terum 2,5 Millionen Tonnen. Damit konnten
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erfordert einen ständigen Mehraufwand an tonftoff von rund 5 o. S). Bedenkt man, dgß un- häuslichen Feuerstätten im Jahre ungefähr Millionen Eisenbahnwagen voll Braunkohlen- Mts verbrauchen, so kann man durch gut ge- te Feuerstätten allein im Jahre rund 75Ö00
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tin es im Kampf gegen Kohlenklau möglich ist, frenb der Heizperiode je Familie täglich nur ein linkohlenbritett einzusparen, so wären das
in oder von Leipzig nach Danzig.
wie man regelmäßig seine Hände ober seinen r wäscht und zumindest jeden Abend Zähne |t, so soll man auch regelmäßig das Innere ^von und Herd reinigen, um der Verschwendung zu und womöglich mit weniger Brennstoff mehr ichen.
i sind schlechte Wärmeleiter. Dies hat zur Folge, einmal der Wärmeübergang an das Kochgut an die Heizflächen langsamer und schlechter
i, zum andern die Abgase mit zu hoher Tempe- I in den Schornstein gehen und ihn unnötiger- i heizen.
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Der sparsam heizt, braucht trotzdem nicht in einer An Stube zu sitzen. Er erreicht durch überlegtes iin, daß er mit weniger Brennstoff dieselbe be- Wärme erzielt- wie ein anderer, der Kohle wendet und ungenützt Wärme zum Schorn- in herausziehen läßt.
Arr bei sparsamem Kohlenverbrauch ein warmes
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er haben will, muß seinen Ofen zunächst ^fhin durchsehen, ob er nicht Nebenluft hat. nuß alle undichten Stellen abdichten. Dazu it man beim Kachelofen am besten Lehm obef motte, bei Eisenöfen Ofenkitt. Besonders häufig i undichte Stellen an der Einführung des ohrs in den Schornstein auf. Man dichtet sie
3i irgendeiner Form ist die Kohle fast in jedem |tlraud)sgut enthalten, wenn auch nicht als Roh- H so zumindesten als Brennstoff oder Energie- niete. Man braucht z. B. zur Herstellung von !Ö Liter Bier 1,8 k£ Kohle, von 10 Stück Ziegel ‘4 kg Kohle, von 1 kg Zeitungspapier 1 kg Kohle, l ®i Tuch 4,5 kg Kohle, 1 kg Garn 2,5 kg Kohle, : kj Zucker 1 kg Kohle, 1 kg Stickstoff 3,5 kg Kohle.
MIe als Rohstoff und Brennstoff für Chemie KIndustrie ist heute wichtiger denn je. Und weil Kohle braucht, müssen alle sparen. Wenn in tau Haushalt in Deutschland durch vernünftiges 6b Überlegtes Heizen nur eine Schaufel Kohle Mger verbraucht wird, dann ergibt das 2'/r Mil- Itnm Tonnen. Und soviel Kohle ist notwendig, um ft kchlachtschiffe ober 28 000 schwere Panzer ober W Bomber herzustellen. Kohle ist der Schlüssel 6« Sieg.
in unseren Oefen und Herden meist ge- »Ächliche Brennstoff ist das Braunkohlenbrikett, ins ozusagen in seiner Form und Güte genormt ist. fen Brikett liefert soviel Wärme wie das andere.
........ . nladungen Briketts ersparen. Diese ergeben <Bauen? V aneinander gereiht eine Strecke von etwa 650 20 - Kneter. Das ist die Entfernung von Berlin nach
tLehrn.
lfach ist beim Küchenherd der Rost zu groß, r Brennstoff bedeckt dann nicht die ganze Fläche Dostes, er verbrennt unwirtschaftlich. Die rich- Größe des Rostes bei den üblichen Haushalten entspricht ungefähr zwei nebeneinander lie- itibn Braunkghlenbritetts. Was dann noch an Mache freibleibt, soll man mit Ziegel- oder ottefteinen bedecken und diese mit Lehm ver- sren.
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fcnl 2V« Millionen Haushalte einen ganzen Wjn- lQit”Kr lang eine Stube Heizen. Oder das ergäbe zu- 1 ^M^engenommen mehr als 2500 Güterzüge voll
Nus -er Stadt Gießen.
Zahlen gegen Kohlenklau.
Deutschland ist überreich an Kohle. Viele Milliarden Tonnen ruhen im Schoß der deutschen Erde. M' dieser Reichtum, muß geborgen werden. Aus 5 en und Fels, aus einer Tiefe von 500, 800 ja M Meter gewinnt der Bergmann in mühseliger ir'3 harter Arbeit die kostbare Steinkohle. Tech- n’4 einfacher ist der Braunkohlenbergbau, denn Üf Braunkohle kann in den meisten Fällen im fcfebau gefördert werden. Dazu stehen große Ma- jhiren zur Verfügung, die Erstaunliches zu leisten Mtögen. Hunderttausende braver Bergleute tun
Tage und auf den Braunkohlenfeldern ihre Micht. Sie fördern Tag und Nacht und auch an Beim« und Feiertagen. Sie stehen in der Heimat- kfnt an erster Stelle.
ki Erzfeind der wirtschaftlichen Verbrennung I luß und Flugasche. Setzt sich Ruß im Innern
Msetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Irl können wirklich ganz unbesorgt sein, Sigrid! sportlich außerordentlich gestählt, und außer- V er genug Verstand, um mit diesem alber- LS6i n ^espensterspieler fertig zu werden."
$ M^ichl geschieht auch überhaupt nichts", suchte r fe 2?^ slch selbst.zu beruhigen. ,Zch habe Brand die tf. Zeit über beobachtet: er war nicht ein bißchen
ist det "Teufel los.
Roman von olaf bouterweck
-.„'M möchte verschiedenes mit Ihnen besprechen, Mrd,. — Bitte, kommen Sie doch: wir schlagen naiver seitwärts in die Büsche!"
yrib fächelte sich das heiße Gesicht.
L»*Ö, es ist ein wundervoller Abend, Axel!" sagte vihrend sie langsam neben ihm herging. „Aber J’m habe ich so eine innere Unruhe..." »Ätüa Ottos wegen?"
l»| — Ich lyuß immer daran denken, daß er Worein da unten im Keller sitzt. Wenn ihm nun zustößt, Axel? Wir könnten ihm nicht mal
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^nk Duberstüdt folgte diesem guten Beispiel lorberte natürlich Sigrid zum Tanz auf; die en Leute schlossen sich an, und selbst Güstrow, Ul ,,r ® -»er Rheinwein schon etwas zu Kopf gestiegen (ten zeigte, daß auch ein Fünfziger noch ein sehr utl y" Tänzer fein kann.
tflSWL er9Qb sich von selbst, daß sich die Gesellschaft allmählich in mehrere kleine Gruppen auflöste, ttbe, i u”ifct fand Axel endlich die ersehnte Gelegenheit, bart $ e er schon seit einer Stunde gewartet hatte. ,e einem Tanz mit Sigrid nahm er ihren Arm ■ u'«^ üfterte ihr zu:
Die Stillegung in Handel und Handwerk
Kriegswirtschaftlich notwendige Versorgung und Reparaturen bleiben gewährleistet.
Da die Anordnungen über die Betriebssttllegunaen schon bis zum 15. März durchzuführen sind, haben die Svitzenorganisationen von Handel und Handwerk sowie die Fachämter der DAF. die erforderlichen Ausführungsarbeiten sofort ausgenommen.
Im Bereich des Handels ist davon auszugehen, daß nach der Arbeitsstättenzählung von 1939 rund 833 000 Einzelhandelsbetriebe vorhanden waren. Davon entfielen über 50 v. H., nämlich mehr als 417 000, auf Lebens- und Genußmittelgeschäfte. Selbst wenn man bedenkt, baß etwa 10 v. H. der Gesamtzahl der Einzelhandelsbetriebe bereits bisher wegen Einberufungen oder aus sonstigen Kriegs- griinben geschlossen worden sind, wird die neue Aktion im Sektor Handel einige hunderttausend Betriebe umfassen. Alle in Frage kommenden Stellen von Partei, Staat und Wirtschaft arbeiten bei der Entscheidung der Einze.lfälle .zusammen. Das Schwergewichte liegt bei den bezirklichen Instanzen. Als Grundlage für die Ueberprüfung werden sehr kurz gehaltene und einfache Fragebogen herausgehen. Jsx die Entscheidung über die Schließung gefallen, dann wirkt sie wie ein Gestellungsbefehl, d. h. es gibt ihr gegenüber kein Beschwerderecht. Man wird damit rechnen können, daß die Schließungen in den Wohnsiedlungen besonders vorsichtig gehandhabt werden, da hier vielfach lang und schwer arbeitende Rüstuiigsschaffenbe wohnen, lieber» Haupt wird die kriegswirtschaftlich notwendige Versorgung überall aufrechterhalten, gegebenenfalls durch Erweiterung des Warensortiments ober Zuweisung ergänzender Verkaufskräfte für bestehen- bleibende Geschäfte. Besondere Rücksichtnahme ist gegenüber den Betrieben von Frontkämpfern sowie gegenüber denen neu angesetzter Umsiedler zu erwarten. Anderseits kommt zum Zwecke der Kräftegewinnung auch die Herausnahme entbehrlicher Kräfte aus offenbleibenden Geschäften in Betracht.
Beim Handwerk, das nach der letzten Zählung rund 1,5 Milfionen Betriebe umfaßte, wirb praktisch nur ein Bruchteil für die Schließung in Frage kommen, da der überwiegende Teil der Handwerksbetriebe schon in der Rüstungsproduktton steht oder für den kriegswirtschaftlich notwendigen Reparatur- bedarf in Betracht kommt. Dennoch erfolgt auch hier
Am Samstag fand im „Burghof" zu Gießen ein Landfrauentag des Milchleistungsausschusses bei der Milchzentrale Gießen unter Leitung des Vorsitzenden dieses Ausschusses, Bauer und Ortsbauernführer Kuhl, Holzheim, statt. Zu der Tagung waren mit dem Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus als Vertreter der Partei an der Spitze, Vertreter des Reichsnährstandes und die Landfrauen und Orts- bauernführer aus rund 50 Gemeinden des Einzugsgebietes der Milchzenttale Gießen erschienen. OrtsbauernführpT- Kuhl gedachte zunächst des Hel- denhaften Einsatzes der 6. Armee in Stalingrad und wies auf die starke Verpflichtung hin, die allen Volksgenossen in der Heimat aus diesen Opfern unserer Soldaten erwachse.
Geschäftsführer Simon vom Milch- und Fettwirtschaftsverband Hessen-Nassau sprach sodann über die Aufgaben der Landfrauen auf dem Gebiete der Milchwirtschaft zur Sicherung der Bedürfnisse unserer Volksernährung. Er würdigte zunächst mit voller Anerkennung die bisherigen Leistungen unserer Landfrauen auf diesem Gebiete und betonte hierauf die besondere Aufgabe der Landfrau im Hinblick auf die Erfordernisse des totalen Kriegseinsatzes aller Kräfte in der Heimat, der auch dem Landvolk die Verpflichtung auferlegt, alles Denken und Handeln einzig und allein auf den Sieg auszurichten. Die Landfrauen als Trägerinnen der bäuerlichen Hauswirtschaft und vielfach als alleinige Leiterinnen des bäuerlichen Hofes und Betriebes bat er, weiterhin wie bisher alle Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß die Erzeugung von Milch künftig noch mehr gesteigert werde oder, wo dies nicht mehr möglich sei, durch weitere Einsparungen im Haushalt und im Viehstall noch größere Milchmengen für die Ernährung frei zu machen. Außerdem fei es eine besondere Verpflichtung der Landfrauen, alle Bewirtschaftungsvorschriften für Milch und Milcherzeugnisse genau zu beachten und die Abgabe an Nichtbezugsberechtigte zu unterbinden. Schließlich wies er noch darauf hm, daß;über die bisherige Gewährung von Leistungspreisen hinaus in diesem Frühjahr erstmalig eine Milchprämie aus«
eine Ueberprüfung der Betriebe unter dem Gesichtspunkt: Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtige Zwecke, Einsparung von Energie, Kohle und Raum. Ueber die etwaige Schließung von Hand- roerfsbetrieben der Ernährungswirtschaft, der Bäk- ker, Fleischer, Müller, Konditoren und Brauer, wird das Reichsernährungsministerium in Zusammenarbeit mit der Handwerksorganisation entscheiden. Hierbei wird die rationelle Auswertung der Be- triehe eine Rolle spielen. Handwerkliche Arbeiten und Leistungen, soweit sie nicht der Kriegsproduktion ober dem lebensnotwendigen Bedarf der Zivilbevölkerung — insbesondere Reparaturen — zugute kommen, sind generell sofort einzustellen. Das hat besondere Bedeutung z. B. für die Schildermaler, Musikinstrumentenmacher, für bas Putzmacher- unb Luxushanbwerk. Den Friseuren wirb die Beschränkung auf gewisse Leistungen in den Herren- unb Damenabteilungen vorgeschrieben werben. Die Betriebe ber Schönheitspflege, auch bei Friseuren, finb zu schließen, soweit sie nicht Arbeiten zu Heilzwecken einschließlich ber gesundheitlichen Fußpflege ausführen. Wenn es kriegswirtschaftliche Belange erfordern, kann auch eine Zusammenlegung von Handwerksbetrieben erfolgen. Auch hier sind für die (Ein« zelentscheidungen die bezirklichen bzw. örtlichen Aufrufe abzuwarten und maßgebend. Das gilt vor allem wegen einer etwaigen Ueberschneidung ber Meldepflicht mit der Sttllegungsaktion.
Es ist anzunehmen, daß die im Zuge der Stilllegungsaktion zu überprüfenden Geschäftsinhaber unb Hanbwerksmeister zunächst für die Meldepflicht nicht aufgerufen werden. Die in Handwerkskreifen entftanbehe Ansicht, daß wegen der Melbepflicht der Betriebe bis zu fünf Gefolgschaftsmitgliebern die kleinen Handwerksunternehmen während des Krieges mit ihrer Schließung zu rechnen hätten, trifft nicht zu. Auch hier gilt, baß die bezirkliche ober örtliche Regelung bes Einzelfalles abzuwarten ist. Vor allem ist damit zu rechnen, daß der kriegswirtschaftlich notwendige handwerkliche Reparaturbedarf gesichert bleibt durch Offenlasfung einer genügenden Anzahl von Betrieben der Schneider, Schuhmacher usw. Auch beim Handwerk wird besondere Rücksicht auf die Bettiebe ber Einberufenen genommen.
geschüttet werde, durch die für gute Leistungen in der Milchablieferung nennenswerte Beträge gewährt werden.
Fräulein Harter von ber Landwirtschaftsschule Gießen schilberte anschließend die mannigfaltigen Möglichkeiten in der bäuerlichen Hauswirtschaft unb in ber Viehhaltung zur Freirnochung weiterer Milchmengen. Als besonders wichtige Punkte für die Mehrerzeugung unb Mehrablieferung von Milch be« zeichnete sie die richtige Kälberaufzucht, sachgemäßes Melken, vorschriftsmäßige Behandlung der Milch, zweckmäßige Besetzung der Ställe und zweckmäßige Fütterung. Wenn jeder landwirtschafttiche Betrieb täglich nur einen Liter Milch mehr zur Ablieferung bringe, so bedeute dies eine Mehrerzeugung von 40 000 Tonnen Butter jährlich.
Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W r e b e betonte, daß die Landfrau bei ihrer schweren Arbeit nicht allein stehe, sondern durch die Frauenschaft und das Frauenwerk weitgehend unterstützt werde. Die Rednerin erinnerte an die Erntehilfe und die Hilfe der Frauen im Haushalt, ferner an Die Flickbeutelaktion zur Entlastung der Hausfrau bei ihrer Hausarbeit, eine Einrichtung, die unsere Landfrauen noch mehr als bisher in Anspruch nehmen möchten. Die Frauenschaft sehe es weiter als ihre besondere Aufgabe an, gerade jetzt der Landfrau, die vielfach ohne ihren Mann alle Arbeiten bewälttgen müsse, mit Rat unb Hilfe zur Seite zu stehen.
Kreisleiter Backhaus ermahnte in seinem Schlußwort die Landfrauen unb die Ortsbauern- führer, auch weiterhin wie bisher ihre Pfiicht zu tun unb im Glauben an unseren Endsieg ihre ganze Arbeitskraft für die Ernährung unseres Volkes einzusetzen.
Mit dieser'Tagung begann eine Reihe von Säue* rinnen-Versammlungen in allen Gemeinden bes Einzugsgebiets der Milchzentrale Gießen, die am Schluffe ber Tagung von den Landfrauen und Orts« bauernführern sowie den Gästen besichtigt wurde.
Verdunkelungszölt:
9. Februar von 18.21 bis 7.20 Uhr.
Größte Sparsamkeit Seim Hausbrand! ttohlenzuleilung für den nächsten Dinier wird geringer.
Der Reichsbeaufttagte für Kohle teilt mit: Im November 1942 konnte angesichts der sehr günstigen Witterung in den Herbstmonaten, die bereits eine erhebliche Minderung des Hausbrandbedarfs mit sich gebracht hatte, die Herabsetzung der Belieferung der Hausbrandverbraucher um durchschnittlich 10 vH. erfolgen. Die außerordentlich milde Wetterentwicklung in den Wintermonaten hat darüber hinaus- gehend die Möglichkeit zu weiteren ins Gewicht lallenden Einsparungen gegeben. Der Reichsbeaus- tragte für Kohle sieht zwar davon ab, für die Zeit bis zum 31. März 1943 eine nochmalige Einschränkung der Lieferungen anzuordnen. Er weist jedoch alle Hausbrandveroraucher bereits jetzt darauf hin, daß für das kommende Kohlen Wirtschaftsjahr eine über die jetzt geltenden Bestimmungen hinausgehende weitere Einschränkung ber Hausbranbbe- zugsmengen erfolgen wird,. um den gesteigerten Kohlenbebarf ber Rüstungswirtschaft sicherzustellem Diese Maßnahme ist für die Hausbrandoerbraucher nicht übermäßig schwer, ba sie bei haushälterischer Verwenbung aus ben ihnen im Kohlenwirtschafts- jahr 1942/43 gelieferten Mengen Vorräte für das kommende Jahr erübrigen können.
Alle Hausbranboerbraucher werden daher eindringlichst aufgerufen, unter Ausnutzung der milden Witterungsverhältnisse in den restlichen Wintermonaten und in der Uebergcmgszeit die größte Sparsamkeit im Kohlenverbrauch sich zur Pflicht zu machen und im eigensten Interesse möglichst große Mengen der ihnen gelieferten und noch zu liefernden Brennstoffe für bas am 1. April 1943 beginnende neue Kohlenwirtschaftszahr zurückzulegen.
Lichtspielhaus: „Diesel-'.
Bevor die Fabel Anno 18.70 zu spielen beginnt, sieht man die sehr gegenwärtige Aufnahme eines deutschen Unterseebootes: das Herz dieser Waffe ist der, Dieselmotor. (Unb was für das Uboot gilt, gilt für Traktoren, Tanks, Flugzeuge, Schnellboote, die alle ohne die Erfindung Rudolf Diesels in ihrer heutigen, technisch vollkommenen Form nicht denk-» bar wären.) Aus diesem kurzen Dildvorspann erhellt auf suggestive Weise die ungemein aktuelle Bedeutung des Lebenswerkes von Rudolf Diesel. Nach der Biographie von Eugen Diesel schrieben Frank Thieß, der Regisseur Gerhard Lamprecht und Richard Riedel das Drehbuch. Es ist die Geschichte einer überaus folgenreichen technischen Erfindung, was auf den ersten, oberflächlichen Blick ein spröder, wenig ergiebiger Gegenstand genannt werden könnte, aber man muß bedenken, daß der heutige, namentlich auch der jugendliche Besucher ein recht ausgeprägtes Verständnis für technische Dinge mitzubringen pflegt, und cucherdem ist hier das technische Thema vom menschlichen nicht zu trennen: man erlebt also nicht nur die Geschichte einer Maschine, sondern auch ebenso die Geschichte eines Mannes und seines Lebenswerkes, wodurch dieser Film, trott manchen, wesensmäßig begründeten Verschiedenheiten, in gewissem Sinne in eine Reihe mit anderen rückt, die wir in der letzten Zeit zu sehen bekamen, und die — mir denken an die Filme um Mozart, Rembrandt, Schlüter unb Bismarck — der Nachwelt bas Bild großer Persönlichkeiten zu ein« bringlicher und mahnenber Besinnung vor Augen stellen. Das Leben- Diesels war ein kämpferisches Leben; feine schöpferische Ibee war ber Motor, der die Dampfmafchine als die wichtigste Kraftquelle des vorigen Jahrhunderts aus ihrer beherrschenden Stellung verdrängen sollte. Der Film zeiat den unendlich schweren, steinigen und opfervollen Wea von den ersten tastenden Versuchen des ungewöhnlich intelligenten, Willensstärken, technisch hervorragend begabten Knaben über die Fehlkonftruktion des für die Pariser Weltausstellung bestimmten Ammoniakmotors bis zur Serienfabrikation der völlig ausge° reiften, durchkonftruierten unb verfeinerten Maschine. Es war ein fast ununterbrochener, zermürbender und aufreibender Kampf gegen Widerstände, Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Fehlschläge ber oerschiebensten Art. Bis der gegenüber ber Dampfmaschine unverhältnismäßig viel rationeöer arbei« tenbe Wärmemotor gebaut war unb die Welt eroberte, mußte sich ber geniale Erfinder gegen akademische Engstirnigkeit, Neid, Zweifel und den erpresserischen Vorwurf des Plagiates zur Wehr setzen unb den Zusammenbruch seiner ersten Fabrik erleben. Aber er gewann ben Patentprozeß, wie er immer recht besaiten und sich behauptet hatte — der Siegeszug des von ihm geschaffenen Motors war nicht mehr aufzuhalten.
Der Smelletter Lamprecht hat in einen kulturhistorisch fesselnden, reichen Rahmen die entscheidenden Stationen auf Diesels Lebenswege so hineinkomponieri, daß man ben technischen Grundgedanken begreift, und die schöpferische Personlich- ' Feit bes Konstrukteurs dem Beschauer menschlich
Landfrauentag in Gießen.
Weitere Steigerung der Milchlieferung ist eine vordringliche Aufgabe.
Otto vorhin, als ich ihn in den Keller führte, auch versprochen, daß ich kurz vor Mtternacht zu ihm kommen werde, um gemeinsam mit ihm da unten zu wachen!"
Sigrid ffammmerte sich unwillkürlich etwas fester an Axels Arm.
„Ach", seufzte sie, „ich wünschte —"
„Sie wünschten...?" fragte er, als sie schwieg.
„Ach — nichts!" Sie schüttelte den Kopf. ,^Ich glaube, ich bin manchmal wirklich ein dummes Gänschen."
Sie standen plötzlich an ber Bank, auf der sie schon nachmittags gesessen hatten, und in sttllschwei- genbem Einverständnis setzten sie sich auch jetzt wieder dorthin. t
Langsam unb lautlos, wie ein dunkler Schatten, schlich Fox heran und ließ sich zu Axels Füßen nieder. Durch die Büsche schimmerten die bunten Lichter der Laternen herüber; gedämpft klangen Lautsprechermusik, Stimmengeroirr und Gelächter dazu. Keiner schien sie zu vermissen.
Sigrid legte den feinen Kopf zurück unb blickte zu den Sternen hinauf. „Erzählte ich Ihnen eigentlich schon, Arel", sagte sie nach einer längeren Pause leise, fast flüsternd, ..daß diese Bank seit jeher mein Lieblingsplatz im Park gewesen ist? Stundenlang habe ich früher oft auf dieser Bank gesessen, habe wie heute zu den Sternen hinaufgesehen und mit offenen Augen geträumt. — Um keinen Preis möchte ich /diese Stunden missen, denn sie gehören mit zu den schönsten Erinnerungen meines Sehens."
„Und wovon haben Sie geträumt, Sigrid?" fragte er leise, mit sanfter Zärttichkeit in ber Stimme.
„Ach, wovon? Von allen möglichen und unmöglichen Dingen! Don all den törichten und unerfüllbaren Wünschen, die ein Mädchenherz bewegen, und für die man später, wenn man .erwachsen' ist, nur noch ein wehmütiges ober ein kopfschüttelndes Lächeln hat. — Auf dieser Bank habe ich mein tiefstes Leid und meine höchste Freude erlebt. Hier habe ich einst geschwärmt für die Helden meiner heimlich gelesenen Romane, habe romantische Pläne für die
Zukunft entworfen und die verrücktesten und herrlichsten Luftschlösser gebaut..."
Sie schwieg einen Augenblick unb fuhr dann nachdenklich fort: „Aber manchmal bin ich auch sehr, sehr traurig gewesen. Dann hab' ich daran gedacht, daß schon viele Menschen vor mir auf dieser Bank gesessen haben, Menschen, die mit der gleichen Sehnsucht unb ben gleichen Wünschen zu den Sternen hinaufsahen, die sich alle ein bißchen Glück und Freube vom Leben erhofften, und die doch längst ihre vielen kleinen Wünsche und Sehnsüchte mit ins Grab genommen hatten ...
Und dann hab' ich auch daran gedacht, daß vielleicht später, wenn ich selber nicht mehr bin, wieder so ein junger Mensch auf dieser Dank sitzen und träumen wird; unb es wird alles genau wieder so sein, wie es einst gewesen ist ... Immer waren es die gleichen Sterne, mar es die gleiche Erbe, waren es zum Teil sogar die gleichen alten Bäume, die die heimlich gemeinten Tränen sahen und die vielen Seufzer hörten. — Ach, Arel", rief sie plötzlich leidenschaftlich, „warum ist das Leben so unenblid) schön und doch so bitter kurz?!"
„Wenn es nicht so bitter tun wäre, märe es wahrscheinlich auch nicht so unendlich schon?" philosophierte er mit schmerzlichem Lächeln. .Dann wäre dieses herrliche Geschenk, bas wir Leben nennen, eben kein Geschenk, sondern eine Selbstverständlichkeit? — Sehen Sie, Sigrid, alle Freuden dieser Erbe verblassen gegen die eine tiefe, grenzenlose Freude des Bewußtseins: ^sch bin? Ich bin!’ — Ist unser Sommer denn nicht auch nur deshalb so schon, weil er so kurz ist? Wäre er ewig, würde er zur Selbstverständlichkeit und damit bald blaß und farblos und uns vielleicht sogar zur Qual werden." Er nahm ihre Hand und sah ihr in dem ungemiffen Licht tief in die Augen: ..Der Sommer geht bereits zur Neige, Sigrid, und über der Statur lieat üfron ein Herbstahnen ... Möchten Sie diese Herbststimmung mit ihrer leisen Wehmut und ihrer Anregung zur Besinnlichkeit missen? Oder die langen traulichen Winterabende mit all ihren Freuden, mit der tiefen
Frühlingsfehnsucht und dem Hunger und der Hoffnung auf Sonne unb Sommer? All bas gäbe es aber nicht, und niemals könnte der Sommer für uns so schön sein, wenn er ewig bauern würde!"
Sigrid antwortete nicht. Unter Axels zärtlichem, werbendem Blick schauerte sie plötzlich zusammen, und ihr Herz begann stürmisch zu klopfen.
Axel nahm auch ihre zweite Hand, die sie ihm willig überließ. „Sigrid", flüsterte er in verhaltener (Erregung — „ich wollte es Ihnen nicht sagen, solange ich mich nicht von diesem — diesem ungeheuerlichen Verdacht befreit habe ... Aber jetzt — kann ich nicht anders? ... Sigrid, haben ©ie ... hast du Vertrauen zu mir?"
Sie lehnte den Kopf an seine Schulter und schloß die Augen.
,^tf) — liebe dich, Axel!" hauchte sie dicht an seinem Ohr.
Da nahm er sie fest in seine Arme und küßte sie. — In diesem ersten langen Kuß versanken die Bäume und die Sterne und die Welt, und nichts blieb übrig als die jauchzende Freude des Einander- Gehörens und die beseligende Gewißheit eines Un- zertrennbar-Verbundenseins ...
Ein drohendes Knurren bes Hundes schreckte sie aus ihrer Versunkenheit. Langsam und gleichsam zögernd lösten sie sich aus der Umarmung. Mit einem tiefen Seufzer strich Sigrid Pch das Haar aus dem heißen Gesicht unb sah sich verwirrt und gleichsam wie aus einem Traum erwachend um.
,£) Gott", — flüsterte sie, „mir ist ganz schwindlig vor Glück, Axel!"
Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände. „Aber du hast mir noch gar nicht gesagt, Sigrid, ob du wirklich meine Frau werben willst .. I*
„Du Dummer hast mich ja noch gar nicht ge< fragt!" sagte sie lächelnd.
„Willst du?"
„Ach du —!" seufzte sie nur, unb sie küßten sich erneut; und wieder meldete sich Fox, ber mit seinem drohenden Knurren die ersten seligen Minuten ihrer jungen Siebe störte. (Fortsetzung folgt)


