend an und fügten ihm empfindliche Verluste an Menschen, schweren Waffen und motorisierten Fahrzeugen zu. Deutsche 3äger zersprengten an der Ostküste Tunesiens feind­liche Domber- und 3agdverbände und schossen bei einem eigenen Verlust dreizehn Flugzeuge ab.

Anter Verletzung schwedischen Hoheits­gebietes flogen in der vergangenen Rächt ein­zelne feindliche Flugzeuge in» Ostseeraum ein. Bombenwürfe wurden nicht festgestellt.

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Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, sprach vor der Presse über die neuesten Maßnahmen zur totalen Mobilisierung aller Kräfte. Sie sei nicht durch die militärischen Verhält­nisse dieses Winters bedingt, sondern entspreche einer langfristigen Planung. In einem geeigneten Augen­blick schreite man zur Ausschöpfung der vorhandenen Reserven. Im vergangenen Frühjahr seien statt dessen die ausländischen Arbeiter heran­gezogen worden. Sie hätten sich inzwischen einge­wöhnt und arbeiteten in der großen Mehrzahl durch­aus zuverlässig, so daß die Arbeitsleistung zwischen 65 und 100 v. H. liege. Diese Kräfte könnten alle An­forderungen der deutschen Kriegswirtschaft durch­halten. Von den vier Millionen ausländischer Ar­beiter seien allein im letzten Jahre drei nach Deutsch­land gekommen. Deutschland tue alles, um sie lei­stungsfähig zu erhalten. Sie seien so untergebracht und ernährt, daß sie der deutschen Kriegswirtschaft auch in einem beliebig langen Krieg mit unvermin­derter Kraft zur Verfügung stünden. Der Kranken­stand betrage 2 v. H. und sei somit noch geringer als bei den deutschen, zu Hause wohnenden Ar- beitem.

Jetzt komme es daraus an, durch Heranzie­hung weiterer Reserven deutsche Män­ner für die Front freizumachen. Was an Soldaten gebraucht werde, werde voll durch andere Arbeitskräfte ersetzt werden. Daß die Lebenskraft der Frau keine Schädigung erleiden bürfe, fei selbst­verständlich. Partei, Arbeitsfront und NSV. würden dafür sorgen, daß die Frauen gut betreut würden und daß auch für die Kinder gesorgt werde, die Ar­beitsämter seien angewiesen worden, mit den Melde» pflichtigen vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Es kämen zuerst die Frauen an die Reihe, die keine Rücksichten zu nehmen hätten. Mit den steigenden Anforderungen werde bann zum totalen Arbeits­einsatz übergegangen werden. Es verstehe sich von selbst, baß nur Menschen erfaßt würden, für die auch ein Arbeitsplatz vorhanden fei. Auch müßten die Arbeitskräfte für die Arbeit verwendet werden, für die sie sich am besten eigneten. Durch mehrfache Umschichtungen werde es aber immer möglich fein, die Arbeitsplätze wieder aufzufüllen, die durch Ein­ziehungen zur Wehrmacht frei geworden feien und eine möglichst gleichwertige Arbeitskraft an die Stelle des Einrückenden zu fetzen.

»Deutschland ist viel härter.^

Tilsit, 9. Febr. (DNB.) Die in Mitteldeutsch­land begonnene Reise setzte Reichsorganisationsleiter Dr. fiep in Ostpreußen fort. Wieder sprach Dr. fiep täglich mehrere Male in den Betrieben vor Rüstungsschaffenden und in öffentlichen Dersamm-

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der Soldat: Wir müssen und wollen sie­gen. Die Zeit ist gekommen, wo auch die letzte Kraft in der Heimat organisiert und mobilisiert werden muß. Wir sind alle Soldaten. Es gibt für niemand eine Ausnahme. Das Höchste sind Volk und Vaterland, für deren Zukunft und Freiheit der Sieg errungen werden muß.

Wir wissen, daß im deutschen Volk noch unge­ahnte,' bisher ungenützte Kräfte zur Verfügung stehen. Mit diesen Kräften heißt es haushälterisch umgehen. Jede Kraft muß ihrer besonderen Fähig­keit gemäß dort eingesetzt werden, wo sie den größ­ten Nutzeffekt erzeugt. Das ist das Ziel der Arbeits­meldepflicht. Wie der Generalstabschef einer Armee den Sieg organisiert durch Ausarbeitung des Ope- rationsplaües und durch genau festgesetzten Einsatz der zur Verfügung stehenden Kampfoerbände, ge­nau so muß auch in der Heimat der Sieg organi­siert werden durch Mobilisierung und sorgfältigsten Einsatz der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte.

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Front hat uns Aufgabe und Pflicht vorge- ,'ft. Ohne den höchsten Einsatz unserer ganzen illenskraft und Willenstat ist der Sieg nicht zu ringen. Wir sollten uns heute alle des Wortes

Flugzeuge.

Oie Seeschlacht bei der Ffabell -Insel.

Ein abschließender japanischer Bericht.

Tokio, 10. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanische Ma­rine in der Zeit zwischen dem 1. und 7. Februar in den Gewässern südöstlich der Isa­bel l - I n s e l der Salomon-Gruppe insgesamt 13 'feindliche Schiffe versenkte und 86 Flugzeuge ab schoß. Im einzelnen verlor der Feind zwei Kreuzer, wovon einer in wenigen Minuten versenkt wurde, einen Zerstörer und zehn Torpedoboote, außerdem 86 Flug­zeuge. Die japanischen Verluste beliefen sich auf drei Zerstörer, die beschädigt wurden, davon einer schwer, außerdem 12 Flugzeuge, die nicht zurück- kehrten.

Das Hauptquartier hatte am 4. Februar bereits ein Zwischenergebnis bekanntgegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren ein Kreuzer versenkt, ein Kreuzer beschädigt und 33 Flugzeuge abgeschossen. Der Erfolg

-Berlin, 9 Febr. (DNB.) Im Süden der Ost- tent standen die deutschen Truppen am Montag in erbitterten Abwehrkämpfen gegen die mit starken jäften und an den Schwerpunkten noch heftiger i bisher angreifenden Bolschewisten. Im Gebiet js unteren Kuban brachen die Vorstöße grö­ßer feindlicher Verbünde im Sperrfeuer oder im »genstoß unter hohen Verlusten für die Sowjets jammen. Bei einem dieser energischen Gegenstöße züchteten Teile einer Jägerdlvision die Masse k sie angreifenden Bolschewisten, die an dieser gelle allein über 1000 Gefallene und zahlreiche Ge- frgene verloren.

Am unteren Don und im gesamten Do- nt 3 g e b i e t verstärkten sich die Angriffe der Sow- jd$. Heftige Schneestürme und starke Verwehungen k^chwerten insbesondere am oberen Donez die Hmpfhandlungen. Nach schweren Artillerie-Duellen Orden die zahlreichen Vorstöße von unseren Trup­pri abgeschlagen oder in der Tiefe des Kampffeldes gefangen. Mehrfach gingen unsere Kampfarup- Ptt zu Gegenangriffen über, bei denen der Feind redliche Verluste an Menschen, Panzern und Waf- j:r erlitt. Die tm Wehrmachtbericht vom 6.2. ge­tunte 7. Panzer-Division vernichtete im Don-Do- ||>geblet innerhalb eines Monats 236 Panzer, 59 ch chütze, 226 Panzerabwehrkanonen und daneben tre große Anzahl anderen Kriegsgerats. In diesem hmpfgebiet haben sich auch ungarischeTrup- p n aufopfernd geschlagen. Der Feind hatte an wer Stelle die Verteidigungslinien durchbrochen 1 1 war mit Panzern weitergestoßen. Um die Ge- f r der Umklammerung von den Nachbardivisionen «uwehren, igelten sich einzelne Honoed-D"rbände und sicherten die Umgruppierung ber übrigen nk i arisch en Einheiten. Sie kämpften bis zur letzten Girinate und letzten Patrone gegen die von allen 6t ten anstürmende Uebermacht, dann erst brachen jk im Nahkampf zur Auffangstellung durch.

'luch im Raum westlich des Oskol griffen Bii Bolschewisten im Schutze heftiger Schneestürme breiter Front an. Der gleichzeitige Kampf unse- !i Truppen gegen die feindliche Uebermacht und die Milben der Witterung stellte hier besonders hohe Ir'orberungen an jeden einzelnen Soldaten. Wenn tu3 die feindlichen Panzer aufgehalten und zurück- Vhrängt wurden, so konnte es doch nicht verhindert irben, daß der Feind an einigen Stellen Boden fkvann. Unsere Flieaer nutzten jede kleine Aufbel- hig des Wetters zu Angriffsflügen aus. Sie warfen tte Bomben besonders auf Ortschaften, in denen h Feind Artillerie- und KolonKnfahrzeuge zu- Hvinengezogen hatte. Noch tr^er in das feindliche Mierland vorstoßende Kampfflugzeuge zerschlugen A; Bahnlinie.

unserer japanischen Verbündeten, der dem Sieg bei der Rennel-Jnsel unmittelbar folgte, konnte also noch wesentlich vergrößert werden.

Oie japanischen Lustangriffe auf Ostindien.

Bangkok, 9. Febr. (Europapreß.) Weitgehende Verwirrung und Panik herrscht unter den britischen Militär- und Zivilbehörden in den östli- chen Teilen Indiens infolge der japanischen Luft­angriffe auf Kalkutta, Tschi11ag 0 ng und andere britisch-nordameni konische Militärstützpunkte. Nach dem ersten Luftangriff hat, wie die Briten

Nach dem Verlust von Singapur

Von unserem Dr. L.-Korrespondenten.

kunft machen konnten.

Der Verlust von Singapur hatte für die strate­gische Planung vor allem deshalb so große Be­deutung, weil dadurch die britischen Besitzungen öst­lich von Suez nicht mehr a 1-5 Einheit be­trachtet werden konnten. Wie früher Singapur das Bindeglied zwischen Indien, China und den pazifi­schen Dominien gewesen war, so bildet es jetzt eine unübersteigliche Schranke. An Stelle eines einheit­lichen strategischen Plans sollten nun zwei getrennte Pläne aufgestellt werden. Da aber Englands Arm nicht mehr stark genug war, um über die von Japan errichtete Schranke himyegzureichen, fielen Austra­lien und Neuseeland den USA. als Schutzbefohlene zu und wurden gerne aufgenommen, ohne daß oie Amerikaner die Absicht gehabt hätten, etwa die Rolle eines selbstlosen und ehrlichen Treuhänders zu spielen. Doch die polftischen Folgen des Falles von Singapur werden noch weiter unten bespro­chen werden. Die militärischen Aufgaben verteilen sich jedenfalls ohne daß die Welt von einer aus­drücklichen Abmachung dieser Art Kenntnis erhal­ten hätte in der Weife, daß England sich vor allem auf die Verteidigung Indiens und des Indischen Ozeans beschränken sollte, während die Sicherung der beiden pazifischen

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Stockholm, tm Februar 1943.

Unter den vielen Überraschungen und Enttäu­schungen, welche die Engländer in diesem Kriege bisher erlebt haben, ist der Zusammenbruch ihrer Stellungen in Ostasien in dem kurzen Zeitraum von nur drei Monaten die größte und bitterste gewesen. Sie wird wohl höchstens durch die Bestürzung über­troffen, mit der die Nordamerikaner ihre Hoffnun­gen auf einen raschen Sieg über das Reich der auf» gehenden Sonne unter den Schlägen der japanischen Flotte und Luftwaffe dahinsinken sahen. Die Ur­sachen der Enttäuschung waren auch bei den Eng­ländern andere als bei den Nordamerikanern, welche die Japaner einfach nicht ernst genommen hatten. Die Engländer waren, wenngleich immer noch zu Illusionen geneigt, durch die Erfahrungen klüger geworden, welche sie mit der zu geringen Ein­schätzung ihrer europäischen Gegner bereits gemacht hatten. Trotzdem war die englische Enttäuschung- unmittelbar eine Folge der amerikanischen Illu­sionen, denn die britische Regierung hatte sich, da ihr selbst die Mittel zur Verteidigung ihrer ostasiati­schen Defitzungen fehlten, für den Fall eines Krieges mit Japan nahezu gänzlich auf die amerikanische Waffenhilfe verlassen. Der Erfolg von Pearl Har­bour machte daher den Fall von Singapur unver­meidlich.

Trotzdem war der Verlust Singapurs der ent­scheidende Höhepunkt der ersten Kriegsphase in Ost­asien. Mit ihm verloren die Engländer nicht nur eine militärische Schlüsselstellung, sondern auch einen sehr großen Teil ihres politischen Prestiges in den Gebieten östlich von Suez. Die R ä u m u n g B u r - mos wurde im gleichen Augenblick eine militärische Notwendigkeit, die Kämpfe, welche dem von General Alexander geführten Rückzug vorausgingen, hatten nur hinhaltenden Charakter. Gleichzeitig begannen die Japaner, von Formosa aus nach Südosten vor-

Wir organisieren den Sieg.

'M] Mit dem Aufruf des Führers an das beutfc,. $3lf am 30. Januar 1943 wurde das Aufgabenge- et der Heimat für den deutschen Sieg abgesteckt.

2 of io, 9. Februar. (Europapreß.) Die Zuruck- föung der japanischen Truppen aus Buna an I»Nordostküste von Neuguinea und der Salomonen- $:l ©uaöalcanar nach Erfüllung ihrer Auf- , I loten wurde durch das japanische Hauptquartter Thnntgegeben.

tvtrtH L$ös Hauptquartier gab dazu folgenden Bericht prius:Die im Südwestpazifik stehenden iapa» 1 Wen Militär- und Flottenstreitkräfte haben seit vergangenen Sommer starke Truppenverbande Neuguinea, den Salomonen und strockeglsch öligen Punkten entsandt, großangelegte Gegen- griffe des Feindes zum Scheitern gebracht und firt eine neue Basis für Anariffsope- ion en geschaffen. Die japanischen Truppen, kauf Buna (Neuguinea) vorgingen, um Diele Herationen zu unterstützen, brachen trotz zahlen- J;iger Unterlegenheit erbitterten Widerstand des weners und wurden nach Erledigung ihrer Auf- 9btn Ende Januar nach anderen st r a t e g t Hhn Punkten verlegt. Den ..lapanüchen liiopen, die den Befehl hatten, in ähnlicher Weise f Operationen auf der Insel Guadalcanar 1 lecken, gelang es, starke feindlich Verbände em- ^lleßen, die feit August ununterbrochen auf Der Wl gelandet waren, wobei die Kampfkraft der Endeten Feindtruppen gebrochen wurde. Diele tapen wurden, nachdem sie ihr Ziel erreicht ?bn, Anfang Februar nach einem anderen luntt beordert. Im Verlaus dieser Unter» hnungen übten die japanischen Streitkräfte einen hier en Druck auf den Gegner aus und vereitelten ht Aktionen. Der Abtransport der Truppen voll-

Abschluß der Kämpfe auf Guadalcanar

Ulk. . r. \ fcöfnnnt mitrhon in hipfpn Kömnien fei