Ludwig Gerhardt
z. Z. Gefreiter bei der Luftwaffe
Mathilde Gerhardt
geb. Isinger
Englands Verrat an Europa
HorstPeter
Ihre Vermahlung geben bekannt
01444/
01460/
Ihre Vermählung geben bekannt
01465/
Name:
Ort:
®2J
0M/
Befriedungsaktion in Fran- nkovollmachten erteilt hi
Gießen
Rodhelmer Strabo 11
Unser 4. Junge ist angekommen Anni Gräf, geb. Nau Justus Gräf z. Z. Posen
Otto Walb
Gefreiter, z. Z. L Urlaub
Anni Walb, geb. Müller
Bitte ausfüllen und (als Drucksache) an:
Persil-Werke, Düsseldorf, Schließfach 345
Ihre Ferntrauung geben bekannt
Helmut Mandler
Funkmeister in einem Art.-Regt
Hilde Mandler
geb. Reuschling
Heuchelheim und im Felde den 4. März 1943
Steinbach, den 6. März 1948 ____________________748 D/
der Massenerschießung kein befriedigendes Ergebnis haben, würde Japan sich gezwungen sehen, Vergel- tungsmaßnahmen zu treffen.
Mehrere Kleeäcker
zur Nutzung von Mai bis Oktober 1943 in der Gemarkung Gießen und näherer Umgebung sofort zu pachten ges. Verwaltung der Veterinär-Kliniken, Gießen, Frankfurter Str. 94, Fernsprecher 3011.
Für die anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten u. Glückwünsche danken wir herzlichst
Heinrich Funk and Fran
Gießen, Schwarzlachweg 43II
01505
Für die vielen Glückwünsche, zahlreichen Blumenspenden und Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer silbernen Hochzeit danken wir recht herzlich
Job. Helnr. Kehr IX.
und Fran Anna, geb. Gerhard
Treis a. d. Lda., im März 1943 __________01489 z
fand den Weg, lebenswichtige Mineralstoffe mittels Phosphorsäure so an Milcheiweiß anzu- layern, daß diese besonders vertraglich sind und zugleich gut ausgenutzt werden.
Mineral-Milcheiweiß
Statt Karten!
Ihre Verlobung geben bekannt
Ursula Enderlein
Hans-Ludwig Anthes
rZ. Oberleutnant in ein. Art.-Ers.-Abt
Für die ieben Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Silberhochzeit danken wir auf diesem Wege herzlichst
Karl Kraft und Frau
Gießen, im März 1948
Kunst und Wissenschaft.
Das Leipziger Gewandhaus-Orchester im Rundfunk.
Zum 200jährigen Bestehen der Leipziger Gewandhaus-Konzerte dirigiert Generalmusikdirektor Prof. Hermann Abendroth am 7. 3. im Reichsprogramm von 18.00 bis 19.00 Uhr ein B a ch - Konzert unter Mitwirkung des Thomanerchores (Leitung: Günther Ramin) und der Instrumentalsolisten Kurt S t i e h l e r, Max Walki und Carl Bar« tu da L Zum Dortrag gelangen Chöre aus der Geburtstagskantate und der Kantate „Streit zwischen Phöbus und Pan", ferner das d-moll-Konzert für zwei Violinen mit Orchester und die k-moU°Smte für Flöte und Streichorchester.
1 Lehrschrift:
,Wäscheschäden, wie sie entstehen und wie man sie verhütet“.
1 ...... 537V
Ihre Vermählung geben bekannt
Peter Felber
Hilde Felber
geb. Klute
Ihre Vermählung geben bekannt
Otto Stöhr Unteroffizier, z. Z. in einem Lazarett Llesel Stöhr, geb. Geier
her Kolonien noch für die Welt als Ganzes gesehen" ergeben würde. Diese Ausfassung, sagte Stanley, schließe keineswegs die Möglichkeit einer engen t n = ter Nation al en Zusammenarbeit aus. Der Minister bezeichnete seine Ausführungen als „Antwort auf die große Menge freundlicher Kritik und selbstloser Ratschläge von jenseits des Atlantik". Stanley erklärte: „Ich bin mehr daran interessiert, was die Engländer über das britische Weltreich denken, als daran, was die USA. davon halten."
Wachsende Unzufriedenheit in Aordasrika.
Bensheim, Berqstr. |
Schönebeck (Elbe) Gießen im März 1943
Gießen Worms a. Rh.
Kleine Mühlgasee 8 Luginsland 23
6. März 1943
SWWliWWeou.Men nach der Naturfchutzverordnung vom 18. März 1936 (RDBl.1 Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus« führlich erläutert von Professor Dr. W. Weder, o. 8. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenlchen, Gebunden RM. 3,60.
Bestellungen durch alle Buchhandlungen
SvMemSM ünMBÄÖffi«!.
Geschichte und Gegenwart.
Von Dr. Willy Andreas, o. Professor der Geschichte an der Universität Heidelberg.
der Handelshochschule Helsinki; zweiter Finanz« Minister Tyko Henrik R a i n i k k a, bisher Direktor der Nationalbank; zweiter Landwirtschaftsminister: Professor Nisse Ossara; Volksversorgungsminister: Direktor Kalle A l l i l ä, bisher Chef des Landwirtschaftsamtes. Aus der bisherigen Negierung sind neun Minister übernommen worden.
Der Kurs der neuen finnischen Regierung ist durch die von Präsident Ryti bei seiner zweiten Amtseinführung abgegebene Erklärung bereits festgelegt. Er heißt Konzentration aller nationalen Kräfte bis zur Erreichung des Kriegsziels Finnlands: Sicherung seiner östlichen Grenzen. Die Persönlichkeit Professor L i n k o m i e s, der als außerordentlich nüchtern und realistisch denkender Staatsmann beschrieben wird und neben seiner politischen Tätigkeit weitgehende kulturelle Interessen hat — er gehört auch der Sibelius-Akademie an — gilt als Garant dafür, daß dieses Kurs ohne Vorbehalte und Rücksichten durchgeführt wird. Außenpolitisch gesehen ist die neue finnische Regierung eine Bestätigung der deutsch-finnischen Waffenbrüderschaft, aus dem gleichen Gesichtspunkt heraus eine Niederlage der Westmächte, die mit ihrem während der letzten Woche gegen Finnland geführten Nervenkrieg versucht hatten, Finnlands Freundschaft mit land zu stören und die finnische Kriegsmoral zu untergraben.
Eltville Feldstrafie 21 01454/
Japanische Kriegsgefangene in neuseeländischen Gefangenenlagern getötet.
Tokio, 5.März. (DNB.) In einem neuseeländischen Kriegsgefangenenlager wurden 48 japanische Kriegsgefangene getötet und weitere 63 verwundet. Das japanische Außenamt hat die Schweizer Regierung, die die japanischen Interessen in Neuseeland vertritt, gebeten, eine amtliche Untersuchung der Massenerschießung oinzuleiten. Der neuseeländische Premierminister Fraser hat die Massenhin- richtung japanischer Kriegsgefangener zugegeben und versucht, diesen unmenschlichen Akt mit der Behauptung zu entschuldigen, japanische Kriegsgefange hätten sich geweigert, den „gesetzlichen Anordnungen" der Lagerbehörden Folge zu leisten. Sollte die von den Sl^veizer Behörden eingeleitete Untersuchung
bereits Hunderte von Personen im Gedränge übereinandergefallen. Die Untersten erstickten. Das Unglück ereignete sich, obwohl im ganzen Bezirk übet- Haupt keine Bombe gefallen war.
6 Kilogramm Gold in Altpapier.
Bei der Durchsicht von Abfallpapier in einer Pappfabrit in S üdw est f innl and entdeckte em Arbeiter sechs Kilogramm Gold in Barren, die einen Wert von mehreren Millionen Finnmark ausmachen. Es stellte sich heraus, daß das Altpapier von der Bahnpostanstalt in Rampere stammte, wo eine hoch versicherte Wertsendung der Kupferbergwerke von Outukumpu, die auch in geringem Maße. GoD gewinnen, auf bisher noch ungeklärte Weise in die Altpapierbestände geraten ist. Der glückliche Finder erwartet von der Pöftverwaltung eine hohe Deloh- nun-g.
Grubenunglück in Rordfrankreich.
In einem Kohlenbergwerk in Bethune (Nordfrank« reich) ereignete sich ein schweres Bergwerksunglück, das 13 Tote und 9 Verletzte forderte. Man nimmt an, daß sich bei der Vorbereitung einer Sprengung Kohlenstaub entzündet hat.
Aus aller Wett.
Panik in einem Londoner Luftschuhraum.
Der englische Minister für innere Sicherheit gab bekannt, daß es infolge eines Unfalles in einem Londoner Luftschutzraüm im Mittwochabend 178 Tote und 60 Verletzte gegeben hat. 2000 Personen befanden sich in dem Lüftschutzraum, als eine Frau, die ein Kind auf dem Arm trug, auf der Treppe zum Schutzraum stolperte. In einer Minute waren
G e n f, 6. März. (DNB. Funkspruch.) Der frühere . Moskauer Korrespondent der „Daily Mail", Farson, fragt, was würden die Sowjets im Falle ihres Sieges für Gebietsansprüche erheben? Zunächst einmal forderten sie wieder Hangö und die im Finnischen Meebusen gelegenen Inseln. Man werde den Sowjets auch Petsamo geben müssen. Die Finnen dürften gegen diese „berechtigten sowjetischen Forderungen" keine Unterstützung der USA. oder Großbritanniens erwarten. Schweden wolle die Sowjets nicht wieder in E st land, Lettland und Litauen sehen und auch nicht auf den Inseln Oesel und D a g ö. England und die USA. sollten diesen baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit entsprechend der Atlantik-Charta garantieren. Die Sowjetunion werde sich aber nicht davon abhalten lassen, erneut die drei baltischen Staaten zu besetzen.
Rumänien dürfe nicht einmal den Schatten von Sympathie bei den USA. oder England erwarten, sobald die Sowjets ihm die Bukowina und Bessarabien wegnähmen. Die Anglo-Amerikaner würden „nur mit Wohlgefallen auf den kleinstmöglichen rumänischen Staat herabblicken". Don den Türken fordere die Sowjetunion einen uneingeschränkten Zugang vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer. Das sowjetische Interesse an Iran, insbesondere an den Küstenstreifen des Kaspischen Meeres, lasse sich nicht übersehen. 5)ier müsse eine Regelung gefunden werden, auch wenn das „eine neue Ueberholung" des Iran mit sich bringe.
Die Briten scheuen sich also nichtz mehr, in aller Oeffentlichkeit den Freibrief zuzugeben, den sie den Bolschewisten für den europäischen Kontinent als Dank für ihre Waffenhilfe ausgestellt haben. Wenn Farson als „Trost" behauptet, Stalin werde „an der Politik festhalten, daß die Sowjets niemals versuchen würden, anderen Völkern den Bolschewismus aufzuzwingen, solange diese nicht von sich aus dazu bereit sind", so kann er sich die Antwort darauf in Karelien, in Estland, Lettland und Litauen, in der Bukowina und Bessarabien holen. Aus bitterer Erfahrung heraus kann ihm hier ein reiches Anschauungsmaterial geliefert werden.
Eine britische Antwort an Washington.
Gegen USA.-Einmischung in das britische Kolonialreich.
Stockholm, 6. März. (Europapreß.) Gegen die Einmischung der USA. in Angelegenheiten des britischen Kolonialreiches wandte sich der englische Kolonialminister Oliver Stanley in einer Rede in Oxford. Er wies alle Pläne auf internationale Verwaltung der britischen Kolonien zurück und erklärte, Großbritannien wolle weiterhin seine Kolonien selbst regieren. Darüber hinaus lehnte er den Gedanken ab, daß Kolonien überhaupt durch eine internationale Körperschaft verwaltet werden sollten, da sich hieraus „weder ein Vorteil für irgendeine
z. Z. Gießen Freiburg i. Br.
Moltkestraße 8 Goetheplatz 3
6. März 1943
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fassung dessen, was es ist, was es sein kann und fein soll! Denn in seinem tiefsten Sinn — Vermächtnis und Aufgabe zugleich! — schließt eine Vergangenheit haben ein Stück der Zukunft mit ein.
Aus der großen Reichsvergangenheit unseres Vol« kes, aus seiner zentralen Lage im geographischen aber auch im geistigen Sinn, aus seinen ungeheuren Gegenwartsleistungen, die es im schwersten Existenzkampf gegen eine Welt von Feinden in allen Schich- ten der Bevölkerung vollbringt, schöpfen wir die Zuversicht, daß ihm bei der Neuordnung des Erdteils eine führende Rolle zufalle.
Der Historiker, der an der Gedankenwelt Rankes geschult ist, weiß, daß jedes Zeitalter seinen letzten Eigenwert hat und daß jede Epoche eine Seite der menschlichen Entwicklung in einzigartiger, nie wiederkehrender Weise $ur Auswirkung bringt. So auch die unsere, wie immer auch spätere Geschlechter sie beurteilen mögen! Der Sinn aber des Stirb und Werde, das wir heute täglich erleben, scheint mir die Neugestaltung einer in Auflösung, in Zusammenbruch und Zertrümmerung befindlichen Welt zu sein und die Ersetzung durch eine neue, gerechtere Ordnung der Dinge. Sie muß dem Le° bensanspruch sowohl der großen führenden Völker wie dem Schutzbedürfnis der kleinen Nationen gemäß sein, die sich ohne Anlehnung an die mächtigeren auf die Dauer nicht behaupten können in einer Menschheitsperiode, die ohne Zweifel auf eine immer stärkere Zusammenfassung von Welträumen, damit aber auch auf die Abgrenzung von umspannenden Herrschafts- und Einflußbereichen sich hinbewegt.
lieber den notwendigen Neuaufbau Europas aber schreiben wir gleichfalls die Erkenntnis unseres größten deutschen Historikers, nämlich die, daß in allen Gegensätzen der abendländischen Nationen, insonderheit der germanischen und romanischen Völker, selbst wenn sie in heller Feindschaft gegeneinander entbrennen, auch einheitliche Kräfte walten, die nie ganz absterben, aus welchen Gesinnungswurzeln ober Zweckmäßigkeitsgründen immer sie sich herleiten. Denn neben Boden und Rasse ist es, wiederum nach einem Wort Rankes, das gemeinsame Schicksal, das in Angriff und Abwehr die Völker geformt hat.
In diesem Sinne hoffen wir, daß die historische Erkenntnis wie jedes fruchtbare Wissenschaftsstreben auch den schöpferischen Willen zur Tat wecke und stärke, wie wir andererseits als Söhne unseres sturmbewegten Zeitalters den Spruch von Nietzsche stets im Gedächtnis bewahren: Nur als Baumeister der Zukunft, sagt der Verfasser der Abhandlung vom Nutzen und Nachteil der Historie, nur als Wissende der Gegenwart werdet ihr sie verstehen!
BüdoeD^efck Wolfgang Schott Chem. Fabrik Schwenningen/N
Wissenschaftliche Werke
Sondergebiet der
BrOhl'schen Druckerei
Rom, 5. März. (Europapreß.) Heute, nach drei Monaten Yankee-Herrschaft, haben die Franzosen in Nordafrika auch ihre Gedanken über die Nordamerikaner geändert, stellt der Korrespondent des „Popolo di Roma" in Algeciras fest. Daß es bereits zur Bildung einer aktiven Opposition unter den Franzosen kam, schreibt das Blatt der Mißstimmung zu, mit der besonders die USA-Soldaten den Franzosen (mit Ausnahme der Gaul- listen) gegenüberstehen. Die Mittel Girauds stamm- ten aus nordamerikanifcher Quelle, da die Gaullisten offenbar nicht geneigt seien, von den ihnen zugefprochenen einstigen Goldreserven der Bank von Frankreich etwas herzugeben. Wenn Giraud einmal ein Heer auf die Beine bringen wolle, würde es
sich nur um ein reines Söldnerheer handeln. Der Generalgouverneur in Algier, Peyrouton, dem Eifenhower zu einer Befriedungsaktion in Französisch-Nord afrika Blankovollmachten erteilt habe, werde nicht weit kommen. Er habe nämlich die eingeborene Bevölkerung gegen sich, bei der er wegen der Niedermetzelung von Eingeborenen sehr berüchtigt sei, ebenso auch die französischen Kommunisten, gegen die er ähnlich vorgegangen sei. Hinzu komme das ständige Steigen der Preise und der wachsende Mangel an Lebensmitteln, da sich der Verbrauch der britisch-nordamerikanischen Truppen bedeutend höher 'erweise als vorgesehen.
Für die mir zu meinem 70. Geburtstage dargebrachten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danke ich auf diesem Wege recht herzlich
Josef Kuchler.
Gießen, im März 1943
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des Regiments, bei dem insgesamt 20 000 Gefangene gemacht werden konnten. Bei den Kämpfen zwischen Donez und Dnjepr griff er starke, durch Panzer unterstützte Kräfte des Feindes an und hatte durch fein entschlossenes Zupacken wesentlich Anteil an der Vernichtung eines sowjetischen Kavalleriekorps. Alle von massierten Panzerkräften unterstützten Gegenangriffe der Bolschewisten scheiterten. Als der Gegner mit seiner großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit örtlich einbrach und einen wichtigen Stützpunkt in Besitz nahm, faßte --- Standartenführer Witt die letzten Reserven seines Regiments zusammen und vernichtete nach harten Kämpfen die eingedrungenen feindlichen Kräfte.
Das neue finnische Kabinett.
Helsinki, 5.März. (DNB.) Die neue finnische Regierung ist von Professor L i n k o m i e s gebildet worden. Ministerpräsident ist Edwin Johann Lin- ko m i e s , Sammlungspartei (Konservative), bisher Professor der romanischen Philologie und Prorektor der Universität Helsinki; Außenminister wird Dr. Carl Henrik R a m s a y , er gilt als parteilos und war bisher Volksversorgungsminister; Innenminister wird Senator Leo Ehrnrot (Schwedische Volkspartei), der ehemalige Außenminister; Kultusminister wird Professor Kau ppi, bisher Rektor
Der Kampf um eine neue europäische Lebensform ist in vollem Gange. In dem unbeschreiblichen Ringen der Völker, das fünf Erdteile umspannt und nicht zuletzt mit den Waffen des Geistes ausgefochten wird, stellt sich der Historiker die Aufgabe, das geschichtliche Weltbild auf Grund der gewaltigen Umwälzungen und der daraus entspringenden Er- ahrungen und Einsichten neu zu überprüfen.
Das Erleben einer geschichtlichen Epoche, die das Zeitalter der französischen Revolution, Napoleons und der Befreiungskriege an Ausmaß, Leidenschaftlichkeit und Folgenschwere des Geschehens weit hinter sich läßt, kann uns nicht unbewegt lassen. Der Augenblick, in dem so viele Schicksalsfragen auf uns einstürmen, fordert uns vielmehr dazu auf, das Wort Nietzsches in die Tat umzusetzen, der in seiner Betrachtung „Vom Nutzen und Nachteil der Historie" die Mahnung erhoben hat, nur aus der höchsten Kraft der Gegenwart dürften wir das Vergangene deuten, nur in der stärksten Anspannung unserer edelsten Eigenschaften würden wir erraten, was daran wissenswert, was bewahrungswürdig und groß sei! In diesen Sätzen erschließt sich ein tiefer, doch wohl allgemeingültiger Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart, dessen Bewahrung uns nach mancherlei Auseinandersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts geradezu als Vermächtnis dieser gesamten Wissenschaftsentwicklung und- ihrer daran anschließenden philosophischen Bemühungen aufgegeben ist.
Wir bejahen die Welt der Geschichte einmal, weil sie auf.Grund dieser Erkenntnis ihre lähmenden, ihre unschöpferischen und gegenwartflüchtigen Züge für uns verloren hat und mehr als totes Wissen, mehr als abgelegter Rumpelkammerkram ist, kurz, weil sie für uns kein Friedhof, sondern die Auseinandersetzung des Lebens mit dem Leben und Dienst an ihm ist! Zum anderen aber auch darum, weil voraussetzungs- oder geschichtslos existieren zu wollen, eine niedere Daseinsform wäre.
So verstanden, dem Leben zugewandt, ihm das Maß von aefchichtlicher Erinnerung bewährend, dessen es zu seiner Stärkung bedarf, um es in eigene Geblütskraft, in neues Geschehen und Tun zu verwandeln, stellt die Erforschung der Vergangenheit keinen unnützen Zeitvertreib weltfremder Gelehrter oder müder Zeitgenossen dar, die sich in ihren Gegenwarts-Verpflichtungen durch den Aufenthalt in verklungenen Zeitaltern entziehen, kein ästhetisierendes Spiel genießender Kenner, kein Vorrecht einer so-genannten gebildeteten Schicht. Die echte Historie wirkt nicht willenstörend. Ihre Selbstbesinnung ist vielmehr ein unentbehrlicher Bestandteil im Haushalt einer gesunden, handlungsmächtigen Kultur, sie ist eine Notwendigkeit im Leben eines Volkes, um zur Erkenntnis seiner selbst zu kommen, zur Er--
Was ist Ihre Wäsche wert?
Tun Sie alles, sie im Kriege zu erhalten ? Es gibt viel mehr Schadensmöglichkeiten, als Sie glauben. Die Persil -Werke haben eine wertvolle Lehrschrift über „Wäscheschäden“ — verbunden mit Ratschlägen zu ihrer Verhütung — herausgegeben und versenden die interessante Schrift kosten- und portofrei.
Hmrptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei öauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wtrtichast und Sport: Ernst Blumschety.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Haas Beck, Anzeigenpreisliste Nr. 6.
Gießen, Friedensstraße 43
3. März 1943 ______________________761 D/
Statt Karten 1
Meinen lieben Freunden und Bekannten für die Gratulationen und Blumenspenden zu meinem 70. Geburtstage herzlichen Dank
Johannes Müller, Bäckermeister
Gießen
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Bilde
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WIIZIUS
SchEuerpulYE?


