Ausgabe 
9.4.1943
 
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<95. Jahrgang M. 84 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags

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GiehenerAnzeiger

vkühIIchtUni»«rMtrdni<l«r«i».la«g« General-Anzeiger für Oberhessen $d| *ieöenSdjnlftrafee 7-9

Das neue Kroatien.

Die om. 10. April 1941 erfolgte Proklamation der Ilersewständigung des kroatischen Volksraumes ' !-ann man ähnlich wie die Gründung der Slowakei ,i(g ein Beispiel der kommenden staatlichen Neu- «rdnuna Europas bezeichnen. Das kroatische Volk ,at unter seiner Staatsführung bereits bewiesen, » es positiv zu ben Aufgaben des neuen Euro­pas eingestellt ist, an der Ostfront bewähren sich tie kroatischen Einheiten tapfer im Kampf gegen len bolschewistischen Weltfeind. In Kroatien selbst nimmt die innere Aufbauarbeit trotz mancherlei ' Störungsversuchen durch von den Sowjets unter- lützten kommunistischen Banden aus dem benach­barten serbischen Raum ihren Fortgang und führt u einer allmählichen Konsolidierung des jungen Staatswesens.

Kroatien zählt auf etwa 115 000 Quadratkilometer Kaum 7,1 Millionen Einwohner, unter denen sich ?tam 100 000 Deutsche befinden. 83 v. $). der Be­völkerung besteht aus Bauern, 8 v. f). sind in der Industrie und im Bergbau beschäftigt, während 3 v. H. in handelswirtschafttichen Berufszweigen tätig sind. Der landwirtschaftliche Schwerpunkt be­endet sich im Norden des kroatischen Staates in dem Tiefland zwischen den Flüssen Drau, Donau, Save und Kulpa. Die Bodenerträgnisse sind noch steigerungsfähia^ Die wichtigsten landwirtschaftlichen PrÄukte sind Mais, Weizen, Tabak und Obst. Ein Drittel der Bodenfläche ist mit Wald bedeckt, was gute Aussichten für eine entwicklungsfähige Forst­wirtschaft bedeutet. Von den rund 5 Millionen Hek­tar Bodenraum sind 650 000 Hektar noch Sumpf- banb, zu dessen Kultivierung Entwässerung, Land­gewinnung und Eindeichung der Einsatz des straff organisierten Arbeitsdienstes sich bewährt. Die In­dustrie Kroatiens ist vor allem auf die Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Wolle, Flachs und Hanf ausgerichtet. Große Möglichkeiten bestehen für Die Erschließung bergbaulicher Rohstoffe wie Braun- kohle, Lignit, Bauxit und Eisenerz, das wichtigste Förderungsgebiet von Eisenerz befindet sich um Dorisch und Zanica, nördlich von Serajewo.

Die Geschichte Kroatiens ist sehr alt. Ein kroati­sches Königreich wurde bereits im Jahre 924 unter König Tomislav gegründet. Damals bestand das

kroatische Heer schon aus 100 000 Fußsoldaten und 60 000 Reitern. Ueberhaupt ist das kroatische Volk sehr soldatisch und besitzt einen unbezwingbaren Freiheitswillen, den es in dem Völkergemisch des Balkanraumes immer wieder durchgesetzt hat. Nach dem Erlöschen der Dynastie wurde im Jahre 1102 die Krone an die ungarischen Könige übergeben, trotzdem blieb das kroatische Volk in seiner inneren Verwaltung durchaus selbständig und wahrte seine kulturelle Eigenart. Im dreißigjährigen Kriege waren die Heldentaten kroatischer Truppen bekannt, unter Maria Theresia hatten die Panduren, Reiter­truppen kroatischer Abstammung, eine besondere Be­rühmtheit erlangt. Napoleon I. sägt in seinen Erin­nerungen von den kroatischen Soldaten, daß sie die besten der Welt seien. Einen Beweis für die hohen soldatischen Fähigkeiten des Kroaten bildet auch die Tatsache, daß im früheren österreichisch-ungarischen Offizierskorps bei Ausbruch des ersten Weltkrieges 50 v. H. der höheren Offiziere aus Kroaten bestan­den, in Anbetracht des geringen Volksteils, den die Kroaten in der früheren Donaumonarchie darstell­ten, ein außerordentlich hoher Prozentsatz. Heute finden wir unter den maßgeblichen Persönlichkeiten des neuen kroatischen Staates und unter den älte­ren Offizieren zahlreiche, die das Eiserne Kreuz des ersten Weltkrieges tragen. Auch im neuen Weltkrieg haben sich wieder viele kroatische Soldaten hohe deutsche Auszeichnungen erworben.

Die Hauptstadt Kroatiens ist Agram, eine Stadt von etwa 250 000 Einwohnern. Als Regierungssitz und Kulturmittelpunkt, gleichzeitig auch als künf­tige Hauptstadt ist die Stadt Ban ja Luka, die heute 25 000 Einwohner zählt, ausersehen. Der Haupt­hafen Kroatiens ist Dubrovnik an der Adria. Zur Zeit arbeiten etwa 150 OOO Kroaten ist Deutschland, sie haben sich überall als zuverlässig und auch als gut geeignet für Spezialarbeiten erwiesen. Der Trä­ger der kroatischen Staatsidee ist die Ustascha- bewegung, aus der sich zum Teil auch die kroatische Wehrmacht rekrutiert.

Mur noch als Kämpfer haben wir gerade in unserer Zeil ein Recht zu existieren, als Vor­kämpfer für ein künftiges Säkulum, dessen For­mation wir an uns, an unseren besten Stunden nämlich, etwa ahnen können.- Nietzsche.

Oer Taß-Vertreter Vertrauensmann des Foreign Office.

Das Exempel Westindien.

Von unserem n.-Korrespondenten.

Lissabon, April.

Die westindischen Inseln, ob 'in amerikanischem oder englischem Besitz, sind feit langem ein Herd wirtschaftlicher und politischer Unruhe. Nicht um- onst nennen die Amerikaner Puerto Rico ,,un» er kleines Indien". Tausende verhungern in jedem Jahr, ohne daß die amerikanische Regierung wirk­lich Abhilfe schafft. Isolationisten im Kongreß fra­gen daher mit Recht, wenn es nicht möglich sei, zwei Millionen Menschen in Puerto Rico, die immerhin amerikanische Bürger seien, vor dem langsamen Ver­hungern zu bewahren, wie dann riesige Projekte, nach denen die halbe Welt ernährt und bekleidet werden soll, im Ernst durchgesührt werden könnten, zumal der Krieg weder auf Puerto Rico noch auf den englischen Inseln Westindiens dieses Elend her- Dorgerufen, sondern es lediglich verschärft habe.

Wie selbstEconomist" Mitte Februar zugeben mußte, behandelt die englische Derwältuna die skan- dalösen Zustände auf den Inseln mit geradezu pein­licher Gleichgültigkeit. Der Generaldirektor für die Wohlfahrt der westindischen Inseln, Sir Frank Stockdale, habe auf einer Pressekonferenz wohl einen empfindlichen Proteinmangel in der Ernährung zu­gegeben, wollte jedoch von allgemeiner Nahrungs­mittelknappheit nichts wissen, und der Gouverneur von Jamaica, Sir Arthur Richards, erklärte einem amerikanischen Korrespondenten, seine Insel könne in keiner Weise mit Indien verglichen werden. Die Ueberzahl der Jamaicaner wolle keine Selbst­verwaltung und glaube, mit den vielen brennenden

Fragen wie Finanzierung der Exporte und Ernäh­rung allein gar nicht fertig werden zu können. In diese Reihe paßt auch die Rede des parlamentari­schen Untersekketärs für die Kolonien, des Duke of Devonshire, der Anfang Februar im Unterhaus her­vorhob, die westindischen Verhältnisse erforderten überhaupt keine dringliche Lösung. Mit der Zeit würde sich alles von selber zurechtrücken.

In schlagendem Gegensatz dazu stehen die Aeuße- rungcn der örtlichen Presse, soweit der Zensor sie zuläßt. Eine große Zeitung in Trinidad erschien im August mit der Ueberschrift:Sollen wir schweigend verhungern?" Seit dem letzten Sommer sind Plün­derungen an der Tagesordnung. Scharen Hungern­der stürmen die Reisläden mit der Behauptung, der Reis würde für die Wohlhabenderen zurückgehalten. Petroleum, das einzige Leuchtmittel, gibt es auf den meisten Inseln schon laüge nicht mehr.

Im letzten Sommer versuchte der Gouverneur von Jamaica die Eisenbahnergewerkschaft sowie die Na­tionale Volkspartei zu zerschlagen, indem er die führenden Männer beider Gruppen einfach wegen Unruhestiftung verhaften ließ. Trotz heftigster Pro­teste, auch von amerikanischer Seite, wurden sie erst Ende März wieder freigelassen. Die schweren Arbeiterunruhen auf den Bahamas, nach den Worten einer örtlichen Zeitungbie größten und schrecklichsten in der Geschichte der Kolonie", tobten monatelang. Nach ebenso langen Untersuchungen wurde ein bescheidener Bericht veröffentlicht, in dem als Ursache der Hungerlvhn von vier Schilling

änderung ist offenbar mit Rücksicht auf die Erfah­rung vorgenommen worden, die die jetzige Regie­rung Nuri Said Paschas während der nationalen Erhebung unter Raschid Ali Kailani machen mußte. Schließlich wurde noch beschlossen, daß jedem iraki­schen Kabinett ein Minister ohne Portefeuille ange- hören muß, der die Verbindung mit dem Hofe auf­rechtzuerhalten hat, und dem es im besonderen ob- liegt, die Befehle der Besatzungsbehörden entgegen­zunehmen. Diese Verfassungsänderungen werden schwerlich etwas an den tatsächlich im Irak herr­schenden Verhältnissen ändern. Das Land am Euphrat und Tigris ist nicht Herr über sein Schick­sal, es ist der Ausbeutung willenlos ausgeliefert, und an seiner Spitze stehen Verräter an der natio­nalen Sache des Arabevtums.

Das Eichenlaub für bewährten Regimentskommandeur der Waffen-ss

DJIB. AusdemFührerhauptquarlier. 8. April. Der Führer verlieh am 6. 4. 1943 an ff-Obersturmbannsührer Otto Kumm, Regiments­kommandeur in der ^PanzergrenadierdivisionDas Reich", das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und richtete an ihn folgendes Telegramm: 3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Ein­satzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 221. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Der Auslandspresseverband in London hat einen neuen Vorsitzenden erhalten. Dies erscheint deshalb bedeutungsvoll, weil die Vorsitzen- h den dieserForeign Preß Association" während des |[ letzten Jahrzehnts gewissermaßen barometerartig die i Richtung der Politik anzeigen, die jeweils vom Fo- k reign Office beliebt wird. Der Schweizer, der l vor zehn Jahren dem Verbände präsidierte, ist bald I darauf von dem polnischen Juden Litauer ab- gelöft worden, der als Vertrauter des Warschauer Außenministers Beck nach London gekommen war i unb sich dort des besonderen Vertrauens Dansit- iarts erfreute, dessen Kriegs- und Einkreisungs­politik gegen Deutschland heute noch in aller Er­innerung ist. Sein Nachfolger ist jetzt der englische Jude Rothstein geworden, der seit Jahren die sowjetische Taß-Agentur in London leitete. ,

»Als sowjetischer Agent hatte es Rothstein.früher riebt leicht, zu den politischen Quartieren der eng­lischen Hauptstadt Zutritt zu erhalten und seine bol- Ichewistischen Kuckuckseier in die Plutokratennester zu legen. Das änderte sich, als unter Churchill die britische Regierungspolitik in dos sowjetische Fahr- Master einschwenkte. Jetzt hat Rothstein mit seiner Ernennung zum Präsidenten des Ausbandspresse- Verbandes in London Hochkonjunktur erhalten. Er erfreut sich der besten Informationen des Sow,et- botschafters Maisky und wird aus Moskau selbst burd) seinen Vater Aaron Rothstein, der früher lange Zeit Pressechef der Sowjetregierung und zu­letzt Rektor der kommunistischen Universität zu Moskau war, erstklassig informiert.

Wenn es möglich wäre, so ist die ,!ß

noch mehr verludet als die englische. Der Prestefeld- <3uq des bekannten jüdischen Journalisten Walter -Lipp man zugunsten Sowjetrußlands tft m die­ser Hinsicht aufschlußreich genug. Ebenso vielsagend ? ist die Propagandaaktion von Roosevelts Handlan­ger Mols Serie, der in den USA. jeglichen Arg­wohn gegen die Politik der Bolschewisten zu zer° "streuen'und zu bagatellisieren sucht. Um ein übriges tun, haben die USA.-Juden jetzt «n«, ..Natto- italrat amerikanisch-sowjetischer Freundschaft gebil­

det, der den Zweck verfolgt, noch engere freundschaft­liche Verbindungen zwischen USA. und der Sowjet­union herzustellen.

Im Gegensatz zu den Anglo-Amerikanern hat Deutschland schon seit 1920 den Kaippf gegen die so­wjetische Brunnenoergiftung mit aller Entschieden­heit ausgenommen. Wir erinnern uns, wie damals auf einem Berliner Bahnhof mehrere Kisten des Sowjetbotschafters Söffe platzten und wüstes Agi­tationsmaterial zutage förderten. Vor noch nicht zwei Jahren, im Juni 1942, stellte sich bei der Durch­suchung der Räume der früheren sowjetischen Han­delsdelegation heraus, daß dort eine eigene Paß- fälscherwerkstatt, ein Verbrennungsofen für Leichen und ähnliche Requisiten der GPU. vorhanden wa­ren. Das nationalsozialistische Deutschland aber hatte schon 1933 alle Konsequenzen gezogen und der so­wjetischen Propaganda ein endgültiges Paroli ge­boten.

\ Churchill

beherrscht den englischen Ttundfunk.

Stockholm, 9. April. (Europapreß.) Die Stel­lung des britischen Rundfunks, insbesondere sein Verhältnis zu den verschiedenen Parteien, war Gegenstand einer lebhaften Unterhausdebatte. Ein Antrag der unabhängigen Arbeiterpartei verlangte eine weniger parteiische Haltung des Rundfunks und stärkere Berücksichtigung aller politischen Par­teien. Zur Begründung dieses Antrages erklärte der Fraktionsvorsitzende der Partei, Mc Govern, das gesamte Nachrichtenwesen werde von Churchill beherrscht. Dieser habe seinen Freund Brandon Bracken zum Jnformationsminister gemacht. Alle Männer mit anderer Auffassung seien in brutalster Weise beiseite geschoben worden. Es sei unmöglich, eine andere Auffassung als die der konservativen Partei im Rundfunk zur Geltung zu bringen. Der Labour-Abgeordnete Dodbie wies darauf hin, daß von den Unterhausmitgliedern, die im Laufe des Krieges im Rundfunk gesprochen hätten, die ganz überwiegende Mehrheit der konservaten Partei an­gehört habe.

Oer Irak unter britischem Protektorat.

Unter dem Druck der Engländer und Amerikaner hat sich der Irak dazu entschließen muffen, eine durchgreifende Verfassungsänderung vorzunehmen. Das Parlament in Bagdad, das nur em Schemda- 'fein führt, hat nicht gezögert, dem Vorschlag der^Re- jierung feine Zustimmung zu geben. Es banDeli 'sich in erster Linie um eine Abänderung der Thron- iolgebeftimmungen. Im ftalle bes fehlens ein . Direkten äronfolgers soll der Familienrat der H - schemitendynastie'sich versammeln um den geeig­netsten Sproß der Familie mit der $rone. $u,.f. trauen. Damit soll erreicht werden, daß der irakische Königsthron dieser England ergebenen arabischen Dynastie gesichert bleibt, und zwar auch für den W, daß der irakische Zweig der Famike aussterben lallte. Man darf vielleicht voraussetzen, daß Eng land dabei an seinen Günstling und Statthalter, Den Emir Abdallah von Transiordanien, ge öacht hat, dem es schon einmal den Thron von Sy­rien versprochen hatte und den es dann öa öer Plan durch französischen Widerstand vereitelt wurde "mit dem eigens für ihn geschaffenen Emirat von Transjordanien entschädigte. -

Die(er Emir Abdallah entstammt dem alten Herr­

schergeschlecht der Haschemiten, das seit dem Jahre 1201 im Besitze des Scherifats von Mekka war, bis es im Jahre 1925 von König Ibn Saud vertrie­ben wurde. Die Haschemiten führen ihren Ursprung auf den Propheten selbst zurück. Daher war es ver­ständlich, daß der öater des Emirs, der Scherif Hussein, nach dem Sturze des Kalifats von Kon­stantinopel sich zum Kalifen ausrufen ließ. Aber diese Rolle konnte er nur sehr kurze Zeit spielen, da Ibn Saud ihm schnell ein Ende bereitete. Der Emir Abdallah war es, der am Anfang des ersten Weltkrieges' mit den Briten den Pakt gegen die Türkei äbfchloß und seitdem ganz in englischen Diensten steht. In seinem Schloß in Amman resi­diert er zwar im ersten Stock und empfängt dort Abordnungen und Gäste. Im zweiten Stock aber sitzt der englischeAdviser", ohne dessen Zustim- mung Emir Abdallah nicht einen einzigen wichti­geren Regierungsakt vollziehen darf.

Außer der Abänderung des Derfassungsgesetzes ist noch in Bagdad der Beschluß gefaßt worden, daß sich Parlament und Senat künftig auch auHer­tz a Ib der Hauptstadt rechtsgültig versammeln und Beschlüsse jassen können. Diese Derjassungs.

Der Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem Führerhauptquarkler. 8. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der O st f t o n t herrschte im allgemeinen Ruhe. Einzelne feindliche Angriffe am Kuban- Brückenkopf und am mittleren Donez wurden abgewiefen.

An der tunesischen S Übfron t leisten deut- sche und italienische Truppen dem mit großer Ueber- legenheit angreifenden Feind zäh Widerstand. Durch- gebrochene feindliche Panzerkrafte wurden in er­bitterten Kämpfen zum Stehen gebracht und Um- sassungsversnche vereitelt. Reue Stellungen wurden planmäßig bezogen. Im mittleren und nörd­lichen Frontabschnitt scheiterten mehrere feindliche Vorstöße verlustreich für den Gegner.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage kriegswichtige Ziele auf der Insel Wight und ao der englischen Südostküste an.

Damit erhält ein stets zu letztem Einsatz bereiter junger Regimentskommandeur der Waffen-^ das Eichenlaub, ein treuer Nationalsozialist und AMann aus der Kampfzeit, der seit 1939 in allen Feldzügen Proben höchster soldatischer Bewährung vor dem Feind abgelegt hat. Im Südabschnitt der Ostfront als Kommandeur des ^-Panzergrenadier« regimentsDer Führer" faßte er unter schwierig­sten Verhältnissen selbständig entscheidende Ent­schlüsse, die zur Abschnürung und Vernichtung er­heblicher Feindteile führten. Kumm wurde 1909 in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach Besuch der Oberrealschule bis zur Sekundareife er­lernte er das Schriftsetzerhandwerk. Seit 1930 ist er Mitglied der NSDAV. Im September 1936 er­folgte m der Waffen-feine Beförderung zum

-Hauptsturmführer. Im Westfeldzug übernahm Kumm nach Verleihung des Eisernen Kreuzes IL und I. Klasse die Führung des Bataillons, an dessen Spitze er sich auch im Ostfeldzug bewährte. Im Winter 1941/42 erwarb er sich dos Deutsche Kreuz in Gold und das Ritterkreuz.

Britischer Versuch zur Rückeroberung Burmas gescheitert.

wodurch dem dort stesienden Feind der Rückzug ab­geschnitten wurde. Augenblicklich führen die japa- nischen Streitkräfte dort eine Demichtungsoperation

Tokio, 8. April. (DNB.) Das kaiserliche Haupt­quartier gab am Donnerstag bekannt, daß japanische Heeresverbände, die fett der zweiten Hälfte des De­zembers vergangenen Jahres im Gebiet nörd­lich 21 f t) a b in der Nähe der indisch-burmesischen Grenze gegen zwei britisch-indische Divisionen ope­rierten, Anfang März die Offensive wieder ausge­nommen, im Verlaus einer großangelegten Einkrei­sung so peration die Hauptstreitmacht des Feindes längs dem Mayu^Flufse angegriffen und vernichtet haben. Die japanischen Streitkräfte säubern jetzt das Gebiet vom Feinde. Der Oberbefehlshaber der im Burmagebiet kämpfenden japanischen Streitkräfte ist Generalleutnant Hasakasu K a w a b e.

Dazu erklärte Generalmajor V a h a g i, die eng­lisch-indische 14. Division hätte in der zweiten De­zemberhälfte 1942 nach Ueberschreitung der indischen Grenze versucht, japanische Streitkräfte' im Gebiet nördlich Äkyab anzugreifen. Vorgeschobenen japani- schen Einheiten sei es jedoch in harten Kämpfen gelungen, den feindlichen Vormarsch nordwestlich Akyab aufzuhalten. Inzwischen feien stärkere japa­nische Streitkräfte im Akyab-Gebiet zusammenge zogen und Vorbereitungen zu einer Offensive ge­troffen worden. Gleichzeitig gelang es japanischen Einheiten unter unsagbaren Schwierigkeiten, in einem Umgehungsmanöver das hohe Arakan- Gebirge zu überqueren und in den Rücken des Feindes zu gelangen. Anfang März begannen die nördlich Akyab stehenden Hauptkräfte die Offensive, kreisten zunächst eine über 1000 Mann starke feind­liche Gruppe 60 Kilometer nördlich Akyab ein und vernichteten sie. Dann wandten sich die Javaner ge­gen zwei feindliche Brigaden, die 50 Kilometer nordwstlich Akyab eingeschlossen und gleichfalls auf. gerieben wurden. Am 25. März wurde der M a y u - F l u ß auf eroberten Booten überquert. Die japanischen truppen trafen auf der Ostseite des Flusses auf starke gegnerische Kräfte, die sie ver- Nichten konnten. Auf ihrem Vormarsch erreichten die japanischen Streitkräfte den Golf von Bengalen,

durch.

Bei allen Kämpfen hätten die Engländer die indischen Truppen in die vorderste ßi- n i e geschickt und durch Bedrohung von rückwärts zum Kampfe gezwungen. Zahlreiche Inder seien da­her zu den Japanern übergelaufen. Durch sie habe man erfahren, daß die anglo-indischen Truppen in starkem Maße unter der Malaria zu leiben hätten. Ader die Engländer behielten das Chinin für sich allein.

Generalmajor $abagi schloß, daß die Versuche des Feindes, Burma zurückzuerobern, nun endgültig zunichte geworden sind. Don einer mehrfach an» gekündigten gleichzeitigen Operation aus Indien und Tschungking-China wäre nichts zu fpüren gewesen. Der japanische Sprecher führte die Zurückhaltung der Tschungking-Truppen auf die Uneinigkeit im feindlichen Lager zurück.

Neuer japanischer Geefieg.

Tokio, 9. April. sDRB.-Funkfpruch.) Das fat- serliche Hauptquartier gab am Freitag folgendes Kommunique heraus:Starke Formationen japa- nijcher Marineluft st reitkräfle unternah­men einen Angriff gegen eine feindliche Flotte vor der Küste der Florida-Inseln und erziel­ten nachstehende Ergednisfe: Ein feindlicher fireu» zer versenkt, ein feindlicher Zerstörer versenkt, zehn Transporter versenkt, zwei Trans­porter schwer beschädigt, 37 feindliche Flugzeuge ab­geschossen. Unsere Verluste belaufen sich auf fechs Flugzeuge, die sich freiwillig auf die feindlichen Ziele stürzten. Die Florida-Infeln, auch Regela- Inseln genannt, liegen nördlich Guadalcae nar (Salomonengruppe).