Ausgabe 
6.2.1943
 
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General-Anzeiger für Oberhessen

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[93. Jahrgang Nr. 51

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Gietzener Anzeiger

L lingrad ragt noch heraus, das unserer unver-

Äfl'f i rfofll-t t Cl VY1 OY ff11 9t 11 rU nv-'Aws .

gelichenBismarck". Auch hier kämpfte Schiffs- Prung und Besatzung unter wehender Kriegsflagge

Jedes Llebergabeangebot abgelehnt

Die letzten Kämpfe in den Trümmern von Stalingrad.

i i e r 11 n, 5. Febr. (DNB.) Der entscheidende Ab- des heroischen Ringens um Stalingrad be° (flam am 10. Januar. Das Uebergabeange- )o: der Bolschewisten an die 6. Armee hatte an diesem Tage seine klare Ablehnung ge- furJen. Trotz monatelanger schwerster Kämpfe war IISic entschlossen, bis zum letzten Atemzug weiter- zOmpfen. In den Morgenstunden setzte der Bolsche- aii die ganze Wucht seiner schweren Waffen von fe rn ein. Hunderte von Batterien, Salvengeschütze, Dir jer, Granatwerfer, Panzerabwehrkanonen und Firgeschütze zertrommelten mit ihrem Feuer die Men Deckungen. Nach einer Stunde verstummte br s Feuer schlagartig. Noch einmal forderte b-rFeind unsere Soldaten zur Uebergabe auf. Aus Li.sprechern schallte die Aufforderung, bedingungs- Ii3 die Waffen zu strecken. Feindliche Lcilachtflieger kamen heran, doch statt Bom- N warfen sie Flugblätter mit der Aufforde- zur Uebergabe ab.

Laer wiederum haben unsere in den wochenlangen fa pfen eisern gewordenen Soldaten nur ein ent- Ici!fienes Nein. Nur zu oft haben sie die bolsche- viflche Niederträchtigkeit und Tücke des Feindes Wv t. Der Bolschewist hat es wohl auch nicht anders nur riet. Denn kaum sind die Flugblätter zu Boden ji|l ttert, da krachen auch schon die Bomben der ^Heuristischen Schlachtflieger. Noch einmal ein cje^rer Feuerschlag, und der Feind geht z u m A n - IJif f vor. Auf 5 Kilometer breiter Front stürm- M >ie Bolschewisten gegen den N o r d r i e g e l.

trei Wellen branden die dicht gedrängten Massen i. Der ersten Welle folgt auf 800 Meter die Bete, und auf 1000 Meter die dritte. Hinter diesen Mn die feindlichen Panzer und treiben die M-chen voran.

Elhfere Männer lassen den Feind auf 60 Meter Sljpnfommen. Dann schlägt ihm das Sperrfeuer «8 gen. Die Maschinengewehre reißen klaffende 1 Id: n in die angreifenden Reihen. Die Bolschewisten ♦Inen über ihre eigenen Gefallenen und suchen Dding hinter den Toten. Die zweite Welle aln-it heran. Auch sie bricht zusammen. Und auch > ritte Welle muß zu Boden. Der Feind h schwerste Verluste.

Ws gleiche Bild bot sich auch am westlichen

Nie letzte Meldung.

Das Heldenlied von Stalingrad schwillt, je mehr Enzelheiten aus diesem heroischen Kampf der öArrnee und ihrer rumänischen und kroatischen Lchicksalskameraden bekannt werden, zu einer irmer gewaltigeren Melodie an, die an die Herzen Dch derjenigen Völker greift, die nicht unmittelbar fr diesem europäischen Freiheitskampf beteiligt fr2>. Angesichts solchen Heldentums streckt selbst die site Uninteressiertheit um nicht zu sagen Un- siundlichkeit an dem weltentscheidenden Ringen fischen Gut und Böse die Waffen. Stalingrad Mumentierte, daß wahres Heldentum nicht nur die rchtung beherrscht, sondern daß es ein Symbol ir neuen Zeit darstellt.

Zo war der Geist von Stalingrad: Klein die tzyar, die noch die letzten Stunden des heldischen Temas erlebte. Die Munition ging aus. Sie kcnpften, auf engstem Raum zusammengedrängt, eiter, schließlich mit der blanken Waffe allein. Der Oneral mit den letzten seiner Männer. Sie sahen her Soldatentod als die Erfüllung ihres Fahnen­eids vor Augen. So gaben sie die letzte Meldung er die Heimat:Im schwersten Kampf haben wir bi: zum letzten Mann unsere Pflicht getan. Es lebe Ir Führer, es lebe Deutschland!" Bis zum letzten, bi: zum Tod. Das reißt ans Herz, das rüttelt auf, Lc verpflichtet zu befreiender Tat.

5s hat in diesem Kriege wahrlich zahlreiches fli es Heldentum gegeben, das niemand meldete^ 2: en, die Heldenopfer einzelner oder ganzer Ver- bc de forderten. Für sie war es selbstverständliche Picht, sie handelten genläß ihrem Fahneneid. Ein L spiel gleichen Heldentums wie der Männer von

Riegel. Dort aber überschwemmten die Bolsche­wisten die dünnen Linien unserer Verteidiger. Täg­lich wuchs so die Härte des Ringens, bis sich der Stoß in erbittertes Einzelringen auflöst. Jeder, der noch eine Waffe führen kann, kämpft. Am Bahn­damm fangen sie den Angriff auf und halten. Ge­nerale, Stabsoffiziere, Grenadiere, Artilleristen, Pio­niere und Fahrer, Deutsche, Rumänen und Kroaten sie sieben hier Schulter an Schulter im Kampf gegen die immer wieder anstürmende Uebermacht. Im Nahkampf fallen die Generale von Hartmann und Stempel und mit ihnen viele der Tapferen. Aber noch hält d^r Riegel, bis neue schwere An­griffe die Stellung zerbrechen, und die Verteidiger schließlich der Uebermacht erliegen.

*

Als die Sowjets die- Stellungen am Kessel- rande westlich Stalingrad eingedrückt hat­ten, mußten die Geschütze, die beste Waffe ge­gen die Panzer, z u r ü ck g e b r a ch t werden. Wo Zugmaschinen und Pferde fehlten, spannten sich d i e Soldaten selbst vor die Geschütze, schleppten sie in übermenschlicher Anstrengung Kilometer um Ki­lometer durch die tiefverschneite Steppe b i s a n d i e Bahnlinie nach Stalingrad zurück und brachten sie beim Bahnhof Massargino in Stellung.

Kurz darauf griffen die Bolschewisten diesen Eck­pfeiler der Verteidigungslinie an. Schweres Trom­melfeuer lag auf dem ganzen Abschnitt. Schlacht­flugzeuge brausten heran und warfen ihre Bomben. Der Feuerwalze folgten 28 Panzer. Sie standen plötzlich, aus allen Waffen feuernd, unmittel­bar vor den Geschützen. Ganz dicht liehen die Kanoniere die Stahlkolosse herankommen, um keine Granate zu verschenken. Auf kürzeste Entfer­nung krachten die Schüsse und kaum einer verfehlte sein'Ziel. Mit zerrissenen Flanken, zerschlagenen Türmen und zerfetzten Motorwannen brannte Pan­zer um Panzer aus. 21 Wracks lagen nach kurzem Feuerkampf im Schnee, davon 15 allein vor einem einzigen Geschütz der Heeresflak. Die restlichen sieben enttarnen hinter der Feuerwand, die der Feind schützend zwischen unsere Kanonen und feine fliehen­den Panzer legte. 21 rollende Festungen auf einen Schlag und 150 in drei Tagen war der Lohn für das Schleppen der Geschütze.

bis zum letzten:3m Glauben an Sie, mein Führer, kämpfen wir bis zum letzten und in felsenfestem Vertrauen auf den Sieg Deutschlands." Das war die letzte Meldung derBismarck". Treu und ohne Wanken in der Siegeszuversicht.

Wer darf in der Heimat mit gleicher begründeter Ueberzeugung von sich sagen, daß er in schwerster Zeit bis zum letzten seine Pflicht tat? Bis zum letzten heißt, bis zur Selbstaufgabe. Millionen deutscher Schaffender in der Heimat tun eifern ihre Pflicht, indem sie ihre ganze Arbeitskraft ein» setzen, um den Soldaten an der Front Waffen, Munition und wieder Waffen, Munition zu liefern. Der Kreis der rüstungschaffenden Deutschen wird durch die neuen Verordnungen über die Arbeits­meldepflicht und über Detriebsschließungen um wei­tere Millionen erweitert. Sie werden jetzt ebenfalls vor die Bewährungsprobe gestellt und haben zu beweisen, ob sie von dem Heldentum der Kämpfer von Stalingrad angerührt, aufgerüttelt wurden, ob deren Kämpfen und Sterben für sie Vorbild wurde. Mag der Uebergang für viele auch schwer werden, der Gedanke an die Kämpfer von Stalingrad aber wird die Heimat bis in ihre letzten Glieder zu einer verschworenen Schicksalsgemeinschaft zusammen­schweißen, die bereit ist, ihr Letztes für den Sieg herzugeben. Wenn dann der Tag gekommen fein wird, an dem Stalingrad gerächt und der Bolsche­wismus mit seinen jüdisch-plutokratischen Genossen niedergeschlagen ist, werden sich alle Deutschen mit den Helden von Stalingrad zur letzten Meldung zu­sammenschließen dürfen: Im schwersten Kampf taten wir bis zum letzten unsere Pflicht! R. P.

..... wir müssen den Feind schlagen, oder uns alle vor seinen Batterien begraben lassen. !|o denke ich so werde ich handeln."

Friedrich der Große (1712^-1786).

D-rlin, 5.Febr. (DNB.) Das eiserne Aushar- [t er Männer von Stalingrad wurde nach besten Wien gestützt d urch Transportflugzeuge M Luftwaffe. Als schließlich ein Flugfeld sth dem anderen verlorenging, landeten unsere >Pr selbst dann noch auf notdürftig hergench- 'Z'n Landungsbahnen, als sowjetische Artillerie die W.euge bereits aus naher Entfernung beschießen : fnie. Unter dem Feuerschutz der Grenadiere luden ltl°rwundete und Kranke ein und brachten sie bei D mnd Nacht durch die starken Jagd- und 51 ab jft n des Feindes zu den Einsatzhäfen zuruck, uff-famt konnten von unseren Transportfliegern 111 «erlauf der Schlacht annähernd 4 7 000 ]jJ,r»u nie t e und kranke Kämpfer der Mrmee geborgen und den Lazaretten zu- Mtit werden. Als eines der letzten Transport- r:3 uge zur Notlandung dicht hinter den femd- Linien gezwungen wurde, griffen bie oon öen ' vu~en Kämpfen erschöpften Verteidiger sofort die 11 «llen Seiten heranstürmenden Bolschewlsten ;^nb befreiten ihre F l i e g er ka m e r a- , den Händen des Feindes.

Ensportflugzeuge find schwerfällige Apparate. E Start und ihre Landung unter beschranktesten '«r Verhältnissen, oft unter unmittelbarer selnd- Jk Einwirkung waren mehr als Kunststücke. Es p6'- Heldentaten. Das bewährteste Transport-

Sie kameradschaftliche Hilfe der Transportftieger

47000 verwundete und kranke Kämpfer aus Stalingrad geborgen.

flugzeug ist noch immre die J u 52. Sie ist das Mädchen für alles in der Fliegerei. Im Vorjahr tra- ten infolge der starken Külteeinwirkungen noch Schwierigkeiten auf. Aber in der Zwischenzeit sind die Transportflugzeuge so verbessert worden, daß sie auch bei grimmigster Kälte ihren Hilfs- und Ret­tungsdienst versehen können. Sie sind auch mit Waffen versehen. Aber ihre ursprüngliche Bestim­mung ist nicht der Kampf. Gegen den Kampf sollen sie in der Regel durch Jagdflieger geschützt werden. Immer ist das nicht möglich. Auch hilft kein Mittel der Technik gegen die spezifischen Schlechtwetterla­gen. Die Geschicklichkeit des Piloten entscheidet, wenn es gilt, durch eineErbsensuppe" oder durch eine Waschküche" zu fliegen und auf improvisierten Feldflugplätzen zu landen. Eben deshalb ist chr Rettungsdienst bei Stalingrad, wo sie unter un­mittelbarer Feindeinwirkung vom Lande und aus der Luft standen, doppelt bewundernswert. Die Transportflieger haben in manche deutsche Familie Trost und Hoffnung gebracht. Ihnen wird das deut­sche Volt stets ein dankbares Andenken bewahren.

Zu feiner Truppe zurück.

Mailand, 5. Febr. (Europapreß.) WieCor- rtere della Sera" berichtet, war mit der 6. deutschen Armee auch die 20. rumänische Infanteriedivision nach der Einnahme von Stalingrad von den Dolsche-

Deshalb werden wir siegen.

Von Helmut Lündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs.

In den Tagen ernster Besinnung und würdigen Gedenkens an das Heldenopfer der Männer von Stalingrad richten sich die Blicke des deutschen Volkes wieder nach vorn.

In diesen Wochen des zweiten Ostwinters, der uns den Ernst der Bedrohung unserer nationalen Existenz erneut deutlich gemacht hat, stellt das na­tionalsozialistische Deutschland nicht müßige Be­trachtungen an, sondern es sieht sich wieder einmal, wie schon so oft unter ähnlichen Umständen, mit aller Tatkraft nach den Aufgaben und For­derungen um, die es zu erfüllen gilt, wenn wir das Schicksal weiter fest in unseren Händen halten wollen.

Ebensowenig wie vor Jahresfrist haben wir ge­zögert, alles das, was die Stunde erfordert, mit Nachdruck und Leidenschaft zu tun. Was sich gegen­wärtig im deutschen Volk abspielt, ist mehr als eine Mobilisierung es ist der Ausbruch neuer Energien, der sich aus dem Zusammenklang der Forderungen der Führung nach militärischer und arbeitsmäßiger Kräftekonzentration und der Erkenntnis der breiten Schichten unseres Volkes ergibt, daß wir diesen Krieg gewinnen müssen, wenn wir weiterleben wollen.

Heute nachdem, vor allem durch den helden­mütigen Einsatz der Stalingradkämpfer, die ern­stesten" Gefahren des Sowjetansturmes im Osten nicht mehr unmittelbar im Vordergrund stehen und

wir deshalb mit ruhigem Abwägen den Angriffs­absichten unserer anderen Feinde entgegensehen kön­nen, heute ist es nicht nur am Platze, davon zu sprechen, daß mir in diesem Winter trotz aller Prüfungen nicht schwächer geworden sind, sondern daß die Entschlossenheit, mit der das deut­sche Volk den Schritt zur völligen Entfaltung seiner Kräfte vollzieht, eine weitere und wie wir ohne Uebertreibung sagen dürfen ganz entscheidende Stärkung des deutschen und europäischen Kriegs­potentials mit sich gebracht hat und weiter mit sich bringen wird.

Es ist nicht die Aufgabe des Journalisten, und es liegt nicht im Jnteresie der Kriegführung, hier von Einzelheiten zu sprechen. Eines aber darf gesagt werden: alle diejenigen, die da in der Welt mit der Parole umherziehen, die militärischen Siegesausfich- ten Deutschlands und feiner Verbündeten feien im Schwinden, die der Anti-Achsenmächte aber im Stei­gen begriffen, werden noch ihr blaues Wunder er­leben, und alle diejenigen, die von diesem Wahn verblendet auf Abenteuer ausziehen, werden sich blutigere Köpfe holen als jemals zuvor! Die rie­sige soldatische Macht des Reiches steht stark und un­erschütterlich als das geschlossenste und schlagkräf­tigste militärische Instrument, das die Weltgeschichts kennt.

Der Heldenkampf von Stalingrad hat auch denen, die weder sehen noch hören wollen, gezeigt, von

misten umfaßt morden. Ihr Kommandeur, General Tataranu, versammelte seinen Generalstab und die Regimentskommandeure, legte ihnen die Lage dar und verlangte, daß ein höherer Offizier sich im Flugzeug ins rumänische Hauptquartier begebe, um Bericht zu erstatten. Durch das Los mürbe der General selbst hierfür bestimmt. Er begab sich ins Hauptquartier, verheimlichte dort nicht den Ernst der Lage und kehrte dann mit dem ersten verfüg­baren Flugzeug über die feindlichen Linien zu seiner Division »ach Stalingrad zurück, mo er mit ihr bis zum ruhmreichen Ende meiteriuinpfte. Seine Division mar seit dem Beginn der Schlacht von Charkow am 2& Mai v. I. im Kampf gewesen und hatte sich schon beim Uebergang über den Donez und den Don ausgezeichnet.

Deutschland

lebt für den Krieg."

M ad r id., 6. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Zei­tungAlcazar" schreibt: Deutschlandmobili- fiert angesichts des Heldenopfers von Stalingrad alle feine Kräfte zur V er teidigung Europas. Kein Gramm Material und keine auch noch so kleine Energie wird verschwendet. Deutsch­land lebt für den Krieg, der nicht nur die Zukunft, sondern die Existenz der ganzen abendlän­dischen Menschhett entscheidet. Die Großmacht Deutfchland erfüllt selbstlos eine ihm vom Schicksal auferlegte Mission von großen historischen Ausma­

ßen. Im Abmehrkampf gegen die Barbarei stehen die deutschen Herzen und mit ihnen der unerschüt­terliche Siegesglauben eines 80-MillionewDolkes. Wir fühlen uns heute solidarischer denn je mit den heftigen Anstrengungen der großen euro­päischen Nationen, an denen auch unsere siegreiche Blaue Division Teil hat. Der Sieg wird auf der Seite Deutschlands stehen, das ist unser fester Glaube.

Erfolgreiche Seekriegführung auf der Ostsee.

Helsinki, 5. Febr. (DNB.) Das finnische Hauptquartier meldet: Der Eintritt des Winters und die Vereisung des Meeres beendeten die Ope­rationen auf der Ostsee und zwangen die feindlichen Seestreitkräfte nach schweren Verlusten, sich zur Un­tätigkeit in die Bucht von Kronstadt zurückzuziehen. In der verflossenen Navigationsperiode wurden von den finnischen und deutschen See- und Luftstreit-- kräften sowie von der finnischen Küstenwacht ver­senkt: 31 U-Boote, 2 Kanonenboote, 2 Vorposten­boote, 16 Motor-Torpedoboote, 23 Motorwachtboote, 8 Minensucher und 3 Einheiten unbekannten Typs, beschädigt: 16 U-Boote, 3 Vorpostenboote, 10 Motor­torpedoboote, 16 Motorwachtboote und 3 Schlepper. In diesen Zahlen sind die schweren Verluste in der Kronstädter Bucht, auf der Newa und auf dem Ladogasee nicht eingerechnet. Die eigenen Seestreit« kräste haben nicht eine einzige Einheit verloren.

Der gescheiterte Landungsversuch.

Berlin, 5. Febr. (DNB.) Im Raum von No­worossijsk versuchten die Bolschewisten am 4. 2. mit stärkeren Kräften an der Steilküste zu landen. Feindliche Kriegsschiffe sicherten die zahl­reichen mit Truppen schwer beladenen Landungs­boote, die im Schutze der Nacht die Küste an­liefen. Trotz der sofort einsetzenden Abwehr, bei der unsere Artillerie 19 Boote versenkte, konnten schwä­chere Verbände des Feindes an Land kommen. I m raschen Gegenangriff riegelten deutsche und rumänische Truppen diese Bataillone ab und schlossen sie ein. Gleichzeitig beschoß die Küstenartille­rie die feindlichen Schiffseinheiten, die mit ihrem Feuer die Landung unterstützt hatten, und drängte sie aufs offene Meer zurück. Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge verfolgten die nach Südwesten ab­drehenden Schiffe und trafen drei kleinere Einheiten sowie ein Handelsschiff, das in Brand geriet.

A m Kuban haben die Bolschewisten zur Aus­füllung ihrer angeschlagenen Verbände frische Trup­pen h^rangebracht, mit denen sie an einer Stelle allein sechsmal in Bataillonsstärke angriffen. Ob­wohl sie ihre Vorstöße mit Panzern und starkem Artilleriefeuer unterstützten, brachen die Angriffe blutig zusammen. Die schweren Verluste, die der Feind in den jüngsten Kämpfen erlitt, haben seine Divisionen stark zusammenschmelzen lassen. Die Kampfstärke der hier eingesetzten sowjetischen Regi­menter ist auf 350, 100 Mann herabgesunken, und die Kompanien bestehen oft nur aus 10 Mann. Auch die vergeblichen Vorstöße im Mündungs­gebiet des Don kosteten den Feind emp­findliche Verluste. Im Südteil des Donezgebietes herrschte im allgemeinen Ruhe, dagegen nahm die Heftigkeit der Abwehrschlacht a m mittleren Donez weiter zu. Hier brachten unsere Truppen in schweren Einzelkämpfen und energischen Gegenstößen starke Angriffe des Feindes zum Stehen. Die härtesten Gefechte entwickelten sich um Flußabschnitte, die für die weitere Kampffüh­rung von Wichtigkeit sind, und um Stützpunkte, die oft mehrmals am Tage den Besitzer wechselten. Starker Oststurm, Frost und hohe Schneever­wehungen behinderten die Bewegungen, doch setzten sich unsere Grenadiere und Panzer in den hin- und herwogenden Kämpfen immer wieder gegen die über­legenen feindlichen Kräfte durch.

Weiter nördlich ist nunmehr auch der Oskol- Abschnitt in den Abwehrkampf einbezogen wor­den. Zur Verbreiterung seiner Angriffsfront nach

Norden führte der Feind sehr starke Kräfte in den Kampf und unterstützte seine Stoßdivisionen durch zahlreiche Batterien und Schlachtflugzeuge. Unsere Truppen hatten gegen die Uebermacht einen schwe­ren Stand. Sie riegelten aber in hartem Ringen die örtlichen Einbruchsstellen ab und schlugen in Gegenstößen den Feind zurück.

Der Wehrmachlbericht.

MV. Aus dem Führerhauptquarkier. 5. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Landungsverfuche stärkerer sowjetischer Kräfte im Raum von Roworossijsk wurden durch die sofort einsehenden Gegenangriffe deutscher und ru­mänischer Truppen zerschlagen. Gelandete Batail­lone sind eingeschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen. 19 Landungsboote wurden versenkt.

Starke feindliche Angriffe im Mündungsgebiet des Don und am Kuban wurden unter schweren Verlusten für die Sowjets abgewiesen.

Im Südteil der Donezfront herrschte im all­gemeinen Ruhe.

AmmittlerenDonezundamOskol-Ab« schnitt hält die große Abwehrschlacht mit stei­gender Heftigkeit an.

Südlich des Ladogasees brachen wieder starke mit Artillerie- und Panzerunkerstühung vor­getragene Angriffe vor den deutschen Hauptkampf­linien unter schweren Verlusten zusammen.

3n Rordafrika und Tunesien Kämpfe von örtlicher Bedeutung.

Der Versuch eines USA.-Bomberverbandes, am Tage unter dem Schuh der Wolkendecke westdeutsches Gebiet anzugreifen, scheiterte. Der Verband wurde durch die Jagd- und Flakabwehr zersprengt und über See zurückgeworfen. Dabei verlor der Fein5 acht viermotorige Flugzeuge. Durch planlos« Bom­benwürfe im Küstengebiet entstanden unerhebliche Schäden. 3n der vergangenen Rächt unternahmen einzelne seindliche Bomber wirkungslose Stor- angriffe gegen Westdeutschland.

3n schweren Abwehrkampfen zwischen Don und Donez zeichneten sich die westfälische 26. und dlo schlesische32 0. 3nfanteriedivkslon aus.

Die Front ist dein Vorbild.