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3.5.1943
 
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193. Jahrgang Nr.wl Erschein! täglich, außer Lonntags und feiertags

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Ein Bergmann wird Pionier der Arbeit.

Feierliche Tagung der Reichsarbeiiskammer.

Berlin, 30. April. (DNB.) Lange vor der fest- een Zeit versammelten sich im Mosaiksaal der i» Reichskanzlei die Vertreter des schaffenden deutschen Volkes, um am Vortage des 1. Mai feierlich die Tagung der Reichsarbeitskammer zu begehen. Dieser feierliche Akt, den das Philharmo­nische Orchester Berlin unter Leitung des Staats­kapellmeisters Johannes Schüler mit der Leonoren- Ouoertüre einleitete, bedeutete mehr als nur das Fest des Gedenkens einer sozialen Organisation, die zum ersten Male im Leben des schaffenden deutschen Volkes Betriebsführer und Gefolgschaft zu einer Einheit zusammenschloß. Die Feier gipfelte vielmehr in dem glühenden Bekenntnis aller Schaffenden zu Führer ukd Volk und zum endgültigen Siege.

Rings an den Wänden des Mosaiksaales standHi die Fahnen der^Betriebsgemeinschaften, unter ihnen die goldenen Fayn?K der NS.-Musterbetriebe. Un­ter den Ehrengästen sah man Reichsminister Funk, zahlreiche Gauleiter und Staatssek^täre sowie meh­rere hohe Vertreter der Wehrmacht.

Oberbefehlsleiter Marrenbach, der zunächst ein in herzlichen Worten gehaltenes Tele­gramm des Führers verlas, eröffnete die Tagung, die im Zeichen des 10. Jahrestages der Auflösung der alten klassenkämpferischen Verbände mti) Gewerkschaften stand: denn am 2. Mai 1933 setzte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley an deren Stelle die von nationalsozialistischem Geist durch­drungene und geführte Volks- und Leistungsgemein­schaft aller Schaffenden, die Deutsche Arbeitsfront. Ein Jahr später ordnete der Reichsorganisations­leiter die Errichtung der Reichsarbeitskammer mit ihren Unterorganen, den Gauarbeitskammern und den Arbeitsausschüssen an. Sinn und Ziel der Tätig­keit der Arbeitskammern, betonte der Oberbefehls­leiter, wären auch im Kriege auf die Sicherung der sozialen Selbstverantwortung aller schaffenden Deutschen gerichtet. Der Krieg verlange von jedem das Höchstmaß an Einsatz und Härte. Dem müßten und sollten die Arbeitskameraden Rechnung tragen. Der Reichsorganisationsleiter habe deshalb am 2. Mai 1943 deren Neuordnung verfügt. Hiernach werden, wie Oberbefehlsleiter Marrenbach aus­führte, Betriebsführer sowie sonst geeignete Män­ner und Frauen aus den Betriebsgemeinschaften zur Mitarbeit herangezogen und bei der Lösung aller Fragen des Ärbeitslebens mitwirken. Für die Auswahl der Mitarbeiter ist ihrs betriebliche Bewährung, ihre Befähigung und ihre Verant­wortungsfreudigkeit, Pionierarbeit auf sozialwirt­schaftlichem Gebiet zu leisten, maßgebend.

Oberdienstleiter Dr. H u p f a u e r , der Beauf­tragte des Reichsorganisationsleiters für den Kriegs­leistungskampf der deutschen Betriebe erklärte:

Mit den vom Führer ausgezeichneten Betriebs­gemeinschaften und den Männern, die als Ver­treter ihrer Arbeitskameraden und in Würdigung ihrer besonderen persönlichen Haltung heute das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse erhalten, ehren wir die Leistungsbesten unserer Kriegs­wirtschaft. Unsere Betriebsgemeinschaften stehen heute in dem aus dem edelsten sozialen Wettstreit erwachsenen Kriegs-Leistungskampf. Da dieser Lei­stungskampf sinnfälligster Ausdruck einer sozialen und wirtschaftlichen Selbstverantwortung ist, er­fahren allein die Betriebs Ehrung und Auszeich­nung, die über die behördliche Auflage hinaus mehr und besseres geleistet haben.

Der Leistungsentwicklung wegen hat die Deutsche Arbeitsfront Aufgaben von entscheidender Bedeu­tung in Angriff genommen, dasbetriebliche Vor­schlagswesen", das die Gefolgschaft der Betriebe für eine Verbesserung des Arbeitsplatzes aktiviert und die Lohn - und Leistungsgerechtig­keit. Es sei nicht zu verantworten, wenn brauch­barste Fachkräfte auf Grund falschliegender Vor­gabezeiten angelernte Akkordarbeit verrichten. Die neue Lohnordnung biete die Möglichkeit, durch eine entsprechende hohe Eingruppierung dem größeren Können und der wertvolleren Leistung durch eine höhere, als leistungsgerecht anzusprechende Grund­entlohnung gerecht zu werden. Gleichzeitig seien die Betriebe angewiesen, Vorgabezeiten festzulegen, die einer gesunden menschlichen Durchschnittsleistung entsprechen. Die Kriegswirtschaft hat trotz Abgabe einsatzstarker Arbeitskräfte gewaltige Programme

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zu erfüllen. Aufgerufen zur Arbeit ist daher das gesamte arbeitsfähige deutsche Volk. Selbstverständ­lich kann mit behördlichem Befehl die Sammlung aller Kräfte erreicht werden, doch der Erfolg wird nur dann von wirklich ausschlaggebendem Wert sein, wenn die behördliche Arbeit eine positive Hilfe er­fährt durch die verantwortungsbewußte Haltung der zur Arbeit aufgerufenen Menschen.

Der menschlichen Arbeitskraft sind hinsichtlich ihres körperlichen Leistungsvermögens natürliche Gren­zen gezogen. Es ist also vernünftig, die Arbeitszeit unter Berücksichtigung solcher Tatsachen zu ordnen. Die praktischen Erfahrungen beweisen, daß das beste Leistungsergebnis die Betriebe erzielen, die ihren Arbeitsauftrag mit dem menschlichen Lei­stungsvermögen und der außerbetrieblichen Ver­pflichtung der Schaffenden in die vernünftigste Be­ziehung bringen. Es ist erfreulich festzustellen, daß ein großer Teil der Betriebe sich bereits mit Er­folg um die zweckmäßigste Lösung dieser schwierigen Frage bemüht hat, wobei die Feststellung getroffen werden kann, daß die Rückführung allzu hohe^ Ar­beitszeiten auf einen normalen 9- oder 8stündigen Arbeitstag vielfach Erhöhungen des Tagesleistungs­ergebnisses zeitigte. So meldet ein Betrieb, der von der lOstündigen auf die 8stündige Arbeitszeit über­ging, eine Verringerung seines Krankenbestandes um 8 v. H. und einen wesentlichen Rückgang son­stiger Fehlzeiten.

Die wirklichen Vorbilder in Haltung und Lei­stung müssen betriebliche Unterführer sein. Welche Kräfte aus der Reihe unbekannter Arbeiter auch größeren Aufgaben gewachsen sind, das zeigt die Haltung des Arbeiters in schweren Situationen.

Reichsorganisationsleiter Dr. Le y sprach über das ThemaZehn Jahre Deutsche Arbeitsfront". Der Auftrag zur Gleichschaltung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände betraf 216 Verbände. In kaum vier Tagen war die schwierige Arbeit beendet. Aus den bis dahin interessenmäßig gebundenen Säulen der Arbeiter, Angestellten und Arbeitgeber entstan­den die lebendigen-Zellen der Betriebsgemeinschaft. Der Betrieb wurde eine E in h e i t, in der alle, die im Betrieb tätig sind, unterschiedslos auf Ge­deih und Verderb zusammengeschweißt werden. Ein weiterer Grundsatz war, daß alle schaffenden Menschen Beauftragte der Arbeit seien und sich da­mit als Soldaten des Führers und des Volkes zu fühlen hätten. Damit wurde die Betriebsgemein- jchaft zu einer soldatischen Gemeinschaft. Sie erhielt ihre Fahne und wurde in Betriebsappellen ausge­richtet. Die Betriebsgemeinschaft wurde durch Zel­len und Blocks unterteilt, ihren Kern bildeten die Werkscharen oder Werkfrauengruppen.

Im Deutschland der Systemzeit wurde, so fuhr Dr. Ley fort, die Auflösung der Staatsidee organi­siert. Heute wissen wir es, daß der Jude und seine Trabanten ein Interesse daran hatten, um nach der Paroleteile und herrsche" das deutsche Volk beherrschen zu können. Deshalb allein ist der Jude ein Gegner der nationalen Einheit jeder Na­tion, weil er Streit, Hader und Gegensätze braucht, um selbst über die Menschen herrschen , zu können Auf die Frage: wer hat ein Interesse an dem in­neren Streit? gibt es nur eine Antwort: Juda und alle Feinde eines starken Deutschlands?

Wir Nationalsozialisten wollen ein starkes und gesundes Deutschland. Darin bestand die national­sozialistische Revolution: die Lebenszellen von den Bazillen des Klassenkampfes und der Volkszer­setzung zu befreien und damit langsam aber sicher die Volksgemeinschaft aufzubauen. Das allein ver­bürgte ein starkes Deutschland. Den deutschen Men­schen mußten wir an Leib und Seele gesund machen. Die Gesundung ist nur auf der Erkenntnis der Ganzheitslehre durchzuführen, d. h. daß der gesunde Deutsche nicht allein vom Lohn abhängig ist, sondern ebenso von einem sauberen und lichten Arbeitsplatz, von Erholung und Freiheit, von kör­perlicher Gesundheit, von gesunden Wohnungen und einer erschöpfenden Berufsausbildung. Ver­pflegung in den Betrieben, Arbeitsschutz, Versor­gung im Alter und vieles andere mehr mußte durchgeführt werden, um den deutschen Menschen gesund und zufrieden zu machen. Der Wert der Volksgemeinschaft, die Zufriedenbeit des einzelnen Menschen und die Kraft und Macht der Nation drücke sich allein in der Leistung des deutschen Volkes aus. Nur der Unternehmer ist wirklich-so­zial, der dem Arbeiter durch modernste Maschinen, beste Arbeitsvorbereitung, rationelle und durch­dachte Arbeitsmethoden, vernünftige Betriebsoraa- nisation, Einsatz der Menschen, höchstmögliche Be­rufsausbildung die Möglichkeit gibt, seine Fähig­keiten bis zum letzten auszuschöpfen. Damit prokla­mieren wir Nationalsozialisten die Welt der Lei­stung und des Willens als liniere Welt. Wir er= plären: Wer will, vermag alles. Wir National­sozialisten kapitulieren niemals und schrecken vor keinem Hindernis zurück!

Heute nach zehn Jahren muß es sich nun offen­baren, ob unsere Idee und unser Wollen richtig war und ob wir uns bewähren. Obwohl die Mehrzahl der wehrfähigen Männer aus den Fabriken her- ausgezogen werden mußte, Facharbeiter mangeln, der deutsche Arbeiter durch ungelernte ausländische Arbeitskräfte ober Frauen ersetzt worden ist. nimmt der Ausstoß an Waffen und Munition, an Rüstung und Wehr oller Art von Tag zu Tag und von Monat zu Monat in steigendem Maße zu. Heute nach fast vierjährigem Krieg ist immer noch die deutsche Wehrmacht in der Güte der Waffen und in der Zahl unseren Feinden weit voraus und wird

Sprechendes Beispiel für die Richtigkeil dieses Weges ist der Wann, dem in dieser Feier­stunde höchste Ehrung zukeil wird. Wir ehren einen deutschen Arbeiter, dessen Leistung be­weist. welche Persönlichkeitswerte in unseren schaffenden deutschen Menschen stecken. Vor­nehmste Aufgabe der deutschen Sozialpolitik muß es daher auch für alle Zukunft sein, im Sinne einer persönlichkeikswertenden Rleuschen- sührung jedem begabten, tüchtigen und einsatz- freudigen Menschen den Aufstieg zu sichern, der ihm auf Grund eigener Haltung und Leistung gebührt. Der Maschinenfahrsteiger, Parteige­nosse Konrad Grebe, steht mit der Ent­wicklung eines im praktischen Einsatz bewähr­ten Kohlenabbaugeräts würdig an der Seite unserer großen deutschen Konstrukteure. Kon­rad Grebe hat mit seiner Leistung für den Ab­bau der Kohle ein Instrument geschaffen, mit dem Arbeitskräfte frei gemacht, die Abbau­leistungen wesentlich gesteigert werden und vor allem dem schwer arbeitenden Bergmann Cfline Arbeit erleichtert wird. Seine Pionierarbeit wird die Grundlage sein für größte Arbeils- erfolge in der Gewinnung des wichtigsten deut­schen Rohstoffes. 3n Würdigung dieser sozial und wirtschaftlich hervorragenden Tat verleiht der Führer dem Maschinenfahrsteiger Pg. Kon­rad Grebe als dem 9. schaffenden Deutschen die AuszeichnungPionier der Arbeit" und das Ehrenzeichen hierzu in Gold.

es blssiben! Unsere Parole heißt: Leistungs­steigerung Panzerschichtenbetriebliches Vorschlagswesen höchster Fraueneinsatz und andere leistungssteigernde Dinge. Mt Stolz und Genugtuung stellen wir fest, daß wir jetzt im Kriege nichts neues hinzubauen brauchen, aber auch nichts abbaucn müssen, sondern daß alles, was die Deutsche Arbeitsfront in den kurzen' Jahren des Friedens vorausschauend ins Leben gerufen hat, heute in entscheidendem Maße mithilft, den Sieg an Deutschlands Fahnen zu heften.

Das sei auch unser Dank an den Führer, denn wir wollen bekennen, daß alles das nicht unser Verdienst ist, sondern in Mee, Aufbau und Vollendung das alleinige Werk unseres Führers bedeutet. Immer wieder war es der Führer, der uns in schwersten Stunden Ziel und Weg wies. Sein unermüdlicher Fleiß, seine Hingabe an seine Aufgabe, sein Idealismus und sein starker Wille waren der Impuls für die Volkswerdung der Ak­tion, Adolf Hitler und sein Vorbild entwaffneten auch die böswilligsten unserer Gegner und zwangen sie alle zur Mitarbeit, zur Einsicht und zur 93er» nungft. So wollen wir am 10. Jahrestag der Deut­schen Arbeitsfront bekennen, daß wir alles, was wir sind, allein durch Adolf Hitler wurden. Wir wollen geloben, diesen geraden, erfolgversprechenden Weg des Nationalsozialismus kompromißlos weiter zu beschreiten und dafür zu sorgen, daß der Ar­beitsfrieden überall in deutschen Gauen gewahrt wird. Die Stätten der Arbeit, Fabriken und Kon­tore sollen in diesem Kriege die stärkste und festeste Bastion der Volksgemeinschaft und des unbeugsamen Eieqeswillens sein. Komme, was da mag, wir kapitulieren niemals und unsere Parole heißt: Führer befiehl, wir folgen!

Seine oft von Beifall unterbrochenen Worte klan­gen aus in dem Gelöbnis, daß das deutsche Volk nie wieder einen November 1918 erleben werde. ^Mit einem von ernster Begeisterung getragenen Sieg-Heil auf den Führer und mit den Liedern der Nation schloß die feierliche Tagung der Reichs­arbeitskammer.

Führer und Tenno zum 1. Mai

23 er (in, 1. Mai. (DNB.) Der Tenno hat zum 1. Mai an den Führer das folgende Telegramm gerichtet:Es ist mir eine Freude, Eurer Exzellenz anläßlich des Nationalen Feiertags des Reiches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wünschen, die ich für Ihr per­sönliches Wohlergehen und für das Gedeihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Eurer Exzellenz meine wärmsten Wünsche für den Erfolg Ihrer tapferen Armeen und gleichzeitig meinen festen Entschluß, unseren gemeinsamen Feind zu ver­nichten, zum Ausdruck bringen. Hirohito."

Der Führer hat hieraus wie folgt geantwortet: Eure Majestät bitte ich, für die mir zum Natio­nalen Feiertag des deutschen Volkes übermittelten Glückwünsche meinen herzlichen Dank entgegenzu­nehmen. Mit Eurer Majestät eins in dem unerschüt­terlichen Entschluß, den gemeinsamen Feind zu ver­nichten und durch unseren Sieg eine ge- rechte Ordnung der Welt und einen dauernden Frieden zu erreichen, erwidere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für das persönliche Wohlergehen Euerer Majestät und eine glückliche Zukunft der tapferen japanischen Nation.

Adolf Hiller."

Auch in diesem Jahre haben zahlreiche auslän­dische Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Staatsmänner dem Führer mit in herzlichen Wor­ten gehaltenen Telegrammen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt Die in Berlin beglaubigten aus»

».Pionier der Arbeit" Bergmann Konrad Grebe. (Scherl-Bilderdienst. sDAF.-Denckler.s)

Zehn Jahre Deutsche Arbeitsfront.

Dr. Ley gibt einen Rückblick.

ländischen Vertreter brachten durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers aufgelegte Besuchsbuch ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regie­rungen und Völker zum Ausdruck.

Judas Fanuskopf.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Der beste und schlagendste Beweis dafür, daß der Bolschewismus und die plutokratische Demokratie nur zwei verschiedene, nach zwei Richtun­gen hin gewendete Erscheinungsformen des internationalen Judentums sind, ist die Art und Weise, wie man in den den Juden restlos ausgelieferten Feindländern zum Falle von Katyn Stellung nimmt. Während in Län­dern, die sich genug gesundes Denken und natürliches Empfinden für Recht und Unrecht, Anständigkeit und Gemeinheit bewahrt haben, eine Woge des »us, des Ekels und der Empörung über die albe von Katyn aufgedeckte Untat jübifcher GPU.-Henker sich erhob, versucht man bei ben Nationen, berenöffentliche Meinung" bie bet Juden ist, mit allen Mitteln, teils durch Verschwei­gung der Tatsachen, teils durch Verdrehung und Fälschung des wahren Sachverhaltes, bie blutigen Hänbe ber Mörder der 12 000 Polen reinzuwaschen. Stimmen, wie bie besDaily Expreß", um nur eine dieser jüdisch gelenkten englischen Zeitungen zu nennen, der jetzt davon spricht, baß eine Unter­suchung burch bas Internationale Rote Kreuzgänz­lich untragbar unb vollkommen zu verwerfen^ sei, unb daß die Tatsache, daß die Bolschewisten bie Beziehungen zu ben Polen abgebrochen hätten, tief bebauert werben müsse, sind bester Beweis dafür.

Selten noch hatte die Welt Gelegenheit, diesen innigen Zusammenhang, besser gesagt dieses Jden- tischsein von Bolschewismus und Plutokratie so gründlich und bis in die tiefsten Tiefen hinein stu­dieren zu können. Tat doch bisher Alljuda alles, um das vor den Augen der Welt zu verschleiern.

Das Eichenlaub.

Berlin, 30. April. (DNB.) Der Führer ver­lieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eifer« nen Kreuzes an Oberfeldwebel Rudolf Schlee, Zugführer in einem bayrisch-schwäbischen Gebirgs­jäger-Regiment.

Oberfeldwebel Schlee, der bereits im Westfeld­zug beide Eiserne Kreuze und zu Beginn des Kamp­fes gegen ben Bolschewismus für die kühne und aus ferbftänbig-em Entschluß erfolgte Erstürmung einer Ortschaft das Ritterkreuz erhalten hatte, ist bas Vor­bild des verantwortungsfreudigen, unerschrockenen Unterführers. Bei den Kämpfen im Kaukasus hat er sich mehrfach durch Draufgängertum und tak­tisches Geschick ausgezeichnet. Während sein Batail­lon im Angriff gegen eine von starkem Feind be­setzte Höhe stand, wurde es von 150 Bolschewisten in der Flanke angegriffen. Der Oberfeldwebel er­hielt den Auftrag, mit nur zwei Gruppen gegen diesen Feind zu sichern, bis Verstärkungen heran- gefommen waren. Im selbständigen Entschluß griff er die Sowjets an der Spitze seiner Gebirgsjäger sofort an, erstürmte einen stark ausgebauten Höhen - zug und warf ben Feind zurück. Mit 20 Gefangenen und zahlreichen erbeuteten Infanteriewaffen kehrte er in die Stellungen zurück, während mehr als 60 tote Bolschewisten auf dem ftampffelb blieben urtb der Rest in wilder Flucht davoneilte. Einen Tag, nachdem Oberfeldwebel Schlee für feinen ver­wundeten Kompaniechef bie Führung ber Kom­panie übernommen hatte, wurde er während eines harten Abwehrkampfes verwundet. Oberfeldwebel Schlee wurde am 10.11.1913 in Ludwigshafen ge­boren, er trat 1934 in das JR. 13 ein, um Berufs­soldat zu werden.

Hauptmann Tonne starb den Fliegertod

Berlin, 2. Mai. (DNB.) Den Flieg er tod starb in Tunesien Hauptmann Wolfgang Tonne, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader unb Trä­ger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Der am 28.2.1918 geborene Hauptmann Wolf­gang Tonne» ist der Sohn eines Lehrers in Thü­ringen. Bei Ausbruch des Krieges wurde Wolfgang Tonne Leutnant. Bereits im Mai 1940 erhielt ber junge Jagbflieger bas EK. I. Klasse. Er würbe Oberleutnant unb Staffelkapitän, bewährte sich an ber Ostfront ebenso sehr wie vorher im Westfelb- zug unb nachher in Tunesien. Am 6. September 1942 verlieh ihm ber Führer bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes unb, als er am 22. September 1942 ben 101. Luftsieg errungen hatte, bas Eichen­laub. Tapfer unb kühn, wie er immer war, errang er weiterhin Sieg auf Sieg, bis ihn, unbesiegt vom Feinbe, ber Fliegertod dahinrafste, ein schwerer Verlust, aber unvergessen für immer ufib ein Vor- bilb allen jungen Kameraben, bie in seinem Geiste weiter kämpfen.

Das Ritterkreuz für einen Hessen.

Berlin, 30. April. (DNB.) Der Führer ver­lieh bas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Richard Schwa mderger, Bcttail- lonskommanbeur in einem Grenadier-Regiment.

Hauptmann Richard Schwamberger, am 21.5.1909 als Sohn bes Kaufmannes Richard Sch. in Trebur (Kreis Groß-Gerau) geboren, hat mit feinem niedersächsischen Grenadier-Bataillon am unteren Don einen Durchbruch starker feindlicher Kräfte verhindert. Unter dem Feuerschutz von Sturmgeschützen vernichtete er gegen erhebliche Uebermacht eine eingebrungene feindliche Kampf­gruppe.

Hauptmann Schwamberger trat nach dem Besuch ber Volksschule unb der Fortbildungsschule feines Heimatortes 1929 in bie hessische Schutz­polizei in Darmstadt ein. 1936 als Feldwebel in bas Heer überführt und 1940 als Oberfeldwebel unter Beförderung zum Leutnant und gleichzeitig zum Oberleutnant in die aktive Offizierlaufbahn über­nommen, wurde er 1942 Hauptmann.