Ausgabe 
9.1.1943
 
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Der deutsche Meisterstenograph Georg Paucker,

Ztenographenschaft unter der Leitung des Direktors pes Deutschen und des Internationalen Instituts lür (Stenographie und Maschineschreiben, May [Beier,. des Reichsoerbandes deutscher Presse-

cm 8. Januar mit einem in herzlichen Worten ge-

inem neuen

EIN WICHTIGER PUNKT

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z. Z. Im Felde

Kreis Alsfeld

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Schuhcreme einsparen.'

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Denn davon hängt es ab, ob die Soße sämig Ist, den richtigen Geschmack hat und gut aussieht. Kochen Sie des­halb genau nach Vorschrift: den Wür­fel fein zerdrücken, mit etwas Wasser glattrühren,/< Liter Wasser beifügen und unter Umrühren 3 Mln. kochen.

Gießen

Hotel Schütx

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Dort: die» leben lgene. a es

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toltenen Telegramm seine Glückwünsche übermit- rlt.

M.-Gladbach

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Wir haben uns verlobt Mariechen Rieb Albert Beck Unteroffizier

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z. Z. Wehrmacht Gut Grundlos

bei Buk (Wartheland)

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Einlagen Leibbinden Gummi­strümpfe

1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass.

Der Führer hat Ihrer Majestät der Königin rnd Kaiserin Elena in Rom zum 70. Geburtstag

Wie aus Washington gemeldet wird, sollen in verschiedenen südamerikanischen RepublikenKon- trollstationen zur Ueberwachung der Produktion", insbesondere im Bergbau errichtet werden. Kon- rotlftationen sollen zunächst in Bolivien, Brasilien, deru und Mexiko gebildet werden.

In diesen Tagen begannen die Aufnahmen zu Tobis-LustspielTolle Nacht" unter

Im Betiiidangsbaushall: Strickwarea. feinlrlkotagen und Wollsacbee. Durch ii HLEX-Bad werden die Gewebe eich ond grillig. Schwein rernlchtel oad fernen wieder aulgelrlscbL Ge- IraBchsanleilocg beachten.

Bad-Nauheim Blücherstrafte 11 _________0149/

Statt Karten!

Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich

Ellen Fischer Herbert Pfeffer

Leutnant in einem Art.-Reßt. (mot.)

Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisstelle Gießen, führt Von Mitte Januar 1943 ab einen

Grundausbildungslehrgang InErster Hilfeleistung"

durch. Männer, Frauen und Mädchen vom 18. Lebensjahre ab, die sieh zur Dienstleistung im DRK.verpflichten und nicht vom Luftschutz zur Dienstleistung herangezogen sind, wollen sich

8 : fiteste ns bis zum 16. Januar 1943

in der DRK.-Rettungsstelle Gießen, Sonnen- straße 2, anmelden. Daselbst nähere Auskunft über den Beginn des Unterrichtes.

Deutsches Rotes Kreuz Kreisstelle Gießen

Statt Karten!

Für die Glückwünsche und Auf­merksamkeiten anläßlich der Geburt unseres Töchterchens danken von Herzen

E. B. Mleäerktnsen und Fran Erna, geb. Hitnchkowikl

Gießen, im Januar 1943

s 75 D /

Statt Karten!

Ihre am 5. Januar 1943 in Wilhelmsdorf (Württemberg) vollzogene Kriegstrauung geben bekannt

Karl- Lucas Haberkorn

und

Frau Liselotte, geb. Bühler

Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unsrer Verlobung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlichst

Erna Lenartz Willy Rinn

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Gießen Jauer (Schlesien)

9. Januar 1943

Statt Karten!

Ihre Vermählung geben bekannt

Richard Strauch Reg.-Insp. d. Lw. Marie Strauch, geb. Rlnner

Tanzunterricht!

In der Zeit vom 1. bis 15. Januar beginnen

neue Tanzkurse

Gef! Anmeldungen erbeten

TanzschuIeBäulke, Gießen

Wolfstraße 31 06539

Sei Schnupfen

tritt meist eine Verstopfung im Nasenrachenraum ein. Diese lästige Er­scheinung wird oft durch Klosterfrau-Schnupfpulver behoben. Auch andere Beschwerden, die als Begleiter des Schnupfens auftreten, bekämpft man damit. Klosterfrau-Schnupfpulver wird aus wirksamen Heilkräutern von der gleichen Zinna hergestellt, die den Klosterfrau-Melissengeist erzeugt. Verlangen Lie Klosterfrau-Lchnupfpuloer in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Ociginaldosem50Pfg. (Znhaltetwaö Gramm) reicht monate­lang aus, da kleinste Mengen genügen.

sich sind die Träger der Hauptrollen, auch der Regisseur befindet sich unter den Darstellern. Die Musik schreibt Ernst Erich Buder. In diesen Tagen wurde in den Ateliers Prag-Barrandow mit den Aufnahmen zu dem neuen Bavaria-FilmR eise in die Vergangenheit" unter der Spiel- leitung von Hans H. Zerlett begonnen. Die Träger der Hauptrollen sind Olga Tschechowa, Margot Hielscher, Ferdinand Marian, Hilde Hildebrand, Will Dohm, Hans Leibelt und Theodor Loos.

HändelsRobdinbe in bet Berliner Volksoper.

Aus der Reche jener Opern, mit denen Händel um die Lebensmitte seinem Namen im weiten Raum der Overnpflege seiner Zeit zu Achtung und Wert- scyätzung verhalf, erneuerte die Berliner Dolksoper die 1725 geschriebeneRodelinde". Sie gehört nicht nur au den in sich geschlossenen und formal am sichersten beherrschten, sie erweist sich auch heute noch als ein bühnenwirksamer Beitrag zur Barock­oper. Sowohl die tragische Größe der Handlung wie die musikalische Kraft des Ausdrucks werden auch in der ungewohnten, jedoch stileigenen Statik des

Wie das Elektronenmikroskop entstand

Von Dr.-Jng. W. Willing,

o. Professor für Elektrizitätswirtschaft an der Technischen Hochschule Berlin.

Wir danken herzlichst, auch im Namen unserer Eltern, füralle Aufmerksamkeiten und Glück­wünsche zu unserer Verlobung

Irmgard Trüller

Karl Repp, Unteroffizier

Weickartshain Schotten /Hess,

bei Grünberg/HeM. *. Z. Lazarett

Januar 1943

Nachdem nun im Hochspannungsinstitut der Tech­nischen Hochschule Berlin der Doktorand Gabor die Sammelspule durch Eisenummantelung bereits wesentlich wirksamer gestaltet hatte, wurde dem damaligen Studenten Ernst R u s k a die Aufgabe gestellt, die Busch'sche Linsenformel experimentell nachzuprüfen und die günstigsten Verhältnisse für die Anwendung der Sammelspule bei Elektronen- strahl-Oszillographen zu erforschen.

Im Rahmen solcher Untersuchungen erzeugten M. Knoll und E. Ruska mit solchenmagnetischen Linsen" Bilder von Gegenständen, von denen die Strahlen ausgingen. Sie konnten auch die Kon­turen von Oeffnungen, welche von ihnen durchsetzt wurden, scharf abbilden. Ebenso wurden auch von sonstigen durchstrahlten Gegenständen, z. B. feinen Drahtnetzen, scharfe Bilder erhalten. Außer den auf magnetischer Wirkung beruhenden Sammelspulen verwendeten sie zu derartigen Versuchen auch be­reits solche Sammelvvrrichtungen, die auf elektro- statischer Wirkung beruhen.

Dem Lichtstrahl war nun im Elektronenstrahl ein Konkurrent entgegengestellt, der ihn für manche Zwecke ersetzen konnte. Knoll und Ruska benutzten bald die gewonnenen Erkenntnisse für die ihnen ge­stellte Aufgabe hinaus zur Entwicklung von An­ordnungen, welche dem optischen Mikroskop entspra­chen: die ersten Mikrophotogramme wurden bereits 1931 öffentlich gezeigt. Im Jahre 1932 wurden die benutzten Geräte in physikalischen Zeitschriften aus­führlich beschrieben und die Ergebnisse bekanntge­geben. Die Verfasser wiesen schon damals darauf bin, daß man mit dem Auflösungsvermögen des Elektronenmikroskopes theoretisch um 2 bis 3 Grö- ßenordnung-n weiterkommen müsse, als mit dem optischen Mikroskov. Sie gaben auch zweckmäßige Formen derLinsen" an sowie Zusammenstellun­gen von solchen. Während sie sich in ihren ersten Veröffentlichungen sowohl mit magnetischen als auch elektrischen Linsen befaßten, wurde weiterhin im Hochspannungsinstitut besonders die aussichtsreicher erscheinende magnetische Richtung weiterverfolgt; das Forschungsinstitut der AEG., das etwa gleich­zeitig elektrische Linsen zur Untersuchung von Kathodenoberflächen angewendet batte, entwickelte später auch Durchstrahlungsmikroskope nach dem elektrischen Prinzip.

Mit der Theorie der elektrischen Linse befaßte sich, angeregt durch Vie ersten Veröffentlichungen an der Technischen Hochschule Berlin, auch Professor Dr. Picht, der besonders auf dem Gebiet der Lichtoptik gearbeitet hatte.

Das im Hochspannungsinstitut auf Grund der ersten Erfahrungen von E. Ruska teilweise mit Unterstützung eines weiteren Doktoranden, B. v o n Bories, gebaute verbesserte magnetische Gerät hat in der Folgezeit zu weiteren studentischen For­schungsarbeiten geführt, nachdem seine Schöpfer in die Industrie übergetreten waren, um ihre Erfah­rungen b?m verwandten, sehr aussichtsreichen Ge­biet der Fernsehtechnik zuzuführen.

Es mag hinterher verwundern, daß nicht damals schon die Industrie diese Entwicklung aufgegriffen hat, um die Mikroskopie durchstrahlter Objekte, deren

er Spielleitung von Theo Lingen. Das Dreh- ud) schrieben Franz Gribitz und Theo Lingen. Harte Harell, Olly Holzmann und Gustav Fröh-

Der kroatische Marschall Kwaternik ist mit 5rlaß des Doglavmk vom 4.1. mit allen ihm als Rarschall zustehenden Ehren und Bezügen in den Ruhestand versetzt wordem

Kunst und Wisienschast.

Neues vom Film.

Der Dozentenführer der Technischer Hoch­schule Berlin, Professor Dr.-Jng. Willing, hat uns folgende Abhandlung zur Verfügung gestellt, aus der die bedeutende Forschungs­arbeit zu erkennen ist, die an den Hochschulen geleistet wird.

Nicht immer sind epochemachende Erfindungen auf der systematischen Suche nach einer Lösung für eine bestimmte Problemstellung gemacht worden. Oft haben sie sich gewissermaßen als Nebenprodukt einer auf einen ganz anderen Zweck gerichteten Entwick­lung ergeben. So lag es auch bei dem Elektro­nenmikroskop, das unter dem Schlagwort Uebermikroskop" in letzter Zeit mit Recht so viel von sich reden gemacht hat.

Professor A. Matthias, der sich besonders mit der Blitzforschung befaßt, benötigte für diese Forschung dringend gut arbeitende Elektronenstrahl- Oszillographen. Dabei handelte es sich um Geräte, mit denen man elektrische Vorgänge in allen Einzel­heiten aufzeichnen kann, deren Ablauf sich in Bruch­teilen von einer Milliontelsekunde vollzieht. Um den Elektronenstrahl-Oszillographen, der noch ungefähr um das Jahr 1927 sehr unvollkommen war, tech-? nisch zu verbesiern, ließ Professor Matthias in dem von ihm geleiteten Hochspannungsinstitut der Tech­nischen Hochschule Berlin eine Anzahl von Studen­ten unter Führung seines Assistenten Dr. Max Knoll an verschißenen Teilproblemen arbeiten.

Bei einem Oszillographen wird in einem Vakuum­raum mit einer hohen elektrischen Gleichspannung ein Strahl erzeugt, welcher aus sehr schnell beweg­ten elektrischen Elementarteilchen, den Elektronen, besteht. Dieser Elektronenstrahl kann durch elek­trische und durch magnetische Felder praktisch träg­heitslos abgelenkt werden. Dadurch kann er von den zu untersuchenden Vorgängen so beeinflußt werden, daß er bei feinem Auftreffen auf eine ins Vakuum gebrachte photographische Platte auf dieser Kurven beschreibt, welche dem zu untersuchenden Vorgang entsprechen.

Es erhob sich die praktische Forderung, diesen Linienzug möglichst scharf zu zeichnen. Wäre er von einem Lichtstrahl erzeugt, wie bei den viel trägeren Oszillographen anderer Bauart, so hätte man den Lichtfleck, dessen Bewegung hier den Strich erzeugt, in bekannter Weise durch eine Glaslinse scharf eingestellt. Gab es nun aber für den Elek­tronenstrahl etwas, was der Glaslinse für den Licht­strahl entsprach? Diese Frage mußte bejaht wer­den. Man hatte gefunden, daß von Gleichstrom durchflossene Spulen, welche so um den Strahl her­um gelegt sind, daß die Strahlachse etwa mit der Spulenachse zusammenfiel, auf den Elektronenstrahl eine sammelnde Wirkung ausüben können, welche der lichtbrechenden Wirkung in der Glaslinse ent­sprach. Wenn auch die physikalische Wirkungsweise in beiden Fällen grundsätzlich verschieden war, so war der Effekt doch derselbe: Die Spule trat an die Stelle der Glaslinse, und man konnte, wie Prof. Dr. Busch, Darmstadt, theoretisch nachgewiesen hatte, auch eine der bekannten Linsenformel entspre- chende Beziehung auf den Elektronenstrahl an­wenden.

Spiels lebendig. Earl Möller als Regisseur unb Hanns Udo Müller als Dirigent, berde zugleich Be­arbeiter von Text unb Musik der Oskar Hagenschen Einrichtung, trafen den schlichten, verallgemeinern­den Stil der Oper, deren Musik durch ihre Frische unb edle Haltung das Publikum lebhaft interessierte und überzeugte. Lothar Band.

Eine schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften.

Im Juni 1941 hat die medizinische Fakultät Basel die Initiative zur Gründung einer schwei­zerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften ergriffen. Nun hat die Schweizerische Aerztekammer beschlossen, diesen Plan zu fördern. Die Vorberei­tungen sind soweit gediehen, daß mit der baldigen Realisierung gerechnet werden kann. Die Aufgaben der Akademie sollen sein: 1. Förderung der wissen­schaftlichen Arbeit durch moralische und finanzielle Unterstützung und Anregung von Arbeitsgemein­schaften. 2. Auslese und Förderung des Wissenschaft- lichen Nachwuchses. 3. Zusammenarbeit mit den praktischen Aerzten. 4. Kontakt mit dem Ausland.

IhreVcrmählung geben bekannt

Karl Trechslcr Gertrud Trechsler geb. Platzke

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Wer braucht Hilfe bei

MWMgs oiüeiten

in den Abend­srunden (junger iWann, 27 I.). Sckr. Ang. unt. 0182 a. d. G. A.

Voikstümliclie Naturwissenscba'l in retd)oebildeTten, lcichwersländl. Wer­den und in oerschieoe- nen 'Preislagen dielen unsere Verlagserzeua niste. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimniste des Jlaturgefdiehens und damit durch er« weiterles Wtsten er« höhte jreudc an den vielfältigen Schön­heiten der Natur. Verlangen Sie Pro­spekte unt*Probe­hefte ter Zeitschrift Freude am Lehen. dugoßermQhier Verlag Berlin-Lichterfelde

9 Januar 1943 ___________________0124/

irefl* r M [ii* indem« itr die chsver« kE usrich* wertet' n, en. 2" iefl^ >r aus

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können, ist mit der Dauer des Krieges gewachsen. Dennoch dürfen diese Anwärter gegenüber den An­wärtern, die während des Krieges ihren Vorbe­reitungsdienst erfüllen und die Prüfung ablegen konnten, nicht benachteiligt werden. Deshalb können ie nach Ablauf ihrer regelmäßigen Vorbereitungs­dienstzeit ohne Prüfung zu außerplanmäßigen Beamten ernannt werden. Der infolge der Heran­ziehung zum Kriegswehrdienst nicht erfüllte Vor­bereitungsdienst wird erlassen. Ausbildung und Prü­fung sind im außerplanmäßigen Dienstverhältnis nachzuholen. Sie werden für die heimkehrenden Kriegsteilnehmer besonders geregelt werden. Für zum Kriegswehrdienst einberufene Beamte wird das Besoldungsdienstalter um die Zeit verbessert, um die die Anstellung oder Beförderung durch ver- spätste Zulassung zur Prüfung verzögert worden ist. Der neue Erlaß gilt ab 5. September 1939, jedoch dürfen Mehrzahlungen erst ab 1. Januar 1943 ge­leistet werden.

Mobilisierung aller Kraffreserven.

Auf einer Tagung in Weimar richtete der Gene­ralbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, an die Arbeitseinsatzstäbe die Aufforde­rung, als Idealisten an ihre Arbeit zu gehen in der Erkenntnis, daß für die Erringung des Sieges jedes persönliche Opfer gebracht werden müsse. Als das oberste Ziel des Arbeitseinsatzes kennzeichnete er die Mobilisierung aller erreichbaren ^eistungsreserven im größten Ausmaß: also Einsatz aller Kraftreserven in der Heimat nach den Grundsätzen des Führers, Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte in den besetzten Gebieten wie auch in den verbündeten, befreundeten und neutralen Staaten nach den Prinzipien europäischer Soli­darität.

Heue stenographische Weltbestleistung.

Gießen

Lieber Str. 57 Marburger Str. 23

9. Januar 1943

________________________0125/

Gießen Laodgrafenstrafte 3

1. Z Düsseldorf _________0138/

tur Zeit Oberleutnant bei der Wehrmacht, wies ge- egentlich eines Lehrganges des Reichsverbandes deutscher Pressestenogravhen unb der Deutschen Ztenographenschaft in Bayreuth im Hause der Stenographie neue stenographische Höchstleistungen lach, wie sie bisher unter denselben Bedingungen roch nirgends erzielt worden sind. Er schrieb an kei aufeinanderfolgenden Tagen unter schärfster Kontrolle eines Prüfungsausschusses der Deutschen

Iiographen und der Fachgruppe Derhandlungs- ivgraphen der Deutschen Stenographenschaft zehn nuten je 400 Silben, fünf Minuten je 440 Sil- i und drei Minuten je 480 Silben. Alle Ansagen rtrug er in kürzester Zeit einwandfrei.

kleine politische Nachrichten.

Bie der italienische Wehrmachtbericht vom Frei­meldet, warfen viermotorige nordamerikanische dornt)er zahlreiche Sprengbomben auf das Hasen- : ebiet und den Stadtkern von Palermo ab. Zahlreiche Privatgebäude wurden zum Einsturz ebracht. Die bis jetzt unter der Bevölkerung fest- :efteHten Verluste betragen 46 Tote und 262 Der- oumbete.

Für die erwiesenen Glück­wünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlichst

Gretel Germer

Artur Sack

G!eßen-Kl.-Linden Heuchelheim

Januar 1943

s 0186/

Grundstein durch die ersten Arbeiten des Hoch» spannungsinstitutes geschaffen war, weiter auszu­bauen und industriell zu verwerten. Das lag wohl daran, daß die Aussichten für eine umfassende Einführung des neuen Prinzips in die Mikroskopie noch sehr fraglich erschienen. Dazu mußte die Auf­nahmetechnik noch weiter entwickelt werden.

Den Studenten H. O. Müller unb E. Driest wurde von Professor Matthias die Aufgabe gestellt, für zu Durchleuchtende" Objekte geeignete Träger zu suchen. An Stelle der in der Optik verwandten gläsernen Objektträger, die für Elektronenstrahlen nicht tauglich waren, wurden Chit nhäutchen in Er­wägung gezogen. Versuche mit Fliegenflügeln, dis in SOOOfacher Vergrößerung viele Einzelheiten er« kennen ließen, führten zu der ärgerlichen Feststes lung, daß sie mit störenden Härchen besetzt waren. Schließlich gelang es aber, auch Institutsfliegen aus­findig zu machen, die feine Haare auf den Flügeln hatten. Späterhin erwiesen sich allerdings Collo- diumhäutchen als geeignetere leicht herzustellende Träger.

Noch war es ein ungelöstes Problem, biologische Objekte, die dem Vakuum durch ihren Feuchtigkeits­gehalt schwer standhielten und auch empfindlich gegen die durch den Elektronenaufprall erzeugte Warme waren, im Elektronenmikroskop einwandfrei zu untersuchen. Ausnahmen von organischen Ob­jekten, welche Dr. Marton (Brüssel), aufbauend auf die deutschen Arbeiten, als erster machte, zeigten störende Derbrennungserscheinungen.

Zähe Entwicklungsarbeiten zur Vervollkomm­nung solcher Aufnahmen unternahm bann ein un­ternehmungslustiger Medizinstudent, Friedrich Krause, an dem inzwischen weiter verbesserten Gerät des Hochspannungsinstituts der Technischen Hochschule Berlin. Er begann dort zunächst während seiner Universitätsferien als Gast zu arbeiten, spä­ter setzte er seine Arbeiten als Forschungsstipendiat fort. Nach einer Reihe arbeitstechnischer Verbesse­rungen unb Verfeinerungen gelangen ihm über» raschend schöne Aufnahmen von verschiedensten bio­logischen Objekten, die größtes Aufsehen in natur­wissenschaftlichen unb medizinischen Kreisen erreg­ten. Besonders galt das von feinen wohlgelungenen Bakterienaufnahmen, wenn sich auch nachher her» ausstellte, daß inzwischen auch Morton ähnliche Aufnahmen, zwar mit geringerer Vergrößerung, erhalten hatte.

Nun endlich war der Boden für eine großzügige industrielle Weiterentwicklung genügend vorbereitet. Die Firma Siemens unb Halske gründete 1937 eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, mit deren Leitung sie E. Ruska und B. von Borries beauf­tragte. Die AEG., die inzwischen st"tiq auf dem von ihr eingeschlagenen Wege des Emissionsmikroskopes mit mäßigen Vergrößerungen weitergearbeitet hatte, ging zur Entwicklung von stärker vergrößernden Durchleuchtungsmikroskopen über. Als weitere Ent- wicklungsstätten ist noch das bekannte Laboratorium des Barons von Ardenne zu nennen, dos eben­falls auf dem Gebiete hes Elektronenmikroskops tätig ist.

Diese Stellen haben in den letzten Jahren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln an der Weiterentwicklung des Elektronenmikroskops ge­arbeitet unb dabei hervorragende Fortschritte er­zielt, und das Elektronenmikroskop zu einem u n - entbehrlichen Werkzeug dermodernen wissenschaftlichen Forschung gemacht.

Dieser geschichtliche Rückblick über die Entstehungs­geschichte des Uebermikroskons das. nebenbei bemerkt, sehr oft als reine Industrieersindung be­zeichnet wird zeigt, daß die oft geäußerte Ansicht, Erfindungen werden jetzt nur noch in den Industne- laboratorien getätiat, falsch ist. D'e grundlegenden Forschungen für alle Erfindungen bilden auch heute noch die oft an den Hochschulinstitutpn aeleisteten Arbeiten. Es ist felbstverstänblich. baß bann diele Erfindungen meistens von der Inbuttrie vervoll­kommnet und fabrikationsreif entwickelt werden. Es erscheint auch erklärlich, daß dann in der Dcffent« lichkeit viel leichter die Firma, die die fabrikations­reife Erfindung auf den Markt bringt, auch als der Erfinder des betreffenden Gerätes bekannt wird. Das Elektronenmikroskop ist hierfür der beste Be­weis, zeigt aber auch gleichzeitig, welcher gewal- tigen Leistungen die deutsche Wissenschaft durch ihre Zusammenarbeit mit der Industrie fähig ist.

Haupychnftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet hauvtichristleiters: Ernst Alumschcin. Berantwortlich ftit Politik unb Bilder: Dr. yr. W. Lange: für vas Feuilleton: Dr. Hans Thlirrot; lür Stadl Gienen, Provinr, Wirtschaft und Spart: Ernst Blum>chetn.

Truck und Verlag: Lrühliche Univeriirätsdmüerei R. Lange Sl. G. BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann- An'e<g"nleiter: Hans Beck.

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