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5.5.1943
 
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Gießener Anzeiger

193. Zahl gang Nr. 103

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w*£S5.i..^ General-Anzeiger für Oberhessen

Der Zusammenschluß Europas.

Mit den Augen eines Belgiers gesehen.

Von, unserem Pr.-Korrespondenlen.

Der Heldenkamps der Männer von Demjansk.

Ritterkreuzträger Major Benzin berichtet über 13 Monate härtester Kämpfe.

ten und Leistungsfähigkeit ab. Mit dem Trugbild der (in Wahrheit nie vorhandenen)absoluten Sou- veränität" sei es freilich vorbei; aber das fei mili­tärisch nur wünschenswert und wirtschaftlich sogar notwendig. Was insbesondere die Situation des belgischen Raumes betreffe, so sei dieser auch jenseits der flämischen Gebietehinunter vis zu? -) mme germanisch durchsetzt" und geschichtlich so an Deutsch­land verkettet. Die Menschen dieses Raumes, Flamen wie Wallonen, werden darum auch >n nolle.n Um­fang der Segnungen des neuen Europas teilhaftig werden können, vor ollem der Vorteile des großartigen sozialen Programms, das sich heute schon in Deutschland so segensvoll auswirke. Voraussetzung dazu sei freilich die auf­richtige Mitarbeit im Dienst der europäischen Wirtschaft und die Festigung der moralischen Fun­damente, ohne die das neue Ethos nicht bestehen könne. Das bedeute, unterstreicht de Becker, nicht willenlose Sklaverei, aber es bedeute docb immer­hin, daß man nicht (wie früher)ohne persönliches Risiko die einmal gegebene Ordnung mit persön­lichen Wünschen und Meinungen sabotieren könne". Eine solche Etbik entspreche aber nicht nun i^n For­derungen der Zeit, sondern auch der Tradition des Abendlandes; es sei in Wahrheit die ritterliche Ethik, wie sie versinnbildlicht sei imBamberger Reiter".

Zwar rege sich in Belgien, so schließt de Becker, erst vereinzelt der Geist der neuen Ethik: in den nationalen Bewegungen, in der Presse, im Arbeits­dienst, in den Freiwilligen-Legionen. Der Westen Europas lebe noch in dem Stadium, das Deutsch­land zwischen 1918 und 1923 durchgemacht habe, er habe aber jenem Deutschland gegenüber den Vor­teil, daß jetzt durch den Nationalsozia­lismus die Bresche in die Zukunft be­reits aufgerissen sei.

In unserem Zustand", so erklärt der Verfasser, in dem alle Regungen, ob sie dem Alten noch anhan­gen oder schon das Neue suchen, nur provisorisch sein können und eines Tages doch einmünden müssen in eine einzige Partei der Zukunft, können wir nur eines: daß jeder, der guten Willens ist und klarer Einsicht, sich seiner Verantwortung dem Land und Europa gegenüber bewußt bleibt.

Brüssel, im Mai 1943.

Nur zu gerne wird mancherorts in Europa, be­sonders in den westeuropäischen Ländern, geleugnet, daß die Forderung eines geeinigten Euro­pas nicht eine Kriegserfindung, sondern eine ganz natürliche und logische Konsequenz der geographi­schen, geschichtlichen und kulturellen Einzigartigkeit und Verbundenheit des europäischen Kontinents ist.

Die Erkenntnis dieser Tatsachen fällt heute man­chen Europäern schwer. Nicht aus Mangel an Einsicht, sondern aus Mangel an gutem Willen. Um so bemerkenswerter sind daher die Gedanken­gänge, die der bekannte belgische Publizist Ray­mond de Becker im BrüsselerS o i r"e entwickelt mit der Absicht, den Kurzsichtigen klar zu machen, daß auch für die Länder und Menschen im Westen des Kontinents kein Heil und keine Zukunft außer­halb Europas zu finden sind.

De Becker sieht in Europa einen organi­schen Körper, dessen Funktionen nur dann ein Höchstmaß an Leistungen und Wohlbefinden er­reichen, wenn er sich seiner Unteilbarkeit be­wußt und seiner Zusammengehörigkeit sicher ist. Daß gerade jetzt, mitten im erbittertsten Schlachtenlärm, die Idee eines geeinten Europa sich durchzusetzen beginne, sei kein Zufall und schon gar kein Propagandamanöver derherrschsüchtigen Nazis", sondern die einfache Folge der seit langem sich vorbereitenden Situation, in der sich das Abend­land in Notwehr befinde gegen zwei Gefahren: ent­weder ein Anhängsel der asiatischen Steppe zu wer­ben, oder sich vom nordamerikanischen Wirtschafts­imperialismus versklaven zu lassen. So notwendig der Zusammenschluß Europas sei, so selbstverständ­lich sei auch die Reihenfolge und Größenordnung innerhalb der europäischen Hierarchie: als volkreich­stes Land des Kontinents, als fein geographisches Zentrum, als Träger der Reichsidee durch die Jahr­hunderte hindurch, als Wiege' der bedeutsamsten Ideen und Kräfte des Aberckllandes, als kulturell fruchtbarstes Ackerland und als Streiter für Eu­ropa fei Deutschland berufen, an er ft er Stelle zu stehen

Welcher Art die äußeren Bindungen der ein- hetnen Völker gegenüber dem zentralen Deutschland sein werden, hänge ganz von deren innere^ Kräf-

Berlin, 5. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ueber den Heldenkampf der Verteidiger der Festung : Demjansk, der am 8cJanuar 1942 mit der jowjetischen Offensive in diesem Kampfgebiet be­gann > und der am 2 6. Februar 1 943 mit der planmäßigen und reibungslosen Räumung des Kampfgebietes Demjansk seinen Abschluß sand, gab am Montag vor Vertretern der deutschen Presse in Berlin der Demjansk-Kämpfer, Ritterkreuzträger Major Benzin einen umfassenden und gerade durch die Nüchternheit seiner Darstellung überaus fesselnden Bericht. *

In breiter Front trat der Feind am 8. Januar ,1942, zu Beginn der härtesten Wintermonate, aus dem Raum O st a s ch k o w und o ft wärts des Birnehfees zum Angriff an. Sein großes opera­tives Ziel war, durch Vernichtung der im Waldcn- Hebiet südostwärts des Ilmensees kämpfenden deut­schen Divisionen die deutsche Nord front üu f 3u r o 11en und Leningrad zu ent­setzen. f

In vierwöchiger harter Abwehrschlacht im Wal­dai-Gebiet brachten unsere Divisionen die im= Mer erneut vorgetragenen Angriffe des übermäch- fgen Gegners zum Stehen und verhinderten, in immer erneuten Abwehrkämpfen Stützpunkt um Etützpunkt und Straße um Straße verteidigend, den ffeindftoß in den Rücken des Armeekorps. Erft am 1. Februar 1942 gelang es dem allein durch die Nasse Mensch weit überlegenen Gegner den drei deutschen Divisionen standen zu diesem o^iy suakt an Feindkräften neun Divisionen, sechs Bri­gaden und vier Schi-Bataillone gegenüber die lebte Nachschübstraße des Armeekorps in feinen Besitz zu bringen. Ein Abwehrkampf um Sein oder Nichtsein begann. Die Stellung Ilies Korps mußte um jeden Preis, allein auj sich II stellt, ohne Hilfe von außen und nur auf anfangs II beschränkte Luftversorgung angewiesen, verteidigt Herben. Die Verteidigung dieses Raumes, der || Festung Demjansk, war von ausschlaggebender Be- H teutunq. Denn durch sie wurde ein tiefer Stotz des || Feindes in Flanke und Rücken der 16. Armee und litten Endes der Heeresgruppe Nord, der über Il^taraja-Rufsa und Luga auf Leningrad U Seite, verhindert. _ . .

Der Leistung von Führung und Truppe wird Mirpan nur gerecht, wenn man bedenkt, daß der -öer- ||t-idigungskarnpf auf einer Frontbreite von an- 1 f ä I)e r'n b 300 Kilometer m kaum cmsge- hüten und festen Stellungen geführt wurde. Alle »Vorstöße des Feindes,-der immer wieder ||ttit überlegenen Massen, unt^r fl

ht mit-Botvern. Bomben und erhloAtrlieaern so- »vie durch Einsatz von Fallschirmjägern und r,ust- II Imbebrigaben im Rücken des $ o r p's tn Tag- WUckd Nachtangriffen die Front zu durchbrechen ver­lachte, scheiterten om unerschütterlichen Kamp- | Twillen der Truppe. In grimmigster Kalte n Weisigem Schneesturm, meist ohne auch nur notdürftig 'm ttisgebaute Stellungen^ zweieinhalb Monate lang jur auf zwei Drittel der Verpflegung angewiesen «ag und Nacht am Feinde, oftmals ln Flanke und Wecken bedroht, mieten die <u treuer ftnrnernöfch ft U ^sammengeschweißten Soldaten der .

I^rforgungstruppen oller Waffengattungen des Uk-eres der Waffen.^ und der Luftwaffe alle » kstndangrijfe ab. Mochten auch Munttwn und Ver-

pflegung zur Neige gehen, sie hielten ihre Stellungen bis zum letzten Mann. Vorbildliche Opferbereitschast, Kameradschast und Pflichterfüllung bis zum Tode zeichneten die manchmal bis zu vier Wochen vom Feinde eingeschlossenen und lediglich auf Luft ver­so r g u n g angewiesenen Verteidiger weit vorge­schobener Stützpunkte aus.

Nach mehr als dreimonatiger entbehrungsreicher Belagerungszeit traten die Soldaten des Armee­korps selbst zum Angriff an. In tagelangem er­bitterten Ringen gegen einen sich verzwecseu weh­renden Feind, meist in knietiefem Schlamm und oft bis zur Brust im Wasser stehend, erzwangen sie die Entscheidung, erkämpften sie die Verbindung zu der zum Entsatz von Westen angreifenden Gruppe Seydlitz und stellten damit am 21. April 1942 die lebensnotwendige Landbrücke wie­der her.

Die Härte und Erbitterung der Abwehrschlacht um Demjansk ist nicht zuletzt aus den hohen Verlusten des Feindes an Menschen und Material ersichtlich. Nach der Frühjahrsschlammperiode begann der Feind am 3. M a i 19 4 2 mit starken Kräften eine e r - neute Offensive. Eine Folge harter Kämpfe und immer wieder neuer Großangriffe des Feindes begann. Welle auf Welle stürmten die sowjetischen Divisionen mit Panzern, Flammenwerfern und Pionierstoßtrupps, unterstützt durch Kampf- und Schlachtflieger, gegen die deutschen Stellungen und Stützpunkte an. An dem hohen Kampfwert und dem zähen Widerstand der Verteidiger zerbrach auch diese großangelegte Offensive, und mit berechtigtem Stolz konnte der Kommandierende General, General der Infanterie Graf Brockdorf-Ahlefeldt, sei­nen Soldaten anerkennend zurufen:Keiner von uns wäre noch am Leben, wohnte nicht in euren Herzen Tapferkeit, Zuverlässigkeit und Siegeswille." Für die Härte des Kampfes spricht auch, daß über 6000 Mann der Versorgungstruppe, der Baubataillone, der Trosse und Stäbe mit der Infanterie zusammen im Graben und im Stützpunkt die Angriffe abwehr­ten und hierbei hervorragende Beweise ihres Kampf­wertes erbrachten.

Aber immer wieder versuchte der Feind auch wei­terhin, das Korps an der verwundbarsten Stelle, der Landbrücke, entscheidend zu treffen und er­neut abzuschneiden. Am erbitterten Widerstand schei­terten alle Angriffe, und auch ein feindlicher Groß­angriff, der das Ziel hatte, die B a b n f r o n t weg­zunehmen, dadurch bessere Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen und auf Demjansk durchzustoßen, endete «n 6. Oktober 1942 nach fast dreiwöchigem Kampf mit einem vollen Abwehrerfolg. Die Haupt­kampflinie wurde an allen Stellen gehalten.

Eine Folge von harten Kämpfen, Angriffen und Gegenangriffen begann Ausgang September 19 4 2, und als Ende Januar 1943 starke motori­sierte Bewegungen des Feindes einen Aufmarsch großen Umfanges gegen die Fronten südlich und nördlich der Landbrücke erkennen ließen, wurde, um diesem Stoß zuvorzukommen, die Räumung des Kampfgebietes Demjansk befohlen. Der Rückführung sämtlichen unbeweglichen Geräts, die unter Einsatz aller Mittel in kürzester Frist bewerkstelligt wurde, folgten unter ständigen, für den Feind überaus verlustreichen Angriffen der Sowjets die Abset­

zungsbewegungen von dem nachdrängenden Feind und die planmäßige Räumung des Kampf­gebietes Demjansk. Der heldenhafte 'Abwehrkampf der tapferen Verteidiger der Festung Demjansk hatte seinen erfolgreichen Abschluß gesunden.

Die Härte des Kampfes und die ungeheure Ueber- macht des Feindes aber mag eine Zahlenzufammen- ftellung der F'eindkräfte veranschaulichen, die in der Zeit vom 8. Januar 1942 bis zum 22. Fe­bruar 1943 vor dem Armeekorps antraten und die auf 38 Schützendivisionen, 30 Schützenbrigaden, 5 Panzerbrigaden, 14 Panzerregimenter, 13 Panzer­bataillone, 4 Schibrigaden, 20 Schibataillone, 11 MG.-Bataillone und 3 Fallschirmbrigaden mit einer Gesamtzahl von rund 560000 und 1000 Panzern ohne den laufend zugeführten Ersatz geschätzt werden können.

Die F e i n d v e r l u st e betrugen vom 8. Januar 1942 bis zum 21. Februar 1943: 54 092 bis zum 20. Dezember 1942 gezählte Tote, nahezu 112 000 geschätzte Tote, 11 648 Gefangene, 5726 Ueberläufer, 210 Geschütze, 1261 Panzer, 206 Panzerabwehr­kanonen, 304 Panzerbüchsen, 448 Granatwerfer, 2347 Maschinengewehre, 2357 Maschinenpistolen, 125 Flugzeuge u. a. m. Unvergänglich aber ist der Ruhm der Männer von Demjansk.

Demjansk-Kämpfer bei Dr. Goebbels.

Berlik 4. Mai. (DNB.) Der Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels, empfing am Dienstag eine aus Verbänden des Heeres und der Waffen-^ bestehende Kampfgruppe aus dem Kampfraum von D ° m i a n s k oip nuf seine Ein­ladung zu einem mehrtägigen Besuch in der^eichs- hauptstM weilt. Die abgeordneten Offiziere und Männer, unter denen sich mehrere Träger des Rit­terkreuzes und des Deutschen Kreuzes in Gold be­finden, gehören zu den Tapferen, die a b ge­schloffen und auf beinahe verlorenem Posten in monatelangen heldenhaften Kämp- f e n gegen eine erdrückende Uebermacht die Festung Demjansk gehalten und damit eine wesentliche Vor­aussetzung für die Durchführung wichtigster opera­tiver Ziele der militärischen Führung ermöglicht haben.

In seinen Begrüßungsworten würdigte Dr. Goebbels den kühnen Einsatz dieser Truppe und den Erfolg, an dessen Erringung ^-Obergruppen­führer E i ck e sowie die Transporteinheiten der Luftwaffe ruhmvollen Anteil hatten. Es sei heute noch verfrüht, so sagte der Minister, die beispiel­haften Heldentaten unserer Demjansk-Kämpfer einer größeren Öffentlichkeit zu unterbreiten, ebenso wie es im Interesse der Gesamtkriegführung lange Zeit nötig gewesen sei, über Demjansk nur wenig zu be­richten. In vorbildlicher Haltung hätten die Männer von Demjansk auch dieses Opfer auf sich genommen, obgleich gerade sie Anspruch daraus oehnbt hätten, schon während ihres Einsatzes eine besondere Wür­digung ihrer einmaligen soldatischen' Leistungen zu erfahren.

Dem Empfang wohnten u. a. der Kommandant von Berlin, Generalleutnant v. Hase, der Kom­mandeur . der -Totenkopfdivision, Ritterkreuzträ­ger ^-Brigadeführer Simon und der stellver­tretende Gauleiter Arthur G ö r l i tz e r bei.

(Statin befiehlt. ..

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Der Londoner polnische Emigrantenverein ist von der ganzen anglo-amerikanischen, d. h. jüdischen Welt verlassen worden. Stalin hat dieBeziehun­gen" zu ihm abgebrochen. Es war auch wirklich unerhört, was diese einst von Churchill alsbie geliebtesten Bundesgenossen" bezeichneten Emigran­ten verlangt oder vielmehr, um was sie gebeten hatten. Sie hatten ursprünglich, im Interesse Eng­lands, als Sturmbock gegen Deutschland den Krieg um der deutschen Stadt Danzig halber geschürt und waren dann von den Briten prompt im Stich ge­lassen worden, obgleich eine feierliche Versicherung, eine Garantierung des polnischen Besitzstandes, im Mai 1939 von der Londoner Regierung in War­schau überreicht worden war. Jetzt, wo dietapfe­ren" Flüchtlinge England an dieses feierlich ge­gebene Wort mahnen, wird einfach erwidert, nicht die englische Regierung, sondern die Umstände hät­ten sich geändert, und da Stalin stärker fei als die von England ausgehaltene Emigrantenklique, müsse man eben mit dem Wolf heulen. So gab man bi& Atlantik-Charta preis, die eine Weltlüge allererster Ordnung war, und die polnischen Aspirationen auf Wiederherstellung verschwanden in einem Meer von Phrasen. Noch schlimmer aber war Katyn.

Es ist wohl erstmalig in der Weltgeschichte, daß ein angeblich Verbündeter, der Bolschewismus, 12 000 Offiziere seines polnischen Verbündeten er­schießen und eineinhalb Millionen Polen verschwin­den läßt, davon nach dem Zeugnis eines polnischen Erzbischofs in den USA. 400 000 polnische Kinder, die gestorben und verdorben sind. Diese Ungeheuer­lichkeit wird noch dadurch übertroffen, daß die Mit- oerbündeten der polnischen Emigranten, die Briten und die Yankeejuden, nichts dabei finden und pein­lich überrascht sind, daß die polnischen Emigranten sich nach den deutschen Enthüllungen um das Schick­sal der Verschwundenen kümmern, worauf der Chef der polnischen Emigranten jämmerlich flehte, man möge doch gestatten, daß die Polen aus dem So­wjetparadies zurückkämen.

Wir können diesem polnischen Emigrantenklüngel unsere Schadenfreude nicht verhehlen, denn sie haben das polnische Volk gegen uns aufgehetzt im Solde Englands und werden jetzt von diesem England als betrogene Betrüger behandelt und von Stalin mit Fußtritten bedacht. Es war zu erwarten, daß Stalin, ohne auf die burdi medizinisch» Aut ri- tüten beurkundete Scheußlichkeit seiner Mordtaten in Katyn einzugehen, einfach erklären würde, er habe mit dem Emigrantenklüngel der Polen in Lon­don nicht nur nichts zu tun, sondern dieser müsse abgesetzt und durch polnische Bolschewisten ersetzt werden. Und tatsächlich ist es so gekommen. Seine Telegraphenagentur bringt jetzt einen Artikel, den natürlich die Sowjetpresse abdruckt und der vom englischen Nachrichtendienst übernommen wird. Darin wird die polnische Emigrantengruppe, also der von England feierlich anerkannteBundes­genosse", beschuldigt, sich den reaktionärsten Elemen­ten besonders in den USA anaevaßt und sich um Werkzeug feindlicher Regierungen" degradiert zu haben.Feindliche Elemente", Has sind mir. Die polnischen Emigranten in London, die sich besonders durch Deutschfeindlichkeit auszeichneten, fallen aus-

- - 1 1 J._-W

Die Aufbahrung des tödlich verunglückten Stabschefs der SA. Viktor Luhe

in der Führer-Messe in Güterfelde bei Berlin. Angehörige des RegimentsFeldherrnhalle" stellten bte Ehrenwache. (Scherl-Bilderdienst. fSA. Wegner.j)

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Fortdauer der harten Abwehrkämpfe am Kuban-Brückenkopf.

An der tunesischen Front die Stadt Mateur kampflos geräumt.

Oer Wehrmachibericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartler, 4. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Feind setzte die schweren Angriffe gegen den Kuban-Brückenkopf fort, vermochte aber auch gestern keine Erfolge zu erzielen. Die harten Abwehrkämpfe dauern an.

An den übrigen Fronten verlief der Tag ruhig. Schwere Artillerie des Heeres beschoß mit gutem Erfolg kriegswichtige Anlagen in Leningrad.

An der tunefifchen Front fanden keine wesentlichen Kampfhandlungen statt. 3m Zuge plan­mäßiger Bewegungen bezogen unsere Truppen im Vordabschnilt, vom Feinde zunächst unbemerkt, neue günstigere Stellungen, hierbei wurde die Stadt Mateur nach Vernichtung der kriegswichtigen An­lagen kampflos dem Gegner überlassen.

Bei Tagesvorstöhen britischer Fliegerverbände gegen die Küsteder besetzten De st gebiete wurden vierzehn feindliche Flugzeuge, darunter zwölf Bomber, abgeschossen. Zwei eigene Flugzeug« gingen im Luftkampf verloren.